Logo weiterlesen.de
Jerry Cotton - Folge 2858

Ein Opfer ohne Mörder

»Zugriff!«, kam der Einsatzbefehl über das Headset.

Ich lief in geduckter Haltung aus meiner Deckung an der Ecke des Lagerhauses heraus und rannte über den Pier. Phil folgte mir. Wir trugen Kevlar-Westen und Einsatzjacken, die uns als FBI-Agenten kenntlich machten.

Gut zwanzig Meter ohne Deckung waren es bis zum Liegeplatz der Mendoza Star, eines Frachters, der unter irgendeiner Billigflagge fuhr. Ich sprang von der Kaimauer aus an Deck und lief mit der SIG in der Hand in Richtung der Brücke.

Hinter einem der Aufbauten tauchte ein Mann in dunkler Lederjacke und Wollmütze auf. Er riss die Maschinenpistole vom Typ Uzi hoch, die er an einem Riemen über der Schulter trug. Er feuerte augenblicklich.

Blutrot zuckte das Mündungsfeuer aus dem kurzen Lauf der Uzi hervor wie eine flammende Drachenzunge.

Ich feuerte ebenfalls, aber meine Kugel ging ins Nichts. Gleichzeitig spürte ich mindestens ein halbes Dutzend Einschläge auf meinem Oberkörper. Die Kugeln wurden zwar durch die Schutzweste aufgefangen und glücklicherweise war die Munition einer Uzi relativ kleinkalibrig – aber trotzdem kam jeder dieser Treffer einem mittleren Faustschlag gleich. Ich taumelte zurück.

Doch gleichzeitig wurde auch der Uzi-Schütze nach hinten gerissen. Seine Lederjacke hatte plötzlich ein großes Loch, darunter kam graues Kevlar hervor, so wie wir es auch trugen. Unser Kollege Joe Brandenburg, der zusammen mit einem Dutzend weiterer G-men auf das Schiff zugestürmt war, hatte seine Waffe bereits in dem Moment abgefeuert, in dem der Kerl auf mich zu schießen begann.

Nur benutzte Joe einen Revolver vom Kaliber .357 Magnum, und obwohl der Uzi-Schütze ebenfalls durch eine kugelsichere Weste geschützt war, traf ihn dieser Schuss mit der Wucht eines Dampfhammers. Benommen rutschte er an der Wand der Schiffsaufbauten zu Boden, während ich nach Luft schnappte.

Offenbar hatte ich außer den Treffern, die in meiner Weste gelandet waren, nichts abbekommen.

Phil überholte mich. »Waffe weg, FBI!«, rief er.

Der Uzi-Schütze umklammerte immer noch den Griff seiner Waffe, allerdings war er im Moment wohl nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Er zögerte, dann ließ er die Waffe los. Phil nahm sie ihm weg und legte ihm Handschellen an.

Unsere Kollegen Joe Brandenburg, Les Bedell und Ruby O’Hara waren inzwischen an Bord gekommen und schwärmten in verschiedene Richtungen aus.

»Alles in Ordnung, Jerry?«, fragte Phil.

»Außer ein paar blauen Flecken und zerfetzten Klamotten wird wohl nichts bleiben!«, meinte ich.

Ich setzte mich wieder in Bewegung. Inzwischen kümmerten sich zwei andere Kollegen um den Festgenommenen. Ruby O’Hara und Les Bedell drangen zur Brücke des Frachters vor. Aber dort war zurzeit niemand.

Phil und ich folgten unterdessen Joe Brandenburg zur Einstiegsluke in den Hauptladeraum. Joe riss sie auf. Eine Treppe führte hinunter. Phil ging als Erster. Ich folgte. Zur gleichen Zeit drangen Kollegen über drei weitere Luken ins Innere des Frachters vor. Gleichzeitig näherte sich ein Boot der Hafenpolizei und ein Helikopter drehte seine Runden über der Mendoza Star.

Wer sich jetzt an Bord des Schiffes befand, würde uns unweigerlich ins Netz gehen. Wir drängten uns zwischen Stapeln von Munitionskisten hindurch. Die Aufdrucke ließen keinen Zweifel am Inhalt. Ein Informant hatte uns über eine umfangreiche illegale Waffenlieferung informiert, die gerade im Begriff war, den New Yorker Hafen in Richtung irgendeines Spannungsgebiets zu verlassen. Deswegen waren wir hier. Neben hochmodernen Sturmgewehren und der dazugehörigen Munition sollten sich auch Luftabwehrraketen, moderne Panzer-Abwehrgeschosse und panzerbrechende Uran-Munition an Bord befinden. Zumindest war davon in der uns zugespielten Lieferliste dieses illegalen Deals die Rede.

Ob sie den Tatsachen entsprach, würde sich zeigen, sobald wir die Kisten und Container an Bord geöffnet und überprüft hatten. Falls die Lieferung tatsächlich überwiegend aus Munition bestand, war das ein sehr bedenkliches Zeichen. Es bedeutete nämlich, dass die jeweiligen Abnehmer die dazugehörigen Waffen offenbar schon besaßen.

Aber mit dem illegalen Waffenhandel war es wie mit dem Rauschgift und anderen Zweigen des organisierten Verbrechens: Wir würden es wohl nie ganz schaffen, solche Aktivitäten vollkommen zu unterbinden. Aber gerade darum durfte man in dem täglichen Bemühen, sie wenigstens einzudämmen, nicht nachlassen.

Schüsse krachten plötzlich. Irgendwo zwischen all den Kisten und Frachtstücken steckte ein Schütze, der mit einer automatischen Waffe mit rascher Schussfolge herumballerte.

Querschläger sirrten durch den Frachtraum. Hier und da blitzten Funken auf, wenn sie auf Stahlträger trafen. Hier und da splitterte das Holz der Kisten durch diese Projektile auf.

Geduckt lief ich vorwärts.

Meine Einsatzjacke und das Hemd, das ich darunter trug, hingen mir in Fetzen herab und ich spürte jetzt auch bei jedem Atemzug die Folgen der Projektileinschläge ins Kevlar. Es fühlte sich an, als hätte jemand wie ein Wahnsinniger auf meinem Brustkorb mit den Fäusten herumgetrommelt. Aber es hätte schlimmer kommen können. Der Uzi-Schütze war offenbar von unserem Zugriff letztlich doch so überrascht gewesen, dass er seine Waffe einfach draufgehalten – und nicht etwa auf den Kopf gezielt hatte.

Wieder flogen jetzt Schüsse durch die Luft, von denen niemand sagen konnte, woher sie eigentlich kamen.

Der Schütze feuerte einfach gegen die Stahlteile an der Decke des Frachtraums und sorgte dadurch für maximale Gefährdung seiner Verfolger.

Wie viele Personen sich noch an Bord aufhielten, war uns ohnehin nicht bekannt. Der Informant hatte nur von bewaffneter Bewachung gesprochen.

Zwischen zwei großen Frachtkisten fand ich ihn dann. Er hatte gerade die gesamte Ladung seiner Automatik leergeschossen und war im Begriff, ein neues Magazin in den Griff der Waffe hineinzuschieben.

»Waffe weg, FBI!«, rief ich.

Ein Mann mit dunklem Oberlippenbart und großen, etwas hervortretenden Augen sah mich an und erstarrte mitten in der Bewegung. Er trug seine Baseballmütze mit dem Schirm nach hinten. Unter dem offenen Parka war die Kevlar-Weste deutlich zu sehen. Und außerdem trug er ein Headset – fast wie wir, nur dass sein Modell leichter und unscheinbarer war als die Dinger, die wir bei solchen Einsätzen benutzten.

Bei dem Kerl mit der Uzi war mir ein Headset nicht aufgefallen – was vielleicht dafür sprach, dass es noch mindestens eine Person geben musste, mit der der Mann mit dem Oberlippenbart über Funk in Kontakt stand. Er bewegte sich nicht.

»Denken Sie nicht einmal daran, etwas Verkehrtes zu tun!«, warnte ich.

Er war klug genug, die Waffe und das Magazin sinken zu lassen. Unser Kollege Fred Nagara schob sich zwischen den eng beieinanderstehenden Frachtkisten zu dem Kerl mit der Baseballmütze und legte ihm Handschellen an.

Ich nahm ihm das Headset ab und lauschte. Es war tot.

»Sie haben das Recht zu schweigen!«, sagte Fred. »Sollten Sie auf dieses Recht verzichten, kann und wird alles, was Sie von nun an sagen …«

In diesem Moment hörten wir einen heftigen Schusswechsel am anderen Ende des Frachtraums. Ein Schrei gellte.

»Was ist da los?«, fragte die Stimme unseres Kollegen Steve Dillaggio über das Headset. Steve hatte die Einsatzleitung.

»Hier Agent Davis. Ich habe einen Mann erschossen!«

Agent Cal Davis war ein junger Kollege, der frisch aus Quantico kam und noch nicht lange bei uns war.

Die Art und Weise, wie seine Stimme über das Headset kam, ließ keinen Zweifel daran, dass er ziemlich mitgenommen war und vermutlich unter Schock stand.

»Der hatte eine Waffe in der Hand und auf mich gerichtet!«, sagte Davis.

»Bleiben Sie, wo Sie sind!«, antwortete Steve. »Es ist gleich jemand bei Ihnen.«

»Hier Jerry!«, mischte ich mich in die Unterhaltung ein. »Trägt der Tote ein Headset?« Ich bekam zuerst keine Antwort. »Cal?«, hakte ich nach.

»Kein Headset«, lautete die Antwort.

***

Für den Mann, den Agent Cal Davis erschossen hatte, konnte niemand mehr etwas tun. Der Spurenlage zufolge hatte er eine großkalibrige Automatik auf Cal gerichtet und der hatte geschossen. Der Tote trug einen Führerschein bei sich, demzufolge er Edgar Soros hieß. Ob die Identität stimmte, würde sich erst noch herausstellen müssen. Draußen auf dem Pier fuhren mehrere unserer Einsatzfahrzeuge auf. Wir gaben die Daten, die wir über den Toten und die beiden Gefangenen ermitteln konnten, gleich an unser Field Office weiter, wo Walter Stone und die Innendienstkollegen der Fahndungsabteilung sich darum kümmerten, sie mit unseren über den Datenverbund NYSIS zugänglichen Informationen abzugleichen.

Der Mann mit der Baseballmütze und der Automatik hieß Eric Tablan. Zumindest besaß er unter diesem Namen einen Ausweis der Hafenarbeitergewerkschaft und eine Sozialversicherungsnummer. Der Uzi-Schütze mit der Lederjacke, der mich mit dem Trommelfeuer seiner Maschinenpistole malträtiert hatte, trug Papiere bei sich, die ihn als Jay McCough auswiesen. Er besaß einen britischen, einen irischen und einen südafrikanischen Pass unter diesem Namen, wobei die Schreibweise von ›McCough‹ manchmal etwas abwich. In Großbritannien schrieb er sich ›MacCough‹. Auch er hatte definitiv kein Headset bei sich getragen, was die Frage umso drängender werden ließ, mit wem Eric Tablan wohl in Verbindung gestanden hatte.

Wir durchsuchten fieberhaft das ganze Schiff, aber außer den drei Männern war definitiv niemand an Bord. Inzwischen öffneten Kollegen die ersten Frachtkisten, um zumindest einen ungefähren Überblick darüber zu erhalten, was sich an Waffen und Munition an Bord befand.

Insgesamt entsprach es ungefähr der Frachtliste, die uns unser Informant zugespielt hatte. Die an Bord eingelagerte Munition reichte, um mehrere Wochen einen Kleinkrieg zu führen und dabei sogar mit Luftabwehrraketen und panzerbrechenden Geschossen gegen Flugzeuge und Panzer vorzugehen.

Unsere Erkennungsdienstler Sam Steinberg und Mell Forster trafen ein und Sam nahm sich das Headset sowie das dazugehörige Mobilfunkgerät vor, das wir bei Eric Tablan gefunden hatten. Der Mann mit dem Oberlippenbart schwieg beharrlich zu der Frage, mit wem er damit in Verbindung gestanden hatte.

»Sie sollten jetzt reden, Mister Tablan«, bemühte sich Phil vergeblich. »Jetzt ist Ihre Aussage noch etwas wert – wenn Sie erst so lange warten, bis wir jedes kleine Detail selbst herausbekommen haben, dann ist es zu spät und kein Staatsanwalt gibt Ihnen dann noch irgendwelchen Strafnachlass auf das, was Sie zu erwarten haben!«

Eric Tablan grinste uns an. »Na, dann sehen Sie mal zu, was Sie alles herausbekommen, ohne dass ich den Mund aufmache!«, meinte er. »Ich habe hier nur Wache gehalten und bin dafür bezahlt worden, aufzupassen, dass niemand Unbefugtes an Bord kommt – und ich wette, es wird Ihnen schwerfallen, mir vor Gericht irgendetwas anderes nachzuweisen!«

Er schien sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein.

»Ich glaube, dass Sie Ihre Lage völlig falsch einschätzen«, meinte Phil.

»Ach, wirklich? Ich glaube, dass Sie Ihre Lage falsch einschätzen!« Eric Tablan wandte den Kopf in meine Richtung. »Und insbesondere gilt das für Sie, Mister!«

»Agent«, korrigierte ich ihn. »Für Sie Agent Cotton, so viel Zeit muss sein.«

»Ich werde aussagen, dass sich von euch G-men niemand als FBI-Agent zu erkennen gegeben hat, sondern dass Sie und Ihresgleichen stattdessen rücksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch gemacht haben!«

»Es ist Ihr gutes Recht, zu behaupten, was Sie wollen, Mister Tablan«, erwiderte ich, obwohl mich Tablans überhebliche Art innerlich zur Weißglut brachte. Wahrscheinlich glaubte er, dass die Hintermänner dieses Deals ihm einen guten Anwalt bezahlen würden. Vermutlich hatte er sogar recht damit. Aber in diesem Fall bedeutete das wohl kaum, dass er juristisch mit einem blauen Auge davonkam. Schließlich hatte er FBI-Agenten beschossen – und Angriffe auf Polizisten wogen vor Gericht schwer. Anscheinend war ihm das allerdings noch nicht so richtig klar.

»Mit wem waren Sie in Verbindung?«, fragte ich. »Wenn Sie wirklich bei dieser Sache hier eine so harmlose Rolle gespielt haben, wie Sie uns gerade weiszumachen versucht haben, dann spricht doch nichts dagegen, dass Sie uns verraten, wer Ihnen über das Headset Anweisungen gegeben hat und wo wir denjenigen finden.«

»Ich sage gar nichts mehr ohne juristischen Beistand«, erklärte Tablan.

»Und was ist mit dem Captain? Es war kein Captain und kein Offizier an Bord. Aber das Schiff sollte in zwei Stunden auslaufen. Wie ist das zu erklären?«

»Kein Kommentar.«

Vermutlich hatte der Captain irgendwo ruhig abgewartet und wäre mit seinen Schiffsoffizieren erst kurz vor dem Auslaufen eingetroffen, während die untergeordneten Chargen die Drecksarbeit machen und ihren Kopf hinhalten mussten. Und genau so war es nun ja auch geschehen. Tablan hatte Handschellen angelegt bekommen, McCough ebenfalls, und der dritte Mann in diesem Wächter-Trio lebte nicht mehr.

»Es hat keinen Sinn, Jerry!«, raunte Phil mir zu.

Vermutlich hatte er recht. Es war immer dasselbe. Leute wie Tablan gingen lieber etwas länger in den Knast, als dass sie mit uns kooperiert hätten. Sie fürchteten einerseits den langen Arm des organisierten Verbrechens und andererseits verließen sie sich darauf, dass ihre Bosse sie rauspaukten.

Oft genug klappte das auch.

Aber nicht in diesem Fall. Dafür, so hatten wir uns stillschweigend vorgenommen, würden wir mit allen zu Gebote stehenden Mitteln sorgen.

***

Wenig später, während die Gefangenen bereits abtransportiert wurden, sprach Sam Steinburg uns an. Dabei hielt er ein Gerät in der Hand, mit dem Tablas Headset verbunden gewesen war.

»Tablan hatte eine ganz normale Handyverbindung angewählt«, meinte Sam. »So viel zumindest konnte ich herausfinden. Es gibt keine komplizierten Codes. Walter hat den Geburtstag von Tablan nachgesehen und siehe da, die Fantasie beim Einsatz von Passwörtern und Pin-Codes ist wie üblich sehr beschränkt!«

»Verstehe«, murmelte ich. »Weißt du irgendetwas über den anderen Gesprächsteilnehmer?«

»Nein – abgesehen von der Nummer, die er benutzte. Die gehört zu einem Prepaid-Handy. Man könnte herausfinden, innerhalb welcher Funkzelle es zuletzt benutzt wurde, aber bis wir die Daten haben, ist der Besitzer des Geräts längst über alle Berge.«

»Es könnte sich um den Captain handeln«, meinte Phil. »Der ist bislang hier nicht aufgetaucht, und wahrscheinlich wird er das auch nicht mehr, weil er gewarnt wurde.«

Als Captain des Schiffes war ein gewisser James Getty eingetragen. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort war nicht bekannt. Dasselbe galt für seine Crew. Eigentlich hatten wir gehofft, Getty bei unserem Zugriff festnehmen zu können. In diesem Punkt hatten wir uns verrechnet.

Ich nahm mein Handy und telefonierte mit Walter Stone aus unserer Fahndungsabteilung.

»Wir suchen James Getty, den Captain der Mendoza Star, und seine Crew, die uns leider nur zum Teil namentlich bekannt ist. An Bord waren nur die drei Wachhunde, deren Daten ihr bereits habt.«

»Aber das Schiff sollte doch in Kürze auslaufen?«

»Die Formalitäten waren wohl schon erledigt und es war anscheinend so geplant, dass die Crew erst in allerletzter Minute zum Schiff kommt.«

»Dann werden wir am besten die Hotels im Umkreis des Hafens systematisch abfragen und dann den Radius erweitern«, schlug Walter vor. »Ich hätte an Stelle des Captains auch eine enge Schiffskabine mit einem Hotelzimmer vertauscht.«

»Wir werden schon herauskriegen, wo der Captain steckt«, war ich zuversichtlich. »Was ist mit den drei Männern, die an Bord waren – gibt es über die irgendwelche Erkenntnisse?«

»Eric Tablan, Jay McCough und Edgar Soros haben alle ein langes Vorstrafenregister. Körperverletzung, illegaler Waffenbesitz und dergleichen mehr. Und sie haben alle drei mehr oder weniger intensive Verbindungen zu einem dubiosen Im- und Export-Kaufmann namens Greg Templeton, dem Besitzer von Temple Inc. Da liefen in der Vergangenheit einige Verfahren wegen illegaler Waffen- und Technologie-Exporte. Außerdem ging es um die verbotene Einfuhr exotischer Tiere, Kunstgegenstände und so weiter.«

»Das heißt, dieser Templeton handelt mit allem, was gut, teuer und verboten ist«, stellte ich fest.

»Auf diesen Nenner kann man es bringen, Jerry.«

»Worin bestand die Verbindung der drei Typen, die auf dem Schiff waren, zu Templeton?«

»Sie waren zu unterschiedlichen Zeiten bei ihm angestellt. Und vor drei Jahren ist Templetons Teilhaber Rex Davidson unter mysteriösen und bis heute ungeklärten Umständen getötet worden. Eric Tablan, Jay McCough und Edgar Soros sind damals von der zuständigen Homicide Squad als Verdächtige verhört worden.«

»Aber da war nichts dran?«

»Offenbar konnte der Verdacht nicht erhärtet werden. Die drei hatten Alibis, die nicht zu widerlegen waren. Aber du weißt ja, wie so etwas geht. Da ist vielleicht auch nur jemand um einen Gefallen gebeten worden und hat die drei dann in irgendeiner Bar die ganze Nacht gesehen, die dann zufällig einem Geschäftsfreund von Templeton gehörte – oder so ähnlich.«

»Vielleicht müssen wir das jetzt noch mal unter die Lupe nehmen.«

»Ein Kollege ist schon dabei«, versprach Walter.

»Es würde mich interessieren, ob es auch zwischen dem Captain des Schiffes und Templeton eine Verbindung gibt.«

»I

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jerry Cotton - Folge 2858" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen