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Jerry Cotton - Folge 2839

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Mit besten Grüßen aus Neapel
  4. Vorschau

Mit besten Grüßen aus Neapel

Die Männer und Frauen in dem Restaurant speisten üppig und lachten viel.

»Das Leben ist ein Fest«, rief Adamo.

Adamo Sabatino führte den zweitgrößten Clan der italienischen Mafia von New York an. Zusammen mit dem Clanoberhaupt saßen sechs der wichtigsten Köpfe des Clans an der langen Tafel.

»Wo bleibt die Überraschung?«, rief Adamos Sohn.

Die dunklen Augen Sabatinos leuchteten fröhlich, während er drei Mal in die Hände klatschte. Sekunden später zerfetzten die Bomben die fröhliche Gesellschaft bis zur Unkenntlichkeit.

Der Anblick des völlig verwüsteten Raumes erschütterte mich. Zum Zeitpunkt der Explosionen hatten sich über dreißig Menschen zu einer Geburtstagsparty in dem separaten Raum des Restaurants versammelt.

»Es hat die gesamte Führungsspitze des Sabatino-Clans erwischt«, sagte Phil.

Zunächst hatte sich das NYPD um den Fall gekümmert, doch da es sich um Angehörige des organisierten Verbrechens handelte, schaltete sich das FBI ein.

»Wir dürfen getrost von einem gezielten Anschlag ausgehen. Es waren drei Sprengsätze laut Auskunft des Spezialisten, und jeder allein hätte ausgereicht. Jemand wollte die Sabatinos empfindlich treffen«, erwiderte ich.

»Für diese Intelligenzleistung benötigen wir keine Agents vom FBI.«

Ich wandte mich um und schaute in die braunen Augen von Aaran Vareso, einem der Unterführer des Sabatino-Clans. Neben dem kräftigen gebauten Vareso standen zwei genauso finster dreinschauende Männer.

»Special Agent Cotton, und das ist Special Agent Decker. Wen verdächtigen Sie, Vareso?«

Der Gangster schürzte verächtlich die Lippen.

»Das ist unsere Angelegenheit, Agent Cotton. Wer immer hierfür die Verantwortung trägt, der wird es bitter bereuen«, antwortete Vareso.

Ich machte mir nicht einmal die Mühe herauszufinden, wie die Gangster durch die Absperrung gelangt waren. Es gab immer Cops, die auf irgendeine Weise mit den Clans verbunden waren. Genauso wenig ärgerte ich mich über die herablassende Art von Vareso, aber seine Drohung konnte ich nicht einfach so stehen lassen.

»Gar nichts werden Sie tun, Vareso! Ab jetzt ist es unsere Sache, und wenn Sie oder einer Ihrer Männer uns dabei in die Quere kommen, ziehen wir ihn aus dem Verkehr, verstanden?«

Für einen kurzen Augenblick glomm wilde Wut in den Augen des Unterführers auf, doch er sparte sich eine Erwiderung und wandte sich wortlos um. Vareso fehlte die kühle Intelligenz, um es innerhalb des Clans weiter nach oben zu schaffen. Durch den Tod der bisherigen Führungscrew übernahm Vareso übergangsweise eine leitende Funktion. Doch die Sabatino-Familie war sehr weit verzweigt und würde sicherlich bald mit neuen Gesichtern in New York aufkreuzen.

»Es ist nicht gut, dass ein Hitzkopf wie Vareso das Sagen hat«, sagte Phil.

Wir schauten den drei Gangstern nach, wie sie eilig das Restaurant verließen.

»Nein. Allein sein Auftritt hier war reine Provokation, die zu nichts führt«, stimmte ich zu.

Die nächsten Stunden und Tage mussten wir uns auf einige böse Zwischenfälle einstellen, die wir nur durch schnelle Erfolge begrenzen konnten.

»Was sagt das Labor zum Sprengstoff?«

Während ich mich über die Struktur der Sabatino-Familie in New York schlau gemacht hatte, war Phil in der Rechtsmedizin und im Labor gewesen.

»Es war ein Plastiksprengstoff, also entweder C4 oder Semtex. Ich bekomme eine Nachricht, sobald die Herkunft geklärt ist«, antwortete Phil.

Diese Plastiksprengstoffe wurden in der Unterwelt ganz normal gehandelt, als Hinweis war das also nur bedingt tauglich.

»Anbringung und Wirkungsentfaltung lassen nach Ansicht des Experten auf einen erfahrenen Täter schließen«, ergänzte Phil.

»Hast du bereits eine Anfrage laufen?«, fragte ich.

Mein Partner hatte alle in Frage kommenden Spezialisten überprüfen lassen und nannte drei Namen.

»Daniel Morales. Der Name kommt mir bekannt vor.«

Mir wollte nicht auf Anhieb einfallen, wo ich den Namen schon einmal gehört hatte. Mein Partner konnte mir auf die Sprünge helfen.

»Morales ist einer der Sprengstoffspezialisten der Kolumbianer, Jerry. Er gehört zu Javier Sola«, sagte Phil.

Für einige Sekunden starrte ich auf die geschwärzten Wände des Raumes, bevor ich mich mit einem Ruck umdrehte.

»Dann wissen wir ja schon, an wessen Tür wir als Nächstes anklopfen«, stieß ich hervor.

Sola führte eine der besonders aggressiven Familien der kolumbianischen Mafia, mit der wir in den zurückliegenden Jahren regelmäßig zu tun gehabt hatten. Der Tod eines unserer Kollegen gehörte zu Solas Werk, obwohl man es dem aufbrausenden Südamerikaner nie hatte nachweisen können.

»Da bin ich aber gespannt, ob Mister Sola sich noch an uns erinnert«, schmunzelte Phil.

Wir stiegen in den roten Jaguar, dessen Lack in den ersten Sonnenstrahlen wie Blut glänzte. Die Sonne war schon lange am Horizont aufgestiegen, doch jetzt erreichten ihre Strahlen auch die Straße am Fuße der Hochhäuser. Da es Lunchzeit war, kannte ich Solas Aufenthaltsort. Der Kolumbianer war ein Gewohnheitsmensch und speiste an sechs Tagen in der Woche im gleichen Restaurant, immer zur gleichen Uhrzeit und am gleichen Tisch. So sicher fühlte der Gangsterboss sich, und tatsächlich hatte es bislang keinen Anschlag auf Sola in dessen Restaurant gegeben.

»Keine Bange, Phil. Sola wird sich schon an uns erinnern, und wenn nicht, dann frischen wir sein Gedächtnis ein wenig auf«, antwortete ich.

***

Javier Sola verzichtete wie viele Amerikaner auf ein Frühstück und genoss daher seinen Lunch umso mehr. Es war die Zeit am Tag, in der seine Untergebenen sich mit Bitten an ihn wandten oder Sola mit seinen Unterführern über das Geschäft plauderte.

»Wir müssen jetzt doppelt wachsam sein«, sagte er.

Seine Aufforderung richtete sich an Manuel Comez, den Anführer einer nur nach außen unabhängigen Jugendgang. Der drahtige Comez grinste hart und nickte mehrfach.

»Wir haben alles im Griff, Javier. Niemand kommt nahe genug an dich heran, dafür sorgen meine Männer«, versicherte Comez.

Da es Comez in der Vergangenheit geschafft hatte, den Attacken auf Sola rechtzeitig entgegenzutreten, akzeptierte der Anführer die großspurige Behauptung.

»Die Italiener sollten ihre Lektion gelernt haben.«

Der Einwurf kam von einem der Unterführer, der einen brutalen Schlag gegen die Sabatino-Familie mit vorgeschlagen hatte. Sola hatte einsehen müssen, dass er etwas gegen die Expansionsgelüste der Italiener unternehmen musste. Es war ein sehr gefährlicher Weg, den die Kolumbianer damit beschritten, und Sola hätte es gern vermieden. Seine wilde Zeit lag ein wenig zurück und so langsam gewöhnte Sola sich an das ruhigere Leben als Anführer, der für die Drecksarbeit seine Leute hatte.

»Du verlierst dein Ansehen, wenn du nicht gegen die Sabatinos vorgehst«, warnte Solas Frau.

Es kam selten vor, dass Carmen sich in seine Geschäfte einmischte. Doch sie war eine kluge Frau, die mit ihm den harten Weg an die Spitze der Organisation beschritten hatte. Sie war daher immer noch eine wichtige Ratgeberin und so hörte Sola auf ihre Warnung. Der Kolumbianer ahnte aber auch, welch hohen Preis er für diese Machtdemonstration würde bezahlen müssen. Noch war er nicht bereit dazu.

»Zwei Agents vom FBI sind im Anmarsch«, meldete Comez.

Sola nickte kühl, aber er wusste, dass dies der Anfang einer sehr unruhigen Phase werden würde. Das FBI war ihm bereits früher in die Quere gekommen und daher konnte Sola die Qualität der Agents einschätzen. Es waren keine Gegner, die er auf die leichte Schulter nehmen wollte.

***

Vor dem Restaurant wurden Phil und ich von einer Gruppe junger Kolumbianer aufgehalten. Ihr Äußeres täuschte nicht darüber hinweg, dass wir es mit gefährlichen Gangstern zu tun hatten. Sie gehörten zur Gang von Manuel Comez, der kurz darauf aus dem Restaurant trat.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker. Wir wollen mit Mister Sola sprechen, Comez.«

Die dunklen Augen im Gesicht von Comez funkelten uns an, ohne dass ich darin mehr als Interesse erkennen konnte. Man hatte offensichtlich mit unserem Besuch gerechnet.

»Bitte, Agents. Ich führe Sie gerne zu Mister Sola.«

Mit einer Geste lud uns Comez zum Eintreten auf, was wir jedoch so nicht wollten.

»Sie gehen voraus, Comez. Ich möchte Sie gerne im Blick behalten«, forderte ich.

Ein belustigtes Lächeln huschte über das Gesicht des jungen Gangsters, während einige seiner Männer leise murrten. Wir erreichten ohne Probleme den Tisch, an dem Javier Sola seinen Lunch einnahm.

»Agent Cotton und sein treuer Partner. Verzeihen Sie mir, Agent. Leider habe ich Ihren Namen vergessen«, begrüßte uns Sola.

»Special Agent Decker, Mister Sola. Ich werde dafür sorgen, dass Sie meinen Namen bald gut im Gedächtnis behalten«, antwortete Phil.

Seine Reaktion war gekonnt und für einen winzigen Augenblick entstand Unruhe am Tisch. Da ihr Anführer jedoch ruhig blieb, beherrschten auch seine Unterführer ihren Ärger.

»Danke für die Warnung, Agent Decker. Was führt Sie also zu mir, Agent Cotton?«

Sola liebte diese Spielchen, aber ich überging es einfach.

»Wir müssen Sie davon in Kenntnis setzen, dass wir Daniel Morales in Verbindung mit einem Sprengstoffanschlag suchen.«

Es ist normalerweise nicht unsere Art, einen Gangsterboss von einer bevorstehenden Verhaftung zu unterrichten. Doch in diesem speziellen Fall verfolgte ich zwei Ziele. Sola sollte wissen, dass wir um seine Urheberschaft bei dem Anschlag wussten. Genauso wichtig war mir aber auch, dass er uns beim Aufspüren des Sprengstoffspezialisten half. Nach unserem Kenntnisstand konnte sich Morales in einem von fünf Verstecken aufhalten.

»Morales ist ein häufiger Name, Agent Cotton. Sind Sie sicher, dass Sie nach Daniel Morales suchen?«, fragte Sola.

Es war die erhoffte Botschaft an Comez, der in unserem Rücken das Restaurant verließ. Unsere Überwachungsteams standen bereit, um sich zum Versteck von Morales führen zu lassen.

»Aber, Mister Sola. Wir wissen doch beide, dass es Daniel Morales ist. Sie hätten sich vielleicht die Mühe machen und einen auswärtigen Experten hinzuziehen sollen. Warum brechen Sie diesen Krieg vom Zaun?«

Mein Einwand prallte an Solas gleichgültiger Miene ab. Bei meiner Frage hob er Überraschung heuchelnd die Augenbrauen in die Höhe.

»Krieg? Was sind das für üble Unterstellungen, Agent Cotton? Auf diese Weise sind Sie doch schon einmal gescheitert. Ich hätte Ihnen mehr Cleverness zugetraut«, staunte Sola.

Seine Untergebenen genossen mittlerweile das Wortgeplänkel, wie ihre feixenden Mienen bewiesen.

»Sie werden feststellen, wie gut ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Daniel Morales wird noch heute von uns vernommen werden, und damit sinkt Ihr Stern, Sola. Wer immer Sie zu diesem Anschlag angestiftet hat, muss es wohl auf Ihren Stuhl abgesehen haben«, gab ich zurück.

Das Mienenspiel einiger Unterführer gefror bei meinen Worten, und auch Sola zeigte eine gewisse Wirkung. Sein Blick huschte hinüber zur rechten Tischseite, sodass ich mir die Gesichter der dort sitzenden Männer besonders einprägte. Aus dieser Gruppe schien der Plan zu dem Anschlag gekommen zu sein.

»Wenn Sie nicht mehr als haltlose Unterstellungen anzubieten haben, dann dürfen Sie gehen. Ihr Besuch war leider keine Belebung meines Tages«, sagte Sola.

Seine Haltung passte zu einem gelassenen Anführer, doch es gab kleine, verräterische Zeichen. Der unwillkürliche Blick zur rechten Tischseite zählte fraglos dazu.

»Wir sehen uns mit Sicherheit bald wieder, Mister Sola. Wenn die Italiener zum Gegenschlag ausgeholt haben, vielleicht erst im Leichenschauhaus.«

Damit hatte ich meinen letzten Stich für den Moment gesetzt, der einige Wirkung zeigte. Die Unterführer begehrten laut auf und wollten mich für diese Unverschämtheit am liebsten auf der Stelle erschießen. Wie erwartet gaben die gefährlichen Gangster dem Impuls nicht nach, genauso wenig wie Sola seine erkennbare Verärgerung in Worte fasste. Nach einem mörderischen Blick senkte er seinen Kopf und widmete sich seinem halb geleerten Teller.

»Mal sehen, ob unser Besuch die gewünschten Früchte trägt«, sagte Phil.

Wir saßen im Jaguar und mein Partner fragte bei den Überwachungsteams nach, ob Comez an einer der Adressen aufgetaucht war.

»Auf jeden Fall kennt Sola jetzt den Preis, den sein Anschlag ihn kosten wird. So oder so wird Morales verschwinden müssen. Hoffen wir, dass er uns in die Hände fällt«, antwortete ich.

***

Als Benito Capolongo ins Büro von Aaran Vareso trat, wandte der den Kopf. Vareso stand am Fenster und hing seinen düsteren Gedanken nach.

»Die Agents haben Sola einen Besuch abgestattet«, sagte Benito.

Er war ein gleichrangiger Unterführer des Sabatino-Clans, dabei aber erheblich jünger. Während Vareso seinen Weg auf diesen Posten über die Straße mit vielen Kämpfen genommen hatte, war Capolongo ein studierter Betriebswirt und agierte wesentlich kühler. Beide Männer wussten um ihre Situation. Benito würde in absehbarer Zeit in der Rangfolge an Vareso vorbeiziehen, und weil es ihnen bewusst war, mieden die beiden Unterführer eine enge Zusammenarbeit.

»Also doch!«, zischte Vareso.

Sie hatten sich für diese Krisensituation zusammengerauft, da der Clan jetzt keine Machtkämpfe vertrug. Bei der Besprechung unmittelbar nach Bekanntwerden des Anschlags gehörte der Clan von Sola zu den Verdächtigen. Es war Capolongos Einfall gewesen, das Restaurant des Kolumbianers überwachen zu lassen.

»Ja, das FBI scheint einige Anhaltspunkte für Solas Beteiligung zu haben. Einer seiner Männer wird in der ganzen Stadt gesucht«, sagte Capolongo.

Ein Aufblitzen in Varesos Augen zeigte dem jüngeren Gangster, dass Vareso einen Einfall hatte.

»Wer ist es, Benito?«

Wie erwartet, stürzte der ältere Unterführer sich sofort auf die Information.

»Sein Name lautet Daniel Morales«, antwortete Capolongo.

Vareso griff zum Telefon und jagte eine große Anzahl Gangster los, die den Aufenthaltsort des Kolumbianers herausfinden sollten.

»In einem dieser Verstecke wird er zu finden sein«, warf Capolongo ein.

Er legte einen Notizzettel vor Vareso auf den Schreibtisch, auf dem ein halbes Dutzend Adressen notiert waren. Mit einem verblüfften Nicken gab Vareso die Anschriften durch und schärfte seinem Gesprächspartner ein, wie enorm wichtig dieser Mann für ihn war.

»Ich muss ihn lebend in die Finger bekommen. Capito?«

Mit einem zufriedenen Schnaufen beendete Vareso das Telefonat und schaute seinen Kollegen neugierig an.

»Woher hast du diese Adressen?«

Capolongo erzählte etwas von einem Informanten, doch Vareso hatte das sichere Gefühl, dass sein Gegenüber ihn anlog. Vorerst war es egal, aber er merkte es sich. Zum Glück hatte er es auf sich genommen, der Familie in Neapel die fürchterliche Nachricht zu übermitteln.

»Bereiten Sie alles für einen Gegenschlag vor, Vareso. Sobald wir in New York eintreffen, will ich jedes Detail über den Anschlag, dessen Hintermänner und wie wir diese vernichten können von Ihnen erfahren«, hatte Nevio Sabatino angeordnet.

Wenn er seine Karten geschickt ausspielte, würde der Nachfolger aus Neapel ihn in den inneren Zirkel aufnehmen. Sobald Vareso es dorthin geschafft hatte, konnte Capolongo nicht mehr so leicht an ihm vorbeiziehen. Bei nächster Gelegenheit würde er diesem eingebildeten Fatzke weitere Stolpersteine in den Weg legen. Im Laufe seiner harten Karriere hatte Vareso eine Menge schmutziger Tricks gelernt, die er alle gegen den Kontrahenten einsetzen wollte. Doch vorerst galt es zusammenzuarbeiten, um die angeschlagene Organisation am Leben zu erhalten. Viele der vom Clan unter Druck gehaltenen Menschen sahen ihre Chance gekommen, nachdem die Führungsspitze ermordet worden war.

»Kümmere du dich um den Kolumbianer, Benito. Ich sorge für ein deutliches Zeichen, damit niemand glaubt, dass er uns nicht mehr fürchten muss«, schlug Vareso vor.

Es war keine Großzügigkeit von ihm, sondern gut durchdachte Taktik. Sollte es nicht gelingen, den Bombenbauer zu fassen, trug Capolongo dafür ganz allein die Schuld. Wenn es aber gelang, dann war es Vareso gewesen, der den Befehl dazu erteilt hatte. Der Nachfolger an der Spitze des Clans von New York würde es zu würdigen wissen, so dachte sich Vareso.

»Einverstanden. Wir sollten aber auch dafür Sorge tragen, dass sich Sola nicht mehr unbeobachtet bewegen kann«, sagte Capolongo.

Diesen Aspekt hätte Vareso in der Tat fast übersehen. Natürlich gab er es nicht zu, sondern winkte lässig ab.

»Längst geschehen, Benito. Unsere Leute werden Sola keine Sekunde mehr aus den Augen lassen«, antwortete er.

Als die Mundwinkel im Gesicht von Capolongo geringschätzig nach unten gingen, erkannte Vareso seinen Fehler. Er war dem jungen Gangster voll in die Falle getappt.

»Du hast es bestimmt längst in diesem Sinne angeordnet, oder?«

Es war ein kläglicher Versuch, sein Gesicht zu wahren.

»Natürlich. Wir sehen uns später«, verabschiedete sich Capolongo.

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