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Jerry Cotton - Folge 2887

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Tod gab mir die Hand
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Der Tod gab mir die Hand

Wir stießen die Tür auf. Und schossen.

Sie ließen uns keine andere Wahl, griffen augenblicklich zu ihren Waffen, als die Tür gegen die Wand krachte, und ballerten wie verrückt drauflos.

Unsere SIGs bellten laut zurück. Phil und ich trugen Schutzwesten mit dem gut lesbaren Aufdruck FBI. Und wir riefen auch noch »FBI!«, damit sie, falls sie nicht lesen konnten, ganz sicher wussten, mit wem sie es zu tun hatten.

Aber es beeindruckte sie nicht. Sie hatten keinen Respekt vor den Agents des Federal Bureau of Investigation. Einer der Gangster schrie auf und ging zu Boden. Zwei andere verschwanden schießend in einem Nebenraum. Zwei blieben und feuerten so lange weiter, bis wir sie mit gezielten Schüssen kampfunfähig gemacht hatten.

Während Phil sie entwaffnete, versuchte ich jene, die sich abgesetzt hatten, zu kriegen. Ich katapultierte mich mit schussbereiter SIG durch die offen stehende Tür, doch das Zimmer war leer.

Ich hastete zum Fenster und beugte mich hinaus. Aus einer schwarzen Limousine wurde auf mich geschossen.

Ich zuckte zurück. Draußen heulten zwei Reifen, die kraftvoll durchdrehten, ein schrilles Lied, und dann zischte die Limousine ab. Es war mir nicht möglich, sie zu stoppen. Der Wagen bog um die Ecke und war gleich darauf nicht mehr zu sehen. Ich kehrte zu meinem Partner zurück.

Wir waren ausgerückt, um ein Drogenlager auszuheben, und uns war Ware im Wert von 500.000 Dollar in die Hände gefallen. Das brachte Chester Banks, einen Drogenbaron, zwar nicht gleich an den Bettelstab, aber der Verlust tat ihm mit Sicherheit weh.

Phil sah mich gespannt an.

Ich schüttelte den Kopf. »Sie sind mir entwischt.«

»Der Krankenwagen ist unterwegs«, sagte mein Partner. »Die Knaben hier sind bald wieder auf den Beinen. Sie sind nicht besonders schwer verletzt.«

***

Mr High ging mit Lob normalerweise eher sparsam um, aber wenn seine Leute verhindern konnten, dass Drogen im Wert von 500.000 Dollar in die Rauschgiftkanäle der Stadt gelangten, sprang er schon mal über seinen Schatten. Er beglückwünschte uns zu unserem Erfolg, nahm aber gleichzeitig die Gelegenheit wahr, der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass uns schon bald auch die wirklich großen Fische ins Netz gingen. Wen er damit meinte, wussten wir: Willard und Chester Banks.

Wir kehrten in unser Büro zurück.

Phil telefonierte mit dem Krankenhaus, in das man die drei verletzten Gangster gebracht hatte. Sie waren bereits operiert, und es ging ihnen den Umständen entsprechend. Phil sorgte dafür, dass sie bewacht wurden, damit sie sich nicht aus dem Staub machen konnten. Und es durfte sie auch niemand besuchen. Nur das Klinikpersonal durfte das Zimmer, in dem die Spezialpatienten lagen, betreten.

Während Phil das anordnete, blätterte ich in der elektronischen Verbrecherkartei und wurde erfreulich rasch fündig. Einer der Männer hieß Brian Jeter. 35 Jahre alt. Wohnhaft auf Coney Island. Geschieden. Vier Kinder. Und seine Arbeitgeber waren Willard und Chester Banks gewesen, bevor sie sich getrennt hatten. Jetzt war Letzterer sein Boss.

Wir sprachen mit seiner Ex. Sally Jeter arbeitete in einem Fastfood-Restaurant auf Long Island. Außer Brian zu verfluchen, konnte sie uns nicht viel über ihn sagen, nannte uns aber Ethel Barkley als seine jetzige Lebensgefährtin und ihre Adresse, wo er wohl anzutreffen sei.

Ethel Barkley, eine dralle Blondine mit üppigen Kurven, stand in der halb offenen Tür und betrachtete nervös unsere Dienstmarken. »FBI?«, fragte sie beunruhigt.

Phil nickte. »Ganz recht. Wir hätten ein paar Fragen.«

»Ich weiß nichts«, sagte Ethel Barkley sofort. Ihre Lider zuckten nervös.

Ich lächelte. »Sie wissen ja noch gar nicht, was wir Sie fragen wollen.«

»Was auch immer, ich kann Ihnen nicht helfen und möchte, dass Sie mich in Ruhe lassen«, sagte die Üppige abweisend.

»Das können wir leider nicht«, sagte ich bedauernd.

»Sie sind schließlich Brian Jeters derzeitige Lebenspartnerin«, warf Phil ein.

»Ich bin was?«, fragte Ethel irritiert. Das Hellste an ihr schienen ihre Haare zu sein.

Phil wiederholte: »Sie sind Brian Jeters …«

»Ich bin seine Freundin«, fiel Ethel Barklay meinem Partner ins Wort. »Sonst gar nichts.«

»Sie wohnen in seinem Apartment«, stellte Phil fest.

»Ist das etwa strafbar?«, fragte Ethel spröde. Ihr war anzusehen, dass sie zurücktreten und die Tür schließen wollte, aber das hätten wir nicht zugelassen.

Ich bereitete mich darauf vor, die Tür mit dem Fuß zu stoppen, ehe sie sich schließen konnte. »Hat Sie schon jemand davon in Kenntnis gesetzt, dass er angeschossen wurde?«, fragte ich.

Sie riss die Augen auf. »Was?« Ihr Erschrecken war nicht gespielt.

»Sie wissen nicht, dass er im Krankenhaus liegt?«, fragte Phil.

»Woher denn? Von wem denn?«

»Dürfen wir reinkommen?«, fragte ich.

Sie schüttelte den Kopf. »Das halte ich für keine gute Idee.«

Als ich ihr sagte, dass sie uns in diesem Fall ins Field Office begleiten müsse, kam sie merklich ins Schleudern.

Also gab sie die Tür frei und sagte seufzend: »Na schön, kommen Sie herein.«

»Vielen Dank«, sagte ich höflich, damit sie uns nicht nachsagen konnte, wir hätten schlechte Manieren.

Sie führte uns in ein unaufgeräumtes Wohnzimmer. Ordnung halten war wohl nicht ihre allergrößte Stärke. Nachdem wir uns gesetzt hatten, wollte Ethel Barkley wissen, was vorgefallen war. Wir erzählten es ihr. Daraufhin war es ihr sehr wichtig, klarzustellen, dass sie mit Brian Jeters Jobs nicht das Geringste zu tun hatte. »Über diese Dinge spricht er nicht mit mir«, betonte sie mit Nachdruck, damit sie nur ja nicht in Teufels Küche kam.

»Hat es Sie nicht gewundert, dass er nicht nach Hause kam?«, fragte Phil.

Sie schürzte die Lippen. »Brian kommt und geht, wann er will. Ich darf nicht fragen, wohin er geht, und er sagt mir nicht, wo er war, wenn er nach Hause kommt. Das hat mich nicht zu kümmern. Auch dann nicht, wenn er längere Zeit fortgeblieben ist. Brian hat eine ziemlich schmerzhafte Handschrift.« Sie massierte ihre Wange, als hätte er sie da zuletzt getroffen.

Ich beschrieb die Typen, die mit Brian Jeter im Krankenhaus gelandet waren. Ethel kannte sie nicht. Sie wusste auch nichts von einer geschäftlichen Verbindung zwischen ihrem Lebensgefährten und Chester Banks. Aber jene, die uns entwischt waren, hatte sie schon öfter gesehen, wie sie sagte.

»Mit denen hängt Brian fast jeden Tag ab«, erklärte sie. »Sie kommen hin und wieder auch hierher. Spielen Karten und so.« Ihre Miene drückte deutliches Missfallen aus. »Und ich muss sie bedienen und mir ihre dreckigen Witze anhören.«

»Wie heißen sie?«, erkundigte ich mich.

Ethel rümpfte die Nase. »Das sollte ich Ihnen lieber nicht sagen. Wenn Brian erfährt, dass Sie hier waren, ich Sie in seine Wohnung gelassen und Ihnen die Namen seiner Freunde genannt habe, dann ist was fällig.«

»Er wird von uns nicht erfahren, dass wir mit Ihnen gesprochen haben«, versicherte ihr Phil.

Trotzdem zögerte sie. Sie schien keinen Grund zu sehen, uns zu vertrauen. In den Kreisen, in denen sich Brian Jeter bewegte, hatten wir keinen allzu guten Ruf. Ethel biss sich auf die Lippe.

Wir warteten. Ich sah ihr an, dass sie einen schweren Kampf mit sich austrug.

»Na schön«, sagte sie geplagt. »Na schön … Also gut …« Sie litt merklich. »Terry Norton und Jake Gamblin. Sind Sie endlich zufrieden?«

Phil schüttelte den Kopf. »Die Adressen fehlen noch.«

»Also, die weiß ich nun wirklich nicht.« Das klang nun echt und ehrlich. Diesmal log sie bestimmt nicht. »Ich habe nur mal aufgeschnappt, dass sie gern in einer Lapdance-Bar namens Pink Pussy abhängen.«

Da mit Sicherheit nicht mehr aus ihr herauszukriegen war, erlösten wir sie endlich von unserer unangenehmen Gesellschaft.

***

Chester Banks fluchte und tobte, seit er wusste, welchen Schaden er zu verkraften hatte. Der Verlust von 500.000 Dollar brachte ihn zwar nicht um. Er war schließlich mehrfacher Millionär, und mit ein paar klugen finanziellen Schachzügen ließ sich die »Wunde«, die ihm die G-men geschlagen hatten, rasch wieder schließen. Das war nicht das Problem.

Was ihn so sehr auf die Palme brachte, war, dass es jemand gewagt hatte, ihm etwas wegzunehmen. »Wer sich an meinem Eigentum vergreift, dem hacke ich persönlich die Pfoten ab!«, hatte er schon mal gesagt, und das war nicht nur so dahergeredet gewesen. Er hatte es todernst gemeint.

Im Moment tigerte er in seinem riesigen Penthouse wütend hin und her. »Wie heißen die Typen vom FBI, Alden?«, wollte er wissen.

»Cotton und Decker«, antwortete Alden Wilcox, sein engster Vertrauter. »Special Agent Jerry Cotton und Special Agent Phil Decker«, präzisierte Wilcox.

»Die haben sich mit dem Falschen angelegt!«, wetterte Chester Banks mit zornsprühenden Augen. »Ich will, dass Köpfe rollen, Alden!«

Alden Wilcox nickte. »Okay.« Er hatte mit dieser Reaktion gerechnet.

»Woher wussten diese FBI-Nullen von der Ware?«

Wilcox zuckte mit den Achseln. »Vielleicht hat jemand aus Willards Umfeld geplaudert«, sagte er. »Oder dein Bruder selbst.«

Chester Banks blieb stehen, kniff die Augen zusammen und ballte die Hände zu Fäusten. »Wir werden ihm wehtun, Alden. Wir werden Willard verdammt wehtun.«

Wilcox zog die Brauen hoch. »Und wie soll das konkret aussehen?«, erkundigte er sich. »Was schwebt dir vor?«

»Wir werden dem Hurensohn Angst machen«, erklärte Chester Banks mit hassloderndem Blick. »Wenn unter seinen Männern das große Sterben ausbricht, wenn einer seiner Vertrauten nach dem andern das Zeitliche segnet, wird Willard sich zunächst ziemlich kräftig einpissen und zu guter Letzt selbst den Löffel abgeben.«

***

Als wir die Lapdance-Bar Pink Pussy betraten, empfing uns laute Musik. Dumpfe Bässe dröhnten uns die Ohren voll. Gitarren jaulten. Saxophone winselten. Auf von grölenden Männern umringten Tischen tanzten heiße Mädchen mit begnadeten Körpern. Sie waren ungemein rassig, so geschmeidig wie Klapperschlangen und trugen briefmarkengroße Bikinis. Ihre Bewegungen waren elektrisierend erotisch. Worauf sie damit abzielten, war klar, und die schwitzenden Kerle sprachen darauf auch wunschgemäß an.

Terry Norton und Jake Gamblin hatten in diesem Moment die Lapdance-Bar betreten. Allerbestes Timing, durchzuckte es mich. Jetzt brauchen wir nicht erst lange auf sie zu warten.

Noch hatten sie uns nicht bemerkt. Ihre Blicke waren auf eine blonde Tänzerin gerichtet, die soeben einladend in die Hocke ging und dem interessierten Betrachter so einiges offenbarte.

Norton griff sich in den Schritt und sagte zu Gamblin: »Ich muss mal auf die Toilette.«

Bei dem Lärm war das natürlich nicht zu hören, aber ich konnte es von seinen Lippen ablesen.

Die Ganoven trennten sich. Gamblins Blick blieb leider nicht so lange an der Blondine hängen, wie wir uns das gewünscht hätten.

Seine Augen begaben sich auf die Suche – und fanden uns. Das war klarerweise ein ziemlicher Schock für ihn. Er wurde so blass, als hätte man ihn tot aus dem Hudson River gezogen, und dann flammte in seinen Pupillen Panik auf. Er wirbelte herum, als wollte er eine eindrucksvolle Pirouette drehen, und flitzte aus dem Lokal.

»Los, Phil!«, zischte ich. »Hinterher!«

Wir mussten auf dem Weg zum Ausgang mehrere Gäste zur Seite schubsen. Einigen war das egal. Andere bedachten uns mit unfeinen Flüchen.

Als wir endlich draußen waren, war Jake Gamblin verschwunden. Fast hätte man meinen können, er hätte sich in Luft aufgelöst.

Wir kehrten unzufrieden ins Pink Pussy zurück. Da wir Gamblin nicht kriegen konnten, wollten wir uns Norton krallen. Wo der zu finden war, wussten wir. Um der Situation das nötige Gewicht zu verleihen, zog ich meine SIG. Ich hatte zwar nicht vor, sie auf Norton abzufeuern, aber das konnte er ja nicht wissen.

Phil öffnete die Tür. Norton stand am Handwaschbecken, wie es sich gehörte.

Ich drückte ihm meine Pistole in den Rücken.

Er erstarrte. »Was, zum Teufel …«

»Wir freuen uns auch, dich wiederzusehen«, sagte mein Partner eisig.

»Mach jetzt bloß keinen Blödsinn, Norton«, warnte ich den Gangster.

»Sieh nach, was er so alles an Hardware bei sich trägt, Phil«, verlangte ich.

Mein Partner fand einen Revolver, einen Schlagring und ein Jagdmesser. Norton protestierte nicht, als Phil ihm das Zeug abnahm, und er ließ sich auch wortlos abführen. Er fragte nicht einmal nach dem Grund, denn er kannte ihn.

***

Horace McPhersons kaffeebrauner Mercedes verwandelte sich mit Donnergetöse in einen orangeroten Feuerball. Die Sprengkraft war so gewaltig, dass Willard Banks von der heißen Druckwelle zu Boden geschleudert wurde.

Fluchend landete der Drogenbaron zwischen zwei Fahrzeugen. Der Stoff seines teuren Maßjacketts zerriss über den Ellenbogen.

Er schützte seinen Kopf mit den Armen, während ringsherum scharfe Blech- und spitze Eisenteile wie Granatsplitter einschlugen.

Die Explosion zerstörte nicht nur Horace McPhersons Mercedes, sondern auch die benachbarten Autos. Sie wurden zur Seite gedrückt, ihre Fenster barsten und sie standen augenblicklich in Flammen.

Die automatische Sprinkler-Anlage schaltete sich ein. Wasser strömte aus Hunderten von Düsen. Willard Banks stand auf einmal im Regen.

Wasser gelangte in seinen Mund. Er spuckte es aus. Leute kamen angerannt: Parkhaus-Personal, Menschen aus dem Fitness-Center. Feuerlöscher kamen zum Einsatz. »Sir!«, rief jemand. »Sir, sind Sie verletzt?« Der Mann war vom Sicherheitsdienst. Jetzt erkannte er den klatschnassen Willard Banks. »Oh, Mister Banks. Sind Sie okay?«

Banks stand auf.

»Warten Sie«, stieß der Sicherheitsmann diensteifrig hervor. »Ich helfe Ihnen.«

»Nicht nötig«, wehrte Banks ab.

»Kommen Sie, Mister Banks«, sagte der Sicherheitsmann dennoch. »Sie müssen weg von hier. Es könnten weitere Treibstofftanks explodieren.«

Fünf Minuten später saß Willard Banks in einem Taxi und war unterwegs nach Hause. Daheim schaltete er sogleich den Fernsehapparat ein und sah sich die ersten Berichte an.

Er zog sich um und rubbelte mit einem Handtuch sein nasses Haar trocken, während er sich den Schwachsinn der Kommentatoren anhörte. Man versuchte den Sprengstoffanschlag, der Horace McPherson das Leben gekostet hatte, allen möglichen in- und ausländischen radikalen Untergrundbewegungen oder Terrornetzen anzuhängen.

Doch Willard Banks wusste, wer wirklich dahintersteckte. »Schlecht informiert seid ihr Idioten immer gut«, sagte er abschätzig. »Der Anschlag geht einzig und allein auf Chesters Konto. Mein gottverdammter Bruder zeichnet dafür verantwortlich. Weil ich ihm ein Fünfhunderttausend-Dollar-Geschäft versaut habe. Das ist genau seine Art, sich zu revanchieren.«

Er schaltete das Fernsehgerät ab und überlegte, wer nun an Horace McPhersons Stelle nach San Diego fliegen sollte. Jedem konnte er nicht trauen.

Er hatte mit Horace McPherson einen zuverlässigen Mann verloren. Es wird nicht leicht sein, diese Lücke zu schließen, ging es ihm durch den Kopf. Das weiß Chester. Deshalb hat er ja Horace und nicht irgendeinem anderen die Bombe ins Auto gepackt.

Seine Lippen wurden schmal. »Chester, du verdammter Bastard«, knurrte er, »das wirst du mir büßen.«

***

Terry Norton hatte wenig später nichts dagegen, dass wir das Verhör im Field Office aufzeichneten. Aber er war nicht sehr gesprächig. Er sagte nur das, was wir ohnedies schon wussten. Zu weiteren Äußerungen war er nicht zu bewegen, und wenn wir ihn unter Druck zu setzen versuchten, erklärte er stereotyp: »Ich sage nichts mehr ohne meinen Anwalt.«

Phil seufzte. »So kommen wir nicht weiter.«

Terry Norton lächelte dünn. »Tut mir echt leid für euch.« Er lehnte sich zurück und schien sehr mit sich zufrieden zu sein.

»Ich hatte gehofft, du würdest kooperativer sein«, sagte mein Partner.

»Warum sollte ich?«, fragte Norton.

Phil hob die Schultern. »Wegen der mildernden Umstände, die es dann vor Gericht für dich geben würde.«

Norton zog die Mundwinkel nach unten. »Ich brauche keine mildernden Umstände.«

»Du hast immerhin auf zwei FBI-Agents geballert«, sagte ich.

»Ich hab doch nicht auf euch geschossen«, erwiderte Norton entrüstet.

»Ach was«, sagte Phil. »Auf wen denn?«

»Auf niemand«, behauptete Norton allen Ernstes. »Ich hab einfach nur meine Knarre rattern lassen, um euch zu erschrecken.«

»Hat auch prima funktioniert«, sagte ich.

»Vielleicht hatte ich auch ’nen Blackout. Was weiß ich. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ihr unverletzt geblieben seid. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn euch eine verirrte Kugel erwischt hätte.«

»Mir kommen auch gleich die Tränen«, gab Phil zynisch zurück.

Norton strich sich das Haar aus der Stirn und gähnte laut. »So gern ich mich mit euch unterhalte … Ich würde jetzt doch lieber eine kleine Pause machen.«

Phil bleckte die Zähne. »Strengt an, so viel zu lügen, wie?«

Norton sprach in die Kamera.

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