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Jerry Cotton - Folge 2833

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Sie kamen aus allen Löchern
  4. Vorschau

Sie kamen aus allen Löchern

Der Arzt musste sofort husten, als er wieder zu sich kam. Seine Sinne brauchten einen Moment, um das Ungeheuerliche vollständig zu erfassen. Während Henry Almond die Tränen aus den Augen liefen und er röchelnd nach Luft rang, breiteten sich die Flammen rasend schnell aus.

»Hilfe!«

Doch das Tosen des Feuers übertönte mühelos die Hilfeschreie des Arztes, dessen Behandlungsraum sich immer mehr mit Rauch füllte. Voller Panik riss und zerrte Almond an den Plastikbändern, mit denen er an seinen Bürostuhl gefesselt war.

Als Phil und ich ins Büro des Chefs kamen, erwarteten uns bereits June und Blair. Wir setzten uns zu den Kollegen an den Besprechungstisch und tauschten fragende Blicke aus.

»Nein, wir wissen auch nicht mehr«, raunte June mir zu.

Mr High saß noch hinter seinem Schreibtisch und telefonierte. Schließlich verabschiedete er sich von seinem Gesprächspartner und nahm seinen gewohnten Platz am Kopfende des Besprechungstisches ein. Unser Chef begrüßte uns knapp, bevor er auf den Grund des Treffens zu sprechen kam.

»Gestern wurde der Arzt Dr. Henry Almond in seiner Praxis überfallen und verbrannte später darin«, sagte Mr High.

Betroffen schauten wir zu den Tatortaufnahmen, die unser Chef auf dem Wandmonitor aufgerufen hatte. Das Feuer hatte ganze Arbeit geleistet und kaum mehr als verkohlte Trümmer übrig gelassen. Besonders grausam war der Anblick des verbrannten Körpers des Arztes, den die Verbrecher an seinen Bürostuhl gefesselt und in der brennenden Praxis zurückgelassen hatten.

»Was für eine fürchterliche Art zu sterben«, entfuhr es mir.

»Allerdings, Jerry. Der Rechtsmediziner hat erste Ergebnisse aus dem Labor erhalten und kann mit Sicherheit sagen, dass Dr. Almond betäubt worden ist.«

Mr High gab uns einen Einblick in die bisherigen Erkenntnisse der Tatortermittler.

»Sicherlich ein besonders heimtückischer Mord, Sir. Aber warum beschäftigt sich das FBI damit?«, fragte June.

Bislang hatte der Chef uns keinen Hinweis geliefert, was diesen gemeinen Mord zu einer Angelegenheit des FBI machte. Die Mordkommissionen des NYPD verfügten über erstklassige Detectives, die einen derartigen Fall aufklären konnten.

»Auf den ersten Blick gibt es keine Details, die es zu einer Ermittlung des FBI machen würden. Mich hat jedoch der Umstand alarmiert, dass ein Allgemeinmediziner in seiner Praxis auf solch brutale Art ermordet wurde. Daher habe ich mit den Kollegen in Baltimore und Boston gesprochen«, antwortete Mr High.

Bei der Erwähnung der beiden Städte an der Ostküste schrillten die Alarmglocken in meinem Kopf. An den Reaktionen der Kollegen konnte ich ablesen, dass sie ebenfalls den Zusammenhang hergestellt hatten.

»Sie halten es für möglich, dass uns ein ähnlicher Drogenkrieg bevorsteht?«, fragte ich.

Unser Chef nickte mit düsterer Miene.

»In beiden Städten wurden unwillige Ärzte nach dem gleichen Prinzip bestraft, und diese Morde standen immer am Anfang eines Drogenkrieges«, antwortete er.

Unwillkürlich schaute ich wieder hinauf zu dem Wandmonitor, wo immer noch das Bild mit dem verbrannten Arzt zu erkennen war. Wenn unser Chef mit seiner Annahme richtig lag, standen New York harte Zeiten bevor. Seit mehreren Wochen kämpften unsere Kollegen in Boston und Baltimore gegen einen heftigen Verdrängungskrieg im Drogenmilieu.

»Wissen die Kollegen, wie die Gangster die Zusammenarbeit mit den Ärzten aufbauen?«, wollte Phil wissen.

»Sie finden die kompletten Fallakten auf dem Server, Phil. Sie und Jerry übernehmen die Ermittlungen zum Mordfall Dr. Almond. June? Sie und Blair hören sich um, ob es bereits Anzeichen für eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu gibt«, wies Mr High an.

Damit war die Besprechung beendet und wir gingen in unsere Büros. Das Studium der Ermittlungsakten der Kollegen aus Boston und Baltimore dauerte eine Stunde. Erst danach verabredeten wir uns mit dem Detective des NYPD am Tatort.

***

»Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

Der mittelgroße Detective mit den unsteten, blauen Augen erwartete uns auf dem Gang vor den Praxisräumen von Dr. Almond.

»Detective Dunn, Agent Cotton. Ich gehöre zu den Brandspezialisten des Departments und wurde mit den Ermittlungen beauftragt.«

Bevor wir in die ausgebrannten Räume der Praxis eintraten, drückte Dunn uns weiße Schutzmasken in die Hand.

»Der Gestank ist nicht zu ertragen, Agents. Selbst mir hat sich der Magen noch umgedreht«, erklärte der Detective.

Dankbar über diese Vorsichtsmaßnahme, setzten Phil und ich die Masken auf. Kaum hatten wir den Empfangsraum der Praxis betreten, stieg mir trotz der Maske ein eklig süßer Geruch in die Nase.

»Das Feuer wurde hier sowie in beiden Behandlungsräumen gleichzeitig gelegt. Die Täter haben Brandbeschleuniger eingesetzt und dadurch die extreme Wirkung erzeugt«, erklärte Dunn.

Der Detective führte uns durch die Räume und blieb im Sprechzimmer des Arztes stehen. Die Überreste des Schreibtischstuhls standen wie ein Mahnmal mitten im Raum.

»Offenbar wurde Dr. Almond zunächst betäubt, an den Stuhl gefesselt und dann seinem Schicksal überlassen«, berichtete Dunn.

In seiner Stimme klang der Ekel über das unfassbare Verbrechen durch.

»Konnten Sie Zeugen ausfindig machen, Detective?«

Auf Phils Frage reagierte Dunn mit einem verärgerten Kopfschütteln.

»Die Mörder haben sich bewusst den späteren Abend ausgesucht, wo kaum noch jemand im Haus war. Es gibt leider keinen permanenten Sicherheitsdienst, der den Zugang kontrolliert hätte«, antwortete er.

Die Gangster hatten sich diesen Umstand mit Sicherheit so ausgesucht, um ungehindert arbeiten zu können.

»Wieso war Dr. Almond so spät noch in der Praxis?«, fragte ich.

»Es sieht für mich so aus, als wenn er hierhergelockt worden wäre. Die Abrechnung wäre erst in der nächsten Woche wieder fällig gewesen, wie mir Mistress Gady versichert hat.«

Der Detective erklärte uns, dass Ellen Gady die langjährige Sprechstundenhilfe des Arztes und mit allen Abläufen in der Praxis bestens vertraut war.

»Haben Sie eine Theorie, warum die Gangster ausgerechnet Dr. Almond so bestialisch getötet haben?«, wollte Phil wissen.

Gespannt schauten wir Dunn an, der mit uns hinaus auf den Gang vor die zerstörte Praxis gegangen war.

»Nein, Agent Decker. Bisher gibt es keine konkreten Erkenntnisse, die ein Motiv für diesen Mord liefern könnten. Offenbar hat aber Ihre Behörde eine Ahnung, oder warum sind zwei Agents des FBI dermaßen interessiert an dem Fall?«

Da wir wussten, wie sensibel wir mit der Theorie eines möglichen Drogenkrieges umgehen mussten, blieb ich vage in der Antwort.

»Möglicherweise passt das Opfer in eine Serie von Erpressungsfällen, Detective. Ob es aber wirklich so ist, kann ich noch nicht einschätzen.«

Der Detective wollte wissen, ob ab sofort das FBI die Ermittlungen übernehmen würde oder das NYPD weiterhin die zuständige Behörde dafür sein sollte.

»Solange wir keine Gewissheit haben, bleibt es Ihr Fall«, antwortete ich.

***

Unser nächster Weg führte uns in die Wohnung von Ellen Gady, die sichtlich schockiert war.

»FBI? Also doch!«

Als Mrs Gady unsere Dienstausweise studierte und den Ausruf dabei tätigte, spürte ich ein vertrautes Kribbeln in der Magengegend.

»Was meinen Sie mit ›also doch‹?«, fragte ich sofort.

Die kompakt gebaute Frau von Mitte zwanzig führte uns in ein schlicht möbliertes Wohnzimmer, in dem Bücherregale dominierten. Mrs Gady setzte sich in einen bequemen Ohrensessel, dessen Sitzfläche sowie die Armlehnen deutliche Spuren der Abnutzung aufwiesen. Phil und ich fanden nebeneinander auf einer grünen Stoffcouch Platz.

»Dr. Almond hat in den letzten Wochen regelmäßig Besuch von einem Pharmavertreter erhalten, Agent Cotton. Das war mit Abstand der widerwärtigste Mensch, der mir jemals begegnet ist«, antwortete die Sprechstundenhilfe.

Mrs Gady kam schnell in Rage, sobald sie über die Besuche des merkwürdigen Vertreters erzählte. Ihre Schilderungen ließen in mir den Verdacht aufsteigen, dass sie von Anfang an eine persönliche Abneigung gegen den Mann entwickelt hatte. War der verheißungsvolle Anfang in Wirklichkeit nur der Ausdruck persönlicher Animositäten?

»Können Sie mir den Namen des Mannes nennen?«

Vorsichtig tastete ich mich in den Bereich der Fakten zurück, um endlich etwas Überprüfbares in Händen zu halten.

»Perlmann nannte er sich. Wahrscheinlich stimmt der Name aber nicht, Agent Cotton«, sagte Mrs Gady.

Ich war ähnlich skeptisch, aber wir hatten wenigstens einen Namen.

»Wie sah der Mann aus, Mistress Gady? War er ein Weißer, jung oder alt?«, setzte Phil nach.

Dieses Mal dachte die Sprechstundenhilfe kurz nach, bevor sie dann eine gute Beschreibung von Perlmann lieferte. Es sollte sich bei dem Pharmavertreter um einen Weißen von zirka dreißig Jahren handeln, der braune Haare und braune Augen hatte. Nach Aussage von Mrs Gady war er genauso groß und athletisch wie Phil gebaut, wie sie mit einem anerkennenden Blick auf meinen Partner betonte.

»Erinnern Sie sich zufällig noch an den Namen des Pharmaunternehmens, für das Mister Perlmann arbeitete?«, fragte ich weiter.

Diese Frage konnte Mrs Gady nicht so leicht beantworten, doch nach einigen Anläufen fiel ihr der Name doch noch ein.

»Brandon Pharmaceuticals. Danke, das hilft uns bestimmt weiter«, bedankte ich mich.

Während wir uns über die greifbaren Fakten unterhielten, beschäftigte sich mein Gehirn trotzdem weiter mit den vorher getroffenen Aussagen. Irgendwie mochte ich es nicht komplett als Antipathie der Sprechstundenhilfe abtun und ging am Ende des Gesprächs nochmals darauf ein.

»Warum hatten Sie den Eindruck, dass Mister Perlmann ein schlechter Mensch ist?«, fragte ich.

Aus dem Augenwinkel bemerkte ich das verblüffte Aufschauen meines Partners, der sich soeben etwas notiert hatte.

»Zuerst trat Mister Perlmann recht freundlich und sympathisch auf, doch schon bei seinem zweiten Besuch war davon nichts mehr zu bemerken. Der Doktor zuckte bei seinem Anblick zusammen, Agent Cotton«, erklärte Mrs Gady.

Sie schilderte verschiedene Szenen, in denen sich ihrer Meinung nach ein Charakterbild von Mister Perlmann abgezeichnet hatte. Selbst wenn man die spürbare Abneigung der Sprechstundenhilfe in Betracht zog, entstand ein brauchbares Bild.

»Mister Perlmann hat ja einen ausgesprochen negativen Eindruck auf Mistress Gady gemacht«, sagte Phil später.

»Stimmt schon, Phil. Dennoch scheint einiges davon nachvollziehbar zu sein. Wie interpretierst du die Beziehung zu Dr. Almond?«

Wir saßen im Jaguar, den ich zurück in Richtung Federal Plaza steuerte. Als mein Partner mich verblüfft von der Seite anschaute, erkannte ich seinen Irrtum.

»Zwischen dem Arzt und Perlmann«, korrigierte ich.

Phil schürzte die Lippen und ließ sich viel Zeit mit der Antwort.

»Dieser Streit und die anschließende Ruhephase würden zu einer Erpressung passen. Möglicherweise hat Dr. Almond ein Geschenk des Pharmavertreters akzeptiert und dann später die Medikamente doch nicht abgenommen«, sagte er dann.

Das wäre ein nachvollziehbarer Ablauf. Es gehörte anscheinend zu den gängigen Verfahren, dass die Pharmaunternehmen beziehungsweise ihre Außendienstmitarbeiter die Ärzte mit Gefälligkeiten zu ködern versuchten. So gab es Vortragsreisen nach Florida, wohin die Ärzte als Gäste in Luxushotels mit einem exklusiven Rahmenprogramm eingeladen wurden. Auch ganze Glücksspielwochenenden wurden in Las Vegas organisiert, bei denen die Ärzte nicht einmal die Wetteinsätze persönlich übernehmen mussten. Die Gewinne durften sie hingegen behalten.

»Wir werden es überprüfen, Phil. Finden sich Hinweise für solche Gefälligkeiten, buchen wir die Angaben von Mistress Gady als persönliche Abneigung gegen Mister Perlmann«, legte ich mich fest.

Wir wollten so oder so die wirtschaftliche Situation von Dr. Almond überprüfen, wozu natürlich auch Bücher der Praxis herangezogen werden würden. Der Steuerberater des Arztes hatte bereits seine Mitwirkung signalisiert, da er neben der beruflichen Beziehung zu dem Arzt auch ein Freund von Dr. Almond gewesen war.

***

Wir hatten uns keine drei Blocks weit von dem Mietshaus der Sprechstundenhilfe entfernt, als mir ein Versäumnis auffiel.

»Wir müssen noch einmal zurück, Phil. In dem Bürohaus, in dem sich die Praxis befindet, gibt es vier weitere Praxen. Mistress Gady müsste uns sagen können, ob Perlmann auch bei den anderen Ärzten vorstellig geworden ist«, sagte ich.

Mein Partner sah die Notwendigkeit ein und so standen wir zehn Minuten später erneut vor der Wohnungstür der Sprechstundenhilfe.

»Hörst du das?«

Ich stutzte in dem gleichen Moment, als mein Zeigefinger bereits die Türklingel gedrückt hatte. Aus der Wohnung kamen dumpfe Geräusche, die mich an Schläge gegen einen menschlichen Körper erinnerten.

»FBI! Machen Sie sofort die Tür auf!«

Phil hatte längst sein Dietrich-Set in Aktion gebracht, und während es urplötzlich totenstill in dem Apartment wurde, vernahm ich das leise Klicken des Türschlosses. Mit der SIG Sauer im Anschlag stieß ich die Tür mit der Schuhspitze auf. Das Bellen der großkalibrigen Waffen hörte ich erst, als meine Nasenspitze bereits den Holzfußboden der Wohnung berührte. Es war ein Reflex gewesen, der mich zum Abtauchen gebracht hatte.

»Bist du verletzt?«, fragte Phil.

»Nein. Wo sind die Typen hin?«

Die Bewegung unmittelbar nach dem Aufschwingen der Wohnungstür war der Ausbruch zweier Männer gewesen, die wild um sich feuerten. Mir blieb nur der kontrollierte Sturz, während Phil sich zurück in den Gang geworfen hatte. Wie sinnvoll dieses Verhalten war, bewiesen die riesigen Einschlagslöcher in der Wand gegenüber der Tür.

»Ab ins Treppenhaus, Jerry. Verfolgung?«

»Versuch sie zu verfolgen, Phil. Ich kümmere mich um Mistress Gady.«

Mein Partner wirbelte herum und jagte in langen Sätzen den Gang hinunter.

»Verschwinden Sie! Die Cops sind gleich hier«, rief eine Männerstimme.

Einer der Nachbarn hielt uns offenbar für Gangster und wollte uns mit seiner Warnung vertreiben.

»FBI! Bleiben Sie in der Wohnung, Sir.«

Anschließend ging ich mit der Pistole im Anschlag weiter in die Wohnung von Mrs Gady. Die Sprechstundenhilfe von Dr. Almond lag auf dem Bett und starrte aus blicklosen Augen gegen die Zimmerdecke. Deutlich waren die Blutergüsse im Gesicht zu erkennen. Die Männer hatten versucht, etwas aus der jungen Frau herauszubekommen. Möglicherweise war es ihnen sogar gelungen, doch Mrs Gady würde es uns nicht mehr erzählen können.

»Sir?«

Ich schaute über die Schulter und bemerkte zwei Cops, die sich vorsichtig näherten.

»Special Agent Cotton vom FBI. Informieren Sie die Kriminaltechniker, dass sie hier anrücken müssen. Die Frau wurde vor wenigen Minuten ermordet«, ordnete ich an.

Einer der Cops gab die Meldung über Funk weiter, während ich nachdenklich auf die tote Frau starrte. Eine Bewegung an der Wohnungstür unterbrach meine Überlegungen.

»Die Burschen waren zu schnell weg, Jerry. Ich habe der Leitstelle des NYPD eine Fahndung durchgegeben, aber die Angaben sind sehr vage«, sagte Phil.

»Vielleicht finden wir später auf den Bändern der Verkehrsüberwachung die Gangster, wie sie das Haus verlassen«, hoffte ich.

Mein Partner trat neben mich und sah zu der Toten hinab.

»Wenn wir nur fünf Minuten früher gekommen wären, könnte Mistress Gady noch leben«, murmelte er.

Obwohl Phil mit dieser Einschätzung richtig lag, beschäftigte mich ein völlig anderer Aspekt.

»Sie muss noch gelebt haben, als ich gerufen habe. Damit habe ich vermutlich ihr Todesurteil ausgesprochen«, erwiderte ich.

Phil schaute überrascht hoch, bevor er entschieden den Kopf schüttelte.

»Nein, Jerry. Was wir gehört haben, war ein dumpfer Schlag, und danach war sofort Ruhe. Die Kerle haben Mistress Gady im gleichen Augenblick erschlagen, als du geklingelt hast«, widersprach er.

Möglicherweise hatte Phil recht, doch wirklich überzeugt war ich nicht. Vorerst schob ich die Schuldgefühle zurück und konzentrierte mich auf die nächsten Schritte. Irgendwann würden mich diese Gefühle wieder einholen, und dann musste ich damit fertig werden.

»Die Kriminaltechniker sind informiert, Phil. Wir werden hier vermutlich keine Hinweise mehr finden, aber ich möchte mich trotzdem umsehen«, sagte ich.

Mein Partner teilte meine Einschätzung. Gemeinsam sichteten wir die wenigen Räumlichkeiten und fanden unsere Annahme bestätigt. Immerhin entdeckte Phil die Telefonnummer des Mobiltelefons des Ehemanns, der als Trucker unterwegs war. Er besorgte sich die aktuelle Route des Trucks bei der Spedition, für die Mister Gady zurzeit fuhr. Dann rief er im nächstgelegenen Büro der State Troopers an und bat die Kollegen um ihre Unterstützung.

»Mister Gady wird von den Troopers über den Tod seiner Frau informiert. Mehr können wir im Augenblick nicht tun«, sagte Phil.

Ich stand neben dem Ohrensessel und dachte über die schnelle Reaktion der Gangster nach.

»Es hat den Anschein, als wenn wir nicht die Einzigen wären, die mehr über den Mord an Dr. Almond in Erfahrung bringen wollen«, kam es von Phil.

Das war eine denkbare Erklärung für den Mord.

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