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Ivy & Bean vertreiben das Schulgespenst

Über die Autorin

Die Autorin Annie Barrows lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Die eine Tochter ist wie Ivy, die andere wie Bean. Sie brauen eine Menge Zaubertränke.

www.anniebarrows.com

Über die Illustratorin

Die Illustratorin Sophie Blackall lebt mit ihrem Mann und ihren beiden bezaubernden, spionageerprobten, ständig etwas ausheckenden, jeden verhexenden Kindern in Brooklyn, New York.

www.sophieblackall.com

Annie Barrows

IVY UND BEAN

vertreiben das Schulgespenst

Aus dem amerikanischen Englisch von
Johanna Ellsworth

Mit Illustrationen von Sophie Blackall

Band 2

INHALTSVERZEICHNIS

  1. DIE TURNGRUPPE
  2. DER SPUCKESCHWUR
  3. EIN HÄSSLICHES VIEH
  4. DAS PORTAL
  5. ZUZU PLAUDERT DAS GEHEIMNIS AUS
  6. SCHLUSS MIT DEM UNSINN
  7. DIE LÖSUNG IST EINE ZAUBERBRÜHE
  8. BEANS GEHEIME MISSION
  9. SO WAS GIBT ES NICHT
  10. AUF DEM KLO SPUKT ES
  11. VERTRIEBEN
  12. WAS FÜR EIN TOLLER TAG!

DIE TURNGRUPPE

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn – plumps! Bean ließ sich ins Gras fallen.

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»Aua«, sagte Ivy, die Bean durch ein Loch in ihrem Butterbrot beobachtete. »Tut das nicht weh?«

»Nein. Mir ist bloß schwindelig«, erklärte Bean. Als sie sich aufsetzte, fing der Spielplatz wieder an, sich zu drehen. Iiiih. Sie legte sich wieder hin.

Jetzt stand Emma auf. Sie streckte die Hände über den Kopf, holte tief Luft und legte los. Sie schaffte es neun Mal, sauber ein Rad zu schlagen. Dann fiel sie auf den Kopf.

»Alles in Ordnung?«, fragte Ivy Emma mit vollem Mund. Sie hatte gerade von ihrem Erdnussbutterbrot abgebissen.

»Ich glaub schon«, sagte Emma.

Jetzt war Zuzu an der Reihe. Zuzu konnte die besten Räder der ganzen Turngruppe schlagen. Und sie konnte sich am besten verbiegen. Sie schaffte sieben Mal Handstandüberschlag hintereinander. Die anderen brachten nicht mal einen zustande.

Zuzu zupfte sich ihr rosa Rüschenhemd zurecht und streckte die Hände in die Höhe. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, sogar zwölf Räder, und immer noch landete Zuzu auf den Füßen. Danach bog sie Kopf und Rumpf nach hinten. Sie streckte die Arme hinter den Kopf und lieferte eine perfekte Brücke. Sie sah aus wie eine umgedrehte rosa Teetasse. Dann richtete sie sich – boing – wie eine Gummipuppe wieder auf.

»Wow«, sagte Ivy.

Bean sprang auf. Sie musste einfach zwölf Räder schaffen.

»Aus dem Weg!«, rief sie.

»Warte«, sagte Zuzu. »Was ist mit Ivy? Schlägst du kein Rad, Ivy?«

»Ich pass auf die Mäntel auf«, sagte Ivy.

»Aber Ivy, wir sind ein Turnklub«, erwiderte Zuzu. »Da kann man nicht bloß auf die Mäntel aufpassen.«

Warum nicht?, dachte Ivy.

»Wenn du nicht weißt, wie es geht, zeigen wir es dir«, bot Emma an.

»Sie weiß, wie es geht«, sagte Bean. »Sie kann Rad schlagen. Ich hab es gesehen.«

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Ivy sah Bean erstaunt an. Warum sagte sie so etwas? Ivy hatte in ihrem ganzen Leben noch nie ein Rad geschlagen. Bedächtig legte sie ihr Butterbrot neben Emmas Jacke ab. »Es gibt da bloß ein kleines Problem …«, sagte sie.

»Hey, Leo!«, rief Bean plötzlich. »Pass lieber auf! Falls ich von deinem Ball getroffen werde, bist du fällig!«

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Leo war der Kapitän der Fußballmannschaft der Emerson-Schule. Bevor es die Turngruppe gab, hatten die Fußballer während der Mittagspause den ganzen Sportplatz für sich gehabt. Und deshalb hatten sie Bean und Emma, Zuzu und Ivy mit Fußbällen bombardiert, als sie den Turnklub gegründet hatten. Eines Tages traf ein Ball Bean mitten in den Bauch. Daraufhin erklärte sie den Fußballern den Krieg. Sie brachte eine Tüte mit reifen Pflaumen in die Schule mit und jagte Leo über den Sportplatz. Als sie ihn zu fassen kriegte, warf sie ihn zu Boden, setzte sich rittlings auf ihn drauf und schmierte ihm die Pflaumen in die Haare. Die Aufseherin Rose wurde sehr wütend. Sie riet Leo und Bean, eine friedliche Lösung zu finden, sonst dürfe niemand mehr den Platz benutzen.