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Jerry Cotton - Folge 2861

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Mann hinter der Maske
  4. Vorschau

Der Mann hinter der Maske

Die Menschen in der Grand Central Station nahmen von den beiden Männern keine besondere Notiz. Für Jason Rannick war es wichtig, möglichst schnell eine der Telefonzellen zu erreichen, wobei er sich hastig zwischen den Massen hindurchdrängte.

»He, was war das denn?«

Das Geräusch kam Rannick merkwürdig vor, und dann spürte er den mörderischen Schlag im Rücken. Die Maschinenpistolen ratterten eine halbe Minute. Sechs Männer und Frauen wurden von mehreren Kugeln getroffen, während bei den anderen Reisenden eine Panik ausbrach.

Ich stand mit Phil keine zehn Yards von der Stelle entfernt, an der drei Menschen vor zwei Stunden im Kugelhagel ihr Leben verloren hatten. Das Massaker beherrschte die Fernseh- und Radiomeldungen, doch das war nicht der Grund unserer Anwesenheit.

»Ich war mir nicht ganz sicher, Agent Cotton. Doch der Führerschein ist tatsächlich auf den Namen Bruno Laurent ausgestellt«, sagte der Detective.

Wir hatten zwar immer noch unsere Zweifel, dennoch hatte Mr High uns zur Grand Central Station geschickt. Phil und ich sollten herausfinden, ob sich unter den Opfern wirklich auch der gesuchte Gangsterboss aus Korsika befand.

»Das wäre eine große Überraschung«, sagte ich.

Laurent galt als extrem vorsichtig und reiste meines Wissens nie mit der Bahn. Es könnte natürlich auch völlig andere Gründe gehabt haben, dass der Korse sich in der Grand Central Station aufgehalten hatte.

»Da ist der Führerschein.«

Der Techniker streckte mir das sorgfältig eingepackte Dokument hin, damit ich mich selbst überzeugen konnte. Phil schaute über meine Schulter und stieß einen leisen Pfiff aus.

»Sieht echt aus, Jerry. Wir sollten uns die Überwachungsbänder ansehen«, sagte er.

Ich reichte dem Techniker das Beweisstück zurück und teilte dem Detective mit, dass wir die Ermittlungen übernehmen würden. Er nahm es mit erkennbarer Erleichterung auf, da seine Abteilung bereits mit mehreren Mordermittlungen beschäftigt war. Auf dem Weg zu den Räumen der Cops, die für die Sicherheit in der Grand Central Station verantwortlich waren, telefonierte ich mit unserem Chef.

»Die Cops haben Laurent anhand eines Führerscheins identifiziert, der echt aussieht. Phil und ich schauen uns jetzt die Überwachungsaufzeichnungen an. Vielleicht erkennen wir Laurent darauf und erhalten einen Hinweis, was er hier wollte«, sagte ich.

Mr High stimmte zu und mahnte uns zu höchster Wachsamkeit. Seine Warnung war berechtigt, da Laurent der Anführer der korsischen Mafia war. Seit Monaten häuften sich die Anzeichen, wonach die Korsen ihren Machtbereich in verschiedenen amerikanischen Städten ausbauten. Bei den Kämpfen um Drogenmärkte oder Zuhälterringe ging es unfassbar brutal zu und auch Cops gerieten dabei in die Schusslinie. Rücksicht war kein Wort, das die Korsen besonders gut kannten.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker. Wir müssen uns die Videoaufzeichnungen ansehen, die den Bereich der Telefonzellen erfassen.«

Bei dem Wachleiter des NYPD wiesen wir uns aus und erklärten unser Anliegen. Der drahtige Officer mit den vollen, blonden Haaren gehörte zu der besonders fixen Sorte, wie seine Antwort bewies.

»Nachdem wir gehört haben, was passiert ist, habe ich diese Aufzeichnungen vorbereiten lassen«, sagte er.

Er führte uns an einen der Überwachungsplätze, an dem zurzeit kein Officer die Monitore im Blick hatte. Phil und ich setzten uns, während der Wachleiter die Aufzeichnungen startete.

»Ich kann Ihnen die Videos direkt ins Field Office überspielen, Agent Cotton. Reicht die Zeitspanne von einer Stunde vor dem Überfall aus oder hätten Sie lieber einen größeren Vorlauf?«

Vorerst erschien uns die ausgewählte Zeit völlig ausreichend. Phil und ich verfolgten gespannt, was sich in den Minuten unmittelbar vor der Schießerei abspielte. Der Kameraausschnitt war so gewählt, dass wir Laurent auf Anhieb erkannten.

»Der Detective hat recht. Bruno Laurent ist eines der Opfer«, sagte ich.

Einige Sekunden lang schwiegen wir nachdenklich. Obwohl wir die Aufzeichnungen mehrfach anschauten, konnten wir keine Auffälligkeit erkennen. Laurent schien tatsächlich nur wegen eines Telefonats in die Station gekommen zu sein. Wollte er so einer möglichen Überwachung seines Mobiltelefons aus dem Weg gehen? Denkbar wäre es.

»Wir müssen die Telefonate auswerten lassen«, schlug Phil vor.

Eine gute Idee, und so organisierte mein Partner den erforderlichen Beschluss, um anschließend die Techniker darauf anzusetzen.

»Vielen Dank für Ihre Unterstützung.«

Ich dankte dem aufmerksamen Wachleiter und verließ mit Phil die Räume der Cops. Der Anblick der hin und her eilenden Menschen zeigte mir, wie schnell die Normalität von einem Tatort wieder Besitz ergriff. Natürlich flogen neugierige Blicke hinüber zu den Absperrbändern sowie den fleißig arbeitenden Kriminaltechnikern.

»Ich frage nach, ob unsere Kollegen eine Kommunikationsüberwachung laufen hatten«, sagte ich.

Mein Partner nickte verstehend, während er das Trümmerfeld bei den Telefonzellen betrachtete. Die Auskunft der Kollegen fiel negativ aus.

»Wir haben Laurent jedenfalls nicht überwacht, aber das kann er trotzdem vermutet haben«, sagte ich.

Phil teilte meine Auffassung, wonach diese Annahme ein wahrscheinliches Motiv für die Wahl einer öffentlichen Telefonzelle gewesen war.

»Wir sollten überprüfen, ob die Korsen auch hier ihre Aktivitäten ausgebaut haben«, erwiderte Phil.

***

Vor Ort konnten wir nichts ausrichten, daher fuhren wir zurück ins Field Office. Innerhalb von zwei Stunden sammelten wir genügend Informationen, um einen konkreten Verdacht zu entwickeln.

»Bruno Laurent wollte scheinbar New York zu seinem Hauptstützpunkt in den USA ausbauen. Seit einer Woche beobachten die Cops, dass sich auffällig viele seiner harten Burschen im Big Apple herumtreiben«, sagte ich.

Phil und ich saßen am Besprechungstisch beim Chef, um ihm unsere Ergebnisse zu präsentieren. Aufmerksam hörte Mr High sich an, was wir bislang zu berichten wussten.

»Gab es denn Zwischenfälle wie in anderen Städten?«, fragte er.

»Nein, bisher nicht. Leider hat die Auswertung der Telefonate uns auch nicht weitergebracht. Laurent wurde von den Kugeln getroffen, bevor er überhaupt die Nummer eintippen konnte«, antwortete ich.

Damit blieb das Rätsel um seinen Aufenthalt auf dem Bahnhof zunächst ungelöst.

»Konnten Sie die Schützen identifizieren?«

Unser Chef brauchte dringend Ergebnisse, denn er sollte in einer Stunde eine Pressekonferenz zu dem Massaker abhalten. Leider konnten wir ihm keine Resultate liefern, da die Schützen maskiert gewesen waren.

»Wie wollen Sie weiter vorgehen?«, fragte er.

Phil und ich wollten versuchen, die Spur des Korsen aufzunehmen. Dazu hatten wir sämtliche Aufzeichnungen, auch von den im Außenbereich installierten Überwachungskameras, angefordert.

»Vielleicht finden wir so heraus, woher Laurent kam. Wenn er nicht mit einem der Züge angekommen ist, müssten wir seinen Wagen und vermutlich Begleiter entdecken«, erklärte ich.

Mr High nickte zustimmend und entließ uns. Mit ein wenig Glück konnten wir ihm doch noch Informationen beschaffen, die er den Medienvertretern als Zeichen für zügige Ermittlungsarbeit präsentieren konnte.

***

Der Libeccio fegte über Bastia und kündigte Regen an. Doch Einwohner wie Yanis Bernardini reagierten darauf mit Gelassenheit, da der Libeccio eine Art ständiger Begleiter der Menschen von Bastia war. Bernardini war der Bürgermeister der Hafenstadt, die gleichzeitig das Wirtschaftszentrum von Korsika darstellte.

»Ich pflege meine Versprechen zu halten«, sagte Bernardini.

Entgegen einem häufig geäußerten Vorurteil war der gebürtige Korse weder klein von Statur noch hatte er schwarze Haare. Obwohl die silbernen Strähnen in den roten Haaren mittlerweile überwogen, konnte man die ursprüngliche Farbe noch gut erkennen. Der Politiker richtete seine Worte an einen Mann, der schon durch seine konservative Kleidung den Advokaten erkennen ließ.

»Ihnen ist hoffentlich bewusst, wie Monsieur Laurent diese Antwort auffassen wird«, mahnte der Anwalt.

Obwohl das Gespräch in den Amtsräumen der Verwaltung von Bastia erfolgte und auf den ersten Blick in ruhiger Atmosphäre stattfand, erschien ein gefährliches Funkeln in den Augen des Bürgermeisters.

»Drohen Sie mir lieber nicht, mein Herr. Als ich diesen Posten übernommen habe, versprach ich den Bürgern von Bastia, mit der wuchernden Kriminalität aufzuräumen. Wer mir dabei in die Quere kommt, wird es bereuen«, erwiderte Bernardini.

Einige Sekunden lang maßen die beiden Männer sich mit Blicken, bevor der Rechtsanwalt knapp nickte.

»Ich werde es Monsieur Laurent ausrichten. Hoffentlich war dies nicht unser letztes Treffen«, sagte er.

Auch diese Drohung perlte scheinbar wirkungslos am Bürgermeister ab, der lediglich ein verärgertes Schnauben hören ließ. Während Bernardini sich wieder seinen Unterlagen zuwandte, deren Lektüre er wegen des überraschenden Besuchs des Rechtsanwalts unterbrochen hatte, eilte der die Treppen hinunter.

»Er zeigt sich uneinsichtig. Vermutlich unterschätzt er die Situation gründlich.«

Erst als der Rechtsanwalt in seinem Citroën C5 saß, teilte er telefonisch das Ergebnis seiner Bemühungen mit. Aufmerksam lauschte er den Fragen.

»Ja, das dürfte höchstwahrscheinlich seine Haltung verändern«, stimmte er zu.

Nachdem er seine Meinung zu dem Vorschlag geäußert hatte, beendete der Rechtsanwalt das Gespräch. Was nun passieren würde, musste Yanis Bernardini seiner Dickköpfigkeit zuschreiben. Als erfahrener Kommunalpolitiker hätte er wissen müssen, dass die Organisation von Laurent ihre Aktivitäten im wirtschaftlichen Zentrum von Korsika keinesfalls reduzieren würde. Schließlich startete der Rechtsanwalt den Motor seines Wagens und fuhr zurück zu seinem Büro. Als ihm zwei schwarze SUV aus dem Hause Mercedes entgegenkamen, warf er lediglich einen kurzen Blick hinüber. Er hatte gewusst, dass Laurent sich auf seiner Yacht im Hafen von Bastia aufhielt, und hatte daher mit dieser schnellen Reaktion gerechnet.

***

»Was ist denn jetzt noch, Julie?« Als sich die Zwischentür zum Vorzimmer öffnete, erwartete Bernardini seine Sekretärin zu sehen. Sie hatte zwar schon seit über einer Stunde Feierabend, doch außer Julie betrat niemand aus der Verwaltung das Büro des Bürgermeisters, ohne zuvor anzuklopfen.

»Sie bestehen also auf einem persönlichen Gespräch mit mir, Bernardini.«

Dessen Kopf schnellte hoch, als er die tiefe, ein wenig heisere Stimme vernahm. Yanis Bernardini war kein Hasenfuß, sonst hätte er sich nicht in der Politik so weit nach oben kämpfen können. Als Sohn eines einfachen Kaufmanns musste er sich seinen Aufstieg hart erkämpfen, weshalb man Bernardini nicht so schnell in Angst versetzen konnte. Doch das unerwartete Auftauchen des gefürchteten Paten der Mafia ließ seine Pulsfrequenz unmittelbar in die Höhe schnellen.

»Laurent? Ich dachte, Sie wären in den USA?«, stammelte er.

Der Mafiaboss trat näher an den Schreibtisch, während der Regen mit brachialer Härte einsetzte.

»Sie zeigen sich wenig kooperativ, Bernardini. Was bewegt Sie zu diesem ungesunden Verhalten?«, erwiderte Laurent.

Mit keiner Silbe ging der Mafioso auf die Fragen des Politikers ein. Der Bürgermeister lehnte sich zurück, wodurch sein Schreibtischstuhl ein Stück zurückrollte. Als eine Windböe ihm die Gardine in den Nacken wehte, fuhr Bernardini erschrocken auf.

»So nervös, Bürgermeister?«

Beißender Hohn klang in Laurents Stimme mit, der sein Gegenüber mit kalten Blicken maß.

»Was wollen Sie von mir?«, fragte Bernardini.

Er gab sich alle Mühe, einige Schärfe in seine Stimme zu bringen. Dennoch blieb es nur ein Versuch.

»Nehmen Sie es als Wertschätzung Ihrer Arbeit, Bernardini. Mein Angebot in Bezug auf unsere Zusammenarbeit ist jedoch nicht verhandelbar, und das möchte ich Ihnen mit meinem Besuch verdeutlichen«, antwortete Laurent.

Noch immer erhob der Gangsterboss seine Stimme um keinen Deut, sodass der prasselnde Regen sie fast übertönte. Doch die Angst sorgte dafür, dass Bernardinis Adern mit Adrenalin überflutet wurden und seine Sinne an diesem Abend besonders geschärft waren. Ihm entgingen kein Wort und auch keine Nuance in Laurents Stimme.

»Jedes Angebot ist verhandelbar, Laurent. So leicht lasse ich mich nicht einschüchtern, so viel müssten Sie über mich wissen«, wehrte er sich.

Ein kühles Lächeln huschte für den Bruchteil einer Sekunde über das Gesicht des Gangsters, so als wenn ihn Bernardinis Gegenwehr amüsierte. Das leise Ping aus dem Lautsprecher am Computer ließ Bernardini irritiert dorthin schauen.

»Sie sollten die Mail öffnen, Bernardini. Anschließend können wir mit Sicherheit offener miteinander sprechen«, sagte Laurent.

Mit einem Kloß im Hals kam der Bürgermeister der Aufforderung nach, öffnete die elektronische Nachricht an seinem Monitor. Sein Blick wurde von einem Videoclip gefesselt, in dem zwei Menschen gut zu sehen waren. Einer der Darsteller war Bernardini selbst, und genauso wie sein Gesicht zweifelsfrei zu identifizieren war, konnte am extrem jungen Alter seiner Gespielin ebenfalls kein Zweifel aufkommen.

»Nett, nicht wahr? Ob es allerdings Ihre Ehefrau, Ihre Kinder oder die Bürger unserer schönen Stadt ebenfalls nett finden, wage ich zu bezweifeln«, sagte Laurent.

Es kostete Bernardini offenkundig große Kraft, seinen Blick vom Monitor zu lösen. Abgrundtiefe Verachtung stand in seinen Augen, als er Laurent anschaute.

»Das ist eine miese Fälschung, Sie Dreckskerl«, stieß er hervor.

Der Mafiaboss wiegte skeptisch den Kopf.

»Glauben Sie, dass die Medien es ebenso einschätzen? Wird Ihre Frau Ihnen Glauben schenken oder Ihre Parteifreunde? Wollen Sie es wirklich darauf ankommen lassen?«, fragte er.

Jede Frage war eine einzige Provokation, und für einige Sekundenbruchteile war Bernardini bereit, den Alarmknopf unter der Schreibtischplatte zu betätigen. Innerhalb weniger Augenblicke würde ein halbes Dutzend schwer bewaffneter Polizisten ins Büro stürmen, denen er den Befehl zur Verhaftung des Gangsters erteilen könnte. Es war ein sehr verführerischer Gedanke, den der Politiker jedoch nicht umsetzte.

»Was erwarten Sie von mir?«, fragte Bernardini.

Mit dieser Frage ergab er sich seinem Schicksal. Ein milder Tadel kam als Antwort.

»Dass Sie mich zukünftig bei diesem Wetter nicht zu einer Fahrt in die Stadt zwingen, Bernardini. Den Rest erfahren Sie schon, keine Angst.«

Es klang abscheulich harmlos, und doch wusste der Bürgermeister, dass er sich bereits bei der ersten Konfrontation dem organisierten Verbrechen gebeugt hatte. Mit dieser Schmach musste Bernardini ab sofort leben, auch wenn ihn ein mörderischer Hass schier umbringen wollte. Er wollte seine Karriere und seine Ehe nicht riskieren.

***

Der Anruf aus der Rechtsmedizin hatte mich dazu veranlasst, eine internationale Anfrage zu starten. Sollte sich eine Bestätigung ergeben, konnten wir Mr High einen wahren Leckerbissen als Information anbieten.

»Alles klar. Ja, Sie haben uns sehr damit geholfen. Vielen Dank.«

Ein Kollege von Interpol hatte sich telefonisch gemeldet, um mir eine bestätigte Sichtmeldung mitzuteilen. Ich erzählte Phil auf dem Weg zum Büro des Chefs davon. Helen winkte uns durch, da sie von den besonderen Umständen wusste.

»Mister High? Wir haben wichtige Informationen, die Sie vermutlich gut für die Pressekonferenz verwenden können«, sagte ich.

Unser Chef hob gespannt die Augenbrauen in die Höhe und unterbrach mich kein einziges Mal. Anschließend lehnte er sich nachdenklich zurück, was mich einen verwunderten Seitenblick mit Phil austauschen ließ.

»Sie übersehen ein wichtiges Detail, Jerry. Wenn der Kleinganove mit einem täuschend echten Führerschein von Laurent unterwegs war, muss es dafür einen besonderen Grund gegeben haben. Welchen?«

Meine Euphorie verflog schlagartig, da ich tatsächlich diesen Aspekt übersehen hatte. Der Tote aus der Grand Central Station hieß in Wahrheit Jason Rannick und lebte normalerweise in Atlanta, wo er bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten war. Wie kam ein Gangster seines Formats an diesen Führerschein?

»Selbst ein unterbelichteter Gangster kennt Bruno Laurent und würde tunlichst die Verwendung eines gefälschten Ausweises mit diesem Namen vermeiden«, sagte ich.

Mein Partner und unser Chef nickten zustimmend. Irgendetwas musste Rannick dazu bewogen haben, es dennoch zu tun.

»Ich kann mir nicht einmal vorstellen, dass Rannick für sehr viel Geld ein derartiges Risiko eingehen würde«, sagte Phil.

Mr High würde diese Information vorerst zurückhalten und den Medien gegenüber noch nichts über diese Zusammenhänge verraten.

»Finden Sie heraus, wie Rannick an den Führerschein gekommen ist und was er damit vorhatte«, ordnete er an.

Zusammen mit Phil machte ich mich an die Arbeit. Zunächst telefonierte ich mit einem Sergeant bei der Polizei in Atlanta, um mehr über Jason Rannick zu erfahren. Gab es möglicherweise eine Verbindung zur korsischen Mafia?

»Die würden Rannick bestenfalls als Boten einsetzen, mehr nicht«, sagte der Sergeant.

»Warum sollte Laurent sich einen gefälschten Führerschein auf seinen eigenen Namen ausstellen lassen?«, fragte Phil.

Es war sinnlos und brachte uns keinen Schritt voran.

»Wir klopfen auf den Busch. Rannick muss einen konkreten Auftrag gehabt haben, warum er mit diesem Führerschein nach New York gekommen ist.

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