Logo weiterlesen.de
Jerry Cotton - Folge 2161

GAME OVER – Das Spiel ist aus!

Das Innere der Röhre war dunkel.

So dunkel wie das Herz des Mannes, der mit müdem Gang das feuchte Labyrinth durchschritt.

Die warme Luft stank nach Fäulnis, Moder und Exkrementen, doch der Mann im Mantel kümmerte sich nicht darum.

Langsam arbeitete er sich durch die enge Röhre voran. Von oben fielen in regelmäßigen Abständen Lichtschäfte auf das schmutzige Wasser.

In der Ferne war Musik zu hören, leiser Gesang.

Der Herzschlag des Mannes beschleunigte sich. Seine schwitzigen Hände umklammerten den Griff der blutigen Waffe, die er jetzt leicht anhob …

»Figaro, Figaro, Figarooo …«

Dean Paruzzos Gesang schallte in der Kanalröhre wider und verlor sich schließlich in der Dunkelheit, durch die die Abwasser der Stadt rauschten.

Der Nachkomme europäischer Einwanderer hielt sich für einen begnadeten Sänger. Paruzzo war überzeugt davon, dass er es zu Hause weit gebracht hätte, wären seine Großeltern nur in bella Italia geblieben. Hier in New York dagegen würde man sein Talent verkennen und alles, was er tun konnte, um seiner Familie und sich den Lebensunterhalt zu verdienen, war, anderer Leute Scheiße zu fotografieren.

Missmutig packte der Kanalarbeiter den kleinen Raupenwagen mit der Videokamera, den sein Kollege durch den Schacht zu ihm nach unten herabließ. Mit routinierten Handgriffen aktivierte Paruzzo die Kamera und setzte das Gefährt in eine enge Kanalröhre, die vom großen Hauptrohr abzweigte.

Paruzzo warf einen flüchtigen Blick auf seine Armbanduhr.

Halb zwölf. Noch 30 Minuten bis Mitternacht.

In anderen Städten der Welt wurden Kanalarbeiten tagsüber durchgeführt – nicht so in Central Manhattan. Um die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich zu halten, hatte Bürgermeister Giuliani angeordnet, alle Kanalarbeiten in die Nacht zu verlegen.

Ein toller Einfall, wirklich. Paruzzo schnitt eine Grimasse. Zu gern hätte er mal einen dieser Schlipsträger in Gummistiefeln und Arbeitsanzug gesehen.

Um seine miese Laune zu vertreiben, begann der Kanalarbeiter wieder zu singen. Hier unten störte sich niemand daran.

»Donna é mobile …«

»Hey, Dean«, tönte die raue Stimme seines Kollegen Chip Selmers durch den Kanalschacht herab, »Könntest du vielleicht mal aufhören zu singen und dich an die Arbeit machen? Den Ratten ist es ziemlich scheißegal, ob es Musik gibt oder nicht und ich will endlich nach Hause!«

»Cretino«, kam es Paruzzo halblaut über die Lippen. Widerwillig unterbrach er seine Darbietung und setzte seine Arbeit an der ferngesteuerten Kamera fort. Nachdem er alle Anschlüsse hergestellt hatte, gab er Selmers, seinem Kollegen, ein Zeichen und mit leisem Summen lief der Motor des kleinen Raupenwagens nach ein paar Minuten an.

Er wurde von Selmers gesteuert, der nun oben im Ü-Wagen saß und auf dem Bildschirm verfolgte, was die Kamera einfing. Der kleine Raupenwagen drang in die Röhre vor, immer tiefer, bis er ganz darin verschwunden war.

Paruzzo pfiff leise vor sich hin, während er im Hauptkanal stand und dafür sorgte, dass die Kabelstränge nicht durcheinander gerieten, die der ferngesteuerte Wagen nach sich zog.

Eine Lampe war am Helm des Arbeiters befestigt und sorgte für Licht. Das Rauschen des Abwassers erfüllte die halbrunde Röhre, der Gestank war beißend und allgegenwärtig.

»Dean«, hörte er Selmers Stimme jetzt aus seinem Walkie-Talkie plärren, »gib noch mehr Kabel!«

»Okay«, gab Paruzzo in das Funksprechgerät zurück. Er wollte sich gerade daran machen, dem Raupenwagen noch mehr Leine zu geben, als er aus dem Augenwinkel eine plötzliche Bewegung wahrnahm.

Er fuhr herum, schaute sich um, doch wohin der Lichtkegel seiner Helmlampe auch fiel, Paruzzo konnte nichts Ungewöhnliches ausmachen.

»Ratten«, spie der Kanalarbeiter voller Abscheu aus. »Verdammte Biester! Ich weiß, dass ihr hier irgendwo steckt!«

Paruzzo wandte sich wieder seiner Arbeit zu – als er plötzlich wieder aufschreckte.

Diesmal glaubte er, ein Geräusch vernommen zu haben.

Da – jetzt hörte er es wieder.

Es war ein metallisches Schaben, das trotz des lauten Abwasserrauschens gut zu hören war.

»Verdammt, was …?«

Paruzzo wandte sich wieder um.

»Chip, bist du das?«, fragte er halblaut.

Der Lichtstrahl der kleinen Lampe zerschnitt die Dunkelheit, der Lichtkegel wanderte den schlammigen Backstein der Kanalröhre entlang, huschte über den dampfenden Wasserlauf in der Mitte.

»Komm, Chip, hör auf mit dem Blödsinn! Du weißt, dass ich so was nicht leiden kann!«

Wieder ein Geräusch – und ein dunkler Schatten, der vorüberhuschte.

»Verdammte Scheiße, wer …?«

Paruzzo wirbelte blitzschnell herum – und gewahrte eine Gestalt in einem langen Mantel, die wie ein Phantom vor ihm aus der Dunkelheit auftauchte.

»Hey, was, zum Teufel …?«

Die dunkle Gestalt, das Phantom, flog heran.

Dean Paruzzo öffnete den Mund zu einem lautlosen Schrei, als er die mächtige Klinge sah, die mit vernichtender Wucht heranzuckte.

Das Letzte, was Paruzzo sah, war der messerscharfe Stahl, der im Lichtschein der Helmlampe aufblitzte …

***

»Dean?«

Chip Selmers saß am Kontrollpunkt im Fond des Lieferwagens und starrte auf den Monitor. Der Bildschirm zeigte das Innere der schmalen Röhre, die der ferngesteuerte Kamerawagen erforschte.

Immer weiter arbeitete sich das kleine Fahrzeug voran durch die nur einen Fuß breite Röhre. Die Kamera zeichnete Unebenheiten und Risse in den Wänden und Muffen auf, die der Stadtverwaltung gemeldet werden mussten.

»Verdammt, Dean, gib mehr Kabel«, sagte Selmers ins Mikro seines Funksprechgeräts. Wahrscheinlich träumte Dean schon wieder von der Mailänder Schale oder wie das verdammte Ding hieß.

»Hey, Dean? Bist du eingeschlafen? Mehr Kabel, hab ich gesagt!«

Frustriert blickte Selmers auf den Bildschirm, registrierte, dass der Kamerawagen immer langsamer wurde – und sich plötzlich rückwärts bewegte!

»Verdammter Mist, was ist denn da los?«

Der Kanalarbeiter hieb mit den Fäusten auf die Konsole, vergewisserte sich, dass der Vorwärtsgang eingelegt war und gab Stoff. Aber unaufhaltsam bewegte sich der kleine Wagen weiter zurück. So als würde ihn jemand mit Gewalt aus der Röhre ziehen.

Verdammt, was trieb Paruzzo dort unten? War er jetzt völlig übergeschnappt?

Die Kamera erreichte das Ende der Röhre und stürzte durch die Mündung in den Hauptkanal.

Am Monitor konnte Selmers verfolgen, wie sich das 10.000-Dollar-Gerät überschlug und verkehrt herum liegen blieb. Das Bild stand plötzlich auf dem Kopf.

Verblüfft starrte der Arbeiter auf den Bildschirm – und glaubte plötzlich, einen Schatten in der Dunkelheit davonhuschen zu sehen. Zurück blieb etwas, das an der Oberseite des Bildschirms klebte und seltsam bizarr und verformt aussah.

Chip Selmers brauchte einige Sekunden, um zu erkennen, dass die graue Flüssigkeit, die auf dem Schwarz-Weiß-Bildschirm zu sehen war, in Wirklichkeit rotes Blut sein musste.

Und dass das entstellte Etwas, auf das er starrte, der Leichnam seines Kollegen Dean Paruzzo war!

***

Mr. Highs Anruf hatte mich mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen.

Mit seltsam gedämpfter Stimme hatte der Chef mich zu einer sofortigen Besprechung ins FBI Field Office bestellt. Was auch immer vorgefallen sein mochte, es duldete offenbar keine Sekunde Aufschub.

Als ich meinen Freund und Kollegen Phil Decker an unserer gewohnten Ecke abholte, ahnte ich bereits, dass uns ein neuer, aufregender Fall bevorstand. Was uns in den kommenden Wochen wirklich erwarten sollte, darauf konnten mich jedoch auch meine schlimmsten Befürchtungen nicht vorbereiten …

Durch die nächtliche Stadt mit ihren abertausenden, niemals erlöschenden Neonlichtern fuhren wir zur Federal Plaza. In der Tiefgarage des FBI-Buildings stellte ich meinen roten Jaguar ab und wir nahmen den Lift nach oben.

Bis auf die Beamten der Nachtschicht war das Gebäude leer und machte auf mich einen ungewöhnlich düsteren Eindruck. Vielleicht lag es daran, dass ich nicht ausgeschlafen war.

»Guten Morgen, Phil und Jerry«, begrüßte uns Mr. High knapp, als wir sein spartanisch eingerichtetes Büro betraten. Er wies auf die Besucherstühle vor seinem Schreibtisch und wir nahmen Platz.

Ich vermochte beim besten Willen nicht zu sagen, ob unser Chef schon oder noch immer in seinem Büro war. Mr. High war mit Leib und Seele FBI-Agent. So wie wir alle hat auch er sein Leben dem Kampf gegen das Verbrechen gewidmet – und das Verbrechen schläft bekanntlich nie.

»Ich hoffe, Sie werden mir nachsehen, dass ich Ihnen heute noch keinen Kaffee anbieten kann«, entschuldigte sich Mr. High mit flüchtigem Lächeln. »Helen ist noch nicht hier.«

»Halb drei«, bemerkte Phil mit Blick auf seine Armbanduhr. »Die Sache konnte nicht warten, ja?«

»Leider nicht, Phil«, bestätigte Mr. High, jetzt wieder ernst und konzentriert.

»Und worum geht es, Sir?«

»Vor einer Stunde wurde dem Police Department ein brutaler Mord gemeldet.«

»Ein Mord?« Ich hob die Brauen. »Wo?«

»In der Kanalisation«, sagte Mr. High. »Genauer gesagt im Hauptschacht, direkt unter der Fifth Avenue. Ein Kanalarbeiter der städtischen Wasserwerke kam dort unten – wie soll ich sagen? – unter äußerst merkwürdigen Umständen ums Leben.«

»Aha«, sagte Phil. »Und wieso wendet sich das PD damit an uns? Das Homicide Squad ist doch für Fälle wie diesen zuständig.«

»Jetzt nicht mehr«, sagte Mr. High und griff in eine der Schubladen seines Schreibtisches, um einen dicken Aktenordner hervorzuzaubern. »Es gab vorher noch zwei ähnliche Morde. Sie ereigneten sich während der vergangenen Wochen, einer in der Bronx, der andere drüben in Brooklyn und jedes Mal war die Kanalisation der Schauplatz des Verbrechens.«

»Sie vermuten einen Serienkiller«, erriet ich die Gedanken unseres Vorgesetzten.

»So ist es, Jerry. Sehen Sie sich das mal an.«

Ich nahm den Ordner an mich und schlug ihn auf, überflog kurz die Einleitungsberichte und öffnete die beigeheftete Mappe mit den Fotos.

»O Gott!«, stöhnte Phil, als er die Bilder der Opfer sah. Beide waren bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

»Wer sind die Opfer?«, erkundigte ich mich.

»Der erste Tote war Herb Dawson, ein Kanalarbeiter, der eine Routineinspektion an einem der Sammelbecken in der Bronx durchführen sollte. Sein Tod wurde von den Betreibern des Wasserwerks mehrere Tage lang verschwiegen, um eine Panik unter den Arbeitern zu vermeiden. Auch als die Polizei auf den Fall aufmerksam wurde, versuchte man ihr zunächst weiszumachen, dass es sich um einen Unfall an einem der Druckventile gehandelt hätte. Die gerichtsmedizinische Untersuchung widersprach dem jedoch vehement. Also rief das Homicide Squad eine Großfahndung nach einem unbekannten Täter aus.«

»… die ergebnislos verlief«, mutmaßte ich.

»Genauso gut hätte man nach der berühmten Nadel im Heuhaufen suchen können.«

»Leider«, sagte Mr. High. »Vor einigen Tagen jedoch stieß Lieutenant Easton von der Mordkommission durch puren Zufall auf die Akte eines Falles, der sich vor zehn Tagen drüben in Brooklyn ereignet hat. Ein Obdachloser, der in der Kanalisation hauste, wurde dort tot aufgefunden. Da das brutale Vorgehen des Täters dem im Fall Dawson ähnelt, vermutet Lieutenant Easton eine Triebmotivation des Täters und wandte sich an die Bundesbehörde.«

»Der gute Cleary«, meinte ich. »Und nun hat der Mörder ein drittes Mal zugeschlagen?«

»Sieht ganz so aus, Jerry«, bestätigt Mr. High mit ernstem Nicken. »Endgültig herauszufinden, ob es sich bei allen drei Fällen um denselben Täter handelte und ob wir es tatsächlich mit einem neuen Serienkiller zu tun haben, wird Ihre Aufgabe sein. Ich habe Sie gerufen, weil die Untersuchungen am Tatort noch andauern. Sie können gleich rüberfahren und sich ein Bild von der Lage machen.«

»Wird erledigt, Sir«, sagte Phil und schenkte mir einen entschlossenen Blick. »Wenn es wirklich einen Mörder gibt, der nachts die Kanäle der Stadt durchstreift, werden wir ihn unschädlich machen, nicht wahr, Jerry?«

»Allerdings, Alter.« Ich nickte langsam, während mir ein kalter Schauer über den Rücken rann. »Schließlich haben wir haben schon viele dieser wahnsinnigen Killer gejagt. Viel zu viele, wenn du mich fragst.«

»Ich weiß, dass Sie wie immer Ihr Bestes geben werden, Jerry und Phil.« Mr. High sah uns an und ein nachdenklicher Schatten huschte über seine weisen Züge. »Aber ich möchte trotzdem, dass sie sich vorsehen. Ich habe kein sehr gutes Gefühl bei der Sache.«

»Keine Sorge, Sir«, erwiderte ich, während wir uns von unseren Stühlen erhoben und uns zum Gehen wandten. »Wir passen schon auf uns auf.«

»Viel Glück, meine Herren.«

Ich nickte und wir verließen Mr. Highs Büro. Dabei beschlich mich ein seltsames Gefühl.

Wie oft schon hatte der Chef uns alles Gute für unsere Ermittlungen gewünscht und wie oft hatten wir es als freundliche Geste einfach hingenommen.

Diesmal jedoch beschlich mich eine Ahnung, dass wir alles Glück der Welt gut gebrauchen könnten. Unheil lag in der Luft, ich konnte es förmlich riechen.

Etwas Bedeutsames würde geschehen.

Etwas, das mein Leben verändern würde!

***

Der Tatort lag an der Kreuzung zwischen Fifth Avenue und 57. Straße – im Herzen von Manhattan, an einem der tags wie nachts am häufigsten frequentierten Punkte der Stadt.

Es war kaum vorstellbar, dass sich hier ein so grausamer und ruchloser Mord ereignet hatte. Doch der Täter hatte ja nicht an der Oberfläche, sondern mehrere Meter unter der Erde zugeschlagen, inmitten der düsteren Wirrnis der Kanalisation.

Als wir am Tatort eintrafen, waren die Jungs von der Spurensicherung schon im Einsatz. Auch einer unserer Spezialisten, Special Agent Jefferson, war schon da, wie wir erfahren hatten.

Die Kollegen vom Police Department hatten das Gelände um den Kanalschacht weiträumig abgesperrt.

Um diese Zeit gab es zum Glück nur wenige Schaulustige, die es vom Tatort fernzuhalten galt. Ein größeres Problem stellten schon die Reporter da, die mal wieder den Polizeifunk abgehört hatten und nun scharenweise parat standen, um die neueste Sensationsmeldung für ihre Revolverblätter einzusacken.

»Agent Cotton!« Einer der aufdringlichen Kerle sprang auf mich zu, als wir aus dem Jaguar stiegen. »Entspricht es den Tatsachen, dass in der Kanalisation eine zerstückelte Leiche gefunden wurde?«

»Kein Kommentar«, knurrte ich, wütend über die offenbare Sensationsgeilheit des Pressevertreters. Je mehr blutige Details ich ihm lieferte, desto mehr kletterten die Verkaufszahlen seines Blattes, das war mir klar. Widerwärtig.

»Aber ist es nicht so, dass dies bereits das dritte Mordopfer in Folge ist, das in der Kanalisation aufgefunden wurde?«

»Kein Kommentar.« Woher, zum Henker, bezogen diese Kerle nur ihre Informationen?

Phil und ich setzten uns in Richtung der Absperrungen in Bewegung, doch die aufdringliche Reporterschar verstellte uns glatt den Weg.

»Deutet die Tatsache, dass das FBI in die Ermittlungen eingeschaltet wurde, nicht darauf hin, dass ein neuer brutaler Serienkiller in der Stadt sein Unwesen treibt? Muss sich die Bevölkerung nicht angesichts solcher Schreckensmeldungen fragen, ob unsere Stadt so sicher ist, wie man uns immerzu glauben machen will?«

Das war zu viel.

Ich blieb abrupt stehen, wirbelte auf dem Absatz herum und packte den vorlauten Reporter am Kragen. Sein Diktiergerät ließ er vor Schreck fallen und es zersprang auf dem Asphalt in seine Einzelteile.

»Nur ein Wort«, zischte ich den Journalisten an, »nur ein Wort in Ihrem Schmierblatt, das die Bevölkerung beunruhigen oder eine Panik auslösen könnte und ich schwöre Ihnen, dass ich Sie wegen ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jerry Cotton - Folge 2161" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen