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Ivy & Bean – Frech im Doppelpack

Über die Autorin

Die Autorin Annie Barrows lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Die eine Tochter ist wie Ivy, die andere wie Bean. Sie brauen eine Menge Zaubertränke.

www.anniebarrows.com

Über die Illustratorin

Die Illustratorin Sophie Blackall lebt mit ihrem Mann und ihren beiden bezaubernden, spionageerprobten, ständig etwas ausheckenden, jeden verhexenden Kindern in Brooklyn, New York.

www.sophieblackall.com

Annie Barrows

IVY UND BEAN

Frech im Doppelpack

Aus dem amerikanischen Englisch von
Johanna Ellsworth

Mit Illustrationen von Sophie Blackall

Band 1

Inhaltsverzeichnis

  1. NEIN, DANKE
  2. BEAN HECKT WAS AUS
  3. DAS GESPENST VON DER PFANNKUCHENGASSE
  4. IVY UND BEAN LERNEN SICH KENNEN
  5. IVY HECKT WAS AUS
  6. ZUTRITT VERBOTEN
  7. EIN KINDERSPIEL
  8. IN BEANS GARTEN
  9. DER HEXENZAUBER
  10. DER NACHTISCH WIRD GESTRICHEN
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NEIN DANKE

Bevor Bean und Ivy sich kennenlernten, konnte Bean Ivy nicht leiden. Beans Mutter sagte ständig, Bean sollte mit der Neuen spielen, die gegenüber eingezogen war. Aber Bean hatte keine Lust dazu.

»Sie ist sieben – genauso alt wie du«, sagte ihre Mutter. »Und sie scheint ein wirklich nettes Mädchen zu sein. Ihr könntet euch anfreunden.«

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»Ich hab schon Freunde«, sagte Bean. Und das stimmte auch. Bean hatte viele Freunde.

Aber eigentlich wollte sie nur deshalb nicht mit Ivy spielen, weil ihre Mutter recht hatte: Ivy schien ein echt nettes Mädchen zu sein. Sogar von der anderen Straßenseite aus wirkte sie echt nett. Aber Bean wusste, dass »nett« nur ein anderes Wort für »langweilig« ist.

Ivy saß lieb und nett auf den Stufen vor ihrem Haus. Bean rannte laut schreiend in ihrem Garten herum. Ivy hatte langes, lockiges rotes Haar, das durch einen Glitzerhaarreif gebändigt wurde. Bean musste ihr schwarzes Haar kinnlang tragen, denn wenn es länger war, wurde es zu einer wilden Mähne. Wenn Bean sich einen Haarreif aufsetzte, rutschte er herunter. Ivy trug jeden Tag ein Kleid. Bean zog nur dann ein Kleid an, wenn ihre Mutter sie dazu zwang. Ivy las ständig in irgendeinem dicken Buch. Bean las nie dicke Bücher. Lesen machte sie zappelig.

Bean war sicher, dass Ivy nie durch Schlammpfützen watete. Und sie war sicher, dass Ivy auch nie Steine zertrümmerte, um nach Gold zu suchen.

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Sie war überzeugt, dass Ivy in ihrem ganzen Leben noch nie auf einen Baum geklettert und heruntergefallen war. Allein ihr Anblick langweilte Bean.

Deswegen schüttelte Bean bloß den Kopf, als ihre Mutter sagte, sie solle mit Ivy spielen. »Nein, danke«, sagte sie.

»Du könntest es doch wenigstens mal probieren. Vielleicht findest du sie ja nett«, sagte Beans Mutter.

»Bitte einsteigen, Türen schließen! Der nächste Zug nach Langeweile fährt jetzt ab!«, schrie Bean.

Ihre Mutter runzelte die Stirn. »Das ist aber gar nicht nett von dir, Bean.«

»Ich war doch nett – ich hab ›Nein, danke‹ gesagt«, gab Bean zurück. »Ich will einfach nicht, okay?«

»Also gut.« Die Mutter seufzte. »Mach, was du willst.«

Und so spielte Bean viele Wochen lang nicht mit Ivy. Aber eines Tages passierte etwas, und da änderte sie ihre Meinung.