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Jerry Cotton - Folge 2273

Phantom-Express

Lewis Cronister war schlechter Laune.

Er hasste es, wenn seine alten Knochen zu schmerzen anfingen – denn das taten sie immer dann, wenn es Regen gab. Und der Regen bedeutete, dass er nass werden würde.

Verdammt nass …

Der Obdachlose hob seine Hände zum Mund und pustete warme Luft hinein, bewegte seine klammen Finger, während er unter dem alten Eisenbahnwaggon kauerte, der ihm nur spärlichen Schutz bieten würde, wenn sich die Schleusen des Himmels öffneten.

Die Nacht war empfindlich kalt, aber Lewis wagte nicht, ein Feuer zu machen. Der alte Rangierbahnhof war ein guter Tipp, weil es hier immer ein Plätzchen gab, wo man Unterschlupf finden konnte. Aber es gab hier auch eine Menge zwielichtiger Gestalten, die bei Einbruch der Dunkelheit aus ihren Löchern krochen …

Cronister war kein Idiot. Er war lange genug auf der Straße, um zu wissen, wie man überlebte. An diesem Abend allerdings vergaß er es für einen tödlichen Augenblick …

Das Erste, was der Mann, der in seinem zerlumpten Mantel unter den rostigen Überresten des alten Güterwagens hockte, gewahrte, war ein dunkles, tiefes Rumpeln.

Trotz des billigen Fusels, von dem er eine ganze Flasche in sich hineingekippt hatte, drang das Geräusch durch die benebelten Windungen seines Gehirns sofort in sein Bewusstsein. Es war ein langsames, metallisches Rattern, begleitet vom leichten Beben der Gleise.

Lewis wusste, dass der alte Rangierbahnhof seit Jahren stillgelegt war, und trotzdem hörten sich die Geräusche an, als würde ein Zug einfahren …

Verblüfft lauschte er.

Das Rattern verstärkte sich, jedoch war kein Motorengeräusch zu hören. Cronister bekam eine Gänsehaut. Was ging da draußen vor sich?

Bäuchlings robbte er ein Stück unter dem Waggon hervor, schob sich über das Schotterbett des alten Gleises. Draußen war es stockdunkel, und er konnte so gut wie nichts erkennen – abgesehen von den alten Waggons, die wie Geisterburgen im Dunkel aufragten, beschienen von fahlem, spärlichem Mondlicht. Dahinter die gedrungenen Gebäude des alten Rangierbahnhofs, die uralten Wassertürme und die rostigen Masten der Hochspannungsleitungen.

Seit Ewigkeiten war hier kein Zug mehr verkehrt. Doch Cronister konnte sich erinnern, als Junge den Zügen beim Rangieren zugesehen zu haben. In den letzten vierzig Jahren war das Gelände am Rand von Pasadena mehr und mehr verwaist. Grundstücksspekulanten und Baulöwen hatten sich dafür interessiert, hatten geplant, den Bahnhof abzureißen und eine Ferienanlage mit Golfplätzen zu errichten, um den reichen Säcken, die in den Pasadena Hills wohnten, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Aber zum Glück für die vielen Obdachlosen, die hier hausten, hatte sich bislang keiner der Konkurrenten durchsetzen können. Und nun hatte es fast den Anschein, als habe der Bahnhof seine alte Funktion wieder aufgenommen …

Cronister verengte die Augen zu schmalen Schlitzen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können. Das Geräusch hatte sich verstärkt, schien sich ihm auch zu nähern.

Seiner Schätzung nach musste es kurz nach Mitternacht sein. Er hatte diesmal ungewöhnlich lange gebraucht, um sich sein Abendessen aus den Mülltonnen der Vorstadt zusammenzusuchen. Danach waren noch irgendwelche dämlichen Jugendlichen gekommen, die den Einkaufswagen, in dem er seine Habe mit sich herumtransportierte, umgestürzt hatten, sodass er alles wieder hatte einsammeln müssen. Und schließlich hatten auch noch seine Knochen zu schmerzen begonnen.

Ein mieser Tag …

Lewis Cronister sog scharf die Luft ein, als er plötzlich etwas auszumachen glaubte – einen dunklen Schemen, der sich langsam aus der Schwärze der Nacht löste.

Das Ding war riesig, schien geradewegs aus der Finsternis zu kommen. Es war ein Zug. Außer dem Rattern, das seine Räder auf den Gleisen erzeugten, verursachte er kaum Geräusche. Immer deutlicher schälten sich seine Umrisse aus der wabernden Schwärze.

Lewis hielt den Atem an.

Es war ein Eisenbahnzug, daran bestand kein Zweifel. Aber keiner von der Sorte, wie er sie kannte.

Das Ding war schwarz. So schwarz wie die Nacht.

Der Triebwagen war stromlinienförmig gebaut und sah aus wie ein verdammtes Flugzeug, dahinter hingen einige Waggons. Der Zug besaß keine Fenster, kein Licht drang von den Waggons nach draußen. Im Gegenteil schien das Ding irgendwie gepanzert zu sein, sah aus wie einer der verdammten Tanks, die Cronister in Vietnam gefahren hatte.

Fasziniert beobachtete der Obdachlose, wie der Zug in den Bahnhof einfuhr und nur wenige Meter von ihm entfernt eines der eigentlich stillgelegten Gleise passierte. Das Ding sah weniger aus wie ein Zug, sondern mehr wie eine riesige, gepanzerte Raupe, die sich mit lautloser Langsamkeit über die Schienen schleppte.

Ein Geisterzug, schoss es Cronister durch den Kopf.

Der Zug verlangsamte seine Fahrt.

Bremsen pfiffen schrill, und mit metallischem Knirschen kam der Zug zum Stillstand.

Cronister zuckte zurück, hielt den Atem an.

Was wollten die hier? Ausgerechnet hier?

Er lag keine zehn Yards von den Schienen entfernt, konnte alles genau sehen: den aerodynamischen Triebwagen, die bulligen Waggons mit der glatten Außenhülle. Die dunkle Farbe des Zuges schien das ohnehin spärliche Mondlicht förmlich zu verschlucken.

Cronister wusste nicht wieso, aber der Anblick dieses Zuges ließ ihn schaudern. Vielleicht lag es nur an der Wirkung des Alkohols, den er in sich hineingeschüttet hatte, um sich vor der Kälte der Nacht zu schützen. Aber er hatte das Gefühl, dass etwas Unheimliches, Bedrohliches von dem gepanzerten Gefährt ausging. Etwas, das er besser nicht kennen lernen wollte.

Gerade wollte sich der Wermutbruder über die kalten Schottersteine zurückschieben in den Schutz seines Verstecks, als sich mit metallischem Klang eine der Waggontüren öffnete. Zischend entwich weißer Dampf, und eines der stählernen Schotts schwang auf.

Lewis blickte auf – und einen gefährlichen Augenblick lang gewann die Neugier in ihm Oberhand. Er wollte nur einen kurzen Blick riskieren, wollte nur sehen, wer die Herren dieses eigentümlichen Gefährts waren, nichts weiter. Dann würde er sofort verschwinden und …

Er unterbrach seinen Gedankengang, als eine dunkle Gestalt in der Öffnung erschien, die ebenso pechschwarz war wie der Zug selbst. Mit einem Satz sprang sie heraus auf den knirschenden Schotter, blickte sich wachsam um.

Lewis wurde auf einen Schlag stocknüchtern.

Der Fremde trug eine Art Kampfanzug, dazu schwere Stiefel und Splitterschutz. Auf seinem Kopf thronte ein unförmiges Gebilde von einem Helm, dessen Visier geschlossen war. Am erschreckendsten aber war die Waffe, die der Kerl in Händen hielt, eine Maschinenpistole vom Typ 400 mit Schalldämpfer.

Lewis spuckte aus.

Er kannte sich mit Waffen von seiner Militärzeit her aus. Und er wusste, dass schallgedämpfte Maschinenpistolen nicht zur Standardausrüstung von Bahnbediensteten gehörten. Wer immer dieser Kerl war, er führte Übles im Schilde.

Der Kerl blickte sich um, spähte hinaus in die Finsternis. Lewis verharrte reglos, unfähig, sich zu bewegen. Furcht lähmte seine Glieder, von der Kälte, die seinen Knochen zusetzte, ganz zu schweigen.

Der bewaffnete Kerl blieb nicht lange allein.

Ein zweiter und ein dritter folgten ihm. Sie trugen ebenfalls Helme und hatten Maschinenpistolen.

Sie verständigten sich mit Handzeichen. Dann machten sie sich daran, den Zug abzuschreiten, ihre Waffen dabei schussbereit in den Fäusten.

»Verdammt«, hauchte Cronister halb-laut, als er sah, dass sich einer der Kerle genau auf ihn zu bewegte. »Verdammt, verdammt, verdammt …«

Zurück in sein Versteck konnte er nicht mehr. Die Gefahr, dass der Schotter dabei klackernde Geräusche verursachte und ihn verriet, war zu groß.

Alles, was Lewis tun konnte, war, die Luft anzuhalten und reglos zu verharren, nicht den geringsten Laut von sich zu geben und darauf zu hoffen, dass ihn der Kerl mit der MPi nicht entdeckte. So hatten sie damals auch in den Büschen gehockt, wenn Vietcong-Patrouillen den Dschungel durchkämmt hatten …

Cronister merkte, wie seine Hände leicht zitterten, während er bäuchlings auf dem Schotter lag. Sein Pulsschlag beschleunigte sich, und trotz der Kälte traten ihm Schweißperlen auf die Stirn, während er hinaus ins Halbdunkel starrte und darauf hoffte, dass ihn die Kerle nicht entdecken würden.

Ein seltsames Gefühl erfüllte ihn, das er lange Zeit nicht mehr gehabt hatte – und plötzlich war er nicht mehr Lewis Cronister, der Penner, der auf dem alten Rangierbahnhof von Pasadena ein trauriges Dasein fristete, sondern P.F.C. Cronister, der kleine Schütze Arsch, der in einem Sumpfloch kauerte und betete, dass die verfluchten Vietcong ihn nicht entdeckten.

Blutegel waren unter seine durchnässte Uniform gekrochen und hatten sich an seiner Haut festgesogen. Sein Atem ging stoßweise, und er zitterte am ganzen Körper, wollte nur nach Hause, zurück nach Pasadena.

Plötzlich ein Rascheln, unmittelbar neben ihm im Gebüsch. Er sog scharf die Luft ein, seine Muskeln verkrampften sich – und im nächsten Moment spürte er etwas Feuchtes, Warmes zwischen seinen Oberschenkeln.

Verdammter Mist …

Die plötzliche Nässe in seiner Hose und der beißende Geruch von Urin rissen ihn aus seinen Gedanken und machten Lewis Cronister klar, dass er sich nicht mehr im Dschungel von Vietnam befand, sondern auf dem Bahnhof von Pasadena. Die Situation war allerdings die gleiche. Und auch die Angst, die er empfand.

Die schwarzen Kerle! Wo waren sie?

Vorsichtig, den Gestank und seine durchnässten Hosen ignorierend, schob sich Cronister ein wenig nach vorn, spähte hinaus auf die Gleise.

Der schwarze Zug war noch da, aber von den drei Bewaffneten fehlte jede Spur.

Wohin waren sie so plötzlich verschwunden?

Waren sie überhaupt wirklich da gewesen, oder hatte er sich alles nur eingebildet?

Die Erinnerung an den verdammten Krieg verfolgte ihn manchmal. Vor allem dann, wenn er zuviel getrunken hatte. Gut möglich, dass er mit offenen Augen geträumt hatte. Es wäre nicht das erste Mal …

Ein verräterisches Klackern des Schotters neben ihm. Nein, er hatte sich nicht geirrt. Die drei vermummten Gestalten waren mehr gewesen als bloße Einbildung. Aus dem Augenwinkel heraus sah er, dass jemand neben ihm stand, und jähes Entsetzen packte ihn.

»Nein«, sagte er leise und schüttelte dabei den Kopf. »Bitte nicht …«

Langsam blickte er an der dunklen Gestalt empor, und durch das Visier seines Helmes starrte der andere auf ihn herab, und Cronister begriff: ein Nachtsichtgerät!

In einer jähen Reaktion warf sich Lewis herum, wollte rasch zurück unter den Waggon fliehen – doch der Vermummte war schneller.

Blitzschnell wie ein Raubvogel stach seine behandschuhte Linke herab und packte den Obdachlosen am Kragen, zog ihn mit unwiderstehlicher Kraft empor.

Cronister wand sich im Griff seines Gegners, setzte sich nach Kräften zur Wehr. Doch seine Schläge waren matt und unpräzise, die schwache Ausbeute eines ausgemergelten, vom Alkohol gezeichneten Körpers.

Plötzlich waren auch die anderen beiden Schwarzgekleideten zur Stelle. Wortlos packten sie Cronister und zerrten ihn auf die Beine, dann warfen sie ihn auf die Knie.

»Scheiße!«, schrie der Obdachlose mit jammernder Stimme. »Was wollt ihr Kerle von mir? Ich hab euch nichts getan, okay?«

Die drei Männer antworteten nicht, verständigten sich nur mit lautlosen Blicken. Dann hoben sie ihre Waffen, legten schweigend auf Cronister an.

»Hey!« Lewis riss erschreckt die Augen auf. »Was soll das? Das könnt ihr nicht machen!«

Die Killer gaben keine Antwort, luden stattdessen ihre MPis ratschend durch.

»Nein!«, schrie Cronister entsetzt. Dann noch einmal, flehend: »Nein! Bitte nicht …!«

Doch die drei vermummten Schützen kannten keine Gnade. Im nächsten Moment spuckten ihre Waffen lautlos Blei.

Cronister kippte nach vorn, blieb reglos auf den Gleisen liegen. Der Schotter unter ihm wurde von seinem Blut gefärbt …

***

Will Cotton war schlechter Laune.

Er hasste es, wenn ein Tag in Los Angeles mit Regen begann. Die Wolken hingen dann tief über der Stadt, verbanden sich mit der Dunstglocke, die über Downtown hing, zu einem tristen, nebligen Mantel, der von der Küste bis hinüber zu den San Gabriel Mountains reichte.

Kein guter Anfang für einen neuen Tag, dachte der junge FBI-Agent missmutig, während er seine schwere Harley-Davidson auf den Parkplatz des FBI Field Office am Wilshire Boulevard steuerte. Von wegen it never rains in southern California …

Cotton stellte seine Harley inmitten all der gediegenen Westcoast-Limousinen ab, die hier parken. Sein eigener fahrbarer Untersatz war selbst für kalifornische Verhältnisse ziemlich exotisch. Jedenfalls für einen FBI-Beamten. Aber da Will Cotton auch ein sehr ungewöhnlicher G-man war, passte die Maschine zu ihm wie der Deckel auf den Topf.

Trotz des Regens trug Will seine Sonnenbrille, und er nahm sie auch nicht ab, als er die Eingangskontrolle des FBI-Büros passierte. Im Laufe der Zeit war sie ebenso zu seinem Markenzeichen geworden wie die Cowboystiefel und die abgewetzte Lederjacke, die er trug. Wäre Will nicht so ein verdammt guter G-man gewesen, hätte man ihn wahrscheinlich längst nach Alaska versetzt oder ganz aus dem FBI geworfen. So aber hatte SAC Steel, sein leitender Vorgesetzter, noch immer eine Möglichkeit gefunden, Cottons unmögliches Äußeres gegenüber den gestrengen Kommissaren der FBI-Aufsicht zu verteidigen. »Mein Mann macht eben viele Undercover-Jobs«, behauptete Steel dann. »In diesem Aufzug fällt er in der Szene, in der er ermitteln muss, nicht auf …«

»Hallo, Cotton. Auch schon da?«

Seine Partnerin Donna Sullivan kam ihm auf dem Gang entgegen, perfekt gestylt wie immer. Unter anderen Umständen hätte Will das Girl mit dem hübschen Gesicht, dem langen Haar und der sportlichen Figur sicher anziehend gefunden. In Donnas Fall war das jedoch etwas anderes.

Sie war eine zuverlässige Partnerin, aber auch eine schreckliche Nervensäge. Und das Ritual verlangte, dass sich beide ständig stichelten.

»Klar bin ich schon da, Sullivan«, gab Will grinsend zurück. »Obwohl ich die sexy Blonde eigentlich noch gar nicht nach Hause schicken wollte.«

Donna machte ein Gesicht, als wäre der probiotische Drink, den sie am Morgen zu sich genommen hatte, sauer gewesen. Sie mochte es nicht, wenn Will von seinen nächtlichen Eroberungen berichtete – ob sie nun wahr waren oder erfunden –, und das wusste er nur zu genau.

»SAC Steel erwartet uns in seinem Büro«, wechselte sie sofort das Thema und wurde dienstlich.

»Alles klar. Werde mir nur schnell einen Becher Kaffee besorgen und dann …«

»Sofort, Cotton.«

»Na schön.« Will zuckte gleichmütig mit den Schultern. »Werd ich meinen Kaffee eben später trinken.«

Er folgte seiner Partnerin den Flur entlang zum Aufzug. Wenig später betraten sie das Büro ihres Vorgesetzten.

SAC Steel war ein energisch wirkender Mann Mitte vierzig, in dessen dunkle Haut sich immer dann tiefe Sorgenfalten gruben, wenn ihm ein neuer Fall besonders zu schaffen machte.

So wie an diesem Morgen …

»Setzen Sie sich«, forderte Steel Cotton und Donna auf, ohne auch nur ein Wort über Wills Zuspätkommen oder seinen wieder mal unmöglichen Aufzug zu verlieren. Das konnte Wills Erfahrung nach nur bedeuten, dass etwas wirklich Ernstes vorgefallen war.

»Am frühen Morgen«, kam SAC Steel ohne Umschweife auf den Punkt, »wurde am alten Rangierbahnhof von Pasadena die Leiche eines Obdachlosen aufgefunden. Der Mann wurde durch mehrere Kopfschüsse getötet.«

Steel griff nach einer Aktenmappe, die vor ihm auf dem Schreibtisch lag, öffnete sie und händigte Will und Donna die Fotos aus, die darin gewesen waren. Sie zeigten einen etwa fünfzigjährigen Mann in zerlumpter Kleidung, der in grotesker Verrenkung auf dem Schotter eines Eisenbahngleises lag.

»Diese Aufnahmen«, erläuterte Steel, »wurden heute Morgen von der Spurensicherung des zuständigen Homicide Squad gemacht. Ein anderer Obdachloser hat die Polizei alarmiert, nachdem er die Leiche am frühen Morgen entdeckt hatte.«

»Aha.« Will hob die Brauen. »Und was hat der FBI mit dieser Sache zu tun? Ich meine, bei allem Respekt, Sir – aber für Fälle wie diesen sind die Mordkommissionen der City Police zuständig, oder nicht?«

»Normalerweise würde ich Ihnen Recht geben, Cotton. In diesem besonderen Fall werden wir jedoch eine Ausnahme machen. Es ist nämlich leider so, dass es beim LAPD offenbar eine undichte Stelle gibt. Die Presse war noch vor den Cops am Tatort. Die Reporter haben gleich eine Story gewittert und zu recherchieren begonnen – und sie haben einen Volltreffer gelandet.«

»Tatsächlich?« Donna sandte ihrem Vorgesetzten einen fragenden Blick. »Inwiefern?«

»Der Name des Ermordeten ist Lewis Cronister. Ein Veteran des Vietnam-Kriegs, der seinerzeit das Purple Heart erhalten hat.«

»Shit«, sagte Donna entgegen ihrer guten Erziehung. »Das ist schlecht.«

»Was?« Cotton begriff nicht. »Wieso ist das schlecht?«

»Ehrlich, Cotton – lebst du hinterm Mond? Demnächst stehen die Gouverneurswahlen an.

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