Logo weiterlesen.de
Jerry Cotton - Folge 2847

Ein echt mieser Job

Es dämmerte schon fast, als Howard Bernstein in seinem exklusiven Hotelzimmer auf und ab ging. Er war etwas nervös. Und gleichzeitig gespannt auf das, was ihn erwartete. Er nahm noch einen Schluck Scotch und stellte das leere Glas auf den massiven Holztisch. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es bald so weit sein würde.

Ein sachtes Klopfen an der Tür ließ ihn hochfahren.

Eilig ging er auf die Tür zu, verlangsamte seine Schritte, atmete noch einmal tief durch und öffnete. Was er sah, ließ seinen Atem stocken.

Vor ihm stand eine wunderschöne, schlanke Frau mit leicht gebräunter Haut, dunklen Haaren und mandelbraunen Augen. Als sie ihn erblickte, lächelte sie schüchtern.

»Hallo«, sagte er. »Kommen Sie doch rein.«

Sie erwiderte seinen Gruß, und als er zur Seite getreten war, betrat sie das komfortabel eingerichtete Hotelzimmer.

»Hatten Sie eine gute Fahrt?«, fragte er, um ein wenig Konversation zu betreiben.

»Ja«, antwortete sie und lächelte.

Erst jetzt fiel ihm ihr starker Akzent auf. Eine Nebensächlichkeit, die er nur am Rande zur Kenntnis nahm.

Er reichte ihr ein Glas mit Scotch. »Möchten Sie?«

Sie nahm das Glas dankend an und trank einen kräftigen Schluck.

»Stark«, sagte sie und schaute sich im Zimmer um.

Ihr Blick überflog das Zimmer und machte bei der Tür zum Schlafzimmer Halt. Sie stellte das Glas hin und erhob sich. Mit eleganten Schritten ging sie ohne ein Wort zu sagen auf das Schlafzimmer zu. Als sie in der Tür stand, drehte sie sich kurz um und lächelte Bernstein an. Dann ging sie weiter.

»Na, dann mal los!«, sagte er leise zu sich selbst und folgte ihr.

Er hatte gerade das Zimmer erreicht, als sie sich umdrehte und elegant ihr Kleid fallen ließ. Nun stand sie in ihrer ganzen weiblichen Schönheit vor ihm. Er musterte jeden Quadratzentimeter ihres Körpers, wobei ihm ganz heiß wurde. Sie bewegte sich etwa eine ganze Minute lang kaum. Für ihn eine kleine Ewigkeit. Dann kam sie auf ihn zu und löste seinen Gürtel, zog seine Hose herunter und entblößte seinen Körper ganz sachte und langsam. Anschließend führte sie ihn zum Bett, gab ihm einen kleinen Schubs und er kam auf dem Rücken zu liegen. Sie bewegte sich auf ihn zu, und nach einem ausgedehnten Vorspiel kam sie schließlich zur Sache. Dabei wurden ihre rhythmischen Bewegungen immer schneller und wilder. Sie atmete heftig und er konnte sehen, wie sehr sie sich anstrengte. Ihr brach der Schweiß aus. Und plötzlich, als er auf dem Höhepunkt angekommen war, sackte sie zusammen und blieb reglos auf ihm liegen.

Einen Moment lang geschah nichts. Er war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er nicht merkte, dass sie nicht mehr atmete.

»Das war der absolute Hammer«, sagte er zu ihr.

Als sie nicht reagierte, wurde er stutzig. Er hatte schon gehört, dass manche Frauen beim Orgasmus ohnmächtig wurden, aber sie verhielt sich verdächtig ruhig.

Sachte drehte er ihren Körper zur Seite. Was war passiert? Hatte sie sich zu sehr verausgabt?

Er beugte sich über sie. Ein schrecklicher Verdacht stieg in ihm auf. Als er ihren Puls zu fühlen versuchte, war da nichts. Und sie atmete auch nicht mehr.

Seine entspannte Stimmung verwandelte sich in Panik.

»Verdammt, mach das nicht! Du kannst hier doch nicht einfach sterben!«, rief er.

Verzweifelt versuchte er es mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Doch nichts half. Ihr lebloser Körper zeigte keinerlei Reaktion. Resigniert brach er zusammen. Er wusste, was das bedeutete. Es war vorbei. Sie war tot. Und nichts konnte sie wieder zum Leben erwecken.

In diesem Augenblick schoss ihm durch den Kopf, was für Konsequenzen das für sein Leben haben würde. Er, der PR-Beauftragte des Senators von New York, angesehener Ehemann und Vater von zwei Kindern, war mit einer Prostituierten zusammen gewesen, die daraufhin beim Verkehr gestorben war. Das war das Ende seiner Karriere!

Er wusste nur noch einen Ausweg.

***

Der heutige Tag war einer der angenehmeren gewesen. Phil und ich hatten die ganze Zeit an der United Nations Plaza in Manhattan verbracht und die dortigen Sicherheitsmaßnahmen unterstützt.

»So geht ein friedlicher Tag in New York zu Ende«, sagte Phil, als sich die letzten Personen von der United Nations Plaza wegbewegten. Dort hatte eine große Veranstaltung zum 10. Dezember, zum jährlichen Tag der Menschenrechte, mit vielen internationalen Rednern stattgefunden.

Ich schaute auf die Uhr. »Wie üblich mit einiger Verspätung. Die Veranstaltung hätte schon vor einer Stunde beendet sein sollen.«

Wir sprachen noch mit einigen Kollegen vom FBI und anderen Behörden, die ebenfalls vor Ort waren, und machten gut eine Stunde später Feierabend. Zumindest hatten wir das geplant – bis uns ein Anruf von Mr High erreichte.

»Hallo Jerry, wie ist die Lage bei der UN?«, fragte er mich.

»Alles im grünen Bereich, Sir. Keine besonderen Vorkommnisse«, antwortete ich.

»Das ist gut«, sagte er. »Können Sie mit Phil noch einen Abstecher in mein Büro machen? Ich habe eine recht delikate Aufgabe für Sie.«

Ich horchte auf. »Natürlich, Sir. Wir sind hier in etwa zehn Minuten fertig und fahren dann los.«

Er bestätigte das und beendete dann das Gespräch.

»Es gibt was zu tun«, sagte ich zu Phil.

»Hat Mister High gesagt, worum es geht?«, fragte Phil.

»Nein«, antwortete ich. »Er hat nur gesagt, dass es eine delikate Aufgabe wäre.«

»Hört sich interessant an«, meinte Phil. »Dann ist es mit der Ruhe wohl vorbei.«

»Sieht so aus«, sagte ich.

Gut eine Stunde später erreichten wir in meinem Jaguar das FBI Field Office an der Federal Plaza. Über die Tiefgarage gelangten wir zum Fahrstuhl und fuhren hinauf zu der Etage, in der sich Mr Highs Büro befand. Trotz vorgerückter Stunde saß Helen noch an ihrem Schreibtisch und begrüßte uns freundlich.

»Wie war es bei der UN?«, fragte sie interessiert.

»Lief alles ohne Probleme«, antwortete Phil.

»So, wie es sein soll«, sagte sie und deutete uns mit einer Handbewegung an, das Büro unseres Chefs zu betreten. »Er wartet schon. Scheint eine ziemlich dringende Sache zu sein.«

»Dann wollen wir ihn nicht länger warten lassen«, sagte ich, klopfte und trat ein.

Mr High saß an seinem Schreibtisch und arbeitete am Computer. Als wir eintraten, schaute er auf und begrüßte uns.

»Es gibt Arbeit, Sir?«, fragte Phil noch bevor er sich gesetzt hatte.

»Ja, in der Tat. Ich erhielt gerade einen Anruf von Frank Miller, dem Deputy Chief des NYPD. Er bat mich, ihm einen Gefallen zu erweisen.«

»Einen Gefallen?«, fragte ich nach.

»Es geht um Howard Bernstein. Er ist der PR-Berater des Senators des Bundesstaates New York. Und Mister Bernstein befindet sich in einer ziemlich unangenehmen Situation. Deshalb hat er sich an Frank Miller gewandt. Und der hat mich angerufen. Frank hat noch einen Gefallen bei mir gut und ich habe ihm versprochen, dass wir die Angelegenheit so diskret wie möglich behandeln werden.«

»Und worum geht es?«, fragte Phil.

Mr High lehnte sich zurück. »Was ich jetzt sage, sollte vorerst vertraulich behandelt werden. Zur passenden Zeit und wenn die Untersuchungen vorangeschritten oder abgeschlossen sind, werden wir unsere Erkenntnisse an die entsprechenden Stellen weiterleiten, aber bevor das geschieht, sollte das, was ich Ihnen nun mitteile, nicht diesen Raum verlassen.«

»Geht klar«, sagte ich und schaute Mr High gespannt an.

Er räusperte sich. »Gemäß dem, was ich bisher erfahren habe, hat Mister Bernstein im Plaza eine Prostituierte getroffen. Im weiteren Verlauf des Abends hat die Dame dann einen Herzstillstand erlitten und ist gestorben. Bernstein hat versucht sie wiederzubeleben – allerdings ohne Erfolg.«

»Eine wirklich delikate Situation, Sir«, sagte ich.

»Kein Wunder, dass Mister Bernstein die Sache gern diskret behandelt sehen möchte«, fügte Phil hinzu.

»Und Sie möchten, dass wir den Fall übernehmen?«, fragte ich.

Mr High nickte. »Ja. Ich will wissen, was wirklich vorgefallen ist und ob Bernsteins Version der Geschichte stimmt.«

»Gut«, sagte ich. »Und wenn wir herausfinden, dass Bernstein für den Tod der Frau verantwortlich ist?«

»Dann wird er sich dafür verantworten müssen«, antwortete Mr High erwartungsgemäß. »Ich habe Frank Miller nur zugesagt, den Namen von Bernstein so lange wie möglich aus der Sache herauszuhalten. Wie lange das sein wird, hängt von der Lage der Dinge ab.«

»Und Bernstein ist jetzt noch im Hotel?«, fragte Phil.

»Das sollte er sein«, antwortete Mr High.

»Dann machen wir uns besser sofort auf den Weg – bevor er noch eine Dummheit begeht«, sagte ich.

Wir verabschiedeten uns und verließen das Büro.

»Delikate Situation«, kommentierte Phil, als wir mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach unten waren.

***

The Plaza ist eines der renommiertesten und teuersten Hotels der Stadt. Und kein Ort, an dem man auf einen Skandal scharf ist.

Ich parkte den Wagen in unmittelbarer Nähe des Eingangs, dann stiegen Phil und ich aus.

»Hier würde ich auch gerne mal ein paar Nächte verbringen«, bemerkte Phil, als wir die Lobby betraten.

»Ja, ist aber nichts für das Gehalt eines Agents«, sagte ich.

»Na, für ein paar Tage würde mein Gehalt schon reichen«, erwiderte er.

»Ja, für ein paar Tage«, erwiderte ich. »Dann hast du ja die freie Wahl – eine Woche im Plaza oder zwei Wochen auf Hawaii.«

Phil überlegte. »Na ja, so wie du das sagst – da entscheide ich mich doch lieber für die Sonne des Südens.«

»Dachte ich mir«, sagte ich und ging direkt auf den Fahrstuhl zu.

Wir wussten, dass sich Bernstein in Zimmer 442 aufhielt. Um keine Aufmerksamkeit zu erwecken, meldeten wir uns nicht an der Rezeption an. Bei all dem, was in der Eingangshalle los war, fielen wir auch nicht weiter auf.

Als sich die Fahrstuhltür öffnete, kamen uns zwei reizende junge Frauen in aufreizender Kleidung entgegen. Sie hatten die Lobby gerade betreten, als sich die Blicke fast aller Männer auf sie richteten. Ein interessantes Schauspiel.

Phil und ich beobachteten es, bis sich die Fahrstuhltüren schlossen, und fuhren dann hoch in den vierten Stock.

Hier war nichts los, keine Menschenseele zu sehen. Wir gingen nach rechts und fanden das Zimmer, das wir gesucht hatten. Phil klopfte an.

»Wer ist da?«, ertönte kurz darauf die Stimme eines Mannes.

»Die beiden Agents, auf die Sie gewartet haben«, antwortete ich.

Die Tür öffnete sich einen Spalt und ein Mann von Mitte vierzig schaute uns mit ängstlichen Augen an. »Agents?«

»Wir sind Jerry Cotton und Phil Decker vom FBI New York«, stellte Phil uns vor. »Mister High hat uns geschickt, damit wir uns die Situation, in der Sie stecken, ansehen und schauen, was wir machen können. Sie hatten mit Frank Miller vom NYPD gesprochen, nicht wahr?«

Er nickte. »Ja, habe ich, aber er hat nichts von FBI-Agents gesagt.«

»Keine Sorge, bei uns sind Sie in guten Händen«, sagte ich. »Es wäre besser, wenn wir uns drinnen weiter unterhalten würden, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.«

»Oh, ja«, sagte Bernstein, öffnete die Tür weiter und ließ uns eintreten.

Dann schaute er sich aufgeregt im Flur um, kam wieder in das Zimmer und schloss die Tür. »Sie müssen entschuldigen, so etwas ist mir noch nie passiert. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, und bin immer noch völlig durch den Wind.«

»Das ist mehr als verständlich«, versuchte ich ihn zu beruhigen. »Nehmen Sie doch einfach Platz. Wir schauen uns kurz um und kommen dann wieder zu Ihnen.«

Er nickte und ließ sich in einen schweren Sessel fallen, der im Wohnzimmer stand.

Dann deutete er auf das Schlafzimmer. »Sie ist da drinnen.«

Phil und ich betraten das Schlafzimmer. Es war feudal eingerichtet. Die angenehmen Pastellfarben der Wände erinnerten mich an feinen Sandstrand. Das Einzige, was nicht ins Bild passte, war die junge Frau, die splitternackt auf dem Bett lag und sich nicht rührte.

Phil fühlte ihren Puls und schüttelte dann den Kopf. Ich wusste, was das bedeutete. Kein Puls. Sie war definitiv tot.

Sie lag auf dem Rücken. Auf der Seite ihres Körpers, die man sehen konnte, war kein Zeichen von Gewalteinwirkung zu erkennen. Es gab auch kein Blut.

Wir schauten uns weiter im Schlafzimmer um und gingen dann zurück zu Mister Bernstein.

»Ich stecke in ganz schönen Schwierigkeiten, nicht wahr?«, fragte er nervös.

»Kann man so sagen«, erwiderte ich. »Aber wie tief Sie wirklich drinstecken und was wir jetzt tun können, um Ihnen zu helfen, hängt ganz und gar von dem ab, was geschehen ist. Daher ist es wichtig, dass Sie uns alles im Detail erzählen.«

Bernstein nickte und schilderte die Geschehnisse, von dem Augenblick an, wo die Frau das Hotelzimmer betreten hatte, bis zu seinen Versuchen, sie wiederzubeleben.

Ich schaute ihn an. »Wenn die Untersuchungen Ihre Version der Vorfälle bestätigen, kommen Sie vielleicht mit einem blauen Auge davon.«

»Glauben Sie mir etwa nicht?«, fragte er verzweifelt.

»Ich glaube Ihnen schon«, sagte ich. »Aber es zählt nicht das, was ich glaube, sondern das, was geschehen ist. Mein Partner wird jetzt die Crime Scene Unit informieren, die dann in schätzungsweise einer halben Stunde hier sein wird. In der Zeit können Sie uns noch ein paar Fragen beantworten und wir werden Sie dann hier rausbringen.«

»Muss das sein?«, fragte er und bettelte fast. »Ich habe Geld, ziemlich viel Geld. Wenn das hier rauskommt, dann ist meine Karriere zu Ende.«

Jetzt warf ich ihm einen ernsten Blick zu. »Wir sind nicht hier, um etwas zu vertuschen, sondern um die Situation zu entschärfen. Wahrscheinlich können wir Ihren Namen zunächst aus der Sache raushalten. Dann haben Sie Gelegenheit, um sich auf das, was dann kommt, vorzubereiten. Sollten die Untersuchungen ergeben, dass Sie nichts mit dem Tod der Frau zu tun haben, dann gibt es für Sie wahrscheinlich keine rechtlichen Konsequenzen.«

Er fing an zu jammern. »Verdammt, das wollte ich nicht.«

»Reißen Sie sich bitte zusammen«, ermahnte Phil ihn, der gerade telefonisch die Crime Scene Unit angefordert hatte. »Sie müssen jetzt einen klaren Kopf bewahren. In etwa vierzig Minuten werden unsere Kollegen hier sein. Bis dahin müssen Sie unsere Fragen beantwortet haben.«

Bernstein nickte und wurde etwas ruhiger.

»Haben Sie die Frau schon vorher getroffen?«, startete ich die Befragung.

»Nein, noch nie«, kam die Antwort.

»Aber Sie haben sich vorher schon mit anderen Frauen getroffen?«, wollte ich als Nächstes wissen.

Diesmal nickte er. »Ja, seit etwa einem Jahr, gewöhnlich einmal im Monat, wenn meine Frau mit ihren Freundinnen ein paar Tage weg war. Die machen öfter Kurztrips, mal nach Florida oder auf die Niederländischen Antillen.«

Phil setzte sich neben ihn. »Und wie kommt der Kontakt mit den Frauen zustande?«

»Über eine Telefonnummer«, antwortete Bernstein und kramte in seinem Sakko. »Hier ist sie. Das ist die Nummer. Mehr weiß ich nicht.«

Phil nahm den Zettel, auf dem nur die Nummer stand, entgegen.

»Und wie sieht es mit Namen aus? Haben Sie eine Kontaktperson? Oder hat Ihnen jemand die Nummer empfohlen?«, fragte ich.

»Keine Namen«, antwortete Bernstein. »Außer den Frauen habe ich nie jemanden gesehen. Die erste Aufforderung, mal die Nummer anzurufen, hatte ich schriftlich erhalten – auf einer Benefiz-Veranstaltung. Mir hatte jemand einen Brief in die Tasche gesteckt, ohne dass ich es gemerkt hatte. Hat mich neugierig gemacht. Irgendwann habe ich dann angerufen, und so hat sich das ergeben.«

»Und wer war am Telefon?«, fragte Phil.

»Eine Frau – hat ihren Namen nicht genannt. Nette Stimme. Erzählte etwas vom Escort-Service für den stilvollen Mann. Als ich interessiert war, hat sie mir eine Gratis-Probe versprochen. Hörte sich interessant an. Und dann hatte ich mein erstes Treffen.«

»Und was ist mit dem Geld?«, fragte Phil. »Wer bucht das Hotelzimmer und wie bezahlen Sie?«

»Das Zimmer wird von mir bezahlt. Die Frauen erhalten ihr Geld in bar«, antwortete er.

»Also keine Bankverbindungen, die uns als Spur dienen könnten?«, fragte ich.

»Nein, nichts dergleichen. Auch keine Adresse, alles anonym«, antwortete Bernstein.

»Klug eingefädelt«, bemerkte Phil.

»Wobei der Tod der jungen Frau nicht ins Konzept passt«, sagte ich.

»Und was ist mit Ihrer Frau?«, fragte ich. »Weiß sie davon, dass Sie ab und zu jemand anderen treffen?«

Bernstein wurde rot. »Nein, sie hat keine Ahnung.«

»Dann wäre es gut, wenn Sie es von Ihnen erfährt«, sagte ich.

»Aber das kann ich ihr doch nicht antun!«, versuchte er zu protestieren.

»Das haben Sie ihr bereits angetan«, sagte Phil. »Und wenn sie es aus der Presse erfährt, wird der Schock umso größer sein. Besser, Sie beichten von sich aus. Dann können Sie vielleicht noch Ihre Ehe retten.«

»Wird nicht leicht sein«, sagte er.

»Das ist es nie«, meinte ich.

Wir stellten ihm noch ein paar Fragen und sorgten dafür, dass er uns alle relevanten Details erzählte. Aber offensichtlich wusste er nicht mehr, als er schon gesagt hatte. Dann brachte Phil ihn aus dem Hotel hinaus. Ich wartete im Zimmer auf das Eintreffen der Crime Scene Unit.

***

Gut zehn Minuten, nachdem Phil und Bernstein das Hotelzimmer verlassen hatten, erschienen die Mitarbeiter der CSU. Das Team wurde von Dr. Janice Drakenhart geleitet.

»Hallo Jerry«, begrüßte sie mich. »Phil hat uns angerufen.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jerry Cotton - Folge 2847" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen