Logo weiterlesen.de
Jan ist weg

1

Als ich am Freitag nach Hause kam, war er tatsächlich weg. Ausgezogen, abgehauen. Auf dem Küchentisch lag ein Zettel:

 

»Du hast recht, es geht so nicht weiter, vielleicht brauchen wir beide ein bisschen Abstand. Ich ziehe erst mal zu Karl, meine anderen Sachen hole ich Montag. Ich rufe dich in den nächsten Tagen an. Jan«

 

Er hatte seinen halben Kleiderschrank ausgeräumt, im Bad fehlte sein Rasierzeug. Die elektrische Zahnbürste hatte er dagelassen, die gehörte uns nämlich gemeinsam. Ansonsten sah alles aus wie immer, nur sauberer. Jan hatte den Abwasch gemacht und sogar seine dreckige Wäsche mitgenommen. Sehr rücksichtsvoll. Ich konnte es nicht fassen. In zwei Monaten wären wir drei Jahre zusammen gewesen, und er zog einfach aus. Vor lauter Schreck leerte ich hintereinander weg die vier Dosen Karlsquell, die Jan im Kühlschrank hatte stehenlassen. Danach war mir speiübel. Ich hasste Bier. Ich hasste Jan. Ich fing an zu heulen. Wie konnte er mir das antun?

Am nächsten Morgen drohte mein Schädel zu explodieren. Ich trank ungefähr einen Liter Wasser, nahm zwei Aspirin, verstöpselte mir die Ohren mit Ohropax und ging zurück ins Bett. Als ich später wieder aufwachte, waren zumindest die Kopfschmerzen weg. Ich schleppte mich ins Badezimmer, aus dem Spiegel glotzte mir eine bleichgesichtige Leiche entgegen. Innerhalb von zwölf Stunden war ich von einer attraktiven Mittzwanzigerin zu einer Vogelscheuche mutiert: Die Haare standen struppig vom Kopf ab, die Augen waren blutunterlaufen, die Lippen aschfahl. Außerdem entdeckte ich mindestens dreihundert neue Falten in meinem Gesicht. Dieses bedauernswerte Geschöpf brauchte dringend weiblichen Beistand. Ich rülpste und beschloss, Sara anzurufen.

Sara ist meine allerbeste Freundin, wir haben uns in einem Philosophieseminar kennengelernt. Wir waren beide im ersten Semester und kannten den Unterschied zwischen Ethik und Ästhetik noch nicht. Seither haben wir alle Höhen und Tiefen des Lebens zusammen bestanden.

Nachdem sie zwanzig Minuten geduldig meiner Leidensgeschichte gelauscht hatte, versprach sie mir, abends vorbeizukommen und mich aufzubauen.

Den Sonntag verbrachte ich leidend mit meiner Wärmflasche auf dem Sofa. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Jan tatsächlich ausziehen würde! Okay, wenn man kleinkariert nachrechnete, hatte ich das Elend eingeläutet, indem ich gesagt hatte, wir brauchten ein bisschen Abstand voneinander. Aber damit hatte ich nicht gemeint, er solle seine Sachen packen und zu seinem Freund ziehen. Ohne mich zu fragen! Uns verband schließlich schon eine lange Geschichte!

Als ich Jan das erste Mal sah, saß er bei meiner Sandkastenfreundin Leni in der Küche. Ich hatte mich mit ihr verabredet, um auf meine gerade bestandene Zwischenprüfung anzustoßen. Sofort stach mir Jans lilafarbenes Shirt ins Auge, das mit einer Comicfigur bedruckt war – es gehörte Leni.

Sie hatte Jan am Vortag beim gemeinsamen Sezieren einer Leiche aufgegabelt. Danach waren sie ins Kino gegegangen und schließlich in einer Kneipe versackt. Sie konnten sich wahnsinnig super über ihr Medizinstudium unterhalten, weshalb Leni ihn später am Abend mit zu sich nach Hause nahm, wo sie gleich knutschend auf dem Sofa landeten. Leni hatte mir ausführlichst über diese Nacht berichtet. Jan hatte nicht gleich in der ersten Nacht mit ihr schlafen wollen, woraufhin sie panische Angst bekommen hatte, dass sie wieder mal an so einen verklemmten Sexualkrüppel geraten sein könnte. Glücklicherweise entspannte sich die Situation, als Jan und Leni dann in der zweiten Nacht miteinander schliefen.

Ich hatte zu dieser Zeit eine komplizierte Beziehung zu Daniel hinter mir, die sich leider auch nach unserer Trennung nicht wesentlich entkrampfte. Vielmehr rief Daniel mich ab und zu an, um mir vorzuwerfen, dass ich mich von der wahren Paula, die nur er kenne, entfremdete. Ich konnte mich stundenlang darüber aufregen, zumal er seine Informationen über meine alte Freundin Katharina bezog, die ihn offenbar mit Details über mein Intimleben versorgte – eben auch mit solchen, die eigentlich unter der Kategorie »streng vertraulich« liefen. Irgendwie hatten die beiden just in den Wochen nach unserer Trennung ihre Seelenverwandtschaft entdeckt und sahen sich nicht mehr imstande weiterzuleben, ohne geheime Informationen über das Leben ihrer Freunde auszutauschen. Die Situation entspannte sich erst, als Daniel und Katharina sich selbst in den Austausch von Intimitäten einbezogen und eine Liebesbeziehung begannen. Heute sind sie verheiratet und haben zwei Kinder.

Jedenfalls hatte ich, als ich Jan das erste Mal in Lenis lilafarbenem T-Shirt begegnete, garantiert kein gesteigertes Interesse an ihm. Jan behauptet, er hätte sich schon damals in mich verliebt. Wie ein Blitz habe ihn die Erkenntnis durchzuckt, dass er mit der falschen Frau zusammen war, als er Leni und mich einige Tage später auf einer Bank vor der Uni sitzen sah. So wahnsinnig schmerzhaft kann der Blitz allerdings nicht gewesen sein, denn Jan und Leni waren nach dem Einschlag immerhin noch ein halbes Jahr zusammen, und es dauerte weitere anderthalb Jahre, bis Jan und ich zusammenfanden.

Jan und Leni klebten wie die Kletten aneinander. Einer wie der andere waren sie ehrgeizig, was ihr Studium betraf, und verbrachten viel gemeinsame Zeit vor ihren aufgeschlagenen Medizinbüchern. Vielleicht hat dieser Umstand die Erkenntnis, dass sie eigentlich nicht besonders gut zueinander passten, um einige Monate verzögert. Erst als sie beide erfolgreich ihr Physikum absolviert hatten, ging ihnen mit abnehmendem Gesprächsstoff ein Licht auf, und sie trennten sich in beiderseitigem Einverständnis.

Wie auch immer – durch meine Freundschaft zu Leni nahm Jan lebhaften Anteil an meinem Leben. Und nachdem ich im vierten Semester beschlossen hatte, dass es an der Zeit war, die Welt außerhalb der Grenzen von Berlin kennenzulernen, war er es, der sich erbot, mich mitsamt meinem Hausrat nach Saarbrücken zu karren. Ich hatte einen riesengroßen alten Transporter gemietet, der auf der hügeligen Autobahn Richtung Südwesten streckenweise nur noch mit vierzig vorankroch – zumindest solange ich am Steuer saß. Jan war nach einer Stunde schweißgebadet und bat mich, ihn fahren zu lassen. Noch heute reibt er mir unter die Nase, ich hätte einfach nicht genug Gas gegeben und wäre viel zu weit rechts gefahren! Deswegen habe er das Steuer für den Rest der Strecke übernehmen müssen.

Als wir endlich angekommen waren und uns mein zukünftiger Mitbewohner die Tür öffnete, beschlich mich bereits nach zwanzig Sekunden das Gefühl, dass er nicht ganz dicht war – was sich leider als absolut zutreffend erwies. Jan blieb über Nacht in Saarbrücken, er wollte erst am nächsten Morgen mit dem Transporter wieder nach Berlin aufbrechen. Wir lagen nebeneinander im Bett und unterhielten uns, bis er mir schließlich einen Gutenachtkuss gab. Ich sah ihn an und dachte, es müsste sehr schön sein, mit ihm zusammen zu sein. Daraus ergab sich jedoch nichts weiter. Er war mit Leni zusammen, und ich experimentierte in Saarbrücken weiter mit gestörten Männern herum.

Wir hätten wirklich schon viel früher auf die Idee kommen können, dass wir füreinander bestimmt waren. So sang ich ab und zu ein Lied, das meine Mutter mir früher öfter vorgespielt hatte. Es geht so: »Die Dinosaurier – werden immer trauriger – die armen Saurier – werden immer trauriger – denn die Saurier dürfen nicht an Bord – dudududumm …« Ich sagte zu Leni, dass, wenn ich irgendwann einmal einen Mann träfe, der dieses Lied kennt, ich ihn vom Fleck weg heiraten würde. Wenige Wochen später saßen Leni, Jan und ich beim Kaffeetrinken, und Jan fing an zu singen: »Dudududumm, die Dinosaurier – werden immer trauriger…« Leni und ich fingen hysterisch an zu lachen. Da wir aber alle drei nicht besonders abergläubisch waren, zogen wir aus dieser kleinen, feinen Episode keine weiteren Konsequenzen. Hätten wir vielleicht tun können, aber man stemmt sich ja auch nicht gern gegen den göttlichen Gang des Ganzen.

Stattdessen warteten Jan und ich in Ruhe weiter ab. Nach der Trennung von Leni war Jan eine Zeitlang solo und dann mit einer Frau zusammen, deren Namen ich verdrängt habe und mit der er nach eigenem Bekunden »geilen Sex« hatte. Sie hatte eine ekelhafte Töle von Hund, die wie ein Bettvorleger aussah, und einen durchgedrehten jugoslawischen Freund, den sie mit Jan betrog. Das alles sprach nicht gerade für sie, was Jan aber nicht davon abhielt, ausgiebigen Sex mit ihr zu haben. Außerdem – wahrscheinlich aus moralischen Skrupeln wegen ihres Freundes – gaukelte er sich vor, in sie verliebt zu sein. Obwohl Jan ein ausgesprochen intelligenter, weitsichtiger und herzensgebildeter Mann ist, muss leider konstatiert werden, dass ihm diese Eigenschaften streckenweise abhandengekommen sind. Möglicherweise wurde er zum hilflosen Versuchskaninchen von Außerirdischen, die experimentell erforschen wollten, wie weit der männliche Part der Rasse Mensch zu gehen bereit ist, wenn es um seine Stellung in der Evolutionsgeschichte geht. Anders ist sein grauenhafter Frauengeschmack – mich und Leni ausgenommen – völlig unerklärlich.

Ein Beleg dafür ist zum Beispiel folgende Geschichte, die ich Jan in mühevoller Kleinarbeit aus der Nase gezogen habe: Als er in der zehnten Klasse war, gab es zwei Stufen über ihm ein Mädchen namens Lisa. (L scheint in Jans kleiner Geschichte der Frauen ein vergängliches Initial zu sein; mit P als Anfangsbuchstaben wähnte ich mich fatalerweise auf der sicheren Seite …). Diese Lisa jedenfalls war »ziemlich hot«. Was auch sonst. Außerdem fand sie Gefallen an Jan, und von da an trieben sie es auf dem Teppich, was Jan in seiner jungenhaften Männlichkeit zwar überforderte, aber wohl den damaligen Vorstellungen von sexueller Besessenheit entsprach. Darüber hinaus muss sie ziemlich dämlich gewesen sein (was dem Teppich-Sex keinen Abbruch tat, denn sie war wirklich »ziiiiiiemlich hot«). Jan bemühte sich, innerlich die Ohren vor ihrem verbalen Geschmeiß zu verschließen. Eines Tages etwa lagen die beiden nach vollzogenem Akt auf dem – inzwischen stark abgenutzten – Teppich, und Jan g l o t z t e ins Leere und überlegte krampfhaft, wie lange er noch ihre Schulter streicheln müsste, bis er Computer spielen gehen konnte, ohne sie zu beleidigen. Da fragte sie ihn mit Babystimme: »Och, Jan, musst du jetzt an die kleine Anna denken?« Sie hatte ihm nämlich einige Tage zuvor aus ihrem Lieblingsbuch Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna vorgelesen.

Mit Schaudern erinnerte sich Jan an diese düstere Episode. Und manchmal, wenn Jan und ich nach dem Sex nebeneinander im Bett lagen, fragte ich ihn mit Kleinmädchenstimme: »Na, mein Engelchen, musst du jetzt an die kleine Anna denken?« In diesen Momenten wurde ihm mit schmerzlicher Klarheit bewusst, wie tief sein damaliger Griff ins Klo war. Das hoffte ich zumindest.

Jan und ich mussten einige Erfahrungsstationen durchlaufen, bis wir zueinanderfanden, doch irgendwann schienen die Bedingungen optimal. Ich war aus Saarbrücken zurückgekehrt und in eine kleine Einzimmerwohnung gezogen. Jan half mir, die Löcher für die Regalbretter in die Wand zu bohren. Als ich dicht neben ihm stand und plötzlich seinen Schweißgeruch wahnsinnig erotisch fand, wurde mir schlagartig klar, dass wir nicht mehr bloß gute Freunde sein konnten. Außerdem hatte Jan sich kurz zuvor der Tölen-Frau entledigt und war frei verfügbar. Nur fehlte ihm offensichtlich noch das Schlüsselerlebnis bezüglich meines Schweißgeruchs, weshalb sich unser Zusammenfinden um ein paar weitere Wochen verzögerte.

Wir übernachteten dauernd beieinander, aber nichts geschah. Ich lag mit Herzrasen neben ihm im Bett, in freudiger Erwartung der ersten zärtlichen Berührung, und Jan fing an zu schnarchen. Ich fand ihn zum Auffressen, wenn er morgens aufwachte und sich auf seinem Gesicht die rosafarbene Faltenlandschaft des Kopfkissenbezugs abzeichnete, aber Jan kochte nur Kaffee, anstatt sich ritterlich meiner Leidenschaft anzunehmen.

Am 1. Mai fasste ich mir endlich ein Herz. Ich war mir sicher, dass Jan, der mit kommunistischen Arbeiterliedern aufgewachsen war und immer noch inbrünstig Auf, auf zum Kampf und die Internationale sang, es nicht übers Herz bringen würde, mich am Tag der Arbeit von seiner Bettkante zu stoßen. Bei Auf, auf zum Kampf fällt mir immer die Geschichte ein, dass der kleine Bruder eines Bekannten Jan irgendwann fragte, wer eigentlich der Kalli-Knecht sei. Schließlich sängen sie immer: »Der Kalli-Knecht, dem haben wir’s geschworen …« Ich kaufte zwei Karten für »Gisela May singt Hanns Eisler« im Berliner Ensemble. Das würde Jan schon in Stimmung bringen. Mein genialer Plan ging tatsächlich auf: Jan, überwältigt von sentimentalen Gefühlen für die internationale Arbeiterklasse, konnte sich meiner zärtlichen Avancen nicht mehr erwehren. Wir hatten eine rauschende, romantische Nacht. Leider überfielen uns beide bereits am nächsten Morgen grobe Zweifel an der Richtigkeit unserer Aktion. Denn schließlich waren wir ja – Schweißgeruch hin oder her – nur gute Freunde. Eigentlich wollten wir gar nichts voneinander. Oder vielleicht doch? Die nächsten drei Monate waren, zusammenfassend gesagt, zermürbend. Wechselseitig von Panikanfällen übermannt, nagte die fiese Made des Zweifels an uns. Schließlich waren wir innerlich komplett zerfressen, wir rochen aus dem Mund vor modrigen Skrupeln und lagen abends mit Wärmflaschen im Bett, um unsere rumorenden Mägen zu beruhigen. Schwefelgase erfüllten die Räume, in denen wir uns bewegten, als Zeichen unseres gärenden Unglaubens, dass wir füreinander bestimmt waren. Es war grauenhaft. Ekelerregend. Ein Alptraum.

In Wirklichkeit war es natürlich viel undramatischer. Ich neige manchmal zu drastischen Übertreibungen. Anfängliche Panikattacken ob der emotionalen Folgerichtigkeit unserer Beziehung haben wir nach einigen Monaten in den Griff bekommen, und nach einem Jahr sind wir sogar zusammengezogen. Prinzipiell funktionierte das auch ganz gut. Bis vor einigen Wochen.

Jan steckte seit mehreren Monaten in den Vorbereitungen für sein zweites Medizin-Staatsexamen, ich hatte mein Studium abgebrochen und in einer PR-Agentur angefangen zu arbeiten. Dabei fehlte mir nur noch ein Schein, und ich hatte sogar schon ein Thema für meine Magisterarbeit (»Die Shakespeare-Rezeption im Sturm und Drang«) – aber irgendwie konnte ich die Uni plötzlich keinen Tag länger ertragen. Ich wollte auch diese ganzen Sprüche nicht mehr hören: »Germanistik? Das ist doch die Grundlagenausbildung für Taxifahrer! HAHAHA!« Hahaha. Zum Kranklachen. Das Schlimmste war, dass das Niveau der Seminare sich tatsächlich auf dem einer durchschnittlichen Taxikonversation bewegte, wobei ich damit keinesfalls die Taxifahrer beleidigen möchte. Ich allein kenne schon zwei gebildete Taxifahrer. Der eine spricht fließend Mittelhochdeutsch und hat ein abgeschlossenes Geschichtsstudium. Der andere hat kein abgeschlossenes Studium, aber er hört den ganzen Tag Deutschlandradio und RadioKultur. Wenn ich einen Theatertipp benötige, rufe ich ihn an.

Dass ich mein Studium abgebrochen habe, weil mir die sieben unbezahlten Praktika beim Radio, bei der Zeitung und im Theater so viel Spaß gemacht hätten, kann ich nicht behaupten. Ich habe während meines achten Praktikums bei einer PR-Agentur einfach ein gutes Angebot bekommen. Es war zu verlockend. Endlich nicht mehr abends kellnern, endlich kein Vier-Fronten-Kampf mehr (Uni, Praktika, Job, Beziehung), endlich Feierabend ohne schlechtes Gewissen. Ich sagte zu. Und bereute nach circa drei Wochen. Bis zu dem Zeitpunkt dieses ersten richtigen Jobs mit festem Arbeitsvertrag inklusive beidseitiger Kündigungsfrist und allem Drum und Dran hatte ich nicht gewusst, wie zermürbend Langeweile sein kann. Jan lernte die ganze Zeit, sogar am Wochenende. Wenn ich abends völlig entnervt nach Hause kam, saß er zwischen einem Stapel dicker Bücher am Schreibtisch und war unansprechbar. Er hatte meistens weder eingekauft noch gekocht oder abgewaschen. Eigentlich stritten wir uns permanent deswegen. Vor zwei Monaten kam der verflixte Abend bei Jans Schwester und ihrem Freund hinzu. Sie hatten uns zum Raclette-Essen eingeladen und eröffneten uns freudestrahlend, dass sie heiraten würden. Auf dem Heimweg fragte mich Jan, ob ich mir vorstellen könnte, ihn zu heiraten.

Heiraten? Drehte er nun komplett durch? Wir stritten uns jeden Abend wegen dreckiger Geschirrberge und fehlender Lebensmittel, und er redete übers Heiraten! Wir waren noch nicht einmal in der Lage, einen Putzplan zu erstellen, der unseren individuellen Bedürfnissen gerecht wurde. Und da sollten wir einen Pakt fürs ganze Leben schließen? Es war absurd.

Jan fuhr auf den Seitenstreifen, hielt an und sah mich ernst an. »Du kannst dir nicht vorstellen, mich zu heiraten? Nicht mal theoretisch?«

Ich erklärte ihm, dass wir doch noch keine dreißig seien, dass wir unser ganzes Leben vor uns hätten, dass wir, überhaupt, unser Leben erst einmal in den Griff bekommen müssten! Er müsse das Examen bestehen, einen guten Job finden, wir seien einfach zu jung, um übers Heiraten zu reden … Und theoretisch könne man nicht heiraten, nur praktisch, deswegen könne ich mir das auch nicht theoretisch vorstellen, und praktisch gesehen sei dafür jetzt nicht der richtige Augenblick.

Seit diesem Abend klappte bei uns nichts mehr. Wir stritten uns nicht mehr so viel, aber er ging mir aus dem Weg. Ich nahm eine Woche Urlaub und flog in die Schweiz, um eine Freundin zu besuchen und nachzudenken. Als ich zurückkam, sagte ich ihm, dass ich Abstand von ihm brauchte, Zeit, um mir über meine Gefühle klarzuwerden. Vier Tage später zog er aus.

2

Eine Woche nach seinem Auszug kam Jan vorbei, um ein paar Sachen abzuholen. Ich hatte extra die ganze Wohnung geputzt, um ihm zu beweisen, dass unsere zweieinhalb Zimmer ohne ihn der Inbegriff von Ordnung und Gemütlichkeit waren. Ich glaube, er hat es nicht einmal bemerkt. Bevor ich mit Jan zusammengezogen war, weigerte ich mich zu glauben, dass Männer und Frauen ordnungstechnisch grundsätzlich verschieden strukturiert sind. Wofür hatten unsere Eltern 68 gekämpft? Bestimmt nicht dafür, dass ihre Töchter vierzig Jahre später Diskussionen über dreckige Wäsche führten. Wozu war ich in einem Kinderladen mit langhaarigen Erziehern gewesen? Wozu sind meine Eltern jahrelang mit mir ins GRIPS Theater gegangen? Wozu habe ich mit vier Jahren Wer sagt, dass Mädchen dümmer sind zu meinem Lieblingslied erkoren? Auch Jan war linksliberal sozialisiert – was ist bei uns schiefgelaufen? Warum spülten wir nicht gemeinsam, die Internationale singend, unsere Geschirrhaufen ab? Warum liebt Jan Fußball, und warum gebe ich Unmengen Geld für Klamotten und Kosmetika aus?

Seit einem Jahr bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass Männer und Frauen unterschiedliche Hirne besitzen. Das männliche Gehirn ist auf Jagd und Fortpflanzung, das weibliche auf häusliche Gemütlichkeit und Männerfang programmiert. Als ich Sara meine neugewonnene Sicht der Dinge darlegte, schnaubte sie nur. Sie ist diesbezüglich erfrischend unverbildet, was daran liegen mag, dass sie noch nie mit einem Mann zusammengelebt hat. Sara hält diese ganze »Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus«-Theorie für einen geschickten Werbefeldzug der Frauenzeitschriften- und Putzmittelindustrie.

»Guck dir deine Eltern an«, sagte sie, »die sind die leibhaftige Widerlegung deiner These.«

Damit hatte sie recht. Als meine Mutter mich gebar, schmiss mein Vater seinen Job als Lehrer und wurde Hausmann. Das blieb er auch, als mein Bruder auf die Welt kam. Meine Mutter beendete ihr Medizinstudium und ging anschließend arbeiten. Sie hasst kochen, putzen und aufräumen. Mein Vater liebt kochen, backen und Gartenarbeit, und das Putzen und Aufräumen erledigt er mit einer stoischen Ruhe. Er war es auch, der meinem Bruder und mir bei den Hausaufgaben half, während meine Mutter Nachtdienste schob. Ich hatte den Verdacht, dass meine Wut auf Jans mangelnde haushalterische Fähigkeiten Folge einer unnatürlich verlaufenen Kindheit war. Wahrscheinlich rebellierte meine weibliche Natur gegen das Vorbild meiner Eltern! Vermutlich war mein Unterbewusstsein der Überzeugung, dass Frauen an den Herd gehörten. Nur mein abnorm verbildeter Verstand versuchte mir zu suggerieren, dass die logische und den physischen Gegebenheiten angepasste Arbeitsteilung der Geschlechter, die sich jahrtausendelang bewährt hatte, ungerechtfertigt war. Die linksideologische Indoktrination meiner Eltern hatte dazu geführt, dass ich meine biologischen Stärken verleugnete und die Hausarbeit nicht mehr genießen konnte, wie es meiner Natur gemäß gewesen wäre. Als ich meiner Mutter von diesem Verdacht erzählte, bot sie mir sofort die Finanzierung einer Urschreitherapie an, damit ich meine weiblichen Instinkte wiederentdecken könnte. Ich sagte ihr, ich würde beizeiten darauf zurückkommen. Jetzt, da Jan ausgezogen war, käme eine Umprogrammierung eh zu spät. Mir fehlte der Mann, der mir abends das geschossene Wild vor die Füße warf. Ich musste meine Mammuts alleine jagen und konnte schwächliche weibliche Bedürftigkeit nicht gebrauchen.

Diese Überzeugung strahlte ich auch in dem problemorientierten Gespräch aus, das Jan und ich führten, nachdem er seine Computerspiele und die restlichen Klamotten eingepackt und sich zu mir an den Küchentisch gesetzt hatte. Die Möbel, den Fernseher, die Bücher und alles andere wollte er erst mal dalassen, bis er eine neue Wohnung gefunden hatte. Ich erklärte ihm, dass er mich hätte fragen müssen, ob ich damit einverstanden bin, dass er auszieht. Jan erwiderte, ich hätte ihm deutlich genug zu verstehen gegeben, dass wir Abstand voneinander brauchten, und den würde er uns gewähren, indem er vorläufig auszöge. Ich sagte, dann könnten wir unsere Beziehung auch gleich an den Nagel hängen, denn einem solchen Rückschritt würde keine normale Partnerschaft standhalten. Woraufhin Jan meinte, wenn das mein innigster Wunsch sei, dann wolle er ihm nicht entgegenstehen.

»Umso besser«, behauptete ich.

Damit war das Gespräch beendet. Jan ging. Und ich blieb allein zurück. Womit hatte ich das verdient?

3

Ich hasste meinen Job. Wenn ich mir nicht bald etwas einfallen ließe, würde ich irgendwann vor lauter Stumpfsinn sterben. Außerdem hatte ich das Pech, mit einem männlichen Teampartner zusammenzuarbeiten – wobei nicht mein Kollege das Problem war, sondern die anderen Männer. Irgendwie war für sie männlich plus weiblich gleichbedeutend mit Chef und Assistentin.

Vor ein paar Monaten hatte ich ein Konzept geschrieben, für das ich die komplette Recherche übernommen und an dem ich wochenlang herumgefeilt hatte. Als die Kunden kamen, drückte mir der Obermacker ein Skript in die Hand: »Könnten Sie das bitte siebenmal kopieren? Und einen Kaffee hätte ich auch gerne.«

Ich war so perplex, dass ich das Paper wortlos entgegennahm und zum Kopierraum latschte. Als ich, den Kopf voller Rachegedanken und die Hände voller Kopien, das Konferenzzimmer betrat, hörte ich Mr. Obermacker zu meinem Kollegen sagen: »Ich habe Ihre Assistentin eben zum Kopieren geschickt, ich hoffe, das ist Ihnen recht.«

Mein Teampartner grinste und nickte nur, anstatt dem Typen die Leviten zu lesen und zu sagen: »Verehrter Herr Soundso, diese attraktive junge Dame ist meine vollkommen gleichberechtigte und emanzipierte Kollegin, die über ein fast abgeschlossenes Germanistikstudium verfügt. Sie hat das Glück, noch nicht so alt und vertrocknet zu sein wie Sie, weswegen sie bisweilen unterschätzt wird. Doch ich möchte Sie höflich auf ihre Kompetenz hinweisen und Sie bitten, dieser künftig auch verbal Ausdruck zu verleihen, indem Sie sie mit Majestät ansprechen.« (Auf die Majestätsanrede hätte ich dann großmütig verzichtet.)

Neben meinem neu erworbenen Assistentinnenkomplex langweilte mich die Arbeit an sich zu Tode. Was dringend zu tun war, erledigte ich zwischen meinem ersten und meinem zweiten Kaffee. Den Rest der Zeit schrieb ich private E-Mails und surfte im Internet. Bereits nach zwei Monaten Arbeitsalltag war ich geistig komplett degeneriert und verbrachte meine Stunden damit, schwachsinnige Webadressen wie www. reizunterflutung.de, www.brainfood.de oder www.timetogonow.de auszuprobieren. Und einmal, als der Chef im Urlaub war, beschriftete ich meinen Mülleimer mit »Eingang« und stellte ihn auf meinen Schreibtisch. Das hatte ich in den »Zwanzig goldenen Büroregeln« gelesen, die mir Sara während ihres trostlosen Pressepraktikums gemailt hatte. Ich fand das total lustig, im Büro kam es allerdings nicht so gut an.

4

Am Abend von Jans endgültigem Auszug hielt Sara mir seelisch das Händchen. Passend zu meiner Stimmung herrschte fieses, graupelschaueriges Februarwetter. Sara und ich saßen in unserer Lieblingskneipe, und sie versicherte mir tausendmal, dass ich nicht scheiße, sondern super aussähe, dass ich bestimmt im Handumdrehen einen anderen tollen Mann finden würde und dass meine Ordnungsliebe nicht nervtötend, sondern ausgesprochen liebenswert sei. Sie fragte mich, warum ich denn eigentlich so unglücklich darüber sei, dass Jan ausgezogen war. Schließlich hätte ich ihr doch oft genug vorgejammert, wie anstrengend sich das Zusammenleben mit ihm gestaltete.

Ich überlegte einen kurzen Augenblick und begann aufzuzählen:

– Wenn ich unter monatlichen Hormonschüben litt, versorgte mich Jan mit Schokolade und Wärmflaschen und ertrug geduldig meine Heulausbrüche, ohne mir das Gefühl zu geben, ich sei ein hormongesteuertes, vernunftbefreites Wesen der anderen Art.

– Er hatte einen guten Musikgeschmack und sorgte für die Aktualität unseres CD-Bestandes. Ich hatte exakt vier CDs in unsere Lebensgemeinschaft eingebracht, und Eros Ramazotti zählte dabei zu den qualitativ hochwertigeren.

– Jan konnte mir sämtliche Filmzitate aus Shrek erklären.

– Er brachte mir morgens Kaffee ans Bett.

– Er tolerierte widerspruchslos meine Morgenmuffeligkeit. Wobei man einschränkend sagen muss, dass er durchaus davon profitierte, weil ich ihn deswegen nicht beim Zeitungslesen störte.

– Klaglos bewältigte er sämtliche Reisestrecken nahezu alleine, weil ich nach einer Stunde Autofahrt regelmäßig am Steuer einzuschlafen drohte.

– Er schleppte bei unseren gemeinsamen Einkäufen freiwillig die schweren Tüten und Getränkekisten. Ich halte mich zwar für emanzipiert, will aber nicht einsehen, warum ich meinen schwachen Ärmchen zumuten soll, Getränkekisten drei Stockwerke hochzuwuchten, wenn gestählte Männerarme zur Verfügung stehen.

Als ich mit meiner Aufzählung fertig war, bekam ich einen Schreck. Das war ja der reinste Dienstleistungsbetrieb! Essen schleppen, Auto fahren, Kaffee bringen, Füße kraulen. War ich so egozentrisch? Brauchte ich einen Mann als Sklavenersatz? Ich erschauderte vor mir selbst. Wenigstens Materialismus konnte man mir nicht vorwerfen. Aus materialistischen Erwägungen heraus konnte man mit Jan definitiv nicht zusammensein – seine Stereoanlage mal ausgenommen. Er besaß nichts Nennenswertes außer Schulden, DVDs und CDs. Ich fing noch mal von vorn an und erklärte Sara Folgendes:

Jan ist lustig, attraktiv und stark. Und er mag meinen Bauch. Wenn er lacht, bekommt er goldige Grübchen in der Wange. Als ich das formuliert hatte, kamen mir selbst Zweifel: Reichte das als Grundlage für eine Beziehung? Mit Sicherheit nicht. Sara pflichtete mir kräftig bei und sagte, andere Mütter hätten schließlich auch schöne Söhne und mein Leben läge noch vor mir. Erst nachdem sie mich einigermaßen beruhigt hatte, erzählte sie mir, dass sie am nächsten Tag zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen war. Ich bekam ein schlechtes Gewissen, weil ich sie so vollgejammert hatte, ohne mich mit einer Silbe nach ihrem Befinden zu erkundigen. Es war echt eine Schande. Sie war hochintelligent und absolvierte seit anderthalb Jahren unbezahlte Praktika in allen möglichen Zeitungsredaktionen – und nie hatte es bisher mit einem Volontariat geklappt! Den Rest des Abends arbeiteten Sara und ich also einen Schlachtplan aus, mit dem sie das Volontariat bekommen musste. Sie würde sich ganz lässig in den Bewerbersessel fallen lassen, ihren dunklen Haarschopf in den Nacken werfen, ihre langen, miniberockten Beine übereinanderschlagen und dem Chef folgenden Sachverhalt erläutern: Wenn er kein gesteigertes Interesse daran besäße, für die Gründung einer Terrororganisation verantwortlich gemacht zu werden, die die Rechte intelligenter, junger, ehrgeiziger Frauen in den Zwanzigern gewaltsam einforderte, dann wäre er gut beraten, Sara unverzüglich einstellen. Auf diese todsichere Strategie bestellten wir uns noch einen Prosecco.

5

Die Wochen nach Jans Auszug zogen sich hin wie Kaugummi. Das Schlimmste war, dass ich im Büro nichts zu tun hatte. In einem unkontrollierten Anfall erledigte ich an einem einzigen Vormittag die Arbeit, die für eine Woche hätte reichen müssen. Ich hatte also massig Zeit, im Internet Stipendienmöglichkeiten im Ausland zu recherchieren. Nachdem ich die kanadische Botschaft angeschrieben hatte, ob sie einen Job für mich hätten, nahm ich mit gewichtiger Miene die Financial Times zur Hand und tat so, als ob ich sie auf der Suche nach Referenten für unsere Asien-Wirtschaftskonferenz studieren würde. In Wirklichkeit grübelte ich über meine gescheiterte Beziehung nach und gelangte im Laufe des Tages zu folgender Überzeugung: Eigentlich konnte ich froh sein, dass Jan weg war. Was heißt hier konnte – ich war froh! Superfroh sogar, glücklich und voller Lebensfreude! Endlich stand dem Genuss meines Singlelebens nichts mehr im Weg. Darum hatte ich Sara immer beneidet: Frei sein, Party machen, Männer abschleppen, keine Verpflichtungen haben. Wer braucht schon eine feste Beziehung?

In einer Frauenzeitschrift hatte ich mal gelesen, man solle eine Liste mit zehn Dingen aufstellen, die man an sich mag. Am Abend legte ich mich aufs Sofa, nahm mir einen Block und überlegte mir zehn Gründe, warum es mich superfroh stimmte, dass Jan ausgezogen war:

 

1. Er kauft assoziativ ein. Ich hasse assoziatives Einkaufen. Es funktioniert so: Man schreibt aus Prinzip keinen Einkaufszettel und schlendert am Samstag gegen 19 Uhr 55, wenn die Vollmilch bereits ausverkauft ist und nur noch schrumpelige Paprika mit Matschstellen zu haben sind, durch den Supermarkt. Dann wirft man die schrumpeligen Paprika, drei Packungen fettarme H-Milch, vier Tüten Knäckebrot (das frische ist um 19 Uhr 57 selbstverständlich ausverkauft), zwei Beutel Kartoffeln sowie fünfzehn Erdbeerjoghurts und zehn Packungen Tiefkühlpizza in den Einkaufswagen und nimmt optimistisch an, davon könne man ein schmackhaftes Mahl und ein königliches Sonntagsfrühstück zubereiten. Meinen liebevoll geschriebenen und wohldurchdachten Einkaufszettel verschmähte Jan aus Prinzip.

 

2. Er spült die Teller von unten nicht ab, weil sie da ja angeblich nicht dreckig seien.

 

3. Er kann sich nicht merken, welcher Mülleimer welche Funktion erfüllt. Er schmeißt grundsätzlich alle Sachen mit grünem Punkt in den normalen Müll und alle Essensreste in den Grünen-Punkt-Müll. Ich habe ihm das schon tausendmillionenmal erklärt: Der Eimer mit dem grünen Deckel ist für den normalen Müll, also eben nicht für den Grünen-Punkt-Müll, an den man denkt, nur weil der Deckel grün ist. Der mit dem blauen Deckel ist für den Grünen Punkt. Wenn man also mit einem leeren Joghurtbecher in der Hand vor den beiden Eimern steht, muss man denken: »Aha, auf meinem Joghurtbecher ist ein grüner Punkt. Schmeiße ich den jetzt in den Eimer mit dem grünen Deckel? Nein, genau dahinein gehört er nicht, sondern in den anderen, weil es ja eben umgekehrt ist!« Das nennt man eine geistige Transferleistung. Jedes weibliche Wesen ab dem dritten Lebensjahr ist dazu in der Lage! Man muss sich sozusagen Stalaktiten umgekehrt merken: Also eben nicht Titten gleich hängen gleich Tropfgestein von der Decke, sondern grüner Deckel nicht gleich Grüner Punkt nicht gleich Joghurtbecher. Das kann doch nicht so schwer sein. Wer die Abseitsregel kapiert, wird ja wohl noch zwei Mülltonnen voneinander unterscheiden können. Jan sagt immer, das sei eh egal, weil der Grüne Punkt der reinste Betrug sei und der ganze Müll in Frankreich verbrannt würde. Aber darum geht es nicht, sondern ums Prinzip und um die männliche Inkompetenz.

»Das ist genetisch veranlagt«, behauptet Jan.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Jan ist weg" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen