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Jerry Cotton - Folge 2893

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Madison Avenue Mörder
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Madison Avenue Mörder

»Pelham, Pottmouth & Vendgreen, das ist die Agentur, bei der das Opfer beschäftigt war«, sagte Phil.

»Wieder ein Rechtsanwalt?«, fragte ich Phil.

Der schüttelte den Kopf. »Nein, keine Kanzlei, sondern eine Werbeagentur. Und rate mal, wo die sich befindet – auf der Madison Avenue.«

»Wo sonst«, erwiderte ich und setzte den Blinker, um abzubiegen.

Wir hatten gerade die Information erhalten, dass ein gewisser Maurice Foreman tot in seiner Wohnung in Queens aufgefunden worden war. Laut Auskunft der Gerichtsmedizin handelte es sich nicht um einen natürlichen Tod. Da der Mann in Boston gemeldet war, wurde der Fall vom FBI übernommen.

Ich parkte den Jaguar direkt vor dem Haus, in dem das Opfer gefunden worden war. Der Vernon Boulevard befand sich in einer der besseren Gegenden von Queens. Von dort war es nicht weit bis zur Queensboro Bridge, die nach Manhattan führte. Das Haus selbst war in hervorragendem Zustand. Es war recht alt, aber sicherlich erst vor kurzem saniert worden, wie viele andere Gebäude in der Gegend auch. Das zog Leute mit Geld an, die das Flair dieses aufstrebenden Bezirks und die schnelle Verbindung nach Manhattan schätzten.

Der äußere Eindruck bestätigte sich auch im Innern. Als wir die Haustür durchschritten hatten, kamen wir in eine sauber, fast steril wirkende Eingangshalle, in der ein Doorman über die Sicherheit wachte.

»Was kann ich für Sie tun?«, fragte er freundlich. »Wollen Sie zur Wohnung von Mister Foreman?«

»So ist es«, bestätigte Phil und wies sich aus.

»Dritter Stock«, sagte der Doorman und deutete in Richtung des Aufzugs.

»Wohnt Mister Foreman allein hier?«, fragte ich.

»In der Regel ja«, antwortete der Mann. »Eigentlich wohnt er mit seiner Frau in Boston, und diese Zweitwohnung wird hauptsächlich von ihm genutzt. Sie kommt aber öfters zu Besuch.«

Wir bedankten uns und fuhren nach oben. Als wir aus dem Fahrstuhl stiegen, prallten wir fast mit einem Mann der Crime Scene Unit zusammen. Ein eher unscheinbarer Typ, schätzungsweise Mitte vierzig, mit dunklem Haar, den ich schon das eine oder andere Mal gesehen hatte, dessen Namen ich aber nicht kannte. Er sah introvertiert aus.

»Sorry, ich war gerade in Gedanken«, entschuldigte er sich und stieg in den Fahrstuhl.

»Kein Problem«, meinte Phil.

Wir gingen den Flur in die Richtung entlang, aus der der Mann gekommen war, bogen nach rechts ab und erreichten das Apartment, das wir gesucht hatten.

Dort wimmelte es von Leuten der Crime Scene Unit. Wir suchten den Chef der Truppe und stießen auf Dr. Janice Drakenhart.

»Hallo, Janice«, begrüßte ich sie und bewunderte ihre dunkelroten Haare. Offenbar hatte sie bei der Färbung einen neuen Farbton ausprobiert.

»Jerry, Phil, schön euch zu sehen«, erwiderte sie den Gruß. »Hatte schon gehört, dass die Sache an das FBI übertragen werden sollte. Hat aber keiner gesagt, dass ihr kommen würdet.«

»So ist die Überraschung größer«, meinte Phil. »Aber ganz im Ernst: Wir haben es auch erst vor einer guten Stunde erfahren und sind direkt hierhergefahren, noch bevor wir im Büro waren.«

»Ist bereits mein zweiter Einsatz heute«, jammerte Dr. Drakenhart. »Die Einsatzleitung hat mich schon um fünf aus dem Bett geholt, damit ich zu einem Tatort fahre. Und der hier kam sofort danach dran. In der letzten Nacht war eine Menge los. Wir kommen mit dem Aufräumen kaum noch nach.«

»Ja, in einer Stadt wie New York schläft das Verbrechen nie«, philosophierte Phil. »Ich hoffe, dass das nicht zu allzu großen Verzögerungen bei der Bearbeitung unseres Falles führen wird.«

»Das kann ich noch nicht genau sagen«, antwortete Dr. Drakenhart. »Ich würde an eurer Stelle aber nicht mit der üblichen Geschwindigkeit rechnen. Wobei es beim anderen Fall um einen toten Junkie geht, der in einer dunklen Gasse erschossen wurde. Bisher hat da noch niemand Druck gemacht. Es ist also gut möglich, dass ich diesen hier vorziehen kann – ist ja eine FBI-Sache.«

»Das wäre in unserem Sinne. Was genau ist hier denn vorgefallen?«, fragte ich. »Wir wissen nur, dass Mister Foreman keines natürlichen Todes gestorben ist. Details haben wir bisher keine erfahren.«

»Die kann ich euch geben«, sagte Dr. Drakenhart. »Der Mann ist vergiftet worden. Womit, kann ich noch nicht genau sagen. Aber dass es sich um Gift handelte, da bin ich mir aufgrund der äußeren Symptome ziemlich sicher. Der Tod trat kurz nach Mitternacht ein, als er in seinem Bett lag. Wahrscheinlich ist er eingeschlafen und dann nicht mehr aufgewacht. Ein eher humaner Tod, wenn man so will.«

»Nur, dass seine Lebensuhr noch lange nicht abgelaufen war«, sagte ich. »Können wir uns die Wohnung ansehen? Seid ihr schon fertig?«

»Einen Augenblick noch«, sagte sie und verschwand in der Wohnung.

Ich hörte sie mit jemandem aus ihrem Team reden.

Fünf Minuten später kam sie zurück. »Ist alles sichergestellt und erledigt, ihr könnt reinkommen.«

»Sind eigentlich keine Detectives vom NYPD da?«, fragte Phil.

»Die waren hier, haben aber ziemlich genervt«, antwortete sie und verzog das Gesicht. »Nachdem klar war, dass der Fall vom FBI übernommen wird, habe ich sie dazu bringen können, sich Kaffee zu besorgen. Sie müssten in Kürze wieder hier sein.«

»Dann reden wir gleich mit ihnen«, sagte Phil.

Zwei Männer und eine Frau von der Crime Scene Unit verließen die Wohnung, Dr. Drakenhart trat ein, gefolgt von Phil und mir.

Ein kurzer Flur führte direkt in ein rund dreißig Quadratmeter großes Wohnzimmer, in dem hauptsächlich Schwarz, Weiß und Chrom dominierten: weiße Wände, Glastische mit verchromten Gestellen, eine große schwarze Ledercouch und eine in Schwarz und Chrom gehaltene Corbusier-Liege in der Nähe des großen Fensters.

Interessanterweise hingen an den Wänden keine Bilder, auch keine Fotos. Bei jemandem aus der Werbebranche hätte ich etwas in der Art erwartet. Aber vielleicht war er in Wirklichkeit ein Verwaltungsangestellter von Pelham, Pottmouth & Vendgreen und hatte gar nichts mit Werbung zu tun. Oder er war jemand, der Berufliches und Privates strikt trennte.

Auf der linken Seite des Wohnzimmers führte eine Tür zum Schlafzimmer. Schwarz und weiß waren auch hier die dominierenden Farben, allerdings fehlte Chrom. Insgesamt wirkte das Schlafzimmer weniger kalt als das Wohnzimmer, was vielleicht mit dem warmen Licht der indirekten Beleuchtung zusammenhing.

Was das harmonische Bild des Zimmers zerstörte, war der Mann, der regungslos im Bett lag. Es war nicht schwer zu erkennen, dass er tot war, zumindest nicht für jemanden, der bereits viele Leichen gesehen hatte.

»Keine Zeichen eines Kampfes oder einer Auseinandersetzung, nichts, was auf ein gewaltsames Eindringen hindeutet«, erklärte Dr. Drakenhart. »Wir haben aber ein paar Weingläser und andere benutzte Gläser gefunden und weitere Hinweise darauf, dass mehrere Personen hier gewesen sind. Um wen es sich dabei handelt, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. Es sieht so aus, als wenn das Opfer gestern Abend zusammen mit einigen Gästen etwas getrunken hat.«

»Was ihm offenbar nicht gut bekommen ist«, bemerkte Phil.

»Wäre gut möglich, dass der Alkohol vergiftet war. Dann werden wir vielleicht noch ein paar Leichen finden«, sagte Dr. Drakenhart. »Aufgrund der äußeren Anzeichen kommen mehrere Gifte in Frage. Erst die toxikologische Untersuchung wird uns genaue Antworten geben können. In der Wohnung haben wir keine Medikamente oder andere Stoffe gefunden, mit denen er sich selbst vergiftet haben könnte – nicht einmal Aspirin oder ein Schlafmittel. Daher der Schluss, dass hier Fremdeinwirkung vorliegt.«

»Interessanter technischer Begriff für Mord«, bemerkte Phil.

Dr. Drakenhart lächelte. »So reden wir Wissenschaftler eben.«

»Gut, wir müssen also mehrere Dinge herausfinden«, fasste ich zusammen. »Erstens, an welchem Gift er gestorben ist. Zweitens, wie er das Gift zu sich genommen hat. Und drittens, wer dafür verantwortlich ist, dass er es zu sich genommen hat.«

»Für die ersten beiden Punkte bin ich mit meinen Leuten zuständig«, sagte Dr. Drakenhart. »Ich denke, dass wir das noch heute beantworten können.«

»Dann bleibt uns der letzte Punkt, das Wer«, sagte Phil.

»Dafür müssen wir uns erst ein genaues Bild des Opfers machen, wer er war, was er gemacht hat, sowohl privat als auch beruflich«, sagte ich. »Schauen wir uns um.«

»Viel Spaß«, sagte Dr. Drakenhart und verließ das Zimmer.

***

Phil nahm sich das Bad vor, während ich im Schlafzimmer blieb und mich dort umsah. Der große Kleiderschrank weckte meine Aufmerksamkeit. Er enthielt ein Dutzend Anzüge – und zwar von der teuren Sorte. Ich fand auch eine Schachtel mit Schmuck und edlen Uhren, von denen keine weniger als zweitausend Dollar kostete – was zeigte, dass Foreman kein armer Mann gewesen war. Offenbar stand er auf Designer-Kleidung.

In der linken Seite des Kleiderschranks befanden sich viele Akten, vor allem Konto- und Aktiendepotauszüge. Auch hier wieder das gleiche Bild – viel Geld. An persönlichen Unterlagen fand ich nicht viel, nur ein Fotoalbum, das Bilder enthielt, die wohl aus seiner Jugendzeit stammten.

Im größten Teil des Schranks befand sich Damenkleidung. Ebenfalls von der teuren Sorte.

Nachdem ich die Untersuchung des Schlafzimmers abgeschlossen hatte, ging ich zurück ins Wohnzimmer und schaute mich dort um. Viele Möbel gab es hier nicht. Eine großzügige Bar, die allerdings keine Getränke enthielt – die hatte die Crime Scene Unit für Untersuchungen mitgenommen.

An einer Wand hing ein großer Flachbildfernseher mit rund sechzig Zoll Diagonale und einem Rahmen aus gebürstetem Edelstahl. Darunter ein Schrank, der nicht sehr tief war und CDs, DVDs und Blu-rays enthielt: zumeist eher konservative Kost, klassische Musik, Actionfilme und ein paar Liebesschnulzen. In einem ein wenig verborgenen Teil des Schranks fand ich ein paar Pornofilme, aber auch dort nichts Extremes.

Klassische Fernsteuerungen konnte ich im Wohnzimmer nicht finden. Entweder hatte die Crime Scene Unit sie mitgenommen oder die Unterhaltungselektronik wurde über den Tablet-PC auf dem schwarzen Ledersofa gesteuert.

Phil kam aus dem Badezimmer. »Irgendwas Interessantes gefunden?«

»Nein, nicht wirklich, nur, dass der Typ eine Menge Geld hatte. Aber die Wertgegenstände sind noch da. Sieht nicht so aus, als hätte es der Täter auf Geld abgesehen«, antwortete ich.

»Dann vielleicht ein Verbrechen aus Leidenschaft«, meinte Phil.

»Darüber wird uns hoffentlich seine Frau Auskunft geben können«, sagte ich.

»Die ist gerade in Boston, gestern Nacht vom JFK Airport dort hingeflogen«, erklang eine Stimme hinter uns.

Wir drehten uns um und sahen zwei Männer, beide rund ein Meter achtzig groß und stabil gebaut, beide hellblond.

»Detectives Tottenham und Wingham vom NYPD«, stellten sie sich vor.

Wir erwiderten die Begrüßung.

»Sie waren als Erste vor Ort?«, fragte Phil.

Der rechte der Detectives nickte. »Ja, nachdem die Putzfrau angerufen hatte, sind wir sofort vorbeigekommen und haben uns umgeschaut. So wie der Typ im Bett lag und wie er aussah, das sah uns nach einem unnatürlichen Tod aus, und wir haben die Crime Scene Unit angerufen. Danach die ersten Ermittlungen angestellt. Da wussten wir noch nicht, dass der Fall an das FBI weitergegeben wird.«

»Mit Dr. Drakenhart haben wir bereits gesprochen«, sagte Phil. »Sie meinte, dass das Opfer vergiftet worden sei, konnte aber noch keine Aussage zu dem Gift machen. Was haben Sie sonst noch herausgefunden?«

Der Detective, der gerade gesprochen hatte, räusperte sich. »Maurice Foreman, achtunddreißig Jahre alt, arbeitet bei Pelham, Pottmouth & Vendgreen. Das ist eine Werbeagentur, und zwar eine von den ganz großen. Die haben diesen Fernsehspot gemacht mit dem Waschmittel, wo der Papagei weiß gewaschen wird – vielleicht kennen Sie den. Aber egal. Er scheint da so was wie ein Star gewesen zu sein. Eigentlich hat er bei der Filiale in Boston gearbeitet und hatte dort auch seinen Hauptwohnsitz. Aber seit einiger Zeit lebt er hauptsächlich in New York. Seine Frau ist nur ab und zu hier, ihr Hauptwohnsitz ist auch in Boston, wo sie als Sekretärin arbeitet. Und wir haben herausgefunden, dass gestern Abend mehrere Leute hier waren. Das ist so ziemlich alles.«

»Damit können wir was anfangen«, meinte Phil. »Haben Sie schon mit den Nachbarn gesprochen?«

Der Detective schüttelte den Kopf. »Nein, das wäre unsere nächste Aktion gewesen. Aber dann wurden wir informiert, dass das FBI den Fall übernimmt, und haben es gelassen. Hinzu kommt, dass die Leiterin der Crime Scene Unit herumgezickt hat. Die Rothaarige – hat wohl ein ziemliches Temperament.«

»Ja, hat sie«, bestätigte Phil und versuchte sich ein Lächeln zu verkneifen. »Aber rot ist nicht ihre natürliche Haarfarbe.«

»Oh«, sagte der Detective überrascht.

»Dann werden wir zuerst mit der Putzfrau reden, die die Leiche entdeckt hat«, sagte ich. »Wo finden wir sie?«

»Sie wohnt im Erdgeschoss, heißt Maria Santiago und ist die Frau des Hausmeisters, der sich um dieses Haus und ein paar weitere in der Gegend kümmert«, kam die Antwort.

»Gut, fahren wir nach unten«, sagte ich und ging los.

Zusammen verließen wir das Apartment.

»Die Leiche kann abtransportiert werden«, sagte ich zu einem Mann der Crime Scene Unit, der bestätigend nickte.

Dann fuhren wir zusammen mit den Detectives nach unten, wo sich die beiden verabschiedeten.

»So nervig, wie Janice gesagt hat, waren die beiden doch gar nicht«, bemerkte Phil.

»Vielleicht reagieren sie auf rothaarige Frauen anders als auf männliche FBI-Agents«, erwiderte ich und klingelte bei Mrs Maria Santiago.

»Gut möglich«, meinte Phil.

***

Es dauerte nur ein paar Sekunden, da wurde die Tür von einem Mann von Mitte fünfzig mit südländischem Aussehen geöffnet.

»Mister Santiago?«, fragte ich. Er nickte, sagte aber nichts.

»Wir sind die Special Agents Decker und Cotton vom FBI New York«, fuhr ich fort. »Können wir mit Ihrer Frau reden?«

Er trat zur Seite und bedeutete uns einzutreten.

»Schlimme Sache«, sagte er betroffen. »Wirklich schlimme Sache.«

»Ja, das stimmt«, sagte ich.

Wir durchquerten einen kurzen Flur und gelangten in das Wohnzimmer, in dem Mrs Santiago in einem altmodisch wirkenden Sessel saß – mit einem Haufen gebrauchter Taschentücher neben ihr auf dem Tisch.

Mr Santiago, Phil und ich nahmen Platz. Dem Mann war anzusehen, dass er nicht richtig mit der Situation umzugehen wusste. Kein Wunder – als normaler Bürger hatte man nur selten so direkt mit Mord zu tun.

Ich wandte mich an die Frau. »Mistress Santiago, ich verstehe, dass Sie geschockt sind. Das ist eine ganz normale Reaktion.«

Sie schaute kurz auf und nickte.

»Können Sie meinem Partner und mir kurz schildern, wie Sie Mister Foreman gefunden haben?«, fragte ich.

Sie wischte sich noch ein paar Tränen aus dem Gesicht und schaute mich mit traurigem Blick an. »Ich putze hier im Haus bei einigen Leuten, auch bei Mister Foreman. Normalerweise ist er schon früh unterwegs, daher fange ich bei ihm an. Ich bin also in die Wohnung gegangen, habe das Fenster im Wohnzimmer aufgemacht, um zu lüften, und bin dann ohne etwas zu ahnen ins Schlafzimmer gegangen. Da habe ich ihn dann gesehen.«

Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort: »Ich war erschrocken, ihn noch in seinem Bett anzutreffen, und habe mich entschuldigt. Gerade, als ich wieder gehen wollte, fiel mir auf, dass er ruhig war, ganz unbeweglich. Also schaute ich noch mal hin. Er atmete nicht. Und dann sein Gesicht – da war kein Leben mehr in seinem Körper. Ich bin sofort aus der Wohnung raus, runter zu meinem Mann, und er hat dann die Polizei gerufen.«

»Und Sie haben die Wohnung danach nicht wieder betreten?«, fragte ich.

»Nein«, antwortete sie. »Wir haben hier auf die Polizei gewartet, und mein Mann hat die beiden Polizisten in die Wohnung von Mister Foreman gelassen.«

»Wissen Sie, ob Mister Foreman gestern Besuch hatte?«, stellte ich die nächste Frage.

»Nein, keine Ahnung, mein Mann und ich waren gestern Abend im Theater«, antwortete sie.

Ihr Mann nickte zustimmend. »Ja, das stimmt. Gestern Abend haben wir ihn nicht gesehen. Fragen Sie doch Joe, den Doorman von der Nachtschicht. Der schläft jetzt wahrscheinlich, aber er müsste es wissen. Vielleicht hat er die Besucher auch eingetragen. Das wird gewöhnlich protokolliert, auch wenn es die Jungs damit nicht immer so ganz genau nehmen. Es gibt aber auch eine Kamera, die den Eingangsbereich aufnimmt.«

»Das wäre hilfreich«, sagte Phil. »Haben Sie Zugang zu den Aufzeichnungen?«

»Nein, nur der jeweilige Doorman«, antwortete Mr Santiago.

»Gut, dann werden wir gleich nachfragen«, sagte ich und wandte mich noch einmal an Mrs Santiago. »Ist Ihnen sonst noch etwas aufgefallen, das mit dem Tod von Mister Foreman zu tun haben könnte? Irgendein Streit, in den er verwickelt war? Ungewöhnlicher Besuch?«

»Nein, nicht dass ich wüsste«, sagte sie. »Mister Foreman war so ein netter Mann. Immer höflich und zuvorkommend. Es ist eine Schande.«

»Ja, das ist es«, sagte ich.

Phil und ich standen auf und verabschiedeten uns von den beiden.

Wir verließen ihre Wohnung und gingen zum Doorman, um nach einer Kopie der Aufzeichnungen zu fragen.

»D

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