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Jerry Cotton - Folge 2859

Der Galerist des Todes

»Und bitte, etwas mehr Professionalität!«, forderte Theodore Manison von seinem Galeristen Benjamin Blues.

»Mein Gott, ich weiß gar nicht, was Sie wollen, es läuft doch alles hervorragend«, konterte der.

Manison vollführte mit seinem Kopf eine gekünstelte aristokratische Bewegung. »Es ist das ewige Los der großen Geister, dass sie von den weniger begünstigten Zeitgenossen nicht als das verstanden werden, was sie sind. Und überhaupt: Sie haben sich nicht dazu bereit erklärt, meine Bilder auszustellen, Sie haben förmlich darum gebettelt!«

»Was soll ich dazu noch sagen«, meinte Blues und machte eine ablehnende Geste mit den Armen. »Lassen Sie uns die Show über die Bühne bringen. Wenn die Ausstellung in fünfzehn Minuten eröffnet wird, sollten wir ein Herz und eine Seele sein – dem Verkaufserfolg zuliebe.«

»Wenn Sie meinen«, erwiderte Manison hochnäsig und drehte sich um. »Ich werde mich kurz zurückziehen und ein wenig meditieren.«

»Wenn’s hilft«, sagte der Galerist und ließ den Maler allein.

Manison ging in einen der hinteren Räume, wo er es sich ein paar Minuten auf einer Couch bequem machen wollte. Zu seiner Enttäuschung war noch jemand in diesem Raum: eine Person, die in einen weißlichen Plastikanzug gehüllt war und wie eine Reinigungskraft aussah.

»Sie sind spät dran«, sagte Manison. »Verlassen Sie bitte den Raum und suchen Sie woanders nach Staub. Ich möchte allein sein und etwas meditieren, um mich auf den Erfolg der Ausstellung vorzubereiten. Ach, warum erzähle ich Ihnen das überhaupt? Verschwinden Sie einfach!«

Entgegen seiner Erwartung bewegte sich die Gestalt nicht in Richtung einer der Türen, sondern kam auf ihn zu.

»Was soll das?«, fragte er verärgert und trat einen Schritt zurück.

Die Person hob ihren Kopf und er schaute in die kalten Augen, die ihn zornig fixierten.

Er wollte gerade zum Reden ansetzen, als der kalte Stahl eines Dolchs von vorne in seinen Hals eindrang und seine Luftröhre durchstieß.

Instinktiv wollte er um Hilfe schreien, aber außer einem Krächzen brachte er keinen Ton heraus. Dann sah und fühlte er, wie die blutige Klinge herausgezogen wurde, und verlor das Gleichgewicht. Er taumelte und versuchte dabei zu atmen. Vergeblich, denn statt Luft drang nur Blut in seine Lungen.

Auf dem Weg zur Tür brach er zusammen und fiel auf den hellen Marmorboden. Theodore Manison, ein aufsteigender neuer Stern am Kunsthimmel, war tot.

***

»Wo zum Henker steckt der Kerl denn jetzt schon wieder?«, fluchte Blues und schaute sich um. »Es ist zwölf Uhr, und um zwölf Uhr sollte die Ausstellung eröffnet werden, keine Minute später. Ich hasse es, wenn jemand kein Zeitgefühl hat und andere warten lässt. Das ist kein gutes Benehmen. Wendy, können Sie mal hinten nachsehen, wo er bleibt?«

Seine Mitarbeiterin nickte und machte sich auf den Weg, um Manison zu suchen.

»Ach, egal, wenn er nicht pünktlich ist, dann fangen wir eben ohne ihn an«, sagte Blues. »Soll er doch selbst erklären, warum er erst später kommen konnte. Öffnen Sie bitte die Tür, wir legen jetzt los!«

Ein anderer Mitarbeiter kam seiner Anweisung nach.

Vor der Galerie hatten sich bereits Dutzende von Menschen auf dem Bürgersteig versammelt und warteten gespannt darauf, eingelassen zu werden.

»Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zur Eröffnung der Ausstellung von Theodore Manison. Bitte, treten Sie näher!«, sagte er mit angemessener Lautstärke und machte eine einladende Geste.

Die Gäste kamen seiner Aufforderung nach und schoben sich in die Galerie.

Er selbst lächelte zufrieden. Großer Andrang bedeutet in der Regel immer große Nachfrage und ein entsprechend gutes Geschäft. Während er die Gäste freundlich begrüßte, kalkulierte er, wie viel jeder von ihnen in Sachen Umsatz wert war.

Als etwa die Hälfte der Leute von der Straße die Galerie betreten hatte, ertönte plötzlich ein markerschütternder Schrei. Blues fuhr herum. In den Gesichtern der Gäste konnte er erkennen, dass etwas geschehen sein musste.

»Was ist los?«, fragte er und ging in Richtung des hinteren Teils der Galerie.

Er ging auf eine Menschenmenge zu, die sich vor einem der hinteren Räume drängte, und bahnte sich seinen Weg hindurch.

»Lassen Sie mich bitte durch!«, sagte er und schaffte es schließlich, den Raum, aus dem der Schrei gekommen war, zu betreten.

Was er dann sah, ließ seinen Atem stocken: In einer Lache aus Blut lag dort Theodore Manison am Boden.

»Das … das ist nur Show!«, versuchte er seine Gäste zu beruhigen.

Doch ihre Gesichter sprachen eine andere Sprache.

»Ich glaube, er ist tot«, sagte Wendy und weinte.

***

»Das ist immer der unangenehmste Teil unserer Arbeit«, meinte Phil und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. »Detaillierte Berichte für die Ablage.«

»Tja, das gehört nun mal dazu«, entgegnete ich.

»Klar«, sagte Phil mürrisch. »Ich meine nur, dass es mir lieber ist, auf der Straße aktiv zu sein, im Geschehen.«

Mein Handy klingelte und ich schaute Phil an. »Vielleicht hat ja jemand deine Bitte erhört.«

Ein Blick auf das Telefon zeigte mir, dass Mr High der Anrufer war.

»Guten Morgen, Sir«, meldete ich mich.

»Guten Morgen, Jerry«, erwiderte er. »Ich habe einen neuen Fall für Sie.«

»Das kommt uns gerade recht«, sagte ich. »Worum geht es?«

»Theodore Manison, ein in Insider-Kreisen recht bekannter Maler aus Orange County, ist gerade in der Galerie von Benjamin Blues ermordet aufgefunden worden – bei der Eröffnung der Ausstellung seiner Bilder. Da er aus Kalifornien stammt, übernehmen wir den Fall.«

»Wir machen uns sofort auf den Weg«, sagte ich und ließ mir noch die Adresse durchgeben.

»Ein neuer Fall?«, fragte Phil mit erwartungsvollem Blick.

Ich nickte nur.

»Goodbye, Büroluft!«, sagte er tatendurstig und stand auf. »Worum geht es?«

»Um einen Maler aus Orange County, der gerade aus dem Leben geschieden ist«, antwortete ich.

»Dann werden seine Bilder jetzt wahrscheinlich richtig teuer werden«, bemerkte Phil.

»Was uns schon mal ein Motiv gibt«, sagte ich und ging los. »Fragt sich nur, wer daran verdient, wenn der Künstler nicht mehr unter uns weilt.«

Wir fuhren nach unten zur Tiefgarage und machten uns von dort mit dem Jaguar auf den Weg. Phil stellte schon während der Fahrt mit Hilfe des Bordcomputers Recherchen an.

»Na ja, ist nicht so ganz mein Geschmack«, meinte Phil, der sich ein paar der Werke des verstorbenen Künstlers anschaute. »So eine unglückliche Mischung von Lichtenstein und Dalí, würde ich sagen.«

»Und wie sieht es mit den Preisen aus?«, fragte ich. »Steht da diesbezüglich auch was?«

Phil gab etwas in den Computer ein. »Die meisten Bilder liegen im unteren fünfstelligen Bereich.«

»Nicht schlecht«, sagte ich.

»Wobei sich die Vita von Manison wie die eines echten Künstlers liest. Junger Mann aus gutem und wohlhabendem Hause, ist früh von dort ausgerissen und hat die Welt bereist, vor allem Indien, Tibet und Japan. Hat dann seine Liebe zur Kunst entdeckt und angefangen zu malen. Wäre nächste Woche dreißig geworden. Soweit ich das auf die Schnelle in Erfahrung bringen kann, war er nicht verheiratet.«

Phil schaute aus dem Fenster und deutete mit dem Finger auf eines der Gebäude vor uns. »Da, ich glaube, da ist es.«

»Zumindest ist da einiges los«, erwiderte ich und setzte den Blinker, um den Wagen zu parken.

***

Phil hatte recht, die Adresse stimmte. Wir hatten die Museum Mile, die 57th Street, auf der Upper East Side erreicht. Hier, in unmittelbarer Nähe des Museum of Modern Art, hatten sich schon in den dreißiger Jahren die ersten Kunsthändler angesiedelt. Und im Laufe der Jahre sind es mehr und mehr geworden. Heute findet man in dieser Gegend Werke alter und etablierter Künstler, aber auch die der klassischen Moderne. Neben den bekannteren Galerien wie Gagosian, Knoedler & Company, Leo Castelli und nicht zu vergessen auch Tilton befinden sich hier viele kleinere Galerien wie die von Benjamin Blues, die um die Gunst der Kunstbegeisterten buhlen.

Wer in einer der großen Galerien ausstellen kann, hat es als Künstler geschafft. In vielen der kleineren Galerien trifft das auch zu, wobei unter den Galerien selbst natürlich auch ein Konkurrenzkampf herrscht und sie sich gegenseitig die großen Fische wegschnappen.

Es war nicht einfach, durch die dicht gedrängte Menschenmenge zur Galerie von Benjamin Blues zu kommen. Es mussten hundert oder mehr Menschen sein, die sich hier eingefunden hatten.

»Wahrscheinlich hauptsächlich Leute, die in die Galerie wollten«, sprach Phil das aus, was ich auch dachte.

»Vermutlich«, sagte ich. »Wir sollten auf jeden Fall dafür sorgen, dass ein paar Fotos gemacht werden. Vielleicht haben wir Glück und der Täter ist zum Schaulustigen geworden. Wäre ja nicht das erste Mal.«

Phil sprach mit einem Cop des NYPD und organisierte das. Dann betraten wir die Galerie.

Auch dort befanden sich viele Menschen. Als die Polizei vor Ort angekommen war, hatte sie dafür gesorgt, dass niemand das Gebäude verließ. Standard-Aktion, um den Täter an der Flucht zu hindern. Wobei er in den meisten Fällen natürlich den Tatort bereits verlassen hatte.

»Wer ist hier zuständig?«, fragte Phil laut.

»Da hinten ist ein Detective vom NYPD«, antwortete einer der Gäste und deutete in den hinteren Bereich der Galerie.

Phil und ich gingen in die angezeigte Richtung, vorbei an den Menschen, die uns teils neugierig, teils verstohlen musterten. Zog man die Kleidung der Gäste ins Kalkül, so handelte es sich durch die Bank um gut betuchte Besucher. Nur ein oder zwei trugen abgenutzte Jeans und ramponierte Turnschuhe, aber das konnte auch Tarnung sein. Viele der wirklich Reichen standen nicht darauf anzugeben und bevorzugten es, ihren Vermögensstand vor anderen zu verbergen.

Wir betraten ein abseits der großen Räume gelegenes Zimmer, in dem sich die Leiche befand: ein junger Mann mit blasser Haut, der in einer Lache seines eigenen Blutes lag. Anwesend war noch ein junger Mann, mit dem ich schon zu tun gehabt hatte, Detective Stryker vom Morddezernat des NYPD, und ein älterer Herr, dessen leicht korpulenter Körper in einem zu engen, aber äußerst eleganten Anzug steckte.

»Agent Cotton, Agent Decker, guten Tag«, begrüßte Stryker uns.

Wir erwiderten den Gruß.

»Schlimme Sache«, sagte er und deutete auf die Leiche. »Theodore Manison, ein junger Maler – aber das wissen Sie sicherlich schon. Der Täter hat ihm in den Hals gestochen, von der Mordwaffe fehlt bisher noch jede Spur. Das hier ist Benjamin Blues, der Besitzer der Galerie. Gefunden wurde die Leiche von einer seiner Mitarbeiterinnen, Miss Wendy Baker, direkt nach der Eröffnung der Vernissage.«

Er deutete auf Blues, als er dessen Namen erwähnte.

»Guten Tag, Mister Blues«, sagte ich und reichte ihm die Hand zur Begrüßung.

Er gab mir die Hand. Sein Händedruck war ziemlich schwach, die Haut feucht. Seine kleinen Augen wanderten nervös hin und her und sein ganzer Körper, der einige Pfunde zu viel auf den Rippen hatte, war die ganze Zeit in Bewegung. Offenbar stand er ziemlich unter Stress.

»Genau so war es«, bestätigte er die knappe Darstellung von Detective Stryker.

»Miss Baker wartet im Nebenzimmer. Dr. Drakenhart von der Crime Scene Unit hat sich das Opfer bereits angeschaut und untersucht mit ihrem Team den weiteren Umkreis des Tatorts, vor allem den Hinterhof. Wie es aussieht, hat sich der Täter von dort gewaltsam Zugang zur Galerie verschafft«, informierte uns Detective Stryker weiter.

Ich schaute Mister Blues an. »Wann haben Sie Mister Manison zuletzt gesehen?«

»Vielleicht zehn oder fünfzehn Minuten bevor wir ihn hier gefunden haben. Er wollte sich ein paar Minuten zurückziehen, um zu meditieren oder so – und das direkt vor der Eröffnung. Na ja, manche Künstler sind echt schräge Vögel und haben die unglaublichsten Marotten, und ich bin auch einiges gewohnt. Aber Manison war wirklich überaus exzentrisch. Und egozentrisch, wenn ich das erwähnen darf«, gab Blues eine lange Antwort.

»Und was ist geschehen, nachdem er Sie verlassen hatte?«, wollte Phil wissen.

Blues schaute ihn an. »Dann bin ich mit zwei meiner Mitarbeiterinnen zum Eingang gegangen. Als er um 12 Uhr nicht kam, habe ich Wendy losgeschickt, um ihn zu holen, und habe die Tür geöffnet und die ersten Leute reingelassen. Ich hatte keine Lust auf ihn zu warten. Dann, nur wenige Sekunden später, hörte ich einen Schrei. Es war Wendy, die ihn hier gefunden hatte.«

»Wir brauchen auf jeden Fall eine Liste all Ihrer Mitarbeiter«, sagte Phil.

Blues nickte. »Ja, kein Problem, das sind ja nicht so viele. Ich hatte auch noch vier Hostessen engagiert, um für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen.«

»Deren Namen brauchen wir natürlich auch«, sagte Phil. »Wobei wir sie besser alle sofort vor Ort befragen sollten.«

»Ja, das sollten wir«, sagte ich zustimmend.

»Gibt es in Ihrer Galerie Kameras – zur Überwachung?«, fragte ich den Galeristen.

Er schüttelte den Kopf. »Nein, keine Kameras. Einige meiner Kunden mögen es nicht, gefilmt zu werden. Sie wissen ja, wie die Prominenten so sind. Ich habe zwar eine Alarmanlage, aber keine Kameras. Und die Alarmanlage war natürlich abgestellt, die ist nur dann aktiviert, wenn keiner im Haus ist.«

»Hat sich außer Ihnen, Ihren Mitarbeitern und den Hostessen sonst noch jemand in der Galerie aufgehalten? Vielleicht ein Handwerker, der noch nicht gegangen war? Oder ein Kunde, dem Sie bereits vor der offiziellen Eröffnung Einlass gewährt hatten?«, war Phils nächste Frage.

Blues überlegte kurz. »Nein, nicht, dass ich wüsste. Kunden waren heute vor der Eröffnung noch nicht im Gebäude. Und Handwerker oder so waren auch keine da. Die letzten Lieferanten sind gegen zehn gegangen, also etwa zwei Stunden vor der Eröffnung.«

Dann wandte ich mich an den Galeristen. »Mister Blues, wir werden zunächst noch einige andere Personen befragen und uns ein genaueres Bild des Tatorts machen. Danach werden wir wahrscheinlich wieder auf Sie zurückkommen. Ich möchte Sie daher bitten, in der Galerie zu bleiben.«

Er nickte zustimmend. »Kein Problem, ich hatte sowieso nichts anderes vor – zumindest hatte ich das nicht, bis das hier passiert ist.«

»Gut, dann verbleiben wir so«, sagte ich und wandte mich dann an Detective Stryker. »Können Sie uns zu Miss Baker begleiten?«

»Kein Problem«, sagte er.

Zusammen mit ihm und Benjamin Blues verließen Phil und ich den Raum, in dem der Mord stattgefunden hatte. Ein Cop, der an der Tür stand, sorgte dafür, dass sich kein Unbefugter Zugang zum Tatort verschaffen konnte.

»Ich sage noch meinen Leuten Bescheid, dass Sie jetzt übernehmen, dann mache ich mich auf den Weg«, sagte Stryker, als wir vor dem Zimmer standen, in dem sich Miss Baker aufhielt.

»Geht klar«, sagte Phil. »Und vielen Dank für Ihre Unterstützung.«

»Gern geschehen«, sagte Stryker und entfernte sich von uns.

»Dann wollen wir mal«, sagte Phil und öffnete die Tür.

***

Das Zimmer, in dem sich Miss Baker aufhielt, war eher eine große Abstellkammer als ein Raum, in dem man sich gut aufhalten konnte. Aber hier war sie zumindest allein.

Als wir eintraten, schaute sie auf. Ich schätzte sie auf Mitte zwanzig. Sie sah nett aus, war aber für meinen Geschmack etwas zu stark geschminkt. In ihrem hellgrauen Kostüm sah sie aus wie eine konservative Büroangestellte.

»Guten Tag, Miss Baker, wir sind die Agents Decker und Cotton vom FBI New York«, stellte ich uns vor. »Der Mordfall wurde unserer Behörde zugeteilt, daher führen wir die Ermittlungen, die Detective Stryker begonnen hatte, fort.«

»Ach so?«, fragte sie überrascht. »Er machte einen netten und kompetenten Eindruck.«

»Das hat nichts mit seiner Qualifikation als Ermittler zu tun«, erklärte ich. »Da Mister Manison offiziell in einem anderen Bundesstaat wohnt, ist das FBI zuständig.«

Sie nickte. »Ja, das verstehe ich.«

Ich nahm ihr gegenüber auf einem Klappstuhl Platz. »Damit wir uns ein genaues Bild machen können, ist es wichtig, dass Sie uns noch einmal im Detail schildern, wie Sie Mister Manison gefunden haben.«

Sie schluckte. »Es war kurz vor der Eröffnung, da war Mister Blues ein wenig sauer auf Mister Manison, weil er noch nicht da war. Mister Blues legt immer großen Wert auf Pünktlichkeit, und es war schon zwölf. Mister Manison hatte sich zurückgezogen, weil er vor der Eröffnung seine Ruhe haben wollte. Daher hat Mister Blues mich gebeten, ihn zu suchen und zum Eingang zu bringen. Ich bin also los und habe mich in der Galerie umgeschaut. Der Raum nebenan war einer der letzten, wo ich gesucht habe. Da habe ich ihn gefunden, auf dem Boden liegend, mit all dem Blut. Zuerst dachte ich, das wäre ein PR-Gag. Ich meine, ich habe noch nie eine echte Leiche gesehen. Aber als ich dann in seine kalten, ausdruckslosen Augen geschaut habe, war mir klar, dass das todernst war. Irgendwie sind dann meine Gefühle mit mir durchgegangen und ich habe geschrien wie am Spieß. Dann kamen ein paar Leute angerannt und haben ihn auch gesehen. Irgendjemand hat die Polizei gerufen und dann kamen immer mehr Cops und schließlich auch die Leute in den weißen Anzügen, die den Tatort untersucht haben.«

»Haben Sie, als Sie Mister Manison gefunden haben, irgendetwas berührt? Ihn selbst oder das Blut oder etwas anderes in dem Raum«, fragte ich.

»Nein, habe ich nicht. Ich hatte mich nur ein wenig zu ihm runtergebeugt, als ich in seine Augen gesehen habe, sonst nichts.

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