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Jerry Cotton - Folge 2835

Mexikanische Scharade

Es war ein schöner Vormittag im Spätsommer. Im Saint Nicolas Park in Harlem fand an diesem Tag ein Sommerfest statt, zu dem Tausende von Menschen erwartet wurden. Die Vorbereitungen liefen auf vollen Touren und die ersten Gäste waren bereits eingetroffen.

»Schneller, Daddy, schneller«, rief das kleine Mädchen im Wagen aufgeregt.

Sie hatte kurze Rastalocken, die gut zu ihrer kaffeebraunen Haut passten.

»Daddy holt sich nur schnell noch ein paar Zigaretten, dann suchen wir uns einen Parkplatz«, sagte ihr Vater, Henry Nolan III. Er stoppte den Geländewagen, zog die Handbremse an und stieg aus.

»Sally, du bist schön brav und wartest im Wagen, dann bringe ich dir auch was mit«, sagte er zu seiner Tochter und schloss dann die Tür.

Nolan ging in den Shop, um sich Zigaretten zu holen. Es war eines seiner kleinen Laster, von denen er einfach nicht lassen konnte. Er wusste, dass es in gewissem Maße eine Sucht war, aber es war eben auch angenehm.

Nachdem er seine Lieblingsmarke gefunden hatte, ging er zum Kassierer und bezahlte.

»Einen schönen Tag«, wünschte der Mann an der Kasse und gab ihm sein Wechselgeld.

Henry Nolan III. steckte die Packung ein und ging zum Ausgang. Von hier aus konnte er den Saint Nicolas Park in der Ferne bereits sehen.

Gerade als er einen Schritt aus dem Geschäft machen wollte, ertönte ein lauter Knall und er wurde von einer Druckwelle nach hinten geworfen. Wie in Zeitlupe nahm er wahr, wie andere Leute ebenfalls umfielen, und er hörte Scheiben zerbersten. Alle möglichen Dinge flogen durch die Luft, Glassplitter, Staub, Papiere und so weiter.

Unsanft landete er auf dem harten Steinboden. Einen Augenblick lang wusste er nicht, was geschehen war. Er spürte nur den dröhnenden Schmerz an seinem Hinterkopf und merkte, dass er blutete. Noch halb bewusstlos richtete er sich langsam auf und schaute sich um. Ihm bot sich ein Bild der Verwüstung. Der Shop, in dem er sich befand, glich einem Schlachtfeld. Nichts stand mehr dort, wo es sich vorher befunden hatte. Die Fensterscheiben waren entweder ganz oder teilweise zerborsten. Und überall lagen Menschen herum.

»Sally!«, stieß er hervor.

Er humpelte zu seinem Wagen, um zu sehen, ob seiner Tochter etwas geschehen war. Von außen schien der Wagen fast unbeschädigt, abgesehen davon, dass sich irgendwelche Trümmer von etwas, das er nicht identifizieren konnte, in die Windschutzscheibe gebohrt hatten. Er öffnete die hintere Wagentür und schaute nach seiner Tochter. Sie kauerte am Boden des Rücksitzes und blickte ihn ängstlich an.

»Daddy!«, sagte sie weinend, stand auf und sprang in seine Arme. »Was war das?«

»Ist mit dir alles in Ordnung?«, wollte er wissen.

»Ich habe mich erschreckt«, sagte sie und fühlte das Blut, das an seinem Hinterkopf herunterlief. »Was ist mit dir?«

»Mit mir ist alles okay, kein Problem, Kleines«, sagte er und zwang sich zu lächeln.

Auch wenn er noch nicht vollständig realisiert hatte, was geschehen war, war er dennoch froh, dass sie angehalten hatten, um Zigaretten zu kaufen. Das hatte ihm und seiner Tochter vermutlich das Leben gerettet.

***

Als wir die weitläufige Absperrung rund um den Saint Nicolas Park erreicht hatten, sahen wir eine riesige Menschenmenge, die sich dort versammelt hatte. Anwohner, Passanten, Schaulustige und Reporter versperrten uns und den Rettungskräften den Weg. Fast jeder hatte einen Fotoapparat, eine Videokamera oder ein Handy in der Hand und versuchte, Aufnahmen zu machen.

Ich parkte den Jaguar, dann stiegen Phil und ich aus.

Schon von hier aus konnte man die Schäden der Explosion erkennen. An vielen Häusern waren die Fensterscheiben zerbrochen, die Reklameschilder einiger Geschäfte hingen zerstört herunter.

»Das ist ein düsterer Tag für New York«, sagte Phil ernst.

Er brachte nur das zum Ausdruck, was ich auch empfand. Die Explosion, deren Ursache noch ungeklärt war, hatte die Gegend um den Saint Nicolas Park herum verwüstet, und das in Harlem, dem Farbigen-Viertel von New York, wo heute ein Sommerfest stattfinden sollte.

Wir drängten uns durch die im Weg stehenden Menschenmassen und erreichten die Absperrung.

»Halt!«, sagte ein Cop des NYPD bestimmt, als wir unter der Absperrung durchgehen wollten.

Phil zeigte ihm seine Marke. »Cotton und Decker, FBI«, sagte er.

Der Cop nickte. »Gut, kommen Sie durch.«

Jetzt konnten wir die Katastrophe in ihrem ganzen Umfang erkennen. Es sah aus wie nach einem Luftangriff. Gebäude waren beschädigt, Äste von den Bäumen gerissen worden, Autos standen kreuz und quer, und dazwischen lagen Menschen, die teilweise von Sanitätern versorgt wurden. Es roch unangenehm nach verbranntem Fleisch. Ich hoffte nur, dass es nicht zu viele Opfer gegeben hatte.

Ein paar Meter weiter sah ich Dr. Gassettes stehen, die geschockt auf die Szenerie blickte.

Als sie uns kommen sah, sagte sie: »Ich kann es kaum glauben. Eigentlich wollte ich heute freinehmen, um mit meinen Neffen zum Sommerfest zu gehen. Zum Glück ist ein Kollege krank geworden und ich musste für ihn einspringen. Wer weiß, was sonst passiert wäre.«

Sie war den Tränen nahe. Ich konnte sehen, dass es für sie enorme Anstrengung bedeutete, sich unter Kontrolle zu halten. Und das bei einer Frau wie ihr, die bei ihrem Job als Forensikerin schon eine Menge üble Sachen gesehen hatte.

»Ich hoffe, deine Neffen waren noch nicht hier, als es geschehen ist«, sagte ich.

Sie schüttelte den Kopf. »Nein, sie haben mal wieder herumgetrödelt. Ich habe sofort angerufen, als ich gehört habe, was geschehen ist. Das hat mir einen gehörigen Schreck eingejagt.«

»Das kann ich gut verstehen«, sagte ich. »Der Schock lähmt einen in gewisser Weise, weil es schon geschehen ist und man nichts mehr tun kann.«

Sie schaute mich mit ihren dunklen Augen und einem zornigen Blick an. »Jerry, versprich mir, dass ihr die Typen findet, die dafür verantwortlich sind, und sie ihrer gerechten Strafe zuführt!«

Ich nickte. »Ja, das werden wir!«

Joe Brandenburg kam aus der Richtung des Zentrums der Explosion auf uns zu. Er war schneller vor Ort gewesen als Phil und ich.

»Jerry, Phil«, grüßte er uns.

»Hallo Joe«, erwiderte ich. »Das sieht ziemlich heftig aus.«

Er nickte und schaute ernst drein. »Bis jetzt haben wir fünf Leichen gefunden. Und es werden wahrscheinlich noch mehr sein.«

Einen Augenblick lang schwiegen wir alle. Das war keine gute Nachricht.

»Ist die Quelle der Explosion schon lokalisiert worden?«, brach Phil das Schweigen.

Joe schaute ihn an. »Ja, es war eine Autobombe. Die Jungs vom Sprengstoffkommando nehmen das Gestell gerade unter die Lupe. Über die genaue Zusammensetzung des Sprengstoffs oder die Art des Zünders habe ich noch nichts erfahren. Bin auch gerade erst angekommen.«

»Wir sehen uns die Sache mal aus der Nähe an«, sagte ich und schaute kurz zu Phil hinüber.

Zusammen gingen wir los. Je näher wir dem Auto kamen, umso heftiger waren die Spuren der Verwüstung.

»Und das bei einem Sommerfest, zu dem vor allem Familien und Kinder kommen! Die Typen sollten sich schämen!«, stieß Phil aus.

Als wir das Zentrum der Explosion erreicht hatten, sprach ich einen der Männer des Sprengstoffkommandos an. »Wer hat hier das Sagen?«

»Ich, James Rowland«, antwortete ein kräftiger Mann von etwa 1,90 Meter Größe und kam auf uns zu. »FBI?«

Ich nickte. »Decker und Cotton«, stellte ich uns kurz vor. »Wir haben von unserem Kollegen Joe Brandenburg gehört, dass es eine Autobombe war. Haben Sie schon weitere Details herausgefunden?«

Er hob ein ziemlich verkohltes Teil hoch. »Das hier ist der Zünder. Zeitzünder. Wenn wir uns das Ding im Labor vornehmen, können wir vielleicht herausfinden, wann er eingestellt wurde. Der Sprengstoff selbst – das war C4. Könnte beides aus militärischen Quellen kommen, ist wahrscheinlich unser eigenes Zeug. Das war keine selbstgebastelte Bombe aus irgendwelchen Düngemitteln, sondern hochwertiges Material made in USA.«

»Das hört sich nicht gut an«, meinte Phil.

»Ganz und gar nicht«, bestätigte Rowland. »Wir haben es hier mit Profis zu tun, und wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass sie bei uns ausgebildet wurden.«

»Ich hätte eigentlich mehr auf den Nahen Osten getippt«, sagte ich.

»Wäre natürlich möglich«, sagte Rowland. »War auch nur eine Vermutung von mir. Vielleicht finden die im Labor ein paar Fingerabdrücke und können den Bombenbauer identifizieren.«

»Ja, wir brauchen so viele Fakten wie möglich, dann stehen die Chancen, die Täter zu identifizieren und zu fassen, besser«, sagte ich.

Zusammen mit Phil schaute ich mir den Tatort genauer an. Wir sprachen auch mit den ersten Cops, die vor Ort angekommen waren, und natürlich mit Augenzeugen, die die Explosion miterlebt hatten. So konnten wir uns ein Bild machen. Zum Glück hatte das Sommerfest noch nicht angefangen. Es war kurzfristig um eine Stunde verschoben worden.

***

Nach dem Abschluss der ersten Ermittlungen vor Ort fuhren Phil und ich zurück ins FBI-Gebäude an der Federal Plaza. Dort angekommen gingen wir direkt zum Büro von Mr High.

Dort war der Teufel los. Helen saß am Telefon und nickte nur kurz zur Begrüßung, als sie uns kommen sah. Im Büro von Mr High saßen mehrere Agents, unter anderem Steve Dillaggio, Zeerookah, Sarah Hunter und Blair Duvall. Der Chef selbst telefonierte gerade.

Da alle Stühle besetzt waren, lehnte sich Phil, nachdem er die anwesenden Agents begrüßt hatte, an die Wand. Ich tat es ihm gleich.

»Danke, dass Sie gekommen sind«, sagte Mr High, nachdem er den Telefonhörer aufgelegt hat. »Sie wissen alle, was vor wenigen Stunden in Harlem geschehen ist. Wir bilden zusammen mit anderen Ermittlungsbehörden eine Task Force, um den Anschlag zu untersuchen und die Schuldigen festzunehmen.«

Alle im Raum nickten zustimmend.

»Haben wir schon irgendwelche Hinweise auf die Täter?«, fragte ich.

»Leider nein«, antwortete Mr High. »Bei einem solchen Anschlag würde man normalerweise ein Bekennerschreiben erwarten. Aber bisher haben wir nichts erhalten.«

»Sir, Sie sollten den Fernseher einschalten, Channel Eight«, sagte Helen, die aufgeregt ins Büro gekommen war.

Mr High schaltete das Gerät ein. Es war ein Mann von etwa fünfzig Jahren mit mittelblondem Haar und einigen grauen Strähnen zu erkennen, der eine Rede hielt. Hinter ihm wehte die amerikanische Flagge im Wind.

»… war dies nur der erste Schlag gegen die schleichende Machtergreifung der farbigen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten. Während aktuell noch 74 Prozent der Amerikaner europäischer Herkunft sind, nimmt dieser Wert ständig ab. Der von afrikanischen Sklaven abstammende Anteil beträgt bereits 13 Prozent der Bevölkerung. Hinzu kommen noch viele Asiaten und illegale Einwanderer aus Mittel- und Südamerika. Wir von White USA haben die Gefahr erkannt und stellen der Regierung hiermit ein Ultimatum. Wir fordern sie auf zu handeln und Amerika wieder den Amerikanern zurückzugeben. Den wahrhaftigen Amerikanern. Denn es ist unser Amerika: die Heimat der Mutigen und das Land der Freien.«

Er hielt die Hand aufs Herz und stimmte die Nationalhymne an.

Dann wurde die Übertragung unterbrochen und eine Nachrichtensprecherin meldete sich zu Wort. »Das war Billy Noah Smith, der Führer von White USA, einer rassistischen Bewegung, die Amerika wieder den Weißen zurückgeben will. Nach diesem Bekenntnis zum heutigen Anschlag in Harlem, bei dem nach neuesten Informationen acht Menschen den Tod fanden und vierundvierzig teilweise schwer verletzt wurden, werden sämtliche Strafverfolgungsbehörden des Landes hinter Smith und seinen Anhängern her sein.«

Mr High schaltete den Fernseher aus. Einen Augenblick lang war es absolut still.

Dann brach der Assistant Director das Schweigen. »Damit hätten wir wahrscheinlich schon die Gruppe hinter dieser verachtenswerten Tat. Steve, besorgen Sie bitte das Original-Video, das Channel Eight erhalten hat. Zeery, Sie bleiben mit Joe, Les und den anderen Leuten am Tatort in Verbindung und sorgen dafür, dass Sie alles erhalten, was Sie brauchen. Jerry, Phil, Sie finden alles über diesen Billy Noah Smith und White USA heraus. Die anderen bleiben hier. In einer Stunde treffen wir uns für die nächste Lagebesprechung.«

***

Steve und Zeery standen auf und verließen das Büro, ebenso Phil und ich.

»Ein rassistisch motivierter Anschlag«, dachte Zeery laut. »Der Typ sollte sich mal daran erinnern, wer zuerst in den USA gelebt hat, lange bevor die weißen Europäer hierherkamen. Auch wenn die Native Americans nur noch etwa ein Prozent der amerikanischen Einwohner darstellen.«

Ich konnte Zeery gut verstehen. Aufgrund seiner indianischen Abstammung waren ihm Diskriminierung und Rassismus nicht fremd.

»Wir schnappen die Kerle und sorgen dafür, dass sie nie wieder die Gelegenheit zu solch einer Tat haben«, sagte ich und folgte Phil in unser Büro.

»Wo fangen wir an?«, fragte Phil und zog sein Sakko aus.

Ich setzte mich. »Schauen wir mal, was das National Crime Information Center über Billy Noah Smith gespeichert hat. So wie der drauf ist, hat er bestimmt vorher schon Probleme mit dem Gesetz gehabt.«

Phil loggte sich in seinen Computer ein und machte sich auf die Suche. Es dauerte länger, als ich erwartet hätte.

»Nein, über ihn ist nichts gespeichert. Scheint eine reine Weste zu haben – beziehungsweise bisher gehabt zu haben. Nach dem, was heute geschehen ist, sieht das natürlich anders aus.«

Ich schaute Phil ungläubig an. »Wirklich nichts? Das überrascht mich jetzt aber. Und wie sieht es mit White USA aus?«

»Im NCIC ist nichts darüber zu finden. Wohl aber im Internet. Die haben eine eigene Homepage – was in der heutigen Zeit scheinbar sogar für Terroristen üblich ist.«

»Lass mal sehen«, sagte ich und rutschte mit meinem Stuhl neben Phil und schaute auf den Monitor. »Die haben ja ganz schön schräge Vorstellungen.«

Die Seite war gepflastert mit rassistischen Parolen und Aussagen, die definitiv gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verstießen. Von wegen, jeder hatte das Recht auf Arbeit, Bildung, Familie etc. Diese Rechte standen gemäß den Vorstellungen von White USA nur weißen Amerikanern zu. Die schwarzen Amerikaner wurden als Krake dargestellt, die mit böser Absicht die ehrlichen Weißen im Griff hielt. Latinos und Asiaten wurden als minderwertig und verschlagen bezeichnet.

Auch wenn sich die Aussagen vor allem gegen all jene Bürger der USA richteten, die nicht weiß waren, war klar, was das Endziel der Bewegung war: die Beseitigung aller anderen Rassen! Eine absolut menschenverachtende Vorstellung.

»Die Typen denken wohl, dass sich ihnen viele Amerikaner anschließen werden«, bemerkte Phil.

»Das ist wohl die sekundäre Gefahr, die von dieser Gruppe ausgeht«, sagte ich. »Schlimmer ist die Gewalt, vor der sie, wie sie heute bewiesen haben, nicht zurückschrecken. Je schneller wir diesen Typen das Handwerk legen, desto besser.«

Phil druckte die Inhalte der Website aus und suchte weiter nach Hinweisen auf Billy Noah Smith.

»Hier ist was«, sagte er schließlich. »Es geht weniger um ihn als um seinen Vater. Die Familie Smith hat in Eagleton Village südlich von Knoxville in Tennessee gelebt. Zumindest bis der Vater bei einem Autounfall ums Leben kam. Der alte Herr war für seine rassistischen Äußerungen bekannt und dafür sogar ein paar Mal verklagt worden. Allerdings kam es wohl nie zu einem Schuldspruch. Offenbar waren ihm die Richter wohlgesonnen. Jedenfalls starb er vor drei Jahren bei einem Autounfall. Und rate mal, wer der Fahrer des Wagens war, durch den Smith senior ums Leben kam: ein schwarzer Amerikaner namens Edward Laundry.«

»Vielleicht gab das bei Billy Noah Smith den Ausschlag, mit Gewalt gegen Schwarze vorzugehen«, sagte ich. »Dazu würde Harlem als Ziel passen.«

Phil suchte weiter und fand noch ein paar interessante Details. »Du hast recht, White USA wurde vor knapp drei Jahren gegründet. Und heute ist der dritte Todestag seines Vaters.«

»So viel dazu«, sagte ich ernst.

Wir fanden noch weitere Details heraus. Unter anderem, dass er einen Bruder namens John Bob Smith hatte, der in Mexiko im Gefängnis saß. Er hatte versucht, Drogen über die Grenze zu schmuggeln, und war erwischt worden. Das hatte ihm vier Jahre eingebracht, von denen er erst ein paar Monate abgesessen hatte.

Wie von Mr High angeordnet, fanden wir uns anschließend zu einer weiteren Lagebesprechung in seinem Büro ein. Nachdem zwei andere Agents ihren Bericht vorgetragen hatten, waren Phil und ich an der Reihe. Wir führten die Fakten auf, die wir ermittelt hatten.

Mr High schaute sich in der Runde um, nachdem wir unser Briefing beendet hatten. »Jetzt wissen wir also, wer hinter dem Anschlag steckt und was seine Motivation ist. Ich muss Ihnen wohl nicht sagen, wie ernst die Situation ist. Billy Noah Smith wurde vom Präsidenten offiziell zum Staatsfeind Nummer eins erklärt. Und es ist unsere Aufgabe, ihn zu fassen, damit er für seine Taten vor Gericht gestellt werden kann.«

»Wir sollten Edward Laundry, den Mann, der den Vater von Smith überfahren hat, entweder in Schutzhaft nehmen oder beschatten. Vielleicht taucht Smith bei ihm auf, um sich zu rächen«, sagte Sarah Hunter.

»Guter Vorschlag, kümmern Sie sich darum«, gab Mr High die Anweisung.

Anschließend wurde die weitere Vorgehensweise besprochen und allen Agents wurden Aufgaben zugewiesen. Die nationalen Ermittlungen wurden von der FBI-Zentrale in Washington koordiniert, während wir für New York zuständig waren. Der gesamte Polizeiapparat des Landes wurde in die Ermittlungen eingebunden. Wir waren sicher, die Drahtzieher des Anschlags bald zu fassen.

***

Zwei Tage waren vergangen, ohne dass das FBI irgendwelche Fahndungserfolge vorzuweisen hatte.

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