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Jerry Cotton - Folge 2328

Wir jagten Dr. Ewigkeit

Der schwarze Van rollte die Straße entlang.

In langsamer Fahrt bog er in die Sullivan Street ein.

Es war Nacht.

Die Fenster des alten Chrysler waren ringsum verspiegelt, entzogen den Fahrer, der das Gefährt die Straße hinabsteuerte, den Blicken der dunklen Gestalten, die in den Hauseingängen lungerten.

Die Aura des Bösen, die von dem Fahrzeug ausging, war förmlich zu greifen. Niemand wagte es, sich ihm in den Weg zu stellen.

Es war das Gefährt des Teufels

Die Straße war nahezu düster.

Die Vorstellungen in den Theatern waren längst zu Ende, die Kneipen und Pubs hatten geschlossen. Fort waren die Touristenströme, die tagsüber hierher kamen, um den Geschäften und Galerien einen Besuch abzustatten oder die Architektur zu bewundern.

Trotz aller Bemühungen seitens der Stadtverwaltung und der Polizei war der südliche Bereich von SoHo noch immer ein gefährliches Pflaster, auf das man sich nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht mehr begab.

Gesindel lungerte allenthalben herum, Dealer, die mit ihrem gepanschten Gift handelten, Mädchen, die ihre Körper feilboten. Halsabschneider und Mörder tummelten sich in den dunklen Hinterhöfen, Junkies und Penner bevölkerten die Gassen.

Das Viertel South of Houston war bei Nacht ein gefährlicher Sumpf, der einen ahnungslosen Besucher leicht verschlingen konnte. Die Verbrechensrate war hier höher als in den meisten anderen Teilen Manhattans.

Trixy Jones wusste all das. Und doch hatte sie keine andere Wahl, als die gefährliche Meile auf ihrem Weg nach Hause zurückzulegen.

Es krachte dumpf, als die Tür des Studios hinter ihr ins Schloss fiel.

Trixy war ein Model, groß und schlank, mit langem blonden Haar und traumhafter Figur.

Seit sie von Kansas nach New York gekommen war, träumte sie davon, dass ein Broadway-Produzent sie entdecken oder ein Modefotograf auf sie aufmerksam werden würde.

Drei lange Jahre hatte sie auf ihre Chance warten müssen, nun endlich hatte sie ein Engagement erhalten.

Zwar handelte es sich um eine äußerst anstößige Produktion, bei der Trixy die meiste Zeit ohne Kleider agieren muss-te, aber der Regisseur, der den Film drehte, hatte Trixy versichert, dass der Streifen ein gutes Sprungbrett für eine weitere Karriere im Showbusiness sein würde. Und dafür war Trixy bereit, so ziemlich alles zu geben.

Außerdem brauchte sie das Geld.

Die junge Frau atmete tief durch, sog die kühle Nachtluft in ihre Lungen. Dann stieg sie die Treppe des Hintereingangs hinab, eilte durch den dunk-len Hof und trat hinaus auf die Straße, die von schmutzig grellem Licht erhellt wurde.

Trixy schauderte.

Die vielen Gestalten, die überall he-rumlungerten, waren ihr unheimlich, und sie fürchtete sich, alleine nach Hause zu gehen. Aber sie hatte nun mal kein Geld für ein Taxi.

Sie hatte Clint, ihren Regisseur, gebeten, ihr ein Cab zu besorgen, aber der hatte sie nur gefragt, ob sie plötzlich größenwahnsinnig geworden wäre.

Also blieb ihr nichts, als in den sauren Apfel zu beißen.

Sie schlug den Kragen ihres billigen Lackmantels hoch und zog den Kopf zwischen die Schultern, um möglichst wenig aufzufallen. Ihr langes blondes Haar hatte sie zusammengesteckt und unter einer unansehnlichen Wollmütze versteckt. Sie hatte keine Lust, irgendeinen Idioten auf dumme Gedanken zu bringen.

Mit raschen Schritten eilte Trixy den Bürgersteig entlang, der nächsten Subwaystation entgegen. Mit etwas Glück erwischte sie den Zug nach Brooklyn, ohne lange warten zu müssen.

Die meisten der Gestalten, die in den Hauseingängen lungerten oder auf den Bänken saßen, die entlang der Straße aufgestellt waren und tagsüber den Touristen zum Ausruhen dienten, ignorierten sie. Trixy hielt den Blick gesenkt und schaute nur auf den schmutzigen Bürgersteig.

»Hey, Schätzchen!«, wurde sie plötzlich von einer rauchig klingenden Stimme angesprochen.

Trixy zuckte zusammen und blickte auf.

Eine schlanke Frau mit Ledermini und langem roten Haar stand vor ihr und bedachte sie mit geringschätzigem Blick.

»Dass dir bloß nicht in den Sinn kommt, hier auf Freierfang zu gehen, okay?«, sagte die Lederbraut kaugummikauend. »Das hier ist mein Revier, kapiert?«

»Na klar«, bestätigte Trixy ohne Zögern und ging weiter, noch ehe die andere ein weiteres Wort sagen konnte. Trixy wollte keinen Ärger.

Die junge Frau war froh, als sie endlich in Sichtweite des Subway-Abgangs kam.

Mit raschen Schritten ging sie die Straße hinab.

Die Absätze ihrer hochhackigen Schuhe klickerten über den schmutzigen Asphalt – und verschluckten das leise Knirschen, das die Reifen des schwarzen Vans verursachten.

Trixy bemerkte nicht, wie der nach allen Seiten verspiegelte Wagen, der am Straßenrand geparkt stand und den sie soeben passiert hatte, langsam anrollte.

Der Chrysler, dessen stumpfer Lack das Licht der Straßenbeleuchtung förmlich zu schlucken schien, nahm die Verfolgung der jungen Frau auf.

Der Fahrer legte den Leerlauf ein, und langsam rollte der Van hinter Trixy her, die noch immer nichts bemerkte.

Erst als der Fahrer den Motor anließ und die Lichter anschaltete, registrierte die junge Frau, dass sich der Wagen unmittelbar hinter ihr befand.

Sie stieß einen überraschten Laut aus und wirbelte herum – um gerade noch die dunklen Schatten zu sehen, die aus dem Führerhaus sprangen.

Noch ehe die junge Frau etwas dagegen unternehmen konnte, hatten die beiden Männer, die von Kopf bis Fuß in tiefstes Schwarz gehüllt waren, sie gepackt.

»Hilfe!«, brachte sie noch halblaut hervor, dann versiegelte die behandschuhte Rechte eines der Vermummten ihren Mund.

Trixy wand und wehrte sich, schlug und trat – ohne Erfolg.

Mit der Unnachgiebigkeit eines Schraubstocks hielt der Mann sie in seinen Pranken und presste ihr plötzlich ein Tuch mit einer scharf riechenden Lösung auf Mund und Nase.

Sekundenlang weigerte sich Trixy, den Äther einzuatmen, dann schnappte sie nach Luft und sog die Bewusstlosigkeit in sich auf.

Ihre Sinne verschwammen, sie sackte zusammen.

Binnen Sekunden hatten die Vermummten sie in den Van gepackt und waren selbst wieder in das Fahrzeug gestiegen.

Langsam fuhr der Chrysler weiter, als sei nichts geschehen …

***

Als der Wecker losrappelte, gab ich ein Stöhnen von mir, und als der Lärm nicht enden wollte, vergrub ich mein Gesicht noch tiefer in den Kissen meines Bettes.

Aber es nützte nichts.

Der Wecker machte keine Anstalten, sein plärrendes Konzert zu beenden, und so entschloss ich mich schließlich doch, mich aus den Federn zu schwingen. Mein Kopf fühlte sich dabei an wie ein Ballon, und ich bedauerte, am gestrigen Abend, als ich mit meinem Partner Phil Decker noch eine Bar aufgesucht hatte, dem Alkohol so zugesprochen zu haben.

Aber Phil und ich hatten in den letzten Wochen nach dem Anschlag auf das World Trade Center verdammt viel zu tun gehabt, und den ersten freien Abend seit langer Zeit hatten wir genutzt, endlich mal wieder in Ruhe und Frieden gemeinsam einen zu kippen. Sie können sich vorstellen, dass eine Menge hinter uns lag, auch wenn ich kaum darüber berichten darf. Das alles unterliegt der strengen Geheimhaltung, ist »top secret«. Aber so viel kann ich verraten: Es waren nervenaufreibende Wochen gewesen, in denen wir gegen die Mordkommandos des Top-Terroristen Bin Laden und anderer fanatischer Terrorgruppen gekämpft hatten.

Sogar in Moskau waren wir im Einsatz gewesen,1) aber natürlich auch hier in den USA – und auch sonstwo auf der Welt …

Es war heiß hergegangen, und Weichen waren gestellt worden, um von nun an den internationalen Terrorismus gezielter bekämpfen zu können.

Wir waren von einem neuerlichen Auslandseinsatz zurückgekehrt, und gestern war der erste freie Abend seit langem gewesen. Den hatten Phil und ich genutzt, um in SoHo das ein oder andere Glas zu heben und die teils schrecklichen und brandgefährlichen Ereignisse der letzten Wochen zu verarbeiten und wieder zur Normalität zurückzufinden.

Dabei war wohl ein Whisky zu viel durch meine Kehle geschwappt. So fühlte ich mich jedenfalls …

Während ich benommen ins Bad wankte und tausend kleine Plagegeister in meinem Schädel spukten, schwor ich mir, nie mehr einen Tropfen anzurühren.

Einer jener Schwüre, von denen man schon in dem Augenblick, in dem man sie leistet, weiß, dass man sie brechen wird …

Ich nahm eine kalte Dusche, worauf sich mein Zustand ein wenig besserte. Danach reichte die Zeit gerade noch, um ein hastiges Frühstück einzunehmen, das aus ein paar trockenen Donuts und kaltem Kaffee vom Vortag bestand. Für mehr blieb keine Zeit – in fünfzehn Minuten wurden Phil und ich zum Briefing in Mr. Highs Büro im New Yorker FBI-Quartier erwartet.

Ich verließ mein Apartment und nahm den Lift in die Tiefgarage, wo mein Flitzer stand. Mit dem XKR machte ich mich auf den Weg, holte Phil an unserer gewohnten Ecke ab.

Den zerknitterten Zügen meines Freundes und Partners sah ich an, dass es ihm nicht sehr viel besser ging als mir, mit dem kleinen Unterschied, dass er wenigstens noch Zeit gefunden hatte, sich bei Starbuck’s an der Ecke ein vernünftiges Frühstück zu besorgen.

Der Duft von frischem Kaffee und Backwaren verbreitete sich verführerisch. Schmatzend und kauend saß mein Partner auf dem Beifahrersitz, während ich den Jaguar zur Federal Plaza steuerte und schließlich in die Tiefgarage unter dem FBI-Quartier einfuhr.

Auf der Fahrt sprachen wir noch mal alles durch, was sich in den letzten Wochen ereignet hatte, und wir wussten, dass wir mit unseren Leistungen und erzielten Erfolgen zufrieden sein durften …

Der Aufzug brachte uns hinauf zum Field Office, und wir schlugen den Weg zu Mr. Highs Büro ein.

In seinem Vorzimmer begrüßte uns Mr. Highs Sekretärin Helen. Sie war hoch erfreut, uns zu sehen und dass es uns beiden nach all den schwierigen Einsätzen noch so gut ging. Sie beglückte uns erst einmal mit ihrem herrlichen Kaffee und hieß uns in New York willkommen, dann erst betraten wir das Büro unseres Chefs.

Mr. High, der gerade in das Studium einiger Akten vertieft gewesen war, blickte auf.

»Ah – Jerry, Phil. Da sind Sie ja.«

»Guten Morgen, Sir«, erwiderte ich, und wir nahmen in den beiden Besucherstühlen Platz, die vor dem Schreibtisch unseres Chefs und Mentors stehen.

Mr. High wusste natürlich, was wir in den letzten Wochen »getrieben« hatten. Und er wusste, dass es für uns brandgefährliche und aufregende Wochen gewesen waren.

Den Bericht über unseren letzten Einsatz hatten wir ihm gestern vorgelegt, nachdem wir zurückgekehrt waren nach New York, und er hatte sich über unsere Erfolge sehr zufrieden gezeigt.

Noch einmal sprachen wir die Ergebnisse unserer Arbeit mit ihm durch, und anschließend sagte Mr. High: »Sie haben Ihrem Land und der gesamten freien Welt große Dienste erwiesen. Alles andere ist jetzt Sache der Militärs und der CIA. Ich bin jedenfalls froh, Sie wieder hier in New York zu haben. Der Alltag hat Sie beide wieder.«

»Sir«, sagte Phil, »ich will mich bestimmt nicht beschweren, aber eigentlich hatten Jerry und ich nach den letzten Wochen mit einem Sonderurlaub gerechnet.«

»Den hätte ich Ihnen auch gern bewilligt, Phil«, entgegnete Mr. High verständnisvoll, »aber leider kämpfen wir ja nicht nur gegen internationale Terroristen, sondern müssen die Bürger unserer Stadt auch vor anderen Verbrechen schützen.«

»Was gibt es denn? Ein neuer Fall für uns?«

»Erraten, Jerry. Diese Bilder«, sagte unser SAC mit ernster Miene, während er uns einen Umschlag reichte, »wurden mir vom Homicide Squad des NYPD übermittelt.«

»Vom Homicide Squad?«

Ich öffnete den Umschlag, ahnend, dass wir wenig Schönes zu sehen bekommen würden.

Und ich behielt Recht.

»Mein Gott«, entfuhr es Phil, während wir die Aufnahmen betrachteten.

»Kein schöner Anblick, ich weiß.« Mr. High nickte. »Die beiden Mordopfer wurden in Hinterhöfen in SoHo aufgefunden, in Plastikfolie gehüllt und unter Müllsäcken begraben.«

»Ein Serienkiller?«, erkundigte ich mich, als ich die Aufnahmen der beiden Mordopfer verglich und auffällige Ähnlichkeiten feststellte.

»Der Verdacht besteht«, antwortete Mr. High. »Das erste Opfer wurde vor drei Wochen von einer Streife des NYPD entdeckt. Der Fall wurde dem Homicide Squad übertragen, das allerdings keine konkrete Spur ermitteln konnte. Vor zwei Tagen nun wurde eine zweite Leiche gefunden. Und die Parallelen sind unübersehbar.«

Ich nickte.

Beide Mordopfer waren junge Frauen, weiß, etwa Mitte zwanzig. Beide waren nackt und an Gesicht und Oberkörper schrecklich verstümmelt worden …

»Und was ergab die Obduktion?«, wollte Phil wissen. Er war schon voll drin in dem Fall, wirkte wie elektrisiert. Kein Gedanke mehr an einen Sonderurlaub.

»Dass beide Morde mit derselben Waffe durchgeführt wurden«, antwortete Mr. High auf Phils Frage, »einem Skalpell, wie Chirurgen es verwenden. Die Schnitte sind glatt und äußerst präzise.«

»Ein Profi also?«

»Das wissen wir nicht. Es könnte auch jemand sein, der sich chirurgische Kenntnisse angeeignet hat. Und da ist noch etwas …« Mr. High unterbrach sich und sandte uns unheilvolle Blicke. »In beiden Opfern wurden Rückstände von Narkosemitteln gefunden.«

»Narkosemittel?«, fragte ich. »Sie meinen Drogen?«

»Nein.« Mr. High schüttelte den Kopf. »Es sieht eher so aus, als hätte der Killer seine Opfer vor der Tat anästhesiert.«

»Das ist allerdings ungewöhnlich«, meinte Phil. »Wie hießen die Opfer?«

»Ihre Namen waren Samantha Timmons und Lacey Bannon«, antwortete Mr. High, »zwei junge Frauen, die nach New York gekommen waren, um Karriere als Fotomodelle zu machen. Timmons kellnerte in einer Bar, Bannon arbeitete in einer Striptease-Bar.«

»Kannten sich die beiden?«

»Soweit wir wissen, nicht.«

»Wie weit lagen die Fundorte der beiden Opfer auseinander?«

»Nur wenige Blocks.« Mr. High deutete auf den riesigen Stadtplan, der hinter ihm an der Wand hing. »Das erste Opfer wurde in der Wooster Street gefunden, das zweite in der Greene Street. Es deutet alles darauf hin, dass es sich in beiden Fällen um ein und denselben Täter handelt.«

»Hm«, machte ich und schürzte die Lippen. »Dieser Mörder hat bereits zweimal zugeschlagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er auch ein drittes Mal zuschlagen wird, ist also hoch.«

»Das denke ich auch«, pflichtete Mr. High mir bei. »Deshalb, Gentlemen, wird es Ihre Aufgabe sein, den Mörder zu fassen, ehe noch mehr Menschen sterben müssen.«

»Warum sind wir dafür zuständig und nicht das NYPD?«, fragte Phil.

»Der Fall wurde uns übertragen, weil der Bürgermeister das Unwesen eines neuen Serienmörders befürchtet«, erklärte Mr. High. »Sie wissen, ihm geht die Sicherheit der Bürger dieser Stadt über alles. Er hat mich persönlich angerufen und gewünscht, dass Sie, Jerry Cotton und Phil Decker, sich um die Sache kümmern und diesen Killer schnappen, bevor noch mehr Menschen sterben und sich Panik in New York ausbreitet. Nach den schrecklichen Ereignissen hier sind die Bürger noch immer sehr verunsichert und beunruhigt. Wir müssen schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückfinden.«

Ich nickte. »Verstehe, Sir. So sehe ich das auch.«

»Was die Bekämpfung der Terrornetze fanatischer Islamisten betrifft, haben Sie, Jerry und Phil, alles getan, was Sie tun konnten – so wie viele andere Kollegen und Kolleginnen auch. Jetzt brauche ich Sie beide wieder hier in New York, um Recht und Ordnung wieder herzustellen.«

Der SAC griff unter seinen Schreibtisch und zog eine Akte hervor.

»Zwischen diesen Deckeln befindet sich alles, was das Homicide Squad bislang herausgefunden hat«, erklärte er. »Wie Sie feststellen werden, ist es nicht sehr viel.«

Ich nickte und nahm den Ordner entgegen. »Ich denke, wir werden zuerst das Umfeld der Opfer unter die Lupe nehmen und versuchen, ein genaues Täterprofil zu ...

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