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Jerry Cotton - Folge 2804

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Weiße Weste – schmutzige Hände
  4. Vorschau

Weiße Weste – schmutzige Hände

Der Vormittagsverkehr auf dem Broadway war zähflüssig, wie Barry Meyers mit verkniffener Miene registrierte. Der bekannte Enthüllungsjournalist hatte seine Pressekonferenz noch im Hinterkopf, als das Mobiltelefon seine Aufmerksamkeit einforderte.

»Meyers«, meldete er sich über die Freisprecheinrichtung.

»Das war ein Fehler«, kam eine heisere Stimme aus dem Lautsprecher.

»Scher dich zum Teufel!«, bellte Meyers erbost.

»Nach dir, du Schmierfink.«

Bevor Barry den Satz vollständig erfasst hatte, verschwand die Welt um ihn herum in einem Feuerball.

Die letzten Tage des April gönnten New York einen Vorgeschmack auf den anstehenden Sommer. Phil und ich saßen hemdsärmelig hinter unseren Schreibtischen.

»Mumm hat er ja«, meldete sich mein Partner.

»Von wem redest du?«

Phil riet mir die aktuellen Nachrichten auf meinem Computer anzusehen, also tat ich ihm den Gefallen. Als ich die Schlagzeilen überflog, wusste ich, wen mein Partner meinte.

»Du meinst diesen Meyers, oder?«

»Genau den, Jerry. Er hat Fowler interviewt und hält sein Versprechen, darüber einen sechsteiligen Bericht für die Times zu schreiben.«

Vermutlich war es auch mutig, aber nicht weniger gefährlich und zudem extrem reißerisch. Henry Fowler hatte es fast acht Jahre lang geschafft, seinem Job als Auftragsmörder unerkannt nachzugehen. Durch eine Verkettung glücklicher Umstände und einen sehr fähigen Kollegen von uns wurde Henry Fowler geschnappt und saß seit vier Monaten in einem Gefängnis. Da die Gerichtsverhandlung in Denver abgehalten worden war, erfreute Fowler sich auch der dortigen Gefängnisküche sowie Freizeiteinrichtungen. Der Killer verbüßte eine Strafe, die auf mehrfach Lebenslänglich ausgelegt war. Fowler würde das Gefängnis nie wieder verlassen, außer im Zinksarg.

»Da dürften einige Leute wenig glücklich drüber sein«, wagte ich eine Prognose.

Mir gingen weitere Gedanken dazu durch den Kopf, doch mein Telefon meldete sich dezent und bat um meine Aufmerksamkeit. Eine Minute später schlüpften Phil und ich in unsere Sakkos, da Mr High uns sofort sehen wollte. Als wir in sein Büro kamen, hatte er den Wandmonitor eingeschaltet und verfolgte offensichtlich das gleiche Nachrichtenprogramm wie wir.

»Oh, mein Gott«, entfuhr es Phil.

Ich hatte meinen Blick für einen Moment auf unseren Chef gerichtet, um in dessen Gesicht etwas über den Anlass der Besprechung abzulesen. Bei Phils Ausruf ruckte mein Kopf herum und ich starrte auf die neue Schlagzeile sowie die grausigen Bilder eines Massenunfalls.

»Bombenexplosion auf dem Broadway. Tödlicher Anschlag auf Barry Meyers. Mindestens drei weitere Tote und Dutzende von Verletzten«, las ich halblaut mit.

Mein Partner und ich tauschten einen Blick aus.

»Ich habe Sie und Phil bereits angemeldet, Jerry. Wir übernehmen die Ermittlungen und ich möchte schleunigst die Informationen von Meyers an einem sicheren Ort wissen«, formulierte unser Chef gleich darauf unseren neuen Auftrag.

Die Sache war dermaßen eilig, dass wir nicht einmal eine ausführliche Besprechung durchführten. Mr High erteilte uns klare Anweisungen und schon waren wir auf dem Weg in die Tiefgarage des Field Office. Keine zehn Minuten nach Mr Highs Anruf lenkte ich die schnittige Schnauze des Jaguar durch den Verkehr.

»So dauert es zu lange«, knurrte Phil.

Es herrschte wirklich ungewöhnlich dichter Verkehr und erst bei seiner Bemerkung wurde mir bewusst, dass die Cops natürlich den Broadway auf einem längeren Abschnitt gesperrt haben mussten. Phil hatte die Signallampen sowie die Sirene eingeschaltet, damit wir wenigstens etwas zügiger vorankamen. Dennoch blieb es ein Geduldsspiel, bis wir endlich in Brooklyn ankamen. Unser Ziel war die Foster Avenue, wo Barry Meyers sein Apartment hatte. Wenn wir irgendwo auf seine Sammlung von Informationsmaterial stoßen sollten, dann dort.

»Es muss gleich hinter der Kreuzung sein, an dem der Schnapsladen liegt«, spielte Phil wieder einmal den Pfadfinder.

Fünf Minuten später betraten wir das Foyer und wiesen uns bei dem Pförtner aus. Er rief den Hausmeister an, damit uns dieser mit einem Nachschlüssel für Meyers’ Apartment die Tür öffnen konnte. Der Hausmeister kam überraschend schnell und fuhr mit ins hinauf in die fünfte Etage. Wir folgten dem Mann mit dem auffälligen Werkzeuggürtel um die Hüfte, dessen Inhalt bei jedem Schritt leise klirrte. Er blieb vor der Apartmenttür stehen und schob den Schlüssel ins Schloss.

»Seltsam«, murmelte er verwundert und stieß die Tür auf, bevor ich ihn davon abhalten konnte.

Zwei Schüsse peitschten und der Hausmeister taumelte getroffen zurück. Ich fing den fallenden Körper auf, während Phil seine Waffe zog. Vier weitere Schüsse krachten und trieben uns ein Stück den Gang hinunter, wobei ich den verletzten Hausmeister mitschleifte.

»Es sind zwei Männer, Jerry«, rief Phil mir zu.

Ich legte den Hausmeister ab und zog ebenfalls meine Pistole, doch im gleichen Moment öffnete sich die Fahrstuhltür und ein junges Pärchen starrte erschrocken auf die Waffen in den Händen der Schützen. Blitzschnell sprangen die beiden Männer vor und verschwanden im Fahrstuhl.

»He, Sie da!«

Einer der Bewohner auf dem Gang hatte seine Tür einen Spalt geöffnet, um seine Neugier zu befriedigen. Als ich ihn ansprach, wollte er sich schleunigst wieder in die Wohnung zurückziehen. Doch ich hatte bereits meinen Dienstausweis aufgeklappt und zeigte dem verängstigten Mann meine Marke.

»Special Agent Cotton vom FBI. Rufen Sie die Cops und einen Rettungswagen für den Hausmeister. Er wurde angeschossen und benötigt dringend ärztliche Versorgung. Verstanden, Mister?«

Die Angst wich aus dem Gesicht und wurde durch Entschlossenheit ersetzt.

»Wird erledigt, Agent Cotton. Ich war Sanitäter in der Army und kümmere mich so lange um Brad.«

Ich nickte ihm dankbar zu und eilte hinter Phil zum Fahrstuhl. Wir fuhren hinunter ins Foyer und rannten hinaus, ohne uns um die aufgeregten Fragen des Pförtners zu scheren.

»Da müssten die Kerle rauskommen«, rief Phil.

Er deutete auf das Tor, das sich langsam hob. Eine gelbe Lampe blinkte neben dem Tor und warnte andere Autofahrer. Die Schützen jagten ihren blauen Buick in halsbrecherischer Art aus der Tiefgarage und zwängten sich rücksichtslos mit dem Wagen in den fließenden Verkehr.

»Zweifel ausgeschlossen, das sind die Gangster«, rief ich und nahm die Verfolgung auf.

»Das junge Paar haben sie in der Tiefgarage zurückgelassen, Jerry. Sie haben sich beim Pförtner gemeldet und dem gesagt, dass die beiden Männer allein im Wagen sitzen.«

Damit war uns eine große Last von den Schultern genommen, da wir uns nicht mit einer fortgesetzten Geiselnahme herumschlagen mussten.

***

Der Buick jagte die Foster Avenue hinunter, um dann in die Utica Avenue einzubiegen. Phil gab die Fluchtroute über Funk an die Cops durch, damit sie uns bei der Verfolgung unterstützten.

»Die kennen das Wort Rücksicht offenbar nicht«, fluchte ich laut.

Der Buick sprang von einer Lücke zur nächsten und zwang andere Fahrer zu harten Brems- oder Ausweichmanövern.

»Achtung, Jerry!«

Ein Taxifahrer störte sich nicht an Warnlampen oder Sirene und schnitt uns, sodass ich blitzschnell zwischen Gas- und Bremspedal wechseln musste. Mein Blick flog zwischen den Fahrzeugen vor uns, dem Seiten- und dem Rückspiegel hin und her. Es gelang mir, die Schnauze des roten Flitzers nur wenige Zentimeter an der bulligen Stoßstange eines aufgemotzten Pick-ups vorbeizulenken. Dann hatte ich wieder freie Fahrt und beschleunigte, um den Abstand zum flüchtenden Buick wieder zu verringern.

»Der Buick biegt da vorne in die Flatlands Avenue ab«, informierte Phil mich.

Als ich das waghalsige Abbiegen nachvollzogen hatte und einen Blick weiter über die nächste Kreuzung hinausschicken konnte, grinste ich zufrieden. Drei Streifenwagen hatten die Kreuzung blockiert und ihre Warnlampen warfen zuckende Lichter umher.

»Das war’s dann, Freunde«, frohlockte ich.

Der Fahrer des Buick musste die blockierte Kreuzung weit vor mir bemerkt haben und dennoch jagte er mit verrückt hoher Geschwindigkeit weiter.

»Was glaubt der denn, was er da fährt? Einen Shermanpanzer?«

Es war reiner Unglaube, der aus diesen Sätzen sprach. Mir war einfach nicht klar, was der Fahrer des blauen Buick vorhatte, und als ich es erkannte, gefror mir das Blut in den Adern.

»Das kann er doch nicht tun!«, stieß auch mein Partner entsetzt hervor.

Doch der Fahrer des Fluchtwagens hegte offensichtlich keine Skrupel, denn er lenkte den Buick über den Bordstein auf den Gehweg. Menschen spritzen auseinander und ich sah einen blauen Postkasten davonsegeln. Ohne Rücksicht auf die vielen Menschen an der Ampel, die für sie auf Rot geschaltet war, jagte der Buick über den Bürgersteig auf die Ampelanlage zu. Den meisten Wartenden gelang es noch, die drohende Gefahr zu erkennen und sich aus der bedrohlichen Lage zu entfernen. Doch eine Frau mit wenigstens sieben oder acht Hunden an diversen Leinen hatte keine Chance mehr. Der Buick erfasste sie und schleuderte sie durch die Luft, wobei auch zwei Hundekörper zum unfreiwilligen Flugobjekt wurden.

»Jerry!«, gellte Phils Stimme durch den Wagen.

Ich hatte alles auf eine Karte gesetzt und war ebenfalls auf den Bürgersteig gefahren. Da die meisten Menschen sich schleunigst in Sicherheit gebracht hatten – einige waren in Hauseingängen gerannt und andere standen zwischen geparkten Fahrzeugen –, hatten wir weitgehend freie Fahrt. Lediglich die Trümmerteile des Postkastens kamen unter die Räder des Jaguar, doch dann näherten wir uns dem Zebrastreifen und sahen das dramatische Geschehen, das Phil zu dem Ausruf veranlasste. Mein Fuß drückte längst das Bremspedal bis zum Bodenblech durch und das moderne Bremssystem brachte den roten Flitzer schnell zum Stehen. Vor uns tobten die wie verrückt bellenden Hunde, die sich mit ihren Leinen verheddert hatten. Sie wollten von den beiden leblosen Körpern ihrer Artgenossen weg und zerrten dabei an den Leinen, deren Enden sich heillos verknotet hatten.

***

Als wir aus dem Wagen sprangen, konnte ich nicht erkennen, ob die Frau noch bei Bewusstsein war. Dann war ich neben ihr und schaute in vor Schock geweitete Pupillen, doch sie war ansprechbar.

»Bleiben Sie ganz ruhig liegen, Ma’am. Hilfe ist unterwegs«, redete ich auf sie ein.

»Special Agent Cotton vom FBI.« Ich hielt die Hand der Frau und schaffte es trotzdem, mit einer Hand mein Mobiltelefon aus der Jackentasche zu ziehen und einen Officer aus der Leitstelle in die Leitung zu bekommen.

»Einer unserer Fahrzeuge verfolgt den Buick weiter, Agent Cotton. Falls es aber erneut zu einer solchen Wahnsinnstat kommen sollte, brechen wir die Verfolgung ab.«

Das war eine klare Anweisung, da durch die Verfolgung sonst noch mehr Unschuldige zu Schaden kamen, und das durfte nicht geschehen. Ich bat den Officer, mich ständig auf dem Laufenden zu halten. Als der Rettungswagen mit dem Notarzt eintraf, übergab ich den Fachleuten die leise wimmernde Frau. Nachdem der Arzt einen kurzen Blick auf die Verletzungen hatte werfen können, erkundigte ich mich leise nach ihren Chancen.

»Viele innere Verletzungen, wobei vor allem die Brüche überwiegen. Die Stellung des Beckens macht mir Sorgen, Agent Cotton. Möglicherweise wurde ihr Becken beim Zusammenprall mit dem Wagen gebrochen, aber es scheinen keine lebensgefährlichen Verletzungen zu sein.«

Immerhin etwas, wie ich fand, und wünschte der Hundesitterin innerlich viel Glück bei der Genesung.

»Hier können wir nichts mehr tun, Phil. Wir fahren zurück in die Foster Avenue und schauen uns in der Wohnung von Meyers um.«

Mein Partner hatte keine Einwände und so kehrten wir zurück zum Apartmenthaus in der Foster Avenue. Dort hatten sich die Cops bereits um die Absperrung der Wohnung gekümmert und auch den angeschossenen Hausmeister von einem Rettungswagen abholen lassen.

»Er hat unwahrscheinlich viel Glück gehabt, Agent Cotton. Beide Projektile haben sich im Muskelgewebe verfangen und so wurden keine lebenswichtigen Organe oder Blutgefäße verletzt«, informierte mich der schlanke Sergeant des NYPD.

Ich dankte ihm für die Informationen und betrat dann mit Phil die Wohnung von Meyers. Mein Blick wanderte über die offenstehenden Türen der Schränke und die auf dem Boden verstreuten Aktenordner beziehungsweise Datenträger.

»Sie hatten es ziemlich eilig und wurden von uns gestört. Mit ein wenig Glück haben die Einbrecher nicht alle Informationsträger gefunden«, hoffte ich.

Phil und ich gingen an die Arbeit, sichteten die Unterlagen und auch die CDs und Disketten. Meyers hatte wie viele seiner Kollegen ein umfangreiches Privatarchiv aufgebaut und da würde es nicht leicht werden, die Aufzeichnungen zu sichten, um sie nach ihrer Bedeutung für unsere Ermittlungen zu ordnen.

»Jerry?«

Phil hatte sich nach dem Schlaf- und Badezimmer auch noch den Küchenbereich vorgenommen. In den beiden ersten Räumen fand mein Partner nichts von Bedeutung, doch in der Küche schien er fündig geworden zu sein. Ich ging zu Phil und sah ein wenig verwundert auf die Packung mit Frühstücksflocken.

»Hat dich der Hunger überwältigt?«, fragte ich anzüglich.

Er grinste spitzbübisch und drückte mir die offene Verpackung in die Hand.

»Und? Was willst du mir damit sagen?«, verstand ich Phils Handlung nicht wirklich.

»Findest du nicht auch, dass es außergewöhnlich schwere Flocken sind?«

Phil hatte recht und daher bog ich die Laschen am oberen Ende der rechteckigen Verpackung auf und schaute hinein.

»Ist das etwa eine Festplatte?«, fragte ich.

Ein schwarzes Bauteil lugte zwischen den Frühstücksflocken hervor.

»Das ist eine externe Speicherplatte, Jerry. Da kann man heute riesige Datenmengen drauf speichern und blockiert somit nicht den Speicherplatz in seinem Rechner.«

Ich war beeindruckt und drückte Phil die Verpackung wieder in die Hand.

»Das dürfte dann sicherlich nicht Barrys Sammlung von Geburtstagspartys sein. Meinst du, du kannst die Daten von der Speicherplatte auslesen, Phil?«

Als er voller Überzeugung nickte, stieg meine Laune erheblich an. Vermutlich hatten die Gangster den Laptop des Journalisten mitgehen lassen, aber auf dieser externen Speicherplatte könnten wir dennoch fündig werden.

***

Zurück im Field Office ging Phil sofort an seinen Schreibtisch, während ich unserem Chef einen mündlichen Bericht gab. Als ich ins gemeinsame Büro kam, erwartete mich ein zufrieden dreinschauender Phil.

»Sag bloß, du hast etwas gefunden?«

Er nickte und winkte mich heran, daher umrundete ich den Schreibtisch und stellte mich neben Phils Schreibtischstuhl.

»Meyers hat seine Festplatte zwar mit einem recht ordentlichen Verschlüsselungsprogramm geschützt, aber das ist für uns keine Hürde. Da, lies selbst.«

Ich beugte mich vor und wollte die Aufzeichnungen schnell überfliegen, doch sie zogen mich dermaßen in ihren Bann, dass ich langsam und sorgfältig las.

»Alle Achtung, Phil. Das hätte ich dem Meyers nicht zugetraut, dass er von Fowler tatsächlich solch brisantes Material erhalten hatte.«

Es war in meinen Augen eine sehr fragliche Geschichte, einem Killer quasi seine Lebensgeschichte abzukaufen und zu veröffentlichen. Der Nutzen für den Killer war klar, denn er wurde so zu einem Star im Gefängnis und münzte das in spezielle Vergünstigungen um. Der Journalist musste aber davon ausgehen, dass die Informationen reine Erfindung sein könnten – oder im anderen Fall eine gefährliche Hypothek für ihn darstellten. Was bei Meyers zutraf, darüber mussten wir nicht mehr spekulieren.

»Simon Prestwick hat Fowler mit dem Mord an Michael Oldsen beauftragt. Da unsere Kollegen den Killer aber vorher geschnappt haben, ist das eine extrem brisante Information gewesen«, fasste ich das Gelesene zusammen.

»Sehe ich auch so, Jerry. Prestwick musste befürchten, dass Meyers diesen Knaller in seinem ersten Bericht veröffentlichen würde. Damit wäre seine Zukunft als Nachfolger von Donald Horner in weite Ferne gerückt.«

Wir sichteten noch weitere Dateien, die zu diesem Auftrag dazugehört hatten, und erhielten ein lückenloses Bewegungsmuster von Simon Prestwick. Fowler spähte das Leben seiner Auftraggeber offenbar genauso gründlich aus, wie er es bei den Opfern tat. Sollte sein Auftraggeber das Bezahlen vergessen, wusste der Killer, wo er ihn finden konnte. Eine sehr hilfreiche Vorbereitung für unsere Ermittlungen.

»Das ist unser Mann, Phil. Wir nutzen diese Daten und schnappen uns Prestwick in einem günstigen Augenblick. Mal sehen, wie er darauf reagiert.«

Mein Partner hob in gespielter Entrüstung die Augenbrauen und schüttelte den Kopf.

»Du willst dich etwa nicht sofort als Agent des FBI zu erkennen geben? Das wäre aber extrem unfair, Jerry«, protestierte er.

Ich grinste breit und zuckte mit den Schultern.

»Was kann ich denn dafür, wenn Prestwick von meinem Auftauchen so überrascht wird, dass er mich für einen Killer seines Konkurrenten hält?«

Mein Partner lachte laut auf und dann meldeten wir uns bei Mr High, um ihm den Fund auf der Speicherplatte sowie meinen darauf aufbauenden Plan vorzustellen.

»Sehr gute Arbeit, Phil. Ihr Plan ist sehr gefährlich, Jerry.

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