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Jerry Cotton - Folge 2856

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Der Tod spielt die letzte Karte
  4. Vorschau

Der Tod spielt die letzte Karte

Seine Vermutung erwies sich als zutreffend. Es nutzte Lester nur nichts mehr, denn seine Jäger hatten ihn aufgespürt.

»Du warst unvorsichtig, Spieler.«

Sie kamen zu dritt und ihr Anführer war ein hagerer Mann mit Pockennarben, dessen Akzent eindeutig seine Wurzeln in Osteuropa hatte. Doch dieses Wissen nutzte Lester jetzt auch nichts mehr.

»Ihr macht einen Fehler. Es läuft da etwas völlig anderes!«, rief er.

Das Letzte, was der Profispieler in seinem Leben sah, war das abfällige Lächeln seines Mörders.

Der Morgendunst hing noch in New Yorks Straßen, als ich den roten Jaguar ausrollen ließ. Nachdem ein Cop unsere Ausweise kontrolliert hatte, konnten wir die Absperrung passieren.

»Ein Toter noch vor dem Frühstück«, murrte Phil.

Mein Partner musste sein Morgenritual erheblich verkürzen, da mein Anruf ihn noch unter der Dusche ereilt hatte.

»Wir haben einen Toten, dem man Daumen und Zeigefinger gebrochen hat«, lautete meine Nachricht.

Genau wie jeder Agent beim FBI ahnte mein Partner sofort, aus welchem Milieu das Opfer kommen musste und wer ihm diese Verstümmelungen zugefügt hatte.

»Special Agent Jerry Cotton. Das ist mein Partner, Special Agent Phil Decker.«

Der weibliche Detective stellte sich nur mit ihrem Nachnamen vor und machte nicht den Eindruck, als wenn sie viel Wert auf kollegiale Konversation legen würde. Offenbar war ihr morgendliches Standardprogramm ebenso wie das meines Partners durcheinandergebracht worden oder sie befand sich am Ende einer anstrengenden Nachtschicht.

»Das ist Lester Dietrich. Die Kollegen aus dem Glücksspieldezernat kennen ihn als Profispieler, der bevorzugt Blackjack als Einnahmequelle nutzt.«

Während der Detective die wenigen Details nannte, kniete ich neben dem Leichnam nieder und sah mir die rechte Hand genauer an. Daumen und Zeigefinger waren mehrfach gebrochen worden. Auch ohne mehr über die Identität des Mannes zu wissen, hätte ich ihn als Kartenspieler eingestuft. Er wies die gängige Hornhaut an Daumen und Zeigefinger auf, mit denen er ständig Karten auffächerte.

»Er wurde hingerichtet, Agent Cotton. Ein Schuss aus kurzer Distanz mit einer Kugel aus einer großkalibrigen Waffe«, erklärte der Techniker.

Seine Angaben wurden anhand des leichten Kranzes aus Schmauchpartikeln rund um das Einschussloch mitten auf der Stirn untermauert.

»Seine Papiere hatte er noch bei sich?«, fragte ich.

Der Techniker reichte mir stumm eine durchsichtige Beweissicherungstüte, in der sich die persönlichen Dokumente des Opfers befanden.

»Selbst die goldene Geldklammer haben sie Dietrich gelassen. Nur das Bargeld wurde entwendet«, antwortete der Detective.

Auch dieses Vorgehen passte zu Gangstern der albanischen Mafia, die vor allem in Atlanta das Glücksspiel kontrollierte.

»Danke, Detective. Wir übernehmen den Fall«, sagte ich knapp.

Die bisherigen Fakten reichten für meine Entscheidung völlig aus, und da Mr High mich persönlich nach Brooklyn geschickt hatte, setzte ich sein Einverständnis voraus.

»Eine letzte Frage noch, Detective. Haben Sie einen Hinweis darauf gefunden, weshalb Dietrich hierhergekommen ist?«, fragte Phil.

Darauf wusste unsere Kollegin vom NYPD leider auch keine Antwort.

»Dietrich hat keinen Wohnsitz in New York, Jerry. Er muss einen anderen Grund dafür gehabt haben, sich ausgerechnet in Brooklyn zu verstecken«, stellte mein Partner fest.

Diese Tatsache führte uns dazu, im Jaguar einen Blick in unser System zu werfen. Während Phil das übernahm, informierte ich unseren Chef.

»Lester Dietrich wurde eindeutig von der albanischen Mafia ermordet. Die Zeichen an dem Toten deuten darauf hin, dass er beim Falschspielen erwischt wurde.«

Mr High nannte mir einen Namen.

»Das ist der zuständige Kollege in Atlanta, Jerry. Er wird Ihnen mehr über Dietrich sowie die Organisation der Albaner sagen können«, sagte der Chef.

Ich dankte ihm und beendete das Gespräch.

»Und? Gibt es eine Verbindung nach Brooklyn?«

Mein Partner nickte bestätigend.

»Dietrichs ehemaliger Zellengenosse lebt hier. Vielleicht wollte unser Opfer sich bei seinem alten Kumpel, Zack Kennedy, verstecken«, antwortete Phil.

Einen Versuch war es wert, und angesichts der frühen Morgenstunde standen unsere Aussichten nicht allzu schlecht, Kennedy in seinem Apartment anzutreffen. Wir trafen zwanzig Minuten später dort ein.

»Schön unauffällig«, sagte ich.

Das Mietshaus in der Clarendon Road zeigte einige Anzeichen von Abnutzung, machte aber dennoch einen seriösen Eindruck. Vermutlich gehörte es einer Immobilienfirma, die es wenigstens leidlich in Schuss hielt. Es gab zwar keinen Portier, dafür aber Namensschilder auf den Briefkästen.

»Hier, Jerry. Kennedys Apartment befindet sich im dritten Stockwerk.«

Mein Partner war fündig geworden, sodass wir im Fahrstuhl hinauffahren konnten. Auf dem Gang vor der Wohnungstür stand ein Skateboard, was mich verblüfft zu Phil schauen ließ.

»Wie alt ist Dietrichs Kumpel eigentlich?«, fragte ich.

Mein Partner schmunzelte bei seiner Antwort.

»Stolze einundzwanzig Lebensjahre, Jerry.«

Das überraschte mich dann doch. Immerhin hatte dieser junge Bursche bereits eine Haftstrafe in einem Bundesgefängnis abgesessen.

»Was hattest du gesagt, warum Kennedy verurteilt worden ist?«

Das Grinsen im Gesicht meines Partners wurde noch breiter und ich ahnte, dass mich eine weitere Überraschung erwartete.

»Kennedy hat sein Kreditkartenkonto selbst verwaltet. Die Bank hat es erst nach einigen Monaten bemerkt und zu seinem Pech dem FBI gemeldet.«

Wir hatten es also mit einem Hacker zu tun. Wie passten ein Glücksspieler und ein Hacker zusammen? Meine Neugier wuchs, während ich an die Tür klopfte. Es dürfte interessant werden, mehr über die Beziehung zwischen Dietrich und Kennedy zu erfahren.

***

Unter einem Hacker stellte ich mir in der Regel einen eher übergewichtigen, pickeligen Jüngling vor. Der Mann, der uns die Tür öffnete, entsprach so überhaupt nicht diesem Vorurteil.

»Zack Kennedy?«

Als ich dem kräftig gebauten Mann mit dem Säugling auf dem Arm die Frage stellte, nickte er. Dabei verzog er sein Gesicht, was eindeutig auf Verärgerung hindeutete.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

»Abby? Nimmst du Lona bitte.«

Eine junge Frau erschien im Flur, musterte uns neugierig und seufzte leise. Unsere Dienstmarken lösten in der Familie Kennedy bevorzugt Unmut aus.

»Dürfen wir, Sir?«

Mit einem gleichgültigen Schulterzucken wandte Kennedy sich ab und ging in das einfach, aber ordentlich eingerichtete Wohnzimmer. Seine Frau oder Lebensgefährtin hatte sich mit dem Säugling in einen gemütlichen Ohrensessel gesetzt und wiegte ihn leicht.

»Wir ermitteln im Mordfall Lester Dietrich«, sagte ich.

Mir kam es auf die Reaktion des Hackers bei dieser Eröffnung an. Die Kinnlade klappte herunter und die Frau stieß einen erschrockenen Laut aus.

»Ich habe es dir gesagt, Zack. Du hättest diesen Spieler überhaupt nicht in die Wohnung lassen sollen«, sagte sie dann.

Damit wussten wir schon einmal, dass Dietrich tatsächlich hier gewesen war.

»Wann war Dietrich bei Ihnen?«, fragte ich.

Am Abend zuvor hatte der ehemalige Zellengenosse von Zack Kennedy unerwartet vor der Tür gestanden und den Hacker um einen Gefallen gebeten.

»Welcher Art Gefallen sollte das sein?«

Phils Frage löste einen heftigen Protest aus.

»Nicht das, was Sie denken, Agent Decker. Ich arbeite seit meiner Entlassung nicht mehr als Hacker. Mein Job wird regelmäßig vom Bewährungshelfer überprüft. Sie können ihn gerne dazu befragen«, protestierte er.

Während Phil sich den Namen des Bewährungshelfers notierte, wiederholte ich die ursprüngliche Frage.

»Sie wollten uns noch sagen, welchen Gefallen Dietrich von Ihnen gefordert hat.«

Es ging um spezielle Programmierfragen, was mich einen verblüfften Seitenblick mit Phil austauschen ließ.

»Wozu benötigte Dietrich diese ungewöhnlichen Kenntnisse, Mister Kennedy?«, fragte ich.

Mir war zwar auch schon zu Ohren gekommen, dass einige junge Spieler mit moderner Computertechnik arbeiteten, um mögliche Gewinnchancen auszurechnen, doch Dietrich gehörte nicht zu dieser Sorte.

»Keine Ahnung, Agent Cotton. Dazu müssten Sie sich mit Bob Fallon unterhalten. Zu ihm habe ich Dietrich geschickt«, antwortete Kennedy.

Auf Phils Nachfrage schilderte Kennedy diesen Fallon als einen Spezialisten für verschiedene Softwareprodukte, die zum Teil im Umfeld von Überwachungssystemen angesiedelt waren.

»Überwachungssysteme? Wieso interessierte sich Ihr ehemaliger Zellengenosse für diese besondere Form von Software?«, hakte ich nach.

Diese Frage hatte der ehemalige Hacker dem Ermordeten auch gestellt, aber nur eine ausweichende Antwort erhalten.

»Ich habe dir gleich gesagt, dass du Dietrich nicht helfen solltest«, sagte die Frau.

»Ich war ihm aber einiges schuldig, Abby. Außerdem sind solche Auskünfte kaum gesetzeswidrig«, erwiderte Kennedy.

»Was waren Sie Dietrich schuldig, Mister Kennedy?«, fragte Phil.

Der Spieler hatte Zack Kennedy im Gefängnis unter seine Fittiche genommen und beschützt.

»Ohne seine Hilfe wäre ich kaum so glimpflich durch meine Gefängniszeit gekommen, Agent Decker. Lester wusste, wie man sich verhalten musste, und er hat mir auch den wichtigsten Tipp mit auf meinen Lebensweg gegeben«, antwortete Kennedy.

Der Spieler hatte dem Hacker bewusst gemacht, dass er sich zukünftig besser von allen illegalen Handlungen fernhalten sollte.

»Lester sagte mir, dass ich einen weiteren Gefängnisaufenthalt schwerlich überstehen könnte. Er hat mir die Augen geöffnet, und deswegen konnte ich ihn nicht einfach abweisen«, erklärte er.

***

Offenbar hatte die warnende Predigt ihre Wirkung gezeigt, denn Zack Kennedy lebte ein gutbürgerliches Leben. Ich notierte alle Angaben zu Bob Fallon und stellte die entscheidende Frage erst ganz zum Schluss.

»Haben Sie eine Vermutung, wer Ihrem Freund nach dem Leben trachtete?«

Auch die zusätzlichen Hinweise auf die gebrochenen Finger brachten keine brauchbare Auskunft.

»Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich, dass Dietrich falsch gespielt haben soll. Er wusste auch so, wie er mit den Karten genug Geld verdienen konnte«, sagte Kennedy.

Es blieb aber eine rein persönliche Einschätzung, die uns nicht weiterführte. Ich gab Kennedy meine Visitenkarte und bat ihn, mich bei noch auftauchenden Informationen umgehend anzurufen.

»Es klingt plausibel, Jerry. Ich überprüfe Kennedys Angaben, aber ich denke nicht, dass er uns etwas vormacht«, sagte Phil.

Wir hatten uns verabschiedet und fuhren mit dem Fahrstuhl hinunter. Im Jaguar übernahm ich die Überprüfung von Bob Fallon, der zu meiner Überraschung keinen Eintrag im System hatte. Phil telefonierte mit dem Bewährungshelfer von Zack Kennedy.

»Nach Angaben des Bewährungshelfers stimmen Kennedys Aussagen. Seit seiner Entlassung arbeitet er als Softwaretechniker in einer Firma, die Spielkonsolen vertreibt. Offensichtlich hat sich Kennedy ein normales Leben aufgebaut«, sagte er anschließend.

Im Gegenzug berichtete ich von meiner Überprüfung zu Bob Fallon, der eine eingetragene Beratungsfirma unterhielt.

»Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der optimierten Anpassung von Überwachungsprogrammen. Ich konnte mir eine Referenzliste der Firma ansehen, auf der zufriedene Kunden aufgeführt sind. Es macht alles einen seriösen Eindruck«, sagte ich.

Phil kontaktierte einen Kollegen, der im Dezernat für Wirtschaftskriminalität arbeitete. Auch von dort kam eine negative Rückmeldung. Bob Fallon und seine Firma waren bislang nie im Dunstkreis eines Verbrechens in Erscheinung getreten.

»Dann sehen wir uns die Firma doch einmal persönlich an«, sagte ich.

Der Unternehmenssitz befand sich in der Houston Street in einem Bürohochhaus, in dem die unterschiedlichsten Unternehmen angesiedelt waren. Im Empfangsbereich von Fallon & Partners schaute eine farbige Frau mit strengem Blick auf unsere Dienstausweise, ohne sich dadurch beeindrucken zu lassen.

»In welcher Angelegenheit möchten Sie Mister Fallon sprechen, Agent Cotton?«

Aus dem Augenwinkel bemerkte ich Phils amüsiertes Grinsen. Die Lady hinter dem Schreibtisch gehörte zu der besten Kategorie von Vorzimmerangestellten: Diese Menschen schirmten ihren Chef auch dann noch ab, wenn der Präsident höchstpersönlich vor ihrem Schreibtisch stehen würde.

»Wir benötigen in einer Ermittlung seine Hilfe, Ma’ am. Es ist leider sehr dringend, weshalb wir keinen Termin machen konnten«, antwortete ich.

In Phils Gesicht ruckte eine Augenbraue anerkennend in die Höhe.

»Dann sehe ich doch einmal, was ich für Sie tun kann.«

Mit einem zuversichtlichen Lächeln drückte die Mitarbeiterin von Fallon einen Knopf an ihrer Telefonanlage und sprach leise ins Telefon.

»Sie haben Glück, Agent Cotton. Mister Fallon ist noch im Haus und kann Sie empfangen.«

Diese Antwort hatte ich erwartet, dennoch dankte ich der Sekretärin. Sie erhob sich und führte uns zu der Verbindungstür, durch die Phil und ich gleich darauf ins Büro von Bob Fallon eintraten. Ein Mann von etwa fünfzig Jahren mit Halbglatze stand neben einem Schreibtisch und studierte einige Papiere, die er in der Hand hielt.

»Special Agent Cotton und Special Agent Decker vom FBI, Sir«, meldete die Sekretärin.

»Danke, Thelma. Wie kann ich Ihnen behilflich sein, Agents?«

***

Der Kaffee bei der Morgenbesprechung im Büro von Mr High war der erste Muntermacher für Phil und mich. Bob Fallon hatte uns keine Erfrischung angeboten, weil er ziemlich unter Zeitdruck stand.

»Lester Dietrich hat sich also tatsächlich für Software interessiert, die als Überwachungsprogramm eingesetzt werden kann?«, fragte der Chef.

Wir hatten uns die Anfrage des Glücksspielers als Kopie ausdrucken lassen. Seine Fragen hatte Dietrich mit elektronischer Mail an Fallons Unternehmen geschickt und um einen Beratungstermin gebeten.

»Ja, Sir. Mister Fallon meint, dass es sich hierbei um eine sehr spezifische Anfrage handelt. Phil hat eine Kopie der Mail an unsere Spezialisten für Computertechnik weitergeleitet«, antwortete ich.

Die nähere Ausführung überließ ich meinem Partner, der in solchen Fragen bewanderter war. Dem Anschein nach zeigte der Falschspieler ein auffälliges Interesse für leicht zu installierende Überwachungssoftware, die hohe Standards erfüllen sollte.

»Passt ein solches Programm zu den Absichten eines Falschspielers?«

Mr Highs Frage war nicht so einfach zu beantworten, wie ich mittlerweile am eigenen Leib erfahren hatte. Ich hatte Phil die gleiche Frage gestellt und kannte daher seine Antwort.

»Es wäre denkbar, aber nach Ansicht unserer Experten zu kompliziert für einen Einzeltäter.«

Wir gingen die denkbaren Möglichkeiten durch und mussten bald einsehen, dass unser bisheriges Wissen kaum für eine brauchbare Theorie ausreichte. Unmittelbar vor der Besprechung hatte ich mit den zuständigen Kollegen aus Atlanta telefoniert, um mehr über die aktuelle Situation im Glücksspielsektor zu erfahren.

»Die Kollegen aus Atlanta verfügen über Kenntnisse, wonach es in der jüngeren Vergangenheit zu einigen Zwischenfällen gekommen ist. Die albanische Mafia scheint es neuerdings häufiger mit Spielbetrug zu tun zu haben, was die Verstümmelungen an Dietrichs Leiche bestätigen«, sagte ich.

So weit passten die Fakten zusammen und deuteten in eine Richtung, die durchaus nachvollziehbar wäre. Was mich störte, war aber dieses ungewöhnliche Interesse des Glücksspielers für Überwachungsprogramme.

»Sie wirken unzufrieden, Jerry. Woran denken Sie?«, fragte der Chef.

Ich erklärte mein Unbehagen und traf auf Verständnis.

»Ich teile Ihre Auffassung, Jerry. Haben Sie eine Spur, der Sie nachgehen könnten?«

Mr High sah mich gespannt an.

»Noch nicht, Sir. Ich habe unsere Informanten darauf angesetzt«, erwiderte ich.

Da Dietrich am Vorabend keinen persönlichen Kontakt zu Bob Fallon mehr hatte herstellen können, ging ich von einer Annahme aus.

»Falls Dietrich wirklich von den Albanern gejagt wurde, wovon ich ausgehe, brannte ihm die Zeit unter den Nägeln. Offenbar war die Frage der Überwachungssoftware von eminenter Bedeutung, weshalb er möglicherweise nicht auf die Antwort Fallons warten wollte«, führte ich es aus.

Der Chef verstand mein Vorgehen und entließ uns. In unserem Büro schaute ich zuerst im Computer nach, ob eventuell einer meiner Informanten eine Nachricht geschickt hatte.

»Fehlanzeige«, murmelte ich.

Mein Partner wies mich auf die kurze Frist hin, die seit meiner Umfrage erst verstrichen war. Ich wollte etwas erwidern, als sich mein Mobiltelefon meldete.

»Bist du ganz sicher? Du kennst Dietrich. Gib mir den Namen und seine Anschrift.«

Einer meiner Kontaktleute hatte am späten Abend des Vortages den Glücksspieler in einer Bar getroffen.

»Wir haben einen Namen, Phil. Dietrich soll sich in einer Bar nach Spezialisten für Computer erkundigt haben. Er wurde zu Frank Hawthorne geschickt«, sagte ich.

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