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Jerry Cotton - Folge 2786

Tu Buße und stirb

Seine Panik überschritt jedes denkbare Maß. Als er nach dem Schlag wieder zu sich kam, saß er an Beinen und Armen gefesselt auf einem Stuhl. Einer der Eindringlinge sorgte mit kaltem Lächeln dafür, dass er den Schlauch nicht hochwürgen konnte.

»Genieße es. Du hast es dir verdient.«

Er konnte nicht glauben, dass sie es tun würden, obwohl er ihnen alle Namen und Adressen verraten hatte. Sein fassungsloser Blick verfolgte, wie die durchsichtige Flüssigkeit in den Trichter am Ende des Schlauches floss.

Der Anblick war grauenhaft, doch der Gestank übertraf alles. Phil und ich warfen einen flüchtigen Blick auf den entstellten Leichnam, bevor wir uns eilig hinaus auf die Terrasse begaben. Hierhin hatte sich auch Lieutenant Copper vom NYPD zurückgezogen.

»Kein schöner Anblick, was?«

Der spindeldürre Ermittler lehnte an der hüfthohen Brüstung und zog die kühle Aprilluft tief in seine Lungen. Wir stellten uns zu ihm. Während mein Blick über die Häuser in der West End Avenue glitt und ich sogar für einen kurzen Augenblick meinte, einige Lichter des Broadways erkennen zu können, sprach der Lieutenant weiter.

»Veek hat sich einige Feinde mit seiner Aussage vor der Grand Jury gemacht. Ihre Anwesenheit lässt darauf schließen, dass Sie seine Mörder da vermuten.«

Er hatte absolut recht mit seiner Einschätzung. Clark Veek war ein sehr erfolgreicher Rechtsanwalt gewesen, dessen Klientenauswahl ab und an als fragwürdig zu bezeichnen war. Dass er seine Lizenz dennoch behalten konnte, lag zum einen an seiner Qualität als Anwalt und zum anderen in seiner Bereitschaft, bei kniffligen Rechtslagen auch mit den Behörden zu kooperieren.

»Unser Chef möchte nur sichergehen, dass es nicht aus dieser Richtung kommt. Was sagen die Spezialisten?«

Der dürre Mann zog den Reißverschluss seiner dunkelblauen Windjacke höher, als ein kühler Windstoß über die Terrasse strich.

»Es gibt keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen, Agent Cotton. Außer einer erkennbaren Schwellung unterhalb seines Schädels unter dem linken Ohr konnten bisher auch keine Kampf- oder Abwehrspuren an dem Opfer gefunden werden.«

Phil und ich sahen uns kurz an. Diese ersten Informationen deuteten auf Profis hin oder die unerwartete Tat eines Vertrauten. Welcher Freund würde einem aber Säure einflößen? Sollte es in Veeks privatem Umfeld ein Vorkommnis geben, das jemanden zu so einer grausamen Handlung veranlassen konnte, dann würden wir es sicherlich schnell herausfinden.

»Ich stelle mir den Ablauf so vor: Veek hat seinen Mördern ahnungslos die Tür geöffnet und sie freiwillig in sein Apartment gelassen. Hier schlug ihn einer der Täter von hinten nieder, sodass sie ihn gemeinsam auf den Stuhl setzen und fesseln konnten.«

Mit einer Handbewegung stoppte ich den Redefluss.

»Einen Augenblick, Lieutenant. Was macht Sie so sicher, dass es mehrere Täter gewesen sind? Ein kräftiger, zu allem entschlossener Mann hätte die Tat durchaus allein ausführen können.«

Der dürre Mann schüttelte entschieden den Kopf.

»Der Kopf von Veek war nicht fixiert, sodass er mit Sicherheit versucht hätte, den Schlauch auszuspucken. Wenn ihm jedoch einer den Kopf und gleichzeitig den Schlauch mit Trichter gehalten hat, dann gab es keine Chance für ihn.«

Der Lieutenant erwies sich als ausgesprochen gründlicher Mann, der die Techniker des Labors offensichtlich zu Höchstleistungen animiert hatte. Er konnte seine Theorie auf vorhandene Fakten stützen und so akzeptierte ich seine Annahmen. Der Ermittler des NYPD skizzierte einen Verlauf der Tat, der von uns zunächst als wahrscheinlich angenommen werden konnte.

»Gibt es bereits Erkenntnisse zu der Säure, die zum Einsatz kam?«

Phils Frage war rein technischer Natur, trotzdem sah ihn der Lieutenant irritiert an.

»Nein, Agent Decker. Für eine brauchbare Analyse muss der Leichnam in der Pathologie auf den Tisch und die Anhaftungen an Schlauch und Trichter können nur im Labor ausgewertet werden. Warum?«

Mein Partner sah den Lieutenant verblüfft an.

»Weil uns die Zusammensetzung der Säure sicherlich auf die Spur der Täter bringen kann«, antwortete Phil.

Der Mann vom NYPD wiegte skeptisch mit dem Kopf, sparte sich aber weitere Kommentare.

»Haben Ihre Leute irgendwelche Dinge im Apartment gefunden, die für die Ermittlungen von Interesse sein könnten?«

Der Lieutenant klappte seinen schwarzen Notizblock auf und schaute auf eine Liste, die mit gestochen scharfer Schrift erstellt worden war.

»Nach meiner Auffassung nicht, Agent Cotton. Sehen Sie selbst.«

Er reichte mir seine Notizen und ein flüchtiger Blick reichte aus, um auch mir die Banalität der Dinge zu verdeutlichen.

»Demnach hat Mister Veek wohl keine Akten seiner Mandanten zu Hause bearbeitet. Gibt es einen Safe?«

Die Techniker hatten einen in der Wand im Schlafzimmer eingebauten Safe gefunden und kämpften noch mit dem Schloss.

»Scheint ein exklusives Modell der neuesten Generation zu sein, daher brauchen die Spezialisten noch ein wenig. Das ist der Grund, warum ich noch hier bin.«

Phil wollte gerade eine weitere Frage stellen, als eine Kollegin des Lieutenants auf die Terrasse trat. Sie hatte sich beim Portier umgehört und konnte auf eine Diskette mit diversen Stunden Material aus Überwachungskameras verweisen.

»Es gab keinen offiziellen Besucher an diesem Abend, der zu Clark Veek wollte. Ich habe mir daher die Aufzeichnungen der Überwachungskameras aus dem Foyer, dem Treppenhaus sowie der Tiefgarage angesehen.«

Ein silberner Lincoln Town Car war gegen acht Uhr in die Tiefgarage gefahren. Während der Fahrer im Wagen geblieben war, stiegen zwei Männer aus und benutzten den Lift. Leider konnten wir die Fahrt nicht verfolgen, da es keine Kameraperspektive gab, die auch die Etagenanzeige im Visier hatte.

»Wie bitte? Die Burschen steigen in den Fahrstuhl, fahren los und sind weg? Eine dreiviertel Stunde später kommen sie urplötzlich mit dem Lift wieder in der Tiefgarage an und steigen einfach in den Lincoln, um in aller Seelenruhe zu verschwinden? Wie soll das denn funktionieren?«

Phil schaute zweifelnd auf die blonde Frau an der Seite des Lieutenants. Seine Fragen waren berechtigt, lösten aber einen falschen Eindruck bei den Cops aus.

»Sie dürfen meine Angaben gerne nachprüfen, Agent Decker«, kam es spitz von der Frau.

Phil erkannte seinen Fehler und lenkte schnell ein.

»Das sollten keine Zweifel an Ihren Recherchen sein, Detective. Sorry, aber der Ablauf wirft einfach eine Menge Fragen auf.«

Einige Sekunden lang musterte die Blondine meinen Partner forschend, doch dann akzeptierte sie seine Entschuldigung.

»Das war auch mein Eindruck, Agent Decker. Deswegen habe ich den Weg der Männer nachvollzogen und bin auf Folgendes gestoßen.«

Im Stockwerk unterhalb von Veeks Wohnung gab es eine defekte Überwachungskamera, was bisher niemandem im Haus aufgefallen war.

»Der Portier versicherte mir, dass solche Defekte meistens nach kurzer Zeit bemerkt und abgestellt werden. Ich glaube ihm. Für mich ergeben sich daraus einige Fragen, Agent Decker.«

Der Detective spreizte einen wohlgeformten Zeigefinger ab, als sie mit der Aufzählung begann. Schnell durchlief sie ihre Überlegungen und weihte uns ein. Sie wollte nicht an einen Zufall glauben, dass eine Überwachungskamera ausgerechnet vor dem Mord an einem Hausbewohner ausgefallen war.

»Wenn es so wäre, hätten die Männer unfassbares Glück gehabt und es clever ausgenutzt. Seltsam daran erscheint mir allerdings, dass man die defekte Kamera als solche gar nicht so einfach erkennen kann. Wie hätten es dann die Mörder bemerken können?«

Wir teilten die Auffassung der Kollegin vom NYPD, wonach das Ausschalten der Kamera ein Teil des Plans der Täter gewesen war. So hatten sie sich einen sicheren Weg ins Haus und ins richtige Stockwerk verschafft. Auf dem Weg zum Fahrstuhl und später zurück zum Lincoln mussten sie lediglich die Kapuzen über den Kopf ziehen und ihre Köpfe gesenkt halten. Irgendwann in den Tagen vor dem Mord hatte einer von ihnen die Kamera gezielt beschädigt.

»Nun, Agents? Wie geht es weiter?«

Der Lieutenant sah uns fragend an, da er eine Entscheidung haben wollte. Phil und ich stimmten uns mit Blicken ab, bevor ich seufzend nickte.

»Es gibt ausreichend Indizien, die auf einen gezielten Mord hindeuten, und wir müssen dabei von Profis ausgehen. Damit kommt das Syndikat ins Spiel, gegen das Veek ausgesagt hat. Wir übernehmen ab hier, Lieutenant. Vielen Dank für die hervorragende Vorarbeit, die ich auch so im Bericht erwähnen werde.«

Es folgte ein knappes Händeschütteln und dann zog die Truppe des NYPD ab, sodass Phil und ich mit den Spezialisten allein im Apartment blieben. Zehn Minuten nach dem Abzug der Kollegen trat einer der Techniker hinaus auf die Terrasse.

»Der Safe ist jetzt offen, Agent Cotton.«

Phil und ich folgten dem Mann ins Schlafzimmer, da wir natürlich unbedingt einen Blick auf den Inhalt des Safes werfen wollten. Möglicherweise brachte er uns auf die Spur der Täter, indem er ein Motiv lieferte.

***

Wir hatten nicht erwartet, dass Eddi Kell uns mit offenen Armen empfangen würde. Im Safe von Clark Veek hatten wir tatsächlich brisantes Material entdeckt und uns daher ohne Vorankündigung zum Apartment von Eddi Kell begeben. Der Sohn des Syndikatsbosses hatte alle Tricks eingesetzt, um die Aussage von Veek gegen seinen Vater zu unterlaufen. Einiges von dem verräterischen Material hatte der findige Rechtsanwalt in seinem Safe aufgehoben und, wie wir anhand der Kopie eines Schreibens erkennen konnten, diesen Umstand auch Eddi Kell mitgeteilt. War das sein Todesurteil gewesen?

»FBI? Was wollen Sie denn um diese Uhrzeit hier?«

Eddi hatte es nicht für nötig befunden, sich aus der weitläufigen Couchlandschaft zu erheben, nachdem einer seiner muskulösen Aufpasser uns ins Wohnzimmer geführt hatte. Anfangs hatte es fast so ausgesehen, als wenn Phil und ich nicht einmal einen Fuß in die Wohnung würden setzen können. Doch meine Anspielungen hatten dann doch die Neugier von Eddi geweckt und so standen wir jetzt auf einem sündhaft teuren Holzfußboden mit Keramikeinlagen und starrten auf Kell.

»Es geht um Clark Veek, Mister Kell. Wann haben Sie das letzte Mal mit ihm zu tun gehabt?«

Der fuchsgesichtige Eddi schaffte es, seine Aufmerksamkeit für einige Sekundenbruchteile vom Großbildschirm seines Fernsehers zu lösen.

»Veek? Na, bei seiner Falschaussage vor Gericht natürlich. Warum wollen Sie das denn wissen?«

Seine Frage hätte sich auch an den Moderator der Übertragung einer Wrestling-Show im Fernsehen richten können, da Eddi seinen Blick bereits wieder der spannenden Präsentation zweier Kämpfer zugewandt hatte.

»Mister Veek hat einige interessante Dinge in seinem Safe aufgehoben, Mister Kell. Zum Beispiel den dümmlichen Versuch, ihn mit einem minderjährigen Mädchen zu verkuppeln. Haben wir jetzt Ihre Aufmerksamkeit?«

Phils Einwurf reichte nicht einmal aus, damit Kell seinen Blick vom Geschehen auf der Großbildleinwand nahm. Mein Blick erfasste die Fernbedienung, die rechts vom abweisenden Eddi auf der Couch lag. Kurzerhand schnappte ich mir das Gerät und schaltete den Fernseher ab. Einer der Muskelmänner walzte los, wurde aber von einem warnenden Blick meines Partners zunächst gestoppt. Möglicherweise hatte die Rechte von Phil auf dem Knauf seiner Dienstwaffe diese vernünftige Reaktion unterstützt.

»Was erlauben Sie sich eigentlich, Agent Cotton?«, fauchte Fuchsgesicht.

Mit einem falschen Lächeln strahlte ich den verkorksten Sohn des Syndikatsbosses an.

»Ich erlaube mir, Ihnen die bedauerliche Nachricht vom gewaltsamen Tod Clark Veeks zu überbringen. Die Indizien im Safe lassen uns an Sie als Auftraggeber dieses Mordes denken, Mister Kell. Möchten Sie sich dazu äußern?«

Die dünnen, rotblonden Augenbrauen zuckten unkontrolliert auf und nieder. Eddi Kell wirkte ernsthaft überrascht und verunsichert. Würde ich mich ausschließlich auf den ersten Eindruck verlassen, müsste ich Kell als unschuldig einstufen. Möglicherweise war er aber auch nur eine Naturbegabung als Schauspieler.

»Veek hat es erwischt? Das kann ich nicht glauben, Agent Cotton. Wieso zum Teufel konnten die Arschlöcher ihn nicht eine Woche früher kaltmachen? Verflucht!«

Eddis Reaktionen waren weder jugendfrei noch wirkten sie einstudiert. Ich schaute zu Phil, der nachdenklich die Stirn krauste.

»Mensch, Eddi! Sparen Sie sich doch das unglaubwürdige Schauspiel. In zehn Minuten steht eine Meute Kriminaltechniker auf der Matte und sichert jede noch so winzige Spur in dem Apartment. Sie können also ruhig schon einmal auspacken, oder möchten Sie vorher mit Ihrem Anwalt reden?«

Beide Bodyguards scharrten unruhig mit den Füßen, da ihnen die Situation offenkundig missfiel. Eddi Kell kam auf die Füße und breitete theatralisch die Arme aus.

»Stellen Sie meinetwegen alles auf den Kopf, Agent Cotton. Ihre Spurensucher werden nichts Verdächtiges finden, weil es nichts zu finden gibt. Wer immer Veek auf dem Gewissen hat, ich habe nichts damit zu tun. Falls ich den Idioten vor Ihnen erwische, kann der sich auf etwas gefasst machen!«

Eddi wurde immer zorniger und sein Verhalten ließ mich stutzen. Wann hatte das letzte Mal ein Syndikatsmitglied einer freiwilligen Durchsuchung seiner Wohnung zugestimmt? Entweder war Eddi unglaublich dreist oder einfach nur sehr wütend.

»Wie Sie meinen, Eddi. Phil?«

Es sollte mein letzter Anlauf werden, um endgültige Gewissheit zu erlangen. Mein Partner griff in seine Jackentasche, um sein Mobiltelefon zu zücken oder wenigstens den Anschein zu erwecken. Bevor seine Hand in der Jackentasche verschwinden konnte, reagierten die Aufpasser und ließen mich entsetzt nach Luft schnappen. Beide Bodyguards zogen ihre Pistolen und in meinem Kopf rasten die Gedanken wirr durcheinander.

»Waffe fallen lassen!«, brüllte ich.

Eddi Kell tauchte blitzschnell hinter der Rückseite der Couch ab, während Phil und ich gleichzeitig unsere Waffen zogen. Ich brachte mich durch einen seitlichen Sprung aus der Schussbahn, unmittelbar bevor die Waffe des dunkelhaarigen Aufpassers losdonnerte. Die Kugel sauste über meinen Kopf hinweg und schlug in eine Vitrine mit Uhren ein. Ein wütendes Aufheulen kam aus der Ecke, wo Eddi sich versteckt hielt.

»Aufhören, ihr Idioten!«

Seine Aufforderung ging im Krachen weiterer Schüsse unter, da Phil und der zweite Bodyguard gleichzeitig feuerten. Sowohl das sinnlose Verhalten der Aufpasser als auch Eddis Zwischenrufe verwirrten mich weiter. Was geschah hier eigentlich? Ich konnte die Füße des Aufpassers erkennen, der mich als Zielscheibe auserkoren hatte. Eine weitere Kugel aus seiner Pistole klatschte ins Holzfurnier des Schrankes, neben dem ich kauerte. Ich zielte sorgfältig und schoss zweimal. Mit einem lauten Schrei verschwand der Fuß des Mannes und dann krachte seine schwere Gestalt zu Boden. Ich sah seine Pistole in Pirouetten über den Boden schliddern und war blitzschnell neben dem Mann.

»Hört endlich auf zu schießen, ihr Hohlköpfe!«, drang Eddis Stimme durch die Ruhe nach dem Schuss.

Während ich die Pistole des angeschossenen Aufpassers sicherstellte, vernahm ich ein dumpfes Poltern und dann Phils Stimme.

»Alles in Ordnung bei dir, Jerry?«

»Ja, alles bestens. Hast du den zweiten Mann entwaffnet?«

Ohne große Rücksichtnahme hatte ich dem wimmernden Aufpasser Handschellen verpasst, ohne mich um seine kläglichen Ausrufe wegen des lädierten Fußes zu scheren. Als ich mich aufrichtete, stand Phil bereits neben dem zweiten Bodyguard und hatte sein Mobiltelefon in der Hand.

»Das wird Sie teuer zu stehen kommen, Eddi«, fuhr ich das Fuchsgesicht an.

Der stand mit böser Miene neben der Vitrine, die durch die Kugel seines Aufpassers in Mitleidenschaft gezogen worden war.

»Keinen blassen Schimmer, was in diese Burschen gefahren ist. Ich bin fertig mit ihnen, also schleifen Sie die beiden aufs nächste Revier und buchten Sie sie ein. Mir tun Sie damit nur einen Gefallen!«

Eddi Kell war extrem aufgebracht und starrte den verletzten Aufpasser wütend an, so als ob er ihm am liebsten selbst noch eine Kugel verpasst hätte. Ich erinnerte mich an seine Ausrufe in dem Moment, als seine Bodyguards völlig unmotiviert das Feuer eröffneten. Eddi war von dem Gewaltausbruch genauso überrascht worden wie Phil und ich.

»Die Cops sind auf dem Weg und ein Rettungswagen ebenfalls. Was sollte das werden? Haben Sie Ihre Männer immer so schlecht im Griff?«

Phil fuhr Eddi an, der hilflos die Arme ausbreitete.

»Diese Männer haben vorher für meinen Vater gearbeitet, Agent Decker. Keine Ahnung, was für ein Teufel sie geritten hat.«

Mein Partner sah zu mir herüber und ich erkannte ganz ähnliche Gedanken bei Phil, wie ich sie selbst hegte. Eddi hatte seine Hände weder bei dem Mord an Veek im Spiel noch den sinnlosen Feuerbefehl zu verantworten.

»Letzte Chance, Eddi. Wenn wir erst einmal alle Indizien aus dem Safe ausgewertet haben, gibt es keinen Deal mehr.«

Eddi Kell blieb standhaft bei seiner Aussage, dass er keine Ahnung von dem Mord an Clark Veek gehabt hatte, bis ich ihm davon berichtete. Er kam freiwillig mit uns ins Field Office, um zum Mord wie auch der Schießerei in seinem Apartment eine Aussage zu unterschreiben.

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