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Jerry Cotton - Folge 2806

Wenig mehr als das Leben

»Damals dachte ich, ich hätte keine andere Wahl – aber heute weiß ich, dass es Mord war.«

Rita Johnson führte das Glas zum Mund und kippte den Drink hinunter, als wäre es Mineralwasser. Sie schwankte etwas. Für einen Moment schloss sie die Augen, dann stellte sie das Glas auf die Bar. »Noch mal dasselbe.«

»Ich finde, Sie haben genug, Rita«, sagte der Barmixer mit einem ernsten Gesichtsausdruck. Er beugte sich etwas nach vorn und fuhr dann in gedämpftem Tonfall fort: »Ich will hier schließlich keine Tote …«

»Ich bin schon so gut wie tot!«

Der Barmixer wandte sich an die Frau, mit der sich Rita die ganze Zeit unterhalten hatte. Sie hatte dunkles, gelocktes Haar und trug einen Business-Hosenanzug. Der Barmixer schätzte sie auf Mitte dreißig. »Sie scheinen die Dame zu kennen. Vielleicht machen Sie ihr klar, weshalb ich ihr nichts mehr geben möchte.«

»Ist schon gut«, sagte Rita. »Ich merke, wenn ich unerwünscht bin.«

Wenig später trat Rita ins Freie. Die Dunkelheit war schon hereingebrochen. Aber Dunkelheit war in einer Stadt wie New York ein relativer Begriff. Rita sah aus den Augenwinkeln heraus ein Taxi. Das kommt ja wie gerufen, dachte sie und machte ein Handzeichen. Dabei schwankte sie.

Das Taxi hielt am Straßenrand. Die Fahrgäste stiegen aus.

»Nehmen Sie mich mit!«, rief sie.

»Steigen Sie ein, Ma’am! Ich dürfte hier eigentlich nicht stehen!«

Rita beeilte sich. Jemand hupte. Es war der ungeduldige Fahrer eines Lieferwagens.

Augenblicke später, nachdem sie die Tür geschlossen hatte und der Wagen losgefahren war, atmete sie tief durch. Und schloss die Augen.

Dass der Fahrer sie gar nicht fragte, wohin sie denn wollte, wunderte sie nicht einmal.

***

»Stehen bleiben! FBI!«, rief ich. Aber der Kerl mit der roten Baseballmütze dachte überhaupt nicht daran, auf mich zu hören. Er riss seine Waffe herum und feuerte in meine Richtung. Der Schuss war schlecht gezielt. Er ging ziemlich weit an mir vorbei.

Dann rannte der Kerl einfach los und verlor dabei fast die Hälfte des Stoffs, den er bei sich getragen hatte. Ein etwa handgroßer Plastikbeutel mit Kokain rutschte ihm aus der Jackentasche heraus und ein zweiter folgte.

Der Mann hieß Robert J. Ricardo und wurde per Haftbefehl in einem Dutzend Staaten wegen der unterschiedlichsten Vergehen gesucht. Beim FBI Field Office New York war ein Tipp eingegangen, dass er hier zu einem bestimmten Zeitpunkt auftauchen würde, um etwas Kokain zu verkaufen. Vielleicht ein oder zwei Kilo. Diese Menge war im Grunde nicht der Rede wert und weit davon entfernt, wirklich ein großer Deal zu sein. Aber darum ging es hier auch nicht. Ricardo brauchte vermutlich dringend Geld, da es unseren Kollegen andernorts gelungen war, einige seiner Konten aufzuspüren und einfrieren zu lassen. Konten, die Ricardo unter falscher Identität angelegt hatte und über die er seine Geschäfte abzuwickeln pflegte.

Und sein Hauptgeschäft waren keineswegs die Drogen, sondern Mord.

Er hatte die letzten fünf Jahre als Hitman für jeden gearbeitet, der einen Killer brauchte. Und wenn ihm irgendwo der Boden zu heiß geworden war, ließ er sich einfach woanders nieder, besorgte sich eine neue Identität und blieb dann zumeist eine Weile unbehelligt.

Aber jetzt war seine Odyssee zu Ende. Hier, im alten Navy Yard von New York, sollte er in die Falle laufen, die wir ihm gestellt hatten.

Der Mann, der ihn hierher bestellt hatte, war wohl nicht gerade ein Freund gewesen. Dafür kamen viele in Frage. Leute, die wollten, dass Ricardo aus dem Verkehr gezogen wurde. Viele Gründe waren dafür denkbar – und pure Rache war wohl der wahrscheinlichste. Wer es war, wussten wir allerdings nicht.

Da wir von einem als sehr zuverlässig geltenden Informanten schon vor einiger Zeit erfahren hatten, dass Ricardo zurzeit in New York war, hatten wir uns auf das Spiel des unbekannten Anrufers eingelassen. Wenn jemand wie Ricardo aus dem Verkehr gezogen wurde, war das auf jeden Fall ein wertvoller Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Big Apple.

Jetzt feuerte er wild um sich.

Nach ein paar Schritten war er hinter der Ecke einer ausgedienten Lagerhalle verschwunden. Phil und ich gingen derweil in Deckung. Ein paar vor sich hin rostende, mannshohe Container boten Schutz. Sie hatten auch dafür gesorgt, dass wir von unserer Zielperson nicht schon frühzeitig bemerkt worden waren.

Phil feuerte einen Schuss in Richtung des Flüchtigen ab.

»Achtung, er ist auf der Nordseite der Lagerhalle!«, meldete ich über das Headset, mit dem alle FBI-Agents, die an diesem Einsatz beteiligt waren, untereinander funktechnisch verbunden waren.

Ein Hitman wie Ricardo war scheu wie ein Reh. Wenn man ihm eine Falle stellen wollte, ging das nur, wenn man nicht gleich schon mit großem Aufgebot anrückte. Leute wie Ricardo hatten einen sicheren Instinkt dafür, wenn sie in Gefahr waren. Nur deswegen hatten sie es bisher schaffen können, sowohl ihren Feinden in der Unterwelt als auch der Verfolgung durch die Justiz zu entgehen.

»Hier Fred!«, meldete sich unser Kollege Fred Nagara über Funk. »Der Kerl müsste bei uns längst aufgetaucht sein!«

»Kreis enger ziehen und vorrücken!«, lautete der Befehl von Steve Dillaggio. Er war der zweite Mann in der Hierarchie des Field Office New York und hatte die Einsatzleitung inne.

Mit der Dienstwaffe in der Hand kamen wir aus der Deckung.

In den alten Industrieanlagen des Navy Yard im Norden Brooklyns gibt es manchmal noch offene Zugänge zum Abwassersystem und es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass uns jemand auf diesem Weg durch die Lappen ging. New York war zehn Stockwerke tief untertunnelt – ein Gewirr aus Kanalsystemen und U-Bahn-Schächten. Und ein großer Teil dieses unterirdischen Labyrinths war stillgelegt und erfüllte keine Funktion mehr. Aber wer es bis dorthin geschafft hatte, war praktisch unauffindbar.

In geduckter Haltung erreichten wir die Ecke der Lagerhalle. Phil ging voran. Ich gab unsere Position durch.

Natürlich trugen wir bei einem Einsatz wie diesem Kevlar-Westen. Seine Schießwütigkeit hatte Ricardo ja eben erst vorgeführt. Und im Moment glich er einem in die Enge getriebenen Raubtier. Er hatte nichts mehr zu verlieren.

Wir erreichten den Personeneingang der Halle. Die Tür stand einen Spalt offen, eine feuerfeste Stahltür. Sie war ohne Zweifel aufgebrochen worden. Der Mann, den wir verfolgten, konnte das eigentlich so ohne Weiteres nicht geschafft haben. Nicht ohne entsprechendes Werkzeug, und selbst dann hätte er länger dazu gebraucht.

Ich wechselte einen kurzen Blick mit Phil.

Er nickte. Wir waren uns einig. Die Spur des weißen Pulvers auf dem Boden war eindeutig. Offenbar war einer seiner anderen Plastikbeutel mit Kokain geplatzt und jetzt hatte er das Zeug an den Schuhen.

Auf Verstärkung wollten wir nicht warten. Phil riss die Tür auf, ich stürmte mit der Waffe im Anschlag ins Innere der Halle.

Sie war fast völlig leer. Es gab hohe Dachfenster, von denen eines zersprungen war. Rostige Stahlträger hielten die ganze Konstruktion aufrecht. Ricardo stand einfach nur da, mir den Rücken zugewandt. Er wirkte wie erstarrt.

Es gibt offensichtlich Dinge, die so schrecklich sind, dass sie selbst einen gewissenlosen Killer wie Ricardo noch zu beeindrucken vermögen.

Am Drahtseil eines Flaschenzugs, der über die rostigen Dachträger geführt worden war, hing kopfüber ein menschlicher Körper. Eine Drahtschlinge band die Fußgelenke zusammen. Auf dem Betonboden war ein dunkler Fleck. Getrocknetes Blut. Die Augen waren offen und stierten starr ins Nichts. In der Stirn klaffte eine blutige Wunde in Form eines Kreuzes. Erst auf den zweiten Blick sah man, dass es eine Frau war.

***

Ricardo wirbelte herum. Aber er vollführte die Bewegung nur zur Hälfte. Mein Pistolenlauf war auf ihn gerichtet. Er hingegen hätte seine Waffe erst noch etwa zwanzig Grad weiter herumreißen und ziehen müssen.

Ricardo erstarrte mitten in der Bewegung. Für einen Moment hing alles in der Schwebe. Aber Ricardo war klug genug, um zu wissen, dass er keine Chance hatte, mich zu treffen, bevor ich ihn mit einem gezielten Schuss hätte ausschalten können. Er ließ die Waffe sinken. Sie fiel auf den Boden. Ricardo hob die Hände. Sein Gesicht wirkte blass.

Phil war mir inzwischen gefolgt. Er legte Ricardo Handschellen an.

»Hier Jerry. Wir haben ihn!«, meldete ich durch das Mikro meines Headsets. »Allerdings ist hier auch noch eine weibliche Leiche …«

»Ich habe damit nichts zu tun!«, versicherte Ricardo, noch während Phil ihn über seine Rechte aufklärte. »Wirklich!«

Wenig später waren die Kollegen da, darunter auch Steve Dillaggio und sein indianischstämmiger Partner Agent »Zeery« Zeerookah. Ich sorgte unterdessen mit einem kurzen Handygespräch dafür, dass Erkennungsdienstler und Gerichtsmediziner alarmiert wurden.

»Ehrlich, das war ich nicht!«, beteuerte Ricardo noch einmal, bevor er abgeführt wurde.

»Zumindest diesmal glaube ich ihm«, sagte ich und steckte nun endlich meine Waffe ein. Die Frau war schlimm gequält worden, bevor sie starb. Das stand außer Frage. Sie war nicht entkleidet worden, aber der Hosenanzug, den sie trug, war an zahlreichen Stellen durchlöchert, so als wäre mit einem Messer oder einem anderen spitzen Gegenstand hindurchgestochen worden. Die Kleidung war blutdurchtränkt.

Dass Ricardo etwas mit dieser bestialischen Tat zu tun hatte, war tatsächlich nahezu auszuschließen. Sein Entsetzen war echt gewesen und es hatte dazu geführt, dass er einen Moment lang gezögert hatte und stehen geblieben war. Dass ihm unter anderen Umständen die Flucht gelungen wäre, war zwar zu bezweifeln, aber dieser eine Moment war entscheidend gewesen.

»Was meinst du, ist das unser Bekannter?«, fragte Phil fast tonlos.

Ich nickte und deutete auf das Kreuz auf der Stirn der Toten. »Allein deshalb schon«, murmelte ich.

***

Es dauerte eine Weile, bis die Kollegen der Scientific Research Division eintrafen. Der von allen New Yorker Polizeieinheiten einschließlich des FBI Field Office New York genutzte zentrale Erkennungsdienst hatte seine Labors und Büros in der Bronx. Um in den Norden Brooklyns zu gelangen, musste man sich irgendwie durch den alltäglichen Verkehrsalptraum im Big Apple kämpfen. Und gegen ein zu hohes Verkehrsaufkommen halfen im Notfall selbst Rotlichter auf dem Dach nur bedingt.

Um schon mal anfangen zu können, ordnete Mr High zwei unserer eigenen Erkennungsdienstler ab. Die hatten vom Bundesgebäude an der Federal Plaza aus einen sehr viel kürzeren Weg als ihre Kollegen aus der Bronx.

Wir sahen uns inzwischen allerdings ebenfalls um. Man muss dabei höllisch aufpassen, nicht irgendeine Kleinigkeit am Tatort zu verändern oder selbst Spuren zu hinterlassen, die am Ende alle sonst noch an der Untersuchung Beteiligten in unnötige Verwirrung stoßen. Verwirrung, die wertvolle Zeit kosten kann. Und die Zeit arbeitet nun mal so gut wie immer für den Täter.

Unser Kollege Zeerookah fing deswegen sofort damit an, Fotos zu machen. Im Zeitalter hochauflösender digitaler Fotografien kann man so den ursprünglichen Zustand des Tatorts festhalten.

Ruby O’Hara, eine Kollegin mit irischen Wurzeln, die ebenfalls an diesem Einsatz teilgenommen hatte, fand hinter ein paar leeren, rostigen Fässern eine Handtasche, deren Inhalt auf dem Boden ausgeleert worden war. Eine Geldbörse war auch dabei. Deren Inhalt war ebenfalls auf dem Boden verstreut worden. Geldscheine, ein paar Münzen, eine ID-Card, die von einer Werbeagentur ausgestellt worden war und offenbar zum Betreten der Firmenbüros autorisierte. Eine weitere Chip-Card ermöglichte offenbar das Betreten eines exquisiten Apartmenthauses in der Lower East Side. Und außerdem gab es da noch eine Kreditkarte. Sie alle waren auf denselben Namen ausgestellt – Rita Johnson. Die Lichtbilder zeigten eindeutig, dass sie der Toten gehört hatten.

»Geld war dem Mörder offensichtlich gleichgültig«, stellte ich düster fest.

»Ich sagte ja schon, dass es ganz nach unserem Bekannten aussieht«, meinte Phil.

Seit einiger Zeit beschäftigte die Polizeibehörden von New York ein Serienmörder. Er quälte Frauen auf unbeschreibliche Weise, bevor er sie umbrachte. Dass die Taten von derselben Person begangen worden waren, stand anhand der gesicherten Beweise nahezu fest. Allerdings war immer noch völlig unklar, nach welchem Prinzip er seine Opfer eigentlich auswählte. Bisher war es uns nicht gelungen, sie in irgendeiner Hinsicht auf einen Nenner zu bringen. Es gab die Theorie, dass der Täter möglicherweise von einem religiösen Bestrafungsmotiv getrieben wurde. Dafür sprach die Kennzeichnung durch ein eingeritztes Kreuz ebenso wie der Umstand, dass bei einigen Opfern Lebensumstände zu finden waren, die bei einer sehr fundamentalistischen Bibelauslegung als ein Verstoß gegen die Gebote Gottes interpretiert werden konnten.

Eine Prostituierte, eine Drogensüchtige, eine Frau, die ein Internet-Forum für bekennende Satanisten betrieb … Aber ob sich daraus wirklich ein gemeinsamer Nenner ziehen ließ, war höchst zweifelhaft.

Die Gemeinsamkeit lag auch nicht in der Vorgehensweise. Diese war bei den einzelnen Verbrechen höchst unterschiedlich gewesen – sah man einmal von den sadistischen Tatumständen ab. Aber allen Opfern gleich waren die Kreuze, die vom Täter in die Körper der Opfer geritzt worden waren.

»Das Opfer heißt Rita Johnson«, stellte Ruby O’Hara fest. »Und sie arbeitet offenbar bei einer Werbeagentur namens Brenninger & Partners

»Das ist immerhin ein Punkt, an dem man ansetzen kann«, erwiderte ich.

»Jedenfalls passt es zur Serie, dass der Täter sich offenbar nicht im Mindesten für Geld und Wertgegenstände interessiert«, stellte Phil fest.

»Aber er macht sich auch keinerlei Mühe, die Identifizierung des Opfers zu erschweren«, gab ich zu bedenken.

»Nein, er will sie bloßstellen und bestrafen«, meinte Ruby. »Jedenfalls sieht das für mich so aus.«

***

Mindestens 24 Stunden hing die tote Rita Johnson bereits von der Hallendecke herab, so stellte Dr. Brent Heinz, ein Gerichtsmediziner von der Scientific Research Division fest. Nachdem er zusammen mit einem halben Dutzend Kollegen am Tatort aufgetaucht war, unterzog er die Leiche einer ersten, oberflächlichen Untersuchung.

»Es gibt eine Schusswunde in der Herzgegend«, stellte Dr. Heinz fest. »Die dürfte vermutlich die Todesursache sein.«

»Und vorher hat er sie gequält«, stellte Phil fest. »So wie es bei den anderen Opfern der Fall war.«

»Das wird man erst nach der Obduktion genau sagen können«, schränkte Dr. Heinz ein. »Aber die Vermutung liegt natürlich nahe.«

Ich war froh, als es der Fortschritt bei den Ermittlungen endlich möglich machte, dass die Tote heruntergelassen wurde. Sie fand ihre vorläufige Ruhe in einem metallisch glänzenden Zinksarg.

Das erste Verbrechen, das wir mit dem bislang unbekannten Serientäter in Verbindung brachten, lag bereits drei Jahre zurück. Es wurde Zeit, dass ihm endlich das Handwerk gelegt wurde. Nach allem, was die Statistik über solche Täter sagte, würden die Abstände zwischen seinen Taten immer kürzer werden. Und vor allem würde er wohl kaum aufhören.

Als sich abzeichnete, dass am Tatort selbst derzeit keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten waren, fuhren wir zu dem exquisiten und mit recht großzügig zugeschnittenen Wohnungen ausgestatteten Apartmenthaus auf der Lower East Side.

Die Chip-Card war bereits von den Kollegen »abgespurt« worden. So konnten wir sie dazu benutzen, uns Zutritt zu Rita Johnsons Wohnung zu verschaffen.

Dachten wir jedenfalls.

Allerdings hatten wir die Rechnung ohne den aufmerksamen Security Service gemacht. Die Männer und Frauen, die den Sicherheitsdienst stellten, hatten uns über Kameras beobachtet. Und einem war aufgefallen, dass wir nicht ins Haus gehörten, obwohl wir die richtige Chip-Card benutzt hatten.

Ein Mann in blauer Uniform, auf deren Mütze in Großbuchstaben das Wort Security stand, trat uns entgegen. Die Krawatte war locker gebunden, an der Hemdtasche befand sich ein Namensschild. Er hieß demnach Franklin Deemer.

»Darf ich fragen, wie Sie an die Chip-Card kommen, mit der Sie die Tür geöffnet haben?«, fragte Deemer uns, nachdem er uns noch vor dem Lift abgepasst hatte. Die Überwachungskameras waren hier überall sehr gut sichtbar angebracht. Dahinter steckte wohl die Absicht, den Bewohnern ein Gefühl allgegenwärtiger Sicherheit zu vermitteln. »Die Karte gehört Miss Rita Johnson – und Sie sind weder Miss Johnson noch eine Person, die von ihr zum Betreten ihrer Wohnung autorisiert und uns gemeldet worden wäre.«

Ich zeigte ihm meinen Dienstausweis.

»Jerry Cotton, FBI. Dies ist mein Kollege Agent Decker«, erklärte ich. Deemers Gesichtsausdruck veränderte sich daraufhin. Er runzelte die Stirn.

»Oh …«, entfuhr es ihm. »Ich hoffe, Miss Johnson ist nichts geschehen.«

»Leider doch«, sagte jetzt Phil. »Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.«

Deemer schluckte. »Das ist ja furchtbar. Was ist geschehen?«

»D

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