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Jerry Cotton - Folge 2780

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Diamanten für die Ewigkeit
  4. Vorschau

Diamanten für die Ewigkeit

Der Gutachter stieß entzückte Laute aus.

»Es besteht kein Zweifel, dieser Stein gehörte Preston. Er muss aus dem Raub stammen.«

Seine Besucher tauschten einen wissenden Blick aus, bevor der schlanke Mann den Diamanten flink aus den Fingern des Gutachters klaubte.

»Kannst du den Mund halten, alter Mann?«

Der Gutachter schob seine Brille zurück auf die Nase und schaute den schlanken Mann verächtlich an.

»Natürlich, was für eine Frage.«

Der Mann ließ ein kurzes Lächeln aufblitzen, während er mit einem zustimmenden Nicken die Waffe abfeuerte

Ich schaute betrübt auf das nasse Hosenbein und verfluchte einmal mehr die Taxifahrer im Big Apple. Es hatte mich erwischt, als ich für Phil und mich einen Kaffee für die Rückfahrt ins Field Office geholt hatte. Ein gelbes Taxi jagte um die Ecke und tauchte mit einem Vorderreifen in einer gewaltigen Pfütze ein, sodass sich ein riesiger Schwall Regenwasser über meine Hosenbeine sowie Schuhe ergoss.

»Es trocknet sicherlich schneller, wenn du es einfach in Ruhe lässt.«

Phil schüttelte angesichts meiner Haltung gegenüber nassen Hosenbeinen und ebenso feuchten Socken mit dem Kopf. Er hatte ja auch trockene Kleidung und Schuhe an.

»Macht er dir immer noch Kummer, Phil?«

Ich war so sehr in der Betrachtung meines Malheurs gefangen gewesen, dass ich den eintretenden Kollegen überhaupt nicht bemerkt hatte. Erst als Agent Samuel Bartow sich amüsiert an meinen Partner wandte, sah ich auf und schaute in zwei lächelnde Augen.

»Sam? He, was hat dich denn in die alte Heimat verschlagen?«

Angesichts der freudigen Überraschung vergaß ich nasse Hosenbeine und feuchte Socken. Grinsend schüttelten Sam und ich uns die Hand, genau wie er es zuvor mit Phil gemacht hatte. Samuel Bartow war einer unserer besten Ermittler gewesen und hatte seine steile Karriere in der Hauptstadt nahtlos fortgesetzt. Es gab einige spektakuläre Festnahmen, die auf Sams Konto gingen. Bei mehreren Fällen hatten wir mit dem temperamentvollen Rotschopf erfolgreich zusammengearbeitet und daraus entwickelte sich eine anhaltende Freundschaft.

»Ich bin wegen der Preston-Hartley-Sache hier.«

Verwundert schaute ich zu Phil, doch mein Partner zuckte auch nur unwissend mit den breiten Schultern.

»Ihr erfahrt es gleich in der Besprechung beim Assistant Director High.«

Sam Bartow ging mit uns ins Büro des Chefs, der bereits am Konferenztisch saß und einige Bilder am Wandmonitor studierte.

»Hallo Jerry, Phil. Sam hat Ihnen sicherlich schon erzählt, dass es um den Diamantenraub bei Preston Hartley vor vier Jahren geht.«

Wir zogen uns jeder einen Stuhl hin und sahen hinauf zum Wandmonitor. Schnell erkannte ich die Aufzeichnungen zu dem angesprochenen Raub, bei dem damals zwei Menschen ihr Leben verloren hatten und Sam die Räuber hatte stellen können.

»Es sind einige Diamanten aus dem Raub hier in New York aufgetaucht«, setzte Mr High zu einem Bericht an.

In den folgenden Minuten erfuhren wir, dass es einen Mord an einem bekannten Gutachter für Diamanten gegeben hatte. Zunächst waren die Detectives des NYPD von einem misslungenen Raubüberfall ausgegangen, doch dann entdeckten die Kriminaltechniker zwei Diamanten. Da sie unter einer Gummimatte auf einem der Arbeitstische lagen, mussten die Killer sie übersehen haben. Bei der Überprüfung dieser Diamanten stellten sie dann fest, dass es Steine aus dem Raubüberfall bei Preston Hartley waren.

»Daraufhin wurden wir informiert und ich habe mit Sam telefoniert. Das Hauptquartier war einverstanden, ihn als Sonderermittler nach New York zu entsenden. Sie werden Sam bei seinen Ermittlungen unterstützen und herausfinden, wie diese Diamanten in den Besitz von Stan Haire gelangt sind.«

Niemand am Tisch hegte den geringsten Zweifel, dass der Mord an Haire mit diesen verschwundenen Steinen zu tun haben musste.

»Gibt es Hinweise auf den oder die Täter?«

Leider hatte Haire unmittelbar vor dem Überfall die Überwachungskamera deaktiviert.

»Sind die Techniker absolut sicher, dass Haire es persönlich gemacht hat?«

Die Kollegen vom NYPD hatten diese Frage abschließend klären können und demnach hatte Stan Haire die Kamera persönlich ausgeschaltet.

»Vielleicht erfolgte es nicht ganz freiwillig«, spekulierte Phil.

Doch Mr High und Sam schüttelten synchron den Kopf.

»Nein, der Blickwinkel der Kamera zeigt uns, dass Haire zum Zeitpunkt der Deaktivierung allein in seiner Werkstatt war.«

Sam deutete hinauf zum Wandmonitor, wo er uns die letzten Sekunden vor der Abschaltung vorspielen konnte. Die Kamera verfügte über ein Weitwinkelobjektiv, sodass wir Stan Haire und dessen gesamte Werkstatt sehen konnten.

»Das spricht doch dafür, dass Haire auf Besucher gewartet hat, deren Gesichter nicht aufgezeichnet werden durften. Hattest du Stan Haire damals unter den Verdächtigen, Sam?«

Phils Rückschlüsse waren logisch und forderten daher keinen Protest heraus. Bei seiner Frage zuckte Sam mit den Schultern.

»Verdächtiger wäre zu viel gesagt, Phil. Natürlich haben wir damals alle Gutacher und Händler ins Visier genommen, eben auch Haire. Es gab aber keine Hinweise, weshalb wir uns mit ihm hätten ausgiebiger beschäftigen müssen.«

Man konnte Sam ansehen, wie sehr dieser nur teilweise gelöste Fall an ihm nagte.

»Dann sollten wir uns im Kreis der Diamanthändler umsehen.«

Genau das hatte Sam vor, und da es keine weiteren Fragen zu klären gab, hob Mr High die Besprechung auf. Zurück in unserem Büro besprachen wir mit Sam die nächsten Schritte im Detail.

***

Als wir zu dritt in die Werkstatt von Preston Hartley traten, beendete der weißhaarige Händler soeben ein Gespräch mit einem Mann in dunkler Kleidung. Gefolgt von einem weiteren Mann verließ er die Werkstatt, nicht ohne uns sorgfältig zu betrachten. Das Auftreten der beiden Männer erinnerte mich unwillkürlich an Cops.

»Special Agent Cotton vom FBI. Das sind meine Kollegen, Special Agent Decker und Special Agent Bartow. Es geht um den Raub vor vier Jahren, Sir.«

Ich wollte soeben ansetzen, um Hartley den aktuellen Bezug zu erläutern, als ein hartes Lächeln in seine blassblauen Augen trat.

»Ich habe schon gehört, dass zwei der verschwundenen Diamanten aufgetaucht sind. Ausgerechnet hier in meiner Stadt. Unfassbar!«

Mir war nicht ganz klar, was Hartley mehr aufregte: die Tatsache, dass erst heute ein Teil der Beute gefunden worden war, oder dass sie in New York angeboten wurde.

»Ah, ja? Woher wissen Sie es, Sir?«

Bartow trat dichter an Hartley heran, der Sam abweisend musterte.

»Es wurde mir aus verschiedenen Quellen zugetragen, Agent Bartow. Wenn solche Diamanten wieder auftauchen, erfahren wir Händler es oft sogar vor der Polizei«, antwortete Hartley.

»Zu Ihren Quellen gehören sicherlich auch die beiden Männer, die gerade eben gegangen sind. Richtig, Mister Hartley?«

Ein kühles Nicken war alles, was ich als Antwort erhielt.

»Was sind das für Männer, Sir?«

So einfach wollte ich mich denn doch nicht abspeisen lassen, und bei dem Aufleuchten in Hartleys Augen wusste ich, dass ich gut daran tat nachzuhaken.

»Das sind zwei Ermittler vom Syndikat, Agent Cotton.«

Syndikat? Ein prüfender Blick zu Phil zeigte mir, wie wenig auch er mit dieser Antwort anzufangen wusste. Es war Sam, der uns aufklären konnte.

»Die Händler bezeichnen die Central Selling Organisation üblicherweise als Syndikat. Kein Wunder, angesichts der engen Verflechtung mit der De Beers Consolidated Mines Limited

Ich wolle später nachfragen, um die laufende Befragung nicht zu stören. Da Sam der Ermittler mit der umfassenden Erfahrung in dem Fall war, überließ ich ihm die Führung des Gesprächs.

»Demnach jagt die CSO die Räuber also auch. Ihnen ist aber schon bewusst, dass diese Herren keine offiziellen Ermittlungen anstellen dürfen? Wir vom FBI sind hier zuständig und wir erwarten, dass Sie mit uns kooperieren.«

Preston Hartley nahm die Mahnung unseres Kollegen ungerührt auf, nickte nicht einmal zustimmend.

»Haben die Männer der CSO Ihnen Fotografien der gefundenen Diamanten vorgelegt?«

Bei meiner Frage ruckte der Kopf von Hartley verwundert zu mir herum.

»Nein, Agent Cotton. Gibt es denn solche Aufnahmen?«

Zum Glück hatten wir daran gedacht, einige Kopien der von den Technikern erstellten Aufnahmen mitzunehmen. Ich zog sie aus der Innentasche meiner Jacke, von der weiterhin Regentropfen abperlten und zu Boden fielen. Langsam bildete sich ein kleiner See auf dem Boden, wo Sam, Phil und ich standen. Der Spätsommer war nahtlos in den Herbst übergegangen und bescherte uns zurzeit Dauerregen.

»Sehen Sie sich diese Aufnahmen in Ruhe an, Sir. Können Sie mit Sicherheit erkennen, dass es Diamanten aus dem Raub von vor vier Jahren sind?«

Preston Hartley griff nach einer Brille, die auf einem der Arbeitstische lag. Als er sie auf seine Nase schob, bemerkte ich eine spezielle Vorrichtung im rechten Glas. Es sah wie ein kleines Mikroskop aus, jedenfalls erinnerte mich die kurze Röhre mit dem gewölbten Glas daran.

»Bei diesem Diamanten besteht kein Zweifel, dass er aus dem Raubüberfall stammt. Sehen Sie diese drei kleinen Einschlüsse, die wie ein V angeordnet sind?«

Hartley deutete auf eine Stelle der Fotografie, wo ich allerdings mit bloßem Auge nichts erkennen konnte.

»Daran können Sie es erkennen? Könnte ein anderer Diamant nicht ähnliche Einschlüsse aufweisen?«

Preston Hartley schüttelte entschieden den Kopf.

»No, Agent Cotton. Diese Form der Einschlüsse ist absolut eindeutig für mich. Da dieser Diamant aus dem Raub stammt, dürften die beiden anderen es ebenfalls sein.«

Mir lag die Frage auf der Zunge, wie der Diamanthändler sich so sicher sein konnte, doch Sam griff erneut in die Befragung ein.

»Wer hält so wertvolle Stücke dermaßen lange zurück, Mister Hartley?«

Verblüfft schaute ich zu Phil, der angesichts der seltsamen Frage unseren Kollegen verwundert anschaute.

»Nur einer aus dem Fach, Agent Bartow. Derjenige kennt die Risiken sehr genau und hat speziell diese Diamanten zurückgehalten, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.«

Sam diskutierte noch einige Minuten mit dem Händler, wobei es sich um die Möglichkeiten des Absatzes der geraubten Steine drehte. Neugierig lauschte ich den Überlegungen, die mich in eine völlig fremde Welt einführten. Angesichts der großen Menge an Diamanten wäre mir im Traum nicht eingefallen, wie sorgfältig deren Handel überwacht wurde. Die Central Selling Organisation erschien mir immer mehr als ein interessanter Gesprächspartner.

»Wir statten Larry Dewey einen Besuch ab. Er leitet die Niederlassung der CSO hier in New York.«

Sams Entscheidung fand meine völlige Zustimmung und so fuhren wir hinüber nach Midtown.

***

Die Büroräume der CSO befanden sich in einem eleganten Bürohochhaus am Sutton Place mit Ausblick auf den Hudson. Es gab lediglich ein Großraumbüro mit einem isolierten Glaskasten, in dem Larry Dewey uns empfing. Der drahtige Dewey hatte seine Jacke über die Rückenlehne eines Stuhles gehängt und zeichnete einige Dokumente ab, die ihm eine eifrige Frau mit kaffeebrauner Haut und einer sportlichen Kurzhaarfrisur vorlegte. Als Larry die letzte Unterschrift geleistet hatte, zog sich die Mitarbeiterin zurück, nicht ohne mir ein rätselhaftes Lächeln zu schenken.

»Special Agent Cotton vom FBI, Mister Dewey. Das ist mein Partner, Special Agent Decker, und Special Agent Bartow kennen Sie ja schon.«

Mir war das knappe Zunicken von Dewey nicht entgangen, als wir sein Büro betreten hatten. Sam hatte es ebenso knapp erwidert, doch damit war für mich klar, dass die beiden Männer einander kannten.

»Stimmt, Agent Cotton. Sie sind also der leitende Ermittler in dem Fall. Das wundert mich, Sam. Ich dachte immer, dass dein Status als Sonderermittler dich zum leitenden Agent machen würde.«

Verärgert musterte ich Sam, der mit einem kühlen Lächeln abwinkte.

»Jerry und ich kennen uns schon lange, Larry. Er und ich brauchen solche Machtspielchen nicht.«

Langsam nervte mich das merkwürdige Vorgehen unseres Kollegen, der ständig eigene Wege der Ermittlung einschlug.

»Wir haben zwei Ihrer Mitarbeiter bei Preston Hartley getroffen, Mister Dewey. Worin besteht Ihr Interesse an den aufgetauchten Diamanten?«

Larry sah mich verwundert an, dann wandte er seinen Blick wieder auf Sam.

»Wie läuft es denn jetzt, Sam? Hättest du deine Kollegen nicht einweihen sollen, welche Funktion die CSO hat?«

»Das ist überhaupt nicht erforderlich, Mister Dewey. Sobald Sie oder Mitarbeiter von Ihnen sich in laufende Ermittlungen des FBI einmischen, treten wir Ihnen auf die Zehen! Verstehen Sie jetzt, wie es läuft?«

Mir reichten diese Spielchen, also wurde ich deutlicher und sah nicht nur Dewey überrascht zusammenzucken.

»He, immer mit der Ruhe, Agent Cotton. Meine Leute möchten lediglich sicherstellen, dass keine Diamanten unberechtigt im Handel kursieren. Mehr nicht.«

Seine Beteuerung beruhigte mich nicht.

»Ihre Leute haben überhaupt nichts sicherzustellen, Mister Dewey. Sollten wir noch einmal bei den Ermittlungen auf Angehörige der CSO stoßen, gibt es mächtig Ärger. Haben Sie mich jetzt verstanden, Sir?«

Einige Sekunden lang breitete sich Schweigen im Büro von Dewey aus, bevor er mit steinerner Miene langsam nickte.

»Ja, schon verstanden. Alle weiteren Fragen richten Sie dann bitte an unsere Rechtsabteilung, Agent Cotton.«

Den Rauswurf nahm ich gelassen an und verließ grußlos den Glaskasten. Phil und Sam folgten mir, wobei Sam einige Worte zum Abschied murmelte. Kaum saßen wir im Wagen, hob Sam zu reden an.

»Stop, Sam! Bevor du dich in irgendetwas verrennst, hörst du mir zu.«

Ich machte dem Sonderermittler klar, dass er keine Ermittlungen nach eigenen Regeln durchführen würde, solange ich der leitende Agent war. Phil schwieg, aber sein Blick machte mich stutzig.

»Siehst du es ebenso, Phil?«

Mir war daran gelegen, dass mein Partner mit mir an einem Strang zog.

»Bedingt, Jerry. Sam ist als Sonderermittler im Grunde der leitende Agent, wie du sehr wohl weißt. Wir sollen ihn unterstützen, und das hast du bei der Befragung von Dewey nicht getan. Jerry hat aber völlig recht, dass du uns besser einweihen musst, wenn du unsere Unterstützung möchtest, Sam.«

Sam und ich musterten uns verärgert, bis er schließlich zustimmend nickte.

»Allright, Phil. Ja, ich sollte euch besser einweisen. Der Punkt geht an dich. Wir gehen irgendwo einen Happen essen und stimmen dabei unser weiteres Vorgehen besser ab.«

***

Nur teilweise zufrieden stimmte ich dem Vorschlag zu und fand mich eine halbe Stunde später in einem guten Restaurant wieder. Sam erzählte uns mehr über die komplizierten Zusammenhänge im Diamanthandel und so verstand ich den Einfluss der CSO am Ende besser.

»Dann war meine Auseinandersetzung mit Dewey wenig hilfreich. Sorry, Sam.«

Durch ihre enge Verknüpfung zum Firmenkonsortium von De Beers verfügte die Central Selling Organisation über sehr viele hervorragende Beziehungen. Auch wenn es uns allen nicht gefiel, mussten wir quasi eine Art Zusammenarbeit mit Larry Dewey und seinen Männern anstreben.

»Larry war selbst viele Jahre beim FBI, Jerry. Seine Mitarbeiter sind in der Regel alles erfahrene Ermittler, wobei sie oft über bessere Möglichkeiten verfügen als alle Behörden.«

Die Spielregeln im Diamantmarkt hatten sich zwar durch den Zugang der asiatischen Händler ein wenig gelockert, doch bislang war De Beers immer noch der einflussreichste Konzern am Markt.

»Wie kommt es dann, dass auch die Ermittler der CSO offenbar keine Kenntnisse über den Verbleib der Diamanten hatten?«

Sam grinste hart bei meiner Frage.

»Weil jeder Räuber diese Dinge selbstverständlich ebenso gut kennt, außer es ist ein Stümper. Diamantendiebe sind meistens sehr intelligent und verfügen über ein spezielles Netzwerk, sodass die gestohlenen Steine bereits vor dem Raub einen Abnehmer haben.«

Scheinbar gab es sogar Raubzüge auf Bestellung, was mich einigermaßen überraschte.

»Dann wundere ich mich aber doch, wenn ein solcher Raubzug bei diesem Kenntnisstand von uns nicht aufgeklärt werden kann. Es gibt nach deiner Aussage eine begrenzte Anzahl von Experten dafür, und trotzdem bleiben einige Überfälle unaufgeklärt?«

Sam zuckte mit den Schultern und wischte mit der Serviette seinen Mundwinkel aus.

»Hier kommt das Netzwerk zum Tragen, Jerry. Es sorgt unter anderem auch dafür, dass der Räuber ein wasserdichtes Alibi vorweisen kann.«

Phil und ich tauschten einen Blick voller Unglauben aus.

»Du willst also sagen, obwohl die Behörden den vermutlichen Räuber kennen, können sie ihm nichts nachweisen?«

Sam nickte und zuckte erneut mit den Schultern.

»Der Prozentsatz ist allerdings verschwindend gering, und dafür sorgen meistens die Ermittler der CSO, die uns die entscheidenden Hinweise liefern.«

Nach dem Essen war mir bewusst, wie unklug mein Verhalten im Büro von Larry Dewey gewesen war. Es war nur ein kleiner Trost, dass Sam nicht ganz unschuldig an dem Zwischenfall gewesen war.

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