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Jerry Cotton - Folge 2895

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Zeugen leben nicht lange
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Zeugen leben nicht lange

Derek löste sich vom Waschbecken, als er ein leises Geräusch vernahm. Mit dem Handtuch in der Hand trat er hinaus und schaute den Unbekannten an.

»Gibt es Probleme, Agent?«, fragte er.

Sein Blick hatte die eingeschweißte Legitimation am Revers des Mannes erfasst, weshalb Derek Storm sich entspannte.

»Das löse ich gerade«, erwiderte der Aufpasser des FBI.

Seine Hand erschien in Hüfthöhe und dann löste sich der Schuss, der das Leben von Derek beendete. Im Gebäude wurden weitere Schüsse abgegeben.

Der unfassbare Überfall in dem Safe House, dem sicheren Haus, löste die höchste Alarmstufe im Field Office aus. Mr High zog Phil und mich von dem laufenden Fall ab und schickte uns zu dem Haus in der Bronx.

»Es befanden sich sechs Kollegen im Haus, die für die Sicherheit der vier Opfer zuständig waren. Die erste Auswertung der Überwachungsanlage läuft noch«, erklärte Steve.

Der Stellvertreter von Mr High leitete die Untersuchungen und wirkte extrem angespannt. Es war ein bisher nicht da gewesener Zwischenfall, der alle Kollegen bis ins Mark erschüttert hatte. Das Safe House sollte eine sichere Oase für Menschen sein, die von irgendwelchen Gangstern bedroht wurden. Dem FBI oblag es, diesen Schutz zu gewährleisten. Jetzt hatten wir vier tote Schutzbefohlene sowie drei ebenfalls erschossene Kollegen. Zwei weitere Agents waren lebensgefährlich verletzt, während einer der Kollegen mit leichten Verletzungen davongekommen war.

»Was kann Bryan uns erzählen?«, fragte Phil.

Der einzige Kollege, der uns zurzeit etwas über die Abläufe des Überfalles erzählen konnte, war sicherlich bereits intensiv befragt worden.

Steve Dillaggio zuckte verärgert mit den Schultern.

»Nichts, Phil«, erwiderte er.

Nichts? Mein Partner warf mir einen verwunderten Blick zu.

»Wo befand Bryan sich, als die Killer ins Gebäude eingedrungen sind?«, fragte ich.

Er war in der Garage des Hauses gewesen, um einige Dinge aus seinem Dienstwagen zu holen. Als er Schüsse aus dem Inneren vernahm, befolgte Bryan die Vorschriften.

»Er hat alles richtig gemacht, doch dadurch kam er leider zu spät nach oben. Als er im Haus nach den Schützen suchte, war der Überfall bereits vorbei«, erklärte Steve.

Man musste dem Kollegen zugutehalten, dass er allein auf sich gestellt ein zweistöckiges Haus überprüfen musste. Natürlich ging Bryan dabei sehr vorsichtig vor, denn er stieß bereits an der Haustür auf den ersten erschossenen Kollegen.

»Hast du ihn ins Field Office bringen lassen, damit unsere Spezialisten ihn befragen?«, fragte Phil.

Genauso war es, weshalb wir uns nunmehr am Tatort ohne die Hilfe des Kollegen einen Überblick verschaffen mussten. Das Kriminallabor hatte seine komplette Freischicht ins Safe House geschickt, um alle möglichen Spuren zu sichern. Die Techniker arbeiteten sich akribisch von Raum zu Raum voran.

»Wir haben etwas gefunden, Agent Dillaggio«, meldete einer von ihnen.

Wir gingen mit Steve hinüber zu dem Techniker, der in der geräumigen Küche die Hinweise auf die Killer sicherstellte. Er streckte Steve einen in Plastik eingeschweißten Ausweis hin, der mich stutzen ließ.

»Den gleichen Ausweis trug der tote Kollege am Eingang an seinem Revers«, sagte ich.

Steve nickte und studierte gleichzeitig eine Liste auf einem Klemmbrett. Seine Verwunderung war unübersehbar.

»Der Name des Kollegen steht nicht auf der Liste. Wieso war er hier?«, staunte Steve.

Phil und ich nahmen den Ausweis in die Hand, um uns die Fotografie sowie die persönlichen Daten anzusehen.

»Kennst du ihn?«, fragte ich.

Mein Partner schüttelte den Kopf und reichte den Ausweis an den Techniker zurück.

»Wo haben Sie den Ausweis gefunden?«, fragte ich.

Der Spezialist zeigte es uns. Einer der zur Bewachung eingeteilten Kollegen war offensichtlich bei der Zubereitung einiger Sandwiches von seinem Mörder überrascht worden. Der Techniker hatte den zweiten Dienstausweis unter der Hüfte des Opfers entdeckt.

»Das fand ich auffällig«, erklärte er.

Nicht nur er. Auch Steve, Phil und ich sahen darin eine Abweichung, die umgehend überprüft werden musste.

»Blair?«, rief er.

Unser farbiger Kollege kam aus dem Vorraum und ließ sich von Steve instruieren.

»Findet heraus, ob der Kollege eventuell zu einem anderen Field Office gehört«, befahl Steve.

Blair machte mit einem Nicken auf dem Absatz kehrt und verließ das Haus. Auf dem abgesperrten Teilstück der Straße war eine mobile Einsatzzentrale aufgebaut worden. Dort drinnen verfügte Blair über die gleiche Ausstattung wie in seinem Büro im Field Office, sodass er unverzüglich seine Arbeit aufnehmen konnte.

»Welche zu schützenden Personen befanden sich im Haus?«, fragte ich.

Steve reichte mir die geheime Aufstellung. Phil und ich lasen sie durch, um auf mögliche Hinweise zu stoßen.

»Derek Storm ist unter den Opfern!«

Der Name löste sofort eine Reihe von Erinnerungen aus, da Phil und ich einen Teil der Ermittlungen mitgemacht hatten. Später mussten Joe Brandenburg und Les Bedell allein weitermachen, da Mr High meinen Partner und mich auf die Jagd nach einem gesuchten Attentäter schickte.

»Ihr kennt den Fall?«, fragte Steve.

Ich erklärte ihm, wie gut wir damit vertraut waren.

»Sind Joe und Les mit im Team?«, fragte Phil.

Unser Chef hatte seinem Stellvertreter völlig freie Hand gelassen, damit Steve sich die besten Ermittler ins Untersuchungsteam holen konnte. Joe Brandenburg und Les Bedell gehörten ohne Zweifel dazu, doch leider standen sie Steve nicht zur Verfügung.

»Alaska? Viel weiter weg ging wohl nicht«, stieß ich hervor.

Dummerweise verfolgten unsere beiden Kollegen ein Trickbetrügerpärchen und hatten dazu den langen Weg nach Anchorage antreten müssen.

»Macht euch mit dem Hintergrund der Ermittlungen vertraut. Ich erwarte spätestens in einer Stunde einen Vorschlag, wie ihr vorgehen wollt«, sagte Steve.

Mit dem klaren Auftrag eilten Phil und ich aus dem Haus, um uns in der mobilen Einsatzzentrale einen freien Computerterminal zu organisieren. Von dort aus klickten wir uns ins System ein, um die notwendigen Informationen zusammenzustellen.

»Alles scheint sich um Hector Ortega zu drehen. Storm hat ihn in seiner Zeugenaussage schwer belastet. Sobald das Abkommen mit der Staatsanwaltschaft unter Dach und Fach gewesen wäre, hätte man direkt gegen Ortega ermitteln können«, fasste ich zusammen.

Wir hatten gut vierzig Minuten benötigt, um auf eine verdächtige Person zu stoßen. Joe und Les waren einem Netzwerk korrupter Personen im öffentlichen Dienst auf der Spur gewesen. Mit der Festnahme von Derek Storm fiel den Kollegen ein erstklassiger Informant in die Hände, mit dessen Aussage sie an die »Strippenzieher« des Netzwerks kommen wollten. Mit Hector Ortega, der für die Vergabe von Aufträgen der Stadt New York an private Unternehmen verantwortlich war, fand sich eine verdächtige Persönlichkeit.

»Ohne die Aussage von Storm haben wir nichts mehr in der Hand«, sagte ich.

Damit standen für Phil und mich die nächsten Schritte fest. Wir informierten Steve und machten uns auf den Weg zu Ortega.

***

Als Vizedirektor in der Stadtverwaltung musste man sich als Besucher bei der Assistentin von Hector Ortega anmelden.

»Nehmen Sie bitte noch einen Moment in der Wartezone Platz, Agent Cotton. Mister Ortega befindet sich in einer Besprechung«, teilte sie uns mit.

So kamen Phil und ich in den Genuss, dem Treiben in der Abteilung zusehen zu dürfen. Es bewegten sich auf jeden Fall eine Menge Menschen über die Flure. Wir mussten über dreißig Minuten warten, bevor wir endlich ins Büro des Vizedirektors geführt wurden.

»Setzen Sie sich«, sagte er knapp.

Dabei deckte er mit einer Hand die Sprechmuschel seines Telefons ab, weil er offenbar mitten in einem Telefonat war. Also setzten Phil und ich uns vor den Schreibtisch, auf dem diverse Dokumente gestapelt waren. So wie es aussah, musste er ein viel beschäftigter Mann sein. Ich nutzte die erneute Wartezeit, um mir den Vizedirektor einmal genauer anzusehen.

Ortega war etwa in meinem Alter, hatte dunkelbraune Haare mit einigen Silberfäden darin und seine braunen Augen musterten uns beiläufig. Seine feingliedrigen Hände ließen die Vermutung zu, dass Ortega sein gesamtes Arbeitsleben hinter einem Schreibtisch zugebracht hatte.

»Sie haben genau drei Tage, dann ist die Frist abgelaufen«, sagte er.

Damit beendete Ortega sein Telefonat und wies anschließend seine Mitarbeiterin an, dass er in den kommenden zehn Minuten für niemanden zu sprechen sei.

»Verzeihen Sie mir, Agent Cotton. Der Job hier frisst einen auf, aber ich wollte es ja nicht anders«, entschuldigte er sich.

Seine Art, uns zuerst einen Zeitraum für das Gespräch zu verdeutlichen, um anschließend entgegenkommend aufzutreten, sagte viel über Ortega aus.

»Wir ermitteln im Mordfall Derek Storm, Mister Ortega. Sie kennen den Namen doch, oder?«, fragte ich.

Wenn er uns schon nur zehn Minuten seiner Zeit einräumen wollte, schien mir der Verzicht auf Höflichkeitsfloskeln nachvollziehbar zu sein.

»Ja, natürlich. Storm hat Aufträge der Stadt vermittelt. Ursprünglich war er selbst Auftragnehmer, doch er erkannte das Potenzial in der Vermittlung. Wer hat ihn ermordet und warum?«, erwiderte Ortega.

Er gab zu, was man sowieso nicht leugnen konnte. Gleichzeitig zeigte er sich ausreichend schockiert über den Mord und bewies die zu erwartende Neugier eines unschuldigen Menschen. Hätte ich nicht bereits über sehr viel Erfahrung in meinem Beruf verfügt, wäre ich vermutlich verunsichert gewesen. Doch ich erkannte lediglich einen abgebrühten Mann, der seine Rolle perfekt beherrschte.

»Außerdem wollte Derek Storm dem FBI eine Auflistung aller Mitarbeiter der Stadtverwaltung übergeben, die in einen umfangreichen Korruptionsskandal verwickelt sind«, antwortete ich.

Hector Ortega lehnte sich zurück, rückte die Krawatte zurecht und studierte meinen Gesichtsausdruck. Es wurde ein Kräftemessen ohne Worte.

»Solange Sie nicht unterstellen wollen, dass ich etwas mit dem Skandal zu schaffen habe, bekommen wir keine Schwierigkeiten«, sagte er schließlich.

Ortega hatte gekonnt eine Drohung in seine Aussage eingebaut und bewies mir damit, dass wir auf dem richtigen Weg waren.

»Ihr Name steht sogar ziemlich weit oben auf der Liste«, warf Phil ein.

Hector Ortega schnaubte verärgert und drückte auf eine Taste an seiner beeindruckenden Telefonanlage.

»Mir ist bewusst, worauf Sie hinauswollen. Bevor ich mich jedoch dazu äußere, möchte ich Frank Fredericks hinzuziehen«, erklärte er.

Während wir auf Fredericks warteten, erläuterte Ortega uns dessen Funktion in der Stadtverwaltung. Es überraschte mich nicht, dass Fredericks ein Jurist war und dass Ortega ihn zu dem Gespräch hinzuzog. Es gab jedoch eine Sache, die für mich von einigem Interesse war: Handelte es sich bei Frank Fredericks um einen weiteren korrupten Angestellten oder riskierte Ortega nur sehr viel?

Der leicht übergewichtige Fredericks erschien innerhalb von drei Minuten im Büro des Vizedirektors und ließ sich erklären, weshalb wir mit Ortega sprachen.

»Ein Netzwerk korrupter Angestellter? Ich kann mir kaum vorstellen, dass es so etwas in New York gibt. Vermutlich wollte Derek Storm sich nur wichtig machen, um für eigene Verfehlungen einen Strafnachlass zu erreichen«, wehrte Fredericks ab.

In den folgenden Minuten demonstrierte uns der aalglatte Jurist, wie er unsere Ermittlungen zu behindern gedachte. Solange wir nicht mehr als die nicht mehr zu überprüfende Liste vorlegen würden, gab es keine weiteren Auskünfte seitens der Stadtverwaltung.

»Sie müssen doch selbst einsehen, auf welch dünnem Eis Sie sich bewegen. Gibt es keine wichtigeren Ermittlungen des FBI, Agent Cotton?«, fragte Fredericks.

Mir genügten die Ausführungen des Juristen, um ihn als wahrscheinliches Mitglied des Netzwerks einzustufen. Zu keiner Sekunde erschien mir die Aussage Storms als fragwürdig, weshalb es also eine Gruppe korrupter Angestellter geben musste. Phil und ich würden ihnen auf die Schliche kommen. Sollten sie hinter dem brutalen Anschlag auf die Männer im Safe House stecken, sah ihre Zukunft sehr düster aus.

»Wir ermitteln zum Glück unabhängig, Mister Fredericks. Das FBI hat das größte Interesse daran, den Mord an sieben Menschen aufzuklären! Sie sollten sich in Ruhe besprechen, ob Ihre Taktik wirklich die beste für Sie ist«, erwiderte ich scharf.

Damit war das Gespräch beendet und wir verließen Ortegas Büro. Die eingeräumte Zeit von zehn Minuten überschritten wir nur minimal, dennoch hatte unser Besuch einige Wirkung erzielt. Die Assistentin warf uns neugierige Blicke zu, und als ich vom Lift aus zu Hector Ortega zurückschaute, befand er sich in einer heftigen Auseinandersetzung mit Frank Fredericks. Die halbhohen Glaswände ließen die beiden Männer wie Fische in einem Aquarium wirken. Ich musste aber auch nicht die Worte verstehen können, die im Büro ausgetauscht wurden. Die Gesten und verzerrten Gesichter reichten völlig aus, um den Inhalt erraten zu können.

»Ortega und Fredericks sind wenig erbaut über unseren Besuch«, sagte Phil.

Mein Partner wirkte ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis.

***

June und Blair hatten sich die Aufgaben geteilt. Während der farbige Agent sich durch die Informationen im System des FBI arbeitete, wählte June den unkonventionellen Weg: Sie frischte diverse Kontakte auf, um so an das Wissen verschiedener Halb- und Unterwelttypen zu gelangen. Nach einer Stunde intensiven Arbeitens trafen sie sich in der Ecke mit dem Kaffeeautomaten, um ihre Erkenntnisse auszutauschen.

»Wie heißt der Mann?«, fragte Blair alarmiert.

Seine Partnerin war auf den Namen eines Dokumentenfälschers gestoßen, der auch Blair aufgefallen war.

»Douglas Sundmark. Wieso fragst du?«, erwiderte June.

Blair schob seiner Partnerin einige Ausdrucke hin, die alle wesentlichen Informationen seiner Nachforschungen enthielten. Zunächst überflog June die Fakten lediglich, bis sie zu der Druckerei und deren Geschäftsführer kam.

»Sieh mal einer an. Da hatte der gute Sundmark ja alle erforderlichen Maschinen und Grundstoffe zur Verfügung«, sagte sie.

Aus den Gesprächen mit ihren Informanten kristallisierte sich der Name Douglas Sundmark an erster Stelle heraus. Er war ein hochqualifizierter Techniker im Druckbereich und bereits wegen illegaler Aktivitäten mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Ausgerechnet dieser denkbare Fälscher der Ausweise hatte eine Weile die Geschäfte einer Großdruckerei im Staat New York geführt, an die verschiedene Bundesbehörden immer wieder sensible Aufträge vergeben hatten.

»Der Name auf dem Ausweis ist genauso falsch wie die Legitimation selbst«, sagte June.

Sie und Blair hatten Steve aufgesucht, um ihn über den Stand ihrer Ermittlungen zu informieren.

»So etwas habe ich mir bereits gedacht. Wer steckt dahinter?«, erwiderte er.

Abwechselnd berichteten June und ihr Partner von ihren Ergebnissen.

»Wir suchen Sundmark, Steve. Ich habe zwei Hinweise bekommen, wo man ihn meistens antreffen kann«, sagte June.

Seit dem Überfall auf das Safe House waren drei Stunden vergangen und das FBI hatte bereits einen Namen. Steve war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis und willigte in Junes Vorgehen ein.

»Schafft ihn schnellstmöglich ins Field Office. Irwin und Malcolm sind für die Vernehmungen zuständig«, ordnete er an.

Steve hatte also sein Team um die Vernehmungsspezialisten Irwin Foster und Malcolm Snyder erweitert. Er würde nichts unversucht lassen, um so schnell wie möglich eine heiße Spur zu den Hintermännern des hinterhältigen Anschlags zu finden. June und Blair meldeten sich ab.

***

»Douglas sollte sich jetzt in seinem Saunaklub aufhalten. Da müssten wir doch herausfinden können, ob wir ihn nicht noch mehr ins Schwitzen bringen«, sagte June.

Sie hatte wie gewöhnlich den Beifahrersitz des Dodge Nitro eingenommen, während ihr Partner den Wagen geschickt über die Straßen New Yorks lenkte.

»Der Klub befindet sich am nördlichen Ende der Houston Street«, informierte sie Blair.

Die Fahrt dauerte nicht so lange wie erwartet, da es am späten Vormittag ruhiger auf den Avenues zuging. Schließlich erreichten sie das Fitnesscenter, in dem sich die Saunalandschaft von Douglas Sundmark befand.

Bei der hübschen jungen Frau hinter dem Empfangstresen erkundigte Blair sich nach dem Weg in die Saunalandschaft.

»Da müssen Sie nur die Treppe hinaufgehen und sich in den Umkleidekabinen ausziehen. Wertmarken sowie Handtücher bekommen Sie bei mir«, antwortete sie.

Da zückte June den Dienstausweis und machte der jungen Frau klar, dass sie und Blair nicht als Kunden gekommen waren.

»In Ihrer Saunalandschaft befindet sich ein Mann, mit dem wir dringend sprechen müssen. Wie machen wir es am besten?«, fragte sie.

Es musste für etwaige Notfälle immer einen Weg geben, um einen der Saunagänger unauffällig aus der Sauna zu holen. Die Angestellte deutete auf ein kleines Handfunksprechgerät.

»Ich kann Tom anfunken und ihn bitten, den Mann wegen eines dringenden Anrufs hierherzubringen«, schlug sie vor.

Das war ein guter Weg, fand June. Sie gab der Angestellten den Namen von Douglas Sundmark und schärfte ihr ein, auf keinen Fall etwas über die Anwesenheit zweier Agents des FBI zu erwähnen. Dann eilte sie zusammen mit Blair die Treppe hinauf. Sie wollten Sundmark in einem schmalen Gang abfangen, der von den Umkleidekabinen zur Treppe führte. Auf diese Weise konnten sie das Risiko minimieren, dass ein unschuldiger Zivilist in eine mögliche Auseinandersetzung hineingezogen wurde.

***

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