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Jerry Cotton - Folge 2876

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Du bist tot, Jerry Cotton
  4. Vorschau

Du bist tot, Jerry Cotton

Es war ein Morgen wie jeder andere – dachte ich zumindest. Nachdem ich mich im Bad frisch gemacht hatte, nahm ich ein kurzes Frühstück zu mir und verließ dann mein Apartment.

Ich fuhr mit dem Fahrstuhl zur Tiefgarage, stieg in den Jaguar und fuhr auf die Straße. Wie jeden Morgen schlug ich die gewohnte Richtung ein, um Phil abzuholen.

Ein schwarzer Geländewagen kam von hinten angeschossen und wollte mich links überholen. Ein übertriebenes Manöver, wie ich fand.

Ich wollte gerade bremsen, als ein ohrenbetäubender Knall ertönte und mein Wagen mit ungeheurer Wucht zur Seite geschleudert wurde. Die Airbags blähten sich explosionsartig auf und ich wurde unsanft hin und her geschleudert. Ein starker Schmerz in der Schulter war das Letzte, was ich registrierte. Dann wurde alles um mich herum schwarz.

Phil schaute auf die Uhr. Jerry war noch nicht da, sollte aber in wenigen Minuten mit seinem Jaguar um die Ecke kommen. Er vertrieb sich die Zeit, indem er sich ein wenig in der Gegend umschaute.

Ein Knall wie von einer Explosion ließ ihn aufhorchen. Es hörte sich an, als sei die Quelle recht weit entfernt. Aber es hörte sich definitiv nach einer Explosion an.

Phil versuchte Jerry zu erreichen, doch der ging nicht ans Telefon. Ob er in der Nähe der Explosion gewesen war und nun Erste Hilfe leistete? Dann würde er ihn sicherlich gleich zurückrufen.

Er überlegte, ob er sich zu Fuß in Richtung der Explosion aufmachen sollte, entschied sich jedoch, zuerst das FBI Field Office an der Federal Plaza zu kontaktieren, um zu erfahren, ob Jerry sich dort gemeldet hatte oder schon etwas über die Explosion bekannt war.

»Hallo, Helen, guten Morgen. Ich warte gerade an unserem üblichen Treffpunkt auf Jerry. Er ist noch nicht da und ich habe gerade eine Explosion gehört. Sind schon irgendwelche Meldungen eingegangen?

»Hallo, Phil, nein, bisher noch nicht«, antwortete Helen. »Bleib mal dran, ich überprüfe das mit dem NYPD.«

Es dauerte gut zwei Minuten, bis sie sich wieder meldete.

»Phil, es ist etwas passiert«, begann Helen mit einem besorgten Unterton in der Stimme.

»Was denn?«, fragte er beunruhigt.

»Es geht um Jerry«, sagte sie. »Die Leute vom NYPD sind gerade erst vor Ort eingetroffen. Offenbar ist eine Autobombe explodiert und hat einen ziemlichen Schaden angerichtet. Davon betroffen ist auch ein roter Jaguar.«

»Ein roter Jaguar?«, wiederholte Phil unwillkürlich. »Weiß man schon Genaueres? Wie geht es Jerry? War es sein Wagen?«

»Genaueres konnte ich nicht in Erfahrung bringen«, antwortete Helen. »Aber da die Explosion in der Nähe von Jerrys Apartment stattgefunden hat, müssen wir mit dem Schlimmsten rechnen.«

»Ich schau mir die Sache vor Ort an und melde mich dann!«, sagte Phil und beendete das Gespräch.

Dann lief er los, so schnell er konnte. Während er den vielen Passanten auswich und teilweise auch über die Straße sprintete, kreisten seine Gedanken um Jerry. Verdammt, hoffentlich war ihm nichts passiert!

Phil spürte, wie seine Atemfrequenz immer mehr anstieg und das Blut durch seine Adern peitschte. Nach einer knappen Meile merkte er erste Anzeichen von Erschöpfung, dennoch verlangsamte er sein Tempo nicht.

Als er schließlich den Ort des Geschehens erreichte, blieb er stehen. Ihm bot sich ein Bild der Zerstörung. Man konnte das Zentrum der Explosion genau erkennen. Es handelte sich um ein Auto, das völlig zerfetzt worden war. Mehrere Passanten und Fahrzeuge waren durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein schwarzer Geländewagen mit zersprungenen Scheiben und verbeulter Karosserie lag auf der Seite, und etwas weiter sah er den roten Jaguar. Er lag auf dem Dach und sah ziemlich mitgenommen aus.

Schnellen Schrittes ging Phil zum Jaguar. Die Scheiben waren zersplittert, kein Wunder, wenn man die Gewalt bedachte, der der Wagen ausgesetzt gewesen war. Er konnte Jerry sehen, der noch in den Gurten des Fahrersitzes hing. Er hatte die Augen geschlossen und an seinem Kopf befand sich Blut.

»Verdammt, hoffentlich haben die Airbags den Aufprall genug gedämpft«, fluchte er und schaute sich nach einem Rettungswagen und der Feuerwehr um.

Doch noch war außer der Polizei niemand vor Ort. Aus der Ferne hörte er aber die vertrauten Sirenen.

»Oh Mann, was ist passiert?«, krächzte Jerry und öffnete die Augen.

»Gott sei Dank, du lebst!«, sagte Phil erleichtert. »Wie fühlst du dich?«

»Als ob mich ein Lastwagen überfahren hätte«, antwortete er und versuchte zu lächeln, was ihm aber nicht wirklich gelang.

»Was war los? Hat mich ein Wagen gerammt?«, fragte er.

»Es hat eine Explosion gegeben, wahrscheinlich eine Autobombe«, berichtete Phil. »Aber mach dir darüber keine Gedanken, das klären wir später. Jetzt müssen wir dich erst mal aus dem Wagen rausholen und ins Krankenhaus schaffen. Wie fühlst du dich? Kannst du Arme und Beine bewegen?«

»Ja, kann ich«, antwortete Jerry. »Scheint auch nichts gebrochen zu sein, da ich sie ohne Schmerzen bewegen kann. Gibt nur ein paar Abschürfungen. Und irgendwie tut mir die linke Schulter weh und mir ist schwindelig.«

»Vielleicht eine Gehirnerschütterung«, vermutete sein Partner.

»Ich wage es mal und löse den Gurt«, sagte Jerry.

Bevor Phil etwas einwenden konnte, sackte er etwas tiefer und fing sich mit einem Arm ab. Dann kletterte er aus dem Seitenfenster heraus und stellte sich hin.

***

Als ich wieder auf meinen Füßen stand, drehte sich um mich herum alles. Zum Glück war Phil zur Stelle und hielt mich fest. Ich brauchte ein paar Sekunden.

»Wow, hat mich wohl doch ganz schön erwischt«, sagte ich.

»Ja, du solltest das nicht unterschätzen«, meinte Phil besorgt. »Wir sollten dich so schnell wie möglich ins Krankenhaus schaffen.«

»Und was ist mit den anderen Verletzten? Ich kann warten«, sagte ich und schaute mich um.

Es sah nicht gut aus. Der Geländewagen, der dabei gewesen war, mich zu überholen, lag ein paar Meter weiter auf der Seite. Wahrscheinlich hatte er einen Teil der Druckwelle abgefangen, die mich sonst erwischt hätte. Mein diesbezüglicher Gedankengang wurde unterbrochen, als ein Rettungssanitäter auf mich zukam.

»Sir, wie geht es Ihnen?«, fragte er.

»Ganz gut«, antwortete ich. »Ein paar Schürfwunden, meine Schulter schmerzt und mir ist etwas schwindelig.«

»Dann bringen wir Sie besser ins Krankenhaus«, sagte der Mann und führte mich zu einem Rettungswagen.

»Ich komme mit«, sagte Phil. »Mister High informiere ich von unterwegs.«

»Willst du nicht lieber hier bleiben und dich um die Situation kümmern? Ich komme schon allein klar«, sagte ich.

Phil schüttelte energisch den Kopf. »Nein, ich begleite dich. Falls diese Sache hier dir gegolten hat, will ich nicht, dass du allein unterwegs bist.«

Mir war klar, dass ich keine Chance hatte, ihm das auszureden. Also widersprach ich nicht weiter.

Wir stiegen in den Krankenwagen, ich wurde an ein paar Geräte angeschlossen und dann ging es mit heulenden Sirenen los.

Ich weiß nicht mehr, wie lange wir unterwegs waren, aber meiner Einschätzung nach war es eine kleine Ewigkeit. Als wir dann das Krankenhaus erreichten, wurde ich in einen Warteraum gebracht und auf einen Stuhl gesetzt.

»Ich schau, wo der Arzt bleibt«, meinte Phil.

»Oder die Ärztin«, bemerkte ich und bemühte mich um ein Lächeln.

Er grinste. »Ich werde sehen, was ich tun kann.«

Tatsächlich kam er keine fünf Minuten später mit einer gutaussehenden blonden Ärztin zurück.

»Guten Tag, ich bin Dr. Tamara Miller. Sie hatten einen Unfall? Können Sie mir kurz schildern, was passiert ist?«, sagte sie.

»Mein Wagen hat sich überschlagen und ich bin ziemlich heftig durchgerüttelt worden«, antwortete ich.

»Sie gehen beim Fahren wohl gerne Risiken ein«, sagte sie ein wenig sarkastisch.

»Manchmal schon«, antwortete ich. »Aber diesmal war eine Autobombe schuld daran, dass ich die Kontrolle über meinen Wagen verloren habe.«

»Eine Autobombe?«, fragte sie überrascht. »Eine entsprechende Meldung kam gerade herein. Sie sind der Erste, der bei uns eingeliefert wurde. Weiß die Polizei Bescheid?«

»Machen Sie sich darum keine Gedanken, wir sind vom FBI, und unsere Kollegen kümmern sich darum«, sagte Phil. »Konzentrieren Sie sich bitte ganz auf meinen Partner hier. Ich will ihn bald einsatzbereit zurückhaben.«

»Dann sollten wir ein paar Untersuchungen durchführen«, sagte sie. »Können Sie gehen oder soll ich einen Rollstuhl holen?«

Ich stand auf. »Es geht schon.«

»Gut, dann kommen Sie bitte mit«, sagte sie und ging neben mir, weil sie wohl befürchtete, dass ich zusammenbrechen könnte.

Die nächste Stunde ließ ich verschiedene Untersuchungen über mich ergehen, die ab und zu durch das nette Lächeln von Dr. Miller versüßt wurden.

Als sie fertig war, schaute sie mich mit besorgtem Gesicht an. »Ich muss sagen, Sie sind besser in Schuss, als ich angenommen hatte. Aber Sie haben eine Menge Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung. Und Ihre Schulter hat ganz schön was abbekommen. Auch wenn sich das alles nicht besonders schlimm anhört, sollten Sie es nicht unterschätzen und wie ein Cowboy gleich wieder in den Sattel steigen. Nehmen Sie sich eine Auszeit, schonen Sie sich ein paar Tage und gehen Sie es dann langsam wieder an.«

»Wenn Sie sich als meine private Leibärztin zur Verfügung stellen, könnten wir darüber reden«, entgegnete ich charmant.

Doch damit biss ich auf Granit.

»Sorry«, sagte sie lächelnd. »Ich bin in festen Händen, auch wenn ich den Ring bei der Arbeit gewöhnlich abnehme. Sie müssen sich also eine andere Pflegerin suchen. Aber davon abgesehen meine ich es ernst. Schonen Sie sich ein wenig, okay?«

»Ich werde sehen, was ich machen kann«, antwortete ich.

Dann brachen Phil und ich auf. Mr High hatte uns einen Agent mit einem Wagen vorbeigeschickt.

»Wollen wir uns zuerst den Tatort ansehen?«, fragte ich Phil.

Er musterte mich genau. »Du weißt, dass du das nicht machen musst und dich wirklich ein paar Tage ausruhen könntest? Andererseits ist mir klar, dass dich keine zehn Pferde davon abhalten können, dich persönlich um die Sache zu kümmern. Fahren wir also hin.«

***

Wir erreichten den Tatort gut eine halbe Stunde später. Inzwischen hatte sich das Bild dort geändert. Der gesamte Bereich war abgesperrt worden, es wimmelte von Schaulustigen und Reportern, und natürlich war die Crime Scene Unit inzwischen eingetroffen und nahm alles unter die Lupe.

June Clark und Blair Duvall waren da. Ich ging davon aus, dass Mr High sie geschickt hatte, um den Einsatz vor Ort zu leiten.

Als June mich sah, kam sie sofort mit besorgtem Gesicht auf mich zu. »Jerry, es tut gut, dich zu sehen. Wie geht es dir?«

»Nicht so schlecht«, antwortete ich. »Hatte wohl Glück im Unglück.«

»Das kannst du laut sagen«, erwiderte June. »Wenn du willst, regeln wir das und informieren dich später.«

Ich schüttelte den Kopf und merkte dabei, dass er sich komisch anfühlte. »Nein, nein, es geht schon. Nach so einer Sache könnte ich mich ohnehin keine Minute zurücklehnen und entspannen. Macht ihr also euren Job und ich schaue mich zusammen mit Phil um.«

»Wie du meinst«, sagte sie. »Wenn du etwas brauchst, melde dich einfach.«

Irgendwie war es angenehm, ein wenig Mitgefühl zu erhalten. Besonders von June. Wir hatten einiges zusammen erlebt und sie war eine gute Partnerin gewesen, als Phil eine Zeitlang den Dienst quittiert hatte.

»Also reicht auch ihr Charme nicht aus, um dich dazu zu bringen, ein wenig kürzer zu treten«, meinte Phil.

»Hattest du das etwa erwartet?«, fragte ich ihn.

»Nein, nicht wirklich«, antwortete er. »Aber gehofft schon – zumindest ein wenig.«

»Hoffen wir lieber, dass wir herausfinden, was hier vorgefallen ist«, sagte ich. »Da ist Janice. Mal sehen, was sie uns sagen kann.«

Wir gingen auf Dr. Janice Drakenhart zu, die das Team der Crime Scene Unit leitete.

»Jerry, verdammt, was machst du denn hier?«, fragte sie überrascht, als sie mich sah.

»Keine Sorge, ich hab Glück gehabt und nicht viel abgekriegt«, erwiderte ich. »Und jetzt habe ich eine Menge Fragen. Insbesondere, was die Bombe betrifft. Kannst du uns dazu schon was sagen?«

»Na gut, du lässt ja doch nicht locker«, antwortete sie. »Die Laboruntersuchungen stehen natürlich noch aus, aber gemäß dem, was die Zeugen beobachtet haben, und unseren Untersuchungen ist es folgendermaßen abgelaufen: Als du mit deinem Wagen auf der Höhe des Wagens warst, in dem die Autobombe platziert war, wurde sie gezündet. Dabei war die Druckwelle der Explosion auf die Straße gerichtet. Mit anderen Worten: Du warst das Ziel. Offenbar ist die Bombe aber mit einer minimalen Verzögerung explodiert. Diese war groß genug, dass sich der schwarze Geländewagen, der dich überholt hat, zwischen deinen Jaguar und die explodierende Bombe drängen konnte. Dadurch hat er die volle Wucht der Druckwelle abgekriegt. Der Fahrer, ein 25-jähriger Verwaltungsangestellter, war auf der Stelle tot. Sein Wagen wurde gegen deinen geschleudert und hat den Jaguar dorthin befördert.«

Sie deutete auf die Stelle, wo sich der Jaguar befand, gut fünfzehn Meter vom Geländewagen entfernt.

»Also war ich das Ziel?«, fragte ich nachdenklich.

»Das ist ziemlich sicher«, antwortete Dr. Drakenhart. »Es gibt nur zwei Gründe, warum du hier stehst: die wilde Fahrweise des anderen Fahrers und die Verzögerung bei der Explosion. Unsere Experten gehen da von einem Konstruktionsfehler aus. Es war also nicht beabsichtigt, dich zu verfehlen!«

»Das hört sich nicht gut an«, meinte Phil. »Wir sollten dich in Sicherheit bringen. Wer weiß, vielleicht ist der Täter noch in der Nähe.«

»Bei all den Cops und Agents, die sich hier aufhalten, wird er kaum etwas versuchen«, sagte ich. »Bombenleger sind meist recht feige Typen. Sie wollen unerkannt bleiben und ihren Opfern nicht Auge in Auge gegenübertreten. Nein, ich glaube nicht, dass ich mich hier in Gefahr befinde.«

Phil schaute leicht verzweifelt drein. »Typisch Jerry, wenn er nicht gerade halb erschossen wurde, hält ihn nichts davon ab zu ermitteln. Mir wäre auf jeden Fall wohler, wenn wir uns nicht zu lange hier aufhalten und bald ins Field Office fahren würden.«

»Na gut, wenn es dich beruhigt: Wir beeilen uns«, sagte ich. »Wir schauen uns um und ich schaue mir den Jaguar an, um zu sehen, wie viel er abbekommen hat.«

»Den Wagen benötigen wir noch für ein paar Untersuchungen«, meinte Dr. Drakenhart. »Du wirst also ein paar Tage auf ihn verzichten müssen.«

Ich verzog das Gesicht. »Genau das hatte ich befürchtet. Denkt aber bitte daran, dass die Karosserie aus Karbonfasern und nicht aus Stahl besteht.«

»Keine Angst, wir gehen sorgsam mit deinem Baby um«, versicherte sie mir.

Zusammen mit Phil ging ich zum Wagen, der ziemlich mitgenommen aussah. Auch wenn die Karbonkarosserie den einwirkenden Kräften recht gut standgehalten hatte, gab es an vielen Stellen tiefe Kratzer. Und das Dach war ein wenig eingedrückt.

»Wird einiges kosten, das wieder instand zu setzen«, meinte Phil.

Ich nickte zustimmend. »Ja, das ist der Nachteil von Karbon. Nur halb so schwer wie Stahl, sehr widerstandsfähig, aber recht teuer. Gut, dass ich versichert bin.«

»Definitiv«, sagte Phil. »Und gut, dass die Jungs von Classic Car Tuning Profis sind, die solche Schäden schnell in den Griff bekommen.«

Wir schauten uns noch etwa zehn Minuten am Tatort um und verließen ihn dann, Richtung FBI Field Office an der Federal Plaza.

***

Mr High schaute besorgt drein. »Ein Bombenanschlag mitten in New York City. Ein Toter und 42 Verletzte. Und das Ziel war offenbar ein FBI-Agent.«

Er hielt einen Moment inne und schaute sich um. Neben Phil und mir saßen noch Joe Brandenburg und Les Bedell in seinem Büro.

»Und Sie sind wirklich einsatzfähig?«, fragte Mr High mich noch einmal.

»Ich bin etwas mitgenommen, Sir, aber einsatzfähig, ja«, antwortete ich wahrheitsgemäß.

Er nickte. »Gut, dann werden Sie zusammen mit Phil die Untersuchung in diesem Fall leiten. Schließlich wissen Sie am besten, wer mit Ihnen noch eine Rechnung offen hat. Die Aufklärung dieses Falles hat höchste Priorität. Ich will wissen, wer dahintersteckt und ob Sie sein alleiniges Ziel waren. Und vor allem möchte ich, dass der Täter aus dem Verkehr gezogen wird und nicht noch mehr Unschuldige in Gefahr gebracht werden. Joe und Les werden mit Ihnen zusammenarbeiten. Wenn nötig, stelle ich noch weitere Agents ab.«

»Wir werden gleich mit den Ermittlungen loslegen«, sagte Phil. »Dabei konzentrieren wir uns zunächst auf diejenigen Personen, an deren Verhaftung Jerry beteiligt war und die aktuell auf freiem Fuß sind.«

»Gut, machen Sie es so«, sagte Mr High.

Wir verabschiedeten uns und gingen zusammen mit Joe und Les in unser Büro. Hier legten wir die detailliertere Vorgehensweise fest.

»Phil und ich werden eine Liste von potenziellen Tätern erstellen«, sagte ich. »Es wäre gut, wenn ihr euch auf der Straße umhört und ein paar Informanten kontaktiert. Vielleicht hat jemand den Job als Auftrag vergeben. Oder damit geprahlt, dass er einen FBI-Agent aus dem Verkehr ziehen wird, was weiß ich.«

»Wird erledigt«, bestätigte Joe. »Und wenn wir den Kerl dann haben, werden wir ihm gehörig die Meinung geigen.«

»Wir sollten den Fall mit dem nötigen Abstand angehen«, sagte ich. »Es ist bestimmt nicht hilfreich, wenn wir uns emotional zu sehr in die Sache verwickeln lassen.

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