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Jerry Cotton - Folge 2865

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Ein Toter schweigt für immer
  4. Vorschau

Ein Toter schweigt für immer

Aus Augen voller Entsetzen und Furcht starrte Harris Witney auf den dünnen, transparenten Schlauch, dessen eines Ende an einer Kanüle befestigt war, die in seiner rechten Armvene steckte, und dessen anderes Ende lose in einer einen Liter fassenden PET-Flasche hing, die bereits zu drei Vierteln mit Blut gefüllt war. Seinem eigenen Blut. Seinem eigenen Blut, das nicht aufhören wollte, weiter die Flasche zu füllen. – Mit einer stetigen, zutiefst grausamen Konstanz. Und er konnte nicht das Geringste dagegen unternehmen.

»Nun, Mister Witney, Sir«, sagte der Mann vor ihm in einem höflichen Plauderton, als wolle er ihn fragen, ob er ihm noch einen Drink servieren dürfe, »geht es Ihnen noch gut?« Der Sprecher war mittelgroß und mochte um die vierzig Jahre zählen. Er besaß glattes, rotblondes, schütter werdendes Haar. Er trug eine altmodische Brille mit dickem, schwarzem Horngestell sowie den dunkelblauen Arbeitsoverall mit dem Namenszug des hiesigen Elektrizitätswerkes, NNJ Electric. Dazu befleißigte sich dieser auf höchst sonderbare Weise gefährliche Kerl eines kultivierten Anstrichs, der auch Ausdruck in seiner gewählten Diktion fand.

Schon beim ersten Anblick dieses Typen, als er in seinem Bett schlafend überwältigt worden war, hatte er gewusst, dass sein Peiniger auf eine ganz bestimmte Art verrückt sein musste. Doch zweifelte Witney noch, wer ihm mehr Grauen einflößte: der Bohemien-Verschnitt oder dessen Begleiter, ein Asiate mit glattem, flächigem Gesicht. Mit geradezu ergriffenem Blick beobachtete der schweigend, wie das Leben aus Witney in die leere Cola-Flasche hineinpulsierte. Überhaupt hatte er das Reden bisher ausschließlich seinem Kumpan überlassen.

»Fein«, fuhr jener fort und lächelte zufrieden. »Es freut mich immer, wenn es meinen Mitmenschen gut geht.«

Witney schrie in den Knebel.

Der Brillenträger zeigte eine mitfühlende Miene. »Ach, Ihnen geht es gar nicht so gut? – Sie wissen, es gibt da etwas, was dem abhelfen könnte, Sir. Ist Ihnen eingefallen, wo sich das Geld befindet, oder sollen wir das Fläschchen ganz voll laufen lassen und dann noch eins? Bis Sie aussehen wie ein Zombie? Das wäre doch zu unansehnlich, nicht wahr, Mister Chiang?«

Der Asiate grinste schmal und gemein und schien es gar nicht erwarten zu können, die Ankündigungen in die Tat umzusetzen.

Witney schüttelte den Kopf und nickte dann mehrmals hintereinander.

»Huch, Mister Chiang!«, rief der Wortführer geziert aus. »Mister Witney will leider etwas sagen. Ich fürchte, wir müssen ihm den Knebel abnehmen.« Wie aus dem Nichts hielt der Mann plötzlich eine Pistole mit Schalldämpfer in der Hand. Zugleich kehrte in seinen Augen ein stahlharter, blitzender Ausdruck ein. »Doch sollten Sie auf die Idee kommen zu schreien, Mister Witney, Sir, ist es sofort aus mit Ihnen. Und das wollen Sie uns doch nicht antun, oder?«

Chiang entfernte mit einem groben Ruck das Klebeband von Witneys Mund. Der Gefesselte atmete schnaufend tief durch.

»Also, wo befindet sich das Geld?«

»Ich sage es Ihnen. Aber zuerst hören Sie auf damit.« Witney nickte mit dem Kinn in Richtung des Blutschlauchs.

»O nein, Sir. Das geht nicht. Wir sind noch nie in Vorkasse getreten.«

Witney hätte schon viel früher preisgegeben, was die Kerle wissen wollten, hätten sie ihn nur gelassen. Diese Einsicht, dass sie ihn quälen wollten und dass sie deshalb auch nicht gewillt waren, den Blutfluss abzustellen, ließ in ihm schlagartig die Gewissheit entstehen, dass er dies hier ohnehin nicht überleben würde. Folglich hatten die beiden auch auf Maskierungen verzichtet und benutzten lediglich Latexhandschuhe. Wenn es denn schon so sein sollte … »Dann scheren Sie sich zum Teufel!«, stieß er hervor.

»Oh! Da ist jemand bockig«, der Mann im Overall schien kurz davor, vor Vergnügen in die Hände zu klatschen. »Was denken Sie, Mister Chiang? Ob dem ein paar kräftige Stromschläge abhelfen können? Sie würden gewiss das Herz kräftiger kontrahieren und das Blut schneller fließen lassen. Vielleicht sperren wir den Blutfluss auch kurzzeitig ab. Nicht, dass Mister Witney noch vorzeitig von uns geht.«

Chiang lächelte grausam und nickte.

»Sie müssen wissen, Mister Witney«, sprach der Weiße weiter, »Sie sind der Erste, an dem wir das testen. Ich hoffe, Sie wissen das zu schätzen. – Wo schließen wir die Elektroden an, Mister Chiang? Doch gewiss an die Genitalien.«

Chiang nickte erneut und leckte sich mit der Zungenspitze über die Oberlippe. Dann schickte er sich an, ein neues Stück Band auf Witneys Mund zu kleben.

»Nein, nicht! Bitte!«, beeilte sich dieser zu flehen. »Ich sage Ihnen, wo das Geld ist!«

»Was sagt man dazu, Mister Chiang? Da will Mister Witney uns doch tatsächlich um unser Vergnügen bringen.«

Der Asiate verzog verdrossen den Mund.

»Wir hören, Mister Witney.«

»Es ist nicht mehr alles von dem Geld da. Hunderttausend sind weg.«

»Wie bedauerlich – für Sie. Wo ist der Rest?«

»Hier in der Wohnung.«

»Das hatten wir uns beinahe gedacht. Wo genau?«

»Unter der unbenutzten Matratze des Doppelbetts.«

»Wie fantasielos, Mister Witney.«

***

Dieser Januarmorgen war eisig und ungemütlich. Während der Nacht hatte es so stark geschneit, dass besonders in den Außenbezirken von New York City viele Straßen noch nicht richtig geräumt waren, was zu langen Staus geführt hatte. So hatten Phil und ich deutlich mehr als eine Stunde benötigt, um die Stadt nach Norden hin zu verlassen, und dann noch einmal eine gute halbe Stunde, um uns unserem eigentlichen Ziel, einige Meilen nördlich von Yonkers im Westchester County gelegen, zu nähern. Der Jaguar war definitiv nicht das richtige Fahrzeug für diese Witterungsbedingungen.

Im Weiß des Schnees, der die Konturen nivellierte und ineinander verfließen ließ, zeichnete sich vor uns eine steile Steigung ab. Ich befürchtete, dass dort für uns Endstation war, und bedauerte, dass wir uns nicht die Zeit genommen hatten, zunächst zur Federal Plaza zu fahren und dort in einen geländegängigeren Dienstwagen umzusteigen. Aber vermutlich wären wir dann erst gegen Nachmittag hier eingetroffen.

»Ich hoffe, du hast deine Schneeschuhe dabei«, sagte ich.

Phil gab ein Geräusch des Missfallens von sich, wie er im Übrigen schon die ganze Fahrt über schlecht gelaunt war.

»Warum müssen die auch ausgerechnet uns hier rausschicken?«, fragte Phil.

»Weil der Tote aus Englewood in New Jersey stammt und wir gerade frei waren«, erwiderte ich lakonisch und unbekümmert und machte mir ein kleines Vergnügen daraus, noch etwas Wasser auf seine brummige Mühle zu gießen.

»Du weißt, was ich meine«, murrte mein Partner. »Ein rätselhafter Todesfall im Auto läuft meistens auf Suizid hinaus, sofern es kein Unfall war. Mit einer solchen Sache hätten sich auch Nachwuchsagenten wie Hale und Banks beschäftigen und sich ihre ersten Sporen als eigenverantwortliche Alleinermittler verdienen können.«

»Mister High sieht das anscheinend anders oder er hält uns für unterbeschäftigt«, bereitete es mir eine gewisse Freude weiterzusticheln.

»Quatsch! Das kam nicht von Mister High. So verstopft wie die Stadt war, war selbst der noch nicht im Büro. Das war die Zentrale. Die denken nie nach. Sobald was reinkommt, reichen die das ans nächste Team weiter, das ihnen in den Sinn kommt und frei ist. Garantiert war dieser Spencer wieder Diensthabender. Den werde ich mir bei nächster Gelegenheit mal vorknöpfen. – Und überhaupt … Wir hätten einen Hubschrauber nehmen sollen.«

»Erstens: Nachher ist man immer schlauer. Außerdem muss auch das FBI sparen«, entgegnete ich. Es wäre sehr fraglich gewesen, ob man uns für die im Grunde übersichtliche Strecke einen Helikopter zugebilligt hätte, zudem noch für eine Angelegenheit von minderer Priorität. Das wusste Phil genauso gut wie ich.

»Ja, ja.«

»Zweitens: Nun warte erst mal ab, was sich uns eigentlich bietet.« Wir wussten bislang nicht viel. Lediglich, dass der Tote Harris Witney hieß, offensichtlich eines gewaltsamen Todes in seinem Auto gestorben war – dies jedoch unter augenscheinlich sonderbaren Umständen – und aus einem anderen Bundesstaat stammte, New Jersey eben. Auch wenn Englewood gleichsam nur einen Katzensprung entfernt unmittelbar am gegenüberliegenden Hudson-Ufer lag, rückte dies die Aufklärung von Witneys Ableben in die Zuständigkeit des FBI.

»Falls wir überhaupt jemals ankommen«, muffelte Phil.

»Du sitzt doch warm und trocken.«

»Fragt sich nur, wie lange noch. – Und das nächste Mal schaffst du dir ein Auto an, mit dem man nicht Angst haben muss, in jeder Schneeflocke stecken zu bleiben.«

»Ha! Das sagt ausgerechnet der, der sich lieber ständig kutschieren lässt und gar kein eigenes Auto besitzt.«

»Somit kann ich auch nicht stecken bleiben.« Wir hatten uns der Steigung genähert, und Phil wies plötzlich mit dem Finger zu den Bäumen links voraus, hinter denen in etwa einhundertfünfzig Yards Entfernung eine größere Lichtung lag. Dabei handelte es sich sehr wahrscheinlich um eine Weide, da sie mit einem Stacheldrahtzaun von der Straße abgetrennt war. »Sieh mal da! Könnte sein, dass wir angekommen sind.«

»Hoffentlich.« Ich warf einen Blick dorthin und sah die im grauen Morgenlicht durch die Stämme schimmernden zwei Fahrzeuge.

Beim Näherkommen wurde ersichtlich, dass sie am Rand eines unbefestigten Weges zwischen der Wiese und dem Wald standen: ein großer blauer Kombi und davor ein beiger GMC-Geländewagen mit einem Sheriffstern auf der Fahrertür und der Aufschrift Sheriff Scarsdale. Scarsdale war eine Kleinstadt wenige Meilen Luftlinie östlich gelegen. Der Fundort fiel in ihren Zuständigkeitsbereich, und es war auch der ansässige Sheriff gewesen, der das FBI New York verständigt hatte, nachdem die vorläufige Identität der Leiche geklärt war. Vorläufig, weil diese Identität lediglich auf der Halterfeststellung des besagten Autos gründete.

Ich stellte den Jaguar am Straßenrand vor dem Weg ab. Wäre ich dort reingefahren, wären wir ohne Abschlepphilfe vermutlich nie mehr rausgekommen. Vor dem Aussteigen streifte ich mir eine schwarze Strickmütze über den Kopf, schloss meine Daunenjacke und schlüpfte in Lederhandschuhe. Phil war ähnlich ausstaffiert. Nur hatte er zu einer Kappe mit Ohrenschützern gegriffen, die ihm ein leicht verwegenes Aussehen verlieh. Draußen erwartete uns ein kleiner Kälteschock.

***

Als wir durch den hohen Schnee zu den beiden PKWs stapften, fielen mir mehrere Dinge auf. Der blaue Kombi hatte auf den Hinterreifen Schneeketten; neben den tiefen Reifenabdrücken der beiden Fahrzeuge, die zu ihren jetzigen Standorten nahe an den Stacheldrahtreihen verliefen, hatte sich die schmale Spur zweier Langlaufskier eingegraben, begleitet von den Abdrücken eines Hundes, der sich halb springend halb laufend durch den Schnee gekämpft hatte. Die Skispur verlief wie mit dem Lineal gezogen zu einer Limousine zweihundert Yards weiter, dem Augenschein nach ein neuerer BMW der 5er-Klasse, der bei einer leichten Rechtsbiegung des Weges offenkundig geradeaus gefahren war und erst dicht vor den Bäumen zum Halten gekommen war.

»Da scheinen wir ja auch den Grund für unsere winterliche Landpartie zu haben«, sagte Phil zu mir. »Und es sieht ganz so aus, als wäre das Auto vor dem Schneefall dorthin geraten. Keine Fahrspuren.«

Dies hatte ich auch schon bemerkt und nickte zustimmend. Dafür sprach auch, dass die Limousine insbesondere auf dem Dach und der Heckpartie inklusive Heckscheibe von einer recht hohen Schneedecke bedeckt war.

Während wir diese Eindrücke kurz in uns aufgenommen hatten, waren an dem Geländewagen die vorderen Türen geöffnet worden und zwei Männer ausgestiegen. Derjenige, der auf dem Beifahrersitz gesessen hatte, trug Zivilkleidung und wirkte schon etwas älter. Der andere trug eine Khakiuniform samt dicker Winterjacke mit Sheriffwappen auf der Brust sowie eine bis über die Ohren reichende Dienstmütze und mochte etwa Mitte dreißig sein.

»Ich nehme an, Sie sind die FBI-Agents!«, rief er bereits aus einigen Schritten Entfernung.

»Sind wir«, antwortete ich und hielt meine Dienstmarke hoch.

»Grundgütiger!« Der Ausruf war ein einziger Vorwurf. »Sie haben sich aber Zeit gelassen.«

»Haben Sie mal auf das Wetter und die Straße geachtet?«, knurrte Phil zurück.

»Wir sind so schnell gekommen, wie es uns möglich war«, sagte ich. »Tut uns leid, wenn Sie lange warten mussten. – Sind Sie der Sheriff?«

»Nicht ganz«, antwortete der Uniformierte. Er zog seinen rechten Handschuh aus und reichte mir mit einem breiten freundlichen Lächeln die Hand. Seinen Verdruss über die lange Wartezeit schien er bereits vergessen zu haben. »Ich bin Deputy Carl Addy. Freut mich.«

»Ich bin Special Agent Jerry Cotton«, schüttelte ich die dargebotene Hand. »Freut mich auch. Und dies«, wies ich auf meinen Freund, »ist Special Agent Phil Decker.«

Addy schüttelte auch Phil die Hand, bevor er uns seinen Begleiter vorstellte. Es war Dr. Ned Truman, der örtlich zuständige Coroner.

»Was können Sie uns schon an die Hand geben, Deputy?«, fragte ich anschließend.

»Tja«, zuckte Addy die Schultern, wobei er gleichzeitig den Kopf neigte und sich seinen Handschuh wieder überstreifte. »Eigentlich nur den Namen des Toten, Harris Witney, und seine Adresse: 17, Linden Avenue in Englewood.«

»Aber das haben Sie nur per Halterfeststellung über das Autokennzeichen herausgefunden, falls unsere Zentrale uns richtig informiert hat«, hakte Phil nach.

»Das ist wahr«, bestätigte der Deputy. »Es befand sich weder bei dem Toten noch im Auto ein Führerschein oder sonstige Ausweispapiere. – Das war ganz schön gruselig, an der Leiche herumzuhantieren, kann ich Ihnen sagen.« Er schien sich noch jetzt bei dem Gedanken daran schütteln zu wollen. »Mir blieb nur die Halterfeststellung. Als ich die durchgeführt hatte, informierte ich sofort Sheriff McCormick, und der informierte Sie in New York.«

»Und darüber hinaus haben Sie noch keine Erkenntnisse?«, fragte Phil. »Eventuell hätten Sie schon mal in Englewood anrufen können, um die Identität des Toten wenigstens vorläufig bestätigt zu bekommen.«

»Das stimmt, das hätte ich tun können«, wurde Addy nachdenklich. Dann hellte sich seine Miene wieder auf. »Aber ich dachte, das würden Sie dann schon erledigen«, fügte er hinzu und bekam das Grinsen irgendwie nicht mehr aus dem Gesicht. »Und am besten schauen Sie sich die ganze Bescherung einfach selbst an. Ich kann Ihnen sagen, so was ist mir noch nicht zu Gesicht gekommen. Grundgütiger! – Aber ich glaube, da werden Sie in New York anderes gewohnt sein. Bei uns ist ja in dieser Hinsicht nicht so viel los.«

Phil hatte während der Erwiderung zur Seite geschaut und die Augen verdreht. »Das werden wir gewiss auch tun«, brummte er nun. »Das und alles andere.« Er wandte sich dem Coroner zu. »Was können Sie uns sagen, Doc? Oder haben Sie auch nur hier herumgesessen und sich gelangweilt?«

»Offengestanden ja«, gab Truman freimütig zu. »Eigentlich habe ich bloß darauf gewartet, die Leiche mitnehmen zu können. Der Körper ist steif gefroren. Da gab es nicht viel feststellen, um von einem Todeszeitpunkt erst gar nicht zu reden. Allerdings dürfte die Todesursache feststehen. Aber wie Carl gesagt hat: Am besten, Sie sehen es sich selbst an. Dann werden Sie verstehen. Ich bin seit dreißig Jahren Coroner, doch dergleichen ist mir auch noch nicht begegnet.«

»Grundgütiger!«, warf der Deputy bestätigend ein.

»Sind Sie hauptberuflicher Coroner?«, erkundigte ich mich.

»Nein«, winkte der Doktor ab, »wo denken Sie hin? So viele Leichen, die obduziert werden müssen, fallen hier nicht an. Im Hauptberuf bin ich Kinderarzt.«

Ich nickte verstehend. »Okay, dann wollen wir mal sehen, was wir haben.«

Während wir alle vier der Limousine entgegenstrebten, fing es leicht wieder an zu schneien.

»Auch das noch«, murmelte ich für unseren Rückweg Schlimmes befürchtend.

***

Wir waren an dem Wagen angekommen. Es handelte sich um einen 5er-BMW, schwarz mit beiger Lederausstattung, was unschwer zu erkennen war, da sämtliche Seitenfenster heruntergelassen waren. Offensichtlich war er mit der Front gegen den dicken Stamm eines Baumes geprallt, jedoch ohne dass ein großer Schaden entstanden war. Lediglich die Kunststoffstoßstange war ein wenig eingedrückt. Insofern konnte die Aufprallgeschwindigkeit nicht sehr hoch gewesen sein. Mir fiel auf, dass die Motorhaube im Gegensatz zu Dach und Heck so gut wie schneefrei war, und wies auch die anderen darauf hin. Die Antwort war genauso simpel wie logisch und kam von Addy: »Der Motor lief noch. Den habe ich erst abgestellt.«

Logisch war das, weil der Fahrer dazu schwerlich noch in der Lage gewesen war.

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