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Jerry Cotton - Folge 2796

Blutiger Schnee

Ashley Rowan hatte keine Angst. Eine junge Frau, die aus einem Karatestudio kam, überfiel keiner. Selbst am späten Abend in einer dunklen Seitenstraße nicht. Und wenn es doch einer versuchte, würde sie ihn mit zwei oder drei schnellen Griffen auf den Asphalt werfen und ihm den Arm so lange auf den Rücken drehen, bis er um Hilfe schrie.

Sie schulterte den Rucksack mit ihren Sportsachen und trat in das leichte Schneetreiben hinaus. Bei dem Sauwetter würde sowieso keiner auf die Idee kommen, sie zu belästigen. Auf dem Heimweg vom Karatestudio war sie erst einmal angequatscht worden, und damals war Frühjahr gewesen und sie hatte einen kurzen Rock getragen. In ihrem gefütterten Anorak und der Strickmütze sah sie nicht gerade wie der Traum eines Vergewaltigers aus.

Mit gesenktem Kopf ging sie an den dunklen Hauswänden entlang. Abseits der Avenues gab es wenig Restaurants und Läden auf der Upper East Side, und die Straßen waren dunkler, erinnerten bei einem solchen Wetter an die Szenen aus einem Thriller. Eisiger Wind blies durch die Häuserschluchten und verfing sich in den düsteren Hauseingängen. Schneeflocken wirbelten durch die Luft und hingen wie wabernder Nebel über dem feuchten Asphalt.

Selbst schuld, dachte sie, wäre ich vor zwei Jahren nach Arizona gegangen und hätte dort studiert, wäre immer Sommer für mich gewesen. Stattdessen hatte sie sich auf der Columbia University eingeschrieben. Weil es dort gute Professoren gab und sie in der Nähe ihres Vaters bleiben wollte. Homer F. Rowan war Richter am Bezirksgericht und lebte allein, seitdem Ashleys Mutter vor einigen Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen war.

Sie hob den Kopf und blinzelte in den treibenden Schnee. Außer ihr war kaum jemand unterwegs. Ein Mädchen, das mit ihrem Freund im Auto geknutscht hatte und in einem Hauseingang verschwand. Ein älterer Herr im gefütterten Wintermantel, der seine beiden Pudel ausführte und ungeduldig darauf wartete, dass sie ihr Geschäft verrichteten. Ein Lieferwagen, der viel zu schnell um die Ecke fuhr und leicht ins Schleudern geriet. Auf der Straße lag bereits eine dünne Schneedecke.

Ashley überquerte die Straße und ging auf der anderen Seite weiter. Dort war sie besser vor dem Wind geschützt. In der Ferne konnte sie bereits das beleuchtete Schaufenster des Drugstores erkennen, der dem Haus, in dem sie wohnte, gegenüberlag. Der Laden hatte bis Mitternacht geöffnet. Am Wochenende spielte sie manchmal den Babysitter für die vierzehnjährige Tochter des Ehepaars, das den Laden gepachtet hatte. Auch die Tochter eines Richters sollte sich zu ihrem Studien etwas dazuverdienen, verlangte ihr strenger Vater. Immerhin bezahlte er ihre Miete, und einen monatlichen Scheck gab es auch. Das Leben in New York war teuer, auch wenn man abends kaum mal um die Häuser zog.

Nur noch einen halben Block bis zu dem Mietshaus, in das sie vor einem Jahr gezogen war. Sie würde die Heizung aufdrehen und sich einen heißen Tee kochen. Am nächsten Morgen hatte sie eine wichtige Vorlesung, die sie topfit angehen musste. Sie studierte Jura, wollte Staatsanwältin werden. Ein Entschluss, der ihren Vater sehr gefreut hatte. Auch wenn er eher konservativ und für seine strengen Urteile bekannt war, bewunderte er starke Frauen und hielt sie sogar für die besseren Staatsanwältinnen und Verteidigerinnen. Nur im Richteramt wollte er sie nicht sehen. Sie lächelte, als sie an ihren Vater dachte. Er war gar nicht so hart und unnachgiebig, wie er sich auf dem Richterstuhl gab.

Vor ihrem Hauseingang parkte ein dunkler Wagen. Eigentlich nichts Besonderes, dort parkten mehrere Wagen. Eine Tiefgarage gab es nicht bei diesen alten Häusern. Der einzige Unterschied war, dass der Fahrer im Wagen geblieben war und sie im rechten Seitenspiegel beobachtete. Aber das sah Ashley nicht. Der Schnee auf der Heckscheibe versperrte ihr die Sicht, und außerdem war es viel zu dunkel.

Ahnungslos lief sie weiter. Ihre flachen Stiefel verursachten kaum einen Laut auf dem verschneiten Bürgersteig. Sie war allein in der schmalen Seitenstraße, nicht mal vor dem Drugstore stand jemand. Sonst trafen sich dort manchmal die Hundebesitzer zu einem nächtlichen Palaver, wenn sie mit ihren Hunden aus dem nahen Park zurückkehrten.

Sie kramte bereits nach ihrem Hausschlüssel, als der Mann aus dem Wagen stieg. Ein unscheinbarer Bursche in Jeans und Anorak, nahm sie aus den Augenwinkeln wahr, mittleres Alter, mehr ließ sich in dem trüben Licht nicht erkennen. Kam von der Arbeit oder einem Date und war noch eine Weile im Wagen sitzen geblieben, bevor er sich in die Kälte hinausgewagt hatte. Vielleicht wohnte er auch woanders und wollte nur was im Drugstore einkaufen.

Der Mann kam um den Wagen herum und ging auf den Hauseingang zu. Er schien sie gar nicht zu beachten. Eigentlich komisch, dachte sie, sonst werfen mir die Männer wenigstens einen flüchtigen Blick zu, selbst bei so einem Sauwetter und wenn ich bis zum Hals zugeknöpft bin. Der Bursche tat so, als wäre sie gar nicht vorhanden, und hob erst den Kopf, als er nur noch wenige Schritte von ihr entfernt war. Sein stechender Blick verriet ihr, dass sie sich gründlich in dem Mann getäuscht hatte. Er war kein harmloser Zeitgenosse, der gerade von einem Date zurückkehrte.

Beinahe zu spät sah sie die Spritze in seiner rechten Hand. Eine Schrecksekunde lang beobachtete sie, wie er damit nach ihrem Hals zielte, dann ließ sie gerade noch rechtzeitig ihren Rucksack fallen und sprang zur Seite. Sie drehte sich blitzschnell, ließ den rechten Fuß nach vorn schnellen und trat ihm mit einem heftigen Kick, den die meisten Karateschüler im Schlaf beherrschten, die Spritze aus der Hand. Sie fiel auf den Asphalt und zerbrach.

Ashley nützte seine Verblüffung aus, setzte nach und holte ihn mit einem weiteren Tritt von den Beinen. Doch während er fiel, glitt sie auf dem verschneiten Gehsteig aus und stürzte selbst zu Boden. Sie schlug mit dem Hinterkopf auf den harten Asphalt. Dieser verdammte Scheißkerl, war der letzte Gedanke, der ihr durch den Kopf ging, bevor sie das Bewusstsein verlor.

Ihr Angreifer hatte mehr Glück. Er tat sich bei seinem Sturz kaum weh und war schon wenig später wieder auf den Beinen. Zufrieden musterte er sein bewusstloses Opfer. Er suchte die Spritze, konnte sie nicht finden und zuckte die Achseln. Jetzt brauchte er sie nicht mehr. Sein Opfer hatte sich schon selbst außer Gefecht gesetzt. Er ging zu ihr, legte zwei Finger an ihren Hals und nickte erleichtert. Ein Jammer, wenn sie bei dem Sturz ums Leben gekommen wäre. Tot nützte sie ihm wenig. Er wollte seinen Spaß mit ihr haben, bevor er sie auf die Schienen warf.

Ohne von irgendjemand gesehen zu werden, öffnete er den Kofferraum seines Wagens und legte sie hinein. Er schloss den Kofferraumdeckel, setzte sich in den Wagen und fuhr davon.

Er leckte sich mit der Zunge über die Lippen. Im Tunnel würde er ihr die Arme und die Beine fesseln, und bei dem Gedanken huschte ein teuflisches Grinsen über sein Gesicht.

***

Ashley erwachte schon wenige Minuten später aus ihrer Bewusstlosigkeit. Sie hatte einen harten Schädel, das hatte ihr Vater schon vor vielen Jahren erkannt, als sie mit dem Fahrrad gestürzt war und er sie ins Krankenhaus gebracht hatte. Sie war damals sechs gewesen und hatte gerade mal eine kleine Beule abbekommen. »Aus dir wird mal ein richtiger Dickkopf«, hatte er gesagt.

Sie öffnete die Augen und erschrak. Tiefe Dunkelheit umgab sie. Sie wollte sich aufrichten und stieß gegen etwas Hartes, sank zurück und stöhnte leise. Es dauerte eine Weile, bis ihr klar wurde, was geschehen war. Stöhnend griff sie sich an den Hinterkopf. Etwas Klebriges blieb an ihren Fingern hängen. Sie blutete. Nicht besonders stark, aber ein bisschen größer würde die Beule diesmal schon sein. Sie fluchte unterdrückt. Dabei hatte sie den Burschen doch schon auf dem Boden gehabt. Ein Kick mehr, und er wäre k.o. gewesen.

Mit den Händen tastete sie ihre Umgebung ab. Sie lag im Kofferraum seines Wagens, das sagten ihr schon der brummende Motor und die Schaukelei, wenn sie über eine Bodenwelle fuhren. Von innen konnte man ihn nicht öffnen, es sei denn, man besaß ein Werkzeug und wandte rohe Gewalt an. Doch selbst wenn sie ein Stemmeisen gehabt hätte, wäre sie nicht rausgekommen. Beim ersten Geräusch hätte ihr Entführer angehalten und sie daran gehindert.

Was hatte er vor? Wollte er sie entführen und Lösegeld von ihrem Vater erpressen? Wollte er sich an ihrem Vater rächen, weil der ihn irgendwann einmal verurteilt hatte? War er einer von diesen Irren, die eine Frau monatelang gefangen hielten und missbrauchten? Wollte der Scheißkerl sie töten?

Mach dich nicht verrückt, zwang sie sich zur Ruhe, noch hat er nicht gewonnen. Im Gegenteil, er hatte einen schwerwiegenden Fehler begangen. In der Annahme, sie würde länger bewusstlos bleiben, hatte er darauf verzichtet, sie zu fesseln. Zu was ein harter Schädel doch alles gut war. Bei dem Gedanken brachte sie sogar ein schwaches Lächeln zustande. Noch hast du mich nicht besiegt, du Mistkerl, dachte sie trotzig. Solange ich mich frei bewegen kann, habe ich noch eine Chance.

Besonders groß war sie nicht. Ihr Entführer wusste jetzt, zu was sie fähig war, und würde sich besser vorsehen. Vielleicht besaß er sogar eine Pistole. Wenn er kein blutiger Amateur war, ließ er sich nicht von ihr überrumpeln. Ihre einzige Chance bestand darin, sich weiter bewusstlos zu stellen und davonzulaufen, sobald sich eine Gelegenheit dazu ergab. Es sei denn, er fuhr mit ihr in eine Tiefgarage oder irgendwo in eine einsame Gegend, wo sie kaum eine Chance hatte, ihm zu entkommen.

Der Wagen hielt abrupt, anscheinend vor einer Ampel. Durch den Kofferraumdeckel hörte sie Straßenlärm. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie bewusstlos gewesen war, aber offensichtlich hatten sie die Stadt nicht verlassen und befanden sich sogar auf einer belebten Straße. Eine Polizeisirene erklang, wurde immer lauter und verklang in der Ferne. Ein Streifenwagen war dicht an ihr vorbeigefahren, ohne dass es ihr etwas genützt hätte. Vor Wut hätte sie am liebsten um sich getreten.

Seltsam, dass sie kaum Angst hatte. Zumindest jetzt noch nicht. Die Gewissheit, die Hände frei und noch immer eine Chance zu haben, verdrängte jedes andere Gefühl.

Der Wagen fuhr weiter, holperte über eine Bodenwelle und fuhr über eine kurvenreiche Straße. Als ihr Entführer so plötzlich bremste, dass sie mit dem Rücken gegen die Metallwand zwischen Kofferraum und Passagierraum stieß, unterdrückte sie mühsam einen Schrei. Er durfte auf keinen Fall merken, dass sie wieder bei Bewusstsein war, sonst sanken ihre Chancen, ihm zu entkommen, gleich wieder auf null.

Sie massierte ihre Arme und Beine, wollte so fit wie möglich sein, wenn der Mann den Kofferraum öffnete. Hätte sie doch ihr Handy mitgenommen, dann hätte sie jetzt um Hilfe rufen können, aber das Ding lag in ihrer Handtasche, und die nahm sie zum Karate nie mit.

Der Wagen wurde langsamer und hielt an. Sie hörte, wie der Motor abgestellt wurde. Mit klopfendem Herzen wartete sie darauf, dass der Mann die Tür öffnete und ausstieg. Jetzt hatte sie doch Angst. Wie ein Gift, das jemand in ihre Venen gespritzt hatte, kroch die Furcht in ihrem Körper empor und drohte sie zu lähmen. Verlor sie im entscheidenden Augenblick die Nerven? Trainierte sie seit zwei Jahren Karate, um sich von einem miesen Entführer auf diese Weise besiegen zu lassen?

Sie zwang sich zur Ruhe, beherzigte die Worte, die ihr Karate-Lehrer einmal zu ihr gesagt hatte: »Sei stark, wenn du in Gefahr bist! Vertreibe alle störenden Gedanken und konzentriere dich nur auf deinen Gegner! Sei bereit für den alles entscheidenden Moment, wenn du angreifst und ihn zu Boden wirfst. Vertraue deiner Stärke! Konzentriere dich!«

Sie schloss die Augen und versuchte sich zu entspannen. Es gelang ihr nur mühsam. Als die Tür klappte und Schritte sich dem Heck des Wagens näherten, schlug sie die Augen noch einmal auf und geriet für den Bruchteil einer Sekunde in Panik, doch dann wurde sie gleich wieder ruhig und brachte es fertig, ihre Muskeln so zu lockern, dass er nichts merken würde, wenn er sie berührte. Sie musste sich wie eine Bewusstlose anfühlen, durfte auf keinen Fall verkrampfen, wenn er sie berührte. »Vertraue deiner Stärke!«, wiederholte sie die Worte ihres Karate-Lehrers flüsternd. »Konzentriere dich!«

Der Kofferraumdeckel klappte auf, und sie fühlte, wie kalte Luft durch ihren Anorak drang. Keine Garage, sie waren im Freien, standen irgendwo am Straßenrand. Eine Seitenstraße oder einer der Vororte, sonst wäre der Straßenlärm lauter gewesen, auch nachts.

Auch ohne die Augen zu öffnen, wusste sie, dass der Entführer sie anstarrte. Nur mit größter Mühe schaffte sie es, ruhig zu bleiben und die Bewusstlose zu spielen. Jede Faser ihres Körpers sehnte sich danach, schreiend aus dem Kofferraum zu springen und davonzulaufen, doch sie hielt still und lag scheinbar entspannt auf dem Filzboden. Erst wenn er sie aus dem Kofferraum gehoben hatte und sie losließ, um ihn zu schließen, kam ihre Chance.

Sie hätte ihn am liebsten angebrüllt, als er sich über sie beugte und sie seinen Atem im Gesicht spürte. Dabei stank er nicht mal aus dem Mund. Er roch sogar angenehm, nach irgendeinem teuren Duftwasser. Ein Gentleman-Verbrecher. Nicht alle Mörder und Vergewaltiger kamen aus der Unterschicht, das wusste sie. Ihr Vater hatte oft genug von solchen Typen erzählt. Erfolgreiche Manager und brave Familienväter, die aus irgendeinem Grund auf die schiefe Bahn gerieten oder einem geheimnisvollen Trieb folgten.

Sie spürte, wie er seine Arme unter ihren Körper schob und sie aus dem Wagen hob. Sie hing locker in seinen Armen und atmete so ruhig, wie sie nur konnte. Erst er sie auf den Boden gelegt hatte, öffnete sie die Augen. Sie sah, dass er sich zum Wagen umdrehte, sprang hastig auf und rannte davon.

Schon nach wenigen Schritten merkte sie, wie unsicher sie auf den Beinen war. Der Sturz auf den harten Asphalt und die Fahrt in dem engen Kofferraum waren nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Sie war immer noch benommen und lange nicht so locker wie sonst.

Sie blickte ängstlich über die Schulter zurück und sah, wie er eine Pistole aus seiner Anoraktasche zog. Verzweifelt suchte sie nach einer Deckung. Einer der parkenden Wagen am Straßenrand, sie musste es hinter einen der Wagen schaffen. Dort war sie sicher.

Doch schon auf halbem Weg erwischten sie die Kugeln und bohrten sich in ihren Körper, durchschlugen die Lunge und das Herz und warfen sie der Länge nach auf den Boden.

Ihr Mörder sah, dass sie tot war, und machte sich nicht die Mühe, sie näher zu untersuchen. »Selbst schuld«, murmelte er, »du hättest noch einige Tage leben können.« Er steckte die Pistole weg, fuhr zwei Blocks weiter und stellte den Wagen am Straßenrand ab. Nachdem er ausgestiegen war, warf er den Schlüssel in einen Gulli und die Latex-Handschuhe, die er die ganze Zeit getragen hatte, hinterher. Hastig stieg er die Treppen zum U-Bahnhof hinab. Er löste ein Ticket und stieg in den nächsten Zug. Sein Lächeln ließ nicht erkennen, wie enttäuscht und wütend er war.

***

Es gibt Schlimmeres, als um zwei Uhr morgens aus dem Schlaf gerissen zu werden. Vom lauten Klingeln eines Telefons gestört zu werden, wenn man gerade mit einer hübschen Staatsanwältin im Bett liegt und dem Höhepunkt entgegensteuert, gehört definitiv dazu.

In meinem Job kann man es sich nicht erlauben, einen solchen Weckruf zu ignorieren. Also ließ ich leise fluchend von der attraktiven Lady ab, murmelte eine Entschuldigung und ging dran. »Was gibt’s?«, fragte ich unwirsch.

Vom anderen Ende drang Stimmengewirr herüber. »Special Agent Cotton? Jerry Cotton?«, fragte eine weibliche Stimme. Eine Polizistin, das erkannte ich schon am Klang. Die Stimmen im Hintergrund verrieten mir, dass sie von der Straße anrief. Kein gutes Zeichen.

»So ist es«, antwortete ich benommen. »Ich hoffe, Sie haben einen guten Grund, mich um diese Zeit aus dem Tiefschlaf zu holen, Ma’am.«

»Lieutenant Angela Neville vom Vierundzwanzigsten«, erwiderte sie ungerührt. »Ich habe Ihre Privatnummer von einem gemeinsamen Bekannten … Captain Bill Shriver. Angeblich wären Sie ganz okay … für einen FBI-Agent, meint er. Ich störe doch nicht, Agent Cotton?«

»Um zwei Uhr früh? Nein, wie kommen Sie darauf, Lieutenant?« Ich wechselte den Tonfall. »Was gibt’s denn?«

»Wie wär’s mit Mord?«

»Seit wann ruft uns das NYPD bei einem simplen Mord um Hilfe? Ich dachte, der fällt in Ihre Zuständigkeit. Wenn ich mich recht erinnere, sind Sie doch froh, wenn wir uns raushalten. Wo ist der Haken bei der Sache, Lieutenant?«

»Richter Rowan besteht darauf«, antwortete ...

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