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Jerry Cotton - Folge 2817

Nimm das Geld und flieh!

Die beiden Sicherheitsbeamten der Wells Fargo Bank International unterbrachen ihre Unterhaltung, als ein unscheinbar aussehender Pizzabote die Bank betrat. Er hatte einen hohen Stapel Kartons dabei, aus denen der typische Pizzageruch drang. Sein Gesicht konnte man nicht genau erkennen, weil er die Mütze tief heruntergezogen und einen dicken Schal um den Hals gewickelt hatte. Allein der Bart fiel auf.

»Wo finde ich Benjamin Miller?«, fragte er den älteren Wachmann.

»Links halten und dann immer geradeaus«, antwortete dieser hilfsbereit.

Der Pizzabote wollte gerade weitergehen, als er sich ungeschickt drehte, stolperte und die Kartons fallen ließ. Aus einigen rutschten die Pizzen heraus, auf den edlen Granitboden.

»Das ist ja eine schöne Bescherung«, murmelte der ältere Sicherheitsmann und machte sich, genau wie sein Kollege, daran, dem Pizzaboten zu helfen, die Kartons aufzuheben.

»Vielen Dank«, sagte dieser und zog, als die beiden wieder aufgestanden waren, eine Waffe, die er auf sie richtete. »Und jetzt werden Sie sich ganz ruhig verhalten, da ich Ihnen sonst ohne zu zögern eine Kugel durch den Kopf jagen werde. Los, gehen Sie zur Seite!«

Er machte eine Bewegung nach rechts. Die beiden Sicherheitsmänner leisteten ihm Folge. Er entwaffnete sie und ließ sie sich zur Wand drehen.

Im nächsten Augenblick betraten zwei weitere Pizzaboten mit Vollbärten die Bank. Einer hatte ein Paintball-Gewehr dabei und schoss mit den Farbpatronen auf die Kameras in der Schalterhalle. Der andere schrie laut: »Alle sofort hinlegen, das ist ein Banküberfall!«

Dann drangen noch zwei Pizzaboten in die Bank ein und verriegelten die Eingangstür hinter sich. Sie hängten ein Schild mit der Aufschrift »GESCHLOSSEN« an der Tür auf und stiegen die Treppe zur Schalterhalle hoch, wo die anderen Bankräuber die Kunden und Angestellten der Bank in Schach hielten.

»Jetzt greift jeder langsam in seine Tasche, holt sein Handy heraus und hält es mit ausgestrecktem Arm nach vorne!«, rief der Mann, der schon vorher gesprochen hatte. Seine Worte hatten einen neuseeländischen Akzent. »Und keine falsche Bewegung, sonst sind Sie tot. Wenn Sie versuchen, ein Handy vor uns zu verstecken, sind Sie ebenfalls tot!«

Es befanden sich etwa dreißig Personen in der Schalterhalle. Sie alle griffen langsam nach ihren Handys und hielten sie hoch. Einer der Bankräuber sammelte sie ein und warf sie in einen Stoffsack.

Gleichzeitig drangen zwei der Räuber in den hinteren Bereich der Bank vor und schnappten sich den Filialleiter.

»Sie werden uns jetzt zum Tresor führen!«, sagte einer der beiden bestimmt.

»Ja, es ist aber nicht viel Geld da«, entgegnete der Filialleiter ängstlich.

»Machen Sie einfach, was ich Ihnen gesagt habe«, erwiderte der Bankräuber und verlieh seinen Worten Nachdruck, indem er dem Filialleiter den Kolben seiner abgesägten Schrotflinte in den Magen rammte. »Wenn Sie noch einmal reden, ohne dass Sie gefragt werden, oder versuchen, Zeit zu gewinnen, schlage ich härter zu!«

Der Filialleiter ging in die Knie, sein Gesicht verzerrte sich vor Schmerz, aber er unterdrückte jeglichen Laut.

»So, jetzt los!«, forderte der Bankräuber mit der Schrotflinte und packte ihn. Zusammen mit dem anderen Bankräuber gingen sie zum Tresorraum.

»Aufmachen!«, befahl der Bankräuber und deutete auf die verschlossenen Stahlschränke an der Seite des Tresorraums.

Der Filialleiter nickte nur, zog einen Schlüssel aus seiner Hose und öffnete die Türen der Stahlschränke. In ihnen befanden sich stapelweise Dollarscheine.

»Von wegen nicht viel Geld«, murmelte der Bankräuber und sagte zu seinem Komplizen: »Joe, pack die Taschen voll!«

Er selbst fesselte den Filialleiter mit einer Kunststoffschlinge und befahl ihm, sich in der Ecke des Tresorraums hinzulegen und dort liegen zu bleiben. Dann eilte er zurück in die Schalterhalle und verschaffte sich einen Überblick über die Lage.

»Alles klar, Joey?«, fragte er einen seiner Komplizen.

»Alles klar, John«, kam die Antwort in gebrochenem Englisch.

Nach drei Minuten kam der Räuber aus dem Tresorraum mit fünf prall gefüllten Rucksäcken in die Schalterhalle.

»Alles erledigt«, sagte er.

Der Anführer der Bankräuber nickte.

»Meine Damen und Herren, stehen Sie jetzt langsam auf und gehen Sie ohne zu sprechen in den Tresorraum!«

Er deutete in die entsprechende Richtung.

Die Männer und Frauen kamen seiner Aufforderung zaghaft nach.

»Etwas schneller, wenn ich bitten darf!«, drängte er.

Als alle im Tresorraum angekommen waren, wandte er sich seinen Leuten zu. »Joey, kontrolliert die Räume und stellt sicher, dass sich dort niemand versteckt hat!«

Sofort schwärmten seine Leute aus und durchkämmten die Schalterhalle und die angrenzenden Räumlichkeiten.

»Alles sauber!«, erstatteten sie ihm Bericht.

»Na prima«, murmelte er und wandte sich an die Männer und Frauen im Tresorraum. »Keine Angst, wenn Sie nicht zu viel atmen, wird Ihnen nichts geschehen.«

Mit diesen Worten verschloss er die massive Tresortür und ließ die Leute in der Dunkelheit zurück.

Alle Bankräuber versammelten sich in der Schalterhalle. Sie versicherten sich noch einmal, dass alle Kameras funktionsunfähig gemacht worden waren. Dann zogen sie ihre Pizzaservice-Overalls aus, unter denen sie normale Alltagskleidung trugen. Jeder schnappte sich einen der mit Geld gefüllten Rucksäcke.

Die Kleidung, die sie abgelegt hatten, legten sie in die Mitte der Schalterhalle und schütteten Benzin darauf.

Dann setzten sie das Ganze in Brand und verschwanden aus der Bank. Wenige Sekunden später wurde die Sprinkleranlage des Gebäudes aktiviert und versprühte auf der gesamten ersten Etage Wasser.

Während der Feueralarm auch außerhalb des Gebäudes zu hören war, bewegten sich die fünf Bankräuber ohne Hektik über die verschneite New York Plaza in Richtung des nur wenige hundert Meter entfernten South Ferry Terminal. Dort wartete bereits ein bärtiger Mann mit einem Speedboat auf sie. Innerhalb weniger Sekunden sprangen sie an Bord und fuhren mit rasanter Geschwindigkeit in Richtung Südwesten, der Lower Bay entgegen.

***

Als wir über Funk von einem Feuer in der Wells Fargo Bank International hörten, machten wir uns sofort auf den Weg.

»Was meinst du, ob die Chamäleon-Gang wieder zugeschlagen hat?«, fragte Phil.

»Wäre möglich«, antwortete ich nachdenklich

Es war gerade erst eine Woche her, da hatten unbekannte Täter die Manhattan Trust Bank ausgeraubt. Es waren mindestens fünf Personen gewesen. Sie hatten fast drei Millionen Dollar erbeutet und anschließend in der Bank Feuer gelegt, um ihre Spuren zu verwischen. Da sie sich verkleidet hatten, um in die Bank zu gelangen, hatte ihnen irgendein Reporter den Spitznamen Chamäleon-Gang gegeben. Anschließend waren sie entkommen, ohne Spuren zu hinterlassen. Ein nahezu perfekter Bankraub. Bisher waren unsere Ermittlungen erfolglos verlaufen.

Nachdem New York und die nördliche Ostküste vor ein paar Tagen von einer Kaltfront überrascht worden waren, waren die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt gesunken. Es hatte insgesamt zwanzig Zentimeter Schnee gegeben, der allerdings inzwischen größtenteils wieder geräumt war. An den Straßenrändern hatten sich hohe Schneehügel gebildet und New York erschien dieser Tage wie ein Ort in Alaska.

Für die nächsten Tage waren weitere Schneefälle angekündigt worden. Und die Temperaturen sollten weiter sinken, bis voraussichtlich minus zwanzig Grad. Ich hatte mich natürlich darauf vorbereitet und meinem Jaguar Winterreifen anlegen lassen. Schneeketten hatte ich auch in Erwägung gezogen, aber bisher darauf verzichtet.

Als Phil und ich die New York Plaza im Süden von Manhattan erreicht hatten, war die Feuerwehr schon vor Ort. Ein paar Leiterwagen und Löschfahrzeuge standen am Straßenrand, rund um das Gebäude, das die Wells Fargo Bank International beherbergte. Ich parkte den Wagen ein Stück weiter entfernt, um die Feuerwehr nicht zu behindern. Nachdem ich ausgestiegen war, zog ich mir einen langen, dicken Mantel über. Phil tat es mir gleich.

Als Phil und ich den ersten Feuerwehrmann erreicht hatten, zeigte Phil ihm seine FBI-Marke. »Wer ist hier zuständig?«

Der Feuerwehrmann deutete auf einen grauhaarigen, älteren Mann, der mit ein paar anderen neben einem Einsatzwagen der Feuerwehr stand. Wir machten uns auf den Weg zu ihm.

»Sind Sie hier zuständig?«, fragte Phil.

Der ältere Mann musterte Phil und mich genau. Er hatte dunkelgraues, volles Haar und sein Gesicht war ziemlich zerfurcht. An der rechten Seite seines Halses konnte man eine breite Narbe erkennen, die bis in den Hemdkragen reichte und wahrscheinlich noch viel tiefer. Ich konnte mir gut vorstellen, dass es sich um eine Verletzung handelte, die er sich bei einem Einsatz zugezogen hatte.

»Ja, bin ich, Dean Mulligan«, bestätigte er. »Was führt das FBI zu uns? Noch dazu mitten in einem Einsatz? Vermuten Sie hier etwa ein Verbrechen?«

Es war offensichtlich, dass er sich von uns gestört fühlte.

Phil zeigte einen diplomatischen Gesichtsausdruck. »Wir wollen nur sichergehen, dass es sich hierbei nicht um einen Bankraub handelt.«

»Sie meinen, wie bei der Manhattan Trust Bank letzte Woche?«, fragte Mulligan.

»Ganz genau«, erwiderte Phil.

»Dann wollen wir uns mal vor Ort ein Bild machen und der Sache auf den Grund gehen«, sagte Mulligan. »Schnappen Sie sich einen Schutzhelm und kommen Sie mit. Aber bleiben Sie hinter mir! Mit Feuer ist nicht zu spaßen. Und ich möchte nicht, dass Sie sich eine Rauchvergiftung zuziehen, wenn Sie sich in meiner Obhut befinden.«

Phil und ich folgten seiner Anweisung und schnappten uns jeder einen Helm. Dann folgten wir ihm und seinen Männern, die in Richtung Gebäudeeingang losmarschierten.

Wie angewiesen blieben wir hinter den Feuerwehrleuten zurück. Wir durchschritten die Eingangstür und gingen die Treppe zum Schalterbereich hinauf. Alles stand unter Wasser. Offenbar hatte die Sprinkleranlage gute Arbeit geleistet. In der Mitte der Halle befand sich ein verkohlter schwarzer Haufen. Auffällig war sonst noch, dass sich in der ganzen Schalterhalle keine Menschenseele aufhielt, weder Kunden noch Bankangestellte.

»Genau wie bei der Manhattan Trust Bank«, sagte Phil.

Ich nickte. Phil hatte recht. Die Chamäleon-Gang hatte wieder zugeschlagen.

***

Nachdem Mulligan das Gebäude vom brandtechnischen Gesichtspunkt aus untersucht und es für sicher erklärt hatte, konnten wir mit unseren Ermittlungen loslegen. Zuerst stellten wir sicher, dass die Leute aus dem Tresorraum, wo sie auch beim letzten Überfall der Chamäleon-Gang eingeschlossen worden waren, befreit wurden. Keiner war verletzt. Der Aufenthalt im dunklen Tresorraum war für einige allerdings recht unangenehm gewesen. Man sah, wie ihnen die Angst im Gesicht geschrieben stand. Um sie zu vernehmen und damit sie keine Spuren in der Schalterhalle kontaminierten, ließen wir sie in einen Konferenzraum im ersten Stock bringen und dort mit Essen und Getränken versorgen. Dann wandten wir uns der Schalterhalle zu.

Wie beim letzten Überfall auch, waren die Kameras mit Farbe außer Gefecht gesetzt worden. Beim letzten Mal hatten die Räuber Paintball-Gewehre benutzt. Ich nahm an, dass es hier genauso abgelaufen war. Das bedeutete, dass wir nur wenig Videomaterial für die Identifizierung zur Verfügung haben würden.

Als Dr. Drakenhart von der Crime Scene Unit mit ihren Mitarbeitern in der Schalterhalle ankam, verzog sie das Gesicht.

»Wieder so ein forensischer Albtraum«, stöhnte sie. »Die Sprinkleranlage hat mal wieder ganze Arbeit geleistet und sämtliche Fasern und DNA-Spuren schön vermischt. Ich bezweifle, dass wir da viele Anhaltspunkte für euch finden werden.«

Sie war gerade von Las Vegas nach New York versetzt worden. Wir hatten noch nicht oft mit ihr gearbeitet, kamen aber gut mit ihr klar. Eine recht große, schlanke Frau von knapp vierzig Jahren, mit ungewöhnlich hellen, blonden Haaren, die unter dem weißen Spezialanzug, den sie gerade trug, nur ansatzweise zu sehen waren.

»Ja, die Typen sind clever«, erwiderte ich und schaute sie an. Soweit ich es erkennen konnte, hatte sie ein paar rote Strähnen in ihren Haaren. »Haben natürlich auch bis kurz vor Feierabend gewartet, damit sich hier die DNA von Hunderten von Leuten befindet. Es sind halt Profis.«

»Leider arbeiten sie auf der falschen Seite«, sagte Dr. Drakenhart.

»Von Arbeit würde ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen«, bemerkte Phil.

»Das stimmt. Die schaffen eher Arbeit, als dass sie sie verrichten. Tut mir einen Gefallen und schnappt die Burschen schnell. Ihr erspart mir damit eine Menge Arbeit«, sagte Dr. Drakenhart. »Und von all den Laborkosten will ich gar nicht reden. Na ja, aber es hilft nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Ich leg mal los.« Sie ging zu ihren Mitarbeitern, um ihnen Instruktionen zu geben.

»Ganz meine Meinung«, sagte Phil. »Die Typen wollen uns echt an der Nase herumführen.«

»Was ihnen bis jetzt gut gelungen ist«, sagte ich und schaute mich um. Hier war für uns nichts mehr zu tun. Es war an der Zeit, die Angestellten und Kunden der Bank zu befragen.

***

Nachdem die Videoausrüstung vor Ort angekommen war, fingen wir mit der Befragung der Zeugen an. Zuerst nahmen wir uns den Filialleiter vor. Er hatte bereits ausgesagt, dass er mit den Räubern gesprochen hatte. Somit konnte er uns vielleicht ein paar Hinweise auf deren Identität geben.

»Sie sind also Benjamin Miller, der Filialleiter dieser Bank«, eröffnete ich das Gespräch.

Miller war Mitte vierzig, hatte pechschwarzes Haar mit einem etwas unnatürlichen Schimmer und war etwa 1,80 Meter groß. Er sah aus, als würde er regelmäßig Sport treiben, und trug einen teuren Anzug.

»Ja, der bin ich«, antwortete er mit gewissem Stolz. Ich war mir ziemlich sicher, dass er davon nichts gezeigt hatte, als ihn die Gangster mit einer Waffe bedroht hatten.

»Würden Sie uns bitte erzählen, wie der Bankraub aus Ihrer Perspektive abgelaufen ist?«, forderte Phil ihn auf.

Mr Miller räusperte sich. »Ich führte im hinteren Bereich der Halle gerade ein Gespräch mit einem Kunden. Er hatte eine Menge Sonderwünsche und ich war voll auf das detaillierte Gespräch konzentriert, als ich eine laute Stimme hörte, die ›Das ist ein Banküberfall‹ rief. Ich war überrascht und überlegte, zum Notschalter für solche Fälle zu gehen und den stillen Alarm auszulösen. Der nächste Schalter war aber recht weit entfernt, und bevor ich es mir richtig überlegt hatte, kamen auch schon zwei der Bankräuber auf mich zu und wiesen mich an, sie zum Tresorraum zu bringen. Ich hatte also keine Gelegenheit mehr, den Schalter zu erreichen.«

»Die beiden wussten also, dass Sie der Filialleiter sind?«, fragte Phil und machte sich Notizen.

Miller nickte zustimmend. »Ja, ja, sie haben mich zwar nicht mit Namen angesprochen, aber sie wussten wohl, wer ich bin. Sonst wären sie nicht so zielstrebig auf mich zugekommen.«

»Und wie ging es dann weiter?«, fragte ich.

»Dann sagte ich, dass nicht viel Geld da wäre«, fuhr Miller fort. »Einer der Männer, die auf mich zugekommen waren, wurde sauer und rammte mir seinen Gewehrkolben in die Magengrube. War ziemlich schmerzhaft. Dann sagte er mir, dass ich die Verzögerungstaktiken sein lassen und nur reden sollte, wenn ich dazu aufgefordert worden wäre. Ich hielt also meinen Mund und brachte die zwei in den Tresorraum. Dort öffnete ich gemäß ihrer Anweisung die Schränke, in denen wir die letzte Bargeldlieferung aufbewahrten. Einer von ihnen fesselte mich und ich musste mich mit dem Gesicht nach unten im Tresorraum hinlegen. Ich habe ganz schön geschwitzt, das können Sie mir glauben. Aber kurz danach waren sie weg. Da habe ich aufgeatmet.«

»Es ist normal, dass man so reagiert, wenn man mit einer Waffe bedroht wird«, sagte Phil. »Ist Ihnen etwas an den Tätern aufgefallen? Größe, ein Gehfehler, die Art, wie sie gesprochen haben?«

Miller überlegte kurz und ließ das, was ihm während des Bankraubs geschehen war, Revue passieren. »Ja, da war etwas mit der Aussprache von dem Typen, der mich geschlagen hat. War ein starker britischer Akzent, ich würde sogar sagen eher australisch oder neuseeländisch. Und er nannte seinen Komplizen, der das Geld eingesteckt hat, Joe. Ansonsten trugen sie alle Bärte. Aber die waren bestimmt nicht echt. Auch wenn sie so aussahen. Das ist alles, was mir einfällt.«

Wir bedankten uns bei ihm und nahmen uns den nächsten Zeugen vor. Es war eine der Angestellten, Angela Tottenham. Sie war Ende zwanzig und sah ziemlich gut aus. Dunkle braune Augen, fast schwarzes Haar und ihre gesund getönte Hautfarbe wiesen auf ihre lateinamerikanische Abstammung hin. Sie setzte sich und wirkte zuerst etwas unsicher. Kein Wunder bei dem, was vor etwa einer Stunde geschehen war.

»Miss Tottenham, wie lange arbeiten Sie schon in dieser Bank?«, fragte Phil, nachdem er uns vorgestellt hatte.

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