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Jerry Cotton - Folge 2892

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Tod kommt nie zu spät
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Der Tod kommt nie zu spät

Der Oberkellner und ein weiblicher Gast liefen direkt in die Schusslinie der Kugeln.

»Deckung! Auf den Boden!«, brüllte ein Mann.

Er und drei seiner Begleiter griffen zu ihren Waffen, die sie verdeckt unter den Sakkos trugen.

»Merde!«

Das französische Schimpfwort war das Letzte, was der braunhaarige Mann rufen konnte. Neben ihm rissen die Kugeln den Amerikaner um, der sich noch halb erhoben hatte. Steve Dillaggio sackte bewusstlos zu Boden. Die drei maskierten Schützen verließen ungehindert das Restaurant.

Es war der erste ruhige Tag nach sechs Wochen harter Ermittlungsarbeit. Während ich ausnahmsweise die Zeit hinter dem Schreibtisch genoss, murrte mein Partner ein wenig.

»Ich kann nicht so einfach von hundert auf null abbremsen, so etwas widerspricht meiner Natur«, sagte Phil.

Auch ich spürte das merkwürdige Kribbeln in mir, so als wenn wir weiterhin unter höchster Anspannung agieren würden. Doch außer von den vielen Bechern Kaffee drohte unserer Gesundheit ausnahmsweise einmal keine unmittelbare Gefahr.

»Helen?«, rief ich aus.

Die Sekretärin von Mr High war urplötzlich in der Tür aufgetaucht und forderte uns auf, ihr zum Büro unseres Chefs zu folgen.

»Sofort! Es ist etwas Schlimmes passiert«, stieß sie hervor.

Sie war außergewöhnlich blass und wirkte fahrig, daher folgten Phil und ich Helen ohne weiteres Nachfragen. Es musste wirklich etwas sehr Ungewöhnliches passiert sein, wenn es die langjährige Sekretärin von Mr High dermaßen aus der Bahn werfen konnte.

»Setzen Sie sich«, sagte unser Chef.

Es gab nicht den üblichen Gruß oder sonstige Höflichkeitsfloskeln, auf die Mr High normalerweise großen Wert legte. Phil und ich tauschten einen alarmierten Blick aus.

»Sie wissen, wo sich Steve zurzeit aufhält?«, fragte der Chef übergangslos.

Natürlich wussten wir das. Mr Highs Stellvertreter war einer Einladung der Europol nach Den Haag gefolgt, um dort mit anderen Kollegen aus diversen Ländern an einer Konferenz teilzunehmen.

»Ja, in Den Haag. Was ist denn passiert?«, antwortete ich.

Mr High hatte eine Reihe von körnigen Videoaufnahmen gestartet, die jetzt über den Wandmonitor flimmerten. Die Szenen, die wir gleich darauf zu sehen bekamen, hätten aus einem Actionfilm stammen können. Fassungslos mussten Phil und ich mit ansehen, wie drei Männer mit automatischen Waffen in ein Restaurant stürmten und sofort das Feuer eröffneten.

»Die haben es auf den Tisch mit Steve und den anderen Ermittlern abgesehen«, entfuhr es mir.

Erschüttert schaute ich auf den Kollegen, der unter der Wucht der einschlagenden Geschosse aus seinem Stuhl gerissen und gegen die Wand geschleudert wurde. Einige seiner Kollegen versuchten noch, an ihre Waffen zu gelangen. Vergeblich. Keiner von ihnen war schnell genug, und dann lagen sie in ihrem eigenen Blut, während die Schützen das Restaurant verließen.

»Hat sich jemand zu dem Anschlag bekannt?«, fragte Phil.

»Wie geht es Steve? Lebt er?«, fragte ich.

Mr High antwortete zuerst auf meine Fragen.

»Er wurde von zwei Kugeln getroffen. Ein Projektil hat seine Lunge perforiert und ein Geschoss musste bei der Notoperation aus seinem Herzmuskel entfernt werden. Die Ärzte haben Steve in ein künstliches Koma versetzt, damit er alle Kraft für die Genesung aufbringen kann«, sagte er.

»Was sagen die Ärzte?«, bohrte ich nach.

Unser Chef hatte die Hände flach auf die Tischplatte gelegt, und dennoch erkannte ich die Anzeichen seiner inneren Anspannung. Mr High würde nie zulassen, dass ihn seine Emotionen überrollten. Doch in diesen Minuten stand er dicht davor, erstmals in meiner Gegenwart die Gelassenheit zu verlieren.

»Wenn Steve die kommenden zweiundsiebzig Stunden übersteht, steigen seine Chancen erheblich«, erwiderte er.

Drei Tage, in denen unser Freund und Kollege mit dem Tod ringen würde. Drei Tage, die ich mit Sicherheit nicht herumsitzen und warten wollte.

»Ich will nach Den Haag und die Kerle finden, die es getan haben!«, sagte ich.

In dem schmalen, asketischen Gesicht unseres Chefs zuckte unaufhörlich ein Nerv an der linken Wange. Mein Ansinnen begleitete er mit kräftigem Nicken.

»Deswegen habe ich Sie und Phil gerufen, Jerry. Ich will, dass die Täter gefasst sind, sobald Steve wieder zu sich kommt«, sagte Mr High.

Der Assistant Director informierte uns über die bislang bekannten Fakten zu dem Anschlag. Neben Steve hatte nur noch ein französischer Kollege schwer verletzt überlebt. Vier andere Ermittler aus unterschiedlichen Ländern starben im Kugelhagel. Alle Behörden der betroffenen Männer drängten die niederländischen Kollegen dazu, eine gemischte Ermittlergruppe einzusetzen.

»Wir wissen nicht, wer hinter dem Anschlag steckt. Das müssen Sie vor Ort herausfinden, Phil«, sagte Mr High.

Es war die späte Antwort auf seine Frage, die mein Partner ganz zu Anfang der Besprechung gestellt hatte.

»Sie fliegen mit einer Sondermaschine des Justizministeriums. Wir wollen keine Zeit verlieren und Sie schleunigst in Den Haag haben«, erklärte unser Chef.

Zum Glück verfügten Phil und ich über fertig gepackte Reisetaschen im Field Office, sodass wir direkt von einem Kollegen zum Flughafen gebracht werden konnten.

»Das wird eine regelrechte Hetzjagd werden«, sagte Phil.

Wir hatten uns mittlerweile in den breiten Ledersitzen des Jets zurückgelehnt, nachdem die Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hatte. Mir war klar, was er damit andeuten wollte.

»Wer immer für diesen Anschlag verantwortlich ist, muss entweder völlig verrückt oder total gewissenlos sein«, stimmte ich zu.

Welcher normale Verbrecher würde sich gleichzeitig mit einem halben Dutzend Ermittlungsbehörden aus verschiedenen Ländern anlegen? Was immer auch hinter dieser Wahnsinnstat stecken mochte, die Ermittlungen würden extrem hart werden. Genau wie Phil und ich brannten die anderen Kollegen auf die Ergreifung der Killer sowie deren Auftraggeber. Als wir einige Stunden später mit steifen Beinen und einer gehörigen Portion Jetlag aus dem Flieger stiegen, empfing uns ungemütliches Herbstwetter in Den Haag.

***

Im Konferenzraum von Europol brodelte es. Fast dreißig Ermittler aus diversen europäischen Staaten sowie Phil und ich saßen in den dunkelgrauen Stühlen. Auf einem kleinen Podest stand ein mittelgroßer Mann mit rotbraunen Haaren und leuchtend blauen Augen.

»Der Anschlag war gut vorbereitet und wurde von Profis ausgeführt. Die davon betroffenen Kollegen gehören alle zu der Gruppe, die auch gegen die Geldfälscherorganisation ermittelt«, sagte er.

Klaas de Jong leitete die operative Abteilung bei Europol. Er hatte auch zu dieser Konferenz eingeladen, an der Steve teilgenommen hatte.

»Gibt es bereits Erkenntnisse zu den Männern, die den Anschlag ausgeführt haben?«, fragte ich.

Der niederländische Kollege deutete auf einige Standaufnahmen, die wir bereits aus dem Video kannten. Er wies auf einige interessante Details hin, ohne allerdings konkrete Namen nennen zu können.

»Sehen Sie nur in dem Ermittlungsverfahren gegen die Geldwäscher ein mögliches Motiv?«, fragte ein rundlicher Mann.

Auf einem kleinen Schild an seinem Revers konnte ich den Namen François Pallison ablesen. Es war ein Kollege von der französischen Kriminalpolizei, der bei diesem dreisten Überfall sein Partner verloren hatte. Offenbar hegte der französische Capitaine der Police Nationale einige Zweifel an der Theorie von Klaas de Jong.

»Sollten sich andere Hinweise ergeben, werden wir diese natürlich mit der gleichen Sorgfalt verfolgen«, erwiderte der Niederländer.

Mit dieser Antwort stand für mich fest, dass sich die Ermittler von Europol auf eine verdächtige Gruppe festgelegt hatten. Das war ein Vorgehen, das ich nicht unbedingt teilte. Ein Seitenblick zu meinem Partner bewies mir, dass Phil ebenso dachte.

»Gibt es immer noch nur dieses eine Video oder bestehen weitere Aufzeichnungen von anderen Kameras?«, fragte ich.

Meine Zwischenfragen irritierten den Niederländer sichtlich, der lieber nur noch die Aufgaben verteilen wollte. Im Vorfeld dieser Besprechung hatte er uns eindeutig erklärt, dass Phil und ich lediglich als Beobachter akzeptiert wurden.

»Sie haben nicht das Recht, eigene Ermittlungen anzustellen. Außerdem ist es Ihnen untersagt, in unserem Land eine Waffe zu tragen. Haben Sie das verstanden?«, fragte de Jong.

Es blieb uns gar nichts anderes übrig, als diese Anweisung zu bestätigen und dann mit dem Niederländer in die Besprechung zu gehen. Angesichts des einseitigen Vorgehens der Kollegen von Europol beschlichen mich allerdings bereits jetzt erste Zweifel, ob ich mit dieser Rolle zufrieden sein konnte.

***

Im Anschluss an die Besprechung suchte ich gezielt das Gespräch mit dem französischen Kollegen, der ähnlich unzufrieden wie ich wirkte.

»Special Agent Jerry Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Phil Decker. So wie ich es verstanden habe, sind Sie nicht unbedingt der gleichen Meinung wie Kommissar de Jong«, sagte ich.

»Capitaine François Pallison, Police Nationale. Vermutlich liegen die Kollegen von Europol richtig mit ihrer Annahme, dennoch würde ich zu diesem frühen Zeitpunkt lieber eine weniger starre Ermittlungsarbeit bevorzugen«, antwortete der Franzose.

Da wir im Augenblick keine wirklichen Aufgaben zu erfüllen hatten, setzten wir uns in die Kantine und besprachen den Vorfall.

»Wie geht es Ihrem Kollegen?«, fragte Pallison.

Ich erklärte ihm, dass Steve zurzeit in einem künstlichen Koma lag. Dadurch fehlte uns leider die Möglichkeit, ihm einige Fragen zu dem Überfall zu stellen. Es war dem Franzosen anzumerken, wie schwer ihn der Tod seines Partners traf. Obwohl dieser noch einige Stunden nach dem Anschlag am Leben gewesen war, erwiesen sich schließlich die Verletzungen als zu schwer – ein Schicksal, das Steve hoffentlich erspart bliebe. Daher akzeptierte ich es, dass Pallison sich eine halbe Stunde später zurückzog.

»Es ist mit Sicherheit nicht im Sinne unseres Chefs, wenn wir hier nur rumsitzen und Däumchen drehen«, sagte Phil.

Diesen Gedanken hatte ich sowieso schon längst verworfen und suchte nach einer Möglichkeit, wie wir unsere Zeit besser nutzen konnten. Schließlich sah ich nur einen Weg, wie wir an weitere Informationen kommen konnten.

»Das werden wir auch nicht, Phil. Wir organisieren uns jetzt ein Fahrzeug und schauen uns ein wenig bei dem Restaurant um«, antwortete ich.

Da man uns als offizielle Gäste bei Europol führte, konnten wir einen Dienstwagen aus dem Fahrzeugpark erhalten. Zum Glück war ich mit einem Schaltgetriebe vertraut, sodass ich den Peugeot ohne große Schwierigkeiten steuern konnte. Außerdem war das Fahrzeug mit einem Navigationsgerät ausgestattet, wodurch uns die Orientierung in der fremden Stadt problemlos gelang. Nur die vielen Fahrradfahrer, die sich sehr unkonventionell verhielten, irritierten mich ein wenig.

»Da vorne ist es, hoffentlich akzeptieren die Beamten unsere Legitimationen«, sagte ich.

Nachdem ich den Peugeot in der Limpergstraat abgestellt hatte, gingen Phil und ich direkt auf die Absperrung zu. Ein uniformierter Polizist schaute nur kurz auf unsere Identitätskarten von Europol, bevor er uns passieren ließ. Zunächst schauten Phil und ich uns an, wo Steve und seine Kollegen angegriffen worden waren.

»Amerikaner?«

Ich wandte mich um und musterte die rot geränderten Augen einer jungen Frau.

»Ja, richtig. Wir sind vom FBI und wollen den niederländischen Kollegen bei der Aufklärung dieser scheußlichen Tat helfen. Special Agent Jerry Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Phil Decker«, antwortete ich.

Er stellte sich heraus, dass es sich bei der jungen Frau um eine Kellnerin handelte, die zum Zeitpunkt der Schießerei anwesend gewesen war. Natürlich hatten die niederländischen Ermittler sie bereits befragt, trotzdem ließ ich mir noch einmal ausführlich den Ablauf aus ihrer Sicht schildern.

»Ich verstehe überhaupt nicht, wie diese Männer an den Streifenbeamten vorbeigekommen sind«, sagte sie.

Phil und ich tauschten einen überraschten Blick aus. Von einer Überwachung des Restaurants hatte Kommissar de Jong nichts erwähnt. Wieso nicht?

»Wieso stand ein Streifenwagen vor der Tür?«, hakte Phil nach.

Man hatte uns den gestrigen Abend mehr als eine private Veranstaltung geschildert, und daher sah ich ebenfalls keine Notwendigkeit, weshalb eine besondere Schutzmaßnahme für unsere Kollegen angeordnet worden war.

»So etwas passiert hier öfter, da wir regelmäßig höhere Beamte vom Internationalen Gerichtshof oder eben Europol zu Gast haben«, antwortete die Kellnerin.

Für mich wurde die Sache immer undurchsichtiger, denn wenn Kommissar de Jong von einer Bedrohung ausgegangen war, fand ich die Wahl des Restaurants nicht sehr glücklich. Warum hatten sich die Kollegen nicht einfach in einem der anderen Restaurants getroffen, die nicht so eindeutig als Ziel für die Gangster der Geldwäscheorganisation auszumachen gewesen wären?

»Ist Ihnen an einem der Gangster eventuell etwas Besonderes aufgefallen?«, fragte ich.

Die attraktive Bedienung schnäuzte sich geräuschvoll in ein Papiertaschentuch und dachte dabei angestrengt nach. Sie hatte sicherlich einen Schock erlitten, dennoch hatte sie ihre Nerven im Griff. Dadurch wurden ihre Aussagen umso wertvoller für uns.

»Ich bin mir nicht ganz sicher, Agent Cotton. Mir war aber so, als wenn der dürre Schütze an der linken Hand nur vier Finger gehabt hätte«, antwortete sie schließlich.

Vorsichtig entlockten wir ihr weitere Angaben, um ihre Aussage zu vertiefen. Sie erwies sich als sehr gute Beobachterin. Wir dankten ihr für die Unterstützung und kehrten zurück zu unserem Wagen.

»Kommissar de Jong meint es offensichtlich sehr ernst mit unserer Rolle als Beobachter. Er hat dafür gesorgt, dass weder wir noch andere ausländische Kollegen etwas von diesen speziellen Details erfahren«, sagte ich.

Natürlich konnte ich unseren niederländischen Kollegen verstehen, wenn er die Ermittlung auf seine Art führen wollte. Nicht anders hätten Phil oder ich in New York reagiert.

»Dann müssen wir eben selbstständig den Spuren nachgehen«, erwiderte Phil.

***

Als der Mann die Schlagzeilen in der Zeitung studiert hatte, setzte sich ein zufriedener Ausdruck in seinem Gesicht fest.

»Der erste Schritt wäre getan«, murmelte er.

Der Geschäftsmann erhob sich und trat an die Fensterscheibe, um hinaus auf die Gracht zu schauen. Den Haag ließ sich in dieser Hinsicht zwar nicht mit Amsterdam vergleichen, aber die vielen kleinen Wasserläufe in der Stadt bescherten ihr trotzdem eine besondere Atmosphäre. Während der Mann rein äußerlich die Umgebung vor dem Fenster zu betrachten schien, wanderten seine Gedanken in die Vergangenheit und fanden dort den üblichen Schmerz.

»Rache soll man kalt genießen«, sagte er halblaut.

Es hatte den Anschein, als müsse er sich selbst daran erinnern. Nach einem kurzen Blick auf seine Armbanduhr wandte der Mann sich zurück an seinen Schreibtisch und nahm die Fernbedienung für das Fernsehgerät.

»Dann wollen wir doch einmal hören, zu welchen Trugschlüssen unsere ach so geschätzten Experten gekommen sind«, spottete der Geschäftsmann.

Er wählte einen der bekannten Nachrichtenkanäle aus und verfolgte eine Sondersendung, die sich mit dem Anschlag vom Vorabend beschäftigte.

»Das habe ich mir doch gedacht«, triumphierte der Geschäftsmann.

Er hatte seine Pläne sehr strategisch angelegt, so wie er es aus der Geschäftswelt gewohnt war. Daher war er mit der Verwirrung der Öffentlichkeit in Bezug auf den Hintergrund des Anschlags sehr zufrieden. Man würde noch früh genug auf den wahren Hintergrund stoßen, doch dann wäre seine Rache bereits vollzogen. Nach wenigen Minuten schaltete er das Fernsehgerät wieder aus, da er die mit wichtiger Stimme vorgetragenen Argumente nur noch belächeln konnte. Er empfand es fast als zu leicht, die Behörden und die gesamte niederländische Öffentlichkeit dermaßen irreführen zu können.

»Und wenn der nächste Schlag erfolgt, werdet ihr noch weniger verstehen«, sagte der Geschäftsmann.

Dieser Gedanke führte ihn dazu, diesen weiteren Anschlag vorzubereiten. Schon bald würden die Stimmen in den Medien ein neues Thema haben, ohne etwas von seiner Manipulation zu bemerken.

***

Nach dem Gespräch mit der Bedienung im Restaurant fuhren Phil und ich zurück ins Hauptquartier von Europol. Dort suchten wir Kommissar de Jong auf und konfrontierten ihn mit den Aussagen der Kellnerin.

»Ich warne Sie, Agent Cotton. Sie haben eindeutige Anweisungen missachtet und illegale Ermittlungen angestellt. Ab sofort beschränken Sie sich bitte auf Ihre Rolle als Beobachter!«, sagte der Kommissar.

Der niederländische Kollege setzte weiterhin ausschließlich auf die mögliche Verbindung zu dem Geldfälscherring, obwohl es dafür keine eindeutigen Hinweise gab. Langsam machte mich seine ignorante Haltung ausgesprochen wütend.

»Bei dem Anschlag wurde auch ein Amerikaner schwer verletzt. Wir werden uns nicht darauf beschränken, Ihnen bei der Arbeit zuzusehen. Vor allem dann nicht, wenn Ihr Vorgehen dermaßen einseitig ist«, erwiderte ich.

Wir führten ein kurzes, heftiges Wortgefecht, bei dem der Niederländer sich jedoch als sturer Mensch erwies.

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