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Jerry Cotton - Folge 2345

Mein Feind ohne Gesicht

»Da kommt er!«

Die vermummten Männer, die in dem schwarzen Van saßen, merkten auf, als Norman Langston das Gebäude verließ und auf die Straße trat.

Norman Langston, seines Zeichens Chefmanager von Pembroke & Sons, war der Mann, der auf ihrer Liste stand.

Eine weiße Limousine fuhr vor, und der livrierte Portier öffnete für Langston die Wagentür, damit der Geschäftsmann einsteigen konnte. Dann setzte sich die Limousine wieder in Bewegung und fuhr die Straße hinab.

Der Van mit den dunkel verspiegelten Scheiben folgte ihr.

Es war spät geworden.

Norman Langston würde sich bei Gloria dafür entschuldigen müssen, dass er ihren gemeinsamen Abend versäumt hatte. Eine neue Uhr vielleicht, ein Frühstück bei Tiffany’s oder auch ein schickes Abendessen bei Pierre.

Mit Dingen wie diesen war Gloria recht einfach zu besänftigen … Obwohl, in letzter Zeit …

Der Manager warf einen gehetzten Blick auf seine Uhr, zum ungezählten Mal an diesem Tag.

10.17 Uhr p.m.

Das Meeting mit den Europäern hatte verdammt lange gedauert. Es war nicht einfach gewesen, die Vorstellungen der unterschiedlichen Geschäftspartner unter einen Hut zu kriegen, aber dieser Deal brachte Millionen für jeden Beteiligten.

Am Ende hatte der Vertragsabschluss gestanden. Norman konnte von sich mit Fug und Recht behaupten, dass es allein seinem Verhandlungsgeschick zu verdanken war, dass die Fusion von Pembroke & Sons mit dem European Consortium zustande kommen würde. Ein Zusammenschluss, der beiden Firmen Aktiengewinne in Milliardenhöhe bescheren würde, und kein anderer als er war der Architekt dieses genialen Plans.

Selbstgefällig blickte Langston auf das Seitenfenster des Fonds, in dem sich seine Züge spiegelten, während dahinter die nächtlich glitzernde Fläche des East River vorbeiwischte.

Es war einer dieser Abende, an denen er sich als der Größte fühlte, ein wahres Finanzgenie. Kein Wunder, dass die Brokes ihn zum Geschäftsführer der Firma gemacht hatten. Seit er am Ruder saß, hatten sich die Gewinne der Firma verdreifacht, und die Brokes brauchten nichts anderes zu tun, als in ihren Schweizer Chalets oder an Bord ihrer Yacht an der Côte d’Azur zu sitzen und auf die nächsten Schecks zu warten.

Das Leben konnte so einfach sein. Langston grinste. Wer war der Idiot, der behauptet hatte, dass Geld keine Probleme löse?

Der Fahrer der Limousine steuerte den Wagen über die George Washington Bridge auf die andere Seite des Flusses, hinüber nach Jersey. Es war Glorias Idee gewesen, sich ein pompöses Landhaus vor den Toren der Stadt zu kaufen. Wäre es nach ihm gegangen, hätte es auch ein geräumiges Penthouse im Herzen von Manhattan getan. Doch der Geschäftsmann wusste, wann es Zeit war nachzugeben. Das war eine der Fähigkeiten, die ihn an die Spitze gebracht hatten.

Also hatte er eingewilligt und pendelte seitdem mit der Firmenlimousine zwischen Manhattan und Jersey hin und her. Was tat man nicht alles, um seine Frau glücklich zu machen?

Langston beugte sich vor, um sich aus der Minibar des Wagens ein Gläschchen Scotch zu genehmigen – als den Wagen plötzlich ein Stoß durchlief!

»Was war das?«, rief der Manager verärgert, der sich den Kopf gestoßen hatte.

»D-das war der Wagen dort, Sir«, erklärte der Fahrer der Limousine verblüfft. »Er hat uns beim Überholen gestreift.«

»Was?« Langston starrte durch die Scheibe, sah den schwarzen Van, der sie geschnitten hatte und jetzt dicht vor ihnen fuhr. »Verdammt, was soll das? Ist der Fahrer betrunken?«

Plötzlich flammten die Bremslichter des Van auf.

»Vorsicht!«, brüllte der Chauffeur und trat reaktionsschnell auf die Bremse, riss gleichzeitig am Lenkrad.

Die schwere Limousine brach zur Seite aus, um nicht auf den Van aufzufahren. Ganz ausweichen konnte sie ihm dennoch nicht. Der rechte Kotflügel streifte das Heck des Wagens, der Scheinwerfer ging zu Bruch.

»Der ist nicht betrunken, Sir!«, rief der Fahrer. »Der hat es auf uns abgesehen!«

»Was?« Fassungslos wandte sich Langston um, starrte auf den Lieferwagen, der jetzt hinter ihnen fuhr und erneut zu einem Rammmanöver ansetzte.

»Gehen Sie in Deckung, Sir!«

Das ließ sich Langston nicht zweimal sagen. Der Manager warf sich quer auf den Rücksitz, die Flasche mit dem Scotch ließ er achtlos fallen.

Er hörte, wie der Fahrer der Limousine Gas gab und das schwere Fahrzeug beschleunigte. Doch an dem grellen Licht, das durch die Heckscheibe in die Fahrgastzelle stach, erkannte er auch, dass der Van ihnen auf den Fersen blieb.

Was, in aller Welt, wollte der Fahrer des Wagens vor ihnen?

War er ein Verrückter, der einfach Amok lief?

Oder steckte mehr dahinter?

Bezeichnenderweise hatte der Van mit seiner Attacke abgewartet, bis die Limousine von der Interstate abgefahren war und über einsame Landstraßen fuhr. Eine beunruhigende Erkenntnis, wie Langston fand …

In diesem Moment wurde die Limousine erneut gerammt.

Ein harter Stoß durchlief den Wagen, und einer der Airbags, die in den Türen des Fonds untergebracht waren, blies sich mit lautem Knall auf.

Der Fahrer fluchte.

Langston kam hoch und riskierte einen flüchtigen Blick, sah, dass der Van aufholte. Das schwarz lackierte Fahrzeug, dessen Scheiben ringsum verspiegelt waren, rammte die Limousine längsseits.

Der Chauffeur versuchte, dem Stoß auszuweichen, aber es gelang ihm nur teilweise. Blech krachte auf Blech, Funken stoben durch die Nacht.

»Die müssen verrückt sein!«, rief Langston aufgebracht. »Völlig durchgedreht!«

Plötzlich entsann er sich des Handys, das er in seiner Tasche trug, und zückte das kleine Gerät. Er würde die Polizei rufen, damit sie diese Verrückten von der Straße holte und einsperrte.

Hastig wählte der Manager die Notrufnummer – um deprimiert festzustellen, dass sein Handy nicht funktionierte.

Empfang gestört, stand im Display. Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt.

»Verdammt«, knurrte Langston. »Erinnern Sie mich daran, dass ich die Aktien dieses verdammten Mobilfunkunternehmens bei nächster Gelegenheit verschachere!«

Der Fahrer antwortete nicht – er hatte andere Sorgen.

Den Fuß auf dem Gaspedal lieferte er sich mit dem Van ein aufreibendes Rennen über den ansonsten leeren Highway. Dann, plötzlich, kam der Lieferwagen wieder näher, rammte die Limousine längsseits – und drehte bei!

»Verdammt!«, rief der Chauffeur, während er wie von Sinnen am Lenkrad kurbelte – vergeblich.

Er kam nicht von dem Van los, schien an der Seite des bulligen Fahrzeugs zu kleben, das jetzt nach rechts zog und ihn auf die Leitplanke zu bugsierte, die die Straße an dieser Stelle sicherte.

Im nächsten Moment krachte die Limousine dagegen, war jetzt eingekeilt zwischen der Leitplanke und dem fremden Wagen. Funken sprühten, die Karosserie kreischte entsetzlich, während Metall über Metall schrammte.

Dann – plötzlich – war die Leitplanke zu Ende!

Der Chauffeur, der mit aller Kraft gegengesteuert hatte, verlor die Kontrolle über den Wagen.

Die Limousine kam von der Fahrbahn ab, rumpelte über Stock und Stein.

Langston, der nicht angeschnallt war, gab eine Verwünschung von sich, als er im Fond hin und her geworfen wurde. Dann erreichte das Fahrzeug die Böschung und überschlug sich.

Mehrmals drehte sich der Wagen um seine Längsachse, bis er auf das Dach zu liegen kam. Nur der robusten Bauweise der Luxuskarosse war es zu verdanken, dass das Dach nicht eingedrückt wurde.

Norman Langston wusste nicht, wo oben und unten war, als er nach kurzer Bewusstlosigkeit wieder zu sich kam.

»Verdammt noch mal«, wetterte er noch halb besinnungslos drauflos. »Ich werde mich beschweren, hören Sie? Ich werde dafür sorgen, dass Sie nie wieder eine Limousine fahren werden, Sie ungeschickter …«

Er unterbrach sich, als er die Augen öffnete und den grotesk verrenkten Körper des Fahrers sah, der kopfüber in seinem Sitz hing.

Jemand anders hatte schon dafür gesorgt, dass der Mann niemals wieder eine Limousine steuern würde. Denn der Chauffeur war tot, hatte sich beim Aufprall das Genick gebrochen.

Langston wusste nicht, was er sagen sollte.

Der Ernst des Augenblicks und die Erkenntnis, dass er nur knapp dem Tod entgangen war, begannen ihm zu dämmern. Er schrie in wilder Panik, hatte plötzlich nur noch den einen Wunsch, aus der Enge des verunglückten Wagens zu entkommen, wollte hinaus ins Freie.

Wie besessen fingerte er am Hebel der Tür herum, nur um festzustellen, dass sie verklemmt war und sich nicht mehr öffnen ließ.

»Verdammt!«, brüllte er laut. »Ich will raus! Lasst mich sofort raus! Ich …«

Er verstummte überrascht, als die Tür plötzlich geöffnet wurde. Eine schwarze Pranke stach herein und packte ihn, zerrte ihn nach draußen.

Hart landete Langston auf dem morastigen Boden, und ein grotesker Gedanke galt seinem teuren Kaschmirmantel, der soeben mit Matsch beschmutzt worden war. Dann blickte er auf, noch zu geschockt, um wirklich zu begreifen, was um ihn herum geschah.

Er sah vier Gestalten, die schwarze Overalls und Masken mit Augenschlitzen vor den Gesichtern trugen. Und er sah die Maschinenpistolen in ihren Händen.

Eine Entführung!, dämmerte es ihm. Ich werde entführt …

Dann wurde er hochgerissen, und jemand presste ihm etwas Kaltes, Feuchtes auf Mund und Nase.

Langston schnappte nach Luft, roch den beißenden Gestank von Äther – und verlor im nächsten Moment das Bewusstsein.

***

In Vernehmungsraum 4 des FBI-Quartiers an der Federal Plaza herrschte dicke Luft.

Der Mann, der auf dem Stuhl in der Mitte des Raumes saß, hatte dicke Schweißperlen auf seiner Stirn, und das lag nicht daran, dass es in dem Zimmer zu heiß gewesen wäre. Sondern vielmehr daran, dass es für den Knaben allmählich eng zu werden begann …

»Also, wie war das, Sergio?«, fragte Phil Decker noch einmal, während er den Festgenommenen wie ein Raubvogel umkreiste. »Wer steckt alles in der Sache mit drin? Alessandro? Die Kubaner?«

»Mann, ich weiß das nicht, ehrlich«, versicherte der Mann auf dem Stuhl, ein untersetzter Glatzkopf mit südländischem Aussehen.

Wir hatten Sergio Molar in einer Bar in Spanish Harlem aufgegriffen, nachdem unser Informant Hank Hogan uns einen Tipp gegeben hatte.

Nach unseren Ermittlungen arbeitete Molar als Bote einer Bande, die sich auf Waffenschiebereien spezialisiert hatte und offenbar einige der Syndikate der Stadt mit automatischen Waffen belieferte. Bei einer Razzia in SoHo war durch Zufall ein Kellerlager mit M16-Gewehren, AK 47 und anderen Geschenkartikeln gefunden worden, über die sich jeder Mafioso gefreut hätte. Der FBI hatte sofort die Ermittlungen aufgenommen und war auf die Spur der Waffenschieber gelangt.

Sergio Molar war unsere erste konkrete Spur …

»Unsinn, Sergio!«, beharrte Phil und blieb vor dem Gefangenen stehen, schaute ihn durchdringend an. »Warum versuchst du das? Wir wissen doch ganz genau, dass du in der Sache drin hängst. Du machst es dir nur unnötig schwer. Wenn du uns hilfst, deine Kumpane zu verhaften, gehst du unter Umständen sogar straffrei aus.«

»Leere Versprechungen«, spottete Molar. »Sie haben nichts gegen mich in der Hand, gar nichts.«

»So? Und woher willst du das wissen?«

»Ganz einfach, weil ich nichts weiß. Ich sagte es Ihnen schon – ich habe für diese Leute nur ein paar Botengänge gemacht. Weder wusste ich, was das für Leute sind, noch was für Geschäfte sie machen.«

»Natürlich«, versetzte Phil und zeigte ein scharfes Grinsen. »Denn wenn du es gewusst hättest, hättest du sofort die Finger von der Sache gelassen, nicht wahr?«

»So ist es!«, antwortete Molar und wurde noch nicht einmal rot dabei.

»Okay«, knurrte Phil, »das reicht jetzt!« Er beugte sich zu dem Ganoven hinab, bis sein Gesicht dicht vor dem Molars schwebte. »Ihr Mistkerle habt Waffen verschoben, okay? Waffen, mit denen unschuldige Menschen ermordet wurden. Das ist kein Kavaliersdelikt, Molar! Wenn wir wollen, können wir dich dafür für den Rest deines Lebens Tüten kleben lassen.«

»Aber ich weiß doch nichts«, versicherte der Gefangene mit Verzweiflung in der Stimme.

»Du wirst uns jetzt sofort die Namen deiner Komplizen verraten. Wer war dein Kontaktmann? Von wem hast du deine Aufträge bekommen? Wir wollen Namen, Adressen, einfach alles, was du weißt. Dann werden wir beim Richter ein gutes Wort für dich einlegen. Andernfalls …«

»Ich weiß nichts«, beharrte Molar. »Ich weiß wirklich nichts, so glauben Sie mir doch …«

***

»Denkst du, dass er die Wahrheit sagt?« Mein Kollege Sid Lomax von der Fahndungsabteilung sandte mir einen fragenden Blick.

Wir standen hinter der großen Glasscheibe, die eine Seite des Vernehmungsraums einnahm und von dort aus wie ein großer Spiegel aussah. Wir konnten sehen, wie Phil Sergio Molar in die Mangel nahm. Was in dem ansonsten schalldichten Raum gesprochen wurde, wurde durch einen kleinen Lautsprecher übertragen.

»… verdammt noch mal, wann werden Sie mir endlich glauben? Ich bin nur ein kleiner Ganove, der mit diesen Leuten nicht das Geringste zu tun hat. Verstehen Sie denn nicht? Sie haben den Falschen erwischt!«

So ging das seit über einer Stunde.

Sosehr Phil sich auch bemühte, eine konkrete Information aus Molar herauszuleiern – der Mann, den wir in Spanish Harlem aufgegriffen hatten, gab sich hartnäckig.

»Seid ihr sicher, dass er etwas weiß?«, fragte Sid. »Ich meine, vielleicht haben wir wirklich den Falschen erwischt und mühen uns hier ab, während sich die schweren Jungs ins Fäustchen lachen.«

»Nein«, beharrte ich. »Ich bin sicher, dass Molar etwas weiß. Das Problem ist nur, dass wir kein Mittel haben, um ihn unter Druck zu setzen.«

»Tja«, meinte mein rothaariger Kollege grinsend, »gegen die bewährten Hausmittel scheint dieser Knabe jedenfalls immun zu sein.«

Ich starrte durch den Spiegel, sah, wie Phil wie ein wilder Derwisch um den Gefangenen herumtanzte. Leider hatte Sid nur allzu Recht.

»Was wir brauchen, ist diese verdammte Diskette«, knurrte ich.

»Welche Diskette?«

»Die, die Hank Hogan erwähnt hat. Offenbar war Molar im Besitz einer Computerdiskette, auf der seine Kontaktleute verzeichnet sind. Blöderweise hat er es irgendwie geschafft, das Ding verschwinden zu lassen.«

»Zu dumm«, pflichtete Sid mir bei. »Wenn wir im Besitz dieser Daten wären, hätten wir etwas, um Molar unter Druck zu setzen. Dann würde ihm sein dämliches Grinsen vergehen.«

»Ja«, stimmte ich zu, »und Phil bräuchte nicht länger das Rumpelstilzchen zu spielen.«

»Vielleicht hat er ja doch noch Erfolg damit«, sagte Sid schulterzuckend. »Sagt mir Bescheid, wenn sich etwas tut, okay? Ich bin in meinem Büro.«

»Okay …«

***

Als Sid Lomax das Nebenzimmer von Vernehmungsraum 4 verließ, lachte er innerlich.

Zum einen über die Dummheit seiner Kollegen.

Zum anderen, weil sein Plan so überaus gut klappte.

Wenn Lomax daran dachte, dass der große Jerry Cotton einst sein Idol, sein erklärtes Vorbild gewesen war, konnte er rückblickend nur mehr den Kopf schütteln.

Einst hatte er alles daran gesetzt, von seiner Dienststelle in Atlanta nach New York versetzt zu werden, war verdammt stolz darauf gewesen, der neue Partner des G-man Jerry Cotton zu werden, der seinen Partner Phil Decker bei einem tragischen Unfall verloren hatte.1)

Aber dann war alles anders gekommen.

Decker war zurückgekehrt, und Sid Lomax war von der Ermittlungsabteilung in den Fahndungsdienst versetzt worden. Man hatte aus einem Pitbull einen Salonpinscher gemacht, hatte ihm alles genommen, worauf er in seinem Beruf stolz gewesen war.

Und das hatte sich gerächt.

Sid hatte begonnen, sich innerlich vom FBI zu lösen – und hatte neue Freunde gefunden …

Der FBI-Beamte ging zurück in sein Büro, nahm hinter dem mit Akten und Umschlägen übersäten Schreibtisch Platz. Dann zückte er sein Handy, wählte die geheime Nummernkombination, die den Zerhacker aktivierte.

»Ja?«, meldete sich eine Stimme am anderen Ende.

»Hier Omega 187«, sagte Lomax. »Habe Terrain sondiert. Plan kann wie vorgesehen durchgeführt werden. Ich wiederhole: Plan kann wie vorgesehen durchgeführt werden.«

»Verstanden, Omega 187«, kam die schnarrende Antwort. »Sorgen Sie dafür, dass Cotton und Decker mit ihrem gegenwärtigen Fall beschäftigt bleiben. Wir brauchen freies Aktionsfeld.«

»In Ordnung«, gab Sid tonlos zurück. »Betrachten Sie das Problem als so gut wie erledigt. Omega 187 Ende.«

Er drückte die Unterbrechertaste, legte das Handy beiseite.

Dann loggte er sich in seinen Computer ein, rief ein Verzeichnis der Daten ab, die auf einem gesicherten Bereich der Festplatte gespeichert waren, zu dem nur er Zugang besaß.

Die Datei hieß »Anonymus«.

Es war eine Kopie jenes Verzeichnisses, von dem Cotton vorhin gesprochen hatte.

Lomax hatte die Diskette bei der Durchsuchung von Molars Wohnung gefunden und an sich genommen. Sie enthielt tatsächlich eine Liste all seiner Verbindungsleute beim Waffenkartell.

Mit dieser Liste wäre es Cotton und Decker ein Leichtes gewesen, Molar festzunageln und ihn zum Singen zu bringen, doch Sid Lomax hatte andere Pläne damit.

Die Originaldiskette hatte er bereits vernichtet. Die Daten auf der Festplatte waren die einzige Kopie, die davon noch existierte.

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