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Intrigen und heiße Küsse

1. KAPITEL

Jonathan Windthorpe sah auf, als der Helikopter in der Ferne verschwand. Er hoffte, dass sich die Insassen die Umgebung nur aus der Luft anschauen und keinen Zwischenstopp einlegen wollten. Ihm gefiel die selbstgewählte Einsamkeit, in der er seine Auszeit verbrachte. Er war für einige Wochen hierher nach Tautara geflogen, einer vom Rest der Welt abgeschnittenen Gegend an der Küste. Hier befanden sich nur einige luxuriöse Hütten, in die sich die Crème de la Crème der Gesellschaft zurückziehen konnte. Ausnahmsweise einmal musste er nicht ständig auf der Hut sein und sich den Kopf darüber zerbrechen, was zur Hölle Bradley wohl als Nächstes vorhaben mochte. Nein, diesmal wusste er ganz genau, was sein habgieriger Stiefbruder plante. Und Jon wusste, wie er ihn aufhalten würde.

Seit Jons Vater vor einigen Monaten gestorben war, hatte das Konkurrenzverhältnis zwischen den ungleichen Brüdern ungeahnte Ausmaße angenommen. Manchmal fragte sich Jon, ob die Sache es überhaupt wert war. An schlechten Tagen erwog er sogar ernsthaft, aufzugeben und Bradley die gesamte Kontrolle über WindCorp Industries zu überlassen.

Aber dann war ihm Bradleys neueste Intrige zu Ohren gekommen. Jon hatte schon einmal mit ansehen müssen, wie sein Stiefbruder mit seinen dubiosen Geschäftsmethoden eine ganze Kleinstadt ruiniert hatte. Etwas Derartiges würde er niemals wieder zulassen. Die Verantwortung gegenüber dem Familienunternehmen und seinen Angestellten lastete schwer auf seinen Schultern. Und er wollte kein Feigling sein.

Die Vormittagssonne strahlte an einem wolkenlosen Himmel, und ein leises Magenknurren verriet Jon, dass es an der Zeit für einen Mittagssnack war. Er packte die Angelausrüstung zusammen und nahm den Eimer mit der Forelle, die er für sein Abendessen gefangen hatte.

Doch als er seine Hütte erreichte, erwartete ihn eine Überraschung: Besuch! Als ob das allein nicht schon schlimm genug wäre, dachte er, als er Robyn Mackenzie erkannte. Jon fühlte sich auf eine fast schon magische Weise zu dieser Frau hingezogen - was die letzten sechs Monate, die er gemeinsam mit ihr in der Führungsetage zusammengearbeitet hatte, zu einer wahren Tortur gemacht hatte.

Aufmerksam musterte er ihre schlanke, hochgewachsene Gestalt, während sie an der Brüstung der Veranda lehnte. Robyns rosafarbenes Top unterstrich ihren hellen Teint. Ihr goldbraunes Haar war zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der ihre feinen Züge und die hohen Wangenknochen betonte. Für ihre Verhältnisse war sie allerdings unglaublich blass. Vermutlich hatte sie im Helikopter gesessen, denn nichts war ihr mehr zuwider, als zu fliegen.

Robyn Mackenzie hatte er nun wahrlich am allerwenigsten an diesem abgelegenen Ort zu sehen erwartet. Jon hatte keinerlei Interesse daran, ihr zu begegnen, auch wenn ihn dieses verräterische Kribbeln im Bauch eines Besseren belehrte. Er trat auf sie zu und suchte den kühlen Blick ihrer leuchtend blauen Augen.

„Was zur Hölle willst du denn hier?“, fragte er barsch.

Ohne ihre Antwort abzuwarten, ging Jon an ihr vorbei und stieß die Hüttentür auf. So abweisend er sich auch verhielt, er konnte nicht verhindern, dass der angenehme, verführerische Duft ihres Parfums ihn einhüllte und er für einen Moment die Fassung verlor. Mit jeder Faser seines Körpers kämpfte er gegen die Gefühle an, die ihre Nähe in ihm auslöste.

Schon an dem Tag, an dem er seiner neuen Assistentin zum ersten Mal begegnet war, hatte er das Knistern zwischen ihnen nicht ignorieren können. Ihre Gefühle füreinander hatten sich schlagartig entwickelt, aber Jon hatte nichts hinter Robyns Interesse an ihm vermutet. Dabei war ihre Affäre rasant zu Ende gegangen. Robyn hatte Jon wie eine heiße Kartoffel fallen lassen - gleich nachdem Bradley ihr eine Beförderung angeboten hatte.

Jon grübelte seitdem immer wieder, ob Robyn jetzt Bradleys Bett wärmte. Sein Stiefbruder neigte dazu, mehr als eng mit seinen Assistentinnen zusammenzuarbeiten, etwas, das Jon stets vermieden hatte - bis ihm Robyn begegnet war. Und Bradley versäumte es nicht, in regelmäßigen Abständen anzudeuten, dass zwischen Robyn und ihm mehr war als ...

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