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Jerry Cotton - Folge 2820

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Opfer können keine Rache nehmen
  4. Vorschau

Opfer können keine Rache nehmen

Mit mürrischem Gesichtsausdruck zog Lenny den Müllcontainer aus der Seitengasse zur Straße, wo gleich sein Kollege mit dem Wagen eintreffen würde. Er hasste diese Container, die immer überquollen und sich kaum noch bewegen ließen.

»Mach schon, du blödes Ding!«, fauchte er erbost.

Lenny versetzte dem störrischen Container einen Stoß, der daraufhin zu kippen drohte. Erschrocken sprang der Müllmann einen Schritt zurück. Doch es fiel nur ein Teil des Inhalts auf die Straße. Er wollte gerade erleichtert aufseufzen, als ihm die bleiche Hand auffiel.

Phil nahm den Funkruf an, der uns in die Houston Street umleitete. Wir waren vorher zu einem Gespräch mit einem Zeugen in der Nähe gewesen, mit dessen Aussage wir den vorherigen Fall abschließen konnten.

»Die Kollegen vom NYPD bitten um unseren Besuch«, scherzte Phil.

Wir trafen wenige Minuten später an der Absperrung ein. Dort nahm uns ein nervöser Detective in Empfang, der vermutlich noch nicht lange im Job war.

»Der Leichnam liegt neben dem Container, Agent Cotton. Stan, das ist mein Partner, wollte unbedingt Ihre Meinung einholen«, drückte er sich umständlich aus.

Ich fing den belustigten Seitenblick meines Partners auf, den ich geflissentlich ignorierte. Es gehörte nicht zum üblichen Verhalten eines erfahrenen Detectives, sich eine zweite Meinung beim FBI einzuholen. Der Partner erwies sich als ähnlich jung wie der andere Detective, und langsam ahnte ich etwas. Bei den Zusammenstellungen der Ermittlerteams kam es seit einiger Zeit zu diesen Konstellationen, da zu spät neue Kräfte ins Revier geholt wurden. Oft gingen erfahrene Teams zeitgleich in Pension, sodass man keinen alten Hasen mit einem Anfänger von der Akademie zusammenarbeiten lassen konnte.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker. Sie haben uns um Unterstützung gebeten.«

Der junge Detective löste seinen Blick von dem Techniker, der soeben den Müll neben dem Leichnam sondierte.

»Detective Culver. Einer unserer Kollegen glaubt den Toten zu kennen. Sollte seine Annahme korrekt sein, dürfte uns eine mächtige Sauerei erwarten«, erklärte er.

In der Nähe des Containers stand ein grauhaariger Officer, der grimmig nickte. Ich trat zu ihm, um mit dem erfahrenen Cop zu sprechen.

»Sie kennen den Toten, Officer?«

Er wiegte zweifelnd den Kopf.

»Hundertprozentig sicher bin ich mir zwar nicht, aber es könnte der Sohn von Herman Leeds sein.«

Als er den Namen des berüchtigten Gangsters nannte, schaute ich ihn überrascht an.

»Wir sprechen von dem Gangsterboss Leeds?«, fragte ich vorsichtshalber nach.

Der Cop nickte und ging dann neben dem Leichnam in die Hocke, um die weiße Plane ein Stück zurückzuziehen. Er achtete sorgsam darauf, mit seinem Körper das Gesicht des Toten gegen die vielen Kameraleute abzuschirmen. Phil und ich warfen einen Blick darauf und fanden die Annahme des Cops bestätigt. Der Tote aus dem Müllcontainer war eindeutig Conrad Leeds.

»Sie haben recht, Officer. Das ist Conrad, der Sohn von Herman Leeds. Irgendeine Idee, was hinter dem Mord stecken könnte?«

Der grauhaarige Cop zuckte ratlos die Schultern, während die beiden Detectives nervös von einem Fuß auf den anderen traten. Es war ihnen anzusehen, wie unangenehm die ganze Situation für sie war.

»Es war gut, dass Sie uns angerufen haben. Können Sie mich mit Ihrem Revierleiter verbinden? Das FBI übernimmt die Ermittlungen, Detective«, erlöste ich sie.

***

Eine Stunde später sprachen wir mit Mr High über den Mordfall Leeds.

»Selbst wenn es kein Krieg zwischen den Mafiafamilien sein sollte, dürfte die Ermittlung uns einige neue Aufschlüsse über Leeds’ Organisation einbringen«, teilte er meine Einschätzung.

Am Nachmittag erreichte ich Herman Leeds, der sich nur widerwillig auf ein Treffen in seinem Büro einließ. Kurz nach fünf Uhr am Nachmittag fuhren wir in die Seventh Avenue in der Nähe des Broadway Building. In einem der Bürohochhäuser befand sich Leeds’ Büro für internationale Übersetzungen. Als seriöses Aushängeschild unterhielt Leeds dieses Übersetzungsbüro, in dem zwei Dutzend Fremdsprachenkorrespondenten alle Arten von Dokumentationen bearbeiteten.

»Mister Leeds bittet noch ein wenig um Geduld. Sobald die Besprechung beendet ist, wird er Sie empfangen«, erklärte uns die Empfangssekretärin.

Wir setzten uns daher in eine Ecke, die für Kunden als Wartelounge vorgesehen war. Phil schenkte uns Kaffee ein, der in einem kleinen Automaten zubereitet wurde. Während wir an unseren Bechern nippten, beobachteten wir die kommenden und gehenden Besucher des Übersetzungsbüros.

»Clevere Tarnung. Leeds kann permanent in- und ausländische Besucher empfangen, ohne dadurch Verdacht zu erregen«, kommentierte ich das Geschehen.

Diese internationale Ausrichtung seiner Tätigkeiten war ein Grund dafür, weshalb Leeds’ Organisation beim FBI weit oben auf der Liste der gefährlichen Gruppierungen stand. Es gab einige Hinweise, dass der skrupellose Mann auch nicht vor Geschäften mit Terroristen zurückschreckte.

»Agent Cotton, Agent Decker?«

Ein ganz in Schwarz gekleideter Mann schaute zu uns hinab.

»Special Agent Cotton«, stellte ich mich vor.

Die braunen Augen unter den halblangen mittelblonden Haaren warfen einen prüfenden Blick auf unsere Legitimationen, bevor er uns mit einer Geste zum Mitkommen aufforderte.

»Mister Leeds kann Sie jetzt empfangen. Der brutale Mord an Conrad hat natürlich den gesamten Tagesablauf durcheinandergewirbelt, wie Sie sich vermutlich denken können. Gibt es denn schon konkrete Hinweise auf den Täter?«, wandte der Mann sich an mich.

»Darüber kann ich Ihnen keine Auskunft geben. Mit wem haben wir eigentlich das Vergnügen?«, wies ich den Frager in seine Schranken.

Der Mann schaute mich amüsiert an.

»Mein Name ist Felix Sidewood, Agent Cotton. Ich berate Mister Leeds in allen Fragen der Sicherheit«, stellte sich vor.

Die vage Umschreibung seines Tätigkeitsfeldes ließ mir reichlich Spielraum für Interpretationen. Nach der offiziellen Vorstellung setzten wir unseren Weg fort, der uns in ein nüchtern eingerichtetes Büro mit Kirschholzmöbeln brachte.

»Das sind die Agents Cotton und Decker vom FBI, Herman.«

Sidewood deutete bei der Namensnennung auf uns, bevor er sich lässig an einen der Schränke mit Akten lehnte. Herman Leeds erhob sich aus seinem Schreibtischstuhl und trat dicht vor uns. Seine grauen Augen waren von einem Netzwerk roter Äderchen umgeben. Sollte er um seinen Sohn geweint haben?

»Gibt es einen speziellen Grund, wieso das FBI die Ermittlungen übernommen hat?«, wollte er wissen.

Offenbar war Leeds kein Mann großer Förmlichkeiten, wenn er so direkt auf sein Ziel zusteuerte.

»Wir möchten rechtzeitig einem möglichen Krieg in der Unterwelt entgegensteuern, Mister Leeds. Reicht Ihnen das als Antwort?«, entgegnete ich kühl.

Herman zog scharf die Luft ein, während sein Adlatus ein ironisches Grinsen aufsetzte. Felix Sidewood kümmerte sich anscheinend wenig um seinen Ruf und nahm es daher gelassen auf, wenn wir ihn als Gangster titulierten.

»Warum sollte der Mord an Conrad einen Krieg in der Unterwelt auslösen?«, wollte sein Boss erfahren.

Herman überragte uns um einiges. Da er sich aber wie viele sehr hoch gewachsene Menschen unbewusst niederbeugte, befand sich sein Gesicht auf Augenhöhe. Ich konnte in seinen Augen den lauernden Ausdruck erkennen, der mich vorsichtig agieren ließ. Mir kam es so vor, als ob Leeds uns aushorchen wollte.

»Wir müssen nicht lange um den heißen Brei herumreden, Mister Leeds. Es ist uns bekannt, welcher Art von Geschäften Sie nachgehen. Wurde Ihr Sohn möglicherweise das Opfer einer geschäftlichen Auseinandersetzung?«, ging ich es direkt an.

Ein wütender Ausdruck glomm in den grauen Augen auf, doch schnell unterdrückte Leeds den Wutanfall. Er wandte sich abrupt um.

»Es gibt keine Motive in dieser Richtung. Egal worauf Sie anspielen, Agent Cotton, meine Geschäfte stehen in keiner Verbindung mit dem Mord an Conrad«, wies Herman meine Vermutungen zurück.

Er setzte sich wieder in den Schreibtischstuhl und legte die Unterarme auf den Tisch. Sein Blick verlor sich zwischen den darauf verteilten Papieren, was mich stutzen ließ. Ganz offensichtlich unterschätzte ich die väterlichen Gefühle, denn Herman war schwer erschüttert.

»Haben Sie einen anderen Verdacht, Sir?«, fragte Phil.

Nach kurzem Nachdenken schüttelte Leeds stumm den Kopf. Mein Blick wanderte zu Sidewood, der bisher schweigend dem Gespräch gefolgt war.

»Und Sie? Als Sicherheitsberater sollte Ihnen doch ein Gedanke gekommen sein, Mister Sidewood«, wandte ich mich an den Mann in Schwarz.

»Das habe ich Felix auch schon gefragt, Agent Cotton. Er weiß nichts«, übernahm Leeds die Antwort.

Normalerweise hätte ich dennoch auf einer Beantwortung meiner Frage durch Sidewood bestanden, doch mich verwunderte das fast lethargische Verhalten seines Bosses.

»Gab es irgendwelche Drohungen, denen Sie eventuell zu wenig Beachtung geschenkt haben?«, fragte Phil nach.

»No, Agent Decker. Es gab keine Drohungen oder irgendwelche ungewöhnlichen Vorkommnisse, die sich jetzt in einem anderen Licht präsentieren. Das macht den Mord ja so schwer nachvollziehbar«, sagte Felix.

In seiner Stimme meinte ich einen Anflug von Resignation zu vernehmen. Sidewood war solchen Überlegungen demnach also nachgegangen, ohne eine Spur zu finden. Wir stellten viele Fragen, die uns mehr Einblick in das Leben von Conrad bringen sollten. Er hatte sich um Übersetzungen gekümmert, die für den mittel- und südamerikanischen Markt gedacht waren. Dabei sollte es sich bevorzugt um Gebrauchsanweisungen handeln, die aus verschiedenen Sprachen in Spanisch oder Portugiesisch übersetzt werden mussten.

An dieser Stelle tauschten Phil und ich einen Blick aus. Falls wir nicht völlig falsch lagen in Bezug auf die wahren Geschäfte von Leeds, ging es bei diesen Tätigkeiten um Drogen. Ich nahm mir vor, später mit den Kollegen der DEA über dieses Thema zu sprechen. Sollte Conrad sich in diesem Umfeld getummelt haben, konnte das Motiv für seinen Tod auch dort zu finden sein. Nach etwas über einer Stunde verabschiedeten wir uns von Leeds.

»Informieren Sie uns sofort, falls es Neuigkeiten gibt. Es wäre sehr unklug, wenn Sie eigene Anstrengungen zur Aufklärung unternehmen sollten. Haben Sie mich verstanden?«

Mein Blick fixierte den weiterhin lässig auftretenden Sidewood. Er bedachte mich mit einem ironischen Lächeln.

»Meine Aufgabe liegt in der Beratung, Agent Cotton. Alles andere überlasse ich selbstverständlich den Behörden.«

Phil und ich verließen das Büro, um im Jaguar die Erkenntnisse aus dem Gespräch zu diskutieren.

»Auf mich wirkte Leeds total geschockt, Jerry. Es scheint ihm tatsächlich ein Rätsel zu sein, warum man seinen Sohn ermordet hat«, legte Phil sich fest.

Ich erhob keine Einwände. Dafür ging mir ein völlig anderer Gedanke durch den Kopf.

»Die Aufgabenbeschreibung von Conrad lässt doch vermuten, dass er für den Drogenhandel mit Mittel- und Südamerika zuständig ist. Wir fragen die Kollegen der DEA, ob es aktuell einen Krieg um diese Gebiete gibt«, weihte ich meinen Partner ein.

***

Der beißende Geruch der verschiedenen Chemikalien, die im Obduktionssaal regelmäßig zur Anwendung kamen, reizte Victors Nase schon lange nicht mehr. Es war vielmehr der Geruch, mit dem der Rechtsmediziner seine größten Erfolge verband. Der ehemalige Chirurg hatte den Wechsel in die Pathologie vollzogen, nachdem ihm kein Rechtsmediziner den überraschenden Tod eines seiner Patienten hatte erklären können. Im Laufe der vergangenen Jahre hatte sich der mittelgroße schlanke Mediziner einen hervorragenden Ruf als Experte aufgebaut. Die Anfrage aus New York erfüllte Victor mit besonderer Freude, seitdem er mehrfach mit Agent Cotton und dessen Partner an unterschiedlichen Fällen gearbeitet hatte.

»Da steht man wenigstens nie nur im Obduktionssaal herum«, murmelte Victor fröhlich vor sich hin.

Es war spät am Abend. Der introvertierte Blunt schätzte die Abgeschiedenheit der Sektion zu dieser Tageszeit, da er bei seiner Arbeit dann seine geliebte englische Lyrik rezitieren konnte. Dieser Spleen kam bei vielen Kollegen nicht gut an.

»Na, sieh mal einer an.«

Victor hatte diverse Abstriche vom gesamten Körper des Toten angefertigt und ins Labor des kriminaltechnischen Instituts übermittelt. Als er jetzt die Auswertung vorliegen hatte, staunte Victor über die Ergebnisse.

»Das ist das Sekret einer texanischen Diamantklapperschlange, während dieser Abstrich definitiv von einem Schwarzleguan stammt.«

Diese merkwürdige Mischung solch unterschiedlicher Sekrete war damit noch nicht abgeschlossen, was Victors Neugier zusätzlich anfachte. Wie konnten so unterschiedliche Sekrete auf einen menschlichen Leichnam gelangen? Bevor der Rechtsmediziner seine Ergebnisse weitermelden würde, wollte er dieser Sache auf den Grund gehen.

»Gut, dass ihr mich angefordert habt. Damit käme kein durchschnittlicher Rechtsmediziner klar«, murmelte Victor.

Er verfügte über ein ausgeprägtes Ego, was durch seine anhaltenden Erfolge nicht gemindert wurde. Dr. Blunt war zu Recht eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Während er ein Gedicht mit voll tönender Stimme aufsagte, sammelte Victor weitere Daten über die unterschiedlichen Tiere. Er wollte wissen, ob ein Mensch diese Sekrete quasi auf normalem Weg übertragen bekommen könnte. Als Victor diese Möglichkeit ausschließen konnte, änderte er nach kurzem Grübeln sein Suchmuster.

»Vielleicht existieren alle diese Tiere ja in einem der New Yorker Zoos«, ging er einer Intuition nach.

Irgendwann schaute ein Wachmann zur Tür hinein, aber als Victor auch auf die zweite Nachfrage nicht reagierte, zog der Mann mit verärgertem Gesichtsausdruck den Kopf zurück. Der Pathologe war viel zu sehr von seinen Recherchen gefesselt, um die Störung überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

***

Die Anfrage bei der DEA lag uns am nächsten Tag vor, doch es deutete sich kein Motiv für den Mord an Conrad Leeds an.

»Die Kollegen sehen in ihm zwar einen sehr aktiven Drogenhändler, nur von irgendwelchen Schwierigkeiten ist ihnen nichts bekannt«, fasste ich das Ergebnis zusammen.

Damit war ein möglicher Ansatz erledigt. In diesem Augenblick entdeckte ich den vorläufigen Bericht aus der Rechtsmedizin, was mir automatisch ein Grinsen entlockte.

»He, bist du auf etwas gestoßen?«, fragte Phil voller Neugier.

Ich erklärte meine gute Laune, denn normalerweise brachten uns die Ergebnisse von Dr. Blunt immer ein erhebliches Stück voran.

»Das war es aber nicht, was ich erwartet hatte«, räumte ich wenige Minuten später ein.

Der oft anstrengende Rechtsmediziner präsentierte eine sehr umfassende Sammlung von Daten, die er jedoch am Schluss nicht wie gewohnt mit einem gezielten Hinweis abschloss.

»Liegt vielleicht ein Fall von Tierschmuggel vor?«

Phils Vermutung ließ Erinnerungen an einen ähnlich gelagerten Fall in mir aufsteigen. Es gab beim NYPD eine Spezialeinheit, die sich ausschließlich mit diesem Phänomen beschäftigte. Als ich den Lieutenant am Telefon hatte, konfrontierte ich ihn mit der Auswertung aus der Pathologie.

»Das passt nur bedingt, Jerry. Einen Schwarzleguan kannst du zum Beispiel ohne Weiteres auf dem legalen Weg erwerben. Die Sammlung der Tiere weist meines Erachtens nicht auf einen Schmuggler hin.«

Trotz seiner eher negativen Einschätzung würde der Lieutenant sich nach Conrad Leeds erkundigen, da er selbst Gewissheit erhalten wollte. Es gab reichlich Arbeit für die Spezialeinheit, auch ohne den Einstieg einer neuen Organisation in den lukrativen Markt mit exotischen Tieren.

»Vermutlich ist das eine Sackgasse, Jerry. Wenn es aber keinen Krieg gibt beziehungsweise Conrad nicht mit exotischen Tieren handelt, wird es langsam mysteriös. Findest du nicht?«

Ich musste meinem Partner leider zustimmen. Es war eine merkwürdige Situation, in der wir uns befanden. Da es sich bei einem Mordopfer um den kriminellen Sohn eines Gangsterbosses handelte, sollten sich eigentlich bessere Hinweise ergeben. Doch Conrad Leeds erwies sich in dieser Hinsicht als ein außergewöhnliches Opfer. Der Lieutenant rief mich eine Stunde später zurück, um endgültig alle Spekulationen in Hinblick auf Tierschmuggel zu beenden.

»Leeds hat definitiv keine Aktien im Schmuggelgeschäft mit Tieren, Jerry. Sorry, aber da müsst ihr euren Mörder in einer anderen Ecke suchen«, nahm er mir die winzige Hoffnung.

Schließlich erlöste uns ein Anruf eines Informanten aus dieser unschönen Lage. Phil und ich setzten uns umgehend in den roten Flitzer und fuhren zum Central Park. An einem der Eiswagen erwartete uns der Informant, der sein Einkommen als Reinigungskraft im Park durch gelegentliche Tipps aufbesserte. Der Central Park war eben nicht nur die ...

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