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Jerry Cotton - Folge 2414

Die Afghanistan-Connection

Afghanistan – heute …

Es war dunkel und feucht, der Gestank unerträglich.

Frank Garner hatte das Gefühl, jede einzelne Faser seines Körpers würde reißen. Sie hatten ihm seine Kleidung genommen und ihn an den Handgelenken gefesselt, ihn an einen Haken gehängt, der an der Gewölbedecke angebracht war.

Dort hing er seit Stunden.

Tagen.

Wer weiß wie lange.

Und während Garner dort hing und spürte, wie warmes Blut von seinen Handgelenken herab und über seinen Körper rann, begann ihm zu dämmern, dass er diese Mission nicht überleben würde …

Es war das, was man Berufsrisiko nannte.

Die Agency hatte einen anderen Ausdruck dafür – sie sprach von »einsatzbedingten Ausfällen«. Genauso würde es in dem Brief stehen, den seine Frau und seine Kinder zuhause in den Staaten erhalten würden.

Darin würde nichts stehen von den Schmerzen, die er gelitten hatte, von der Angst, die er gehabt hatte, und von den verdammten Ratten, mit denen er sich seine Zelle geteilt hatte.

Frank konnte sie nicht sehen. Mit einem feuchten, stinkenden Lappen hatte man ihm die Augen verbunden. Aber er konnte sie hören. Ihre kleinen Pfoten, die über den kahlen Boden trippelten, ihr Fiepen und Quietschen. Und er konnte sie riechen. Oder war es sein eigener Gestank, der ihm wie Säure in der Nase brannte?

Frank wusste es nicht.

Er merkte, wie sich sein Bewusstsein mehr und mehr einzutrüben begann. Lange würde er nicht mehr durchhalten. Schon jetzt konnte er sich kaum noch wach halten. Wenn er erst ohnmächtig war, dann war es vorbei. Er würde in diesem dreckigen, dunklen Loch ein ziemlich unrühmliches Ende finden.

Frank Garner, Spezialist für Auslandseinsätze, würde dann nur noch eine Nummer sein. Eine Akte, die man anlegen würde und die den Vermerk »im Einsatz vermisst« trug.

Doch er hatte keine Lust, in diesem elenden Loch zu verrecken, wollte nach Hause zu seiner Familie, ein Leben wie jeder andere führen. Aber das war es nicht, wofür er sich entschieden hatte. Er hatte diesen verdammten Job gewollt. Nun bekam er die Rechnung dafür.

Benommen nahm Garner wahr, dass sich in das Trippeln und Fiepen der Ratten noch ein anderes Geräusch mischte. Auf dem Gang näherten sich Schritte, der harte Tritt von Soldatenstiefeln.

Vor der Tür seiner Zelle hielten sie an. Der rostige Riegel wurde quietschend zurückgezogen, die Tür schwang geräuschvoll auf.

Nur eine Person trat ein.

Schwerfällig baute sie sich vor Garner auf, blieb vor ihm stehen und blies ihm beißenden Zigarrenqualm ins Gesicht.

Garner musste husten. Krämpfe schüttelten ihn, und er baumelte wie ein Fisch am Haken hin und her.

Der andere lachte nur.

»Was soll das, verdammt?«, fragte Garner. »Was soll diese Scheiße? Wenn ihr mich umbringen wollt, dann tut es endlich, aber lasst mich mit dieser verdammten Psychokiste in Frieden, verstanden?«

Wieder erntete er nichts als Gelächter.

»Was wollt ihr von mir? Mich ausfragen? Ihr verschwendet eure Zeit, denn ich weiß nichts. Versteht ihr? Versteht überhaupt irgendeiner von euch, was ich sage?«

»Keine Sorge, Frank«, kam es in akzentfreiem Englisch zurück, »wir verstehen Sie durchaus.«

»Wer – wer sind Sie?«, fragte Garner verblüfft. »Und woher, zum Teufel, kennen Sie meinen Namen?«

»Wir sind gut informiert, Frank«, versicherte der andere. »Wir wissen, wer Sie sind. Und wir wissen auch, für wen Sie arbeiten.«

»Ich habe Ihnen gesagt, für wen ich arbeite. Ich bin für eine amerikanische Investorengruppe tätig, die in Kabul eine Reihe von Projekten plant.«

»Natürlich«, sagte der Zigarrenraucher, der hinter ihn trat. »Deshalb haben wir in Ihrem Gepäck auch eine Pistole gefunden, die zur Standardbewaffnung der CIA gehört.«

»Eine Waffe zu tragen ist in Ihrem Land eine Notwendigkeit. Seit wir Sie von den Taliban befreit haben, herrschen Chaos und Anarchie. Als Ausländer muss man sich schützen.«

»Sie sollten sich reden hören.« Der Raucher, der begonnen hatte, ihn wie ein Satellit zu umrunden, lachte leise. »Glauben Sie die Propaganda, die Ihre eigene Regierung verbreitet, Frank? Denken Sie wirklich, Sie hätten dieses Land befreit?«

»Wir haben die Taliban in den Arsch getreten, soviel steht fest«, erwiderte Garner bissig.

»Und damit vor allem Ihre eigenen Rachegelüste befriedigt. Sie alle, die Sie hierher gekommen sind, um unser Land zu befreien – die Amerikaner, die Briten, die Deutschen – haben keine Ahnung von den tatsächlichen Verhältnissen hier. Sie verhandeln mit den falschen Leuten und setzen auf die falsche Seite.«

»Auf wen sollen wir denn setzen? Auf größenwahnsinnige Warlords wie Sie einer sind?«

Der andere blieb stehen. »Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie, dass ich einer von diesen machtbesessenen Stammeshäuptlingen bin? Nein, mein Freund – meine Ambitionen gehen ein wenig weiter. Ich werde mich nicht damit begnügen, über ein paar tausend Quadratkilometer staubtrockenes Land zu herrschen.«

»Was haben Sie vor? Wovon, zum Henker, sprechen Sie?«

»Ich spreche davon, dass ich mich bei Ihrem Land revanchieren werde für die Befreiung Afghanistans. Nun, da Sie mir dankenswerterweise die Taliban vom Hals geschafft haben, habe ich in den Bergen wieder freie Hand und kann den Nachschub organisieren, wie ich will.«

»Welchen Nachschub? Was soll das nun wieder heißen?«

»Sie sollten mich nicht für so naiv halten, Frank. Ich weiß, wer Sie geschickt hat, und ich weiß auch, was Ihr Auftrag war. Der CIA ist sehr wohl bewusst, welche Lawine losgetreten wurde, als man Afghanistan befreit hat. Das Opium, das in den entlegenen Gebirgsregionen angebaut wird, kann jetzt wieder frei in alle Welt exportiert werden. Ihr habt uns befreit von Terror und Gewalt – zum Dank dafür bringen wir euch den Tod! Sie wissen das, und deswegen sind Sie hier, oder nicht?«

»Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden, Mann«, behauptete Garner, doch dem Mienenspiel in seinem Gesicht war deutlich anzumerken, dass er log.

»Spielen Sie den Unwissenden, wenn Sie wollen«, sagte der andere. »Es wird Ihnen nichts nützen. Weder die CIA noch irgendjemand sonst auf der Welt wird verhindern können, dass meine Ware in Ihrem Land auf den Markt kommt. Wir werden im Osten beginnen, in Boston oder New York. Danach werden wir weiter expandieren – und am Ende werde ich den Drogenmarkt der USA beherrschen.«

»Sie sind ja größenwahnsinnig!«, stieß Garner hervor. »Man wird Ihnen auf die Schliche kommen, schneller als Sie denken.«

»Ach ja? So, wie du mir auf die Schliche gekommen bist, Frank?«

»Verdammt, hören Sie auf, mich beim Vornamen zu nennen!«

»Warum so gereizt? Gehört es sich nicht, dass sich alte Freunde beim Vornamen nennen?«

»Alte Freunde? Wovon sprechen sie?«

»Du hast Recht. Vielleicht sollte ich die Geheimniskrämerei aufgeben und für einen Augenblick mit offenen Karten spielen. Du sollst schließlich nicht unwissend sterben, Frank …«

Garner konnte hören, wie der andere seine Zigarre austrat. Dann trat er auf ihn zu und riss ihm mit einem Ruck die Augenbinde vom Kopf.

Der CIA-Agent brauchte einige Sekunden, bis er etwas erkennen konnte. Dann erblickte er im schummrigen Licht der Zelle die kantigen Gesichtszüge des Mannes, der unmittelbar vor ihm stand.

Frank Garner sog scharf die Luft ein.

Er wusste nicht, was ihn mehr entsetzte – der Umstand, dass er den Mann kannte oder die Tatsache, dass er eine Pistole auf ihn gerichtet hielt.

Der Agent kam nicht mehr dazu, seiner Bestürzung Ausdruck zu verleihen. Das ungläubige Erstaunen gefror auf seinen Zügen, als der andere skrupellos abdrückte.

Die Kugel traf Garner in die Stirn.

Schlaff und leblos hing er am Haken, Blut rann an seinem Körper herab, das sich auf dem kahlen Boden sammelte.

»Bringt ihn weg«, wies sein Mörder seine Leute an, die draußen warteten. »Dann lasst uns verschwinden. Es gibt viel zu tun.«

***

CIA-Hauptquartier, Langley VA – Januar 1992 …

»Guten Morgen, Miss King.« Über das Gesicht von Joe M. Dillard, dem Leiter der Abteilung für Auslandsoperationen, glitt ein höfliches Lächeln. »Sie sind die Pünktlichkeit in Person.«

»Pünktlichkeit gehört zum Geschäft, Sir«, erwiderte die junge Frau mit dem athletischen Körper und dem langen schwarzen Haar, das sie zu einem strengen Zopf geflochten hatte. »Jedenfalls hat man es mir in meiner Ausbildung so beigebracht.«

»Da hören Sie’s, Jeff«, wandte sich Dillard an den Mann, der in einem der Besuchersessel saß und der Frau den Rücken zuwandte. »Habe ich Ihnen zuviel versprochen? Miss King ist eine echte Bereicherung für unsere Abteilung.«

Der Angesprochene erhob sich und drehte sich um, um die neue Kollegin zu begrüßen. Sein Körper wirkte sehnig und durchtrainiert, seine Gesichtszüge kantig und entschlossen, seine Haut war braun gebrannt. Sein dunkles Haar hatte sich an den Schläfen grau zu färben begonnen, was ihn jedoch nur noch männlicher erscheinen ließ.

Jeff Patrick war sich seiner Wirkung auf Frauen durchaus bewusst. Ein charmantes Lächeln umspielte seine schmalen Lippen, als er der Besucherin die Hand reichte.

»Herzlich Willkommen, Miss King«, begrüßte er sie. »Ich bin Commander Jeff Patrick, ich bin der Leiter Ihrer neuen Abteilung. Aber natürlich dürfen Sie mich auch Jeff nennen. Wir legen hier nicht sehr viel Wert auf Formalitäten.«

»Äh – angenehm, Jeff«, erwiderte die junge Frau ein wenig konsterniert. »Ich bin Lara King. Lara für meine Freunde …«

»Setzen Sie sich, Miss King«, forderte Dillard sie auf, den das Tete-a-tete der beiden sichtlich amüsierte. »Als Ihr Vorgesetzter sollte ich Sie vielleicht vor Jeff warnen. Sein Ruf, was Frauen betrifft, ist ein wenig …«

»… legendär«, sagte Patrick schnell.

»So kann man es auch ausdrücken. Jedenfalls gibt es mehr Menschen, die ihn bei seinem Spitznamen rufen als bei seinem Vornamen. Das sollte Ihnen zu denken geben.«

»So?«, fragte Lara und hob die Brauen. »Und wie lautet dieser Spitzname?«

»Snake«, erwiderte Patrick grinsend. »Die Schlange.«

»Weil Ihr Biss so gefährlich ist?«, fragte Lara unbeeindruckt.

»Das auch«, räumte Patrick ein und grinste so unverschämt, dass Dillard sich genötigt sah, das Thema zu wechseln.

»Miss King hat ihren Lehrgang für Auslandsaufklärung gerade als Klassenbeste absolviert«, sagte er, »und sie hat um Versetzung in unsere Abteilung gebeten.«

»Weshalb?«, wollte Patrick wissen.

»Weil ich nicht zum Geheimdienst gekommen bin, um einen Schreibtischjob zu erledigen«, erwiderte Lara forsch. »Ich weiß, dass ich mehr kann, und ich möchte es zeigen.«

»Für Leute, die sich selbst oder anderen etwas zu beweisen haben, ist aber kein Platz in meiner Gruppe.«

»Da kann ich dich beruhigen, Jeff«, versicherte Dillard. »Miss King hat nicht nur als Klassenbeste ihren Kurs beendet. Sie hat außerdem sämtliche Kurse in Kommunikations- und Selbstverteidigungstechniken absolviert und ist außerdem ein echtes Sprachtalent.«

»Psychologisches Profil?«, wollte Patrick wissen.

»Ich wurde als widerstandsfähig und extrem belastbar eingestuft«, gab Lara selbst die Antwort. »Mit anderen Worten, ich bin wie gemacht für den Job.«

»Sieht so aus«, erwiderte Patrick und schürzte anerkennend die Lippen. »Was ist Ihr Spezialgebiet?«

»Psychologische Taktiken.«

»Und Sie können sie anwenden?«

»Natürlich.«

»Auch im Einsatz?«

»Keine Frage.«

»Auch unter Lebensgefahr?«

Lara blickte Jeff Patrick unverwandt ins Gesicht. »Hören Sie«, sagte sie, »ich weiß, dass Sie mir diese Fragen stellen müssen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Ihre Skepsis etwas damit zu tun hat, dass ich eine Frau bin. Sollte ich damit richtig liegen?«

Einen Augenblick blieb Patrick vor Staunen der Mund offen stehen. Dann breitete sich ein jungenhaftes Grinsen auf seinen Zügen aus.

»Joe?«, sagte er dann.

»Ja, Jeff?«

»Du hast nicht übertrieben. Die neue Mitarbeiterin scheint tatsächlich die denkbar besten Qualifikationen zu besitzen. Anstatt sich von mir in die Ecke drängen zu lassen, geht sie sofort zum Gegenangriff über und feuert aus der Psycho-Kanone. Das gefällt mir.«

»Soll das heißen, ich kriege den Job?«

»Das soll heißen, Sie haben den Job«, verbesserte Patrick grinsend. »Willkommen in meiner Abteilung, Lara. Auf gute Zusammenarbeit.«

Für einen Augenblick war Lara King zu verblüfft, um etwas zu erwidern. Während ihres Studiums, während ihrer ganzen Ausbildung hatte sie sich gewünscht, im aktiven Dienst zu arbeiten. Nun war dieser Wunsch in Erfüllung gegangen – und dabei stand sie mit ihren 22 Jahren noch ganz am Anfang ihrer Karriere.

»Danke, Jeff«, erwiderte sie und nickte. »Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie nicht enttäuschen werde.«

***

Bronx, New York City – heute …

»Verstanden, Steve. Wir rücken jetzt vor. Cotton Ende.«

Ich ließ die Sprechtaste des Funkgeräts los und steckte es in die Halterung an meinem Gürtel zurück. Dann gab ich meinen Begleitern mit einem Nicken zu verstehen, dass wir grünes Licht hatten.

Unsere Kollegen Steve Dillagio und Zeerookah hatten mit einer SWAT-Einheit die Rückseite des Gebäudes abgeriegelt und dafür gesorgt, dass niemand entkommen konnte. Jetzt lag es an uns, die Vögel aus dem Nest zu scheuchen.

Mein Freund und Kollege Phil Decker gab mir mit hochgerecktem Daumen zu verstehen, dass alles bereit war. Die Beamten der SWAT-Einheit, die sich links und rechts von Eingang gegen die niedere Mauer pressten, warteten auf meinen Einsatzbefehl.

Noch einmal riskierte ich einen Blick über die Mauer.

Scheinbar verlassen lag das alte Kühlhaus vor uns. Es brannte kein Licht, die schweren Stahltore waren verschlossen. Dennoch wussten wir aus zuverlässiger Quelle, dass sich ziemlich üble Gestalten in dem Gebäude aufhielten. Ihretwegen schlugen wir uns die Nacht um die Ohren.

»Jetzt!«, zischte ich und gab ein Handzeichen.

Zwei der SWAT-Kämpfer, die wie ihre Kollegen Einsatzoveralls und Kampfstiefel trugen, dazu Helme und Schutzwesten, huschten in gebückter Haltung auf das Gebäude zu. Mit blitzschnellen, routinierten Handgriffen brachten sie zwei Ladungen Plastiksprengstoff am Tor an und steckten die Zünder hinein. So schnell und lautlos, wie sie gekommen waren, entfernten sie sich wieder.

Ein Nicken von mir – und eine grelle Explosion erhellte die Nacht. Die Sprengladungen detonierten, rissen mit infernalischem Getöse die beiden Torhälften aus den Angeln.

»Da soll noch mal einer behaupten, wir Jungs vom FBI wären nicht höflich«, knurrte Phil. »Wir haben sogar angeklopft.«

Rauch und Staub lichteten sich, und ich gab den Befehl zum Einsatz.

»Zugriff!«, brüllte ich – und zusammen mit den SWAT-Beamten setzten wir hinter der Mauer hervor und eilten auf das Gebäude zu. Phil und ich hatten unsere Dienstpistolen von Typ P226 im Anschlag, unsere Kollegen vom Einsatztrupp waren mit laserzielbewehrten HK 5-Maschinenpistolen bewaffnet, wie sie zur Standardausrüstung der SWAT-Teams gehören.

Jenseits des zerstörten Tores herrschte von Staub durchsetzte Dunkelheit, in die die roten Laserschäfte der Zielprojektoren stachen. Vorsichtig, uns gegenseitig sichernd, drangen wir in das Gebäude vor, um schon nach wenigen Metern auf eine weitere massive Metalltür zu stoßen.

Ich legte einen Hebel um. Quietschend schwang die Tür auf, und eisige Kälte schlug uns entgegen.

Das Licht unserer Taschenlampen bohrte sich in die Dunkelheit, die dahinter lag. Ich sah große Rinderhälften, die säuberlich nebeneinander aufgereiht an Fleischerhaken baumelten.

»Mahlzeit«, flüsterte Phil trocken. »Das gibt ’n Haufen Hamburger.«

Ich bedeutete dem SWAT-Team, sich aufzuteilen. Durch die schmalen Gassen, die sich zwischen Dutzenden aufgehängter Rinderhälften erstreckten, schlichen wir vorsichtig weiter, hatten unsere Waffen dabei schussbereit im Anschlag.

Wenn Hank Hogan, unser Informant, Recht hatte, konnten wir jederzeit eine böse Überraschung erleben …

Sie ließ nicht lange auf sich warten.

Wir hatten die andere Seite der Kühlhalle noch nicht erreicht, als ich ein hässliches Geräusch hörte, das von der hohen Decke widerhallte.

Es war das charakteristische Klicken, das entsteht, wenn eine Maschinenpistole durchgeladen wird. Im nächsten Moment setzte ein wahrer Bleihagel ein.

»In Deckung, Männer!«, konnte ich gerade noch brüllen, dann hörte ich auch schon, wie Projektile mit dumpfem Geräusch in tiefgekühltes Rindfleisch schlugen.

Ich warf mich zu Boden und landete hart, während ich spürte, wie scharfes Blei um Haaresbreite an mir vorbei sengte. Meine Taschenlampe entglitt meinem Griff und rollte über den Boden davon.

Doch ich brauchte keine Lampe, um meinen Gegner auszumachen. Für einen kurzen Moment hatte ich am anderen Ende der Gasse Mündungsfeuer aufblitzen sehen. Genau in diese Richtung lenkte ich meine Kugeln.

Mehrmals zog ich den Abzug der P226 durch, und auch einige der SWAT-Beamten eröffneten das Feuer.

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