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Jerry Cotton - Folge 2792

Randalls Rudel

Humphrey lehnte lässig mit den Ellenbogen auf dem verkratzten Holz des Tresens, als eine kühle Stimme ihn ansprach. Er wandte den Kopf und wollte den Sprecher zum Teufel schicken, als ihm die merkwürdige Ruhe um ihn herum auffiel.

»Hallo, Humphrey. Wir haben gehört, du kennst den Aufenthaltsort von Stan Gorman.«

Trotz des Alkoholnebels in seinem Hirn erkannte Humphrey den schlanken Mann in komplett schwarzer Kleidung.

»Randall? Verflucht, nein! Wer hat Ihnen so einen Unsinn erzählt?«

Hilfesuchend schaute Humphrey sich um, doch niemand wollte dem Rudel in die Quere kommen.

Phil und ich litten an zu wenig Schlaf sowie schlechter Gesellschaft. Seit zweiundzwanzig Stunden suchten wir den wichtigsten Zeugen im Prozess gegen Pablo Diaz. Als Stan Gorman bei einer Razzia von Cops des Drogendezernats im Bett mit zwei Prostituierten und mehreren Tütchen Kokain erwischt wurde, erkannte Stan sein Problem.

Es gab zwei Verurteilungen gegen den Vertriebsleiter des Diaz-Kartells, und so schaute der sechsundvierzig Jahre alte Mann in eine gesicherte Zukunft. Was ihm allerdings wenig behagte, war der Umstand, dass er die Zeit in einem Bundesgefängnis würde verbringen müssen. Als er einen Deal forderte, bekam er ihn und wurde so Hauptzeuge im Prozess gegen Pablo Diaz.

Vor exakt dreiundzwanzig Stunden hätte Gorman seine Aussage vor Gericht machen sollen, doch er verschwand aus der Herrentoilette und niemand konnte ihn finden. Daher bat die Staatsanwaltschaft das FBI um Hilfe, und so kamen Phil und ich ins Spiel.

»Welche Rolle soll dieser Humphrey Poison bei dem Verschwinden spiele? Heißt der Kerl wirklich so oder ist das ein Künstlername?«

Während ich den roten Jaguar durch den milden Oktobertag steuerte, kümmerte mein Partner sich um den Computer in der Mittelkonsole. Phil rieb sich die rot geränderten Augen und gähnte herzhaft, bevor er mir antwortete.

»Ja, er heißt wirklich so. Humphrey wird gerne als Fahrer für spezielle Kurierdienste beschäftigt, und dazu zählen auch Lebendtransporte.«

Es gab Hinweise eines Informanten, wonach Humphrey am Tag zuvor einen solchen Personentransport durchgeführt hatte. Anschließend sollte man ihn in seiner Bar in der Bayard Street antreffen, und wenn nicht dort, so würde der Fahrer der Unterwelt gerne in einem nahe gelegenen Chinarestaurant speisen.

»Dann hoffen wir mal, dass der gute Humphrey wie üblich seinen Erfolg feiert«, brummte ich müde.

Zehn Minuten später betraten wir die unauffällige Bar. Es gab den langen Tresen, diverse Tische aus solidem Holz und einige Nischen für intimere Gespräche. Trotz der frühen Morgenstunde hockten fast ein Dutzend Gäste am Tresen oder an Tischen. Einige neugierige Blicke streiften uns, bevor sie sich wieder den Getränken vor sich zuwandten. Ich schob mich an den Tresen und winkte den älteren Barkeeper heran.

»Was darf es sein, Mister?«

Während Phil in Lauerstellung knapp fünf Yards hinter mir stehen blieb und ein wachsames Auge auf die anwesenden Gäste hatte, klappte ich meinen Ausweis auf und ließ den Barmann einen Blick darauf werfen.

»FBI! Special Agent Cotton. Wir suchen Humphrey Poison. Wo finden wir ihn?«

Der Barkeeper kniff die Lider zusammen und für einen Moment erwartete ich eine barsche Antwort. Dann entspannte sich seine Miene wieder und er zuckte lakonisch mit den Schultern.

»Humphrey war gestern Abend hier. Mehr kann ich nicht sagen.«

Er senkte den Blick und fuhr mit einem Lappen über den Tresen vor sich. Man musste kein erfahrener Ermittler sein, um sein ausweichendes Verhalten zu bemerken.

»Allright, Mister. Ziehen Sie sich eine Jacke über und melden Sie sich bei Ihrem Boss ab. Sie begleiten uns ins Field Office.«

Der Kopf des Barmanns ruckte hoch und ein ungläubiger Ausdruck stand in seinem Gesicht.

»Was? Wieso bin ich verhaftet?«

Einige Gäste verfolgten das Gespräch, das laut genug war, um im gesamten Gastraum gehört zu werden.

»Vorläufig geht es nur um die Überprüfung Ihrer Aussage. Humphrey Poison wird in Verbindung mit einem Kapitalverbrechen gesucht«, erwiderte ich.

Der Barkeeper leckte sich nervös mit der Zunge über die Lippen und starrte mich forschend an.

»Na, schön. Randall war mit vier seiner Leute hier und hat Humphrey abgeholt. Mehr weiß ich aber wirklich nicht, Agent Cotton!«

Dieses Mal wirkte seine Aussage glaubwürdiger auf mich.

»Randall? Wer ist dieser Randall und für wen arbeitet er?«

Der Barmann räusperte sich und kratzte sich ausgiebig im Nacken, so als ob er Angst vor der Antwort hätte. Gehörte Randall zum Kartell von Pablo Diaz? Kamen wir zu spät und Gorman fiel als Zeuge aus?

»Na, der Kopfgeldjäger. Harmon Randall und sein Rudel waren es, die Humphrey eingesammelt haben.«

Ich konnte nicht verhindern, dass mir ein verblüffter Ausruf entfuhr. Randall war mit seinem Rudel in der Stadt und knöpfte sich ausgerechnet unseren Verdächtigen vor?

»Wann war das genau, Mister?«

Der Barkeeper dachte angestrengt nach und grenzte das Eintreffen von Randall mit seinen Leuten auf eine Zeitspanne von einer guten halben Stunde ein. Demnach befand sich Harmon Randall seit mehr als zehn Stunden in New York und ich glaubte nicht an einen Zufall, wenn der berüchtigte Kopfgeldjäger sich Humphrey Poison vornahm. Phil und ich verließen die Bar, um vom Jaguar aus mit Mr High über diese überraschende Wendung zu sprechen. Unser Chef war nicht weniger erstaunt als wir und versprach mir, sich umzuhören.

»Wenn Randall mit seinem Rudel auf der Suche nach Stan Gorman sein sollte, stellt sich vor allem eine Frage.«

»Da muss jemand mächtig viele Strippen gezogen haben, um Randall so schnell nach New York zu bringen«, schloss ich das Gespräch.

Phil und ich saßen einen Augenblick nachdenklich im Wagen.

»Im Grunde kommt nur Pablo Diaz in Frage, Jerry. Wer hätte außer dem Staatsanwalt sonst noch ein dermaßen starkes Interesse an Gorman?«

»Die unmittelbare Konkurrenz des Diaz-Kartells dürfte ebenfalls sehr viel Interesse an Gorman haben, Phil. Sein Verschwinden könnte einen der Bosse dazu bewogen haben, Randall mit seinem Rudel einfliegen zu lassen.«

Der ehemalige US-Marshall und seine Mannschaft von zirka zwanzig Frauen und Männer waren für ihre Effizienz bekannt. Diese Qualitäten setzten sie aber nicht nur zur Aufbringung flüchtiger Gangster ein, um die Belohnung zu kassieren. Es hielten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Randall auch lukrative Aufträge aus der Unterwelt annahm.

»Da könntest du leider recht behalten, Jerry. Dann müssten wir uns nicht nur mit den größten Kartellen herumschlagen, sondern auch mit Harmon Randall und dessen Mannschaft«, stöhnte Phil entnervt.

Das war eine sehr zutreffende Einschätzung unserer mehr als bescheidenen Lage. Alles sah auf einmal nach einem blutigen Wettrennen gegen die Zeit aus, und das behagte mir überhaupt nicht. Zum Glück hatte unser Chef mit June und Blair zwei weitere Kollegen aufgeboten, die sich um Randalls Rudel kümmern sollten.

***

Humphrey rutschte über den dreckigen Fußboden und lehnte sich leise wimmernd mit der gesunden Schulter gegen die kalte Wand. Als Randall und seine Leute ihn aus der Bar geholt hatten, hatte er schon geahnt, was ihn erwartete. Randall war für seine außergewöhnliche Erfolgsquote bekannt, und die erzielte er durch brutales Vorgehen, wie die zertrümmerten Finger und die zerschmetterte Schulter belegten.

»Gehen wir für einen Augenblick einfach einmal davon aus, dass wir dir glauben. Wenn du Gorman nicht gefahren hast, wer dann?«

Zu diesem Zeitpunkt hatte man Humphrey bereits zwei Mal aus der Bewusstlosigkeit zurückgeholt und er konnte nur noch mühsam reden. Wellen von brennenden Schmerzen sowie anhaltende Übelkeit machten dem Fahrer zu schaffen und dennoch erkannte er seine Chance, als Randall die Frage an ihn richtete.

»Torry. Sucht nach Torry Irvin. Er ist nach mir der beste Fahrer der Stadt«, brachte Humphrey mühsam heraus.

Harmon Randall hatte sich vor den schwer misshandelten Mann hingehockt und sein kühles Lächeln aufgesetzt.

»Sicher? Falls du damit nur Zeit schinden willst, wirst du es bitter bereuen. Letzte Chance, mein Freund. Du bist nicht der Fahrer, den wir suchen?«

Obwohl es Humphrey übermenschliche Kraft abverlangte, nickte er nicht nur, sondern wiederholte seine Auskunft.

»Ganz sicher, Randall! Findet Irvin und ihr habt euren Fahrer.«

Der Kopfgeldjäger schaute einige Sekunden in Humphreys Augen, dann richtete er sich mit einem zufriedenen Nicken auf.

»Ihr habt es gehört, Emmet. Besorgt euch alle Informationen zu diesem Torry Irvin. Gestern!«

Der Ex-Cop aus Chicago verließ wortlos den Raum und würde sich umgehend zusammen mit den Kollegen an die Arbeit machen. Nachdem Emmet Dorsett den Raum verlassen hatte, schaute Randall lange auf den Mann zu seinen Füßen.

»Ich schicke dir einen meiner Leute, der sich um die Verletzungen kümmert. Solange wir nicht sicher sind, dass du uns auch wirklich die Wahrheit erzählst, bleibst du unser Gast.«

Mit dieser Warnung löschte Harmon Randall die Person Humphrey Poison aus seinem Gedächtnis, da er sich immer nur auf die naheliegende Angelegenheit konzentrierte. Der ehemalige Marshall hatte gelernt, dass ihn überflüssige Informationen nur bei schnellen Denkprozessen störten. Für Randall war der Fahrer als Informationsquelle unbrauchbar geworden und daher eilte er an seinen eigenen Arbeitsplatz. Es wurde Zeit, wieder eine neue Jagd zu organisieren. Sein Auftraggeber erwartete schnelle Erfolgsmeldungen von ihm und bezahlte dafür einen exorbitanten Aufschlag.

Harmon Randall war intelligent genug, um seine absehbare Zukunft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Job als Kopfgeldjäger ließ sich nicht unendlich lange ausüben, da mit jedem Jahr auf der Jagd auch das Risiko eines vorzeitigen Todes stieg. Harmon Randall wollte noch maximal zehn Jahre aktiv sein, bevor er sich in seiner Heimatstadt einen bequemeren Job suchen würde. Eine Stadt wie Los Angeles bot für einen cleveren Ermittler mit einem guten Team genügend Arbeit, die weniger anstrengend und gefährlich war als die eines Kopfgeldjägers.

»Wir haben eine Spur zu Torry Irvin.«

Emmets Stimme holte Randall zurück in die Gegenwart und sofort stürzte er sich wieder in seine Aufgaben.

***

Blair sah hinüber zu dem Quartett, das soeben in zwei Lincoln MKX stieg.

»Die Frau im vorderen Wagen ist Theresa Conrad. Sie hatte eine steile Karriere in Boston, bis der Knick in diesen Aufstieg kam.«

June referierte über den Hintergrund Conrads, die einen Zeugen brutal misshandelt hatte und so zwei Kinder noch lebend aus einem Erdversteck retten konnte. Ihre Karriere bei der Polizei war beendet und Theresa wurde Kopfgeldjägerin. Zuerst war sie allein erfolgreich, bevor Theresa sich Randall anschloss.

»Conrad kann besonders gut mit dem Messer umgehen«, schloss June ihren Bericht.

Blair betrachtete die sportliche Erscheinung der dunkelblonden Theresa und fand die Frau durchaus attraktiv.

»Der Mann direkt neben ihr ist Emmet Dorsett. Zwölf Jahre im Dezernat für organisiertes Verbrechen in Chicago. Dorsett war elf Monate als Undercover-Agent im Einsatz und schaffte es, ein großes Kartell auszuhebeln. Dummerweise ging die Staatsanwaltschaft einen Deal mit einem der Bosse ein, was Dorsett mächtig wütend machte. Der Kronzeuge wurde kurz darauf in einer sicheren Wohnung überfallen und getötet. Alle gingen davon aus, dass Dorsett es getan hatte, aber es gab keine ausreichenden Beweise.«

Während June über den ehemaligen Cop aus Chicago erzählte, lenkte Blair den roten Dodge Nitro in den fließenden Verkehr.

»Dorsett sieht aus wie jemand, den man besser nicht zum Feind haben möchte«, sagte Blair.

»Er hat als Ermittler für diverse Privatdetekteien in Chicago gearbeitet und war zunächst nur nebenbei als Kopfgeldjäger aktiv. Randall hat ihn entdeckt und in sein Rudel geholt. Dorsett soll heute die rechte Hand von Harmon Randall sein.«

Die beiden Lincoln rollten zügig über den Broadway, ohne die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten.

Eine Stunde später bogen die beiden Fahrzeuge von der Vanick Street in die Vandam Street ab und parkten mit einigem Abstand an der Seite.

»Das sieht nach einem Zugriff aus, June. Hast du eine Ahnung, auf wen Randalls Truppe es abgesehen haben könnte?«

June schüttelte den Kopf und überlegte die nächsten Schritte. Im Grunde hatten sie nur einen Überwachungsauftrag, doch das hieß natürlich nicht, dass sie einfach ständig hinter Randalls Leuten herfuhren und nur beobachten sollten.

»Bleib du im Wagen und behalte die beiden Männer im zweiten Lincoln im Blick. Ich schaue nach, wohin Conrad und Dorsett gehen.«

June schlüpfte aus dem Dodge, ohne Blairs Zustimmung abzuwarten. Sie wollte keine Zeit mit unnützen Diskussionen verschwenden und schlenderte gemächlich über die Straße. Aus dem Augenwinkel sah sie zu den beiden Männern im zweiten Lincoln hinüber, die von ihr jedoch keine Notiz nahmen. Zufrieden betrat June das gleiche Apartmenthaus, in dem zuvor Theresa und Emmet verschwunden waren. Das Haus verfügte über keinen Portierservice und so musste June improvisieren, um den Kopfgeldjägern auf der Spur zu bleiben.

Zuerst beobachtete sie die Anzeige des Fahrstuhls und wartete in der geöffneten Tür des zweiten Lifts, bis die Anzeige zum Stillstand kam. Dann drückte June ebenfalls den Knopf für das achte Stockwerk und schob sicherheitshalber ihre Dienstwaffe in die Jackentasche. Sollte sie mitten in eine Schießerei zwischen Gangstern und Randalls Leuten geraten, wollte June vorbereitet sein. Schließlich hielt der Lift an und sie stieg aus. Vor ihr lag ein Gang im Halbdunkeln, da nur jede zweite Lampe intakt war.

»Nicht die beste Adresse der Stadt«, ging es June durch den Kopf.

Sie musste jetzt herausfinden, in welchem Apartment Theresa und Emmet verschwunden waren. Auf dem Gang standen die beiden Kopfgeldjäger jedenfalls nicht mehr, und so eilte June von Tür zu Tür. Jedes Mal verhielt sie einige Sekunden und lauschte auf verdächtige Geräusche, doch es fiel ihr nichts auf. Als June das Ende des Ganges erreicht hatte, wandte sie sich frustriert um und starrte die geschlossenen Wohnungstüren nachdenklich an. Es gab nur einen Weg, der ihr möglicherweise weiterhelfen konnte. Sie zückte ihr Mobiltelefon und rief Blair im Wagen an.

»Sieh bitte im System nach, ob wir zu den gemeldeten Mietern folgender Wohnungen etwas vorliegen haben.«

Vier Namen führten gleich zu zwei Eintragungen und June erkannte, dass ihre Methode vermutlich kaum ans Ziel führen würde.

»Was war das? Wiederhol es noch einmal, Blair.«

Geduldig las ihr Partner die Daten über den Mieter mit dem Namen Torry Irvin nochmals vor, bei dem June stutzig geworden war.

»Irvin ist ein bekannter Kurier der Unterwelt, Blair. Genau wie Humphrey Poison.«

Sie ließ sich die Apartmentnummer von Irvin sagen und beschloss dort nach dem Rechten zu sehen.

»Warte, June! Jerry will dich sprechen.«

Verblüfft vernahm June gleich darauf die Stimme des Kollegen, der sie aufforderte, auf ihn und Phil zu warten.

***

Als ich den auffälligen Dodge unserer Kollegen entdeckte, machte ich Phil darauf aufmerksam.

»Wenn June und Blair hier sind, müssen sich auch Leute aus dem Rudel hier herumtreiben«, stellte Phil sachlich fest.

Ich parkte den roten Flitzer weit vor der eigentlichen Adresse, wo wir Torry Irvin einen Besuch abstatten wollten.

»Randall wird sich nicht damit abgeben, nur einen Fahrer zu überprüfen. Seine Vorgehensweise ist nur deshalb so effektiv, weil er seine Meute immer so breit gefächert einsetzt.«

Phil hatte die Arbeitsweise von Harmon Randall und seinem Team ausgiebig studiert, sodass er mehr darüber sagen konnte.

»Hi, Blair. Wo ist deine entzückende Partnerin?«

Unser farbiger Kollege staunte nicht schlecht, als Phil und ich in den Dodge einstiegen.

»June folgt zwei von Randalls Leuten in das Haus, Jerry. Sie will herausfinden, wen die Kopfgeldjäger auf dem Zettel haben.«

Phil und ich tauschten einen Blick aus, da wir die Antwort auf diese Frage bereits kannten.

»Randalls Leute klopfen mit Sicherheit Torry Irvin auf die Finger, weil er ebenfalls ein bekannter Kurierfahrer ist.«

Blair wollte etwas erwidern, doch da meldete sich June und bat um die Überprüfung einiger Mieter des Hauses. Ich machte meinem Kollegen ein Zeichen, dass ich anschließend mit June sprechen wollte. Blair nannte zwei andere Namen, bevor er Torry Irvin erwähnte. Energisch wiederholte ich meine Aufforderung, sodass Blair mir sein Mobiltelefon aushändigte.

»June? Bleib, wo du bist. Phil und ich sind gleich bei dir.«

Ich sah Blair an, dass er am liebsten ebenfalls mit ins Haus gegangen wäre. Doch die Observation der beiden Männer im zweiten Lincoln war ebenfalls erforderlich, weshalb er auf seinem Posten bleiben musste. Phil und ich betraten das Apartmenthaus und fuhren mit dem Fahrstuhl ins achte Stockwerk. Unsere Kollegin lehnte an der Wand und starrte die Wohnungstür von Torry Irvin an.

»Nichts zu hören, Jerry. Entweder reden Theresa und Emmet nur mit Irvin oder sie haben ihn geknebelt.«

Weder June noch wir schlossen die zweite Möglichkeit aus, da wir den Ruf von Randalls Rudel nur zu ...

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