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Jerry Cotton - Folge 2797

Raubtiere auf dem Catwalk

Die Blitzlichter flammten auf, als die vier Models hintereinander über den Catwalk gingen. Die jungen Frauen präsentierten die neue Kollektion des Labels LR auf der diesjährigen New Yorker Fashion Week. Ludmilla Rutenkow stand im Hintergrund und nahm das große Interesse der Einkäufer mehrerer Modehäuser zufrieden zur Kenntnis.

»Oh, nein!«

Ludmilla dachte an ein unglückliches Versehen, als das erste Model zur Seite in die Phalanx der Fotografen fiel. Doch dann brachen auch die anderen drei Models auf dem Laufsteg zusammen.

Phil warf mir einen skeptischen Blick zu, als wir uns einen Weg zu der Gruppe um die hochgewachsene Frau mit den schwarzen Haaren bahnten. Weder er noch ich zählten zu den Anhängern der Modewelt, die für uns eher eine Art Paralleluniversum darstellte.

»Mistress Rutenkow?«

Ein Mann in meinem Alter löste sich blitzschnell aus der Gruppe und stellte sich mit ausgebreiteten Armen in den Weg.

»Nein, nein. Keine Interviews oder Anfragen zu dem Label, Gentlemen!«

Die hohe, fast fraulich klingende Stimme verlieh seinen Worten weniger Nachdruck, als er vermutlich beabsichtigt hatte.

»FBI! Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker.«

Wir zückten unsere Ausweise, und vor Begeisterung schlug der affektierte Typ sich die Hand vor den Mund.

»Ludmilla, Teuerste! Diese Agents sind vom FBI und werden diesen heimtückischen Anschlag im Nu aufgeklärt haben.«

Mit wilden Ruderbewegungen schob der Mann die Menschen um die Designerin herum auseinander und zerrte mich am Ärmel hinter sich her. Phil grinste schadenfroh, während ich mich gegen diese Art der Bevormundung wehrte.

»Archie! Reiß dich bitte ein wenig zusammen.«

Ludmilla brachte den Mann zur Räson, der bei ihrem Ausruf sofort meinen Ärmel losließ und ein belämmertes Gesicht aufsetzte.

»Mistress Rutenkow?«

Ich startete den zweiten Anlauf, um endlich mit der Designerin in Kontakt zu kommen. Die Ehefrau des russischen Milliardärs Kolja Rutenkow trat vor und reichte uns die Hand.

»Ja, das bin ich. FBI?«

Sie schaute auf unsere Ausweise und machte uns dann Zeichen, dass wir ihr folgen sollten. Mir war es nur recht, wenn wir aus dem Trubel in diesem hallenartigen Raum herauskamen. Als wir am Laufsteg vorbeigingen, konnte ich noch die Zeichen der Spurensicherung erkennen.

»Die Models sind einfach zusammengebrochen, Agent Cotton. Gerade eben führten sie noch gekonnt meine Kleider vor und dann kippten sie einfach um.«

An ihrer Stimme konnte ich erkennen, wie sehr Ludmilla sich um Fassung bemühte. Sie führte uns in ein erstaunlich nüchternes Büro, wie ich es bei einer Designerin so nicht erwartet hätte.

»Wer sind diese Herren, Ludmilla?«

Unbemerkt von uns war ein schwer gebauter Mann ins Büro gekommen und starrte uns aus dunklen Augen abweisend an. Ich erkannte den Milliardär von den vielen Fotos wieder, die regelmäßig in den Medien auftauchten.

»Das sind zwei Agents vom FBI, Kolja. Agent Cotton und Agent Decker«, erklärte Ludmilla.

Der Mann setzte sich wieder in Bewegung und mir fiel sofort auf, wie geschmeidig Kolja Rutenkow sich bewegte. Irgendwo in meinem Hinterkopf meldete sich eine Erinnerung, dass er ein hervorragender Ringer gewesen war.

»Kolja Rutenkow. Was immer Sie an Unterstützung benötigen, Agents, Sie bekommen sie!«

Sein Englisch war fehlerfrei und doch konnte man seine Herkunft aus Russland noch hören. Ich schüttelte die angebotene Rechte und registrierte den kühlen, festen Händedruck. Wir setzten uns an einen runden Besprechungstisch und ließen uns von Ludmilla den Verlauf der Katastrophe aus ihrer Sicht beschreiben.

»Gab es Anzeichen dafür, dass eine oder mehrere Ihrer Models gesundheitliche Probleme hatten?«

Nach der ersten Einschätzung der Spezialisten aus dem Kriminallabor schienen alle vier Frauen einer rätselhaften Vergiftung zum Opfer gefallen sein.

»Nein, absolut nicht. Alle Models wurden von einer der besten Agenturen vermittelt und waren Profis, Agent Cotton. Sie wären niemals krank auf den Laufsteg gegangen!«

Phil notierte sich den Namen der Agentur, während ich weiter nach eindeutigen Anzeichen für ein Verbrechen suchte. Dass sich das FBI überhaupt zu diesem frühen Zeitpunkt einschaltete, lag an einem besonderen Umstand: Die gesamte Modebranche wurde sehr stark von der italienischen Mafia kontrolliert und das Eindringen einer russischen Designerin in dieses lukrative Geschäft stellte somit eine ernsthafte Bedrohung dieser Interessen dar. Mr High wollte daher so schnell wie möglich eine verbindliche Einschätzung, ob ein Mehrfachmord vorlag und damit das FBI für die Ermittlungen zuständig war.

»Gab es irgendwelche Drohungen gegen Sie oder die Models, Ma’am?«

Ludmilla runzelte die Stirn und sah kurz zu ihrem Mann hinüber. Dieser Blickkontakt machte mich stutzig.

»Es ist sehr wichtig, dass Sie ganz offen mit uns reden. Was auch immer im Vorfeld passiert ist, wir müssen es erfahren«, drängte ich die Designerin.

»Ich kenne einige Landsleute, die schon länger in New York leben. Von ihnen wurde ich gewarnt, dass die Präsentation meiner Ehefrau möglicherweise Probleme verursachen könnte.«

Kolja drückte sich reichlich vage aus und doch spürte ich ein unangenehmes Kribbeln in der Magengegend. Es gab einige Gerüchte, wonach Kolja Rutenkow weltweit mit der russischen Mafia eng verbunden sein sollte. Gehörten seine Landsleute in New York etwa zu dieser Kategorie?

»Sprechen wir ganz offen, Sir. Gab es Warnungen aus den Reihen der russischen Mafia?«

Koljas Gesichtsausdruck zeigte keinerlei Regung, während er gründlich über meine Frage nachdachte.

»Sagen wir einmal so, Agent Cotton: Die Leute, die mich warnten, kennen sich im Bereich der organisierten Kriminalität gut aus. Eben auch in Bezug auf die Welt der Mode und der italienischen Mafia.«

Phil und ich tauschten einen vielsagenden Blick aus.

***

Viele Gäste des exklusiven Clubs in Midtown nahmen die vier Männer zunächst überhaupt nicht zur Kenntnis. Sie waren im Alter zwischen Mitte zwanzig und Anfang dreißig, gut gekleidet und erregten kein Aufsehen. Das änderte sich allerdings schlagartig, als sie die beiden Aufpasser an der Treppe zum gesperrten Bereich ohne Vorwarnung über den Haufen schossen. Erste Schreie wurden laut, doch noch feierten die meisten Gäste weiter, weil sie den brutalen Mord überhaupt nicht bemerkt hatten.

Auf der kleinen Empore sprang der Geschäftsführer des Clubs mitsamt seinen Gästen voller Panik auf, doch es war bereits zu spät und die Killer gingen eiskalt zu Werke. Drei der Männer am Tisch des Geschäftsführers griffen unter ihre Sakkos und wollten offenbar Waffen ziehen. Doch gegen die Salven aus den Maschinenpistolen hatten sie keine Chance und als die automatischen Waffen ihre kurzen Feuerstöße ausstießen, erkannte auch der letzte Gast die drohende Gefahr.

Während die Musik ungerührt weiter aus den vielen Boxen rieselte, die Lichteffekte durch den Raum huschten und das Blut der Verwundeten aufleuchten ließ, brach eine wilde Panik aus. Nachdem die beiden Killer den Geschäftsführer, seine Gäste und einen weiteren Aufpasser niedergeschossen hatten, schoben sie neue Magazine in ihre Maschinenpistolen und feuerten wahllos in die Menge. Es war ein kontrolliertes Blutbad, bei dem die Männer möglichst viele Menschen treffen wollten. Der ganze brutale Überfall dauerte knapp fünf Minuten, bevor die Killer wie Geister verschwanden.

Es herrschte eine unbeschreibliche Panik, in der unverletzte Gäste rücksichtslos über am Boden liegende Menschen mit Schussverletzungen trampelten. Es gab nur wenige Versuche, das Chaos in den Griff zu bekommen oder die Verletzten zu versorgen. Als wenige Minuten später die ersten Streifenwagen eintrafen, konnten auch die Cops zunächst keine Ordnung schaffen. Es erforderte vierzehn Streifenwagen und ein halbes Dutzend Rettungswagen, bis man endlich die Menschen zur Ruhe bringen und die Verletzten versorgen konnte. Der erfahrene Lieutenant kannte den Inhaber des Clubs und nach wenigen gezielten Fragen beim Personal fand er seine Vermutung bestätigt.

»Hier muss das FBI ran. Die Schützen waren Italiener«, knurrte er verbittert und hängte sich ans Funkgerät.

***

Phil und ich steckten noch mitten in der Befragung von Ludmilla und Kolja Rutenkow, als uns der Anruf aus dem Field Office erreichte.

»Verstanden, Sir. Ja, das halte ich auch für erforderlich.«

Mr High hatte mich angewiesen, zu dem nicht weit entfernt liegenden Club in Midtown zu fahren und mit dem Lieutenant zu sprechen.

»Es hat einen weiteren Zwischenfall gegeben, Ma’am. Mein Kollege und ich müssen daher die Befragung unterbrechen. Wir kommen später wieder zurück.«

Während Ludmilla ruhig nickte, verfinsterte sich die Miene bei Kolja.

»Können das denn nicht andere Agents übernehmen, Agent Cotton? Ich möchte diesen heimtückischen Anschlag auf die Models schnellstmöglich aufgeklärt wissen.«

Es klang fast wie ein Befehl, doch ich reagierte gelassen.

»Wir auch, Sir. Es gibt jedoch Anzeichen, dass beide Fälle zusammenhängen, und dem müssen wir nachgehen. Wo können wir Sie später erreichen?«

Ludmilla nannte uns den Namen eines Luxushotels und ich kümmerte mich um die Absicherung durch Einheiten des NYPD, obwohl Kolja sich durch eigene Sicherheitskräfte ausreichend geschützt fühlte.

»Ich habe sechs erstklassige Personenschützer von einer hiesigen Sicherheitsfirma gemietet, bis ich eigene Leute vor Ort habe«, versicherte Kolja uns.

Ich bestand aber auf den Kollegen des NYPD, da mir private Bodyguards nicht als ausreichend erschienen. Dabei richtete sich mein Misstrauen auch gegen Kolja Rutenkow, aber das sprach ich natürlich nicht aus. Auf der Fahrt zum Club tauschten Phil und ich unsere Ansichten aus.

»Da könnte sich ein Krieg zwischen den Italienern und den Russen ankündigen«, sagte Phil.

»Dem werden wir schleunigst einen Riegel vorschieben, falls es nicht schon zu spät ist.«

Mein Partner sah es ähnlich skeptisch wie ich, und als wir im Club zum Lieutenant geführt wurden, ließ meine Hoffnung weiter nach.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das ist mein Partner, Special Agent Decker. Das sieht ja wie auf einem Kriegsschauplatz aus, Lieutenant.«

Der Cop mit der tiefschwarzen Hautfarbe nickte mit grimmiger Miene.

»Genau das ist es auch meiner Meinung nach, Agent Cotton. Vier Männer mit automatischen Waffen, die rücksichtslos schießen. Es hat kein Aufpasser des Geschäftsführers auch nur die Finger an den Griff der eigenen Pistole bekommen. Diese Kerle wussten ganz genau, wen sie gleich zu Beginn des Massakers ausschalten mussten.«

Der Lieutenant führte uns zu der kleinen Empore, wo ein ganzer Trupp von Kriminaltechnikern mit der Spurensicherung beschäftigt war. Mein Blick fiel auf die dunklen Flecke in den hellen Lederpolstern sowie auf matt im Licht glänzende Patronenhülsen.

»Es hat den Geschäftsführer, drei seiner Bodyguards sowie sechs weitere Gäste erwischt. Einer der Männer starb auf dem Weg in die Klinik, aber eine Frau und ein Mann werden ihre Verletzungen allem Anschein nach überleben.«

Phil notierte sich die Namen der Toten und Verletzten sowie die Angaben zu den Kliniken, wo wir die beiden Überlebenden finden würden.

»Haben Sie daran gedacht, die beiden Zeugen unter Schutz zu stellen?«, fragte ich den Lieutenant.

Der erfahrene Cop hatte daran gedacht und eine Anweisung erteilt, wonach vorerst nur er unmittelbar mit der Frau oder dem Mann sprechen durfte.

»Ich werde meinen Leuten Ihren und den Namen von Agent Decker durchgeben, Agent Cotton. Das ist doch ein Fall fürs FBI, oder?«

Der Inhaber des Clubs wurde von einem Officer zu uns geführt. In dessen blauen Augen glomm ein gefährliches Feuer. Grigorij Vengerov war kein Unbekannter für uns, was unsere Vermutungen über den Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Models von Ludmilla verstärkte.

»Da hinten liegt ein Gangster der Tomassi-Familie, Agent Cotton. Was werden Sie gegen die italienischen Gangster unternehmen?«

***

Die Identität eines der getöteten Gangster war mir neu, da ich davon bislang keine Kenntnis erlangt hatte. Verwundert schaute ich zu dem Lieutenant, der ähnlich verwirrt dreinblickte.

»Wie bitte? Der Mann ist keiner der Schützen, Agent Cotton. Zeigen Sie mir den angeblichen italienischen Gangster!«

Der Cop war so aufgebracht, dass er vergessen hatte, dass er dem FBI die Ermittlungen überlassen hatte. Da mich der Tote genauso interessierte, ließ ich den Lieutenant gewähren. Wir traten neben Grigorij und schauten hinunter auf den toten Gast.

»Haben Sie einen Führerschein bei dem Mann gefunden?«

Der Techniker in seinem weißen Overall hielt mir einen bereits eingetüteten Führerschein hin. Die Lizenz war von der Stadt New York ausgestellt und der italienische Name schien die Angaben des Clubinhabers zu bestätigen. Phil nahm den Führerschein und trat ein Stück zur Seite, um den Namen im Field Office überprüfen zu lassen. Ich wandte mich derweil an Gregorij Vengerov.

»Das kann ein unglücklicher Zufall sein, Mister Vengerov. Bisher können wir keine Verbindung zwischen den beiden Schützen und diesem Gast herstellen.«

Der Russe machte eine wegwerfende Handbewegung und deutete dann zur Decke, sodass mein Blick unwillkürlich seiner Bewegung folgte. Ich konnte dort oben nichts ausmachen, was meine besondere Aufmerksamkeit verdient hätte.

»Da oben hängen drei Kameras, die den gesamten Club filmen. Kommen Sie mit, dann können wir uns diese Killer in voller Aktion ansehen. Wetten, dass es welche von Tomassi sind?«

Gregorij führte uns in sein luxuriös ausgestattetes Büro. Dort gab es eine kleine Schaltzentrale, über die er die Aufzeichnungen der Kameras abrufen konnte. Links an der Wand bedeckten sechs Monitore den Platz, auf denen Gregorij uns jetzt die Bilder der Aufzeichnungen vorspielte. Mit ungläubigem Staunen verfolgten wir die unauffällige Annäherung der vier Killer und den Ausbruch von Gewalt. Während des ersten Durchlaufs waren wir alle viel zu gefesselt von den schockierenden Bildern, um uns auf die Gesichter der Männer zu konzentrieren.

»Können Sie die Aufzeichnungen so steuern, dass wir die Gesichter erkennen können?«

Gregorij nickte wortlos und spielte virtuos an den Schaltern herum, nur um immer ratloser zu werden.

»Was ist denn?«

Der Russe schüttelte den Kopf, während seine Bewegungen erst immer hektischer wurden, um dann in einer resignierenden Geste zu münden.

»Diese Killer müssen genau gewusst haben, wie sie den Kopf halten müssen. Es gibt nicht eine vernünftige Aufzeichnung ihrer Gesichter!«

Phil und ich sahen uns an. Wir ahnten beide, was sich in unserer Stadt gerade entwickelte. Wir mussten schnellstens unsere Befragung mit Ludmilla Rutenkow fortsetzen, um den sich abzeichnenden Krieg der Gangsterorganisationen zu stoppen. Ich wandte mich an den Lieutenant.

»Machen Sie bitte einen kompletten Rundgang durch den Club und lassen Mister Vengerov einen Blick auf die verletzten oder toten Gäste werfen. Ein Mann aus dem Tomassi-Clan könnte als Zufall durchgehen, aber wenn es noch mehr davon im Club geben sollte, glaube ich nicht mehr daran.«

Der Cop sagte es zu und auch der Inhaber zeigte sich erfreulich kooperativ. Er deutete nochmals auf seine Überwachungsanlage.

»Später gehe ich alle Aufzeichnungen in Ruhe durch, Agent Cotton. Vielleicht haben sich ja mögliche Kundschafter des Tomassi-Clans vor der eigentlichen Schießerei im Club befunden und sind rechtzeitig verschwunden.«

Ich hatte keine Einwände, erinnerte Vengerov aber daran, dass alle Aufzeichnungen ans Kriminallabor geschickt werden würden. Anschließend fuhren wir ins Hotel der Rutenkows, um die unterbrochene Befragung zu Ende zu bringen. Auf der Fahrt telefonierte Phil mit Mr High, um unseren Chef auf den neusten Stand zu bringen.

»Solch einen Krieg zwischen den Mafiagruppen müssen wir unter allen Umständen verhindern, Jerry. Falls Sie dafür Unterstützung benötigen, melden Sie sich.«

Das versprach ich dem Chef und steuerte die lange Schnauze des Jaguar in die Auffahrt des Luxushotels, wo ein Parkboy den Wagen mit sichtlicher Begeisterung übernahm.

»Lassen Sie sich nicht in die Irre führen. Unter der Haube sitzt eine Vipermaschine, also schön vorsichtig mit dem Gasfuß.«

Der junge Mann riss verblüfft die Augen auf und setzte sich mit großem Respekt hinter das Lenkrad. Er hielt sich an meine Anweisung und fuhr langsam davon. Phil streifte sich ein verwelktes Blatt von der Schuhsohle, während ich dem Jaguar nachschaute.

»Möchtest du lieber bei deinem Flitzer bleiben, falls ein hungriger Waschbär auftaucht und die Reifen anknabbert?«

Ich schickte Phil einen Blick zu, der jedem hartgesottenen Gangster das Blut in den Adern hätte gefrieren lassen. Doch mein Partner war viel zu abgebrüht, um sich davon beeindrucken zu lassen. Kurz darauf passierten wir das gut bewachte Vorzimmer einer der größten Suiten im Hotel, wo zwei professionelle Aufpasser die Kontrollen der Cops an der Tür abrundeten.

»Hier sollten die Rutenkows wirklich sicher sein«, nickte Phil anerkennend.

Eine Minute später standen wir zum zweiten Mal an diesem Abend dem Ehepaar Rutenkow gegenüber.

***

Aufgrund der Vorkommnisse in dem Club wollte ich mehr über die Abläufe im Rahmen der Fashion Week erfahren.

»Es ist ganz simpel, Agent Cotton. Die meisten bekannten Designer haben sich mit der italienischen Mafia arrangiert und treten einen nicht unerheblichen Teil ihrer Einnahmen an sie ab. Dafür müssen sie sich keine Sorgen um die Gesundheit ihrer Models oder den Erhalt ihrer Studios machen.«

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