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Jerry Cotton - Folge 2825

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Wenn Leichen reden könnten …
  4. Vorschau

Wenn Leichen reden könnten …

Benjamin Greaves trat an den Straßenrand und winkte einem sich nähernden Taxi. Niemand nahm Kenntnis von diesem alltäglichen Vorgang, bis der gelbe Wagen den Mann erfasste. Der Körper des Unglücklichen wurde über die Kühlerhaube eines geparkten Volvos geschleudert und flog in einen Hotdog-Stand.

»Der Kerl haut ab!«, brüllte der Betreiber des Standes voller Wut.

Das Taxi beschleunigte und jagte über die Bleecker Street davon. Der Standbesitzer kam mit einem Kopfschütteln wieder auf die Beine.

»Der arme Kerl ist tot.«

Normalerweise zählen tödliche Verkehrsunfälle nicht zu unserem Aufgabengebiet. In diesem speziellen Fall sah es allerdings anders aus, da es sich bei dem Opfer um Benjamin Greaves handelte.

»Kaum zu glauben, dass es brutale Gangster einfach auch einmal bei einem Verkehrsunfall erwischt«, sagte Phil.

Die Fahrt in die Rechtsmedizin wurde erforderlich, da der ermittelnde Detective des NYPD auf einer förmlichen Übergabe bestand. Meistens reichte ein Telefonat, um alle bisher gesammelten Fakten in unser System überspielt und vom Ermittler dessen Erkenntnisse genannt zu bekommen.

»Zuletzt soll Greaves nur noch für Howard Beecroft gearbeitet haben. Der stammt ursprünglich aus London und baut sich offenbar seit einiger Zeit ein kleines Imperium in New Yorks Unterwelt auf«, fuhr mein Partner fort.

Beim FBI stand Greaves weit oben auf der Fahndungsliste, weil er für den Mord an einer Kollegin in Dallas verantwortlich sein sollte. Bis zu dem Anruf des Kollegen vom NYPD hatten wir nicht einmal geahnt, dass Greaves sich im Big Apple aufhielt.

»Beecroft? Noch nie von dem Mann gehört. Vielleicht ist das der Grund, weshalb der Detective uns unbedingt persönlich treffen möchte«, antwortete ich.

Als Phil und ich über den Parkplatz am Institut eilten, blähte ein Windstoß mein Sakko auf. Für einen winzigen Moment spürte ich die erste Herbstkälte in diesem Wind. Dennoch zeigte sich der September in diesem Jahr eher von seiner angenehmen Seite und schien den Sommer nur ungern weichen zu lassen.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

Beim Anblick des zirka fünfzig Jahre alten Detectives erledigte sich eine Überlegung sofort. Wir hatten es keinesfalls mit einem Greenhorn vom NYPD zu tun, weshalb mich sein Verhalten umso neugieriger machte.

»Detective Salomon. Die Umstände des Unfalls erscheinen mir zu ungewöhnlich, um darüber am Telefon zu sprechen«, stellte der mittelgroße Detective sich vor und begründete sein Verhalten.

Salomon führte uns in das Büro des Rechtsmediziners, der bei unserem Eintreten seinen Bericht in ein Diktaphon sprach.

»Das sind die Agents Cotton und Decker vom FBI, Doc. Erzählen Sie bitte noch einmal, was Ihnen aufgefallen ist.«

Der Pathologe kam dem Wunsch nach und gab einen detaillierten Bericht über die Verletzungen von Benjamin Greaves.

»Das erklärt seinen schnellen Tod, Doktor. Warum glauben Sie aber an einen vorsätzlichen Mord und nicht an einen unglücklichen Unfall?«, fragte ich.

Der Rechtsmediziner trat an eine Videowand und stellte drei unterschiedliche Aufnahmen nebeneinander, die einer seiner Assistenten während der Obduktion angefertigt hatte.

»Die Aufnahme ganz links zeigt die typischen Verletzungsspuren, die bei einem frontalen Zusammenstoß eines menschlichen Körpers mit einem Auto entstanden sind. Jetzt vergleichen Sie die Spuren bitte mit den Aufnahmen von Mister Greaves«, bat uns der Pathologe.

Der Unterschied war so gravierend, dass auch ein Laie wie ich es sofort bemerkte.

»Die Wunden bei Greaves sind wesentlich größer und sehen anders aus«, gab ich meine Beobachtung weiter.

Phil nickte zustimmend.

»Es sieht so aus, als wenn Greaves von einem kantigen Gegenstand erwischt worden wäre. Wie sind solche Spuren zu erklären?«

Auf Phils Frage lieferte der Rechtsmediziner eine simple Erklärung, die uns aufhorchen ließ.

»Der Fahrer hat den Wagen in einem speziellen Winkel auf das Opfer gelenkt, um möglichst schwere Verletzungen zu erzeugen. Nur so kann ich mir die großflächigen Verletzungen erklären«, gab er seine fachmännische Beurteilung ab.

Ich schaute hinüber zu Detective Salomon.

»Meiner Ansicht nach handelt es sich um einen gezielten Mordanschlag, Agent Cotton. Ich wollte, dass Sie sich diese Bilder ansehen und den Doc nach seiner Meinung fragen. Teilen Sie meine Einschätzung oder glauben Sie weiterhin an einen Unfall?«

Phil und ich schüttelten gleichzeitig den Kopf.

»Wir sind absolut Ihrer Meinung, Detective. Vielen Dank, Doktor. Schicken Sie uns bitte den vollständigen Obduktionsbericht zu.«

Der Pathologe versprach es und so konnten wir das Institut verlassen. Auf dem Parkplatz blieb Detective Salomon stehen, um sich eine Zigarette anzustecken.

»Nach unseren bisherigen Erkenntnissen arbeitete Greaves nur noch für Howard Beecroft, Agent Cotton. Offenbar hat er dort eine Art Vertrauensstellung eingenommen, was einige Rückschlüsse über Beecrofts Stellung innerhalb der Unterwelt zulässt«, ließ uns Salomon an seinem Wissen teilhaben.

Wir diskutierten eine Weile über diese Konstellation, bevor wir uns trennten. Für Detective Salomon waren die Ermittlungen damit beendet, während Phil und ich erst richtig loslegen würden.

»Zuerst möchte ich mehr über Howard Beecroft und dessen Position erfahren«, sagte ich beim Einsteigen zu Phil.

Schon auf der Fahrt zurück ins Field Office klinkte mein Partner sich ins System ein, um die gewünschten Daten zu beschaffen.

***

Bei dem Unfall hatte es zum Glück reichlich Augenzeugen gegeben, sodass wir über die Nummer des Taxis verfügten. Eine erste Anfrage bei der dazugehörigen Taxizentrale brachte mehr Rätsel als Lösungen.

»Samuel Richards ist ein langjähriger Mitarbeiter des Unternehmens, dreiundfünfzig Jahre alt und taucht in keiner der Datenbanken für Vorstrafen auf«, überraschte Phil mich im Büro.

Auch das anschließend mit dem Taxiunternehmen geführte Telefonat brachte keine Erhellung, sondern verstärkte die Zweifel an einer Täterschaft von Richards.

»Wie bitte? Wo? Ja, wir kommen sofort«, hörte ich wenige Minuten später Phil am Telefon ausrufen.

»Richards wurde in der Gästetoilette eines Diners unweit des Unfallortes niedergeschlagen. Der Inhaber hat ihn gefunden und bereits einen Rettungswagen angefordert«, erklärte Phil im Laufen.

Samuel Richards wurde laut Auskunft des Rettungssanitäters ins Mercy Hospital gebracht, wohin Phil und ich umgehend fuhren.

»Mister Richards hat einen starken Schlag auf den Kopf bekommen. Die Schwellung ist gut erkennbar und ich gehe von einer mittelschweren Gehirnerschütterung aus«, weihte uns eine halbe Stunde später der behandelnde Arzt ein.

Auf meine Frage, ob Richards sich diese Verletzungen eventuell selbst beigebracht haben könnte, reagierte der Arzt fast ungehalten.

»Falls es Ihnen gelingen sollte, sich an der Stelle am Kopf einen derartig harten Schlag selbst beizubringen, melden Sie sich bitte. Ich halte es für eine artistische Meisterleistung, wenn Sie es schaffen.«

Samuel Richards war ansprechbar und erhob keine Einwände gegen eine Befragung.

»FBI? Sagen Sie jetzt bloß nicht, dass irgendwelche Terroristen mein Taxi für einen Anschlag eingesetzt haben«, stieß er überrascht und erschrocken hervor.

Ich beruhigte den mehrfachen Familienvater, der uns aus braunen Augen musterte. Beim Anblick unserer Dienstausweise zuckte Richards zusammen.

»Wir können noch nicht viel über die Hintergründe sagen, Mister Richards. Kennen Sie einen dieser Männer?«

Meine ausweichende Antwort befriedigte den Taxifahrer keineswegs, aber er schluckte den Protest hinunter und schaute sich die verschiedenen Fotografien genauer an. Bei den acht Aufnahmen war jeweils eine Fotografie von Benjamin Greaves sowie Howard Beecroft dabei.

»Tut mir leid, Agent Cotton. Ich kenne keinen dieser Männer. Ist der Dieb meines Taxis darunter?«

Ein Seitenblick zu meinem Partner genügte, um ab sofort mit offenen Karten zu spielen.

»Dieser Mann wurde mit Ihrem Taxi überfahren, Mister Richards. So wie es aussieht, mit voller Absicht«, teilte ich unser Wissen mit dem Fahrer.

Samuel Richards stöhnte leise auf und schloss für einen Augenblick die Augenlider.

»Gab es an Ihrem Fahrzeug irgendwelche defekten Teile, Unfallspuren oder andere Auffälligkeiten?«, fragte Phil.

Richards öffnete die Lider und schaute meinen Partner entrüstet an.

»Natürlich nicht, Agent Decker. Mein Taxi ist in einem erstklassigen Zustand. Wie schlimm ist es denn beschädigt?«

»Der Unfall wurde wie gesagt mit voller Absicht herbeigeführt und daher gibt es größere Beschädigungen im Frontbereich«, antwortete ich wahrheitsgemäß.

Über die andere Vermutung des Rechtsmediziners wollte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht reden. Erstens fehlte die Bestätigung durch die Kriminaltechniker und zweitens konnte dieser Umstand aus ermittlungstaktischen Gründen noch wertvoll werden.

Leider konnte der Taxifahrer uns keine brauchbare Beschreibung des Mannes geben, der ihm in der Toilette des Diners aufgelauert hatte.

»Er war größer als ich«, erklärte Richards.

»Ich wollte mir gerade die Hände waschen, als der Angreifer hinter mir auftauchte. Unmittelbar vor dem Schlag konnte ich seinen Arm für den Bruchteil einer Sekunde im Spiegel erkennen. Der Kerl muss wenigstens einen Kopf größer als ich sein.«

***

Nachdem Phil und ich ein wenig enttäuscht an unsere Schreibtische zurückgekehrt waren, besprachen wir die nächsten Schritte.

»Ich überprüfe alle Überwachungskameras, die auf diesem Abschnitt der Bleecker Street installiert sind«, übernahm Phil diesen Part.

Für mich blieben damit die Zeugenaussagen, die von den Cops an der Unfallstelle aufgenommen worden waren. Die Stunden verstrichen in leiser, aber intensiver Arbeit, bis es bereits nach sieben Uhr am Abend war.

»Lass uns für heute Schluss machen, Phil. Mein Kopf benötigt ein wenig Ruhe, um die vielen Daten zu sortieren«, schlug ich vor.

Da mein Partner ähnlich erschöpft war, verließen wir das Field Office und ich setzte Phil an der üblichen Ecke ab. Kurze Zeit später meldete sich mein Mobiltelefon.

»Ja, das bin ich. Tatsächlich? Ja, gut. Ich komme zu Ihnen ins Krankenhaus«, gab ich mich geschlagen.

Die Anruferin stellte sich als die Nachtschwester der Station vor, auf der Samuel Richards lag. Der Taxifahrer hatte um meinen Besuch gebeten und es sehr dringend gemacht.

»Der Patient wirkt sehr aufgewühlt und ich habe gehofft, dass Sie diesen Besuch noch heute Abend einrichten könnten«, redete die Krankenschwester mir gut zu.

Es fiel mir zwar schwer, aber trotzdem sagte ich es zu und lenkte vierzig Minuten später den Jaguar in die Abbiegespur. Als ich über den Parkplatz des Krankenhauses in Richtung Eingang strebte, erschien eine Frau in Schwesterntracht vor mir.

»Agent Cotton?«, fragte sie.

Ich erkannte die Stimme sofort wieder und nickte mit einem Lächeln. Die hübsche Krankenschwester erwiderte das Lächeln und behielt es auch bei, als sie die Waffe aus der Tasche zog und ohne jede Vorwarnung auf mich feuerte. Ein brutaler Schlag traf meinen Brustkasten und zwang mich zu Boden. Sosehr ich mich auch bemühte, meine Stimme versagte genauso wie meine Beine. Auch der Versuch, an meine Dienstwaffe zu kommen, scheiterte an der Bewegungsunfähigkeit meiner Arme und Hände. Hilflos trieb ich zuerst an den Rand der Ohnmacht, bevor ein zweiter Schlag mich endgültig in den dunklen Schacht stürzen ließ.

***

Die Rückkehr meines Bewusstseins wurde von einem seltsamen Taubheitsgefühl begleitet. Es dauerte eine Weile, bis ich meine Sinne geordnet hatte, um mir über meine Lage bewusst zu werden.

»Bleiben Sie ganz ruhig und konzentrieren Sie sich auf mich, dann geht es bald besser«, meldete sich eine vertraute Stimme.

Mit einiger Mühe konnte ich den Kopf so weit zur Seite drehen, dass ich der vorgeblichen Krankenschwester ins Gesicht schauen konnte. Mein Blick erfasste eine Latexmaske, die auf den ersten Blick wie ein echtes Gesicht wirkte. Darauf war ich bereits auf dem Parkplatz hereingefallen.

»Was wollen Sie von mir?«

Erst im dritten Anlauf bekam ich die Frage einigermaßen verständlich über meine spröden Lippen. Ich schluckte krampfhaft und akzeptierte das angebotene Wasser aus einer Flasche. Die Brünette sorgte gekonnt dafür, dass ich nur kleine Schlucke trank und damit meine Lebensgeister zurückkehrten.

»Ich habe einige Fragen, auf die nur Sie mir Antworten geben können«, antwortete die Frau.

Verwundert registrierte ich ihre Ausstrahlung, die zwischen Wut und Verwirrung angesiedelt zu sein schien. Sie wirkte aber keineswegs gefährlich auf mich, sodass ich mich ein wenig entspannte.

»Sie entführen einen Agent des FBI, um ihm einige Fragen zu stellen? Haben Sie schon einmal etwas von der Erfindung des Telefons gehört?«, reagierte ich verärgert.

Ein wehmütiges Lächeln huschte über das schmale Gesicht der Frau, die ich für gleichaltrig hielt. Einige graue Strähnen in ihren schulterlangen Haaren blitzten auf, als sie den Kopf leicht schüttelte.

»Sie würden mir am Telefon keine Antworten geben, Agent Cotton. Es geht immerhin um eine laufende Ermittlung und ich kann kein geeignetes Interesse nachweisen, um ein Recht auf Antworten zu haben«, erwiderte sie nüchtern.

Ihr Gehabe sowie ihre Ausdrucksweise erinnerten mich an einen Ermittler oder Agent, was die Situation noch makabrer erscheinen ließ.

»Wer sind Sie, oder darf ich das nicht erfahren?«

Die Frau löste sich von ihrer Position am Fenster und setzte sich auf einen schlichten Stuhl, der ungefähr fünf Yards von meinem eigenen entfernt stand.

»Mein Name tut nichts zur Sache. Ich war eng mit Benjamin verbunden, und damit wissen Sie auch schon, was mich so brennend an Ihren Ermittlungen interessiert.«

Mit dieser Antwort musste ich zunächst einmal fertig werden, denn sie löste eine ganze Kaskade von Gedanken aus.

»Sind Sie die Ehefrau von Benjamin Greaves?«

Auf meine Frage erhielt ich keine Antwort. Möglicherweise befand ich mich in den Händen der Witwe eines extrem gefährlichen Gangsters. Wie würde sich diese merkwürdige Situation auflösen?

»Und jetzt möchten Sie von mir erfahren, ob wir bereits erste Informationen in Bezug auf den Mord an Ihrem Mann haben?«, behielt ich die Rolle des Fragenden bei.

Ein kurzes Aufflackern in den dunkelblauen Augen machte mich stutzig.

»Dann ist dem FBI also bereits klar, dass Benjamin kein einfaches Opfer eines Verkehrsunfalls ist. Sehr gut! Wen haben Sie in Verdacht, für diesen heimtückischen Mord verantwortlich zu sein, Agent Cotton?«

Ich führte es auf meinen angeschlagenen Zustand zurück, dass ich meiner Entführerin unwillentlich doch einige Informationen zugespielt hatte. Mein Blick blieb einige Sekunden an der Waffe hängen, die neben einer Umhängetasche auf einem von Staub überzogenen Tisch neben dem Fenster lag.

»Sie haben mich mit dieser Elektroschockpistole außer Gefecht gesetzt? So etwas kann böse ins Auge gehen, Mistress Greaves«, ging ich zum Angriff über.

Die Frau lächelte spöttisch und überhörte die Anrede geflissentlich.

»Einem kerngesunden Agent des FBI beschert es lediglich einige Schwankungen im Kreislauf, sobald der unmittelbare Schock überstanden ist«, korrigierte sie gelassen.

Mir wurde schlagartig bewusst, dass sie mich unmöglich weit vom Krankenhaus entfernt festhalten konnte. Sie war offensichtlich gut trainiert, aber um einen Mann meiner Statur über längere Distanzen zu tragen, fehlte es ihr dann doch an der erforderlichen Kraft. Außerdem drohte auf einem öffentlichen Parkplatz jederzeit eine Entdeckung durch zufällige Beobachter.

»Sie denken darüber nach, ob wir uns in der Nähe des Krankenhauses befinden. Sobald Sie mir gesagt haben, wer auf Ihrer Liste der Verdächtigen steht, erhalten Sie die gewünschte Antwort. Außerdem verständige ich den Sicherheitsdienst des Krankenhauses, damit man Sie schnell befreien kann«, gab meine Entführerin einen weiteren Beweis ihrer Intelligenz.

Vielleicht war es ein cleverer Bluff mit dem Hinweis auf den Sicherheitsdienst oder eine winzige Unachtsamkeit der Frau, aber dadurch bestätigte sie indirekt meine Vermutung. Mein Gefängnis befand sich in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses.

»Sie werden ganz bestimmt keine Auskünfte von mir erhalten. Wenn Sie den Mörder von Benjamin Greaves zur Rechenschaft ziehen wollen, kooperieren Sie einfach mit uns. Möglicherweise vergesse ich in dem Fall sogar diese Entführung«, blieb ich offensiv.

Die angebliche Krankenschwester betrachtete mein Gesicht, und für eine kurze Zeit glaubte ich daran, ihr einen brauchbaren Vorschlag unterbreitet zu haben. Doch dann erhob sie sich und verstaute die Elektroschockpistole in ihrer Umhängetasche.

»Sie haben bislang nicht die leiseste Ahnung, wer oder warum Ben sterben musste. Verhalten Sie sich ruhig, Agent Cotton. Ich werde den Sicherheitsdienst verständigen, damit man Sie befreit«, sagte sie zum Abschied.

So einfach wollte ich sie aber nicht verschwinden lassen.

»Ach, nein? Beecroft wäre doch ein gutes Stichwort.«

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