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Jerry Cotton - Folge 2879

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Das Feuer der Rache
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Das Feuer der Rache

Sie wusste, dass sie sterben würde. Ihr verzweifelter Blick wanderte über die blutigen Spuren im Zimmer, während Susan sich verzweifelt aufzurichten versuchte. Doch die brutalen Schläge hatten fast alle Knochen in ihrem Leib zertrümmert.

»Warum? Warum wir?«, flüsterte sie.

Es waren die letzten Worte, die Susan Fletcher in ihrem Leben äußerte. Sie starb nur wenige Minuten nach ihrem Mann und den beiden minderjährigen Kindern. Zur gleichen Zeit zog ihr Mörder ein Mobiltelefon aus seiner Jacke und rief seinen Auftraggeber an.

Der Anblick in dem Haus der Fletchers war grausam. Selbst nach vielen Jahren im Dienst des FBI konnte ich mich nicht daran gewöhnen, dass Menschen sich derartige Grausamkeiten zufügten. Der Detective der Mordkommission stand neben uns und wartete auf meine Reaktion.

»Sie haben recht, Detective. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Bruno Roland für diese Taten verantwortlich ist«, sagte ich.

Der grauhaarige Ermittler des NYPD schaute erst zu mir und dann zu Phil, bevor er antwortete.

»Aber sollte Roland nicht für immer weggesperrt sein?«, fragte er.

Roland war für seine Taten in die geschlossene psychiatrische Abteilung eines Staatsgefängnisses in der Nähe von Boston gesperrt worden. Siebzehn Menschenleben gingen damals schon auf sein Konto, und die dabei gezeigte Brutalität sorgte dafür, dass mehrere Gutachter Roland für nicht therapierbar hielten. Damit schied er als möglicher Täter eindeutig aus.

Es war jedoch genauso unwahrscheinlich, dass wir es mit einem sogenannten Trittbrettfahrer zu tun hatten. Einige der Details waren nur Roland und den Ermittlern bekannt. Sie wären zu grausam gewesen, um sie auch nur im Prozess zur Sprache zu bringen. Da Bruno Roland nach seiner Verhaftung freiwillig ausgesagt hatte, konnte der Prozess sich auf das Notwendigste beschränken.

»Darum kümmere ich mich«, sagte Phil.

Phil ging einige Schritte zur Seite und zog sein Mobiltelefon aus der Jacke, um die Anwesenheit des Serienmörders in der geschlossenen Abteilung zu überprüfen. Während mein Partner das wichtige Telefonat führte, betrachtete ich nochmals das Wohnzimmer, das wie ein Schlachtfeld aussah. Genau wie Roland hatte auch dieser Mörder seine Opfer lange Zeit gequält und mit Schlägen traktiert, bevor er ihnen endgültig die Kehlen durchgeschnitten hatte.

»Es gibt ein Problem, Jerry. Roland soll bei einem Brand in der geschlossenen Anstalt ums Leben gekommen sein«, sagte Phil.

Der Detective und ich tauschten einen verblüfften Blick aus, nachdem mein Partner uns die überraschende Neuigkeit mitgeteilt hatte. Ich erinnerte mich, von dem Brand gehört zu haben. Damals hatte es offenbar einige Tote unter den Inhaftierten gegeben, zu denen scheinbar auch Bruno Roland gehört hatte. Wie auf ein stummes Kommando hin schauten wir alle drei gleichzeitig auf die tote Susan Fletcher. Konnte es wirklich angehen?

»Das hier würde einen Sinn ergeben, wenn Roland nicht tot wäre«, sagte der Detective.

Er sprach aus, was jedem von uns in diesem Augenblick durch den Kopf ging. Konnte es wirklich so einfach sein? Mich beschlich ein sehr ungutes Gefühl, und daher rief ich bei Mr High an. Unser Chef saß in einer Besprechung mit anderen Kollegen, doch er spürte die Dringlichkeit in meiner Stimme, sodass er das Gespräch trotzdem annahm.

»Was ist passiert, Jerry?«, fragte er.

Ich schilderte ihm, was uns am Tatort erwartet hatte. Anschließend berichtete ich von dem Brand im Gefängnis, bei dem angeblich auch Bruno Roland ums Leben gekommen sein sollte.

»Die Indizien hier sprechen eine deutliche Sprache, Sir. Niemand außer uns und Roland kennt die einzelnen Grausamkeiten, die er seinen früheren Opfern zugefügt hat. Dennoch finden sich alle diese Hinweise auch bei der Familie Fletcher«, sagte ich.

Wir sprachen nur einen kurzen Augenblick über diese Merkwürdigkeiten, bevor der Chef uns ganz offiziell die Ermittlungen übertrug. Er wollte, dass Phil und ich persönlich nach Boston flogen, um die wirklichen Umstände des Brandes aufzuklären. Der offizielle Bericht schien einige Lücken aufzuweisen, weshalb diese Maßnahme für ihn erforderlich wurde. Nur drei Stunden nachdem wir an den Tatort der Familie Fletcher gekommen waren, stiegen Phil und ich in einen Linienflug nach Boston. Dort würde uns ein Kollege am Flughafen abholen, der sich bis dahin die Akten zu dem Brand im Gefängnis besorgt haben sollte.

»Wenn es nicht stimmt, dass Roland bei dem Brand ums Leben gekommen ist, müssen wir dann nicht auch die anderen Opfer anzweifeln?«, fragte Phil.

Dieser Gedanke drängte sich förmlich auf, und angesichts der Verbrecher, die in diesem Gefängnistrakt gesessen hatten, war es eine üble Vorstellung.

***

Der Kollege aus Boston fuhr mit uns direkt hinaus zu dem Gefängnis, das nur fünfzehn Meilen außerhalb der Stadtgrenze von Boston lag. Es befand sich auf einer Freifläche, sodass jeder Fluchtversuch nahezu aussichtslos erschien. Als wir die verschiedenen Tore passiert hatten und endlich neben dem Verwaltungstrakt anhielten, deutete Phil auf eine Baustelle.

»Das muss der Trakt sein, in dem Bruno Roland angeblich verbrannt ist«, sagte er.

Wir standen neben dem Buick und schauten auf die verkohlten Reste der Mauer, wohl wissend, dass dort eine menschliche Tragödie passiert sein sollte. Auch wenn Männer wie Roland fürchterliche Verbrechen begangen hatten, wünschte ihnen niemand einen Tod in den Flammen. Wenige Minuten später empfing uns der Direktor des Gefängnisses in seinem Büro.

»Ich verstehe nicht, wieso das FBI sich auf einmal für den Brand interessiert«, sagte er.

Er hieß Fred Taylor und wirkte äußerlich wie der Geschäftsführer eines mittleren Unternehmens. Taylor trug einen dunkelgrauen Anzug, der seine sportliche Figur unterstrich und gleichzeitig das dunkle Blau seiner Augen betonte.

»Special Agent Jerry Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Phil Decker. Wir haben einen brutalen Mehrfachmord in New York, der die Handschrift von Bruno Roland trägt. Nach Ihren Angaben kann das aber gar nicht sein, denn Roland soll schließlich bei dem Brand ums Leben gekommen sein. Haben Sie dafür eine Erklärung?«, sagte ich.

Für einen Moment konnte ich die selbstsichere Haltung von Taylor tatsächlich erschüttern. Die Finger der rechten Hand nestelten unruhig an einem Knopf seiner Jacke herum.

»Nein, Agent Cotton. Das kann ich natürlich nicht erklären, aber es kann unmöglich Bruno Roland sein«, antwortete Taylor.

Er forderte uns mit einer Geste auf, am Besprechungstisch Platz zu nehmen. Anschließend legte er mir den Ordner mit den Untersuchungsergebnissen auf den Tisch, in dem alle Erkenntnisse zu dem Brand aufgeführt waren.

»Lesen Sie sich die Berichte in aller Ruhe durch, Agent Cotton. Sie werden erkennen, dass wir alle Maßnahmen getroffen haben, um ganz sicher sein zu können. Alle fünfzehn Toten wurden eindeutig identifiziert«, sagte Taylor.

Ich blätterte zu den Untersuchungen der Rechtsmedizin, um mir zuerst den Bericht über Bruno Roland durchzulesen. Auf den ersten Blick schien es tatsächlich so zu sein, wie Taylor behauptete. Er hatte im Grunde auch keine Veranlassung, in diesem Zusammenhang etwas zu verschleiern. Wenn überhaupt, konnte ihm der Brand zur Last gelegt werden. Der war aber durch eine fehlerhafte Reparatur an einer elektrischen Leitung ausgelöst worden.

»Gibt es denn einen Mithäftling von Roland, der den Brand überlebt hat?«, wollte Phil wissen.

Es bestand immerhin die Möglichkeit, dass Bruno Roland sozusagen einen seiner Mithäftlinge in seine Schandtaten eingeweiht und dadurch zu einem Nachahmungstäter gemacht hatte.

»Nein, Agent Decker. Erstens war Roland immer allein in seiner Zelle, und zweitens sind mit ihm alle Häftlinge ums Leben gekommen, zu denen er Kontakt gehabt hat«, erwiderte Taylor.

Wir baten darum, uns auf der Baustelle umsehen zu dürfen, wo die Schäden des Brandes zurzeit behoben wurden. Zusammen mit dem Kollegen aus Boston inspizierten wir die Baustelle, ohne dabei auf irgendwelche Hinweise zu stoßen.

»So kommen wir auf keinen Fall weiter«, sagte ich.

Für mich stand fest, dass die Wahrscheinlichkeit geringer war, für den Mordfall Fletcher einen Trittbrettfahrer zu finden. So unwahrscheinlich es auch im Moment aussah, glaubte ich immer noch mehr an Bruno Roland als Täter. Ich besprach mich mit meinen Kollegen, die allerdings einige Zweifel äußerten.

»Wenn deine Annahme richtig wäre, dann müsste es mindestens einen Überlebenden bei diesem Brand gegeben haben. Dem widersprechen aber alle Untersuchungsergebnisse, und ich frage mich, wie du den Nachweis führen willst«, sagte Phil.

Mein Partner hatte natürlich recht und dennoch vertraute ich auf meine Instinkte. Ich ließ mir die Ordner mit allen Berichten von Direktor Taylor aushändigen und fuhr zusammen mit den Kollegen zum Field Office in Boston.

***

Für June Clark und Blair Duvall endete eine kurze Phase, in der sie sich um die Nachbearbeitung alter Fälle kümmern konnten. Mr High hatte ihnen die laufenden Ermittlungen im Mordfall der Familie Fletcher übertragen.

»Selbst wenn es ein sehr ungewöhnlicher Zufall sein sollte, dass der Mörder ohne jede Verbindung zu Roland diese Taten begangen hat, haben wir es mit einem sadistischen Psychopathen zu tun«, sagte June.

Sie saßen in ihrem Büro und überprüften den Hintergrund der Opfer. Es konnte natürlich sein, dass die Familie Fletcher eine rein zufällige Auswahl des Mörders gewesen war.

»Anna Fletcher war im letzten Jahr Zeugin in einem Prozess, bei dem es um diesen fürchterlichen Brand in einem Hotel gegangen ist. Erinnerst du dich?«, fragte June.

Ihr Partner schaute grübelnd zu ihr hinüber, bevor er schließlich den Kopf schüttelte. June erzählte von dem Brand in dem Hotel und den vielen Toten, die es dabei gegeben hatte. Anna Fletcher war eine der Brandsachverständigen gewesen, die vor Gericht zugunsten der Hotelgesellschaft ausgesagt hatte. Konnte es ein Zufall sein, dass sie und ihre Familie wenige Monate später einem dermaßen fürchterlichen Anschlag zum Opfer fielen?

»Du siehst einen Zusammenhang zwischen ihrer Aussage und dem Mord?«, fragte Blair.

Sie diskutierten über diese Möglichkeit, und da es ansonsten keine Auffälligkeiten im Leben der Familie Fletcher gab, sahen sie darin die größte Wahrscheinlichkeit. Sie meldeten sich ab und fuhren zu der Niederlassung der Versicherung, für die Anna Fletcher gearbeitet hatte. Dort nahm ein grauhaariger Mann sie in Empfang, der auch damals der Vorgesetzte von Fletcher gewesen war.

»Ermordet? Anna und ihre ganze Familie? Was ist denn da nur geschehen, Agent Clark?«, fragte der Mann.

June gab lediglich die Fakten weiter, die sie unbedenklich einem Außenstehenden anvertrauen konnte. Als sie dann auf das Gutachten von Anna Fletcher zu sprechen kam und den möglichen Zusammenhang zu dem Mord herstellte, reagierte der Versicherungsmanager fassungslos.

»Deswegen sind Sie hier, Agent Clark?«

»Es ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, denen wir nachgehen. Wir hätten gerne eine umfassende Akteneinsicht, um uns ein Bild zu verschaffen. Können Sie das arrangieren?«, erwiderte June.

Dieser Bitte konnte der Vorgesetzte von Anna Fletcher ohne Probleme entsprechen. Kurze Zeit später saßen June und Blair in einem Konferenzraum, um sich durch die alte Versicherungsakte zu arbeiten. Sorgsam studierten sie die Aufzeichnungen, die von Anna Fletcher angefertigt worden waren. Es gab keine offensichtlichen Abweichungen, die June oder Blair aufgefallen wären.

»Das hier sieht für mich danach aus, als wenn Fletcher einen sehr guten Job gemacht hätte. Es gibt doch überhaupt keine Zweifel, dass das Feuer durch einen Kurzschluss im vierten Stockwerk ausgelöst worden ist«, sagte Blair.

Seine Partnerin schloss sich seiner Einschätzung an und schlug daher vor, sich auf die Hinterbliebenen der Opfer zu konzentrieren.

»Wir sprechen mit ihnen und finden heraus, ob sich einer von ihnen durch dieses Gutachten schlecht behandelt fühlt. Es ist schon öfter vorgekommen, dass Angehörige einfach einen Schuldigen brauchen«, sagte June.

Sie nahm eine Aufstellung aller Namen mit, die als Hinterbliebene von Opfern für solche Ermittlungen in Betracht kam. Es gab insgesamt sechzehn Personen, die June und Blair überprüfen mussten. Sie konnten allerdings nur zehn davon persönlich vernehmen, da die restlichen sechs Personen in anderen Bundesstaaten lebten.

»Ich bitte die Kollegen in den anderen Staaten um Unterstützung«, sagte Blair.

Sobald sie wieder zurück in ihrem Büro im Field Office waren, teilten sich June und ihr Partner die Arbeit auf. Nachdem Blair eine entsprechende Anfrage um Amtshilfe an die Kollegen in den anderen Staaten geschickt hatte, begann er seinen Anteil der Liste abzutelefonieren. Blair und June gingen davon aus, dass man bereits bei einem Telefonat erkennen konnte, ob ein Hinterbliebener möglicherweise Rachegedanken gegen die Hotelgesellschaft, die Versicherung oder eben Anna Fletcher hegte.

***

Als wir am nächsten Tag im Gefängnis erneut nach dem Direktor fragen, reagierten die Angestellten deutlich abweisend.

»Man scheint sich über unser erneutes Auftauchen nicht sonderlich zu freuen«, sagte Phil.

Bei der Durchsicht der Akten war mir aufgefallen, dass es nur einen Brandsachverständigen gegeben hatte, der in einer engen Beziehung zum Direktor des Gefängnisses stand. Solche Beziehungen störten mich von Hause aus, und deswegen wollte ich der Sache auf den Grund gehen.

»Sollte hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen sein, dann wird es auch die Mannschaft von Direktor Taylor wissen«, erwiderte ich.

Für mich stand fest, dass es bei dem Brand einige ungeklärte Fragen gab. Seltsamerweise hatte sich aber bisher niemand dafür interessiert oder es war niemandem aufgefallen. Selbst die Kollegen aus Boston hatten sich einigermaßen erstaunt gezeigt, nachdem wir gemeinsam die Gutachten durchgegangen waren.

»Agent Cotton. Was führt Sie schon wieder zu mir?«, fragte Taylor.

Die dunkelblauen Augen des Mannes funkelten abweisend, und es war deutlich zu spüren, wie wenig er sich über unseren erneuten Besuch freute. Natürlich hatte der Mann sehr viel Stress, besonders da er neben den üblichen Aufgaben nun auch noch den Wiederaufbau des niedergebrannten Traktes zu überwachen hatte.

»Bei der Durchsicht der Akten sind mir einige Merkwürdigkeiten aufgefallen. So sind sowohl der Gutachter als auch der Rechtsmediziner gute Freunde von Ihnen. Es hätte mindestens ein zweites Gutachten sowie eine neutrale Untersuchung der Leichenteile geben müssen. Wieso haben Sie das nicht veranlasst?«, fragte ich.

Direktor Taylor schüttelte genervt den Kopf. Bevor er antwortete, schickte er mit einer Geste seinen Assistenten aus dem Büro und schloss sorgfältig die Tür hinter dem jungen Mann.

»Diese Frage würden Sie mir nicht stellen, wenn Ihnen die finanziellen Engpässe in den Bundesgefängnissen bekannt wären. Es gab überhaupt keine Veranlassung, an den Gutachten beziehungsweise Begutachtungen zu zweifeln. Worauf wollen Sie eigentlich hinaus, Agent Cotton?«, sagte Taylor.

Dieses Argument mit den Finanzen hatte ich halbwegs erwartet. Damit konnte er andere offizielle Stellen hinreichend besänftigen, aber nach den Vorkommnissen in New York erschien mir das nicht mehr ausreichend.

»Ich will darauf hinaus, dass einer der angeblich Toten offenbar munter weitermordet. Sie werden hoffentlich einsehen, dass dieser Umstand eine sorgfältige Nachuntersuchung des Brandes und dessen Folgen erfordert«, antwortete ich.

Direktor Taylor gab sich die größte Mühe, um mich von diesem vorgefassten Weg abzubringen. Doch alle seine Argumente liefen für mich ins Leere und untermauerten eigentlich immer mehr, dass bei diesem Brand einige Fragen offen geblieben waren.

»Ich möchte mit allen Wärtern sprechen, die in dem Trakt Dienst getan haben. Agent Decker wird sich in Ihrem Computer umsehen und herausfinden, ob weitere Fragen auftauchen. Wir benötigen also ein Büro mit Zugang zum Netzwerk des Gefängnisses und einen Raum für die Vernehmungen. Veranlassen Sie bitte, dass uns beides zur Verfügung gestellt wird«, sagte ich.

Der Direktor sah mich verärgert an und zögerte. Es war Taylor anzusehen, dass er angestrengt nach einem Ausweg suchte.

»Haben Sie Probleme damit, meinen Anordnungen nachzukommen?«, hakte ich nach.

Langsam ärgerte mich das Verhalten dieses Mannes, und das schien auch in meinen Worten klar zum Ausdruck gekommen zu sein, denn er stellte seinen Widerstand vorerst ein. Direktor Taylor veranlasste, uns alles Erforderliche zur Verfügung zu stellen. Zehn Minuten später saß Phil vor einem Computer und machte sich mit dem Intranet des Gefängnisses vertraut. Gleichzeitig saß ich in einem Nebenraum auf einem harten Stuhl und hatte einen Ordner mit Dienstplänen vor mir auf dem Tisch liegen. Der Assistent hatte dafür gesorgt, dass alle anwesenden Wachleute sich bei mir melden mussten.

»Sie waren einer der Kollegen, die an dem Tag des Brandes in dem Trakt Dienst hatten. Schildern Sie mir einfach, wie Sie diesen Tag erlebt haben«, sagte ich.

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