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Jerry Cotton - Folge 2795

Kein Deal für den Ripper

Seine Augen leuchteten voller Vorfreude, als er die panische Angst in Tamaras Augen registrierte. Die junge Studentin hing in dem Gestell und ihr Körper zeigte die Spuren seiner besonderen Folter. Einige gerötete Stellen der Haut warfen Blasen, was James in pure Wollust versetzte.

»Daubner wird dich lynchen«, schrie Tamara voller Verzweiflung.

Doch James Riffkin spürte nur die wachsende Erregung und nahm ihre Drohung überhaupt nicht wahr. Eine weitere Stunde quälte er die Studentin, bevor ihr Kreislauf versagte und der Tod seine Erregung zerstörte.

Phil balancierte die beiden Eisbecher geschickt mit einer Hand, um die Tür zu unserem Büro aufzustoßen. Die Hitzewelle hatte New York fest im Griff und daher wollte mein Partner uns mit dieser kleinen Abkühlung erfrischen. Mein Blick fiel auf den verlockenden Eisbecher und es kostete mich ungeheure Überwindung, die Aufforderung unseres Chefs an Phil weiterzugeben.

»Mister High möchte uns sofort in seinem Büro sprechen, Phil.«

Meinem Partner entglitten nahezu die Gesichtszüge bei meinen Worten, dann grinste er grimmig.

»Der war nicht übel, Jerry. Fast wäre ich darauf hereingefallen!«

Er setzte sich bequem in seinen Schreibtischstuhl und steckte den Löffel in sein Schokoladeneis. Besser gesagt, er wollte den Löffel hineinstecken, doch ich zog den Becher ein Stück weg und schüttelte den Kopf.

»Nichts da, Phil. Der Chef wartet bereits und daher kannst du dein Eis nicht sofort genießen.«

Mein Partner studierte meine Miene und erkannte den bitteren Ernst darin. Seufzend erhob er sich und deutete anklagend auf den Eisbecher.

»Wenn wir wiederkommen, ist das Eis längst geschmolzen.«

Ich nickte mitleidig und nahm meinen Eisbecher mit, was Phil irritiert anhalten ließ.

»He, was soll das denn werden?«

»Mein Eis geht an Helen. Vielleicht kannst du dein Eis ja einem der Kollegen überlassen«, erklärte ich mein Vorhaben.

Phil und ich eilten hinüber zum Büro unseres Chefs, wo ich im Vorzimmer den Eisbecher mit einem Lächeln vor Helen auf den Schreibtisch stellte. Phil hatte seinen Eisbecher einem völlig überraschten Joe Brandenburg in die Hand gedrückt.

»Danke, Jerry! Das ist aber nett«, freute sich die Sekretärin unseres Chefs.

Mr High saß an seinem Schreibtisch und schaute auf, als Phil und ich eintraten. Mit einer Geste forderte er mich auf, die Verbindungstür zu schließen.

»Setzen Sie sich bitte. Es geht um den Mann, der von den Medien als College-Ripper bezeichnet wird.«

Mit dieser Eröffnung hatte Mr High umgehend unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Bislang hatte der sadistische Mörder fünf junge Studentinnen auf dem Gewissen, und trotz einer Sonderkommission des FBI gab es immer noch keine brauchbaren Hinweise auf ihn. Bislang waren fünf junge Frauen tot aufgefunden worden, deren Leichen schlimme Folterspuren aufwiesen, und da es alles Studentinnen waren, prägten die Medien den Begriff des College-Rippers.

»Hat die Sonderkommission endlich eine Spur gefunden?«, fragte ich voller Hoffnung.

Die Mordserie hatte dazu geführt, dass junge Frauen trotz der Hitzewelle am Abend nicht mehr allein ins Freie gingen und bei geschlossenen Fenstern schliefen – unabhängig davon, ob ihre Wohnung über eine Klimaanlage verfügte oder nicht. Die Angst hatte nicht nur junge Studentinnen in ihrem Griff, obwohl der Ripper bisher nur in diesem Personenkreis seine Opfer gesucht hatte.

»Nein, der Mörder will sich stellen. Allerdings nur dem FBI, und unter der Zusage, dass er in ein Schutzprogramm kommt.«

Phil stieß einen Laut aus, den ich als eine Mischung aus Überraschung und Verärgerung interpretierte.

»Wie bitte?«

Mein Kommentar drückte es ähnlich aus.

»Das findet auch nicht meine Zustimmung, aber der Staatsanwalt hat uns angewiesen, James Riffkin in Sicherheitsgewahrsam zu nehmen.«

Phil und ich tauschten einen ungläubigen Blick, obwohl wir im Grunde das Handeln des Staatsanwalts nachvollziehen konnten.

»Warum stellt dieser Riffkin sich freiwillig, wenn es überhaupt keine Beweise gegen ihn gibt?«, fragte Phil.

Mr High sah uns an und mir lief ein kalter Schauder über den Rücken. So überraschend seine Eröffnungen bisher schon gewesen waren, die größte Überraschung stand uns offensichtlich noch bevor.

»Professor Riffkin hat zu spät gemerkt, dass sein sechstes Opfer Tamara Goldwell gewesen ist.«

An unseren fragenden Blicken konnte Mr High ablesen, wie wenig uns dieser Name sagte.

»Miss Goldwell ist die Patentochter von Cedrick Daubner«, ließ er die Bombe platzen.

Einen Moment glaubte ich, mich verhört zu haben. Cedrick Daubner leitete eines der gefährlichsten Kartelle des ganzen Landes, das auch in New York neue Maßstäbe in der organisierten Kriminalität gesetzt hatte. Daubner hatte ein Management, um das ihn so manches Aktienunternehmen im Lande beneidete.

»Und jetzt hat Riffkin Angst, dass Daubner ihn erwischt. Na, da stellt man sich doch lieber und geht ins Gefängnis«, kam es sarkastisch von mir.

Mr High sah mich nur durchdringend an, und als ich leicht nickte, fuhr er mit der Besprechung fort.

»Bislang wurde der Mord an Tamara Goldwell nicht bekannt gegeben, so wie es der Staatsanwalt gefordert hat. Sie und Phil holen den Professor an der State University ab und bringen ihn in eine sichere Wohnung.«

Ich verkniff mir weitere Bemerkungen und saß zehn Minuten später mit Phil in einem Pontiac, den ich mit grimmiger Entschlossenheit durch den zäh fließenden Verkehr steuerte. Meinen geliebten Jaguar konnte ich für diese Fahrt nicht nutzen, da der sechsfache Mörder sich natürlich nicht auf den Notsitz falten konnte.

»Mir geht es genauso gegen den Strich, Jerry. Es bringt uns aber auch nicht weiter, wenn wir uns ständig daran reiben. Wir übernehmen den Fahrdienst für den Professor und damit ist die Angelegenheit für uns erledigt.«

Phil sah es nüchterner als ich, und obwohl ich zustimmend brummte, fühlte ich mich kein Stück besser.

***

Die folgenden zwei Tage beherrschte dieses Thema erwartungsgemäß die Medien. Ein angesehener Professor für neue englische Literatur hatte sich als der College-Ripper zu erkennen gegeben und sich den Behörden gestellt. Der Staatsanwalt hatte dafür gesorgt, dass der wahre Hintergrund hierfür aus den Berichten herausgehalten wurde. Cedrick Daubners Verbindung zu dem Fall wurde konsequent verschwiegen, stattdessen schob Oliver Coburn den Ermittlungsdruck als das Motiv für Riffkins Handeln vor. Natürlich wusste Coburn, wie wertvoll dieser Fall für seine politischen Ambitionen war.

»Wir haben Anweisungen, keine Kommentare gegenüber den Medien durchsickern zu lassen.«

Phil las die Anweisung laut vor, obwohl ich sie natürlich ebenso erhalten hatte.

»Als wenn wir es je anders gehandhabt hätten. Coburn sieht sich auf dem Sprung in die Politik und will diesen Professor Riffkin für seine Zwecke nutzen«, kommentierte ich die Anweisung unverblümt.

Bis zum späten Nachmittag genossen wir die angenehme Kühle der Klimaanlage, was uns die ansonsten wenig geliebte Büroarbeit erheblich versüßte. Ich war gerade mit einem Bericht aus der Abteilung für Wirtschaftskriminalität befasst, als Phil mich mit einem seltsamen Unterton in der Stimme ansprach.

»Jerry? Das solltest du dir einmal ansehen.«

Ich schaute zu meinem Partner über den Tisch und bemerkte, wie Phil mit gerunzelter Stirn auf den Monitor seines Computers starrte. Als ich neben ihm stand und auf den Livestream eines Nachrichtensenders schaute, verstand ich seine angespannte Haltung.

»Staatsanwalt Coburn hat einem Deal mit Riffkin dem College-Ripper zugestimmt«, lautete die schockierende Meldung.

»Das dürfte ziemlich viel Wirbel veranstalten. Himmel, was hat sich Coburn nur dabei gedacht?«

Phil und ich diskutierten die zu erwartenden Unruhen, die solch ein Deal mit einem Serienmörder in der Bevölkerung auslösen würde. Professor James Riffkin war clever vorgegangen, indem er bisher beharrlich über den Verbleib seines letzten Opfers schwieg. Der Professor hatte die politischen Ambitionen des Staatsanwalts geschickt eingesetzt, um seine Sicherheit im Gegenzug gegen die Bekanntgabe seiner Folterwerkstatt zu erkaufen.

Coburn konnte sich ausrechnen, wie groß die Medienwirksamkeit sein würde, wenn er der Öffentlichkeit diesen Ort mitsamt der Leiche von Tamara Coldwell präsentieren konnte. Daher war seine Bereitschaft zu diesem Deal mit Riffkin absolut nachvollziehbar, der selbst in einem Gefängnis kaum vor der Rache Daubners sicher wäre. Diesem Sadisten würden die wenigsten Menschen einen Deal zubilligen, selbst wenn er dafür im Gegenzug seine Folterwerkstatt sowie den Leichnam von Tamara zugänglich machte.

Es war ein grausames Spiel mit den Emotionen der Menschen und passte hervorragend zu einem Sadisten, wie es eben James Riffkin war. Am Abend schaltete ich den Fernseher in meinem Apartment ein, um meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt zu sehen.

»Kein Deal für Riffkin«, lautete die einhellige Meinung der Menschen.

Das Büro der Staatsanwaltschaft wurde von Demonstranten belagert, die erst ein großes Aufgebot des NYPD vertreiben konnte. Ich war heilfroh, dass Phil und ich nichts mit dieser unschönen Geschichte zu tun hatten.

***

Auch der folgende Tag bescherte uns eine trockene Hitze, wie man sie eher in den Wüsten von Arizona erwartet hätte. Die vielen Millionen Menschen im Big Apple stöhnten unter den Temperaturen und jeder suchte einen Ort, wo ihm die Klimaanlage wenigstens eine Zeit lang angenehme Frische ermöglichte. Phil und ich saßen im Hemd an unseren Schreibtischen, um die Verwaltungsarbeit mit seltener Ausdauer zu erledigen. Keiner von uns zeigte die sonst übliche Unruhe, sondern genoss die Kühle im Field Office. Als unser Chef uns um ein Uhr mittags zu sich rief, ahnten wir nichts Gutes.

»Damit dürfte unsere Auszeit im Büro vermutlich der Vergangenheit angehören«, unkte Phil.

Helen winkte uns nur durch, während sie auf zwei Telefonleitungen parallel mit Gesprächspartnern verhandelte.

»Sieht fast so aus, als wenn es eine größere Krise geben würde«, raunte ich meinem Partner zu.

Als wir uns beim Chef meldeten, deutete Mr High auf den Besprechungstisch und telefonierte weiter. Nachdem er sein Gespräch beendet hatte, kam er zu uns an den Tisch.

»Die Tochter von Staatsanwalt Coburn ist nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass man sie entführt hat. Ein Bekennerschreiben ging bei der Staatsanwaltschaft ein, in dem nur eine einzige Forderung für die Freilassung aufgeführt wird.«

Phil und ich starrten auf Mr High, da er eine dramatische Pause eingelegt hatte. Mit seinem nachfolgenden Satz stürzte er uns in tiefe Erschütterung.

»Kein Deal für Riffkin.«

Phil stieß die angehaltene Luft aus und mir kam ein nicht druckreifer Fluch über die Lippen. Unsere schlimmsten Befürchtungen waren sogar noch übertroffen worden. Jemand hatte sich die unschuldige Tochter von Coburn geschnappt, um den Deal des Staatsanwalts zu verhindern.

»Gibt es irgendwelche Hinweise auf die Entführer?«, fragte ich mit gepresster Stimme.

»Nein. Staatsanwalt Coburn verlangt nach meinen besten Agents, und daher übertrage ich Ihnen die Ermittlungen.«

Auf diese Ehre hätte ich liebend gerne verzichtet, doch das Leben eines unschuldigen Kindes stand auf dem Spiel. Tess Coburn war zehn Jahre alt und musste jetzt für die politischen Ambitionen ihres Vaters möglicherweise büßen. So weit wollte ich es auf keinen Fall kommen lassen.

»Diese brutale Vorgehensweise deutet meines Erachtens auf Cedrick Daubner hin. Wir sollten den Schwerpunkt unserer Nachforschungen auf ihn und seine Organisation richten«, schlug Phil vor.

»Normalerweise würde ich dir ja zustimmen, Phil. Angesichts der schlimmen Taten von Riffkin könnte ich mir jedoch auch andere Eltern als verzweifelt genug vorstellen, damit unbescholtene Bürger zu dem drastischen Mittel einer Entführung greifen.«

Mr High schloss sich meiner Argumentation an und wollte keine einseitige Recherche in Richtung von Cedrick Daubner zulassen. Phil und ich verließen unmittelbar nach der Besprechung das Field Office, um uns im Büro des Staatsanwalts mit Coburn zu treffen.

»Warten Sie bitte einen Augenblick, Agents. Der Staatsanwalt hat gleich Zeit für Sie.«

Die Assistentin von Coburn bat uns, im Vorraum zu warten. Phil warf mir einen mahnenden Blick zu, da er meine aufflammende Ungeduld spürte. Was konnte in diesem Moment für Coburn wichtiger sein, als mit den Ermittlern des FBI zu sprechen, die nach seiner entführten Tochter suchten? Mühsam zügelte ich meine Ungeduld und blieb stehen, was mir einen langen Blick der Assistentin eintrug. Als unsere Blicke sich trafen, lächelte sie voller Verständnis und ich erkannte, wie ähnlich offenbar ihre Gedankengänge waren. Ihr schien das Verhalten des Staatsanwalts genauso unverständlich zu sein wie mir. Dann flog die Tür zum Büro von Oliver Coburn auf und er trat mit einer herrischen Geste auf uns zu.

»Na, endlich! Was gedenken Sie zu tun?«

»Special Agent Cotton, und das ist mein Partner, Special Agent Decker. Könnten wir uns in Ihrem Büro in Ruhe unterhalten, Sir?«

Coburn blinzelte irritiert, dann wandte er sich brüsk um.

»Die nächsten fünf Minuten keine Störungen, Ann. Danach muss ich dringend mit der PR-Agentur sprechen.«

Ich biss die Zähne zusammen und hielt mich zurück, bis die Tür hinter uns ins Schloss gefallen war.

»Gibt es dringendere Angelegenheiten für Sie als Ihre entführte Tochter? Fünf Minuten ist alles, was Sie an Zeit für unsere Unterstützung erübrigen wollen?«

Meine Fragen hätten jeden normalen Menschen wie Ohrfeigen treffen müssen, doch Coburn versetzte mich in Staunen.

»Ich habe meine Prioritäten, und die lasse ich mir auch nicht von irgendwelchen Entführern durcheinanderbringen. Genau darauf zielen diese Verbrecher doch ab mit ihrer Aktion. Hier ist eine Mappe mit allen erforderlichen Informationen über Tess. Meine Assistentin ist angewiesen, alle Anfragen des FBI ohne lange Rücksprache mit mir zu klären. Sonst noch etwas?«

Ich blätterte durch die Seiten in der Mappe, in der jemand tatsächlich ein ungewöhnlich detailliertes Bild der zehnjährigen Tochter Coburns entworfen hatte. Selbst an Telefonlisten aller ihrer Kontaktpersonen war gedacht worden.

»Ich nehme an, die Haken hinter den Namen sollen uns anzeigen, dass mit jeder dieser Personen bereits gesprochen wurde?«

Coburn hatte seine Assistentin darauf angesetzt, und die hatte sich bei allen Bekannten oder Freunden von Tess erkundigt, ob diese etwas aussagen könnten.

»Es gibt leider nicht einen brauchbaren Hinweis, Agent Cotton. Hier ist das Mobiltelefon meiner Tochter, das zur Kontaktaufnahme mit mir eingesetzt wurde.«

Oliver Coburn reichte mir ein iPhone in einer durchsichtigen Tüte, wie sie üblicherweise von den Technikern der Spurensicherung verwendet wurden.

»Einer meiner eigenen Ermittler hat es aus dem Umschlag geholt, mit dem die Entführer es an mein Büro geschickt hatten. Der Umschlag ist bereits auf dem Weg ins Kriminallabor.«

Der umsichtige Ermittler der Staatsanwaltschaft hatte den Umschlag von beiden Seiten fotografiert und die Aufnahmen in die Mappe von Tess mit eingefügt. Phil nahm die Tüte mit dem Mobiltelefon an sich und aktivierte es. Nach wenigen Sekunden hatte er die Bildnachricht mit einer Sprachaufzeichnung von Tess aufs Display geholt und zeigte es mir.

»Sehr clever. Auf diese Weise kann es keine Zweifel geben, dass die Entführer Tess wirklich in ihrer Gewalt haben. Würden Sie sagen, dass es auch die Stimme Ihrer Tochter ist?«

Oliver Coburn hatte keine Zweifel an der Echtheit der Tonaufzeichnung.

»Zum Abgleich der Stimmen habe ich eine DVD von einer Geburtstagsfeier meiner Tochter mit ins Kriminallabor geschickt. Sobald Sie mit dem Mobiltelefon fertig sind, geht es ebenfalls dorthin, damit die Techniker einen Stimmabgleich durchführen können.«

Mir war Coburn als Mensch nicht sonderlich sympathisch, doch als Staatsanwalt beherrschte er offensichtlich sein Metier. Trotz der Krise dachte er logisch und handelte folgerichtig. Immerhin ein Pluspunkt für unsere Ermittlungen.

»Haben Sie einen speziellen Verdacht, wer hinter der Entführung stecken könnte?«

Phil stellte die Frage, obwohl wir beide die Antwort von Coburn ahnen konnten.

»Daubner steht natürlich ganz oben auf der Liste, Agent Decker. Aber wir dürfen auch die anderen Eltern nicht vergessen, die mit Sicherheit auf Rache aus sind. Ein bekanntermaßen sehr starkes Motiv, und da könnte auch Entführung als Mittel akzeptiert werden.«

Mein Partner hob verwundert die Augenbrauen, als Coburn nahezu die identische Argumentation wie ich zuvor im Büro von Mr High anführte.

»Sie schätzen demnach die Situation genauso ein, Agent Cotton?«

Oliver Coburn war hellsichtig genug, um Phils Reaktion korrekt zu interpretieren.

»Ja, Sir. Cedrick Daubner verfügt sicherlich am ehesten über die Möglichkeiten, eine Entführung glatt über die Bühne zu bringen. Trotzdem werden wir alle anderen fünf Elternpaare ebenso gründlich überprüfen. Wir können uns keine Fehler leisten!«

Coburn stimmte dem zu, und als wir kurz darauf aus dem Büro traten, schaute ich automatisch auf die Armbanduhr. Die gesamte ...

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