Logo weiterlesen.de
Jerry Cotton - Folge 2891

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Das Geschäft heiligt die Mittel
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Das Geschäft heiligt die Mittel

Der Mann, der im diffusen Halbdunkel der Abenddämmerung auf das Haus zuging, schien nicht im Mindesten beunruhigt. Zielstrebig lief er einen breiten Kiesweg entlang auf die hell beleuchtete Eingangstür zu. So also wohnten die Reichen hier auf Long Island! Die Villa war zweigeschossig und lag flach und elegant inmitten eines privaten Parks. Obwohl die Tür einen Spaltbreit offen stand, war niemand zu sehen. Plötzlich hielt der Mann inne, blieb stehen. Etwas irritierte und beunruhigte ihn. Was war falsch an diesem Szenario? Als er es erkannte, war es für ihn bereits zu spät. Zwei Schüsse zerrissen die Stille. Vögel flatterten panisch auf, als der Mann tot zu Boden sank.

Mein Partner Phil knallte gerade eine Schublade seines Schreibtischs schwungvoll zu, als ich unser Büro betrat.

»Falls du vorhattest, dir jetzt zum Einstieg in das Wochenende einen Drink in einer Bar zu genehmigen: Daraus wird nichts.«

Phil hob die Hände wie ertappt und grinste. »Ach nein? Wer hat denn einen Anschlag auf uns vor?«

»Deine gute Laune wird dir gleich vergehen«, knurrte ich halb ernst, halb scherzhaft. »Der Chef will uns sehen. Sofort.«

»Hat er gesagt, worum es geht?«

»Er nicht, aber Helen hat mir einen Namen zugeflüstert.«

Phil zog erwartungsvoll die Brauen nach oben.

»Hallburn!«, ließ ich die Bombe platzen, die mir die Sekretärin unseres Chefs gerade flüsternd auf dem Flur in die Hand gelegt hatte.

»DER Hallburn? Oh Mann, das ist ja …« Der Rest des Satzes blieb in der Luft hängen, passend zu Phils verblüfftem Gesichtsausdruck. Ich hatte mich schon umgedreht und die Tür aufgerissen. »Kommst du?«, rief ich meinem Partner zu, der sich beeilte, mir zu folgen.

***

Der Assistant Director saß an diesem frühen Abend mit ernstem Gesicht an seinem Schreibtisch.

»Jerry, Phil, wir haben einen Fall, der zwar die gewohnte Härte in der Sache, aber gleichzeitig auch das nötige Fingerspitzengefühl im Umgang mit sämtlichen Beteiligten erfordert.«

Sein Blick erfasste uns kurz und wir nickten fast gleichzeitig pflichtbewusst.

»Bitte nehmen Sie Platz!«

Beide warteten wir gespannt, was Mr High uns zu sagen hatte. Der rieb sich mit den Fingern heftig die Stirn. Es war eine Woche vor Thanksgiving, und die gesamte Nation fieberte diesem besonderen Feiertag entgegen.

»Ihnen beiden wird der Name Hallburn ein Begriff sein?« Er wartete die Antwort auf diese rhetorische Frage nicht ab. Jeder in New York und die meisten darüber hinaus kannten diese Familie. Jefferson Hallburn, der Patriarch der Familie, stand vor vielen Jahren einmal kurz davor, zum Präsidentschaftskandidaten aufgebaut zu werden. Er hatte darauf verzichtet, zog aber unverdrossen seit Jahrzehnten in der Politik im Hintergrund wichtige Strippen. An ihm kam niemand vorbei, der eine politische Karriere einschlagen wollte.

Sein Sohn Patrick, ein in seiner Jugend erfolgreicher Polospieler, war mit Hope verheiratet. Sie war die einzige Tochter von Carl Burkland, einem Selfmade-Milliardär aus altem Guss. Die Hochzeit der beiden stellte vor rund zehn Jahren ein derartiges gesellschaftliches Ereignis dar, dass manch einer spöttelte, an diesem Tag sei die Ostküste des Landes praktisch entvölkert gewesen von Menschen mit Rang und Namen.

»Patrick Hallburn hat vorgestern auf seinem Grundstück in den Hamptons auf Long Island einen Einbrecher erschossen. Der Tote, Will Thornton, stammt aus Louisiana, ist bisher lediglich durch einige kleinere Delikte aufgefallen und war demzufolge in unserer Datenbank. Die Polizeibehörde vor Ort hat die Aussagen von Mister Hallburn aufgenommen und am Tatort alle Spuren gesichert. Offenbar wollte der Mann einbrechen und hat nicht damit gerechnet, wochentags jemanden im Haus anzutreffen. Die Hallburns, also Patrick und seine Ehefrau Hope, halten sich normalerweise nur an einigen Wochenenden im Jahr dort auf.«

High schwieg kurz, bevor er fortfuhr. Seine Stimme klang jetzt schleppender. »Es gibt im Moment selbstverständlich keinen Grund, an den Angaben von Mister Hallburn zu zweifeln. Allerdings enthält der Bericht zwei Dinge, die merkwürdig klingen.« Wieder machte er eine kleine Pause, blickte kurz auf das Dossier, das vor ihm auf dem Schreibtisch lag. »Keine der beiden Alarmanlagen, weder die vom Grundstück selbst noch die, die das Haus sichert, waren eingeschaltet.«

»Und das Zweite?« Das war Phil.

»Hallburn hatte im Haus eine Tasche mit einer Million Dollar Bargeld darin.«

Verblüfft blickten Phil und ich uns an.

»Was sagt Hallburn dazu, warum war er überhaupt dort?«, wollte ich wissen.

»Er sagt, er sei mit Vorbereitungen auf Thanksgiving beschäftigt gewesen.« High machte bei diesen Worten eine etwas hilflose Geste. Ich ahnte, was er meinte. Seit wann beschäftigten sich Männer wie Hallburn mit so etwas? Das war Angelegenheit der Ehefrauen oder der Bediensteten.

»Das Geld sei für ein Geschenk gewesen. Ein Geschenk für seine Frau Hope.«

Die Stille im Raum vibrierte vor ungestellten Fragen und unausgesprochenen Zweifeln. Aber das Wesentliche war gesagt, Spekulationen hatten hier keinen Platz.

»Bitte kümmern Sie sich um die Angelegenheit.« High drückte mir das Dossier in die Hand, nickte Phil und mir zu und damit waren wir verabschiedet.

***

»Patrick Hallburn arbeitet für das Wirtschaftsministerium und macht sich Hoffnungen auf einen Senatorenposten. Vermutlich getrieben von einer ehrgeizigen Ehefrau und deren Sippe«, murmelte Phil auf dem Rückweg ins Büro. »Da kommt so eine Geschichte reichlich ungelegen.«

»Wohl auch der Grund dafür, dass man bisher weder in den Medien noch über unsere Buschtrommeln etwas von dem Fall gehört hat.« Ich überflog bereits im Laufen die ersten Seiten der Dokumente, die Mr High uns gegeben hatte.

»Findest du das nicht auch merkwürdig? Da sitzt einer der reichsten Männer dieser Stadt mit Verbindungen nach Washington ganz allein in seinem sogenannten Wochenendhaus, das in Wirklichkeit eine kleine Prachtvilla ist, hat eine Million Dollar in bar bei sich und schaltet dann auch noch die Alarmanlage aus?«

»Er war kurz mit dem Wagen weg und gerade auf sein Anwesen zurückgekommen, deshalb waren die Systeme noch nicht eingeschaltet. So hat er es ausgesagt«, murmelte ich.

»Eine Million. Was für ein Geschenk mag das wohl sein?« Phil wiegte zweifelnd den Kopf.

»Ein großes, Partner. Diese Leute denken in anderen Dimensionen. Vermutlich ist Hope Hallburn, geborene Burkland, eine dieser verwöhnten reichen Töchter, die von einem spendablen Daddy an einen mindestens ebenso spendablen Ehemann abgegeben werden. Die lassen sich nicht mit einer Schachtel Pralinen oder einem Parfüm abspeisen.«

Wer und wie Hope Hallburn in Wirklichkeit war, darüber konnte allerdings in der Öffentlichkeit nur spekuliert werden. Die Tochter aus gutem Hause war lediglich in ihrer Jugend einmal aufgefallen, nämlich als sie mit einem Ruderteam ihrer Highschool eine Meisterschaft gewann. Ihr übriges Leben spielte sich diskret und nicht im Rampenlicht ab. Fotos von Hope waren selten, tatsächlich tauchte sie nur im Blitzlichtgewitter auf, wenn sie in ihrer Eigenschaft als Schirmherrin verschiedener Wohltätigkeitsorganisationen aktiv war.

***

Der Frau, die an diesem Abend auf dem John-F-Kennedy Airport in New York ankam, folgten die Augen sämtlicher Männer. Und die der meisten Frauen ebenfalls. Clarice Berenson war nicht umsonst einige Jahre lang eines der am höchsten bezahlten Models der Welt gewesen. Obwohl ihr Körper nicht mager, sondern an den wichtigen Stellen sinnlich gerundet war, lagen ihr bereits im Alter von siebzehn die Modemagazine und Starfotografen zu Füßen.

Jetzt, mit Anfang dreißig, spürte sie allerdings schon den Konkurrenzdruck und das nachlassende Interesse der Modelbranche. Dennoch, wer sie vor sich sah, musste einfach hinsehen.

Clarice’ schwarzes, weit über den Rücken fallendes Haar, die hohen Wangenknochen und die geschwungene Nase waren ein Erbe ihrer Mutter, in deren Adern indianisches und irisches Blut floss. Die vollen Lippen und die langen Beine hatte sie von ihrem afrikanischen Vater. Am erstaunlichsten aber waren Clarice’ Augen. Mandelförmig und pistaziengrün bildeten sie ein unverkennbares Markenzeichen und machten ihr Gesicht einzigartig und unvergesslich.

Der Taxifahrer nickte, als sie ihm das Waldorf Astoria als Ziel nannte, ihr Aufenthaltsort, wann immer sie in New York war. Kurz nach ihrer Ankunft im Hotel – Clarice hatte inzwischen geduscht und sich umgezogen – bekam sie Besuch von einem Mann, der sie zwar schon seit längerem kannte, der sie aber dennoch genauso fasziniert ansah wie all die Fremden, denen sie an diesem Tag begegnet war.

»Endlich bist du wieder hier«, seufzte ihr Besucher und ließ seine Hände voller Begehren unter den seidigen Morgenmantel gleiten. Er und Clarice waren schon seit einer Weile ein Paar, doch wann immer er sie sah, raubte sie ihm den Atem. Sie war die schönste und verruchteste Frau, der er jemals begegnet war. Und er kannte einige.

»Möchtest du gar nicht wissen, welche Neuigkeiten ich mitbringe?«, hauchte sie ihm ins Ohr.

»Später«, antwortete er und zog ihren Gürtel auf. Die Perfektion ihres Körpers ließ ihn erregt aufseufzen, bevor er sie an sich zog.

»Erst das, worauf ich viel zu lange warten musste«, murmelte er. »Dann das Geschäftliche.«

***

Als wir uns am nächsten Morgen durch den wie meist stockenden Verkehr von New York quälten, hing der Himmel grau und trüb von Regenwolken über uns. Phil und ich waren unterwegs in die Upper East Side zur New Yorker Stadtwohnung der Hallburns. Wir waren angemeldet, und der Portier des exklusiven Wohnhauses ließ uns nach gründlicher Inspektion unserer Ausweise in die Tiefgarage fahren, wo ich den Jaguar auf einem der Besucherplätze abstellte.

Wir wurden von einem Security-Mann an der Parkbucht abgeholt und bis zum Lift begleitet. Die Frau, die uns wenige Minuten später mit einer energischen Bewegung die Tür öffnete, identifizierte ich erst auf den zweiten Blick als die Hausherrin. Hope Hallburn war alles andere als eine Schönheit, doch sie verfügte über eine Aura, die deutlich spürbar war.

»Sie sind die Gentlemen vom FBI?« Ihre Stimme klang voll und sicher. Ich musterte mein Gegenüber verstohlen. Sie war etwas mehr als mittelgroß und hatte erstaunlich breite Schultern. Vielleicht ruderte sie ja noch immer? Graue, etwas zu dicht zusammenstehende Augen blickten uns abschätzend an, während sie ihr dunkelblondes Haar aus dem Gesicht strich. Alles an dieser Frau wirkte auf den ersten Blick einfach und bodenständig.

Während wir bereits wieder nach unseren Dienstausweisen griffen, winkte Hope Hallburn ungeduldig ab. »Ich bin nicht der Sicherheitsdienst, der Sie ja bereits in Empfang genommen hat. Außerdem könnte ich gefälschte Ausweise von echten sowieso nicht unterscheiden«, entgegnete sie lapidar und bat uns herein. Im Hintergrund stand stumm eine ältere Hausangestellte, die beflissen nach unseren Mänteln griff.

Patrick Hallburn wartete im Wohnzimmer. Er stand mit einem Glas Tee in der Hand an einem der großen Fenster, die einen Blick auf die Straße und weiter auf den Central Park gewährten. Eine atemberaubende Sicht, die in New York kaum mit Gold aufzuwiegen war. Als wir den Raum betraten, drehte er sich zu uns um. Hallburn war groß und er besaß die Figur eines ehemaligen Leistungssportlers. Inzwischen war er etwas schwer in den Hüften geworden und sein Gesicht zeigte eine Röte, die vermutlich eher von gutem Whisky als von sportlichen Aktivitäten in der frischen Luft zeugte.

»Man schickt Agents vom FBI hierher? Was gibt es denn noch? Ich dachte, die Behörden vor Ort hätten alle Informationen?« Es schien leicht dahingesagt, aber ich konnte den kalten, arroganten Unterton heraushören und tippte darauf, dass Hallburn ein weit weniger angenehmer Mensch war, als es oberflächlich betrachtet den Anschein hatte. Im Hintergrund nahm Hope Platz in einem der ausladenden, cremefarbenen Sessel, während wir Männer stehen blieben.

»Sir, wir verstehen, wie unangenehm die ganze Angelegenheit ist. Aber wir müssen Sie noch einmal nach dem genauen Tathergang befragen. Noch konnten wir nicht herausfinden, was ein junger Mann aus Louisiana auf Ihrem Grundstück zu suchen hatte.«

»Er wollte einbrechen!« Die Antwort kam grob und hart. Weder ich noch Phil ließen uns von dieser Art, ein Gespräch zu führen, beeindrucken.

»Er war allein, soweit wir wissen unbewaffnet, und niemand hatte ihn zuvor in der Nähe des Hauses gesehen. Das ist, gelinde gesagt, ungewöhnlich.«

An Hallburns Stirn fing eine Ader an zu pochen, seine Augen wurden kalt. »Es ist doch wohl Ihre Angelegenheit, das Ganze aufzudecken, und nicht meine!«

»Darum sind wir hier. Konkret interessieren uns zwei Punkte, die im Protokoll noch unklar sind. Zum einen waren die Alarmanlagen nicht eingeschaltet. Zum zweiten geht es um einen hohen Bargeldbetrag, der sich im Haus befand.«

Hallburns Augen huschten kurz zu seiner Frau hinüber, die weiterhin stumm blieb. Dann seufzte er kurz auf, als habe er es mit einem störrischen Kind zu tun. »Ich hatte etwas mit dem Wagen außerhalb erledigt, war gerade auf das Grundstück zurückgekehrt und hatte die Anlagen noch nicht eingeschaltet, als der Mann kam. Das Geld war für ein Geschenk bestimmt. Zu Thanksgiving. Für meine Frau.« Mit einem milden Lächeln wandte er sich dabei wieder kurz Hope zu. Ich bemerkte, dass die nur kurz und müde zurücklächelte. Eine Geste, die eventuell bereits eine Ahnung vom derzeitigen Klima dieser Beziehung vermittelte.

»Kannten Sie den Mann?«, wollte Phil wissen.

»Wo denken Sie denn hin! Natürlich nicht!« Hallburn hob abwehrend die Hände.

»Sie haben sofort geschossen, ohne zu zögern?« Meine Frage knallte in den Raum und ich hörte, wie Mrs Hallburn im Hintergrund scharf die Luft einzog. Hallburn selbst sah mich einen Moment lang in einer Art Schockstarre an. Dann stellte er mit einer heftigen Bewegung sein Teeglas auf einem Möbelstücke ab. »Natürlich habe ich dem Mann etwas zugerufen«, sagte er lahm. Phil und ich tauschten einen kurzen und sehr vielsagenden Blick aus.

»Was genau haben Sie gerufen?«, wollte mein Partner nun wissen.

»Ich … ich weiß es nicht mehr«, antwortete Hallburn nach einer gefühlten Ewigkeit.

Einen Moment lang war es ganz still im Raum, dann straffte sich unser Gegenüber und der Blick, den er uns zuwarf, war hart wie Stahl. »Aber wenn Sie noch weitere solcher Fragen auf Lager haben, sollte ich wohl unseren Anwalt hinzurufen.«

Phil und ich schüttelten gleichzeitig den Kopf.

»Das wird nicht nötig sein. Für heute haben wir alle Antworten, die wir brauchen, wir kommen wieder. Danke für Ihre Kooperation.«

Hinausbegleitet wurden wir von der Bediensteten.

***

»Mann, ist der unsympathisch«, stöhnte Phil.

»Arrogant und unangreifbar«, setzte ich hinzu. »Nach dieser ersten Begegnung können wir den Mann zumindest einmal einschätzen. Die Ehe scheint an einem kritischen Punkt zu sein. Und auf die Frage, ob und wie er sich dem angeblichen Einbrecher gegenüber bemerkbar gemacht hat, war er ganz offensichtlich nicht vorbereitet.«

»Und jetzt?«

»Wir suchen die Schwester des Mannes auf, der erschossen wurde. Vielleicht kann sie uns mehr über ihn erzählen. Sie ist seine einzige noch lebende Verwandte. Wir haben Glück, sie wohnt hier in der Stadt. Allerdings in einer weit weniger luxuriösen Gegend als die Hallburns.«

Wie untertrieben das war, erkannten wir ungefähr eine halbe Stunde später. Die Straße in der Bronx, in der Rosalyn Thornton wohnte, war so ziemlich die schäbigste im ganzen Viertel. Als ich den Jaguar zwischen überquellenden Mülltonnen und ausgeschlachteten Autos parkte, war mir klar, dass ich hier sämtliche Sicherheitsvorrichtungen aktivieren musste, die der Wagen hergab, wenn wir ihn nach unserem Besuch unversehrt wiederfinden wollten.

Als wir ausstiegen, bemerkte ich einen jungen Afroamerikaner. Der Junge mochte vierzehn oder fünfzehn Jahre alt sein und saß auf der bereits ziemlich verfallenen Haustreppe eines rotbraunen Backsteinhauses. Er schaute mit unergründlichem Blick aus dunklen Augen zu uns herüber, bevor er aufstand und langsam auf uns zukam.

»Ihr Jaguar – ist das ein Sondermodell?« Seine Hände verschwanden in den Hosentaschen und ein begehrlicher Blick huschte über die Karosserie und das Innenleben meines Wagens.

»Jepp. Und ich hätte ihn gerne so wiedergefunden, wenn wir unser Ding hier erledigt haben.«

Der Junge sammelte ein bisschen Speichel im Mund und spuckte aus. Er sah uns abschätzend an. »Ich könnte auf die Karre aufpassen. Bin gut darin. Kein Kratzer, das verspreche ich.«

»Wie heißt du, Junge?«

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jerry Cotton - Folge 2891" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen