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Jerry Cotton - Folge 2899

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Zu viel Geld im Spiel
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Zu viel Geld im Spiel

Es war bereits dunkel, als Troy Mulligan, einer der Stars der New York Jets, sein Strandhaus in Staten Island erreichte. Nachdem er das Haus betreten und die Tür hinter sich geschlossen hatte, ging er in die Küche und holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank.

Gerade wollte er zum Trinken ansetzen, als er ein Geräusch hörte.

Langsam senkte er die Bierdose und versuchte die Dunkelheit zu durchdringen. Er konnte einen Schatten erkennen, der langsam auf ihn zukam.

»Hey, zeig dich!«, stieß Mulligan drohend aus. Es waren die letzten Worte des Football-Stars, dann brach er von zwei Schüssen tödlich getroffen zusammen.

Phil und ich waren unterwegs zum Broadway. Eine Theater-Premiere mit vielen Stars und Sternchen der Schauspielbranche hatte das FBI New York auf den Plan gerufen, um das NYPD zu unterstützen.

»Das sind wirklich hochkarätige Namen«, meinte Phil. »Wenn man deren Vermögen zusammenzählt, kommt man leicht in den Bereich von einer Milliarde Dollar.«

»Ja, als Filmstar verdient man nicht schlecht«, sagte ich. »Man muss dafür in der Regel nur sein Privatleben opfern – einige müssen das zumindest.«

Wir hatten die Polizeiabsperrung des Bereichs des Broadways, an dem die Premiere stattfinden sollte, erreicht und ich suchte einen Parkplatz für den Jaguar.

Phils Handy klingelte. Er ging dran und aktivierte die Freisprechfunktion.

»Hallo Phil, hier ist Mister High«, meldete sich die Stimme unseres Chefs. »Es gibt Arbeit in Staten Island. Troy Mulligan, ein Football-Spieler, wurde tot in seinem Strandhaus aufgefunden. Ich möchte, dass Sie den Fall übernehmen.«

»Kein Problem, Sir«, erwiderte Phil. »Wir sind gerade am Broadway und fahren sofort los.«

»Gut, dann schicke ich Ihnen die Informationen zu, die mir bisher vorliegen«, sagte Mr High und legte auf.

»Dann müssen wir wohl darauf verzichten, die Schönen und Superreichen zu beschützen«, sagte ich.

»Damit habe ich absolut kein Problem«, meinte Phil. »Wobei ich auch nichts dagegen gehabt hätte, Salma Hayek live zu sehen.«

»Tja, so ist unser Job – aber konzentrieren wir uns auf den Fall. Was gibt es?«, fragte ich.

Phil tippte den Namen in den Bordcomputer und berichtete mir ein paar Augenblicke später, was er gefunden hatte.

»Troy Mulligan – ja, den kenne ich – ist Spieler bei den New York Jets«, legte er los. »Einer der Besten des Teams. War schon zweimal als Sportler des Jahres nominiert, hat die Wahl aber nie gewonnen. Nach dem, was hier steht, wird er von seinen Fans vergöttert – wobei seine Leistung in letzter Zeit wohl nachgelassen hat. Er ist Single, hat weder eine Frau noch Ex-Frau noch Kinder. Ob er derzeit liiert ist, kann ich nicht sagen. Er ist auf jeden Fall ein millionenschwerer Football-Star.«

»Vielleicht hätten wir besser ihn beschützen sollen«, bemerkte ich. »Und der Bericht von Mister High? Ist er schon da?«

»Einen Moment, ich schaue direkt nach«, meinte Phil und fuhr kurz darauf fort. »Gemäß dem Bericht ist er erschossen aufgefunden worden, von der Putzfrau. Wie Mister High schon sagte, in seinem Strandhaus auf Staten Island. Er wohnt eigentlich in New Jersey, nicht im Staat New York. Daher soll der Mordfall wohl auch vom FBI bearbeitet werden. Über den Mord selbst steht hier nicht viel, außer dass das Opfer von zwei Schüssen getroffen wurde. Keine Hinweise auf den Täter. Keine Informationen zur Tatzeit.«

»Die Details werden wir vor Ort erfahren«, sagte ich und ließ mir von Phil die genaue Adresse geben.

Ich war gespannt, was uns bei diesen Ermittlungen erwarten würde.

***

Die Fahrt hatte über eine Stunde gedauert, dann endlich erreichten wir das Haus von Troy Mulligan, das sich im Südosten von Staten Island in direkter Nähe des Strandes befand.

»Schön, hier zu wohnen – zumindest im Sommer«, meinte Phil und blickte auf das weite Meer hinaus.

»Keine Gegend für Menschen mit Durchschnittseinkommen«, erwiderte ich. »Kann mir vorstellen, dass hier zuweilen Einbrecher aktiv sind. Vielleicht hat Mulligan einen in seinem Haus erwischt, der dann entsprechend reagiert hat.«

»Gut möglich«, sagte Phil. »Schauen wir uns mal den Tatort an.«

Das Strandhaus des Opfers stand den anderen in der Gegend in der Größe an nichts nach. Es hatte eine Grundfläche von schätzungsweise zwanzig mal zwanzig Meter. Die Fassade bestand teilweise aus Holz und teilweise aus Stein und war in hellen Farbtönen gehalten. Insgesamt sah es recht modern aus.

Um das Haus herum befand sich eine etwa fünfzehn Meter breite Rasenfläche, gesäumt von ein paar kleinen Blumenbeeten. Das ganze Grundstück war umzäunt, aber der Zaum war nur etwa einen Meter hoch, sodass er für einen Einbrecher kein Hindernis darstellte. Im Moment war das gesamte Areal von der Polizei abgesperrt worden, um Schaulustige und die Presse fernzuhalten. Noch war es in der Gegend recht ruhig. Mir war klar, dass sich das schlagartig ändern würde, wenn die Presse von dem Mord Wind bekam.

Ich hatte den Gedanken gerade zu Ende gedacht, da sah ich schon den Übertragungswagen eines Fernsehsenders in der Gegend auftauchen.

»Wir sollten besser reingehen«, sagte ich.

»Nichts dagegen«, meinte Phil, der den Wagen ebenfalls bemerkt hatte.

Ein junger weiblicher Cop stellte sich uns in den Weg, als wir Anstalten machten, die Absperrung zu überwinden.

»Sorry, hier ist gesperrt«, sagte sie und musterte uns.

Phil zeigte ihr seine Dienstmarke und lächelte freundlich. »Ist schon okay, wir sind Kollegen.«

Sie schluckte. »Sorry, mir hat keiner gesagt, dass wir Besuch vom FBI erhalten.«

Es schien ihr ein wenig peinlich zu sein, dass sie uns nicht richtig eingeschätzt hatte.

»Das passiert uns andauernd«, meinte Phil, damit sie sich besser fühlte.

Sie rang sich ein Lächeln ab und ließ uns passieren.

Wir gingen auf die große Eingangstür aus Glas und Edelstahl zu, die bereits offen war, und betraten das Haus.

Ein Mann in hellem Trenchcoat schaute zu uns hinüber und sagte: »Ah, da sind Sie ja. Die Fahrt hat ja ganz schön lange gedauert.«

»Ja, wir befanden uns gerade auf dem Broadway, als uns der Fall übertragen wurde«, antwortete Phil. »Das ist mein Kollege, Agent Cotton, und ich bin Phil Decker.«

»Timothy Darlton«, erwiderte der Detective und schüttelte uns die Hand. »Mein Partner, Detective Brad Butcher, ist gerade im Keller und schaut sich dort um. Am besten erzähle ich Ihnen kurz, was wir bisher herausgefunden haben, damit Sie im Bilde sind.«

»Gerne«, sagte ich.

»Zuerst zum Opfer«, sagte Detective Darlton und ging in Richtung des Wohnzimmers.

Dort lag der Körper des getöteten Mannes auf dem Boden. Die Eintrittswunden der Projektile waren eindeutig zu erkennen. Der muskulöse Körper lag regungslos in einer Lache aus geronnenem Blut.

»Ein Schuss in die Magengegend und einer in den Kopf. Der Täter wollte offenbar sichergehen, dass Mulligan das nicht überlebt«, sagte der Detective.

»Die Handschrift eines Profis«, bemerkte Phil ernst. »Oder von jemandem, der es nach einem Profi aussehen lassen wollte.«

»Haben Sie die Projektile gefunden?«, fragte ich den Detective.

Der schüttelte den Kopf. »Nein, die wird der Täter mitgenommen haben.«

»Und wie ist er ins Haus gekommen? Hat er hier auf sein Opfer gewartet?«, fragte ich weiter.

»Ich habe zuerst an die Terrassentür gedacht«, antwortete der Detective und deutete auf die rund zehn Meter breite gläserne Wand, die das Wohnzimmer von der Terrasse trennte. »Aber die ist aus Spezialglas. Würde mich nicht wundern, wenn das sogar kugelsicher ist. Das Türschloss ist unbeschädigt, also haben wir uns weiter umgeschaut. Mein Partner hat ein eingeschlagenes Kellerfenster neben der Terrasse entdeckt. Von dort wird der Täter durch den Keller ins Haus gelangt sein. Wahrscheinlich hat er dann hier gewartet. Die Crime Scene Unit hat sich schon einige Teile des Hauses vorgenommen, bisher aber nichts entdeckt, das auf den Täter hindeutet.«

»Crime Scene Unit?«, fragte Phil überrascht. »Waren die schon hier?«

»Sind sie noch – im Keller«, antwortete Detective Darlton. »Hier oben haben sie ihre Untersuchungen bereits abgeschlossen. Deshalb können wir uns hier auch frei bewegen. Der Leiter der Unit ist ein ganz schön herber Typ. Ist wohl erst vor kurzem aus Kentucky hierher versetzt worden und mit den New Yorker Gepflogenheiten noch nicht so vertraut.«

»Ja, es dauert ein wenig, sich an das Stadtleben zu gewöhnen«, sagte ich.

Phil unterließ es, das zu kommentieren.

»Wir werden später mit ihm reden«, sagte ich. »Haben Sie schon etwas über den Todeszeitpunkt erfahren?«

»Gegen Mitternacht«, antwortete Detective Darlton.

»Uns wurde mitgeteilt, dass die Putzfrau Mulligan gefunden hat. Können wir mit ihr sprechen?«

»Klar, sie ist gleich nebenan«, sagte der Detective. »Ihr Name ist Dana Winters. Sie steht noch unter Schock.«

Er zeigte in die Richtung und ließ uns den Vortritt.

***

In einem mittelgroßen Esszimmer saß eine junge, zerbrechlich wirkende Frau. Sie war weiß und hatte hellblonde Haare – nicht die typische Putzfrau mittel- oder südamerikanischer Herkunft. Ich schätzte sie auf Anfang zwanzig. Man konnte sehen, dass sie geweint hatte. Ein weiblicher Officer vom NYPD kümmerte sich um sie.

»Hallo, wir sind die Agents Decker und Cotton vom FBI New York«, stellte ich uns vor.

Sie löste ihren Blick vom Boden, hob ihren Kopf und schaute mich kurz an. »Hallo.«

Ich nahm ihr gegenüber Platz, während Phil und Detective Darlton stehen blieben.

»Das muss ziemlich schwer für Sie sein«, sagte ich mitfühlend.

Sie nickte, sagte aber nichts.

»Ich weiß, dass Sie es schon unserem Kollegen erzählt haben, aber könnten Sie uns sagen, wie Sie Mister Mulligan gefunden haben?«, fragte ich.

Wieder nickte sie. »Ich bin heute wie üblich zum Haus gefahren, um zu putzen und aufzuräumen. Mister Mulligan läuft um diese Zeit gewöhnlich am Strand – wenn er überhaupt da ist. Er ist ein ziemlich sportlicher Typ – aber das wissen Sie ja wahrscheinlich bereits, immerhin war er Football-Spieler. Wie auch immer, ich habe die Tür aufgeschlossen und meine Klamotten aufgehängt. Dann bin ich in die Küche, um dort Putzmittel zu holen. Da habe ich ihn liegen sehen, auf dem Boden.«

Sie gab sich Mühe, nicht wieder zu weinen, was ihr gelang. Offenbar war sie nicht ganz so zerbrechlich, wie sie wirkte.

»Und dann?«, fragte ich, als sie nicht von sich aus weitererzählte.

»Erst hatte ich den Eindruck, dass er schlafen würde«, sagte sie. »Wie nach einer durchzechten Nacht mit viel Alkohol. Aber als ich dann etwas genauer hinschaute, sah ich Blut, überall Blut. Da wusste ich, dass etwas Schreckliches geschehen war, und lief aus dem Haus. Eine unglaubliche Angst überwältigte mich und ich lief einfach weiter. Etwas später konnte ich dann wieder klarer denken und rief die Polizei an und meldete die Sache. Die Frau am Telefon sagte mir, ich sollte zum Haus zurückgehen, was ich auch gemacht habe. Vor dem Haus habe ich auf die Cops gewartet.«

»Es ist gut, dass Sie sofort die Polizei gerufen haben«, sagte ich. »Ist Ihnen irgendetwas aufgefallen, das für die Ermittlungen wichtig sein könnte? Eine Person in der Nähe des Hauses, die Ihnen verdächtig vorkam? Oder ein Fahrzeug, das nicht hierhergehörte?«

Sie schüttelte den Kopf. »Nein, nichts, da war niemand im Haus. Und auch draußen ist mir niemand aufgefallen. Ich war auch so schockiert, dass ich darauf gar nicht geachtet habe.«

»Das kommt vor«, sagte ich. »Wie lange arbeiten Sie schon für Mister Mulligan?«

»Seit etwa einem Jahr«, antwortete sie. »Ich komme in der Regel einmal die Woche, wenn Partys sind oder so, auch zwei- oder dreimal. Ist ein gut bezahlter Nebenjob.«

»Hatten Sie während dieser Zeit jemals eine Beziehung mit Mister Mulligan?«, fragte ich weiter.

Sie schaute mich überrascht an. »Sie meinen, ob ich mit ihm geschlafen habe? Nein, nie. Er war zwar ein ziemlich attraktiver Kerl, aber ich stehe nicht so auf Schwarze. Außerdem habe ich einen Freund, der mir sehr am Herzen liegt. Hinzu kommt, dass er eine Freundin hat – Eleonora Tutiani. Und ich bin nicht der Typ Frau, der anderen Frauen den Mann ausspannt. Nein, ich habe hier nur gearbeitet, mehr war nicht.«

»Sorry, solche Fragen müssen wir stellen«, sagte ich. »Bei einem Mordfall können Details sehr wichtig sein.«

»Und Sie kommen normalerweise immer am gleichen Wochentag, um zu putzen?«, fragte Phil.

»Ja, heute ist der normale Tag, den ich jede Woche da bin«, antwortete sie.

»Wo waren Sie in der letzten Nacht gegen zwölf?«, fragte ich, um zu sehen, ob sie ein Alibi hatte.

»Bei meinem Freund, in unserer gemeinsamen Wohnung«, antwortete sie. »Liegt im Norden von Staten Island. Wir waren die ganze Nacht zusammen dort.«

»Dann nehme ich nicht an, dass Sie jemand anders gesehen hat«, sagte ich.

»Nein, niemand. Wir haben nicht mal eine Pizza bestellt. Aber mein Freund kann bestätigen, dass ich die ganze Nacht da war, so etwa von neun Uhr an bis heute Morgen, als ich zur Arbeit gefahren bin, hierhin. Das war meine erste Station.«

Wir notierten ihre Daten und verließen das Zimmer.

***

»Sieht nicht so aus, als ob sie was mit der Sache zu tun hätte, aber wir sollten sie sicherheitshalber auf Schmauchspuren testen lassen«, sagte ich.

»Ja, dann können wir sie ganz ausschließen«, meinte Phil. »Das Gleiche gilt für ihren Freund. Falls der zu Eifersucht neigt, könnte das ein Motiv sein – auch wenn es stimmt, dass sie nichts mit Mulligan hatte.«

Während wir uns unterhielten, kamen ein paar Männer aus dem Keller. Der eine war wahrscheinlich Detective Butcher, die anderen von der Crime Scene Unit.

Mir fiel ein fast kahlköpfiger Mann von etwa fünfzig Jahren auf, der von seiner Art her sehr dominant wirkte. Ich tippte darauf, dass er der aus Kentucky stammende Pathologe war.

Bevor ich die Gelegenheit hatte, ihn zu begrüßen, sagte er: »Ah, dann sind die Herren vom FBI jetzt auch endlich da, wenn ich das richtig sehe.«

»So ist es«, erwiderte ich und reichte ihm die Hand. »Agent Jerry Cotton.«

Nachdem wir uns begrüßt hatten, reichte auch Phil ihm die Hand und stellte sich vor. Der Pathologe hieß Dr. Wilbur Harnington.

»Es ist unglaublich, mit was für einer Frequenz hier in New York Gewaltverbrechen verübt werden«, sagte Dr. Harnington. »Schon bevor ein Fall abgeschlossen werden kann, ist der nächste an der Reihe. Ich befürchte, dass ich meine Arbeitsweise grundlegend ändern muss.«

»Das kann gut sein«, meinte Phil und verkniff sich ein Grinsen.

»Was meinen Sie damit?«, fragte Dr. Harnington Phil auf herausfordernde Weise.

Phil blieb locker und reagierte nicht auf die Art des Docs. »Dass in New York eben eine Menge los ist. Ist eine große Stadt mit vielen Menschen. Und wo sich so viele tummeln, gibt es immer einige, denen ein Menschenleben nicht viel wert ist.«

»Ja, ja, das stimmt«, brummte Dr. Harnington. »Sie erwarten jetzt bestimmt einen umfassenden Bericht von mir. Leider muss ich Sie da enttäuschen – das ist nicht die Art und Weise, wie ich vorgehe. Zuerst stelle ich nämlich mit meinem Team Untersuchungen an, anschließend werte ich sie aus und erst dann gebe ich den abgeschlossenen Bericht heraus.«

»Das ist kein Problem«, sagte ich und schaute auf die Leiche von Troy Mulligan. »Zwei Einschüsse von vorne, Bauchgegend und Kopf, Zeitpunkt des Todes gegen Mitternacht.«

»Und wir haben Spuren gefunden, die mich vermuten lassen, dass der Täter, nachdem er durch das Kellerfenster eingedrungen war, das nicht durch die Alarmanlage geschützt war, diese im Haus deaktiviert und dann auf das Opfer gewartet hat«, fuhr Dr. Harnington fort und blickte mich an. »Ach, verdammt, das war ein Trick. Keine weiteren Vermutungen. Den Rest erfahren Sie durch meinen Bericht. Bis dann, meine Herren.«

Er gab seinen Leuten hektisch Anweisungen und verschwand mit ihnen aus dem Haus.

»Sie haben recht, er ist mit den New Yorker Gepflogenheiten noch nicht so ganz vertraut«, sagte ich zu Detective Darlton und lächelte.

Der nickte zustimmend.

»Ich denke, wir haben hier alles erledigt«, sagte Phil. »Wo setzen wir als Nächstes an? Wäre gut, wenn wir wüssten, was Mulligan gestern gemacht hat.«

»Das kann ich Ihnen sagen«, meldete sich Detective Butcher zu Wort.

Er war ein mittelblonder, großer, aber eher schlanker Typ, der bisher nicht viel gesagt hatte.

»Ich hab ihn gestern Abend spielen sehen«, fuhr er fort. »Nicht live, im Fernsehen. Das Spiel fand im MetLife Stadium in East Rutherford statt, wo ja auch der Sitz der New York Jets ist. Dort kann man Ihnen sicher mehr über das erzählen, was Mulligan gestern gemacht hat.«

»Danke für den Tipp«, sagte ich. »Dort werden wir uns umschauen. Was meinst du, Phil?«

»Bei einer der besten Football-Mannschaften der Ostküste? Na klar«, stimmte er zu.

Wir verabschiedeten uns von den Detectives und verließen das Haus.

»Bin gespannt, was uns in East Rutherford erwartet, bei all den harten Jungs und hochbezahlten Spitzensportlern«, meinte Phil.

»Das bin ich auch«, erwiderte ich und stieg in den Jaguar.

***

Auf dem Weg zum Sitz der New York Jets

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