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Jerry Cotton - Folge 2832

Libretto für einen Mord

Es war kurz vor Mitternacht, als Enrico Franchese durch den südwestlichen Teil des Central Park schlenderte. Um diese Zeit war der Park menschenleer. Das liebte er: den Tag in Ruhe ausklingen und die schönen Geschehnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.

Gerade hatte er die beste Vorstellung seines Lebens gegeben. Als Star-Tenor der Oper Der Bajazzo hatte er die Zuschauer in der Metropolitan Opera begeistert. Eine gelungene Premiere. Und beim anschließenden Empfang war er mit Lob nur so überhäuft worden. Das war sein Durchbruch. Er hatte es geschafft. Jetzt spielte er in der gleichen Liga wie Plácido Domingo und Luciano Pavarotti.

Nur mit großer Anstrengung hatte er sich der Presse und den Gästen des Empfangs entziehen können und war in den Central Park geflüchtet. In Gedanken versunken schaute er in die Nacht hinein und die vielen Lichter. Der Himmel war wolkenlos, man konnte die Sterne klar erkennen. Eine wunderschöne Nacht, genau so, wie er es sich vorgestellt hatte.

Plötzlich hörte er ein Geräusch hinter sich. Er zuckte zusammen und überlegte, ob er sich umdrehen sollte. Doch dazu kam er nicht mehr. Eine lange scharfe Klinge bohrte sich von hinten in seinen Körper. Sein Herz blieb nach kurzer Agonie stehen. Der Täter zog die Klinge wieder heraus und Enrico Francheses massiger Körper sackte zusammen. Er blieb auf der rechten Seite liegen. Und während der letzte Lebensfunke in ihm erlosch, sah er wie durch einen Schleier das Gesicht seines Mörders. Dann wurde es dunkel. Franchese war tot.

***

Phil und ich waren gerade auf dem Weg ins Field Office, als mein Handy klingelte.

Es war Mr High. »Jerry, im Central Park ist ein Mord geschehen, der in unseren Zuständigkeitsbereich fällt. Das Opfer ist der Opernstar Enrico Franchese. Ist wohl in einschlägigen Kreisen überaus bekannt.«

Ich schaute auf die Uhr. Es war kurz nach eins. »Wir fahren gleich los, Phil ist bei mir. Wo genau im Central Park befindet sich der Tatort?«

»Im südwestlichen Bereich, in der Nähe der Met«, antwortete Mr High.

Ich bestätigte und wir beendeten das Gespräch.

»Es gibt Arbeit«, sagte ich zu Phil. »Im Central Park.«

Phil nickte, sagte aber nichts. Wir gingen zum Jaguar und fuhren los. Die Straßen waren um diese Zeit ziemlich leer, sodass wir keine Viertelstunde brauchten, um unser Ziel zu erreichen.

Ich parkte den Wagen auf der Central Park West, in der Nähe des Tatorts. Wir mussten nicht weit gehen, um auf die ersten Cops vom NYPD zu stoßen. Die Presseleute waren auch schon anwesend und machten ihre Kameraausrüstungen fertig. Glücklicherweise war das Areal weiträumig abgesperrt worden. Die Kollegen vom NYPD kannten ihren Job und wussten, wie man die Presse auf Distanz hielt.

An der Absperrung zeigten wir unsere Marken. Ein Cop ließ uns passieren.

Die Leiche lag etwa siebzig Meter weiter, halb im Gebüsch, halb auf dem Weg. Sie lag auf der Seite. Kein schöner Anblick. Und kein gutes Ende für einen solchen Künstler. Sein teurer Anzug war hinten voller Blut. Wahrscheinlich befand sich dort die Verletzung. Die leblosen Augen starrten ins Nichts. Möglicherweise hatte er seinen Mörder vor Eintritt des Todes noch gesehen.

»Ziemlich leichtsinnig, mit so teuren Klamotten um diese Zeit im Central Park spazieren zu gehen«, sagte Phil. »Ob er das Opfer eines Raubmordes geworden ist?«

Ich schaute mir seine Armgelenke an. »Keine Uhr – vielleicht vom Täter gestohlen. Wenn die Crime Scene Unit den Tatort untersucht hat, schauen wir nach der Brieftasche.«

»Dann warten wir mal auf die Kollegen«, sagte Phil und tippte etwas in sein Smartphone. »Enrico Franchese – er war der Star der heutigen Premiere von Der Bajazzo. Anschließend soll es noch einen großen Empfang gegeben haben, steht auf der Homepage der Metropolitan Opera. Vielleicht gibt es dort noch einige wichtige Zeugen.«

Ich überlegte. »Gute Idee. Ich koordiniere mit Mister High, dass das NYPD die Leute in der Met festhält und deren Personalien aufnimmt. Wahrscheinlich werden die meisten schon weg sein, aber diejenigen, die noch da sind, können uns vielleicht Hinweise geben.«

»Wir sollten auch die Kameras beschlagnahmen«, schlug Phil vor. »Falls der Täter am Empfang teilgenommen hat, wäre das bei der Rekonstruktion der Teilnehmerliste hilfreich.«

Mit einem kurzen Anruf bei Mr High koordinierte ich die von Phil vorgeschlagene Vorgehensweise.

Ein junger Detective vom NYPD kam auf uns zu.

»Sie sind die Agents vom FBI?«, fragte er.

»Ja, die sind wir«, antwortete ich und musterte den gut aussehenden, schlanken Mann, den ich nicht kannte. »Decker und Cotton. Wir sollen den Fall übernehmen.«

»Kein Problem«, erwiderte der Detective. »Einen so heißen Fall gebe ich gerne an zwei erfahrene Agents ab. Da will ich mir nicht die Finger verbrennen.«

»Heißer Fall?«, fragte Phil.

»Na ja«, antwortete der Detective, »hier geht es um einen bekannten Star. Und natürlich wäre es für meine Karriere förderlich, wenn ich den Mörder fassen würde. Aber ich hatte es ehrlich gesagt erst mit zwei Mordfällen zu tun und bei einem Mord wie diesem, der eine Menge Medieninteresse auf sich ziehen wird, kann man als Ermittler schnell unter Druck geraten, wenn man den Täter nicht innerhalb kürzester Zeit findet.«

»Das stimmt«, sagte ich und kam zu den Ermittlungen zurück. »Haben Sie die Brieftasche des Opfers gefunden?«

Der Detective schüttelte den Kopf. »Nein, ich habe die Leiche nicht angefasst. Da warte ich immer auf die Crime Scene Unit, ganz nach Vorschrift.«

»Und wie konnten Sie ihn dann identifizieren?«, fragte Phil.

»Meine Frau ist Opern-Fan. Und sie hat über dreihundert Dollar für eine Eintrittskarte bezahlt, um ihn übernächste Woche live zu erleben. Ich musste mir auch einen seiner Auftritte im Fernsehen anschauen. Glauben Sie mir, wenn meine Frau so viel Geld ausgibt, um einen Typen singen zu hören, dann merke ich mir sein Gesicht.«

»Das ist verständlich«, bemerkte Phil.

»Wer hat ihn gefunden?«, fragte ich.

»Ein Obdachloser«, antwortete der Detective und holte einen kleinen Notizblock heraus. »Ein gewisser Nevill Pumpskin. Er sitzt da drüben.«

Er deutete auf einen alt aussehenden Mann mit einem viel zu langen Mantel.

»Vielen Dank«, sagte ich und ging auf Pumpskin zu.

Sein Blick war auf den Boden gerichtet. Erst als Phil und ich kurz vor ihm standen, schaute er auf.

»Nevill Pumpskin, zu Diensten«, sagte er, während eine Alkoholfahne aus seinem Mund drang.

Er sah ziemlich dreckig aus und um sein Gebiss war es auch nicht gut bestellt. Die Zähne, die er noch hatte, waren dunkelgelb. Ein wenig gepflegter Vollbart rundete das abstoßende Aussehen ab.

»Guten Abend, Mister Pumpskin«, begrüßte ich ihn und stellte Phil und mich kurz vor. »Sie haben die Leiche gefunden?«

Er drehte seinen Kopf und schob das Kinn hoch, offenbar um eine majestätisch aussehende Geste zu vollführen, was aber misslang. »Ja, das habe ich. Und als guter Bürger habe ich sofort die Polizei informiert.«

»Und haben Sie oder sonst jemand die Leiche berührt?«, fragte Phil.

Pumpskin zögerte kurz, bevor er antwortete. »Na ja, ich wusste ja nicht, was mit ihm ist. Also habe ich ihn mit dem Fuß angestoßen. Nur ganz leicht. Zwei oder drei Mal. Er hat nicht reagiert. Dann erst ist mir das Blut aufgefallen. Da bin ich sofort zurückgeschreckt, habe überlegt, was ich tun soll, und habe angerufen.«

»Haben Sie jemanden in der Nähe des Opfers gesehen? Oder die Tat an sich beobachtet?«, fragte ich.

Er schüttelte den Kopf wild hin und her. »Nein, nein, habe ich nicht. Das habe ich den Cops doch schon gesagt. Ich habe ihn so gefunden, wie er da liegt – halb im Gebüsch.«

Obwohl er dagegen protestierte, durchsuchten wir ihn. Doch er hatte weder irgendwelche Wertgegenstände, die Franchese gehört haben könnten, noch eine Waffe dabei. Ich hinterließ ihm meine Karte und ließ ihn gehen.

»Das bringt uns nicht viel weiter«, sagte Phil. »Wäre ja auch zu einfach gewesen.«

Ich nickte und wir schauten uns ein wenig in der Gegend um.

Kaum fünf Minuten später erreichte die Mannschaft der Crime Scene Unit den Tatort. Dr. Gassettes leitete das Team.

»Hallo Phil, hallo Jerry«, begrüßte sie uns und schaute auf die Leiche. »Das sieht nicht gut aus.«

»Nein, der hat heute seine letzte Arie gesungen«, bemerkte Phil.

»Schade, ich wollte mir schon Karten kaufen. Die Kunstkritiker haben ihn in den höchsten Tönen gelobt. Er hat in Chicago immer für ein ausverkauftes Haus gesorgt. Und die Karten der Met sind auch schon auf Wochen ausverkauft. Na ja, jetzt muss ich mir darüber keine Gedanken mehr machen«, sagte Dr. Gassettes.

»War er wirklich so gut?«, fragte ich erstaunt.

Sie nickte. »Ich habe ihn mal kurz im Radio gehört – er war außerordentlich talentiert. Ich meine, ich bin kein Experte, aber die Leidenschaft, die in seiner Stimme mitschwang – das war einfach bewegend.«

»Ein Grund mehr, den Täter zu fassen und ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen«, sagte Phil.

»Und vielleicht auch ein weiteres Motiv«, bemerkte ich.

Die Mitarbeiter von Dr. Gassettes fotografierten den Tatort und entnahmen Proben. Dann ging sie zum Opfer. Wir folgten ihr. Zuerst bestimmte sie den Todeszeitpunkt. Ein kurzer Stich in die Leber gab ihr die Temperatur, die sie mit der Umgebungstemperatur verglich, woraufhin sie ihre Berechnung anstellte.

»Gut eine Stunde tot, eher etwas mehr«, sagte sie. »Wann wurde er gefunden?«

»Wir müssen noch prüfen, wann der Anruf von Mister Pumpskin, der Franchese gefunden hat, bei der Polizei eingegangen ist«, sagte Phil. »Die Zeit kommt aber etwa hin.«

»Schon eine Idee, was die Mordwaffe war?«, fragte ich.

Dr. Gassettes schaute sich die Wunde an. »Sieht aus wie ein Messer. Oder ein Dolch. Aber eindeutig eine Stichverletzung.«

»Hat er seine Brieftasche noch bei sich?«, fragte ich.

Sie griff in das Sakko und suchte. »Sieht nicht so aus, wahrscheinlich hat der Mörder sie mitgenommen.«

»Vielleicht doch ein Raubmord?«, bemerkte Phil fragend.

»Vielleicht«, antwortete ich.

»Ja, ja«, sagte Dr. Gassettes, nachdem sie wieder aufgestanden war. »Ich gebe mir Mühe, euch so schnell wie möglich mit Informationen zu versorgen. Wenn so ein Celebrity das Zeitliche segnet, kommt sowieso von allen Seiten Druck.«

Ich bedankte mich und verließ zusammen mit Phil den Tatort.

»Willst du jetzt in der Met vorbeischauen?«, fragte Phil.

»Auf jeden Fall«, sagte ich.

Ich war gespannt, was uns dort erwartete.

***

Als wir die Met erreichten, wurden wir von einem Cop des NYPD in Empfang genommen.

»Gut, dass Sie da sind«, sagte er. »Wir hatten Probleme, die Leute im Zaum zu halten. Sie sind ganz schön unruhig und wollen wissen, wie lange sie noch warten müssen.

»Das werden wir sehen«, antwortete ich ruhig.

Phil und ich folgten dem Cop in einen großen Saal innerhalb des Operngebäudes. Hier hatten mehrere hundert Leute Platz. Es waren aber nur noch etwa zwei Dutzend Personen anwesend.

Bevor ich etwas sagen konnte, kam ein gut gekleideter Mann auf mich zu und sagte entrüstet: »Gut, dass Sie endlich da sind. Die Polizei hat uns hier gegen unseren Willen festgehalten. So eine Behandlung sind wir nicht gewohnt.«

Er atmete schnell und flach.

»Bitte beruhigen Sie sich«, sagte ich. »Jetzt sind wir ja da und werden uns Ihrer annehmen. Es kann aber noch etwas dauern.«

Ich wandte mich an einen der anwesenden Cops. »Haben Sie bereits die Personalien aller Anwesenden aufgenommen? Inklusive Fotos?«

»Ist schon erledigt, Sir«, sagte er. »Alles notiert, inklusive der Adressen und Telefonnummern. Und Fotos haben wir auch gemacht.«

»Gute Arbeit«, lobte ich. Damit war schon mal sichergestellt, dass uns kein potenzieller Zeuge durch die Lappen ging. Der Täter war – wenn er am Empfang teilgenommen hatte – wahrscheinlich nicht mehr anwesend. Aber man konnte nie wissen.

Dann wandte ich mich an alle Gäste im Raum. »Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen für Ihre Geduld. Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen, ist der von Ihnen geschätzte Tenor Enrico Franchese einem Mord zum Opfer gefallen. Um diese Tat aufzuklären, bitte ich um Ihre Mithilfe. Das, was Sie heute Abend erlebt und gesehen haben, könnte bei der Klärung des Falles von Bedeutung sein. Ich muss Sie daher bitten, uns noch eine kleine Weile Gesellschaft zu leisten und sich für eine Befragung zur Verfügung zu stellen.«

Während die Leute vor uns ein dumpfes Gemurmel anstimmten, fragte mich Phil: »Wie wollen wir vorgehen? Einfach wahllos?«

Bevor ich antworten konnte, meldete sich ein Officer des NYPD, der neben uns stand, zu Wort. »Sir, die Ehefrau von Mister Franchese ist auch hier. Sie hatte den Empfang offenbar schon ziemlich früh verlassen und ist zurückgekehrt, als sie hörte, dass mit ihrem Mann etwas nicht stimme.«

»Danke für die Information«, sagte ich. »Dann werden wir sie zuerst befragen.«

Der Officer nickte bestätigend und führte uns zu ihr. Sie war eine Frau um die fünfundvierzig, etwas rundlich, aber schön. Sie hatte langes, schwarzes Haar und trug ein wenig auffälliges Kleid. Offenbar war sie nicht der Typ Mensch, der darauf stand, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

»Mistress Franchese, mein herzliches Beileid«, sagte ich zu ihr. »Wir sind die Special Agents Decker und Cotton vom FBI und ermitteln in der Sache. Ich denke, wir sollten uns an einem etwas ruhigeren Platz unterhalten.«

Phil zeigte mir, dass er verstanden hatte, was ich meinte, und machte sich auf den Weg, um ein freies Zimmer zu finden. Kaum zwei Minuten später kam er wieder und bat uns, ihm zu folgen.

Wir fanden in einem Nebenraum des Saales Platz. Er war auch nicht klein, etwa fünfzig Quadratmeter groß, aber ruhig und leer. Wir boten der Witwe einen Stuhl an und setzten uns dann ebenfalls.

»Sie haben gehört, was mit Ihrem Mann geschehen ist?«, begann ich die Befragung.

Sie nickte. »Ich hatte den Empfang schon recht früh verlassen. Mir war nicht gut. So viele Menschen, da fühle ich mich immer so erdrückt. Also bin ich ins Hotel gefahren. Dort hat mich Thomasi Rigantone, der Manager meines Mannes, angerufen. Er sagte mir, dass Enrico etwas zugestoßen wäre und ich besser wieder zum Empfang kommen sollte. Da habe ich mich sofort auf den Weg gemacht.« Sie hielt kurz inne. »Ist es wahr? Ist er wirklich tot?«

»Ja, es ist wahr«, sagte ich mitfühlend.

»Oh mein Gott, oh mein Gott, was mache ich denn jetzt? Wie soll es nun weitergehen? Ohne Enrico? Es ist so schrecklich!« Sie griff nach einem Taschentuch, um die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Dabei verschmierte sie ihr Make-up, was ziemlich schlimm aussah.

»Ich kann Ihre Aufregung gut verstehen«, sagte ich. »Es ist schrecklich, wenn man jemanden verliert, der einem so nahesteht. Wann haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?«

Sie antwortete nach einem weiteren Schwall von Tränen. »Heute, nach der Vorstellung. Er hatte sich abgeschminkt und umgezogen und mich umarmt, bevor er vor die Presse getreten ist. Das hat er allein gemacht. Ich kann das, konnte das nicht so gut wie er. Er hat mich danach für ein Foto geküsst und sich über die gelungene Premiere gefreut. Danach verschwand er mit irgendwelchen wichtigen Leuten. Bei so einer Premiere gibt es immer eine Menge Aufregung. Ich bin dann gegangen, ohne mich zu verabschieden. Nicht einmal das konnte ich. Es ist so furchtbar.«

Mit einem Mal hyperventilierte sie und wurde ganz blass im Gesicht. Dann sackte sie bewusstlos zusammen.

»Verdammt, das sieht nicht gut aus«, sagte Phil.

»Ruf einen Krankenwagen und frag nach, ob jemand von den anderen weiß, ob sie an irgendeiner Krankheit leidet. Ich schau, was ich für sie tun kann«, sagte ich.

Phil lief los, in Richtung des großen Saales. Ich überprüfte den Puls von Mrs Franchese. Er war ungleichmäßig und schwach. Offenbar war ihr Kreislauf zusammengebrochen. Vorsichtig trug ich sie zu einem Sofa und brachte sie in die stabile Seitenlage.

»Ich bin Arzt!«, sagte ein älterer Mann, der zusammen mit Phil den Raum betrat. »Was ist passiert?«

»Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt, da ist sie zusammengeklappt«, antwortete Phil.

Der Arzt führte ein paar einfache Untersuchungen durch. »Scheint nichts Schlimmes zu sein. Aber genau kann ich das erst nach einer gründlichen Untersuchung sagen. Besser, wir schicken sie ins Krankenhaus.«

»Der Krankenwagen ist schon unterwegs«, sagte Phil.

Dann stürzte ein weiterer Mann in den Raum. Er war etwa fünfzig, gut rasiert und trug einen teuer aussehenden Anzug. Seinen Gesichtszügen nach zu urteilen war er italienischer oder spanischer Abstammung.

»Madonna, was ist mit ihr?«, fragte er und lief auf Mrs Franchese zu, die aber weiterhin bewusstlos war.

»Emilia, was ist geschehen?«, fragte er bei der Witwe angekommen.

Doch sie reagierte nicht.

»Und wer sind Sie?«

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