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Jerry Cotton - Folge 2812

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Unerwünschte Einmischung
  4. Vorschau

Unerwünschte Einmischung

Die geschlossene Gesellschaft in dem Luxusrestaurant wurde von dem brutalen Überfall total überrascht. Urplötzlich rannten maskierte Männer mit Waffen in den Händen durch die Tischreihen und stießen unverhohlene Drohungen aus. An einem Tisch keuchte Severin Harlinkton erschrocken auf, was ihm die Aufmerksamkeit eines der Gangster eintrug.

»Den Typen da und die Lady neben ihm«, rief er laut aus.

Im Hintergrund sprang ein Mann an einem der Tische auf, zwei Schüsse krachten, und dann legte sich stummes Entsetzen über die Menschen.

Phil und ich trafen eine Stunde nach dem unfassbaren Überfall im Hotel ein. Ein schockierter Bankettmanager reichte uns die angeforderte Gästeliste sowie eine Aufstellung seines gesamten Personals.

»Keiner unserer Angestellten wäre zu so einer Tat fähig, Agent Cotton. Das müssen Gangster von außerhalb gewesen sein!«

Cole Thomson beschwor es geradezu, während wir gewisse Zweifel hatten. Der überraschende Angriff hätte unseres Erachtens nicht ohne Hilfe eines oder mehrerer Angestellten des Hotels über die Bühne gehen können.

»Vielen Dank, Mister Thomson. Hat die Stiftung regelmäßig ihre Treffen in diesem Hotel abgehalten?«

Die Terry Wapping Stiftung hatte ihren Namen von einer jungen Frau erhalten, die bei einem Raubüberfall in der Upper West Side getötet worden war. Terry Wapping war allein in der Wohnung, als drei Einbrecher dort nach Beute suchten. Alle jungen Gangster standen zum Zeitpunkt des Einbruchs unter Drogeneinfluss, weshalb sie unkontrolliert vorgingen. Terry wurde ermordet und die Wohnung verwüstet, wodurch Nachbarn auf den Einbruch aufmerksam wurden und die Cops alarmierten. Die drei Einbrecher wurden an Ort und Stelle verhaftet, und im Verlauf des Prozesses ergab sich, dass zwei von ihnen in der Resozialisierung gescheitert waren. Die Gesellschaft bot vorbestraften Menschen wenig Perspektiven, was die hohen Rückfallquoten begründeten. Aus dieser Erfahrung heraus hatten sich wohlhabende Menschen mit Einfluss und Geld zusammengefunden, um eine Stiftung zu gründen.

»Was für eine Ironie, Jerry. Ausgerechnet den Vorstand der Terry Wapping Stiftung zu überfallen. Die Stiftung will verurteilten Straftätern zu einem Neustart in der Gesellschaft verhelfen«, stellte Phil verbittert fest.

Ich stimmte meinem Partner uneingeschränkt zu. Es wirkte völlig absurd, besonders angesichts der bekannten Erfolge der Stiftung. Dank des hervorragenden Netzwerks ihrer Mitglieder wurde ihre Arbeit zunehmend von Erfolg belohnt. Seit Gründung der Stiftung hatte es eine wachsende Anzahl von ehemaligen Verurteilten gegeben, die sich erfolgreich in die Gesellschaft integriert hatten.

»Mich wundert besonders die Entführung der beiden Vorstandsmitglieder«, kam ich zum nächsten Punkt.

Cole Thomson musste in der Tür zum Restaurant stehen bleiben, da die Kriminaltechniker noch mit der Spurensicherung beschäftigt waren. Phil und ich bewegten uns durch einen abgesteckten Korridor, um keine Spuren zu vernichten. Im hinteren Bereich hatten die Cops die unter Schock stehenden Gäste des Treffens versammelt. Leider konnten wir nicht verhindern, dass sie immer wieder zu dem Platz sahen, an denen ein Mann von den Gangstern niedergeschossen worden war.

»Der Tote heißt Lewis Bach, Agent Cotton. Als er mitbekam, wie die Gangster Barbara Oaklight und Severin Harlinkton als Geiseln bestimmten, wollte er vermutlich protestieren. Bach sprang auf und die Gangster schossen ihn sofort nieder«, teilte uns der Detective mit.

Vier Detectives des nahe gelegenen Reviers waren als Erste zum Ort des Verbrechens geschickt worden. Als sie das Ausmaß des Dramas erkannten, forderten sie Verstärkung an und benachrichtigten das FBI.

»Wer saß neben Mister Bach?«, fragte ich.

Der Detective deutete auf eine schlanke Frau von zirka vierzig Jahren, deren blonde Haare zu einer kunstvollen Frisur drapiert waren.

»Linda Faring saß neben ihm, Agent Cotton. Der Arzt hat ihr ein Beruhigungsmittel geben wollen, aber sie hat abgelehnt. Scheint eine starke Persönlichkeit zu sein«, erklärte der Detective.

Ich dankte ihm und ging zu Mrs Faring hinüber, während Phil sich um andere Zeugenaussagen bemühte. Als ich an den Tisch trat, hob sie den Kopf. Die dunkelblauen Augen waren voller Zorn. Von dieser Frau sollte ich brauchbare Aussagen erhalten können.

»Special Agent Cotton vom FBI, Ma’am. Der Detective sagte mir, dass Sie neben Mister Bach am Tisch gesessen haben, als die tödlichen Schüsse fielen. Stimmt das?«

Linda stieß einen Laut aus, der verdächtig nach einem wütenden Knurren klang.

»Die Schweine haben Lewis einfach über den Haufen geschossen, Agent Cotton. Einfach so!«

Die letzten Worte unterstrich sie mit einem harten Schlag auf die Tischplatte. Mehrere Köpfe ruckten erschrocken herum, doch mich faszinierte die Haltung der Frau.

»Wissen Sie, weshalb Mister Bach dieses Risiko einging? Mir wurde gesagt, dass die Gangster vor solchen Reaktionen gewarnt und eindeutige Konsequenzen angedroht hatten«, bohrte ich nach.

Linda versank einige Sekunden in Schweigen, und an dem nach innen gekehrten Blick erkannte ich, wie sie ihre Erinnerungen überprüfte. Ich ließ ihr die Zeit, da Linda möglicherweise etwas Entscheidendes bemerkt hatte.

»Lewis rief einen Namen. Fast so, als wenn er einen der Gangster erkannt hätte«, flüsterte Linda überrascht.

Es war nicht ungewöhnlich, dass der Schock einige Erinnerungen überdeckte, die dann nach und nach an die Oberfläche kamen.

»Konnten Sie den Namen verstehen?«

Voller Hoffnung sah ich Linda an, die nach kurzem Nachdenken jedoch den Kopf schüttelte.

»Er hat ihn mehr geflüstert, so als wenn er über diese Erkenntnis selbst sehr erschrocken gewesen wäre. Nein, ich kann Ihnen keine Namen nennen.«

Ich drängte die Enttäuschung zurück und konzentrierte mich auf die Vernehmung.

»Gibt es eine Möglichkeit, mit der wir mögliche Kandidaten eingrenzen könnten?«, fragte ich.

Linda sah mich ratlos an, weil ihr der Hintergrund meiner Frage offensichtlich nicht einleuchtete.

»Soweit ich über die Arbeit Ihrer Stiftung informiert bin, begleiten Sie doch aus der Haft entlassene Menschen auf den Weg zurück in eine bürgerliche Existenz. Hatte Mister Bach dabei vielleicht eine Aufgabe, die ihn mit einem besonderen Personenkreis zusammenführte?«

Nachdem ich meinen Gedankengang ausführlicher dargelegt hatte, erschien ein verstehendes Leuchten im Gesicht von Linda.

»Ja, das wäre denkbar. Lewis ist es zu verdanken, dass die Gang von Syron viel weniger Zulauf genießt. Wenn Sie also nach möglichen Verdächtigen suchen, sollten Sie sich um Todd Syron kümmern!«

Ein metallisches Klirren schlich sich in Lindas Stimme, als sie den Namen des berüchtigten Gangsters aussprach. Todd Syron hatte sich in den zurückliegenden Jahren einen Namen in der Szene der jungen Gangster geschaffen. Seine Gang umfasste mehrere hundert Gangster, die das gesamte Spektrum des Verbrechens abdeckten. Viele der Gangmitglieder waren noch nicht einmal volljährig und hatten doch schon Morde auf dem Gewissen. Ich notierte die Angaben und führte die Vernehmung fort, ohne jedoch weitere nützliche Angaben zu erhalten. Als ich Phil traf, wirkte er ein wenig frustriert.

»Bei den meisten Gästen sitzt der Schock zu sehr in den Knochen, Jerry. Deren Beobachtungen ergeben wenig Brauchbares. Außer einigen Vermutungen habe ich nichts zu bieten«, sagte er.

Ich hatte es nicht anders erwartet, daher fiel meine Enttäuschung nicht so groß aus und ich gab den Tipp von Mrs Faring weiter.

»Todd Syron? Ja, dem würde ich so einen dreisten Überfall zutrauen. Wenn dem so wäre, grenzt es mögliche Mitwisser im Hotel ein«, griff mein Partner die Informationen begeistert auf.

Es lag nahe, dass Syron eher junge Menschen anwarb. Selbst unter nicht kriminellen Jugendlichen genoss der Gangsterboss einen gewissen Kultstatus, da mehrere Rapmusiker bereits seinen Namen in einigen Titeln eingebaut hatten. Syron spielte geschickt die Karte des Anführers einer von der Gesellschaft ausgegrenzten Gruppe junger Menschen. Dieses Zerrbild führte seiner Gang ständig enttäuschte Jugendliche zu, die dort eine neue Heimat mit mehr Verständnis für sich erwarteten.

»Gute Idee, Phil. Dann befragen wir gleich einmal die jüngeren Angestellten.«

Die Gangster hatten sich bislang noch nicht mit einer Forderung gemeldet, unter welchen Bedingungen sie ihre Geiseln freilassen wollten. Der Ansatz mit den jungen Leuten war daher der beste Weg.

***

Barbara veränderte ihre Sitzhaltung und schaute in das bleiche Antlitz von Severin Harlinkton. Sein normalerweise perfekt sitzendes Haar war zerwühlt und mit Blut verklebt. Den Gangstern war es egal gewesen, dass Severin ein verkrüppeltes Bein hatte. Sie trieben ihre Geiseln unerbittlich an und so kam es zu dem schweren Sturz. Endlose Treppen hatten Barbara und Severin überwinden müssen. Irgendwann verlor der behinderte Kunstliebhaber die Kontrolle über seine Beine und stürzte die Stufen hinab.

»Steh auf, Opa! Jetzt hast du ja einige Treppen gespart«, fuhr ihn einer der Entführer grob an.

Severin hatte versucht, mit Barbaras Hilfe auf die Beine zu kommen, doch er sackte immer wieder zurück. Der derbe Stoß eines der Entführer hatte dem geschundenen Mann schließlich den Rest gegeben, sodass sie den bewusstlosen Severin tragen mussten. Im Grunde schleiften zwei der Gangster seinen Körper unter vielen Flüchen in die Zelle, in der Severin und Barbara seitdem festgehalten wurden.

»Was wollen Sie? Geld?«, hatte Barbara gefragt.

Mehr als höhnisches Gelächter hatte sie nicht als Antwort erhalten, sodass sie sich seitdem den Kopf zerbrach.

»Was wollen die nur von uns? Warum ausgerechnet wir, Severin?«

Barbara konnte sich nicht vorstellen, dass die Entführer ihre Wahl nach dem Zufallsprinzip getroffen hatten. Konnte es mit der Stiftung zu tun haben? Severin war der Finanzvorstand, während Barbara vor allem für die Steuerung der verschiedenen Projekte verantwortlich war.

»Severin?«

Sein leises Stöhnen hatte Barbaras Überlegungen unterbrochen. Sie beugte sich hinab zu dem leise stöhnenden Mann und strich ihm einige Haare aus der Stirn.

»Kannst du mich hören, Severin?«

Seine Lider öffneten sich flackernd und ein Blick aus verwirrten Augen traf Barbara.

»Barbara? Wo sind wir? Was ist passiert?«

Vorsichtig half sie Severin auf, sodass er sich mit dem Rücken gegen die Wand lehnen konnte. Zum Glück hatte die Wunde am Kopf nicht lange geblutet, sonst wäre Severin vermutlich noch schwächer gewesen.

»Du bist auf der Treppe gestürzt. Erinnerst du dich?«

Severin zog die Stirn kraus, dachte angestrengt nach.

»Himmel! Der Überfall im Hotel«, stieß er auf einmal erschrocken hervor.

Barbara spürte Erleichterung. Einen Augenblick lang hatte sie befürchtet, dass Severin nach dem Sturz unter Gedächtnisverlust leiden würde. Es war auch so schon schwer genug, ohne dass sie sich auch noch um einen verwirrten Severin kümmern musste.

»Genau, Severin. Die Gangster haben uns entführt und dabei bist du gestürzt. Wie fühlst du dich?«

Severin sah an seinem Oberkörper entlang bis hinunter zu seinen Beinen. Die erkennbare Fehlstellung des linken Fußes entlockte ihm ein hartes Lachen.

»Tja, meine Verkrüppelung ist immer noch da. Ansonsten geht es mir bis auf mörderische Kopfschmerzen ziemlich gut. Haben sie dir etwas angetan?«

Barbara schüttelte den Kopf. Außer einer großen Demütigung, verbunden mit viel Angst, ging es ihr ebenfalls gut.

»Warum wir, Severin? Was wollen die Entführer von uns?«

Der für die Finanzen verantwortliche Mann der Stiftung schaute einige Sekunden nachdenklich auf die solide Stahltür, die den Raum abschloss. Dann wandte er leicht den Kopf und schaute seine Mitgefangene mit einem wissenden Blick an.

»Ich denke, ich kenne den Grund.«

Voller Neugier lauschte Barbara seinen Erläuterungen und starrte Severin zum Schluss fassungslos an.

»Mein Gott! Das wäre ja fürchterlich, Severin«, stöhnte sie voller Entsetzen auf.

***

Der Bankettmanager zeigte sich ungläubig, als wir ihn aufforderten, die Namen der jüngeren Mitarbeiter zu markieren.

»Sie glauben doch nicht wirklich, dass einer davon den Gangstern geholfen hat«, protestierte er scharf.

»Gab es in jüngerer Vergangenheit eventuell Schwierigkeiten mit einem dieser Angestellten?«

Cole Thomson wehrte es entschieden ab, solche Spekulationen anzustellen. Mir fiel der verärgerte Seitenblick einer der Frauen hinter dem Empfangstresen auf.

»Wenn Sie mehr wissen, müssen Sie es uns sagen. Es geht um den Mord an einem Menschen sowie die Entführung zweier Mitglieder der Stiftung«, redete ich der Frau gut zu.

Der Bankettmanager warf der Angestellten einen warnenden Blick zu, woraufhin ich energisch dazwischentrat.

»Unterlassen Sie diese Beeinflussung, Mister Thomson! Andernfalls belangen wir Sie wegen Behinderung unserer Ermittlungen. Haben Sie mich verstanden?«

Cole Thomson zuckte zurück und nickte mit zusammengekniffenen Lippen. Ich sah die Frau hinter dem Tresen an.

»Also? Was wollten Sie uns sagen?«

Mit heiserer Stimme berichtete sie von einigen Zwischenfällen mit einem der Fahrzeugparker. Der junge Mann neigte zu unerlaubten Ausflügen mit Fahrzeugen von Gästen, wobei es auch schon zu Blechschäden gekommen war.

»Wo finden wir Dick Woods jetzt?«

Widerwillig begleitete der Bankettmanager uns in den Raum, in dem die Schlüssel der Fahrzeuge verwahrt wurden.

»Er müsste hier sein«, erklärte Thomson.

In dem Raum saß ein älterer Mann, der offenbar die Verantwortung für die Fahrzeuge der Gäste trug. Als wir uns nach Dick Woods erkundigten, flog ein verärgerter Ausdruck über sein Gesicht.

»Der Bengel dreht wieder einmal eine Extrarunde mit dem Wagen eines unserer Gäste. Das ist garantiert das letzte Mal, dass ich Rücksicht auf Ihren Neffen nehme.«

Phil und ich sahen gleichermaßen überrascht zu Thomson, der sichtlich erbleichte. Daher rührte also sein vehementer Einsatz für den jungen Mann.

»Ich kann verstehen, wenn Sie Ihren Neffen schützen wollen. Trotzdem müssen wir uns sofort mit ihm unterhalten. Können Sie Dick telefonisch erreichen?«

Meine Frage führte dazu, dass Thomson eine Telefonnummer nannte. Phil tippte sie ein und lauschte auf die Reaktion. Als er ein Freizeichen vernahm, reichte er sein Mobiltelefon zu Thomson.

»Sagen Sie Ihrem Neffen nur, dass er dringend hierher zurückkommen muss. Nichts von uns. Verstanden?«, ermahnte ich den Bankettmanager.

Thomson beherzigte es und sagte seinem Neffen, dass ihn wegen der Extratour ansonsten der sofortige Rauswurf erwartete. Ich konnte die Antwort nicht verstehen, doch das erschrockene Aufstöhnen ließ mich aufhorchen.

»Nein, Dick! Das ist doch Unsinn«, rief Thomson ins Telefon.

»Geben Sie mir die Daten des Wagens, mit dem Woods zurzeit unterwegs ist«, wies ich den älteren Mann an.

Der reagierte vorbildlich und reichte mir einen Computerausdruck mit allen erforderlichen Daten einschließlich GPS-Code über den Tisch. Damit konnte ich eine Fahndung auslösen und die Chancen standen gut, dass wir Dick Woods schon bald stellen würden.

»Er hat angeblich keine Lust mehr, von uns allen wie ein Verlierer behandelt zu werden. Dick will jetzt eigene Wege gehen«, stammelte Cole Thomson.

Phil hatte unsere Kollegen im Field Office mittlerweile die Telefondaten mitgeteilt, sodass auch über diesen Weg die Position von Dick Woods ermittelt werden konnte.

»Damit dürfte feststehen, wer den Gangstern geholfen hat«, sagte Phil.

Cole Thomson stand mit gesenktem Kopf neben der Tür, während ich mir den Tagesablauf von Woods’ Tätigkeiten von seinem Vorgesetzten schildern ließ. Es gab genügend Bewegungsfreiraum für Woods, um den Gangstern ungesehen den Zugang ins Hotel zu ermöglichen. Damit war er vorerst unsere beste Spur und wir konzentrierten uns auf seine Person.

***

Das grüne Dach des BMW aus der Fünferreihe in GT-Ausstattung blitzte regelmäßig zirka eine halbe Meile vor uns zwischen den überwiegend gelben Dächern der Taxis auf.

»Woods hätte sich besser einen weniger auffallenden Wagen aussuchen sollen«, knurrte ich.

Es war relativ leicht gewesen, den Standort des entwendeten BMW zu lokalisieren. Im normalen Straßenbild fiel der wuchtige Wagen ziemlich auf.

»So wie ein Jaguar zum Beispiel«, spottete Phil.

Ich grinste nur und lenkte den roten Flitzer in eine Lücke auf der mittleren Fahrspur. Jetzt trennten uns nur noch ein paar hundert Yards von dem BMW, der urplötzlich stark beschleunigte und schnell an Boden gewann.

»Woods muss etwas bemerkt haben«, stieß Phil hervor.

Ich sparte mir eine Antwort, da ich alle Hände voll zu tun hatte. Um den Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen nicht zu sehr anwachsen zu lassen, riskierte ich zwei gefährliche Überholmanöver. Schließlich sah ich das breite Heck des BMW über den Bordstein einer abzweigenden Straße hüpfen.

»Woods scheint kein besonders begabter Fahrer zu sein«, kommentierte ich das ruppige Fahrmanöver.

Dank der Viper-Technik unter der Karosserie des Oldtimers konnte ich sogar noch im Abbiegen den Abstand zu dem flüchtenden BMW verkürzen.

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