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Jerry Cotton - Folge 2882

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Die Nacht der vier Morde
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Die Nacht der vier Morde

Es war dunkel und kühl. Jason McRoverty unterdrückte ein Gähnen. Er ging über den Parkplatz auf seinen Wagen zu.

Es war spät. McRoverty war mal wieder der Letzte, der das Labor verließ. Aber ihm gehörte die Firma schließlich und der Tag hätte für ihn gerne die doppelte Anzahl von Stunden haben können. Er erreichte den Wagen. Im Schein der Beleuchtung sah er etwas, das im ersten Moment wie ein Schatten auf seiner Motorhaube aussah.

»Oh nein, nicht schon wieder«, entfuhr es ihm, nachdem er näher herangetreten war und sah, worum es sich wirklich handelte. Jemand hatte mit schwarzer Farbe MÖRDER!!!!! mit fünf Ausrufungszeichen auf den metallicfarbenen Lack gesprüht.

McRoverty setzte sich auf den Fahrersitz, legte den Aktenkoffer auf den Beifahrersitz und atmete erst einmal tief durch.

Das hat mir zu all dem Stress heute noch gefehlt, ging es ihm durch den Kopf. Es war nicht das erste Mal, dass jemand seinen Wagen beschmierte. Immer »Mörder« mit fünf Ausrufungszeichen. Die könnten sich auch mal etwas Neues ausdenken, diese selbsternannten Weltverbesserer, dachte er. McRoverty betrieb ein Pharma-Labor. Nach einer steilen Karriere in Forschung und Industrie hatte sich der Pharmakologe selbstständig gemacht, und seine Firma MPR – McRoverty Pharma Research Ltd. – war eine gefragte Adresse. Er konnte sich vor Aufträgen kaum retten. Zweihundert Angestellte arbeiteten inzwischen für McRoverty.

Daran, dass nicht jedem gefiel, was in den Labors von MPR geschah, hatte er sich gewöhnt. Manchen war das Wohlergehen von Laborratten und Versuchsaffen eben wichtiger als der medizinische Fortschritt, der vielleicht unzählige Menschen von schwerwiegenden Leiden heilen oder deren Entstehung schon im Vorhinein verhindern konnte.

McRoverty hatte für diese radikalen Tierschützer kein Verständnis. Erst vor ein paar Wochen hatten die seine Handynummer herausgefunden und ihm das Smartphone mit unfreundlichen Nachrichten überschwemmt, bis der Speicher überlief.

Aber schlimmer waren die Lackschäden an seinem Wagen. Dreimal hatte er das MÖRDER!!!!! mit den fünf Ausrufungszeichen schon entfernen lassen müssen. Finanziell war das eine Kleinigkeit. Er hatte mehr Geld, als er im Rest seines Lebens ausgeben konnte. Aber McRoverty war ein sparsamer Mann.

Es ärgerte ihn einfach, Geld für so etwas Unnützes auszugeben wie eine Lackierung, die nur deswegen erfolgen musste, weil irgendwelche zerstörungswütige Vandalen ihm ihre Meinung aufzudrängen versuchten.

McRoverty fühlte, wie sein Herz raste.

Der Stress der letzten Zeit hatte ihn sowieso schon ziemlich mitgenommen. Er hatte entschieden zu viel gearbeitet und hätte eigentlich dringend eine Erholungspause nötig gehabt. McRoverty dachte an das Ferienhaus auf Long Island, das er sich als Anlageobjekt zugelegt hatte. Er war nur selten dort gewesen. Und seit er seine eigene Firma hatte, eigentlich kaum noch. Es blieb einfach keine Zeit.

Ganz ruhig!, dachte er. Diese Idioten mit ihrem Geschmiere auf meinem Wagen sollten nicht der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt und dafür sorgt, dass ich meinen ersten Herzinfarkt bekomme!, ging es ihm durch den Kopf. Er griff in die Innentasche seines Jacketts, holte seine Tabletten hervor und nahm eine davon. Einen Augenblick schloss er die Augen.

Langsam sank sein Puls wieder. Er beruhigte sich.

Plötzlich sah McRoverty die Silhouette eines Mannes im Schein der Parkplatzbeleuchtung. Zumindest glaubte er dem Körperbau nach, dass es ein Mann sein musste. Die Schultern waren ziemlich breit. Er trug eine Lederjacke, darunter ein Kapuzenshirt. Die Kapuze war über den Kopf gezogen, sodass das Gesicht vollkommen im Dunkeln lag.

Der Mann kam auf seinen Wagen zu, klopfte gegen die Scheibe. »Mister McRoverty?«

»Was wollen Sie?«

Der Mann mit der Kapuze griff unter seine Jacke. Eine Pistole kam zum Vorschein. Auf den Lauf war ein Schalldämpfer aufgeschraubt. Der Mann setzte die Waffe an das Fenster und drückte ab.

Die Scheibe des Seitenfensters zersplitterte und McRoverty sackte in sich zusammen. Der Kopf fiel blutüberströmt auf das Lenkrad. Die Hupe dröhnte los. Der Mann mit der Kapuze beeilte sich nicht einmal, als er davonging.

***

Unser Chefballistiker Dave Chesnut war der Letzte, der an diesem Morgen im Büro von Mr High eintraf. Meine Kollegen Phil Decker, Steve Dillaggio und »Zeery« Zeerookah hatten bereits am Konferenztisch Platz genommen. Walter Stone, ein Innendienstler aus unserer Fahndungsabteilung, schloss gerade den Beamer an einen Laptop an. Helen hatte ihren berühmten Kaffee serviert und ich nahm erst einmal einen Schluck davon, in der Hoffnung, dass ich dadurch richtig wach würde.

Eine groß angelegte Observation saß uns allen noch in den Knochen. Wir hatten uns mehrere Nächte um die Ohren geschlagen, um Gerry Dominguez, einen Drogenboss, Veranstalter illegaler Wettgeschäfte und Betreiber eines Prostituiertenrings, zu überführen. Leider war uns das nicht gelungen. Der Tipp, den wir in Bezug auf ein bevorstehendes Drogengeschäft erhalten hatten, war ganz offensichtlich falsch gewesen, und die Kollegen, die hauptsächlich mit dem Fall befasst waren, rätselten noch darüber, ob da vielleicht jemand die Absicht gehabt hatte, das FBI Field Office New York nach Strich und Faden zu blamieren.

»Man kann nicht immer gewinnen«, meinte Phil, nachdem er bisher die ganze Zeit über geschwiegen hatte. Schon als ich ihn an diesem Morgen wie üblich an der bekannten Ecke abgeholt hatte und mit ihm zum Field Office gefahren war, war Phil sehr wortkarg gewesen.

Was an den letzten Abenden geschehen war, beschäftigte ihn offenbar immer noch – oder besser gesagt das, was nicht geschehen war.

»Irgendwann kriegen wir Dominguez!«, sagte Steve Dillaggio mit grimmiger Entschlossenheit. Der flachsblonde Italoamerikaner war nach unserem Chef der zweite Mann im Field Office und hatte den Fall Dominguez über lange Zeit hinweg maßgeblich vorangetrieben. Dass ihm die Geschehnisse der letzten Nacht gehörig gegen den Strich gingen, konnte ich gut nachvollziehen. Mir ging es schließlich genauso.

Ich hoffte nur, dass er mit seinen Worten recht behalten würde.

Jemand wie Dominguez war eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Und abgesehen davon, dass die Kleindealer, die er unter seinen Fittichen hatte, Drogen an Schulkinder verkauften, war er auch immer wieder in gewaltsame Auseinandersetzungen mit anderen Zuhältern verwickelt. Wir wussten, dass er in enger Verbindung zu mindestens einem Mord stand, der sich in der Bowery zugetragen hatte.

Und auch wenn es mich gehörig störte, dass uns die Hände gebunden waren und wir nichts tun konnten, so etwas musste man wohl sportlich nehmen. Und sportlich nehmen bedeutete: akzeptieren, dass man nicht immer gewinnen konnte, aber nie aufgeben.

Mr High hatte sein Telefonat beendet.

»Schön, dass Sie da sind, Dave«, wandte er sich an Dave Chesnut, den Helen inzwischen auch mit einem Kaffeebecher versehen hatte. Die Sekretärin unseres Chefs wandte sich noch kurz an den Chef. »Ab jetzt keine Anrufe, Mister High?«

Mr High nickte. »Für die nächste halbe Stunde. Ausnahme gibt’s nur für Washington, aber nicht für den Bürgermeister oder den Gouverneur.«

»Ja, Sir«, sagte Helen.

Nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, begann Mr High ohne Umschweife damit, uns darzulegen, worum es ging.

»Vor ein paar Tagen – genauer gesagt, am Freitag dem dreizehnten – sind hier in New York in einer einzigen Nacht vier Männer ermordet worden. Sie werden sagen, das ist schlimm, doch nicht so außergewöhnlich, wie ich es Ihnen hier darstelle. Aber die ballistischen Untersuchungen haben inzwischen ergeben, dass in allen vier Fällen dieselbe Tatwaffe verwendet wurde. Wir müssen also davon ausgehen, dass es sich auch um denselben Täter handelt. Walter …«

Walter Stone aktivierte jetzt den Beamer. Er projizierte einen Stadtplan von New York an die Wand. Der Ausschnitt hatte einen ziemlich großen Maßstab. Im Westen reichte er bis Union City, im Osten war noch ein ganzes Stück von Long Island mit drauf.

Vier Stellen waren markiert.

»Das sind die vier Tatorte«, erklärte Walt. »Der Täter hat gewissermaßen eine Runde durch die Stadt gemacht. Angefangen hat er am frühen Abend im Central Park am Heckscher Playground. Dale Jenkins, ein erfolgreicher Manager, hat sich dort ein paar Minuten auf einer der Bänke vom Joggen ausgeruht. Gegen 18.30 Uhr wurde von Passanten bemerkt, dass er tot ist. Ihm wurde von hinten ins Herz geschossen.«

»Es hat niemand etwas mitbekommen?«, fragte ich. »Um diese Zeit ist am Heckscher Playground doch immer viel los.«

»Vielleicht gerade deshalb, Jerry«, sagte Walt. »Es hat niemand auf den Mann auf der Bank geachtet. Die Aussagen, die die zunächst zuständige Homicide Squad dazu aufgenommen hat, sind sehr widersprüchlich.«

Dave Chesnut meldete sich nun zu Wort. »Wir gehen davon aus, dass ein Schalldämpfer benutzt wurde«, erklärte er.

»Die Waffe ist kleinkalibrig«, erklärte Walt. »Der Schuss kam von schräg hinten, ging durch das Herz und blieb im Brustbein stecken. Es gab keine Austrittswunde. Sonst hätte das Opfer stärker geblutet und wäre früher aufgefallen.«

»Wie lange war das Opfer schon tot, als der Mord bemerkt wurde?«, wollte Phil wissen.

Walt zuckte mit den Schultern. »Die Kollegen der City Police gehen von einem Zeitraum von nicht mehr als einer halben Stunde aus. Und das scheint sich auch mit dem Bericht der Gerichtsmedizin zu decken. Also war der Mörder irgendwann zwischen 18.00 und 18.30 Uhr am Tatort und hat dann aus unmittelbarer Nähe geschossen, sodass eventuellen Zeugen durch den Rücken des Opfers die Sicht auf die Waffe versperrt gewesen sein dürfte.«

»Schlimm, dass so etwas möglich ist!«, meinte Steve Dillaggio. »Ein Mord mitten in einem Park und unter Hunderten von möglichen Zeugen – und niemand hat zunächst bemerkt, was geschehen ist!«

»Die Reise dieses Killers ging danach nach Brooklyn«, berichtete Walt. »Dort hat er den Anwalt Arnold Gorney in einer Seitenstraße erschossen. Gorney hatte dort gerade seinen Wagen abgestellt und war ausgestiegen.«

»Wieder keine Zeugen?«, fragte ich.

»Keine, die bis jetzt ermittelt werden konnten«, bestätigte Walt meine Befürchtung. »Aber die Mordstour unseres unbekannten Killers ging in dieser Nacht noch weiter. Um 23.30 Uhr passte er den Pharmakologen und Betreiber eines selbstständigen Labors, Jason McRoverty, auf dem Parkplatz seiner Firma in Queens ab und erschoss ihn durch die Scheibe seines Wagens.« Walt deutete auf die entsprechende Markierung auf der Übersicht. Dann blendete er ein Foto ein, das die metallicfarbene Motorhaube einer Limousine zeigte. »Das ist McRovertys Wagen«, erläuterte Walt.

»MÖRDER!!!!!, in Großbuchstaben und mit fünf Ausrufungszeichen!«, stellte Zeery fest. »Da scheint jemand einen ziemlich großen Hass auf diesen McRoverty gehabt zu haben!«

»Das kann man wohl sagen«, nickte Walt.

»Weiß man, wer das dort hingeschmiert hat?«, wollte Zeery noch wissen.

Walt hob die Augenbrauen. »McRoverty hatte immer wieder mal Probleme mit radikalen Tierschützern, die ihn wegen der Tierversuche in seinem Labor angegangen sind. Er hat Drohungen erhalten, und der Wagen ist auch nicht zum ersten Mal neu lackiert worden.«

»Normalerweise wären diese Tierschützer dann doch die erste Adresse, an die wir uns halten würden«, meinte Phil.

»Nur gibt es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Tierschützern und den anderen Mordfällen«, gab Walt zu bedenken. »Kommen wir zum letzten Opfer. Es handelt sich um Dr. Roger Nolan, einen Arzt für innere Medizin und Endokrinologie, der am Bethesda Hospital praktiziert. Er kam nach der Nachtschicht gegen fünf Uhr morgens nach Hause – und dort muss der Täter bereits auf ihn gewartet haben.« Walt zeigte uns erneut den Stadtplan. Die Markierung war ziemlich weit im Norden. »Dr. Nolans Haus befindet sich in Riverdale, Bronx. Er fuhr in seine Einfahrt, stieg aus und wurde durch zwei Schüsse getötet. Wiederum wurde offenbar eine Waffe mit Schalldämpfer verwendet.«

»Zu den Erkenntnissen, die es über die Waffe selbst inzwischen gibt, können Sie uns ja vielleicht etwas mehr sagen, Dave«, wandte sich Mr High an unseren Chefballistiker Dave Chesnut.

Dave Chesnut hatte die Mappe mit dem Bericht des ballistischen Labors vor sich liegen. »Ich habe die entsprechenden Tests nicht selbst durchgeführt. Dafür sind die Kollegen der Scientific Research Division verantwortlich. Aber ich will Ihnen den Stand der Dinge, wie er in deren Bericht zum Ausdruck kommt, kurz zusammenfassen. Dieselbe Waffe wurde bereits benutzt. Sie spielt bei einer Schießerei zwischen zwei Zuhältern und ihrem Gefolge eine Rolle und außerdem in einem Mordfall, bei dem das Opfer ein Freier war, der die Dienste eines Callgirl-Rings in Anspruch nehmen wollte.«

»Mit anderen Worten, dieser Fall hat einen deutlichen Bezug zum organisierten Verbrechen, weswegen man ihn auch uns übertragen hat«, stellte Mr High fest.

»Nur sitzen die beiden Zuhälter, deren Gangs in die Schießerei verwickelt waren, derzeit auf Rikers Island und kommen als Tatverdächtige nicht in Frage«, stellte Walt fest. »Und was den ungeklärten Mord an dem Freier angeht, tappen die Kollegen auch im Dunkeln.«

»Könnte es nicht sein, dass die Waffe weiterverkauft wurde und die Morde aus der Nacht von Freitag dem dreizehnten von jemand ganz anderem begangen wurden, der nur dumm genug war, sich eine heiße Waffe andrehen zu lassen?«, fragte Phil.

Mr High nickte. »Diese Möglichkeit sollten wir auf keinen Fall außer Acht lassen«, fand er.

»Allerdings deutet doch einiges auf einen Profi hin«, glaubte Zeery. »Der Schalldämpfer und vor allem die Akribie, mit der offenbar die persönlichen Lebensumstände und Gewohnheiten der Opfer zuvor ausgekundschaftet worden sein müssen!«

»Dem kann ich nur zustimmen«, stellte Walt klar. »Der Täter wusste genau, wann und wo er seine Opfer antreffen konnte. Er wusste, wann Dr. Rogers von seiner Nachtschicht kommt und Dale Jenkins zwischen einem Tag voller Geschäftstermine mal eine halbe Stunde Zeit zum Joggen hat. Dasselbe gilt für McRoverty, bei dem bekannt war, dass er immer als Letzter das Labor verließ.«

»Und dieser Gorney?«, hakte ich nach.

Walts Augen wurden schmal. Eine Falte bildete sich auf seiner Stirn. Er überflog noch einmal einen Computerausdruck, den er neben dem Laptop auf den Tisch gelegt hatte. »Arnold Gorney fällt etwas aus dem Rahmen«, gab er zu. »Er hat sein Büro in Midtown Manhattan gehabt und wohnte in Chelsea. Was er in Brooklyn eigentlich wollte, haben die Kollegen in der Kürze der Zeit nicht herausfinden können.« Walt zoomte das Gebiet um die Seitenstraße etwas näher heran, in der der Mord geschehen war. »Es handelt sich um ein Wohngebiet der Mittelklasse. Vielleicht hat dort ein Mandant gewohnt, den er zu Hause besucht hat.«

»Auf jeden Fall ist Gorney vermutlich regelmäßig dort gewesen«, mutmaßte ich. »Zumindest wenn es stimmt, was wir annehmen, und der Killer ihn erst ausgekundschaftet und dann in der Nacht von Freitag dem dreizehnten dort erwartet hat.«

»Gehört alles zu den Dingen, die noch herauszufinden wären«, fasste Mr High zusammen. »Jedenfalls kommt es vielleicht öfter mal vor, dass in einer Acht-Millionen-Stadt wie New York City vier Menschen in einer Nacht getötet werden – aber nur selten von ein und demselben Täter. Leider haben die Medien von der Sache Wind bekommen und bauschen das jetzt ziemlich auf, was wiederum dazu führt, dass mich der Bürgermeister schon dreimal angerufen hat, um sich nach dem Fortgang der Ermittlungen zu erkundigen, noch bevor ich überhaupt die bisherigen Ermittlungsakten vorliegen hatte.« Mr High ließ den Blick schweifen. »Aber wir lassen uns von öffentlichem Druck nicht beeinflussen. Wir machen einfach unseren Job nach alle Regeln der Kunst. Damit kommt man immer am weitesten!«

»Gibt es irgendwelche Anzeichen dafür, dass dieser Täter vielleicht noch andere Personen auf seiner Liste hat?«, fragte ich.

Walt beantwortete meine Frage mit einem Kopfschütteln. »Die Tatsache, dass alle diese Morde in einer Nacht durchgeführt wurden, lässt das eher nicht vermuten.«

Phil nickte. »Der Täter hatte es offenbar eilig. Fragt sich nur, warum.«

»Das Problem an diesem Fall ist, dass es bislang außer der Tatwaffe keinen Zusammenhang zwischen den Opfern zu geben scheint«, erklärte Mr High. »Wenn er kein Psychopath ist, der wahllos tötet oder mit dem Finger die Spalten im Telefonbuch abfährt, um sich jemanden auszusuchen, dann muss es da etwas geben, was die Fälle miteinander verbindet.«

»Was nicht heißt, dass es so etwas nicht auch schon gegeben hätte«, sagte Steve, und als er Mr Highs irritierten Blick zur Kenntnis nahm, fügte der Italoamerikaner noch hinzu: »Einen Täter, der wahllos tötet, meine ich.«

***

Wir telefonierten ausführlich mit einigen Beamten der verschiedenen New Yorker Polizeireviere, die für die Erstermittlungen zuständig gewesen waren, bevor sich herausgestellt hatte, dass diese scheinbar unzusammenhängenden Morde mit derselben Waffe verübt worden waren. Außerdem sahen wir uns intensiv das bisher gesammelte Beweismaterial an. Viel kam da nicht zusammen.

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