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Jerry Cotton - Folge 2888

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. New York gegen uns
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

New York gegen uns

Die Kubanerin tanzte auf dem Achterdeck der Compostela, ein Glas Champagner in der Hand. »Ich hab jetzt Pause!«, rief sie mit schwerer Zunge. Die Jacht dümpelte im schwachen Wellengang des Atlantiks. Am westlichen Horizont funkelten die Lichter von Staten Island und Manhattan.

»Wann hier Pause gemacht wird, bestimme ich!«, grölte der Schiffseigner und tapste auf sie zu wie ein Bär. Wutentbrannt riss er sie zurück. Mit der freien Hand schlug er zu, immer wieder. Dann hob er sie hoch und schleuderte sie gegen die Reling. Sie bekam Übergewicht. Ihr Schrei gellte nur für einen Moment, dann versank sie mit einem Gurgeln in den Fluten.

»Schöner Tag heute«, sagte Phil, als er an unserer üblichen Ecke zu mir in den Jaguar stieg.

Ich vergaß vor Überraschung fast das Losfahren. Buchstäblich wie aus heiterem Himmel war er da, der Tag, an dem mein Partner nichts am Wetter auszusetzen hatte. Schon vor einer kleinen Ewigkeit hatte ich mir vorgenommen, diesen Tag im Kalender rot anzukreuzen. Aber er hatte ja recht. Es war Ende September, und der Indian Summer zeigte sich von seiner besten Seite. Die Sonne schien, keine Wolke trübte das Blau des Himmels, und das Alltagsleben in New York schien beschwingter zu verlaufen als sonst.

»Stimmt«, erwiderte ich einsilbig vor Verblüffung, nachdem ich meinem Freund einen prüfenden Seitenblick zugeworfen hatte. Ich fädelte den roten Renner in den fließenden Verkehr ein, Richtung Columbus Circle und Eighth Avenue.

Phil sah tatsächlich gut gelaunt aus und meinte, was er sagte. In den letzten vier Wochen hatte es das nicht gegeben. Ständig hatte er am Wetter etwas auszusetzen gehabt. Zugegeben, heute war wirklich der erste schöne Tag seit langem, aber normalerweise fand mein Partner immer ein Haar in der Suppe.

Nichts dergleichen an diesem Tag. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte ich, dass er den Straßenverkehr und das Fußgängergewimmel mit einem geradezu wohlwollenden Dauerlächeln betrachtete. Einfach alles schien ihm an diesem Morgen zu gefallen.

»Heute Abend klappt es endlich«, verriet er, als wir schon auf der Eighth in Richtung Manhattan South rollten. Wir kamen einigermaßen zügig voran. Die morgendliche Rushhour hatte noch nicht in vollem Umfang eingesetzt.

»Aha«, antwortete ich. Weil ich Phils Marotte kannte, von einem Gedankengang nur die Schlussbemerkung rauszulassen, fragte ich nicht weiter nach. Bis zur Federal Plaza hatte er genug Zeit, den Rest der Erklärung nachzuliefern.

»Karen hat mich angerufen«, begann er. »Eben, beim Frühstück.«

»Muss ein erfreulicher Anruf gewesen sein«, erwiderte ich. Die Ampel an der West 42nd Street sprang auf Rot um und stoppte mich. Hinter einem Hybrid-Taxi kamen wir zum Stehen.

»Karen hat Karten für heute Abend reserviert«, erläuterte mein Freund weiter.

Karen Holisher, Phils derzeitiges Gelegenheits-Date, bastelte an einer Karriere als Schriftstellerin. Deshalb bedeuteten Karten in ihrem Fall etwas Kulturelles. Konzert, Theater, Lesung oder Kunstausstellung. Und Karens Fürsorge schloss nicht nur Phil, sondern auch mich ein. Das bedeutete, vier Karten. Die vierte war für Tania Resnick reserviert, Karens Freundin. Tania war ebenfalls in einem kreativen Beruf tätig; als freie Grafikerin arbeitete sie für die verschiedensten Auftraggeber, von Werbefirmen bis zu Buchverlagen.

Seit Karen durch Phil auch mich kennengelernt hatte, arbeitete sie daran, Tania und mich zu verkuppeln. Wahrscheinlich war für den heutigen Abend ein weiterer Versuch geplant.

»Was ist es?«, fragte ich.

»Ein Musical«, antwortete Phil. »Der Titel ist Chicago, läuft im Ambassador Theater.«

»Heute ist Freitag«, sagte ich, während ich das Verkehrsgewühl auf der Kreuzung beobachtete. »Das Wochenende beginnt, und damit steigt bekanntlich die Gewaltbereitschaft der Menschen. Unter den Gewalttaten eines Wochenendes sind erfahrungsgemäß immer auch etliche FBI-Fälle. Ich denke, das brauche ich dir nicht zu erzählen.«

»Aber wir haben dienstfrei. Die Wahrscheinlichkeit, dass es uns trotzdem erwischt, ist gering. Im Übrigen bin ich sicher, dass es an diesem Wochenende nur Fälle für die Cops geben wird.«

»Und wenn sie es nicht schaffen, bitten sie uns um Amtshilfe.«

Ich ließ den Jaguar anrollen, um dem Yellow Cab zu folgen, das vor uns fuhr.

Ein Funkruf beendete unsere Unterhaltung, bevor sie richtig anfangen konnte. Phil meldete sich und schaltete den Lautsprecher ein. Myrna, unsere Kollegin aus der Funkzentrale, wünschte uns einen guten Morgen und klang mindestens so gut gelaunt wie mein Beifahrer.

»Hallo, Phil, hallo Jerry«, sagte Myrna mit ihrer unvergleichlich rauchigen Altstimme. »Wo seid ihr gerade?«

»Kurz vor der Fünfunddreißigsten«, antwortete Phil.

»Dann behaltet ihr am besten die Richtung bei und kommt nicht erst ins Büro. Das soll ich euch schon mal ausrichten. Und jetzt möchte der Chef euch sprechen. Ich verbinde.«

Es knackte und rauschte im Funklautsprecher, dann war die sonore Stimme des Assistant Director zu hören.

»Guten Morgen, Jerry und Phil«, sagte er. Wir erwiderten den Morgengruß und lauschten Mr High, als er berichtete: »Wir haben eine tote junge Frau am Strand von Tottenville, Staten Island. Ein Jogger hat sie heute Morgen um sechs Uhr entdeckt. Todesursache unklar. Ob sie durch Ertrinken oder an ihren Verletzungen gestorben ist, muss die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben. Eine sofortige Identifizierung durch Fingerabdrücke war jedenfalls über die Einwanderungsbehörde möglich. Yanela Valdés, eine Kubanerin, neunzehn Jahre alt und legal eingewandert, schon als Kind mit ihren Eltern. Ein Einbürgerungsverfahren lief, beantragt an ihrem bisherigen Wohnsitz in Miami, Florida.«

»Sie hatte also nichts bei sich«, folgerte ich. »Keine Papiere, keinen Hinweis darauf, weshalb sie hier in New York war?«

»So ist es«, erwiderte der Chef. »Sie trug nur einen Bikini. Eine Strömung und auflandiger Wind haben sie wahrscheinlich an den Strand getrieben. Das meinen die Kollegen vom zuständigen Polizeirevier.«

»Vielleicht ist sie von einem Kreuzfahrtschiff gefallen«, mutmaßte Phil. »Die fahren ja jetzt fast im Stundentakt an Staten Island vorbei.«

Mein Freund übertrieb mal wieder maßlos. Aber im Prinzip hatte er nicht unrecht. New York war längst zu einem der bedeutendsten Häfen für die weißen Traumschiffe geworden, und die Zahl der Passagiere, die an den Terminals von Manhattan, New Jersey und Brooklyn an Bord oder von Bord gingen, erreichten laufend neue Rekordzahlen.

»Eine neunzehnjährige Kubanerin aus Miami in New York«, sagte ich. »Das klingt mir nicht nach einer Kreuzfahrerin. Allerdings passt die Tatsache, dass sie legal eingewandert ist, nicht in Bild.«

Der Chef wusste, worauf ich anspielte. »Wenn sie vom organisierten Verbrechen als Prostituierte verschleppt worden ist, hätten wir einen zweiten Grund für unsere Zuständigkeit. Zunächst ist es ein FBI-Fall, weil die Tote aus einem anderen Bundesstaat stammt. Detective Lieutenant Irving Kelleher hat uns benachrichtigt. Er erwartet Sie am Tottenville Beach, Höhe Joline Avenue.«

***

Von der Verrazano Bridge aus mussten wir Staten Island fast auf seiner gesamten Längsachse durchqueren. Ich benutzte dazu das Schnellstraßensystem aus Staten Island Expressway und Richmond Parkway. Vor dem Verteilerkreuz Outerbridge Crossing bog ich auf die Amboy Road ab und kurz darauf nach Süden auf die Joline Avenue, die bis an den Strand führte.

Ich stoppte den Jaguar hinter dem Pulk der Einsatzfahrzeuge, die unmittelbar vor der Strandpromenade am Ende der Joline parkten. Wohnblocks mit ausgedehnten Grünanlagen bildeten hier die Küstenlinie.

Ein großer Teil der Apartments diente als Ferienwohnungen. Direkt an der Strandpromenade gab es das übliche Angebot vom Eiskremladen über Hot-Dog-Stände bis zum Schnellrestaurant. Eine steife Brise wehte vom Meer her; in dem Geruch von Salzwasser und Tang schwang ein kühler Hauch mit, der uns daran erinnerte, dass der Herbst vor der Tür stand.

Wir steckten die FBI-Dienstabzeichen außen an die Brusttaschen unserer Jacketts. Phil meldete der Zentrale unseren Standort per Funk und teilte mit, dass wir das Fahrzeug verließen. Wir tauschten unsere Straßenschuhe gegen die gelben Gummistiefel aus dem Kofferraum und marschierten los.

Im Einmündungsbereich der Joline Avenue hatten die Cops die Strandpromenade in beiden Richtungen gesperrt. Wir zeigten unsere Dienstausweise und wurden durchgewinkt. Die mit schwarz-gelbem Trassierband abgesteckte, etwa zwanzig Yards breite Zone reichte über den Strand hinunter bis zum Wasser.

Dort unten verwehrte eine Gruppe von Männern und Frauen den Blick auf das Wesentliche, die angeschwemmte Tote. Nur zwei Uniformierte bewachten den Fundort der Leiche; die übrigen etwa zwanzig Kollegen trugen Zivil, wobei zwei Drittel von ihnen die weißen Overalls des Erkennungsdienstes übergestreift hatten.

Die Zahl der Neugierigen hielt sich in Grenzen. Auf der Promenade hatte sich eine überschaubare Schar von Schaulustigen zusammengerottet. Am Strand waren es noch weniger Leute, die ihre Badevorbereitungen verschoben und sich am gelben Flatterband aufgestellt hatten, wo sie gehorsam den endlos aufgedruckten Hinweis Crime Scene – Do not cross respektierten. Zu sehen gab es ohnehin so gut wie nichts. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das in Sichtweite auf Südkurs lag, reizte niemanden mehr zum Hinsehen; der Anblick war zu sehr zur Gewohnheit geworden.

Phil fluchte, weil wir bei jedem Schritt fast bis zu den Knöcheln einsanken und nur mühsam vorankamen. Einer der Uniformierten machte den Lieutenant auf uns aufmerksam. Er hob grüßend die Hand, als er sich umdrehte und uns sah. Wir kannten Kelleher von früheren Einsätzen. Er trug das goldfarbene Dienstabzeichen der Detective Division; sein Name und sein Dienstgrad standen am unteren Rand des Abzeichens, auf einem blau unterlegten Rechteck: Kelleher, Lt.

Auch er und alle anderen in der Crime Scene Unit trugen Gummistiefel. Der Lieutenant, ein bullig gebauter Mann mit dunkelblondem Haar, trug einen grauen Anzug, wie seine Kollegen auch. Die Detective Division des NYPD hatte eine ähnliche Kleiderordnung wie das FBI.

»Sie kann noch nicht lange im Wasser gelegen haben«, erklärte Kelleher. »Vielleicht drei oder vier Tage. Meistens sehen die Wasserleichen hier schlimm aus, wenn sie erst nach Wochen oder Monaten angetrieben werden. Das liegt daran, dass die Strömungsverhältnisse da draußen unberechenbar sind.« Mit einem Wink forderte er uns auf, uns die Tote anzusehen, und fügte hinzu: »Der Gerichtsmediziner müsste übrigens jeden Moment eintreffen.«

Wir gingen hinüber, und Kelleher erklärte den Kollegen im Vorbeigehen, dass jetzt wir vom FBI den Fall übernehmen würden. Er hörte sich froh und erleichtert an. Staten Island, der früher so ruhige Stadtbezirk, hatte mit einer wachsenden Kriminalitätsrate zu kämpfen. Auch hier im Police Department litten inzwischen alle Kollegen unter Arbeitsüberlastung.

»Habt ihr neue Hinweise?«, fragte ich. »Über die Identifizierung hinaus?« Wir näherten uns der grauen Kunststoffplane, die durch Aluminiumösen mit Erdnägeln befestigt war und mit einer Schmalseite bis ins seichte Wasser reichte.

»Leider nicht«, antwortete der Lieutenant. »Wir haben bei der Port Authority, bei der Coast Guard und auch bei den Kollegen von der Harbor Police nachgefragt. Es liegen keine Vermisstenmeldungen vor, keine gekenterten Segelboote.« Er deutete auf das Kreuzfahrtschiff. »Auch die Reedereien haben keinerlei Meldungen erhalten. Wir haben es also nicht mit einer Touristin zu tun.«

»Dann kann sie nur mit einem privaten Schiff unterwegs gewesen sein«, ließ Phil sich vernehmen.

»Wenn sie nicht im südlichen Brooklyn oder auf den Rockaways ins Wasser gestoßen wurde«, wandte Lieutenant Kelleher ein. »Von dort aus könnte sie durchaus hierher getrieben sein. Allerdings halte ich diese Variante für sehr unwahrscheinlich. Ich würde auch eher zu dem Privatschiff neigen.«

Er gab zwei Kollegen ein Zeichen, und sie zogen die Erdnägel auf der rechten Seite der Plane heraus. Dann schlugen sie das graue Kunststofflaken nach links hinüber und steckten es dort provisorisch fest, damit es nicht im Wind flattern konnte.

Wir schwiegen.

Die Konfrontation mit dem Tod eines Menschen konnte für uns niemals zur Routine werden. Die junge Frau, die hier vor uns lag, war durch brutale Gewalt gestorben. Sie verdiente unseren Respekt und unsere eiserne Entschlossenheit, ihren Mörder oder ihre Mörderin zu fassen und vor Gericht zu bringen.

***

Yanela Valdés musste bildhübsch gewesen sein. Doch der Tod hatte dem weißen Bikini und ihrer hellbraunen Haut jeglichen aufreizenden Kontrast genommen; ihr schwarzes Haar war stumpf und filzig, das einst sicherlich makellos geformte Gesicht bereits leicht aufgedunsen. Die linke Augenbraue war aufgeplatzt und das Auge darunter geschwollen. Ihr Oberkörper sah zum Erbarmen aus, war von dunklen Flecken und Platzwunden übersät.

Sie lag halb auf der Seite, ausgestreckt, den rechten Arm unter dem Körper begraben. Der linke Arm und die Hand waren frei. Dort hatten die Kollegen die Fingerabdrücke abgenommen. Mit dem am Handgelenk zu tragenden Scanner, den heute jeder Streifen-Cop in New York verwendete, war das eine Sache von Minuten. Das Gerät erfasste die Prints und übermittelte sie mit Hilfe des Bordcomputers im Streifenwagen an die Datenbanken des NYPD, des FBI und der angeschlossenen weiteren Bundesbehörden.

Auf diese Weise war Yanela Valdés zwar in kürzestmöglicher Zeit identifiziert worden, doch weder die Einwanderungsbehörde noch die Stadtverwaltung in Miami kannten ihre derzeitige Wohnadresse. Dadurch verstieß sie gegen die mit ihrer Aufenthaltsgenehmigung und dem angestrebten Einbürgerungsverfahren verbundenen Auflagen, aber es änderte nichts daran, dass sie irgendeinen Grund gehabt haben musste, sich über ihre Pflichten hinwegzusetzen.

Lieutenant Kelleher und seine Kollegen hatten auch nicht feststellen können, wo die vor drei Jahren eingebürgerten Eltern Yanelas inzwischen wohnten. Sie waren freie Bürger unseres Landes und konnten sich überall aufhalten, ohne jemandem darüber Rechenschaft ablegen zu müssen.

Ich bemerkte einen feinen silbrigen Schimmer unterhalb der rechten Hüfte der Toten und wollte Phil darauf aufmerksam machen, als die Gerichtsmedizinerin eintraf. Dr. Maureen Gaynard und ihre beiden Assistentinnen trugen weiße Overalls und wasserdichte Stiefel wie alle anderen Anwesenden. Wir kannten uns, brauchten uns nicht mit Vorstellungsfloskeln aufzuhalten. Dr. Gaynard war eine dunkelhaarige Frau um diev, genoss in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf und hatte ein Buch mit dem Titel Die stumme Sprache der Opfer geschrieben. Mehrere Wochen lang hatte es unter den Top Ten auf der Bestsellerliste der Sachbücher gestanden.

Sie ging neben dem Oberkörper der Toten in die Knie, betrachtete die Wunden und blickte dann zu Phil und mir auf.

»Daran ist sie wahrscheinlich nicht gestorben«, erklärte sie. »Die Hämatome dürften durch Faustschläge und oder Handkantenhiebe entstanden sein. Auf jeden Fall aber muss sie dadurch schwer beeinträchtigt gewesen sein, vielleicht sogar bewusstlos.« Auch das zeichnete Maureen Gaynard aus; sie vergeudete unsere Zeit nicht mit Selbstverständlichkeiten wie »Die Obduktion wird Genaueres ergeben«, denn letztlich war es logisch, dass sie eine am Tatort oder Fundort getroffene Feststellung jederzeit ändern oder präzisieren konnte.

»Was ist das?«, fragte ich und deutete auf den Silberglanz, den ich entdeckt hatte.

Dr. Gaynard brauchte nur kurz hinzusehen, um festzustellen: »Eine Kette. Gehört wahrscheinlich zu einem Schmuckstück.«

Kurzerhand richtete sie sich auf und wies ihre Assistentinnen an, den leblosen Körper auf den Rücken zu drehen. Weitere Blutergüsse wurden auf dem Oberkörper der Toten sichtbar. Die Gerichtsmedizinerin kniete sich erneut hin und streckte den rechten Arm der toten Kubanerin. Die feingliedrige Silberkette, so zeigte sich, hatte etwa die Länge des Arms und endete in der geschlossenen Faust Yanelas.

Dr. Gaynard bog die Finger auseinander, und zum Vorschein kam ein wuchtiger silberner Anhänger, der auf den ersten Blick aussah wie ein Kreuz. Doch bei näherem Hinsehen entpuppte sich der Silberschmuck als ein kunstvoll modelliertes Schwert, dessen Spitze tief in der Handfläche der Toten steckte.

Ich bat den Fotografen des Erkennungsdienstes, eine Serie von Makrofotos von dem Fundstück zu machen – sowohl im augenblicklichen Zustand als ...

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