Logo weiterlesen.de
Jerry Cotton - Folge 2877

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Allein unter Mördern
  4. Jerry Cotton aktuell
  5. Vorschau

Allein unter Mördern

Mike Caradine schob seine rechte Hand unter das Revers seines Maßanzugs. Es war eine gewohnheitsmäßige, fast unbewusste Bewegung. Er tat das immer, wenn er Gefahr befürchtete.

Diesmal allerdings fand er weder die Pistole noch das Schulterhalfter.

»Wir hätten unsere Kanonen mitnehmen sollen«, sagte Antonio Molina neben ihm.

Molina sprach englisch mit einem starken spanischen Akzent. Sein sonnengebräuntes Gesicht war blass, auf seiner Stirn standen dicke Schweißtropfen. Seine dunklen Augenbrauen zuckten, seine Hände krampften sich um das Lenkrad.

Über das Lenkrad hinweg blickte er durch die Windschutzscheibe auf die dunkle Limousine, die ein Stück voraus zwischen ein paar halbverfallenen Lehmziegelhäusern stand. Es war eine Limousine amerikanischer Bauart. Hinter der Windschutzscheibe waren nur undeutlich die Gestalten zweier Männer zu erkennen.

Caradine blickte seinen Fahrer spöttisch von der Seite an.

»Du redest, als hättest du noch nie Geschäfte mit Drogendealern gemacht.«

»Schon öfter als du. Seit meiner Kindheit. Ich war erst acht, als ich anfing, für die Gang, die meinen kleinen Heimatort beherrschte, zu arbeiten. Aber ich habe immer nur für Leute gearbeitet, die ich kannte und denen ich vertraute.«

Caradine musste an sich halten, um nicht laut zu lachen.

»In diesem Geschäft kann man niemandem vertrauen. Es sind allesamt Gauner, die meisten von ihnen noch größere als du. Die schneiden dir die Kehle durch, wenn sie sich davon auch nur den geringsten Vorteil versprechen.«

Molina fuhr langsamer, fast Schritttempo. Misstrauisch glitt sein Blick über die windschiefen Häuser links und rechts der staubigen Straße. Kein Mensch war zu sehen, kein Esel und kein Hund. Nur eine Klapperschlange, die mitten auf der Straße lag, machte, dass sie wegkam von der Fahrbahn, und verschwand durch eine weit offen stehende Tür im Inneren eines Hauses, dessen Dach wohl schon vor Jahrzehnten eingefallen war.

»Die meisten Drogendealer bringen dich nur um, wenn du sie bekämpfst oder wenn du sie verraten hast«, sagte Molina. »Aber von diesen Kerlen hier habe ich noch nie gehört. Sie scheinen neu im Geschäft zu sein. Solche Burschen sind unberechenbar. Sie halten sich nicht an die Spielregeln, die sich im Lauf von Jahrzehnten herausgebildet haben.«

»Du kennst doch den Spruch: No risk, no fun. Das Leben macht erst Spaß, wenn es gefährlich ist. Geschäfte ohne Risiko bringen auch kein Geld ein. Es ist wirklich seltsam: Wir vertrauen unseren Geschäftspartnern nicht, trotzdem beruht das ganze Geschäft auf gegenseitigem Vertrauen.«

Zehn Meter vor der dunklen Limousine hielt Molina sein Fahrzeug an.

»Ich habe kein gutes Gefühl«, murmelte er.

»Verlier nicht die Nerven!«, flüsterte Caradine. »Wenn du jetzt eine falsche Bewegung machst, kostet uns das beide das Leben.«

Die beiden Männer stiegen aus. Abwartend blieben sie links und rechts ihres Wagens stehen.

Auch Caradines Augen suchten jetzt die Umgebung ab. Er spürte, dass die Angst seines Begleiters auch ihn misstrauisch gemacht hatte.

Jetzt öffneten sich die Türen der schwarzen Limousine vor ihnen. Zwei Männer stiegen aus, zweifellos Mexikaner, mit tiefschwarzem Haar, allenfalls mittelgroß, aber ungewöhnlich breitschultrig. Ob sie unter ihren maßgeschneiderten Jacketts Waffen trugen, war nicht zu erkennen.

Einige Sekunden lang musterten sie die beiden Fremden. Auch sie schienen misstrauisch zu sein.

»Ich bin Mike Caradine«, sagte er. Er sprach Englisch. Es war für ihn selbstverständlich, dass Leute, die Rauschgift an Männer von jenseits der Grenze verkauften, auch die Sprache der Gringos beherrschten.

»Ich weiß«, sagte der größere der beiden Mexikaner. »Wer sonst sollte sich hierher in diese gottverlassene Gegend verirren. Haben Sie das Geld dabei?«

»Haben Sie die Ware dabei?«, fragte Caradine zurück. Er ärgerte sich, dass der Kerl es nicht für nötig hielt, sich vorzustellen.

»Klar. Aber zuerst zeigen Sie uns das Geld!«

»Sind Sie Lopez?«

»Das kann Ihnen egal sein, Gringo.«

»Keineswegs. Es war ausgemacht, dass ich das Geschäft mit Lopez abschließen werde. Ich verhandle mit niemandem als mit ihm.«

Der Mexikaner hob gleichmütig die breiten Schultern. Dann deutete er mit einer knappen Bewegung seines Kopfes auf das Haus, vor dem sein Wagen stand.

»Er ist da drin. Und ziemlich ungeduldig. Er liebt es nicht, wenn man ihn warten lässt. Sie kommen eine halbe Stunde zu spät.«

»Ein gottverlassenes Land, wie Sie selbst sagten, mit erbärmlichen Straßen und ohne Wegweiser. Wir haben uns ein paar Mal …«

»Sie sollten Lopez nicht länger warten lassen«, unterbrach ihn der Mexikaner. »Wenn er schlechte Laune hat, wird er unerträglich.« Er blickte Caradines Fahrer an. »Du bleibst hier! Unser Boss verhandelt nicht mit Fahrern oder Leibwächtern.«

Molina wollte etwas erwidern, aber Caradine nickte ihm beruhigend zu.

»Es wird nicht lange dauern«, sagte er. »Ich bin gleich wieder zurück.«

Dann folgte er dem Mann, mit dem er bisher gesprochen hatte, hinüber zum Haus.

Die beiden Fahrer blieben zurück und starrten einander in finsterem Schweigen an.

***

Phil steuerte auf seinen Schreibtisch zu, sobald wir unser Büro im Federal Building betreten hatten. Noch bevor er seinen Stuhl heranzog, um sich zu setzen, schaltete er seinen Computer ein.

»Mal sehen, was es Neues in der Welt des Verbrechens gibt«, sagte er. Es schien, als freue er sich auf einen langen und möglicherweise gefährlichen Arbeitstag.

Ich nahm ihm gegenüber Platz, zog eine zusammengefaltete Zeitung aus der Tasche meines Jacketts und schlug sie auf.

»Jetzt ist nicht die Zeit, zu überprüfen, ob du bei deinen Wetten auf Rennpferde, Kampfhähne oder Springfrösche gewonnen hast«, spottete Phil. »Uncle Sam bezahlt uns fürs Arbeiten, nicht fürs Zeitungslesen.«

»Das Lesen der Morgenzeitung gehört für einen gebildeten Menschen zur täglichen Pflicht«, sagte ich. »Manchmal sogar zum Beruf. In der Zeitung stehen gelegentlich Dinge, die du in deinem Computer niemals finden wirst.«

»Ist Paris Hilton wieder mal festgenommen worden, weil sie betrunken am Steuer saß?«

»Das würde mich wenig interessieren. Aber hier steht, dass in Ciudad Juárez Unbekannte auf einem Fußballplatz ein halbes Dutzend Jugendlicher mit Maschinenpistolen niedergemäht haben. Niemand weiß, warum.«

»Bandenkrieg unter mexikanischen Rauschgifthändlern«, sagte Phil. »Nirgendwo auf der Welt werden so viele Menschen ermordet wie in Juárez. Im vergangenen Jahr gab es, wenn ich richtig informiert bin, 3000 Opfer. In diesem Jahr erwarten die Kollegen in Mexiko einen neuen Rekord. Und der wird leider auch nicht lange Bestand haben. Aber uns geht das alles nichts an. In die Arbeit der mexikanischen Polizei dürfen wir uns nicht einmischen. Obwohl es mich manchmal wirklich in den Fingern jucken würde, das zu tun.«

»Ja, die Korruption bei der mexikanischen Polizei stinkt zum Himmel«, stimmte ich zu. Ich faltete die Zeitung wieder zusammen und legte sie weg. Auch die morgendliche Zeitungslektüre macht manchmal herzlich wenig Spaß.

***

Das Haus war sicherlich seit vielen Jahren nicht mehr bewohnt. Von den Wänden blätterte die Farbe, im Dach klafften Löcher, die Tür hing nur noch in der oberen Angel.

Der Mexikaner öffnete die Tür vorsichtig, um sie nicht völlig aus ihrer Verankerung zu reißen.

»Sie gestatten doch, dass ich Sie nach Waffen absuche?«, fragte er dann.

»Ich bin unbewaffnet«, sagte Caradine. »Wie wir ausgemacht hatten.«

»Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der Vorgänger von Lopez wurde erschossen, weil seine Begleiter es versäumt hatten, einen Besucher nach Waffen abzutasten. Dieser Fehler brachte meinem eigenen Vorgänger den Tod. Ich will nicht wie er wegen einer kleinen Nachlässigkeit ein Pfund Blei schlucken.«

Der Mexikaner trat hinter Caradine und begann, ihn nach Waffen abzutasten.

Caradines Augen hatten sich inzwischen an die Dunkelheit im Inneren des Hauses gewöhnt. Jetzt konnte er deutlich den Mann sehen, der hinter einem Tisch saß und mit dicken Wurstfingern ungeduldig auf die Tischplatte trommelte. Der Mann sah aus wie eine kleine, fette, giftige Kröte. Selbst die Warzen auf seinem Gesicht und seinen Handrücken fehlten nicht.

Der Mann starrte Caradine unverwandt an, kalt und gefühllos.

Zum ersten Mal kam Caradine der Gedanke, dass er in eine Falle getappt war. Es blieb ihm keine Zeit, seinen Fehler zu bereuen.

Der Mexikaner hinter ihm bog ihm beide Arme auf den Rücken. Dann stieß er ihn mit beiden Fäusten durch die Tür in den Raum.

Caradine stolperte ein paar Schritte nach vorn, verlor das Gleichgewicht und stürzte. Dabei prallte er heftig gegen den Tisch, an dem der krötenhaft aussehende Mann saß.

Der Tisch kippte um, fiel auf Lopez und riss ihn zu Boden.

Lopez reagierte viel schneller, als man es einem so plumpen Burschen zugetraut hätte. Er nahm sich nicht die Zeit, den Tisch, der auf ihm lag, wegzustoßen. Seine fette Hand verschwand unter seinem Jackett und kam mit einem großkalibrigen Revolver wieder heraus.

Er war schnell, aber nicht schnell genug für Caradine. Caradine warf sich, noch bevor er halb auf den Beinen war, auf Lopez. Mit der linken Hand griff er nach dem rechten Handgelenk des Gangsters, mit der rechten Faust schlug er in das feiste Gesicht.

Lopez verdrehte die Augen. Er ließ die Pistole fallen.

Caradine griff mit der rechten Hand nach der Waffe, mit der linken packte er Lopez und riss ihn in die Höhe.

Von der Tür her krachten zwei Schüsse. Sie waren auf Caradine gezielt, aber beide Kugeln trafen Lopez, dessen mächtiger runder Körper Caradine Deckung gab.

Caradine hörte, wie Lopez vor Schmerzen aufstöhnte. Dann feuerte er auf den Mann an der Tür.

Schon seine erste Kugel traf den Mann mitten in der Brust. Der Bursche stolperte einen Schritt zurück, hinaus ins Freie.

Wieder schoss Caradine. Jetzt erst brach der Mann zusammen.

Caradine kniete auf dem Boden. Immer noch hielt er mit dem linken Arm Lopez von hinten umschlungen. Lopez rührte sich nicht mehr, aber er war nicht tot, denn Caradine hörte, wie er leise stöhnte.

Caradine ließ ihn zu Boden gleiten. Er hatte keine Zeit, sich um den Mann zu kümmern, jetzt ging es um sein eigenes Leben.

Er sprang auf die Beine. Noch bevor er den ersten Schritt in Richtung auf die immer noch offen stehende Tür gemacht hatte, hörte er draußen Schritte. Schritte von mindestens zwei Männern, die sich im vollen Lauf näherten.

Jetzt blieb Caradine nur noch ein Fluchtweg. Er drehte sich um. In der Rückwand des Raumes, in dem er sich befand, hatte er eine Tür bemerkt, eine Tür, die zur Hälfte geöffnet war.

Er rannte auf die Tür zu. Dabei achtete er nicht auf Lopez, der schwer und plump auf dem Boden lag. Er bemerkte nicht, dass Lopez eine Hand ausstreckte und nach ihm griff.

Erst als er den Griff des Verwundeten an seinem linken Fußgelenk spürte, wurde ihm klar, dass er einen Fehler gemacht hatte. Er versuchte sich loszureißen, aber es gelang ihm nicht. Er verlor das Gleichgewicht und stürzte zu Boden.

Der Sturz rettete ihm das Leben.

Caradine hörte den Schuss, und er sah die Gestalt, die plötzlich in der Tür zum Nebenraum stand, eine Pistole in der Faust. Der Schuss ging hoch über Caradine hinweg.

Zu einem zweiten Schuss kam der Gangster nicht mehr. Caradine schoss im Liegen. Der Mann in der Tür prallte zurück, als habe ihn ein gewaltiger Faustschlag getroffen. Er ließ die Waffe fallen und hob die Arme, als versuche er, sich irgendwo festzuhalten. Seine Hände griffen ins Leere. Dann brach er zusammen und stürzte zu Boden.

Caradine war bereits auf den Beinen. Mit zwei Sätzen war er bei der Tür, sprang über den Toten hinweg und schlug hinter sich die Tür zu. Sofort warf er sich wieder zu Boden.

Hinter ihm krachten Schüsse. Die Kugeln durchschlugen die Tür und rissen große Löcher in die gegenüberliegende Wand.

Caradine sah jetzt, dass er sich in einem schlichten Schlafzimmer befand. Das Bett an der Wand war sorgfältig gemacht. Ohne die dicke Schicht Staub, die darauf lag, hätte man glauben können, dass die Hausfrau erst vor wenigen Minuten das Zimmer verlassen hatte.

Auf allen vieren kroch Caradine auf das Fenster in der rechten Seitenwand zu. Er nahm sich nicht die Zeit, hinauszublicken, um sich zu vergewissern, dass sein Fluchtweg frei war. Die Gangster waren bereits im Nebenraum und feuerten immer noch durch die geschlossene Tür. Irgendwann würde eine der ungezielten Kugeln ihn treffen.

Die Schüsse drüben hörten plötzlich auf. Wahrscheinlich mussten die Kerle neue Magazine in ihre Pistolen schieben.

Caradine wusste, dass die Feuerpause nur wenige Sekunden dauern würde. Er sprang auf die Beine. Mit zwei langen Sätzen war er beim Fenster. Es war geschlossen, aber das war Caradine im Augenblick völlig gleichgültig. Er warf sich gegen das Fenster.

Morsches Holz splitterte, zackige Glasscherben fielen auf den Boden herab. Caradine landete auf allen vieren draußen vor dem Fenster.

Die dunkle Limousine und das Geländefahrzeug, mit dem er und Molina gekommen waren, standen nur wenige Meter entfernt. Kein Mensch war zu sehen. Molina war also wohl schon tot, wenn er nicht so vernünftig gewesen war davonzurennen.

Caradine sprang auf die Beine, rannte hinüber zu seinem Geländewagen, riss die Tür auf und klemmte sich hinter das Lenkrad. Erst als er die Hand nach dem Zündschlüssel ausstreckte, erkannte er, dass der Schlüssel nicht im Schloss steckte.

Vom Haus her fielen wieder Schüsse.

Caradine warf sich auf den Boden vor den Vordersitzen. Er hörte die Kugeln, die die Scheiben des Fahrzeugs zersplittern ließen, er hörte, wie sie das Blech der Karosserie durchschlugen und dann in den gepolsterten Rückenlehnen der Ledersitze stecken blieben. Er hoffte, dass der Motorblock, hinter dem er auf dem Boden des Wagens zusammengekauert lag, ihm genug Schutz vor den Kugeln bieten würde.

Er streckte eine Hand aus, packte den rechten Türgriff, stieß die Tür auf und kroch hinaus. Eine Sekunde lang lag er hinter dem Fahrzeug und blickte sich hastig um.

Zu seiner Erleichterung sah er wenige Meter von sich entfernt neben der Straße einen Graben. Bei seiner Ankunft hatte er auf diesen Graben überhaupt nicht geachtet. Jetzt kroch er, durch den Geländewagen vor Blicken aus dem Haus geschützt, auf den Graben zu und ließ sich hineinfallen.

Der Graben war tiefer, als er gedacht hatte. Er erkannte, dass es sich um einen Arroyo handelte, einen Bach, der jetzt in der heißen Jahreszeit ausgetrocknet war. Nur wenige kleine Wassertümpel bedeckten noch den Boden.

Drüben im Haus hatten die Schüsse aufgehört. Wahrscheinlich mussten die Kerle ihre Waffen wieder nachladen. Aber es würde keine Minute dauern, bis sie kamen, um zu sehen, ob sie ihren Gegner getroffen und getötet hatten.

Caradine dachte an den Koffer, der auf dem Rücksitz seines Wagens lag, prall gefüllt mit Geld, Bezahlung für das Rauschgift, das er hatte kaufen wollen. Es widerstrebte ihm, 100.000 Dollar den Kerlen zu überlassen. Aber sein Leben war wichtiger als das verdammte Geld.

Er richtete sich auf, um weiterzufliehen. Dabei verschwendete er keinen Gedanken an die Überlegung, ob er sich nach links oder rechts wenden sollte. Jeder Weg, der ihn von seinen Gegnern wegführte, war der richtige.

Schon beim zweiten Schritt brach er zusammen. Er hatte einfach keine Kraft in seinem linken Bein.

Im gleichen Augenblick, in dem er das Blut sah, das sein Hosenbein durchtränkte, spürte er die Schmerzen dicht unter seinem linken Knie. Bisher waren ihm die Schmerzen überhaupt nicht bewusst geworden, die Angst um sein Leben hatte sie betäubt.

Die Pistole immer noch in der Hand, zog er das Hosenbein hoch. Es war ein glatter Durchschuss durch den Unterschenkel. Schmerzhaft, aber nicht lebensgefährlich. Ein einfacher Verband, selbst mit einem Taschentuch, würde vorerst genügen. Aber er hatte keine Zeit, sich diesen Verband anzulegen.

Er wusste, dass er hier nicht liegen bleiben konnte. Hier zu bleiben war sein sicherer Tod. Wenn er nicht laufen konnte, musste er eben kriechen.

Hinter einer scharfen Krümmung des Arroyo hörte er Schritte. Dann tauchte ein Mann auf. Ein Mann, den er nie und nimmer hier erwartet hätte. Ungläubig starrte er in das grinsende Gesicht des Mannes.

»Fahr zur Hölle, verdammter Gringo!«

Es waren die letzten Worte, die Caradine in seinem Leben hörte. Die Pistole in der Hand des Mannes bellte auf.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jerry Cotton - Folge 2877" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen