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Jerry Cotton - Folge 2787

Fauler Zauber

Ein Trommelwirbel kündigte den Höhepunkt der Raubtiernummer mit sechs Panthern an. Jede Bewegung der schwarzen Kraftpakete verriet Energie und Aggression, die sie aus Respekt vor ihrem Meister unterdrückten, der, nur mit einer Peitsche bewaffnet, vor ihnen stand.

Das Publikum im Al Hirshfeld Theater am Broadway war durch Gitterstäbe von den Bestien getrennt, die ihren Widerwillen gegen die aufgezwungenen Kunststücke durch Fauchen deutlich machten. Eines der Tiere sollte durch einen brennenden Reifen springen, den die Assistentin hoch über ihren spärlich bekleideten Körper hielt.

In diesem Moment ertönte ein Schrei aus dem Publikum, der selbst den Dompteur zusammenzucken ließ. Der Trommelwirbel verstummte. Die Aufmerksamkeit richtete sich auf eine Frau in der ersten Reihe des Zuschauerraums.

»Hilfe! Mein Mann benötigt einen Arzt! Schnell! Er stirbt«, rief die etwa 50-jährige Frau mit gellender Stimme. Neben ihr war ein etwa gleichaltriger Mann in sich zusammengesunken. Er schien zu schlafen. Speichel rann aus seinen Mundwinkeln.

Eine Afroamerikanerin aus dem fünften Rang eilte zu dem besinnungslosen Mann, überprüfte Atmung, Pulsfrequenz und Herzschlag und beorderte per Mobiltelefon die Ambulanz in das Theater.

Der Mann wurde in Begleitung der Ärztin und seiner Frau aus dem Auditorium getragen, dann ging die Show des großen Magiers Justin Drake weiter. Das Licht im Zuschauerraum erlosch, die Scheinwerfer konzentrierten sich erneut auf die Bühne, wo die pechschwarzen Raubtiere ihrer Unruhe durch Brüllen und das Peitschen ihrer Schwänze Ausdruck verliehen.

Der schwarz gekleidete Illusionist gab mit einer Geste der rechten Hand seiner Assistentin das Zeichen zum Weitermachen. Ein Mitarbeiter reichte ihr einen weiteren präparierten Reifen durch die Gitterstäbe, sie entzündete das brennbare Material mit einem Feuerzeug. Ein Trommelwirbel erklang. Die Frau hielt den Feuerreifen mit beiden Händen über ihren Kopf.

Der Panther, der auf einem Podest vor ihr saß, machte jedoch keine Anstalten zu springen. Die Unterbrechung der Vorführung hatte ihn verunsichert.

Justin Drake ließ die Peitsche knallen, das Tier riss seinen Kopf in die Höhe und knurrte. Der Dompteur berührte die Raubkatze von der linken Seite mit der Peitsche, der Trommelwirbel steigerte sich. Der Panther spannte seinen muskulösen Körper und sprang ab, streckte sich im Sprung durch den brennenden Reifen zur vollen Länge von fast zwei Meter Länge und landete auf einem gegenüberliegenden, mit einer Kokosmatte belegten Metallsockel.

Applaus brandete auf, der Zwischenfall mit dem ohnmächtig gewordenen Zuschauer war vergessen. Die Vorstellung des Schwarzen Zauberers ging weiter. Justin Drake war ein Magier, dem nachgesagt wurde, die Grenzen des Üblichen zu überschreiten und bisweilen in dunkle, gefährliche Bereiche vorzudringen, wie in seinen Hypnosedarbietungen, bei denen ihm Personen aus dem Publikum anscheinend willenlos gehorchten. Der Schwarze Zauberer war eine Sensation am Broadway. Die Vorstellungen seines Programms Black Magic waren auf Wochen ausverkauft.

***

Jason Crawford, jener Mann, der während der Show zusammengebrochen war, hätte klären sollen, ob der umstrittene Illusionskünstler auch im Fernsehen auftreten durfte. Der Chef der FCC war an jenem Abend im Al Hirshfeld Theater erschienen, um sich selbst einen Eindruck von der Art und Qualität der Darbietungen zu machen. Die FCC, die Federal Communications Commission, wachte darüber, dass das TV-Publikum keine unzumutbaren Szenen, Schimpfwörter oder gar obszöne Ausdrücke über sich ergehen lassen musste. Der Mann war also Vollprofi. Die Vermutung, die Raubtierdressur habe ihn derart aufgeregt, dass er ohnmächtig geworden sei, war unzutreffend bis lächerlich.

Der Notarzt im Krankenwagen sowie seine Kollegen im Downtown Hospital erkannten, dass der Mann einen hypoglykämischen Schock erlitten hatte, hervorgerufen durch eine zu plötzliche und zu starke Senkung des Blutzuckerspiegels. Seine Ehefrau verneinte die Frage nach einer Zuckerkrankheit ihres Mannes, also untersuchte man dessen Blut und konnte darin eine hohe Dosis des blutzuckersenkenden Präparats Glynase feststellen. Ein Anschlag auf den Leiter der FCC, an dessen Körper man jedoch keine Einstichspuren von Injektionsnadeln finden konnte, war also nicht auszuschließen. Er musste das Medikament oral zu sich genommen haben. Warum er das getan hatte, war rätselhaft, und man schaltete das NYPD in die Klärung des Vorfalls ein.

Den Ärztinnen und Ärzten der Intensivstation des Downtown Hospital gelang es, die vitalen Körperfunktionen des an sich gesunden Mannes so weit zu stabilisieren, dass er überlebte, doch blieb er in tiefer Bewusstlosigkeit von Apparaten abhängig, die seinen Herzschlag und die regelmäßige Atmung gewährleisteten.

Die New Yorker Zeitungen berichteten über diesen Vorfall während einer Aufführung des Schwarzen Zauberers, dessen Image ohnehin mit Gefahr und Dunkelheit, mit unerklärlichen Kräften des Bösen behaftet war.

***

Bei Mr High saß der Medienunternehmer Hugh Friedman. Ihm gehörten wichtige Zeitungen, Magazine und Fernsehstationen. Friedman galt in seinen politischen Anschauungen als gemäßigt.

»Es weht ein scharfer Wind in den Markt, der alles durcheinanderwirbelt«, bemerkte der Mann mittleren Alters mit dem weißen Haarschopf und dem sportlich gebräunten Gesicht. Und dieser Wind wehte den Worten Friedmans zufolge aus dem Nordwesten, genauer gesagt aus Kanada. Sein stärkster Konkurrent, der mit aller Macht die amerikanische Medienlandschaft in den Griff bekommen wollte, war der Kanadier Darryl Hesketh. Ihm sei kein Mittel zu hart, kein Trick zu schmutzig, um an seine Ziele zu gelangen.

Der persönliche Assistent, der Hugh Friedman begleitete, nickte ernst dazu – ein etwa vierzig Jahre alter Mann, der erschöpft wirkte. Seine dunklen Augen glänzten fiebrig.

Assistant Director High hatte Phil und mich zu diesem Gespräch in sein Büro gebeten, denn Friedman und dessen Begleiter waren mit konkreten Anschuldigungen gegen den kanadischen Medienmogul ins Federal Office gekommen.

»Der Mann steckt hinter dem gesundheitlichen Zusammenbruch Jasons.« Friedman meinte damit Jason Crawford, den Chef der FCC, der nach dem Zwischenfall im Al Hirshfeld Theater außer Gefecht gesetzt war. »Er musste ihn aus dem Weg räumen, um seinen verrückten Plan durchzubringen. Jason hätte das nie und nimmer genehmigt. Sein Stellvertreter scheint von diesem kulturlosen Menschen bestochen zu sein.«

»Nicht einmal Ihre eigenen Zeitungen äußern diesen schweren Verdacht«, wandte Mr High ein.

»Wir sind auf Qualität bedacht«, erklärte Friedman. »Wir haben keine stichhaltigen Beweise, obwohl unsere Mitarbeiter intensiv recherchieren.«

Der Assistent Friedmans saß so entspannt neben seinem Chef, als ob er in Gedanken weit, weit weg, in erhabeneren Gefilden weilte. Ein leichtes Lächeln schien auf seinen schmalen, blassen Lippen zu liegen. Mir erschien der Mann unwirklich. Ich war gespannt, was Phil von den beiden hielt.

Hugh Friedmans Stimme war angenehm, volltönend. Er hätte einen guten Radio- oder Fernsehkommentator abgegeben.

Was auch immer hinter den Anschuldigungen gegen seinen Konkurrenten steckte, die Tatsache, dass seit dem Eindringen des Kanadiers in den amerikanischen Medienmarkt Krieg zwischen den Zeitungs- und Fernsehredaktionen herrschte, war nicht zu leugnen. Die Maschinerie war so richtig ins Laufen gekommen, überlegte ich. Einzelne Sendungen und ganze Serien flogen von einem Tag zum anderen aus dem Programm und wurden durch Neues, Sensationelleres ersetzt. Ein Umstand, der nicht unbedingt negativ zu werten war.

Mr High lauschte den Worten des Medienmannes mit Interesse, unterbrach ihn nur mit kurzen Zwischenfragen.

»Sie verdächtigen also Mister Hesketh, den Zusammenbruch unseres Medienwächters verursacht zu haben, um diese Zaubershow ins Fernsehen zu bringen, was letztlich durch Anordnung von Crawfords Stellvertreter geschah«, fasste unser Chef die Worte Hugh Friedmans zusammen.

»So ist es. Er plant einen sensationellen Einstieg für seinen Fernsehsender und braucht dazu die beiden Magier«, bestätigte der Medienmann.

»Sie sprechen von zwei Illusionisten«, stieß unser Chef nach.

»Der Gute und der Böse. Der Weiße Magier und der Schwarze. Aus diesem Grund sind ihm negative Vorkommnisse bei Justin Drake nicht unwillkommen, um es zurückhaltend auszudrücken«, stellte Friedman fest.

»Und jener gute Zauberer?«, beharrte unser Chef auf dem von Friedman angesprochenen Thema.

Der Medienmann erklärte verlegen lächelnd: »Wir brauchen diese journalistische Zuspitzung. Es ist wie in den Western unserer Kindertage, als die Guten an ihrer hellen Kleidung zu erkennen waren und die Bösen Schwarz trugen. Hesketh kennt natürlich all diese Tricks. Er ist dabei, einen guten und einen bösen Magier zu entwickeln, geduldig, über Monate hinweg, um die beiden schließlich in einer sensationellen Show gegeneinander antreten zu lassen, in einem Duell der Magier, kurz vor Weihnachten, der wichtigsten Zeit für die Quoten. Und Quoten bedeuten Werbeeinschaltungen, bringen Geld.«

»Was spricht dagegen, dass Sie Ihre eigenen Ideen entwickeln und ihm den Wind aus den Segeln nehmen?«, erkundigte sich Mr High.

»Mir ist es wichtig«, konterte der Medienmann, »dass sich der Ausländer so wie wir an die Vorschriften hält, dass er sich im Rahmen des Legalen bewegt. Und das müssen wir ihm von Anfang an klarmachen.«

Der Assistent Friedmans hatte die Hände gefaltet, wie zum Gebet, seine Augen waren auf einen Punkt an der Wand geheftet. Er schien kaum zu atmen.

»Hesketh schreckt vor nichts zurück. Daher ist es wichtig«, beharrte Hugh Friedman, »dass uns die amerikanischen Behörden vor Übergriffen schützen.«

»Das FBI New York wird das NYPD kontaktieren und alle Umstände des Zusammenbruchs des Medienwächters prüfen«, versicherte unser Chef. »Ich habe zu diesem Gespräch zwei erfahrene Mitarbeiter hinzugezogen, um Ihnen, Mister Friedman, zu verdeutlichen, wie ernst wir Ihren Verdacht nehmen. Und ich versichere Ihnen, dass wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten alle offenen Fragen prüfen und klären werden.«

»Und uns auf dem Laufenden halten«, ergänzte Friedman.

»Und Sie über relevante Entwicklungen informieren, wie auch Sie uns Beobachtungen von Ihrer Seite mitteilen. Ihre unmittelbaren Ansprechpersonen sind ab sofort die mit dem Fall beauftragten Agents Cotton und Decker.«

Als sich Hugh Friedman erhob, kehrte sein Assistent auch in die Realität zurück, stand ebenfalls auf, nickte uns zu und verschwand hinter seinem Chef durch die gepolsterte Tür zum Sekretariat.

Ein gespenstisch wirkender Abgang.

»Duell der Magier.« Unser Chef ließ sich diese Worte auf der Zunge zergehen, nachdem Hugh Friedman und sein Assistent das Office verlassen hatten. Sein Gesicht wirkte spöttisch.

»Das Zaubern kommt wieder in Mode, Sir. Denken Sie an die großen Shows in Las Vegas«, setzte Phil zu einer Erklärung an, doch unser Chef unterbrach ihn.

»Wichtig ist es, dass Sie Ihre Ermittlungen dezent durchführen, Agents. Wir müssen vermeiden, dass das FBI zwischen die Fronten des Medienkriegs gerät. Sie werden professionell vorgehen, aber jede zusätzliche Eskalation vermeiden, sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite.«

***

Von Mr Highs Sekretärin erfuhren wir, dass es sich bei den beiden Herren um Vater und Sohn gehandelt hatte.

»Irrst du dich da nicht, Helen?«, fragte Phil ungläubig. »Also, ich schätze Friedman auf Mitte fünfzig, und der Assistent wird an die vierzig sein. Das geht nicht auf.«

»Adoptivsohn«, konterte Helen. »Lest ihr denn keine Zeitungen?

»Und was weißt du sonst noch über die beiden?«, erkundigte ich mich.

»Ach, was man so liest in der Presse. Außerdem waren die beiden schon bei Oprah.«

»Bei wem?«, fragte Phil ungläubig.

»Du wirst doch nicht vorgeben, nicht zu wissen, wer Oprah ist? Eine Tasse Kaffee, die Agents, zur Anregung der geistigen Fähigkeiten?«, unterbrach sich Helen selbst.

»Unbedingt. Dein Kaffee …«

»Ich weiß. Mein Kaffee ist so bekannt wie die Oprah Winfrey Show, außer bei einzelnen Banausen, deren TV-Geräte offenbar nur Sportprogramme senden.«

»Dein Kaffee«, ließ sich Phil nicht beirren, »gehört zum Angenehmsten, das dieses Haus zu bieten hat. Wie schaffst du das?«

Helen erwähnte etwas von frischem Wasser, Kaffeebohnen aus Hawaii, dem richtigen Mahlgrad, einer ausreichend starken Wasserpumpe der Maschine und stellte drei dampfende Tassen mit einer herrlichen Crema auf das runde Tischchen.

»Und dann gibt es natürlich ein kleines Geheimnis«, gestand sie.

»Und das wäre?«

»Top Secret«, blieb Helen hart. »Aber ihr wolltet doch etwas über Friedman erfahren, nicht wahr?«

»Okay. Leg los!«, bat ich sie. »Alles, was du über Friedman und seinen Assistenten weißt.«

»Also, Vater und Adoptivsohn. Friedman ist seit vier Jahren Witwer. Seine Frau starb unter tragischen Umständen.« Um die Spannung zu erhöhen, nahm Helen einen Schluck aus ihrer Tasse, bevor sie die Erzählung wieder aufnahm. »Sie ertränkte sich. Im eigenen Swimmingpool«, verriet uns Mr Highs Sekretärin mit belegter Stimme.

»Eine beliebte Selbstmordmethode der Reichen«, mischte sich Phil in das Gespräch ein.

»Wieso?«, fragte Helen.

»Wer keinen Pool hat, muss sich etwas anderes einfallen lassen.«

Helen ignorierte diese Bemerkung und fuhr fort: »Die schöne Tochter der beiden, eben erst volljährig geworden, interessierte sich nicht für das Geschäft ihres Vaters. Sie wollte Bildhauerin werden, also suchte der Mann nach einer geeigneten Stütze in geschäftlichen Belangen und fand diese in Form seines eifrigen Assistenten Crispin Duvall. Diesen adoptierte er. Der Mann trägt nun den Namen Friedman.«

Ich war dabei, mich bei Helen für das Briefing zu bedanken, als sie mich unterbrach: »Einen Moment noch! Noch fehlen die harten Fakten«, meinte sie, tippte einige Wörter in ihren PC und druckte das Material aus. Die fünf Seiten, die sie mir überreichte, enthielten die geschäftlichen und privaten Adressen von Hugh, Ronda und Crispin Friedman sowie einen Hinweis auf ein Rauschgiftdelikt in Zusammenhang mit der Tochter.

»Und noch etwas, Helen. Wir brauchen Karten für die Show des Schwarzen Magiers«, bat ich sie.

»Drake, Justin Drake. Im Al Hirshfeld Theater.« Helen befragte ihren PC und stellte fest, dass die Vorstellungen für die nächsten drei Wochen ausgebucht waren.

»So lange können wir nicht warten«, gab sich Phil ungeduldig, während Helen schon zum Telefonhörer griff und uns innerhalb von Minuten Tickets für die Abendvorstellung organisierte.

»Ihr sagt mir, wie er euch gefallen hat. Mich würde das auch sehr interessieren«, meinte sie noch.

»Sobald der Fall abgeschlossen ist, laden wir dich ein. Beim derzeitigen Stand der Ermittlungen erscheint mir das noch zu gefährlich. Immerhin liegt ein Besucher der Show im Koma«, vertröstete Phil sie.

***

Die Zaubershow in dem vor drei Jahren renovierten Theater war tatsächlich etwas Außergewöhnliches. Die Illusionen waren so spektakulär, dass ich sogar vergaß herauszufinden, wie der Mann das machte, welche Technik sich hinter den Tricks verbarg. Justin Drake und seine Assistentin waren schwarz gekleidet. Jede Geste, jeder Handgriff war überlegt, wirkte feierlich-sakral, wie bei einem Gottesdienst.

Eine Schwarze Messe, dachte ich, untermalt mit dunklen Orgeltönen, die bis in die Eingeweide der Zuschauer vorzudringen schienen. Eine Schwarze Messe, die für das Fernsehen aufgezeichnet wurde, wie man das Publikum vorab informierte. Die Eintrittspreise waren aus diesem Grund reduziert, weil es durch Kameras und Kameramänner eventuell zu Sichtbehinderungen kommen könnte, obwohl man sich alle Mühe gebe, dies zu vermeiden, so verkündete ein Blatt, das jedem Besucher ausgehändigt wurde.

Den einzelnen Nummern jedoch fehlte das Spielerisch-Bunte sonstiger Zaubershows. Über allem lag Schwere, Düsternis, Bedrohung. Das Schweinwerferlicht, das die hellen Elemente des in Schwarz-Weiß gehaltenen Bühnenbildes hervorhob, schien so grell, dass es in den Augen schmerzte.

Bei der letzten Darbietung vor der Pause bat Justin Drake mit seiner tiefen, durch hallendes Echo verstärkten Stimme einen Mann auf die Bühne. Er hatte eine ganz bestimmte Person ausgewählt. Anderen Theaterbesuchern, die sich irrtümlich angesprochen fühlten, bedeutete er mit einer gebieterischen Geste seiner rechten Hand, wieder Platz zu nehmen.

Er streckte seine Finger weit nach vorne und konzentrierte sich auf den stehenden Mann. Ein bläuliches Leuchten ging von seinen Augen aus, nebelartiger Dampf entströmte seinem Mund. Ein tiefes Rauschen erfüllte das Auditorium. Es klang wie Regen vor einem Gewitter.

Ein gleißender Blitz fuhr von der Decke des Zuschauerraums und traf den Mann, dessen Gesicht und Hände nun schwarz ...

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