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Jerry Cotton - Folge 2849

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Das FBI tötet keine Zeugen
  4. Vorschau

Das FBI tötet keine Zeugen

Die Zollabfertigung am J. F. Kennedy Airport schien Owen an diesem Tag besonders schleppend voranzugehen.

»Öffnen Sie bitte Ihre Tasche, Sir«, sagte der Beamte.

Bei der Überprüfung setzte der Mann ein Gerät ein, dessen Aufgabe der Lehrer nicht erraten konnte. Owen Davidson tippte jedoch auf ein Drogenspürgerät.

»Was ist das für ein Bauteil, Mister Davidson?«

Verblüfft schaute der Lehrer auf das ihm völlig unbekannte Stück Technik in der Hand des Zollbeamten. Wenige Augenblicke später wurde Davidson von der Flughafenpolizei abgeführt.

Phil und ich hatten einen Termin am Gericht gehabt, als uns der Anruf von Steve Dillaggio erreichte.

»Verstanden, Steve. Wir fahren direkt hin«, sagte Phil.

Ich sah meinen Partner fragend von der Seite an.

»Am J.F.K. wurde ein Passagier festgenommen, in dessen Gepäck ein Steuermodul für eine Lenkwaffe gefunden wurde«, weihte er mich ein.

Ich stieß einen leisen Pfiff aus. Seit gestern existierte eine Warnung des Justizministeriums, dass uns möglicherweise neue Terroranschläge bevorstanden. Daher wurden verstärkt Kontrollen an den Flughäfen vorgenommen, wobei jetzt offensichtlich ein erster Fund gemacht worden war.

»Woher wissen die Cops denn, um was für ein Bauteil es sich handelt?«, fragte ich.

Es gehörte kaum zum Allgemeinwissen eines Officer, wie das Steuermodul einer Lenkwaffe aufgebaut war.

»Der Schichtleiter war so clever, einige Aufnahmen des Bauteils ins Behördennetzwerk zu stellen. Im Heimatschutzministerium konnte es identifiziert werden und deswegen wurde unser Field Office eingeschaltet«, erklärte Phil.

Für eine Weile versanken wir in nachdenkliches Schweigen. Mit Lenkwaffen konnten Terrorristen einigen Schaden anrichten und so entstanden grausige Szenarien vor meinem inneren Auge. Als wir schließlich die Räume der Flughafenpolizei betraten, spürte ich ein wachsendes Unbehagen in der Magengegend.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

Der Schichtleiter warf einen Blick auf die Ausweise, bevor er uns in sein Büro führte. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Tür mit Glaseinsatz vorbei. Ich warf einen kurzen Blick auf den Mann auf dem Stuhl, der von einem Cop aufmerksam bewacht wurde.

»Ist das der Passagier, der das Bauteil in die USA schmuggeln wollte?«, fragte ich.

»Ja, Agent Cotton. Sein Name lautet Owen Davidson und er kommt aus Bukarest«, erwiderte der Schichtleiter.

Ein Amerikaner, der in Rumänien lebte. Es gab einige Hinweise, wonach solche Personen verstärkt im Umfeld des Terrornetzwerks zum Einsatz gelangten.

»Wissen Sie bereits mehr über seinen privaten oder beruflichen Hintergrund?«, fragte Phil.

Im schlichten Büro des Lieutenants setzten wir uns vor den Schreibtisch, hinter dem der Officer in seinem Schreibtischstuhl Platz nahm.

»Mister Davidson ist sechsundvierzig Jahre alt. Sein Beruf ist Englischlehrer, und den übt er seit zwei Jahren in einer Schule in Bukarest aus. Davidson ist geschieden und Vater einer dreiundzwanzigjährigen Tochter, die in Philadelphia als Krankenschwester arbeitet«, sagte der Lieutenant.

Die weiteren Daten ließen den Lehrer als die personifizierte Verkörperung eines Amerikaners der gebildeten Mittelschicht aussehen.

»Gibt es irgendwelche Verbindungen zum Terrorismus? Ist Mister Davidson eventuell zum Islam konvertiert?«, hakte ich nach.

Doch solche Hinweise fehlten komplett. Auf den ersten Blick schien Owen Davidson ein braver Bürger zu sein, der mehr zufällig in den Besitz eines Moduls für eine Lenkwaffe gekommen war.

»Davidson streitet jede Kenntnis über das Bauteil ab. Er hat angeblich keine Ahnung, wie es in die Tasche mit dem Rasierapparat gekommen ist«, sagte der Lieutenant.

Phil und ich tauschten einen Seitenblick aus. Bevor wir nicht selbst mit dem Lehrer gesprochen hatten, konnten und wollten wir uns nicht festlegen.

»Lassen Sie uns mit Mister Davidson sprechen, Lieutenant. Möglicherweise ist er nicht so harmlos, wie er sich gibt«, bat ich.

Als Phil und ich kurz darauf den Raum mit dem verunsichert aufschauenden Davidson betraten, war mein erster Eindruck schnell klar. Dieser Mann war erschüttert und schien seine Situation nicht verstehen zu können. Vielleicht war der Lehrer aber auch nur ein guter Schauspieler.

»Special Agent Cotton vom FBI, Mister Davidson. Das ist mein Kollege, Special Agent Decker. Sie haben eine Menge Unruhe ausgelöst, Sir. Verstehen Sie das?«

Auf ein Zeichen von mir verließ der Cop den Raum und zog die Tür hinter sich ins Schloss. Da es nur einen weiteren Stuhl im Zimmer gab, setzte ich mich darauf und Phil lehnte sich mit dem Rücken gegen die Tür.

»Ich verstehe überhaupt nichts, Agent Cotton. Weder kann ich sagen, wie das Bauteil in meine Reisetasche gekommen ist, noch weiß ich etwas über den Verwendungszweck davon«, antwortete Davidson.

Seine Stimme schwankte leicht und die Körpersprache vermittelte Unsicherheit.

»Haben Sie Ihr Gepäck in Rumänien irgendwann einmal aus den Augen gelassen? Hatte jemand die Gelegenheit, das Bauteil unbemerkt in Ihrer Tasche zu verstecken?«, wollte Phil wissen.

Darüber hatte der Englischlehrer sich bereits den Kopf zerbrochen und schilderte uns auf Anhieb eine Reihe solcher Möglichkeiten.

»Ich bin nicht im Traum auf die Idee gekommen, dass mir jemand etwas ins Gepäck tun könnte. Wozu auch?«, sagte Davidson.

Der Lehrer flog alle sechs Wochen für ein verlängertes Wochenende nach New York, wo er sein Apartment unterhielt. Die Bezahlung als Austauschlehrer schloss die Übernahme der Miete dafür ein, daher musste Davidson seine Wohnung nicht aufgeben.

»An diesen Tagen nehme ich meine Reisetasche mit ins Institut, wo ich als Englischlehrer arbeite. Dort steht sie in einem Lehrerzimmer, das von vielen Menschen besucht wird. Möglicherweise wurde das Bauteil dort in meiner Tasche versteckt«, sagte Davidson.

Es war eine von vielen Möglichkeiten, denn auch am Flughafen von Bukarest hatte der Lehrer sein Gepäck mehrfach unbewacht gelassen. Wir würden die Kollegen in Rumänien um die Zusendung von Kopien der Überwachungsbänder des Flughafens bitten. Mit ein wenig Glück konnten wir darauf die Aktion beobachten. Je länger wir uns mit dem Lehrer unterhielten, umso weniger sah ich in Owen Davidson einen Helfer von Terroristen.

»Fertigen Sie bitte eine vollständige Liste der Personen an, mit denen Sie in Bukarest regelmäßig Kontakt haben. Außerdem müssen Sie eine umfassende Aussage zu Protokoll geben, in der wir den gesamten Reiseverlauf nachvollziehen können.«

Der Lehrer erhob keinerlei Einwände. Er wollte lediglich erfahren, was anschließend mit ihm passieren würde.

»Brauche ich einen Anwalt? Komme ich ins Gefängnis?«

Das konnte ich nicht allein entscheiden, daher vertröstete ich Owen Davidson vorerst. Im Büro des Lieutenants besprachen wir unsere Eindrücke, wobei Phil meine Einschätzung in Bezug auf die Verbindung des Lehrers zum Terrorismus teilte.

»Es spricht mehr dafür, dass Davidson als unwissender Kurier missbraucht wurde«, sagte er.

Ich telefonierte mit Steve, der zurzeit das Field Office leitete. Mr High nahm in Washington an einer Konferenz teil, sodass unser Kollege alle Entscheidungen treffen musste.

»Ich kläre das weitere Vorgehen mit dem Justizministerium ab. Dort wird es sicherlich eine Beratung mit den Kollegen der Heimatschutzbehörde geben. Wie es für Mister Davidson weitergeht, wird auf dieser Ebene beschlossen«, sagte Steve.

Damit war unser Auftrag beendet und daher fuhren Phil und ich zurück ins Field Office. Auf der Fahrt diskutierten wir über mögliche Hintergründe, ohne uns allzu intensiv mit der Angelegenheit auseinanderzusetzen. Aller Voraussicht nach war es ein Fall für die Kollegen der Homeland Security, während auf uns andere Fälle warteten. Diese Annahme sollte sich jedoch nicht bewahrheiten.

***

Ihr wacher Verstand trennte säuberlich zwischen echten Fakten und reinem Marketinggefasel. Madeleine Eklund besuchte wie jedes Jahr die Waffenmesse, die im Messezentrum von Las Vegas stattfand. Die ehemalige Waffeneinkäuferin der US Army war Spitzenklasse in ihrem Beruf, weshalb sie mit den Ausführungen des Verkäufers der Maschinenkanone streng ins Gericht ging.

»Sparen Sie sich diese Verkaufsargumente, Tom. Wir wissen beide, warum diese Kanone aktuell so gefragt ist. Man kann sie hervorragend im urbanen Kampf einsetzen«, sagte Madeleine.

Der Waffenverkäufer machte ein Gesicht, als wenn er gerade in eine Zitrone gebissen hätte.

»Himmel, Madeleine. Wir sollten doch wenigstens so tun, als wenn wir den Anschein wahren wollten«, stöhnte Tom.

Doch der hochgewachsenen Frau mit den schulterlangen blonden Haaren, den flaschengrünen Augen und der sportlichen Figur stand der Sinn nicht nach politisch korrektem Verhalten.

»Heben Sie sich solche Mätzchen für die Öffentlichkeitsarbeit auf, Tom. Mich interessiert ausschließlich, wie schnell ich an zirka dreißig dieser Maschinenkanonen kommen kann. Erstellen Sie mir ein Angebot, bei dem sich meine Auftraggeber nicht sofort abwenden«, forderte Madeleine.

Obwohl Tom nach außen weiterhin den um Neutralität bemühten Musterverkäufer mimte, tippte er bereits mit fliegenden Fingern auf den Tasten seines Blackberrys herum.

»Ich komme morgen vorbei und hole mir das Angebot ab«, verabschiedete sich Madeleine.

Sie schlenderte weiter über die Messe, unterhielt sich mit diversen Verkäufern und konnte sich schließlich ein gutes Bild über die aktuellen Neuheiten auf dem Waffenmarkt verschaffen.

»Ab wann kann man die XM25 frei erwerben?«

Diese Frage richtete sich an den Verkäufer der Firma Heckler & Koch, der voller Begeisterung den neuen halbautomatischen Granatwerfer vorführte. Madeleine wusste genau, dass diese Waffe vorerst nur den amerikanischen Streitkräften vorbehalten war. Ihre Frage löste jedoch ein nur allzu bekanntes Verhalten bei dem Verkäufer aus, was die Waffenhändlerin zum längeren Verweilen am Stand veranlasste.

»Offiziell werden vorerst nur die Anfragen von staatlicher Seite berücksichtigt, Miss Eklund. Es gibt allerdings die Möglichkeit, den Granatwerfer zu Testzwecken auch als Privatkunde zu beziehen. Natürlich nur in streng reglementierter Kleinanzahl«, lautete die Antwort.

Aus ihrer Erfahrung wusste Madeleine, wie schwankend solche angeblichen Kleinmengen sein konnten. Unter der Hand sicherte ihr der Verkäufer eine Stückzahl von bis zu zweihundert Granatwerfern ohne Schwierigkeiten zu.

»Ich komme bestimmt demnächst auf Ihr Angebot zurück«, verabschiedete Madeleine sich.

Es gab eine ganze Anzahl von Kunden, die großes Interesse an dieser vielseitigen Waffe hatten. Jetzt musste Madeleine nur dafür sorgen, dass ihr Angebot das erste seiner Art war. Sie verließ die Räumlichkeiten der Messe und eilte zu ihrem Wagen, um ins Hotel zu fahren. Von ihrem Zimmer aus würde Madeleine die Kontakte zu zahlungskräftigen Kunden aufbauen. Nicht nur dieser Granatwerfer dürfte als interessantes Angebot angesehen werden.

»Ich schicke Ihnen einen Videolink von den Plattformen, auf denen mittlerweile eine Dillion M134 Minigun eingesetzt werden kann.«

Madeleines Kunden reagierten hocherfreut, als die blonde Frau ihnen die Angebote unterbreitete. Über die Konsequenzen solcher Geschäfte machte sie sich seit geraumer Zeit keine Gedanken mehr. Während ihrer Zeit im Pentagon hatte Madeleine alles über die flexiblen Grenzen menschlicher Moral gelernt.

***

Der Anruf von Owen Davidson machte mich neugierig, weshalb ich Phil zu dem Ausflug nach Brooklyn überredete.

»Wieso ich es nicht den Kollegen überlasse, Phil? Vielleicht kann er uns doch noch einen Anhaltspunkt liefern, wer ihm das Modul untergeschoben hat. Dann sollten wir keine Zeit durch Kompetenzfragen vergeuden«, argumentierte ich.

Mein Partner gab nach und so standen wir um kurz nach fünf Uhr am Nachmittag vor der Wohnungstür des Lehrers. In der Remsen Avenue kehrten die ersten Angestellten von der Arbeit zurück, wodurch uns eine Parkplatz-Odyssee erwartete.

»Hallo, Mister Davidson. Sie wollten uns noch einmal sprechen«, sagte ich.

Der Lehrer nickte knapp und führte uns in sein Wohnzimmer. Es strahlte die Nüchternheit eines Hotelzimmers aus, was vermutlich an der häufigen Abwesenheit Davidsons lag.

»Ich habe ganz vergessen, Ihnen etwas über die Bitte eines Landsmannes zu erzählen.«

Der Lehrer war in Bukarest von einem Amerikaner gebeten worden, einer Freundin in den USA eine Nachricht zu übermitteln.

»Ich bekam einen Link mit einer persönlichen Datei übermittelt, die noch auf meinem Laptop ist«, erzählte Davidson.

Phil zog überrascht die Augenbrauen in die Höhe. Eine solche Bitte hätte selbst einem naiven Mann wie Davidson merkwürdig vorkommen müssen.

»Wie hat der Mann begründet, dass er diesen doch sehr ungewöhnlichen Weg gewählt hat?«, fragte ich.

Angeblich war der Computer des Mannes defekt gewesen, und öffentlichen Internetcafés vertraute er nicht.

»Und Sie haben sich diesen Link nicht einmal angesehen?«, wollte Phil wissen.

Es klang auch in meinen Ohren reichlich dubios, daher nahm ich das Nicken des Lehrers mit einiger Erleichterung auf.

»Doch, natürlich. Ich habe dem Mann gesagt, dass ich ungern einen unbekannten Link so einfach auf meinem Laptop haben möchte. Es gibt so viele schlimme Vorkommnisse im Umfeld des Internets, weshalb ich kein gutes Gefühl hatte«, erwiderte Davidson.

Der Englischlehrer öffnete eine Laptoptasche und klappte das graue Gehäuse auf. Wenige Augenblicke später öffnete Davidson den betreffenden Link und wir konnten uns von der Harmlosigkeit des Inhalts überzeugen.

»Es scheint tatsächlich lediglich eine Grußbotschaft an Miss Eklund zu sein«, räumte ich ein.

Phil spielte die Datei mehrfach ab, um sich eine Meinung zu bilden. Mein Partner wirkte sichtlich irritiert angesichts des unverfänglichen Inhalts.

»Mir leuchtet einfach nicht ein, wieso jemand sich mit einer einfachen Grußbotschaft so eine Mühe macht. Was hätte schon passieren können, wenn Ihr Bekannter diese Datei über einen Computer in einem Internetcafé verschickt hätte?«, sagte er.

Dazu konnte Davidson auch nichts sagen, aber er teilte Phils Zweifel.

»Im Nachhinein sehe ich es genauso, Agent Decker. Deswegen hatte ich um den Besuch gebeten. Wollen Sie den Laptop mitnehmen?«

Der Lehrer wollte uns unbedingt davon überzeugen, dass er ein harmloser Bürger war. Daran hegten wir kaum noch Zweifel, und dennoch nahmen wir sein Angebot nur zu gerne an. Vielleicht entdeckten unsere Computerfachleute irgendwelche versteckten Hinweise in der Datei, die man auf den ersten Blick nicht erkennen konnte. Phil schaltete das Gerät aus und wollte es in die Umhängetasche schieben, als die Wohnungstür krachend aufflog.

»Deckung!«

Meine Warnung brachte Phil dazu, sich neben der Couch zu Boden zu werfen. Owen Davidson stand wie erstarrt neben dem Tisch und starrte fassungslos auf die beiden maskierten Männer, die Pistolen in ihren Händen hielten.

»Runter!«, rief ich.

In der Rechten hielt ich meine SIG Sauer, sodass ich nur mit der linken Hand das Hosenbein des Lehrers packen konnte. Obwohl ich gleichzeitig schoss und kräftig am Bein von Davidson zerrte, konnte ich den Einschlag der Geschosse in seinem Oberkörper nicht mehr verhindern. Phils Waffe krachte ebenfalls und er traf gut. Der Schütze, der nur zwei Schritte ins Apartment gemacht hatte, zuckte getroffen zusammen. Sein Partner deckte uns daraufhin mit unglaublich schneller Schussfolge ein, wodurch er uns in Deckung zwang.

»Zurück!«

Ein dritter Gangster mit einer Maschinenpistole im Anschlag erschien zwischen den beiden Schützen. Ich rollte hastig hinter die Couch und entging so den Geschossen aus der automatischen Waffe. Blitzschnell robbte ich hinter der Couch weiter und feuerte dann auf die Beine des Gangsters mit der Maschinenpistole. Bevor ich jedoch einen Treffer landen konnte, zogen sich die Gangster zurück.

»Phil?«

»Alles in Ordnung. Und bei dir?«

Ich beruhigte meinen Partner und huschte zur Tür, während Phil sich um den verletzten Davidson kümmerte. Auf dem Gang vor dem Apartment war von den brutalen Gangstern nichts mehr auszumachen, sodass ich mit meinem Mobiltelefon die Cops alarmierte. Der ganze Spuk hatte kaum mehr als neunzig Sekunden gedauert und dabei die Einrichtung des Lehrers verwüstet.

***

Im Büro von Mr High erwartete Steve uns zur Nachbesprechung. Mir fiel auf, wie unser Kollege den Platz hinter dem Schreibtisch des Chefs frei ließ. Steve saß am Besprechungstisch, als Phil und ich ins Büro kamen.

»Setzt euch. Owen Davidson ist vor einer halben Stunde im Operationssaal gestorben«, sagte er.

Das war nur eine der vielen schlechten Nachrichten in Verbindung mit dem Feuerüberfall in Davidsons Wohnung.

»Alle drei Schützen trugen antiballistische Kleidung, weshalb unsere Kugeln nichts ausgerichtet haben«, sagte Phil.

Unsere anfängliche Erwartung, dass einer der scheinbar angeschossenen Gangster in einem Krankenhaus auftauchen könnte, wurde durch eine Beobachtung eines Cops zunichte gemacht.

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