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Jerry Cotton - Folge 2784

Kinderhandel

Der Mann, der in wenigen Minuten ein Verbrechen begehen würde, war nervös. Obwohl er mit einem Achtunddreißiger, den er vor einigen Tagen auf der Straße gekauft hatte, und einem Jagdmesser bewaffnet war, war er nahe daran, sich in die Hose zu machen. Er war kein Gangster, der alle paar Tage ein Kind entführte oder einen Menschen umbrachte. Zum Auftragskiller hatte er kein Talent. Aber gerade deshalb war er so gefährlich. Ein Nervenbündel wie er würde eher ein Blutbad anrichten als ein kaltblütiger Killer.

Gegenüber vom Roosevelt Hospital fand er einen Parkplatz. Er stellte den Motor ab und blieb eine Weile sitzen, bis er seine Nerven unter Kontrolle hatte und einigermaßen ruhig atmen konnte. Er blickte in den Schneeregen hinaus, der am späten Abend eingesetzt hatte und das mächtige Krankenhaus nur noch schemenhaft erkennen ließ. Durch die beschlagenen Scheiben seines alten Ford sah er die Wolkenkratzer von Midtown wie durch Milchglas.

Auf seiner Armbanduhr war es kurz nach zwei Uhr. Die beste Zeit für sein Vorhaben, das wusste er von der hübschen Wetterfee von Chanel 4, die ebenfalls auf der Entbindungsstation lag und live im Fernsehen über ihre Zeit im Krankenhaus berichtete. »Nachts ist es hier so herrlich ruhig, als wäre ich in einem Luxushotel und nicht in einer Klinik«, hatte sie gesagt. Katy Winner – a Winning Mother hieß die Doku-Soap.

Julia Webber und ihr Baby lagen nur ein Zimmer weiter, das hatte er von seiner Freundin erfahren. Die arbeitete im Roosevelt Hospital und kannte dort jeden Winkel. Er hatte sich an sie herangemacht und sie gleich am ersten Abend flachgelegt. Es war nicht schwer gewesen, sie zu überreden. Sie wollte Geld, um wie diese Zicken auf der Fifth Avenue einkaufen zu können, und sie war bereit, ein Risiko dafür einzugehen. Sie hatten sich gesucht und gefunden.

Er atmete ein paar Mal tief durch und nahm den Revolver aus dem Handschuhfach. Er hatte nicht vor, ihn zu benutzen, fühlte sich aber sicherer damit. Bei einem solchen Unternehmen wusste man nie, was geschah. Er überprüfte die Trommel, nickte zufrieden und schob ihn hinter den Gürtel, auf dem Rücken natürlich, wie die abgezockten Gangster. Das Messer steckte in der Lederscheide an seiner Hüfte, ein schlichtes Jagdmesser, wie es Jäger oder ältere Pfadfinder trugen. Fehlte noch das wichtigste Utensil: der weiße Arztkittel, den er vorsichtshalber in einem Walmart außerhalb der Stadt gekauft hatte, um keine Spuren zu hinterlassen. Natürlich hatte er bar bezahlt. In Serien wie Law & Order sah man immer wieder, wie sich nachlässige Verbrecher durch den Gebrauch einer Kreditkarte verrieten. Mal davon abgesehen, dass er gar keine besaß.

Er nahm den Kittel vom Rücksitz und zog ihn über seine Jeans und seinen dunklen Pullover. Sogar an die weißen Arztschlappen hatte er gedacht, die stammten ebenfalls aus dem Walmart. Oder Schlappen, die dafür durchgingen. Der Mantel und die Schuhe waren nicht billig gewesen, ein halbes Tütchen Stoff hätte er dafür bekommen, aber das machte ihm wenig aus. Bald würde er genug Geld haben und bräuchte sich keine Sorgen mehr zu machen. Und dieses beschissene Wetter würde er auch hinter sich lassen. Sie würden nach Florida gehen, da war es warm im Winter.

Noch einmal überprüfte er sein Aussehen im Rückspiegel, dann gab er sich einen Ruck und stieg aus. Im Laufschritt, um möglichst wenig nass zu werden, überquerte er die Straße. Er benutzte einen Seiteneingang, nickte einer Patientin mit Krücken zu, die anscheinend nicht schlafen konnte und sich in dem langen Flur die Zeit vertrieb, und rannte auf dem Hauptflur einer jungen Ärztin in die Arme, die mit einem Klemmbrett aus einem der Untersuchungszimmer kam.

»Hey, nicht so stürmisch!«, rief die Ärztin. »Der Frühling ist lange vorbei.«

Er ging rasch weiter, damit sie sein Gesicht nicht sah, und lief auf die Aufzüge zu. Ohne sich nach ihr umzudrehen, drückte er auf einen der Knöpfe.

»Sie hätten wenigstens versuchen können, mich anzumachen«, hörte er die fröhliche Stimme der Ärztin hinter sich. »Oder sehe ich schon so alt aus?«

Im Aufzug hatte er mehr Glück. Außer ihm fuhr keiner nach oben, und auch als er im siebten Stock ausstieg, war niemand in der Nähe. Ihm war bewusst, dass es Überwachungskameras im Roosevelt gab, und er hielt den Kopf stets gesenkt, um sein Gesicht zu verbergen.

Er betrat die Neugeborenenstation und ging scheinbar geschäftig durch den langen Flur. Dies war der kritischste Moment bei seinem Vorhaben. Die Gefahr, von einer Schwester gesehen und später genau beschrieben zu werden, war groß. Aber er hatte Glück. Die moderne Rezeption, die sich auch in einem Luxushotel gut gemacht hätte, lag verlassen vor ihm, und die Schwestern waren nirgendwo zu sehen. Entweder waren sie unterwegs, oder sie hielten sich im Schwesternzimmer auf.

Was sein Vorgehen nicht unbedingt erleichterte. Wie er aus dem Internet wusste, wurden die Aufnahmen aller Überwachungskameras auf der Neugeborenenstation auf die Monitore der Krankenschwestern übertragen. Selbst in den Zimmern gab es Kameras, damit sie sofort sehen konnten, wenn eines der Neugeborenen ihre Hilfe brauchte.

Wenn sein Vorhaben klappen sollte, musste er schnell handeln. Nicht die geringste Blöße durfte er sich geben, sonst landete er schneller hinter Gittern, als er sich das vorstellen konnte.

»Doktor! Warten Sie!«, hielt ihn die Stimme einer älteren Schwester auf.

Er wandte sich nur halb um, sah aus den Augenwinkeln, wie die Schwester um den Tresen herumkam und ihm nachlaufen wollte. Sie hielt ein Klemmbrett in der Hand, wollte ihm wahrscheinlich eine wichtige Frage stellen.

»Keine Zeit«, erwiderte er. »Ein dringender Notfall. Ich bin gleich zurück.«

»Es dauert nur eine Sekunde.«

»Gleich, Schwester.«

Er lief zügig weiter. Erleichtert stellte er fest, dass ihm die Schwester nicht folgte. Er überzeugte sich mit einem schnellen Blick davon, dass der Griff für den Feueralarm noch dort war, wo er ihn in dem Bericht der TV-Wetterfee gesehen hatte, nämlich an der Wand gegenüber vom Zimmer der VIP-Patientin, und ging auf die Tür daneben zu. Julia Webber/Alison stand auf dem Namensschild daneben.

Jetzt wurde es richtig heikel. Er zögerte einen Augenblick, spürte wieder die Nervosität wie vor wenigen Minuten im Wagen und fragte sich, wie er auf die verrückte Idee gekommen war, dieses Ding durchzuziehen. Dann dachte er daran, was ihn antrieb, und die Nervosität ließ wieder nach. Von seiner Stirn perlten einige Schweißtropfen.

Du schaffst das, feuerte er sich an. Mach jetzt bloß nicht schlapp! Bis jetzt ging doch alles glatt! Zieh es durch!

Er öffnete die Tür mit dem Unterarm, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, und war erleichtert, Julia Webber und ihre neugeborene Tochter schlafend vorzufinden. Die Mutter schnarchte leise, die kleine Alison lag in ihrem Bettchen an der Wand. Auch im Flur war das Licht gedämpft, und durch den Türspalt fiel kaum Licht in das Zimmer.

Auf leisen Sohlen schlich er zu dem Bettchen und nahm das Baby heraus. Es regte sich kaum, als er es in den linken Arm nahm, um wenigstens eine Hand freizuhaben. Eine weise Entscheidung, denn kaum war er auf halbem Weg zur Tür, erschien die Schwester, die ihm nachgerufen hatte. »Doktor!«, rief sie. »Ich denke, Sie haben einen Notfall! Was suchen Sie hier?«

Im gleichen Augenblick erwachte Julia Webber und rief erstaunt: »Doktor! Wohin wollen Sie mit meinem Baby?«

Die Schwester ahnte, dass irgendetwas nicht stimmte, und wollte die Kolleginnen rufen. Sie ließ ihm keine andere Wahl. Mit einer raschen Bewegung zog er den Achtunddreißiger hinter seinem Gürtel hervor und schlug ihr den Lauf über den Kopf. Sie sank bewusstlos zu Boden. Hinter ihm schrie Julia Webber.

Er rannte aus dem Zimmer und betätigte den Feueralarm. Schrilles Klingeln erfüllte das Gebäude. Aus allen Türen kamen Ärzte, Schwestern und Patienten, teilweise in aufkommender Panik, und es fiel ihm verhältnismäßig leicht, ins Treppenhaus zu entkommen. Er rannte nach unten, fiel zwischen den ängstlichen Menschen, die aus allen Stockwerken drangen, gar nicht auf, und trug das Baby unbedrängt aus dem Krankenhaus. Ein Arzt, der ein neugeborenes Baby vor dem Feuer rettete.

Niemand beachtete ihn, als er das Baby in die Wolldecken auf seinem Rücksitz wickelte und rasch davonfuhr.

***

Wir waren einem U-Bahn-Mörder auf der Spur, der schon in Boston, Philadelphia und Washington, D.C. zugeschlagen hatte und als ›Subway-Killer‹ durch die Gazetten geisterte. Dreist, wie er war, hatte er einen weiteren Mord in New York angekündigt, und alle verfügbaren Kräfte des NYPD, FBI und der Transit Police waren rund um die Uhr im Untergrund unterwegs. Er wollte uns lächerlich machen und gehörte so schnell wie möglich in den Knast, am besten bis ans Lebensende.

Phil und ich hatten die halbe Nacht in der Linie 1 verbracht und waren gefühlte hundert Mal zwischen der Bronx und South Ferry unterwegs gewesen. Uns erschien es fast wie Hohn, dass die Kollegen in Philly die Festnahme des Killers meldeten, als wir um drei Uhr morgens an die Oberfläche kletterten.

»Sechs Stunden früher, und ich hätte mein Date mit der Lehrerin geschafft«, seufzte Phil. »Ich hätte nicht gedacht, dass mir eine Lehrerin noch was beibringen könnte, aber die hat es drauf.«

»Das hast du bei der Volleyballerin auch gesagt, und dann hat sie dich wie eine heiße Kartoffel fallenlassen.«

Phil hob den rechten Zeigefinger. »Sie zog es vor, mit einem reichen Sugar Daddy in die Heia zu steigen, das ist was anderes. Ich hatte keine Lust, meine Ersparnisse für sie zu opfern.«

Ich schlug den Kragen meines Regenmantels gegen den unangenehmen Schneeregen nach oben und atmete die frische Nachtluft ein. »Wie wär’s mit einem vorgezogenen Frühstück? Eier mit Speck, dazu ein halbes Dutzend Pfannkuchen mit Sirup und gebuttertem Toast? Ich lade dich ein.«

Er blieb stehen und blickte mich erstaunt an. »Hast du in der Lotterie gewonnen? An der Börse spekuliert? Eine reiche Freundin, von der ich nichts weiß?«

»Agent«, erklärte ich.

»Agent?«

»Ein Außenseiter beim letzten Rennen. Ich hab auf ihn gesetzt, weil mir der Name so gut gefiel. Hundert Dollar.«

»Na, dann …«

Wir waren schon auf halbem Weg zum Coffee Shop gegenüber, als mein Handy erneut klingelte. Diesmal war Mr High dran. Auch er hatte Überstunden wegen des Subway-Killers gemacht. In einer bösen Vorahnung blieb ich mitten auf der Eighth Avenue stehen. »Chef?«

»Ich weiß, Sie wollten gerade nach Hause gehen, Jerry«, kündigte er einen neuen Auftrag an. »Aber ich muss Sie leider bitten, noch ein paar Stunden dranzuhängen. Aus der Neugeborenen-Station des Roosevelt Hospital wurde ein Baby entführt. Lieutenant Conolly vom Achtzehnten erwartet Sie bereits.«

»Wir sind schon unterwegs, Chef.«

»Ich weiß Ihren Einsatz zu schätzen, Jerry. Natürlich gilt mein Dank auch Special Agent Decker. Halten Sie mich bitte auf dem Laufenden, ja? Bei Entführungen reagiert der Bürgermeister immer sehr empfindlich, vor allem, wenn es um ein Neugeborenes geht.«

»Vielen Dank, Sir.« Ich wartete, bis er aufgelegt hatte, und wandte mich an Phil: »Ein Neugeborenes wurde aus dem Roosevelt entführt. Unser Fall.«

»Bye, bye, Frühstück«, erwiderte Phil. »Und ich hatte mich schon darauf gefreut, endlich mal wieder was Anständiges in den Magen zu bekommen.« Er blickte mich an. »Ein Baby?«

Wir rasten mit Rotlicht und Sirene zum Roosevelt Hospital. Ein handfester Mord wäre uns lieber gewesen, denn obwohl wir vom FBI ständig mit Entführungen zu tun hatten, machten sie doch am meisten Ärger, besonders wenn es um Kinder ging. Wenn die Emotionen hochkochten, erlebte man zu viele Überraschungen. Aber auch in unserem Job konnte man sich die Arbeit nicht aussuchen. Wir hofften nur, dass es sich bei dem entführten Baby nicht um die Tochter der TV-Wetterfee handelte, die uns seit zwei Wochen von jeder Plakatwand entgegenlachte und mit dem Spruch: Ich freue mich auf mein Baby! für ihre nervige Doku-Soap warb. Wenn es was Schlimmeres als entführte Babys gab, waren es entführte Babys von prominenten TV-Gesichtern.

Wir parkten vor dem Krankenhaus und zeigten einem Uniformierten unsere Ausweise. »Siebter Stock!«, wies er uns den Weg. »Aber erschrecken Sie nicht …«

Was er damit meinte, erfuhren wir, als wir im siebten Stock aus dem Aufzug stiegen: Vor der Tür zur Neugeborenenstation drängte sich ein Pulk von Medienvertretern. Bei dem Versuch, einen Blick durch die verschlossene Glastür zu werfen, rannten sie sich beinahe die Köpfe ein. Also doch die Wetterfee, wurde mir klar, und ausgerechnet uns wies man diesen Fall zu.

Umso erleichterter waren wir, als wir uns einen Weg durch den Reporterpulk gebahnt hatten und auf der Station hörten, dass es sich bei dem entführten Baby um eine gewisse Alison Webber handelte. Aufgeregtes Babygeschrei tönte uns entgegen, als wir die Schwesternstation im langen Flur erreichten.

»Meine Damen und Herren, seien Sie doch bitte etwas leiser!«, forderte eine der Schwestern die Polizisten und Mitglieder der Crime Scene Unit auf. »Wir sind ein Krankenhaus und kein Jahrmarkt. Wir müssen hier arbeiten. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Babys!«

Lieutenant Margaret Conolly begrüßte uns vor dem Zimmer der betroffenen Mutter. Wir kannten sie schon seit einigen Jahren, eine schwarze Lady um die fünfzig, etwas zu stämmig gebaut für ihre modischen Kostüme und mit einer windfesten Kurzhaarfrisur. Ihr stechender Blick hatte schon so manchen Kriminellen erschreckt. »Die Feds, dein Freund und Helfer«, begrüßte sie uns mit einem schwachen Lächeln. »Wenn das kein Fall fürs FBI ist. Kommen Sie!«

Sie führte uns durch den langen Flur, vorbei an einer jungen Schwester mit Tränen in den Augen. »Alison Webber«, las sie von ihrem Notizblock ab, »zwei Tage jung. Sie wurde gegen halb drei von einem Unbekannten entführt. Er hatte sich als Arzt verkleidet und löste den Feueralarm aus, bevor er mit dem Baby verschwand. Im Zimmer der Mutter schlug er eine Krankenschwester bewusstlos. Claire Donovan. Wir konnten sie noch nicht verhören, einer der Ärzte kümmert sich um sie.« Sie deutete auf eine dunkelhaarige Krankenschwester, eher der ältere und etwas dominantere Typ, die gerade einen Eisbeutel gereicht bekam. Auf ihrer Stirn klebte ein großes weißes Pflaster.

»Irgendeine Spur von dem Täter?«

»Leider nein. Ich habe das ganze Krankenhaus nach ihm absuchen lassen, aber er ist spurlos verschwunden. Anscheinend hat er es geschafft, während des Feueralarms mit dem Baby zu verschwinden. Es gibt nicht den geringsten Hinweis auf ihn. Aber ich habe bereits die Aufzeichnungen der Überwachungskameras angefordert. Die hängen hier überall, und wir müssten eigentlich ein passables Foto von ihm bekommen. Die Kollegen der Crime Scene Unit brauchen noch einige Zeit.«

»Vielleicht hat die Mutter was gesehen«, hoffte ich. »Obwohl ich bei solchen Aussagen immer skeptisch bin.«

Sie führte uns in das Zimmer der weinenden Mutter, einer blonden Frau in den Dreißigern, die selbst ungeschminkt und in ihrem Morgenrock noch attraktiv aussah. Sie saß auf einem Stuhl neben dem Wickeltisch und zerquetschte einen Teddybär zwischen ihren Fingern. Ihr Mann, ein smarter Typ, der selbst um vier Uhr früh einen makellosen Anzug trug und nach einem teuren Wässerchen duftete, kniete neben ihr und hatte einen Arm um ihre Schultern gelegt. »Es wird alles gut, Schatz!«, redete er flüsternd auf sie ein.

»Mistress Webber?«, machte ich mich mit gedämpfter Stimme bemerkbar. »Special Agent Jerry Cotton vom FBI. Das ist mein Kollege Agent Decker. Es tut uns sehr leid, was mit Ihrem Baby …«

»Das will ich doch hoffen«, schnitt mir ihr Ehemann aufgebracht das Wort ab. »Wo bleiben Sie denn so lange? Wie kommt es, dass die Agents des FBI später kommen als ich? Das ist ein Skandal! Ich werde mich beschweren.«

»Das steht Ihnen frei«, erwiderte ich so ruhig wie möglich. Einem Vater, dessen neugeborenes Baby entführt wurde, muss man einiges nachsehen. »Aber Sie können versichert sein, dass wir alles tun werden, um den Täter zu finden und Ihr Baby zurückzubringen.«

»Das hoffe ich, meine Herren. Ich frage mich, wie der Täter überhaupt entkommen konnte? Aus einem Krankenhaus mit Überwachungskameras?«

»Wir sind gerade dabei, das nachzuprüfen. Glauben Sie mir, wir tun wirklich alles, was in unserer Macht steht. Wenn Sie erlauben, würden wir Ihrer Frau jetzt gern ein paar Fragen stellen.«

»Jetzt?«, brauste er erneut auf. »Sie sehen doch, wie mitgenommen sie ist.«

»Wenn Sie schnelle Ergebnisse wollen, brauchen wir ihre Aussage, Sir.«

Julia Webber löste sich von ihm. »Es geht schon, Owen«, erwiderte sie mit verquollenen Augen. Sie blickte mich an. »Was wollen Sie von mir wissen?«

»Haben Sie den Täter gesehen?«

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