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Jerry Cotton - Folge 2828

Zweimal stirbt man nicht

Alfred Benton beugte sich über die Reling seines Segelboots und kotzte sich die Seele aus dem Leib. Den Whiskey, den er in den vergangenen Stunden in sich hineingeschüttet hatte, wurde er dabei los, aber nicht seinen Ekel vor der Welt und insbesondere vor sich selbst.

Auch nicht die verdammte Angst, die seinen Verstand lähmte und eisige Kälte durch seinen Körper ziehen ließ. Er hatte es längst aufgegeben, sich einzureden, dass diese Kälte von der kühlen Nachtluft hier draußen auf dem Meer kam. Und er hatte inzwischen begriffen, dass auch der teuerste Kentucky Bourbon nicht half, seine Angst zu betäuben.

Dichte schwarze Regenwolken zogen über den Himmel. Für wenige Sekunden rissen sie auf, ein bleicher, riesiger Mond schickte seine Strahlen herab. Trotz des aufziehenden Gewitters war das Meer immer noch glatt wie ein Spiegel. Aus diesem blickte die widerliche Visage eines Monsters zu Benton herauf.

Benton brauchte eine Weile, bis er begriff, dass das kein Ungeheuer war, das aus den unendlichen Tiefen des Meeres auftauchte, um ihn zu packen und in die Hölle zu zerren. Es war sein eigenes Gesicht. Das Gesicht eines Mannes, der dem Tod näher war als dem Leben. Und der sich vor dem Leben mehr fürchtete als vor dem Tod.

Nach einem letzten Würgen richtete er sich auf und starrte hinüber nach Westen, wo die Lichter der Großstadt New York den dunklen Himmel ein wenig aufhellten.

Benton wandte sich um und wankte hinüber zur Kabine des kleinen Segelboots. Er zog eine Schublade auf und griff hinein.

Das kalte Metall der Pistole, die er berührte, gab ihm weder Kraft noch Selbstvertrauen. Aber jetzt, da er den verdammten Whiskey losgeworden war, wusste er wenigstens, was er zu tun hatte. Und er war entschlossen, es zu tun. Auch wenn es wahrscheinlich das Letzte war, was er in seinem Leben tun würde.

***

Bruno Rossi blieb in der Nähe der Tür stehen, schweigend, in respektvollem Abstand zu dem dicken Mann hinter dem protzigen Schreibtisch. Er wartete geduldig und zugleich nervös, bis der Dicke von seinen Akten aufblickte und ihn mit großen runden Augen anglotzte.

Mehr denn je erschien ihm sein Boss wie eine große, fette, aufgeblasene Kröte, abstoßend, geradezu Ekel erregend. Noch nie zuvor war er einem Menschen begegnet, bei dem ein widerliches Äußeres so sehr seinem unangenehmen Charakter entsprach. Rossi versuchte, den Dicken nicht merken zu lassen, wie sehr er ihn verabscheute. Mathew Canetti hatte schon Menschen aus geringerem Anlass umbringen lassen.

»Nun? Habt ihr den Kerl gefunden?«

»Ja, wir wissen jetzt, wo er steckt«, antwortete Rossi.

Wie immer, wenn er mit Canetti sprach, zitterte seine Stimme und verriet die Angst, die er empfand. Er wusste, dass Canetti seine Angst hörte und dass er die Furcht, die er anderen Leuten einjagte, genoss.

»Wann bringt ihr ihn mir? Gefesselt und noch halbwegs lebend.«

»Das kann noch ein paar Stunden dauern«, antwortete Rossi zögernd. »Vielleicht sogar ein paar Tage.«

Canettis Glotzaugen verengten sich zu schmalen Schlitzen, aus denen er Rossi lauernd anstarrte. Er wirkte jetzt wie eine Giftschlange Sekunden vor dem tödlichen Angriff.

»Mit anderen Worten: Ihr Trottel habt keine Ahnung, in welchem Rattenloch sich der Kerl verkrochen hat?«

»Er ist da draußen auf dem Meer«, sagte Rossi. »Mit seinem Segelboot.«

»Auf dem Weg zu den Bahamas oder Brasilien, nehme ich an. Wie wollt ihr ihn auf dem endlosen Ozean finden?«

»Der Ozean ist endlos, aber nicht seine Treibstoffvorräte. Sein Tank ist fast leer, wie wir wissen.«

»Ein Segelboot braucht bloß einen Treibstoff: Wind. Und davon gibt es draußen auf dem Meer genug.«

»Aber Wind kann man nicht essen und nicht trinken«, wagte Rossi zu widersprechen. »Benton hat sich so schnell aus dem Staub gemacht, dass er sich nicht einmal die Zeit genommen hat, Lebensmittel und Trinkwasser zu kaufen. Hunger und Durst werden ihn bald zwingen, einen Hafen anzulaufen. Unsere Leute sind an der ganzen Küste verteilt, von Maine bis hinunter nach Virginia. Sobald er seinen Fuß an Land setzt, erfahren wir davon.«

Canettis feistes Gesicht verzog sich zu einem hässlichen, bösartigen Grinsen.

»Dann wird Benton bald dort sein, wohin er gehört: In der Hölle!«

»Es wird nicht schwer sein, ihn umzulegen und mitsamt seinem Boot auf dem weiten Atlantik für immer verschwinden zu lassen«, schlug Rossi vor.

»Ihr werdet ihn nicht anrühren!«, bellte Canetti. »Das Vergnügen, den Kerl umzubringen, gönne ich keinem anderen. Ich werde ihm mit meinen eigenen Händen die Haut vom Leibe ziehen. Also, bringt ihn mir lebend!«

***

New York schläft nie. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Aber während ich durch die nächtliche Straße der Bronx ging, kamen mir Zweifel an der Richtigkeit dieser Behauptung. Nur hinter wenigen Fenstern der Häuser zu beiden Seiten der Straße brannte Licht, auf den Gehsteigen war kein Mensch zu sehen, und das Einzige, was sich auf der Straße bewegte, war eine schwarze Katze, die ohne jede Hast und ohne sich nach links oder rechts umzublicken vom jenseitigen Gehsteig herüberkam.

Dann rannte sie plötzlich los, überquerte dicht vor meinen Füßen den Gehsteig und verschwand in einem dunklen Hauseingang.

Jetzt war ich das einzige Lebewesen hier. Aber ich blieb es nur für wenige Sekunden. Dann hörte ich Schritte hinter mir. Es waren Schuhe mit hohen Absätzen. Frauenschuhe.

Ich wandte den Kopf und blickte zurück.

Die Frau war etwa zwanzig Schritte hinter mir. Sie blieb stehen und sah zu mir herüber. Es schien mir, dass sie Angst vor mir hatte. Nun, sie konnte ja nicht wissen, dass es nicht zu meinen Gewohnheiten gehört, auf nächtlichen Straßen Frauen und Mädchen aufzulauern.

Um sie nicht zu beunruhigen, ging ich weiter. Sofort setzten auch die Schritte wieder ein.

Mein Blick glitt über die Hauswand zu meiner Rechten. Ich suchte eine bestimmte Hausnummer. In anderen Teilen von New York wäre das kein Problem gewesen, aber hier in der Bronx gab es Gegenden, die nicht viel mehr waren als Trümmerwüsten. Häuser, die nur noch auf einen Windstoß warteten, um einzustürzen. Hier standen die Häuser noch, aber die Hälfte der Straßenlaternen war defekt, und so waren die Hausnummern über den Türen nur schwer zu erkennen.

Endlich fand ich die richtige Nummer. Ich trat näher und studierte die Namen auf dem Klingelbrett neben der Tür. Trotz der Finsternis entdeckte ich den Namen Franklin. Es war eine Wohnung im Erdgeschoss, rechts von der Haustür.

Ich drückte mit dem Daumen auf den Klingelknopf. Es war so still in der Straße, dass ich das schrille Klingeln aus der Wohnung deutlich hören konnte.

Ich hörte auch, dass die Schritte hinter mir verstummt waren.

»Er wird nicht aufmachen«, sagte eine angenehme, dunkle Frauenstimme dicht hinter mir. »Er ist nicht zu Hause.«

Ich wandte den Kopf. Die Frau war jung, wohl nicht viel über zwanzig. Und sie hatte langes dunkles Haar. Das war so ziemlich alles, was ich von ihr erkennen konnte. Trotz des pelzbesetzten Mantels, in den sie sich gehüllt hatte, zitterte sie leicht.

»Sie sind Jerry Cotton, nicht wahr?«, fragte sie mit gedämpfter Stimme.

»Wenn man mich damals in der Klinik nicht vertauscht hat, ja«, antwortete ich. »Machen Sie mir nun die Freude, mir zu verraten, wer Sie sind?«

Sie warf einen schnellen Blick die Straße hinauf und hinunter.

»Nicht hier!«, flüsterte sie. »Kommen Sie!«

Sie nahm ihre rechte Hand aus der Manteltasche und steckte einen altmodischen Schlüssel in das Schloss der Haustür. Dann stemmte sie sich mit der linken Schulter dagegen und drückte sie mühsam auf. Sie packte mich am Oberarm, zog mich durch die Tür, warf noch einen letzten Blick auf die leere Straße und schloss mit einem erleichterten Aufatmen die Tür.

Sekundenlang war es stockfinster. Obwohl die Frau keine Armlänge von mir entfernt war, sah ich von ihr nicht einmal die Umrisse. Immerhin roch ich ihr Parfum. Es roch angenehm und teuer. Ich fragte mich, was eine Frau wie sie mit einem miesen kleinen Gauner wie Bob Franklin zu tun haben mochte.

Normalerweise habe ich nichts dagegen, mit einer nach Rosen duftenden Frau in einem dunklen Hausflur zu stehen, trotzdem war ich froh, als die Deckenbeleuchtung aufflammte. Schließlich kannte ich die Dame nicht, und ich hatte es schon erlebt, dass eine Frau, die ich in meinen Armen hielt, plötzlich versuchte, mir ein Messer zwischen die Rippen zu stoßen.

Diese Frau hielt kein Messer in der Hand, nur den altmodischen Schlüssel.

»Kommen Sie«, sagte sie wieder, drehte sich um und eilte vor mir die wenigen Stufen der Treppe zu den Wohnungen im Erdgeschoss hinauf. Ich hatte bisher schon registriert, dass sie ein hübsches Gesicht hatte, mit tiefschwarzen Augen darin. Jetzt konnte ich sehen, dass sie hübsche schlanke Beine hatte. Ich muss gestehen, dass ich die Frau nicht nur mit dem berufsmäßigen Interesse des Polizisten betrachtete. Auch ein G-man ist in erster Linie ein Mann und dann erst Gesetzeshüter.

Es gab zwei Wohnungen hier im Erdgeschoss, links und rechts. Die Frau wandte sich nach rechts, schob den Schlüssel ins Schloss und sperrte auf. Sie schien Bob Franklin gut zu kennen, denn sonst wäre sie wohl kaum an seinen Wohnungsschlüssel gekommen.

Ihre schlanke Hand schob sich durch den schmalen Türspalt, suchte kurz und fand den Lichtschalter. Als das Licht in der Wohnung aufflammte, stieß sie die Tür auf. Sie trat ein und machte dann einen kurzen Schritt zur Seite, um auch mich eintreten zu lassen.

Ich zögerte kurz. Auch hübsche Frauen lügen gelegentlich. Vielleicht war Franklin doch in der Wohnung. Oder einer seiner zwielichtigen Freunde mit den großkalibrigen Schießeisen unter der Jacke.

Ich öffnete mein Jackett, um schneller an meine SIG zu kommen, wenn es sich als notwendig erweisen sollte. Dann trat ich ein.

Es war ein altmodischer Raum mit altmodischen Möbeln. Die Vorhänge an den Fenstern waren zugezogen, wie ich mit einem schnellen Blick feststellte. Von der Straße her konnte also niemand sehen, was hier im Zimmer vor sich ging.

Den beiden billigen Kunstdrucken an den Wänden schenkte ich keine große Beachtung. Das eine war eine Reproduktion von van Goghs Sonnenblumen, das andere zeigte einen Dreimastsegler in stürmischer See. Mein Interesse galt den drei Türen in den Seitenwänden.

Die Türen waren geschlossen. Ich öffnete die erste und blickte auf eine altmodische, nicht gerade saubere Toilettenschüssel in einem kaum einen Quadratmeter großen Raum. Hier konnte sich niemand verstecken.

Der zweite Raum war nicht sehr viel größer, hatte aber genug Platz für einen Elektroofen, einen Kühlschrank und ein Waschbecken. Ein Pygmäe hätte sich vielleicht in dem Kühlschrank verbergen können, aber nicht ein athletischer Bursche wie Franklin.

Der dritte Raum war das Schlafzimmer. Das Doppelbett war zerwühlt, ein paar Kleidungsstücke – allesamt von einem Mann – lagen darauf. Auf dem Boden davor lag ein halb geöffneter Koffer, in den jemand hastig Wäschestücke und ein paar Schuhe geworfen hatte. Franklin war offenbar sehr hastig von hier verschwunden, so hastig, dass er sich nicht einmal die Zeit genommen hatte, seine Kleidung mitzunehmen. Es sei denn …

Nein, er lag nicht unter dem Bett. Weder lebend noch tot. Auch im Kleiderschrank war er nicht.

Die Frau war in die Tür des Schlafzimmers getreten und sah mir mit einem kaum merklichen amüsierten Lächeln zu, wie ich unter das Bett und in den Schrank schaute.

»Ich sagte Ihnen doch: Er ist verschwunden. Was wollten Sie eigentlich von ihm?«

Ich zögerte mit der Antwort. Die Frau wusste wahrscheinlich, dass Franklin ein Ganove war. Er hatte seine Finger in so vielen schmutzigen Geschäften, dass ich es nach Möglichkeit vermied, ihm die Hand zu reichen. Ganz vermeiden konnte ich das nicht, denn Franklin arbeitete auch als Spitzel für das FBI. Das machte ihn nicht wesentlich sympathischer. Einen Kerl, der seine eigenen Komplizen für Geld verrät, möchte man nicht zum Freund haben. Aber wir sind nun mal auf solche Burschen angewiesen.

»Ich habe nur ein paar Routinefragen an ihn«, sagte ich.

Wieder lächelte die Frau kaum merklich.

»Wegen ein paar Routinefragen an einen kleinen Ganoven hätten Sie sich nicht mitten in der Nacht hierher bemüht, Agent Cotton. Sie brauchen meine Gefühle nicht zu schonen. Ich kenne Bob schon mein ganzes Leben. Er ist mein Bruder. Ich weiß, dass er nichts taugt. Viele, die wie wir in dieser Gegend aufgewachsen sind, gehören irgendeiner Gang an. Manchmal wundere ich mich selbst, dass es mir gelungen ist, diesem fast vorgezeichneten Schicksal zu entgehen. Bob hat es nicht geschafft. Er ist kriminell geworden. Er steckt bis zum Hals im Dreck. Mehr als je zuvor in seinem Leben. Diesmal ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, sondern auch die Unterwelt.«

»Womit hat er sich bei seinen Freunden unbeliebt gemacht?«, fragte ich.

»Keine Ahnung. Auch die Unterwelt hat ihre Gesetze. Wer diese Gesetze übertritt, wird bestraft. Mit einer Kugel in den Kopf. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass er sehr plötzlich verschwunden ist. So plötzlich, dass er sich nicht einmal von mir verabschiedet hat.«

»Was suchen Sie eigentlich hier?«, fragte ich.

»Irgendetwas, das mir verrät, wohin er geflohen ist. Ich weiß, dass er nichts taugt, aber er ist nun mal mein Bruder. Ich muss mich um ihn kümmern.«

Die Frau war nicht viel älter als zwanzig, Franklin dagegen war, den Polizeiakten nach, 28.

Sie hatte meine Gedanken erraten.

»Ja, er ist sechs Jahre älter als ich, aber er hat schon lange aufgehört, mein großer Bruder zu sein. In Wirklichkeit bin ich es, die auf ihn aufpasst. Aber das ist mir nicht sehr gut gelungen, wie ich fürchte.«

»Warum kommen Sie so spät in der Nacht hierher?«, fragte ich.

»Ich will nicht gesehen werden. Weder von seinen Freunden noch von seinen Feinden. Seinen Freunden traue ich nicht über den Weg, und seine Feinde fürchte ich. Ich möchte keinem von ihnen begegnen.«

Jetzt war es an der Zeit, eine Frage zu stellen, die mich schon die ganze Zeit beschäftigte.

»Woher kennen Sie mich eigentlich?«

»Ich sagte doch schon: Ich versuche, ein wenig auf meinen Bruder aufzupassen. Zum Beispiel möchte ich wissen, mit wem er verkehrt. Einer der Leute, mit denen er sich in letzter Zeit gelegentlich getroffen hat, sind Sie. Ihren Namen und Ihren Beruf zu erfahren war nicht so schwer, wie Sie vielleicht glauben. Sie haben ihm Geld gegeben, und Sie haben bessere Manieren als ein Gangster. Also sind Sie Polizist, und Bob arbeitet als Spitzel für Sie.«

Die Kleine war nicht nur hübsch, sie hatte auch Verstand. Sie hatte es verstanden, mich über einen gewissen Zeitraum zu beobachten, ohne mir aufzufallen. Wo mochte sie das wohl gelernt haben?

»Wie heißen Sie eigentlich?«, fragte ich.

»June Franklin«, antwortete sie. »Soll ich Ihnen meine Papiere zeigen?«

Ich hätte lieber etwas mehr von ihrer Figur gesehen, die unter ihrem Mantel verborgen war. Aber dazu würde sich bestimmt noch Gelegenheit ergeben. Ich wappnete mich mit Geduld und deutete auf ein Foto an der Wand.

Es zeigte zwei junge Männer in Militäruniform. Beide strahlten mit der Sonne über ihnen um die Wette. Der Größere und Kräftigere der beiden war Franklin.

»Ein Bild aus Bobs Zeit bei den Marines«, sagte June, die zu mir getreten war. »Es waren wohl die einzig glücklichen Jahre seines Lebens. Und der verdammt gut aussehende Bursche neben ihm war wohl der einzige wirkliche Freund, den er je hatte.«

»Sie sprechen in der Vergangenheitsform. Ist der Mann etwa tot?«

»Wenn er es noch nicht ist, wird er es bald sein. Alfred Benton scheint noch tiefer in der Scheiße zu stecken als Bob. Falls Bob sich an ihn um Hilfe wendet, kommt er vom Regen in die Traufe. Fragen Sie mich nicht, wodurch er sich so unbeliebt gemacht hat! Ich weiß nur, dass er zurzeit der meistgehasste Mann in New York ist.«

***

Die schwarzen Gewitterwolken waren vorbeigezogen, ohne dass der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte. Alfred Benton bedauerte das. Die Sterne standen hell und klar am Himmel und die große runde Scheibe des Mondes spendete genug Licht, um die Küste deutlich sehen zu können. Benton wusste, dass man von den Häusern am Ufer aus auch sein Segelboot sehen konnte.

Noch war die Sonne längst nicht aufgegangen. Der kleine Küstenort auf Long Island, östlich von New York, schien zu schlafen. Bei den Booten in dem kleinen Hafen war kein Mensch zu sehen. Aber das beruhigte Benton nicht. Er wusste, dass die Leute, die ihn suchten, erst im letzten Augenblick aus der Dunkelheit auftauchen würden. Eine Sekunde, bevor sie ihn erschossen.

Vielleicht würden sie ihn auch von hinten abknallen, wie sie es bei anderen getan hatten. Aber Benton war nicht wie andere.

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