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Jerry Cotton - Folge 2808

Cutters Weg

Die Erkenntnis traf Steve wie ein kalter Windhauch. Er war in eine Falle getappt – und es gab keinen Ausweg.

»Hi, Agent Dillaggio. Dachten Sie wirklich, dass Ihre Schnüffeleien unbemerkt bleiben würden?«

Steve setzte alles auf eine Karte und warf sich blitzschnell nach vorne. Im Sprung riss er beide Fäuste hoch und rammte sie dem Aufpasser von Laskovic gegen den Schädel, sodass dieser zur Seite taumelte. Der Anführer der Balkanmafia blieb ungerührt stehen.

»Bastard!«

Der zweite Bodyguard schickte Steve mit einem Fluch in die Ohnmacht.

Der anhaltende Regen machte uns bewusst, dass der Sommer sich endgültig dem Ende zuneigte. In wenigen Tagen brach der September an und der Herbst schickte seine Vorboten voraus.

»Wir müssen uns noch wegen der Zeugenaussage mit dem Staatsanwalt absprechen«, sagte Phil.

Nach dem kuriosen Abschluss des Entführungsfalles – der Sohn einer reichen Anwaltsfamilie hatte seine Entführung vorgetäuscht und wollte dadurch seine Spielschulden begleichen – stellte sich wieder der Büroalltag bei uns ein.

»Das Büro des Staatsanwalts wird sich schon melden, Phil.«

Ich wollte noch mehr sagen, doch ein eingehender Anruf lenkte mich ab.

»Kommen Sie mit Phil bitte sofort zu mir«, meldete sich zu meiner Überraschung der Chef.

Normalerweise kümmerte Helen sich um alle Termine von Assistant Director High, was seinem Anruf eine zusätzliche Brisanz verlieh. Wir kamen der Aufforderung sofort nach, und nachdem ich auf ein Zeichen unseres Chefs die Verbindungstür geschlossen hatte, setzten wir uns gespannt an den Besprechungstisch.

»Was ich Ihnen jetzt erzähle, darf niemand anderer erfahren. Auch keiner der Kollegen im Field Office, solange ich dazu nicht meine Genehmigung erteilt habe.«

Bei der mysteriösen Einleitung tauschten Phil und ich einen verwunderten Blick. Ich war absolut kein Anhänger von verdeckten Operationen, bei denen selbst unsere Kollegen nicht eingeweiht waren. Mein Instinkt sagte mir, dass vermutlich wieder einmal Edward G. Homer dahinterstecken musste. Der Leiter der Field Operation Section East hatte mich allein oder zusammen mit meinem Partner bereits mehrfach für heikle Aufgaben angefordert.

»Es geht um eine verdeckte Ermittlung gegen die Balkanmafia«, fuhr Mr High fort.

Das war der Sammelbegriff für einige besonders brutale Gruppierungen, die ihre ethnischen Wurzeln auf dem Balkan hatten. Was die Gangster nicht davon abhielt, sich gegenseitig das Leben zur Hölle zu machen. Die Kämpfe der Organisationen stellten ein zunehmend größeres Problem für uns dar.

»Wir sollen verdeckt gegen die Organisationen ermitteln oder nur gegen eine davon?«, fragte Phil mit belegter Stimme.

Es war kein besonders verlockender Gedanke, in die Welt der Gangster einzutauchen, und daher fand ich Phils Anspannung absolut nachvollziehbar.

»Nein, Phil. Die verdeckte Ermittlung läuft bereits seit sechs Monaten und nähert sich ihrem Ende.«

Mr High berichtete uns von einem Agent mit dem Namen Wayne Cutter, der aus Philadelphia kam und in die Organisation von Branko Laskovic eingeschleust worden war.

»Steve ist der Verbindungsmann von Agent Cutter und der einzige Mitarbeiter des hiesigen Field Office neben mir, der bis jetzt in die verdeckte Ermittlung eingeweiht war«, sagte Mr High.

Wenn unser Kollege über alle erforderlichen Informationen verfügte, hätte er eigentlich an der Besprechung teilnehmen sollen. Ein ungutes Gefühl beschlich mich.

»Was ist mit Steve passiert, Sir?«

Phil runzelte bei meiner Frage die Stirn, während ein düsterer Ausdruck in den Augen unseres Chefs erschien.

»Er ist vor vier Stunden zu einem Treffen aufgebrochen und seitdem verschwunden«, bestätigte Mr High meine böse Vorahnung.

Schlagartig war klar, welchen Auftrag unser Chef für uns hatte.

»Phil und ich sollen also herausfinden, was mit Steve passiert ist. Ohne weitere Unterstützung, Sir?«

»Vorerst ja, Jerry. Die gesamte Operation ist extrem heikel und ich will den anstehenden Erfolg nicht durch voreiliges Handeln gefährden. Sie müssen Steve ausfindig machen und entscheiden, ob wir die verdeckte Ermittlung beenden müssen oder zu Ende führen können«, erteilte Mr High uns einen klaren Auftrag.

Wir bekamen das Kennwort, um in Steves Aufzeichnungen alle erforderlichen Informationen nachzulesen. Angesichts der Zeitnot entschied ich mich für einen sofortigen Aufbruch.

»Wir fahren zum Treffpunkt, Phil. Auf der Fahrt kannst du mich in die Details einweihen. So verlieren wir keine Zeit am Schreibtisch, während Steve möglicherweise unsere Hilfe dringend benötigt.«

Die Fahrt führte uns nach Manhattan South, wo Steve sich in einem Buchladen mit angeschlossenem Café mit Cutter hatte treffen wollen.

***

In der Buchhandlung gab es keine Anzeichen dafür, dass Steve überhaupt hier eingetroffen war. Als Phil mehrere Überwachungskameras entdeckte, wandten wir uns an die Geschäftsführerin des Ladens.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

Emma Gable schaute überrascht vom Ausweis in mein Gesicht.

»FBI? Was ist passiert, Agent Cotton?« Ihr verängstigter Blick huschte hinaus zur Straße und dann zurück über die wenigen Besucher im Laden.

»Kein Grund zur Besorgnis, Mistress Gable. Es geht lediglich um eine Überprüfung, ob ein bestimmter Besucher in Ihrem Geschäft gewesen ist.«

In aller Eile hatte ich mir eine Geschichte ausgedacht, die die Frau überzeugen sollte, ohne allzu viel Misstrauen zu wecken.

»Die Person wird in Verbindung mit einer Zeugenaussage in einem Wirtschaftsprozess möglicherweise noch von Bedeutung für unsere Behörde sein.«

Meine Angaben hörten sich in meinen Ohren reichlich verworren und wenig glaubhaft an, doch Mrs Gable schluckte sie und ließ uns die archivierten Aufnahmen der Überwachungskameras vom gesamten Tag ansehen.

»Als Geschichtenerzähler könntest du kaum existieren«, kommentierte Phil meine Ausführungen.

Emma hatte uns allein in ihrem Büro zurückgelassen, sodass wir ungezwungen miteinander reden konnten.

»Was willst du, Phil? Mistress Gable hat die Geschichte geschluckt, und mehr wollte ich auch gar nicht erreichen«, wehrte ich den Vorwurf ab.

Es dauerte über eine Stunde, bis wir Steve in einer Aufzeichnung entdeckten. Er kam gemächlich ins Bild geschlendert und blieb immer wieder vor einem der Regale stehen, zog ein Buch hervor und blätterte scheinbar interessiert darin herum.

»Da, der Mann sagt etwas zu Steve«, rief Phil schließlich aus.

Ich stoppte die Wiedergabe, um das Gesicht des Mannes in aller Ruhe studieren zu können.

»Wer ist der Mann? Hast du eine Ahnung?«

Mein Partner starrte angestrengt auf den Monitor und schien sein Gedächtnis zu durchforschen.

»Ich habe das Gesicht schon einmal gesehen, Jerry. Aber mir will partout nicht einfallen, wer das ist oder wo ich dem Typen begegnet bin«, murmelte Phil.

Ich fertigte eine Sicherungskopie der Aufzeichnungen an, auf denen Steve zu sehen war. Vorsichtshalber nahm ich jeweils die Stunde vor seinem ersten Erscheinen sowie die Stunde nach seinem Verschwinden ebenfalls auf. Wenn unser Kollege in eine Falle gegangen sein sollte, waren seine Kidnapper vermutlich rechtzeitig im Geschäft gewesen und hatten ihre Vorkehrungen getroffen. Wir bedankten uns bei Mrs Gable und saßen wenige Minuten später im Jaguar. Phil speicherte die Aufzeichnungen auf den speziell gesicherten Serverplatz von Steve, bevor er unser Personenerkennungsprogramm startete.

»Das darf doch nicht wahr sein!«

Bei Phils ungläubigem Ausruf zuckte ich leicht zusammen. Meine Gedanken hatten mich abgelenkt, sodass ich von meinem Partner unsanft aus meinen Überlegungen gerissen wurde.

»Himmel, Phil! Was ist denn in dich gefahren?«

Mein Partner deutete stumm auf den kleinen Monitor in der Mittelkonsole des roten Flitzers.

»Der Mann aus dem Buchladen, der mit Steve gesprochen hat. Das ist Brian Lector!«

Die Darstellung zeigte einen Mann von zirka vierzig Jahren, dessen graue Augen in Verbindung mit den aschblonden Haaren ihm eine nichtssagende Ausstrahlung verliehen. Es war kein Wunder, dass man so ein Gesicht schnell wieder vergaß.

»Lector? In welchem Zusammenhang taucht der Name in unserem System auf?«

»In Verbindung mit den Anschlägen der Biotechnikfirma in Queens sowie einem Bankhaus in der Wall Street«, erklärte Phil seine Aufregung.

»Natürlich! Brian Lector gilt als einer der gefährlichsten Köpfe, was die Planung und Ausführung von Anschlägen betrifft.«

Wie eine Lawine überschwemmten die Erinnerungen mein Gehirn, sodass ich einige Sekunden wie betäubt im Sitz verharrte.

»Fragt sich bloß, was Lector mit Steve zu schaffen hat«, sagte Phil.

Das war eine sehr berechtigte Frage, die uns Lector am besten persönlich beantworten sollte. Ich startete die Viper-Maschine und ließ mir von Phil den Weg zu Lectors Firma für elektronische Überwachung erklären. Die gesamte Zeit entwarfen wir Szenarien, in denen Lector eine sinnvolle Rolle in der verdeckten Ermittlung gegen die Balkanmafia spielen konnte.

»Eine der Organisationen muss Lector mit einem Anschlag beauftragt haben«, kamen wir zu einem Ergebnis.

Es war die glaubhafteste Variante, und dennoch erklärte sie nicht, wieso unser Kollege sich mit Brian Lector getroffen hatte. Als ich den Jaguar auf einem der Parkplätze neben dem vierstöckigen Haus mit der Firma von Lector abstellte, ging ein heftiger Regenschauer über New York nieder.

»Hoffentlich ist das kein böses Omen«, sprach ich meine Bedenken laut aus.

Phil sah mich verwundert vom Beifahrersitz aus an, da ein solcher Aberglauben normalerweise nicht meinem Charakter entsprach.

***

Steve ächzte und stöhnte, während er seine Fesseln zu lösen versuchte. Seit seiner Begegnung mit Laskovic und dem unrühmlichen Niederschlag war einige Zeit verstrichen, ohne dass sich jemand um den Agent des FBI gekümmert hatte. Steve war aus seiner Ohnmacht erwacht und hatte geraume Zeit gegen eine an- und abschwellende Übelkeit angekämpft. Mehrfach hatte sich sein Bewusstsein wieder in wirre Träume aufgelöst, doch seit einigen Minuten war Steves Kopf freier und sein Widerstandswille kehrte zurück.

»Was für eine Dummheit«, knurrte er wütend.

Das Treffen war die Falle gewesen, wie Steve von Anfang an vermutet hatte. Dennoch konnte er ein dringendes Gesuch des verdeckt ermittelnden Wayne Cutter kaum ignorieren, also war Steve in die Buchhandlung gefahren.

»Hätte ich nur auf mein Gefühl gehört!«

Schon unmittelbar nach dem Betreten der Buchhandlung hatte sich ein warnender Instinkt gemeldet, doch Steve hatte ihn verdrängt.

»So wird das nichts.«

Seufzend sackte er gegen die kalte Betonmauer zurück und atmete tief durch. Seine Hand- und Fußgelenke waren mit reißfesten Kunststoffbändern fixiert, die seinen Bemühungen locker standhielten. Ohne ein scharfes Werkzeug würde Steve sich nicht von seinen Fesseln befreien können.

»Was hast du mit Laskovic zu schaffen?«, grübelte Steve.

Er dachte an Brian Lector, der überraschend in der Buchhandlung aufgetaucht war und Steve angesprochen hatte. Der Agent hatte den Mann nicht sofort erkannt, doch einige leicht hingeworfene Bemerkungen hatten ausgereicht, damit Steve auf den Namen Lector kam.

»Was wollen Sie von mir?«

Auf Steves Frage hatte Lector mit einem Satz reagiert, der dem Agent buchstäblich das Blut in den Adern gefrieren ließ.

»Ihr Kollege steckt in der Klemme und muss schleunigst aus der Organisation verschwinden.«

Es war aber nicht der Code, mit dem Wayne Cutter seine Enttarnung und sofortige Befreiung übermitteln sollte. Als Steve misstrauisch blieb und nachhakte, wehrte Brian Lector weitere Antworten ab.

»In zwei Minuten auf dem Hof. Benutzen Sie die Tür dort hinten, die nur fürs Personal gedacht ist.«

Bevor Steve den mehrfach mit brutalen Anschlägen in Verbindung gebrachten Mann aufhalten konnte, verschwand Lector zwischen den Regalen. Steve hatte den Hinweis nicht ignorieren können und befolgte daher die Anweisungen von Lector. Als er sich Laskovic und zweien seiner Schläger gegenübersah, musste Steve seinen Instinkten recht geben.

»Leider zu spät, du Dickkopf«, schalt er sich selbst.

Jetzt war es zu spät. Steve konzentrierte sich darauf, sein Gefängnis abzusuchen und dabei nach einem Instrument Ausschau zu halten, womit er seine Fesseln lösen konnte. Der Raum war zirka zehn Fuß breit und fünfzehn Fuß lang. Es gab kein Mobiliar im Raum, und der verdreckte Betonboden erinnerte Steve fatal an eine Autogarage.

Seine Kidnapper hatten ihr Opfer gefesselt, aber nicht geknebelt. Da auch von außen nicht das geringste Geräusch in sein Gefängnis drang, vermutete Steve, dass schreien völlig nutzlos sein würde. Mit Plastikfesseln an Hand- und Fußgelenken versehen in einen kahlen Raum geworfen, bestand wenig Aussicht auf Befreiung für Steve. Ohne fremde Hilfe konnte er sich nicht einmal der Fesseln entledigen, und an eine Flucht war überhaupt nicht zu denken.

»Es gibt einen Weg. Es gibt immer einen Ausweg!«

Steve war nicht willens, sich einfach so in sein Schicksal zu fügen.

***

Meine Vorahnung wurde sowohl bestätigt als auch widerlegt. Phil wollte gerade die Autotür aufstoßen und trotz des heftigen Regens den kurzen Weg zur Eingangstür antreten, als mir ein dunkler Chevrolet auffiel.

»He, warte einen Moment. Lector bekommt noch mehr Besuch, und den Beifahrer kenne ich«, hielt ich meinen Partner zurück.

Phil starrte jetzt seinerseits durch die vor wenigen Sekunden von den Regentropfen befreite Frontscheibe und stieß einen verblüfften Pfiff aus.

»Dragan Billic mit drei seiner Handlanger«, stellte ich fest.

Billic war der Kopf einer Truppe harter Gangster, die überwiegend für Laskovic die Drecksarbeit erledigten. Ab und an übernahm Billic aber auch freie Aufträge, sogar von Leuten außerhalb der Balkanmafia.

»Wenn Lector den Lockvogel für Steve gemimt hat, hat Billics Besuch vermutlich nur einen Grund«, kam es von Phil.

Dieser unschöne Gedanke war mir auch gekommen und daher sprang ich aus dem Jaguar, kaum dass der Chevy angehalten und die vier Gangster durch die Tür im Geschäft von Lector verschwunden waren. Im Laufen prüfte ich den Sitz meiner Waffe und schaute zu Phil hinüber. Er machte mir Zeichen, zuerst ins Gebäude einzudringen. Also riss ich die Tür auf und starrte in einen Verkaufsraum für Sicherheitstechnologie. Weder Lector noch die Gangster waren hier, doch dumpfe Geräusche aus einem der hinteren Räume wiesen uns den Weg. Von einem kurzen Gang führten drei Türen ab, von denen zwei geschlossen waren. Die Geräusche kamen aus dem hinteren Raum mit der geschlossenen Tür, die ich gleich darauf blitzschnell öffnete.

»FBI! Weg von …«

Billic musste nur einen Schritt machen, um von einem mit diversen Geräten gefüllten Regal gedeckt zu sein. Einer seiner Männer konnte ein ähnliches Manöver auf der anderen Seite vollziehen, sodass er von einem Metallschrank gedeckt war. Der dritte Gangster versetzte dem stöhnenden Lector einen derben Stoß, der ihn unmittelbar in unsere Schusslinie beförderte. In einem Reflex packte ich ihn an der Schulter und zerrte Lector aus der Gefahrenzone. Keine Sekunde zu früh, wie die laut krachenden Pistolen bewiesen. Wir torkelten gemeinsam zurück auf den Gang, während Phil das Feuer erwiderte.

»Sind Sie verletzt?«

Brian Lector schüttelte den Kopf und wischte sich gleichzeitig mit dem Handrücken Blut aus dem Gesicht.

»Nur eine aufgeplatzte Lippe.«

Ich nickte erleichtert und wandte mich wieder um, doch Lectors Hand schnellte vor und hielt mich zurück.

»Ich würde keine Schießerei in meiner Werkstatt riskieren, Agent! Einige der Bauteile sind sehr empfindlich, wenn Sie verstehen.«

Ein heißer Schrecken durchzuckte mich und mit einem Satz war ich neben Phil, der gerade drei weitere Schüsse abgab.

»Lector lagert offenbar gefährliche Stoffe in seiner Werkstatt, Phil! Wir sollten uns schleunigst absetzen«, warnte ich meinen Partner.

Phil fuhr zurück und dann wandten wir uns gemeinsam um, als mehrere Schusswaffen in unserem Rücken krachten. Im selben Moment rollte eine gewaltige Explosion durchs Gebäude. Die Wände neben uns erzitterten und der Boden bebte unter unseren Füßen. Brian Lector hatte nicht gelogen!

»Nichts wie raus hier!«, rief ich Phil zu.

Mein Partner stützte sich an der Wand ab und kämpfte um sein Gleichgewicht. Voller Entsetzen bemerkte ich sein kreideweißes Gesicht und war mit einem Sprung an seiner Seite.

»Kannst du laufen?«, fragte ich.

Phil stöhnte leise, doch mit einem Nicken legte er seinen Arm um meine Schulter und wir rannten schleunigst aus dem Gebäude. Eine weitere Explosion erschütterte es und die Scherben einer geborstenen Fensterscheibe ergossen sich über uns. Schließlich erreichten wir den Jaguar, gegen den ich Phil lehnte.

»Wo hat es dich erwischt?«, fragte ich besorgt.

Phil betastete seinen Hinterkopf und als er seine Hand wegnahm, hatte er Blut an seinen Fingern.

»Irgendetwas ist gegen meinen Kopf geprallt, Jerry. Nicht weiter schlimm. Sicherlich nur eine Beule«, gab er Auskunft.

Ich wollte mir seine Wunde ansehen, doch mit einem Warnlaut hielt Phil mich davon ab und hob gleichzeitig die Hand mit der Pistole. Alarmiert wirbelte ich herum und brachte ebenfalls meine Waffe in Anschlag, als Dragan Billic und zwei ...

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