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Jerry Cotton - Folge 2218

Ich fuhr mit beim Todesrennen

Die hagere Gestalt, die mit schleppenden Schritten auf den Eingang der Notaufnahme des New York Mesorial Hospital zuwankte, war gräßlich entstellt.

Blut troff aus unzähligen Wunden, verbrannte, geschwärzte Haut überdeckte den Körper des jungen Mannes, der sich keuchend auf die Glastür zuschleppte, durch die grelles Licht auf die nächtliche Straße fiel.

Nur mehr wenige Schritte …

Die Wunden verursachten schrecklichen Schmerz – doch der Junge spürte ihn nicht. Die bunten Flecke, die vor seinen Augen tanzten, lenkten ihn ab, gaukelten ihm vor, sich im Nirgendwo zu befinden, während sich sein geschundener Körper aufzulösen begann.

Endlich erreichte er die Glastür, fiel dagegen. Taumelnd stürzte er ins Innere der Notaufnahme …

»Doktor!«

Henrik Larsen, diensthabender Arzt der Nachtschicht, fuhr herum, als er den Schwerverletzten an der Eingangstür niedersinken sah.

Eine Krankenschwester und ein Pfleger stürzten heran, kümmerten sich um den jungen Mann, dessen großflächige Brandwunden ihn furchtbar entstellten. Blut pulsierte aus zahlreichen Wunden, die Kleidung des Jungen war an vielen Stellen mit der Haut zu einer geschwärzten Kruste verschmolzen.

»Verdammt!«

Larsen ließ die Kladde fallen, die er in Händen gehalten hatte, stürmte auf den Verletzten zu, während er seinen Pieper aus der Hosentasche riß und Alarm gab.

Mit raschen Handgriffen untersuchte er den Schwerverletzten, der wimmernde Laute von sich gab. Larsen unterdrückte die unzähligen Fragen, die ihm durch den Kopf schossen, konzentrierte sich darauf, dem Jungen zu helfen und sein Leben zu retten.

Hier.

Jetzt.

Die Türhälften des nahen Aufzugs öffneten sich, zwei Pfleger schossen mit einer Trage heran, auf die sie den Verletzten betteten.

»In den OP – sofort!« befahl Larsen.

»Ja, Sir«, bestätigten die Pfleger und wollten den Verletzten zum Aufzug schieben – als dieser einen durchdringenden Schrei von sich gab.

Der Junge bäumte sich auf, gebärdete sich wie von Sinnen. Aus weit aufgerissenen Augen, die wie Leuchtfeuer aus seinem blutigen, rußgeschwärzten Gesicht stachen, starrte er den Doktor an. Schließlich öffnete sich sein Mund, um lautlos Worte zu formen.

»Was?« fragte der Arzt und beugte sich weit hinab, um verstehen zu können, was der Verletzte sagte.

Es waren nur wenige Worte.

Eine Adresse.

»Park … Avenue … 228 …«

Dann fiel der Kopf des Verletzten zurück. Sein Körper entkrampfte sich, das Lodern in seinen Augen verlosch von einem Augenblick zum anderen.

Rasch untersuchte der Arzt den Patienten, konnte jedoch nur noch seinen Tod feststellen.

»Exitus«, sagte er leise.

Die Pfleger tauschten betroffene Blicke, versuchten zu begreifen, was geschehen war. Niemand fragte, ob Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden sollten.

Der junge Mann war bereits tot gewesen, als er die Schwelle der Notaufnahme passiert hatte.

***

Ich war müde und unausgeschlafen.

Ob es daran lag, daß wir bis spät in die Nacht hinein den Abschluß unseres letzten Falls in Sandys Bar gefeiert hatten, oder daran, daß ich Sandys gutem Bourbon ein wenig zu sehr zugesprochen hatte, vermochte ich nicht zu sagen. Tatsache war, daß ich ein häßliches Dröhnen in meinem Schädel verspürte, als Phil und ich am Morgen in Mr. Highs Büro saßen.

Eigentlich hätten wir beide unseren freien Tag haben sollen – doch ganz offenbar hatte sich in der Nacht etwas ereignet, das unseren Chef dazu bewogen hatte, unseren Urlaub zu streichen. Phil und ich waren an derartige Dinge längst gewöhnt – sie gehörten gewissermaßen zum Beruf eines G-man.

Dankbar nahm ich die Kaffeetasse entgegen, die Helen mir reichte. Ich nahm das würzige Getränk in mich auf, das der Welt beste Kaffeeköchin gebraut hatte, und hoffte darauf, daß es den Kampf gegen meine Kopfschmerzen gewinnen würde.

»Gentlemen«, meinte Mr. High mit gewinnendem Lächeln, »ich bedaure, daß ich Ihren freien Tag streichen mußte. Sie hätten ihn sicherlich verdient, nachdem Sie die Geldwäscher-Organisation von Amos Tafurian zerschlagen und seine verbrecherische Broker-Agentur ›Upgrade‹ dichtgemacht haben. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet, und gerade Sie, Jerry, haben mal wieder Unmögliches möglich gemacht und Kopf und Kragen riskiert bei Ihrem Undercover-Job.«1)

»Leider ist uns Amos Tafurian durch die Lappen gegangen«, sagte ich.

»Trotzdem«, meinte Mr. High. »Hervorragende Arbeit. Und deshalb tut es mir sehr leid, Ihren freien Tag streichen zu müssen.«

»Aber nicht doch, Sir.« Phil schnitt eine Grimasse. »Ein G-man ist fünfundzwanzig Stunden am Tag im Dienst, acht Tage in der Woche, fünf Wochen im Monat …«

»Ich sehe, Sie haben das Prinzip begriffen, Phil«, lobte Mr. High ironisch, obgleich ich sehen konnte, daß unserem Chef und Mentor ganz und gar nicht zum Scherzen zumute war. Ich konnte förmlich spüren, daß ein neuer Fall in der Luft lag. Meine dienstliche Neugier erwachte, die gegen das Hämmern in meinem Schädel noch viel besser wirkte als das Koffein.

»Worum geht es, Sir?« erkundigte ich mich, als Helen den Raum wieder verlassen hatte.

»Vergangene Nacht«, kam der SAC des New Yorker FBI ohne weitere Umschweife auf den Punkt, »kam ein junger Mann in die Notaufnahme des New York Memorial Hospital. Er hatte schwere Brandwunden sowie innere wie äußere Verletzungen, an deren Folgen er noch in der Notaufnahme verstarb.«

Mr. High reichte Phil und mir Bilder, die im Untersuchungsraum der Pathologie gemacht worden waren. Ich mußte hart schlucken. Der arme Teufel war entsetzlich zugerichtet gewesen. Schwarz verbrannte Haut bedeckte seinen gesamten Körper.

»Zunächst«, fuhr Mr. High fort, »konnte niemand sagen, woher der junge Mann stammte und wobei er sich diese schrecklichen Verletzungen zugezogen hat. Dann fanden Beamte der City Police das ausgebrannte Wrack eines Sportwagens, der mit großer Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler des Roosevelt Drive geprallt war. Die pathologische Untersuchung bestätigte den Verdacht …«

»… daß das Opfer der Besitzer des Sportwagens war«, mutmaßte Phil.

»Nein«, widersprach Mr. High wider Erwarten, »das wohl nicht. Anhand der Zähne konnten wir die Identität des Unfallopfers feststellen. Sein Name ist Ben Watson, wohnhaft in der South Bronx.«

»Der South Bronx«, echote Phil ein wenig ungläubig. »Was sagten Sie gleich, war das für ein Wagen?«

»Ein Sportwagen – ein Porsche, um genau zu sein. Das neueste Modell, gerade einen Monat zugelassen.«

Phil und ich tauschten einen vielsagenden Blick. Wenn ein junger Kerl aus einem der übelsten Bezirke der Stadt nachts mit einer Luxuskarre in der Eastside unterwegs war, konnte das eigentlich nur eines bedeuten – Watson hatte den Wagen geklaut.

»Es kommt noch besser, meine Herren«, kündigte Mr. High an. »Der Arzt, der in der Notaufnahme Dienst hatte, als Watson dort eintraf – ein gewisser Dr. Larsen –, wunderte sich darüber, daß der Junge in Anbetracht der Schwere seiner Verletzungen überhaupt noch laufen konnte. Immerhin mußte er vom Unfallort bis zum Krankenhaus fast eine halbe Meile zurücklegen.«

»Und?« fragte ich, obwohl ich die Antwort bereits ahnte.

»Die Obduktion ergab, daß Watson zum Zeitpunkt des Unfalls unter Drogen stand. Nicht irgendwelche Designerdrogen, sondern harter Stoff.«

»Schön«, meinte Phil und legte seine Stirn in Falten. »Wir haben also einen Jungen aus der Bronx, der unter Dope einen Wagen knackt und ihn an die nächste Mauer setzt. Eine tragische Geschichte, Sir – aber doch eigentlich kein Fall für den FBI, oder?«

»Geduld, Phil«, ermahnte Mr. High meinen Partner nachsichtig. »Einem Bericht der City Police nach, der mich vor ein paar Tagen erreicht hat, mehren sich derartige Unfälle in letzter Zeit dramatisch. Vor zwei Wochen ist eine junge Frau auf die gleiche Art und Weise in Brooklyn verunglückt, zwei Tage später ein Puertoricaner in Queens. Letzte Woche ereignete sich ein ähnlicher Unfall auf Long Island.«

»Sie meinen, die Unfallopfer waren jedesmal Junkies?« hakte ich nach.

»So ist es, Jerry – und die Fahrzeuge, mit denen sie verunglückten, waren sündhaft teure Sportwagen, die in Manhattan und Brooklyn Heights gestohlen wurden. Dazu kommt, daß sich Berichte über gestohlene Sportwagen im Stadtgebiet häufen – nicht alarmierend, aber immerhin.«

»Hm«, machte ich. »Zufall?«

»Ich denke nicht, Jerry«, meinte Mr. High. »Bevor Ben Watson starb, sprach er ein paar Worte. Es war eine Adresse: Park Avenue 228.«

»Park Avenue 228?« wiederholte Phil. »Sollte uns diese Adresse etwas sagen?«

»Nicht unbedingt«, antwortete Mr. High. »Es ist ein Geschäftshaus an der Ecke Park und Zweiundsiebzigste, in dem eine Firma namens Trust Incorporated untergebracht ist. Trust wird vom Drogendezernat seit längerem verdächtigt, in Sachen Geldwäsche tätig zu sein.«

»Aha«, sagte ich, »und da wir gerade einen Geldwäscher-Fall abgeschlossen haben, dachten Sie, mit unseren neugewonnenen Erfahrungen wären Phil und ich genau die richtigen Leute für diese Angelegenheit.«

Mr. High lächelte fein. »Den Gedanken hatte ich tatsächlich, Jerry.«

»Und wie hängt das alles zusammen, Sir?«

»Die Frage ist natürlich, ob es überhaupt zusammenhängt«, meinte Mr. High. »Wenn ich mit meinem Verdacht jedoch richtig liege, müssen wir umgehend handeln.«

»Und wie sieht Ihr Verdacht aus, Sir?« wollte Phil wissen.

»Nun – seit einigen Wochen erhält der FBI regelmäßig Berichte des DEA, in denen von einem alarmierenden Anstieg des Drogenhandels in den Staaten New York und New Jersey berichtet wird. Offenbar ist irgendwer dabei, sich ein Netzwerk aufzubauen.«

»Hm«, machte ich. Nach dem Wegfall der Caprese-Familie2) war unter den Drogensyndikaten der Stadt ein gefährliches Machtvakuum entstanden. Gut möglich, daß jemand diese Situation nutzte, um … »Und Sie vermuten, daß dieser jemand in Zusammenhang mit den Autodiebstählen steht, Sir?« fragte ich.

»Richtig, Jerry. Die Verbindung zur Park Avenue könnte der Schlüssel sein. Nehmen wir einmal an, es gäbe jemanden, der mit gestohlenen Luxuswagen handelt – und sich ein Netzwerk aus jungen Drogensüchtigen aufgebaut hat, die diese Wagen für ihn stehlen …«

»Das wäre was!« entfuhr es Phil in Erinnerung an den dramatischen Fall, in dem wir uns mit Jack Caprese und seiner Familie angelegt hatten. »Eine neue Connection zwischen Drogendealern und Autohehlern!«

»Allerdings, Phil«, stimmte Mr. High zu. »Das letzte, was wir in dieser Stadt gebrauchen können, ist ein neues Drogensyndikat. Vier Todesfälle in Folge – das kann kein Zufall sein. Wer immer dafür Verantwortung trägt, schert sich nicht um Menschenleben. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, was das bedeutet.«

»Verstanden, Sir.« Phil und ich nickten entschlossen. Mr. Highs Theorie klang ein wenig abenteuerlich, aber wir kannten unseren Chef lange genug, um zu wissen, daß er sich nicht auf Hirngespinste einließ.

Die Bedrohung, von der Mr. High sprach, war ohne Zweifel real – vier grauenhaft entstellte Leichen legten dafür stummes Zeugnis ab. Außerdem war mir die Erinnerung an den Caprese-Fall noch zu gegenwärtig.

»Ich werde June Clark und Annie Geraldo mit der Überprüfung von Trust Incorporated betrauen«, meinte Mr. High. »Sie beide, Gentlemen, werden unterdessen die Unfälle untersuchen und herauszufinden versuchen, was es damit auf sich hat. Und glauben Sie mir – ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie feststellen würden, daß ich mich irre.«

»In Ordnung, Sir«, bestätigte ich und nahm die Mappe mit den Unterlagen entgegen, die mir Mr. High über den Tisch reichte.

Es war ein ungewöhnlicher Fall, den uns unser Chef da anvertraut hatte – doch noch ahnten wir nicht, wie ungewöhnlich er noch werden würde …

***

Es war eine rasende Fahrt, ein Ritt auf züngelnden Flammen, ein Sturz in einen abgrundtiefen Schlund, dessen Wände mit bunten Farben gepflastert waren.

Es war der Himmel und die Hölle, das Leben und der Tod, Erlösung und Verdammnis.

Und so schnell, wie es begonnen hatte, war es vorbei. Die Farben verblaßten, ebenso wie die Ruhe und der Frieden, die noch vor Augenblicken geherrscht hatten.

Johnny Malone schlug die Augen auf, benötigte Minuten, um sich zu orientieren.

Allmählich schälten sich die grauen Konturen seiner Umgebung aus dem Halbdunkel, drang der beißende Geruch von Alkohol und Fäulnis in seine Nase.

Johnny schoß in die Höhe – und spürte, wie ihn schreckliche Übelkeit befiel. Wankend stolperte er zu der vergilbten, von Sprüngen durchzogenen Toilettenschüssel und übergab sich.

Anschließend trat er ans Waschbekken, benetzte sein Gesicht mit dem braunen Naß, das aus dem rostigen Hahn sikkerte, blickte in den fleckigen Spiegel.

Im Licht der Mittagssonne, die in fahlen Streifen durch die Ritzen der Jalousie fiel, betrachtete er sich – das magere, beschissene Häufchen Elend, das von ihm übrig geblieben war.

Johnny sah die blasse Haut mit den roten Flecken, seine eingefallenen Wangen, sein wirr abstehendes Haar, die blutunterlaufenen Augen. Er hatte das Gefühl, einen Fremden zu sehen, und doch wußte er, daß er selbst es war, der ihn aus dem Spiegel anstarrte.

Vorwurfsvoll schien ihn sein Gegenüber zu mustern, der klamme Blick voll stummer Anklage.

Betroffen senkte Johnny den Blick, schämte sich vor sich selbst.

Er wußte, was er getan hatte, erinnerte sich an jede Einzelheit. Auch die Wirkung der Droge hatte nicht verhindern können, daß sich die Ereignisse der vergangenen Nacht unauslöschlich in sein Gedächtnis eingebrannt hatten.

Verschwommene Bilder tauchten vor ihm auf, verzerrt durch die Wirkung der Droge, aber deutlich genug, um ihm kalte Schauer über den Rücken zu jagen.

Er sah sich im Wagen sitzen, die Hände am Lenkrad.

Alles in ihm sehnte sich danach, Gas zu geben und loszufahren. Er wollte gewinnen, wer auch immer sein Gegner war. Er kannte die Folgen, kannte die Regeln – doch sie waren ihm gleichgültig.

Gequält blickte Johnny in den Spiegel. Die Regeln waren ihm immer gleichgültig gewesen – bis zu dieser Nacht …

Wieder sah er sich am Steuer sitzen, sah den Wagen des Gegners heranrollen – und erkannte den Mann, der am Lenkrad des roten Porsche saß.

Es war Ben Watson.

Ben.

Benny.

Sein bester Freund.

»Neeein!« hörte sich Johnny rufen – doch er wußte, daß es zu spät war. Er hatte eingewilligt, hatte den Pakt mit dem Teufel geschlossen. Es gab für ihn kein Zurück – ebensowenig wie für Benny.

Sie mußten tun, was man von ihnen verlangte, mußten kämpfen, um zu überleben. Ihre gepeinigten Körper zwangen sie dazu.

Eine dunkle Gestalt trat auf und trug ihnen die Regeln vor, die denkbar einfach waren.

Zwei Mann stiegen ein – nur einer stieg wieder aus.

Es war Gesetz, und sie wußten es.

Es war der Preis.

Alles in Johnny hatte sich dagegen gesträubt, es zu tun, doch als die Macht der Droge heiß und mächtig durch seine Adern pulsierte, hatte ihn das alte Gefühl von Kraft und Zuversicht erfüllt.

Er war ruhig geworden, hatte sich cool und überlegen gefühlt. Er war wild entschlossen gewesen, zu tun, was immer nötig war, um dieses wunderbare Gefühl zu verlängern, es nie wieder enden zu lassen.

Alles, was dazu nötig war …

Er sah, wie die Flagge geschwenkt wurde, und gab Gas.

Das Röhren der Motoren erfüllte sein Bewußtsein – auch jetzt noch, als er wieder in der Stille seines Apartments war, eines schäbigen Drecklochs, das außer ihm nur von Ratten und Kakerlaken bevölkert wurde.

Er hatte immer geglaubt, daß sein Leben nicht noch trostloser werden könnte.

Er hatte sich geirrt.

Johnny zuckte zusammen, als er die Explosion vor seinen Augen sah. Er hörte den gewaltigen Knall, nachdem sich Bennys Wagen mit Wucht in den Brückenpfeiler gebohrt hatte.

Johnny blickte in den Rückspiegel, sah, wie das kleiner werdende Wrack des Porsche in seine Bestandteile zerfetzt wurde. Rauchende Trümmer regneten nach allen Seiten – und inmitten des flammenden Infernos sah er eine menschliche Gestalt, die lichterloh brannte und panisch um Hilfe schrie.

Benny.

Johnny fühlte, wie Verzweiflung nach seinem Herzen griff. Tränen schossen ihm in die Augen.

Er hatte nicht gewollt, daß es so kam. Vor Jahren war Benny sein Freund gewesen, sein bester Freund. Bevor alles so trostlos und beschissen geworden war …

Er, Johnny Malone, war es gewesen, der Bens Wagen abgedrängt und gegen den Pfeiler geschickt hatte! Er war der Mörder seines besten Freundes!

Solange die Droge gewirkt hatte, war Johnny sein Handeln gut und richtig erschienen. Doch nun, da die Wirkung des Dope verflogen war, meldete sich etwas in ihm, das viel zu lange geschwiegen hatte.

Sein Gewissen.

Weinend sank Johnny in sich zusammen, wälzte sich über die morschen Bohlen des Fußbodens.

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