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Intime Liebe

Intime Liebe

Der Sexualratgeber für Paare,

die sich wirklich lieben

Autor:

Theodoor Hendrik van de Velde

Originaltitel:

Het volkomen huwelijk

Über den Autor und dieses Buch

Theodoor Hendrik van der Velde wurde 1873 in Leeuwarden in der niederländischen Provinz Friesland geboren. Er war Direktor des Gynäkologischen Instituts in Haarlem (Niederlande). Nach seiner Emeritierung zog er nach Minusio-Locarno (Schweiz), wo er 1937 verstarb.

Das vorliegende Aufklärungsbuch erschien erstmals 1926. Es stand lange Zeit auf dem Index der verbotenen Bücher der Römisch-Katholischen Kirche, und selbst im protestantischen Schweden wurde es als jugendgefährdend eingestuft.

Das Anliegen dieses Buches ist die Vermittlung von Wissen über die Physiologie, wobei der Autor ausdrücklich betonte, dass trotz ausführlicher Beschreibung der Sinnlichkeit in der Erotik die gegenseitige Liebe und die Treue unabdingbare Bestandteile des Fundaments einer reifen Partnerschaft zu sein haben. Van de Velde gelang es, medizinische Forschungsergebnisse mit praktischen Ratschlägen zu koppeln, und die geschlechtlichen Beziehungen von Ehepartnern durch seine Veröffentlichungen zu enttabuisieren. Allerdings verwendete er überwiegend lateinische Benennungen.

Im Jahre 1905 gelang ihm der Nachweis, dass die Frau nur ein einziges Mal pro Menstruationszyklus einen Eisprung hat. Dies führte zur Kalendermethode für die Geburtenkontrolle.

Laut Van de Velde sind die vier Eckpfeiler für Liebe und Glück in der Partnerschaft:

1. Die richtige Partnerwahl,

2. Eine gute psychologische Einstellung der Partner generell und insbesondere zueinander,

3. Eine den Wünschen des Partners angepasste Lösung der Frage der Nachkommenschaft,

4. Ein harmonisches Geschlechtsleben.

Inhaltsübersicht

Einführung

Teil 1

Einleitung und allgemeine Geschlechtsphysiologie

Kapitel 1: Ehe und Superehe

Gründe für das Festhalten an der Ehe

Die vier Eckpfeiler für das Gebäude der Ehe

Richtige Partnerwahl

Gute psychologische Einstellung

Wunschgemäße Lösung der Kinderfrage

Ein harmonisches und blühendes Geschlechtsleben

Der Arzt als Berater

Die Führungsrolle des Ehemannes

Unzulänglichkeit und Egoismus der meisten Ehemänner und scheinbare Geschlechtskälte ihrer Frauen

Der Ehemann als ständiger Verführer seiner Partnerin

Die Superehe verlangt Wissen und erfordert Studium

Das vorliegende Werk als Lehrbuch

Kapitel 2: Einblicke in die allgemeine Geschlechtsphysiologie des Menschen

1. Die Evolution des Geschlechtstriebs - Geschlechtsgefühle und innere Reize

Innere und äußere Absonderung der Geschlechtsdrüsen

Der Einfluss der inneren Sekrete

Die Bedeutung der inneren und äußeren Absonderungsprodukte für den Annäherungs- und Entspannungstrieb

Der Annäherungstrieb (dessen erste Komponente)

Der Entspannungs- und Befriedigungstrieb (die zweite Komponente)

Psychische innere Reize

Die indifferenzierte Liebe

Die Liebe

Die Ehe

Die Superehe

2. Geschlechtsgefühle und äußere Reize

Seelische Eindrücke

• allgemeiner Art

• persönlicher Art

Körperliche (von den Sinnesorganen übermittelte) Reize

• Geschmack

• Gehör

• Musik

• Rhythmus

• Stimme

• Geruch

Individuelle Empfänglichkeit für Gerüche

Erzeugung persönlicher Riechstoffe

• in der Ausatmungsluft

• im Schweiß

• in der allgemeinen Körperausdünstung

Geschlechtsspezifische Riechstoffe (mit einer gewissen persönlichen Prägung)

Menstruationsgeruch

• der Ausdünstungen

• des Genitalsekretes

Genitalgeruch bei Mann und Frau

Spermageruch

Seine vielen Nuancen

Spezifischer Genitalgeruch der Frau post coitum

• der Ausatmungsgeruch von Frauen post coitum

Allgemeines und Zusammenfassung

Parfümerie und Geschlechtsgefühle

• Parfümerie mit allgemeinem Charakter und ihre Bedeutung

• Solche mit sexuellem Grundzug

• Männliche und weibliche Gerüche

• Rationelle sexuelle Parfümierung

• Verstärkung von anziehenden persönlichen Gerüchen bzw. Vortäuschung derselben

• Reizung der eigenen Geschlechtsgefühle durch Riechstoffe

• Riechstoffe tierischer Herkunft (Moschus, usw.) und ihre Anwendung

• Lavendel, Kampfer, Bittermandeln zur Neutralisierung eines unangenehmen Genitalgeruchs

• Grundregel für die Zusammenstellung und den Gebrauch von Parfümen

Säure schwächt Genitalgerüche

Alkali verstärkt Genitalgerüche

Gesichtssinn

• Anblick der sekundären Geschlechtsmerkmale

• Anblick von Körperbewegungen und ihrem Rhythmus

• Betonung dieser Merkmale durch die Kleidung (Mode)

• Augenspiel

• Von unpersönlichen Dingen (z.B. Farben) ausgehende erotische Wirkung

Der Tastsinn

• Aktives Tastgefühl

• Passives Tastgefühl

• Erogene Zonen

• Reizung der Brüste und Brustwarzen

Teil 2

Besondere Geschlechtsphysiologie und Anatomie

Kapitel 3: Aus der Geschlechtsphysiologie der erwachsenen Frau

1. Einleitung und Beschränkung des Gegenstandes

Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau

• Die Schamspalte (Vulva)

• Die Schamlippen

Abbildung I: Äußere Geschlechtsteile der Frau

• Die Clitoris

• Praeputium clitoridis

• Fenulum clitoridis

Seine besondere Empfindlichkeit für Reize

Erektion der Clitoris

Talgabsonderung in der Umgebung

Eigenschaften und Bedeutung dieses Talges

Die Wichtigkeit seiner Entfernung

• Der Scheidenvorhof

• Der Scheideneingang (Introitus vaginae)

• Die Vorhofschleimdrüsen

• Die Harnröhrenmündung

• Das Hymen (Jungfernhäutchen)

• Die kleine Vorhofschleimdrüse

• Die Bartholinischen Drüsen

• Die Harnröhre (Peniskanal)

2. Die inneren Geschlechtsorgane der Frau

Allgemeine Beschreibung ihrer Lage

Das Becken

Nachbarorgane

Der Mastdarm (Rectum)

Die Harnblase

Wichtigkeit ihrer regelmäßigen und vollständigen Entleerung

Abbildung II:Innere Geschlechtsteile im Längsschnitt

Abbildung III:Wichtige Muskeln der Frau

Die Harnröhre (Urethra)

Die Scheide (Vagina)

Umgebende Muskeln

Der „Levator vaginae“ als funktionell-selbstständige Muskelportion

Übung der Beckenbodenmuskeln

Wülste usw. als Umfassungs- und Reibevorrichtung für den Penis

Abschluss der Scheide nach oben

Verhältnis zur Bauchhöhle

Vaginalsekret

Milchsäuregehalt des Vaginalsekrets

Aufsaugfähigkeit

Schwangerschaftsveränderungen

Altersveränderungen

Die Gebärmutter (der Uterus)

Kristellerscher Schleimpfropf

Abbildung IV:Scheidenteil der Gebärmutter

Lage und Haltung von Gebärmutter und Scheide

• im leeren Zustand

• in Coitusstellung

Beweglichkeit des Organs

Band- und Haftapparat

Mutterbänder

Bedeutung der Gebärmuttermuskeln Bauchfellbekleidung

Ligamenta lata

Die Eileiter (Tuben)

Flüssigkeitsströmung

Die Eierstöcke (Ovarium)

Äußere Absonderung (Ausstoßung der Eier)

Innere Absonderung

3. Eierstocktätigkeit, Wellenbewegung der Lebenserscheinungen im weiblichen Organismus und Menstruation

Die Bedeutung der Eierstocktätigkeit für die Frau

Aufgabe der Eierstöcke und ihr Einfluss auf die übrigen Geschlechtsorgane

Zeitpunkt der Ovulation (in Beziehung zum Menstruationstermin)

Zeitliche Folge der verschiedenen Vorgänge

Spannung und wellenförmiger Spannungswechsel im Eierstock

Entspannungstrieb

Günstige Bedingungen für einen befruchtenden Coitus

Schutz des Eies nach seiner Loslösung aus dem Eierstock

Alternierung von Gelbkörperwelle und Eierstock-Spannungswelle

Verhältnis dieser beiden Wellen zu Eigeburt und Eitod

Wucherung und Rückbildung der Gebärmutterschleimhaut

Abbildung V:Ovarialfunktion, Wellenbewegung und Menstruation

Ihre Abhängigkeit von der Gelbkörperwirkung und Parallelismus der betreffenden Wellenlinien

Ähnliche Verhältnisse für die Brüste

Einfluss der Eierstocktätigkeit auf den Gesamtorganismus

Wellenbewegungen der Lebensverrichtungen

Körpertemperatur als Repräsentante

Dabei zu stellende Anforderungen

Die Temperaturwelle folgt der Gelbkörperwelle

Eine Teilerscheinung des Wellenabfalls

Abhängigkeit von der Gelbkörperwirkung

Das Gelbkörpersekret treibt die Lebensvorgänge an

Schwangerschafts-Temperaturkurve

Beeinflussung von körperlichem und seelischem Wohlbefinden durch Wellenphasen

Beeinflussung durch andere Einwirkungen

Abbildung VI - Übersicht der Temperaturen bei einer erstmals schwangeren Frau

Menstruation

Dauer

Menge

Örtliche Erscheinungen, Schmerzen

Allgemeine Erscheinungen, „Unwohlsein“

Art der betreffenden Störungen

Selbstvergiftung (?)

Der Begriff der „monatlichen Reinigung“

„Unreinheit“ der Menstruierenden

Dauer der Geschlechtsreife

Ihre Beeinflussung durch verschiedene Umstände

Wechseljahre (Klimakterium)

Verschiedenartigkeit im Auftreten und Verlauf

Aufhören der Wellenbewegung

Körperliche und psychische Erscheinungen

Menopause

Geschlechtsgefühle

Rekapitulation dieses Abschnitts

Hinzufügungen und wissenschaftliche Erweiterung der Fragestellung

Bedeutung dieses Abschnitts für die Ehe

Kapitel 4: Zur Anatomie und Physiologie der männlichen Geschlechtsorgane

Allgemeines

Abbildung VII:Die Geschlechtsorgane des Mannes

Penis

Schwellkörper

Erektion

Eichel

Vorhaut (Praeputium)

Vorhautbändchen (Frenulum praeputii)

Vorhauttalg

Die Bedeutung größter Reinlichkeit

Nervenapparat

Wolllustreize

Besondere Empfindlichkeit am Vorhautbändchen

Der Penis als Kopulationsorgan

Penisform

Penisgröße

Harnröhre

Verschiedene Abschnitte der Harnröhre

Schleimdrüsen

Bedeutung ihrer Absonderungsprodukte

Scrotum (Hodensack)

Hoden (Testikel)

Nebenhoden

Samenbildung

Abbildung VIII - Männliche Geschlechtsdrüse

Spermatozoen (Spermien)

Bewegung der Spermatozoiden

Ejakulation

Lebensdauer der Spermien

Lebensbedingungen

Weiterbeförderung

Verschmelzung einer Spermie mit dem Ei (Befruchtung)

Was mit den anderen Spermien geschieht

Prostata (Vorsteherdrüse)

Samenhügel

Prostatasekret Spermin

Einfluss auf die Bewegung der Spermatozoen

Samenleiter, Samenampullen

Kontraktion

Endstücke und Mündungen

Samenblasen

Absonderungsprodukt

Ejakulation

Wiederholung des Geschlechtsaktes

Vollständige oder unvollständige Entleerung

Pollutionen (unwillkürliche Samenentleerungen)

Entspannungstrieb

Reizung und Hemmung

Sperma, Quantität und Qualität

Spermin, belebende Wirkung

Innere Sekretion der Hoden

Ihr Einfluss auf Körper und Geist

Keine Wellenbewegungen wie bei der Frau

Nachlassen im hohen Alter

Bedeutung des Nachlassens

Ausgleichungsversuche durch Samenleiterunterbindung (Steinach)

- durch Überpflanzung von Affenhoden (Voronoff)

Vorbeugung der Inaktivitätsatrophie durch ehelichen Verkehr beim Älterwerden

Teil 3: Der Geschlechtsverkehr, seine Physiologie und Technik

Kapitel 5: Definition / Vorspiel und Liebesspiel

Definition des normalen Geschlechtsverkehrs

Einteilung in Vorspiel, Liebesspiel, Geschlechtsvereinigung und Nachspiel

Die Geschlechtsvereinigung (Coitus) als Höhenstadium des Geschlechtsverkehrs

Zweck und Ziel des Coitus

Abgrenzung in verschiedene Phasen

Vorspiel (Annäherungstrieb)

Allgemeines zur Technik des Vorspiels

Blick und Wort

Tanz

Koketterie

Flirt

Autosuggestion und Suggestion durch Gespräche über die Liebe

Bedeutung des Vorspiels

„Destillatio“ (vorbereitende Schleimabsonderung)

Liebesspiel

Liebeskuss

Unterscheidung der Küsse

Charakteristikum des Liebeskusses

Variationen des Liebeskusses

Effleurage

Maraîchinage

Zungenkuss

Apperzeption des Kusses

Geruchssinn

Beschnüffelungstheorie des Kusses

Tastsinn

Körperkuss

Abstufungen

Analyse

Liebesbiss

Abgrenzung vom Krankhaftem

Der Liebesbiss des Mannes

Die Gewaltanwendung des Mannes als Äquivalent des Liebesbisses

Die Stellung der Frau dazu

Stärkere Neigung zum Liebesbiss beim weiblichen Geschlecht

Kusstheorie

Analyse der Lustempfindung des Gebissenen

Eine weitere Theorie des Liebesbisses

Geschlechtshass als Komponente

Bedeutung der erogenen Zonen

Reizung der Brustwarzen

Betastung der Brüste

Reizspiel bei der Frau

Reizspiel beim Mann

Technik

Notwendigkeit der Einschränkung

Gleitmittel

Notwendigkeit von Gleitmitteln in manchen Fällen

Reizkuss

Kapitel 6: Die Geschlechtsvereinigung

1. Physiologisches und Technisches

Beschreibung des Vorgangs

Art der Reizung des männlichen Organs

Nuancen der Reize

Bedeutung der aktiven Beteiligung der Frau

Wichtigkeit des seelischen Faktors (Liebe) bei beiden Beteiligten

Ungleiche Reizbarkeit von Mann und Frau

Gegenseitige Anpassung

Art der Reizung der weiblichen Organe

Abbildung A:Kurvenverlauf bei idealer Vergattung

Abbildung B:Kurvenverlauf bei einem Coitus ohne Vorbereitung der liebeserfahrenen Frau

Abbildung C:Kurvenverlauf bei einem Coitus mit einer unerfahrenen Frau nach vorhergehendem Reizspiel

Abbildung D:Kurvenverlauf bei Begattung einer unerfahrenen Frau ohne genügende Vorbereitung

Abbildung E:Kurvenverlauf bei einem Coitus Interruptus

Schaden durch Coitus Interruptus

Vorbeugung eines ungenügenden Ablaufs

Zusammenziehen der Gebärmutter

Anteil der Clitorisreizung

„Ejakulation“ (Seminatio) der Frau? Zusammenziehung der Gebärmutter

Verhalten des Schleimpfropfes

Nachfolgende Erschlaffung

Bedeutung der Aspiration für die Samenaufnahme

Beeinflussung der Vorgänge in den männlichen Organen (vgl. Kapitel 4)

Verlängerung der Erektionsdauer durch Zusammenziehen der Muskeln der Partnerin

Einfluss einer vorgenommenen Beschneidung

Bedeutung einer Beschneidung für die Frau

Absichtliche Verzögerung der Ejakulation

Bewertung der Größenverhältnisse der Geschlechtsorgane beim Coitus

Normaler Unterschied

Ausgleich des Längenunterschieds

Schaden durch Missverhältnisse

Infantilismus bei der Partnerin

Bedeutung des Infantilismus

Empfehlung einer rechtzeitigen ärztlichen Untersuchung auf Ehefähigkeit

Praktische Vorschläge für die Durchführung einer solchen Untersuchung

Infantilismus des Mannes

Übergröße des Phallos

2. Stellung und Haltung beim Coitus

Ihre Bedeutung

• für die Befruchtungschancen

• zur Vermeidung von Schaden

• für die Lustgefühle

»Erste Stellung (Positio obversa)

I. Normallage

Vor- und Nachteile

II. Strecklagen

Art der Reizung

Überstrecklage

Indikationen

III. Beugelagen

Art der Reizung

Steinschnittlage

IV. Reithaltung (der Frau)

Besondere Technik und verschiedene Art der Reizung

Nuancierung des Lustgefühls

Nachteile bei diesem Verfahren

Anweisungen und Gegenanweisungen

V. Vordere Sitzhaltung (Vis-à-Vis)

Art der Reizung

Variationen

Weniger tiefer Ausführung

Anweisung bei Schwangerschaft

VI. Vordere Seitenlage (Vis-à-Vis)

Besondere Vorteile als beide Partner schonendes Verfahren

»Zweite Stellung (Positio aversa, Coitus a tergo)

VII. Bauchlage

Nachteile

VIII. Hintere Seitenlage

Besondere Vorteile bei Schonungsbedürftigkeit

Ihre Anwendung statt Vergattungsverbot

Rechte und linke Seitenlage

Drei Arten der Reizverstärkung

IX. Knielage

Richtungsdifferenz des männlichen und weiblichen Organs

Anwendung in der Schwangerschaft

-X. Hintere Sitzhaltung

Nachteile der hinteren Sitzhaltung

Bedeutung der Synousiologie für den Arzt

• als Grundlage für das Verständnis der krankhaften Störungen beim Geschlechtsverkehr

• in Beziehung zu den Fragen der Fruchtbarkeit und Unfruchtbarkeit

Bedeutung der Synousiologie für den Laien

zur Vervollkommnung des ehelichen Glücks

Schematische Übersicht über Coitusstellungen (lateinisch)

Kapitel 7: Allgemeinerscheinungen beim Coitus bzw. Nachspiel

Allgemeinerscheinungen während der Spannung

Drüsen

Speichelabsonderung

Harnabsonderung

Schweißabsonderung

Kreislauf

Kleine Blutgefäße

Atmung

Blutdruck

Muskulatur

Quergestreifte (willkürliche) Muskeln

Glatte (unwillkürliche) Muskeln

Übergreifen der Erregung auf Nachbargebiete

Nervensystem

Örtlich, Blase und Darm

Erhöhte Empfindlichkeit der Sinne

Konzentration des ganzen Wesens auf die Genitalsphäre

Während der nachfolgenden Entspannung

Ermüdung

Erschöpfung durch Überanstrengung

Wohltätige Einwirkung auf das Allgemeinbefinden

Schlafbedürfnis

Nachspiel

Rein psychischer Charakter des Nachspiels

Abklingen des Erregungszustandes

Dauer des Nachspiels

Kapitel 8: Körperliche Hygiene

1. Defloration / Flitterwochen

Zwei Widerstände:

• Seelischer Widerstand

Scheu, Angst

• Körperlicher Widerstand

Hymen

Technik der Defloration

Blutung

Schwierigkeiten

Hilfe durch den Arzt

Ausbleiben des Orgasmus der Frau beim ersten Coitus

Unterlassung des vorbereitenden Reizspiels

Zurückhaltung beim Liebesspiel

Gleitmittel

Die Flitterwochen

• eine Lehrzeit für Mann und Frau

Die Frau muss fühlen lernen

Temporäre Geschlechtskälte

Übung und Schonung

Stufenweises Vorgehen

2. Einfluss der geschlechtlichen Betätigung auf Körper und Psyche / Sexuelle Leistungsfähigkeit

Einfluss der geschlechtlichen Betätigung auf Körper und Psyche der Frau

Einfluss der Folgen des Geschlechtsverkehrs

(Einfluss des Geschlechtsverkehrs an sich (Schwangerschaft)

Günstige Wirkung

• auf die Geschlechtsorgane

• auf den ganzen Körper

• auf die Psyche

Ungünstige Wirkung bei Überreizung

Veränderlichkeit der Grenze

Sexuelle Leistungsfähigkeit der Frau

Einfluss der geschlechtlichen Betätigung auf Körper und Psyche des Mannes

• Günstige Wirkung

• Günstige Wirkung

Sexuelle Leistungsfähigkeit des Mannes

Persönliche Unterschiede

Temporäre Leistungsunfähigkeit

Schaden durch übermäßige Inanspruchnahme

Wiederholter Coitus bei gesteigerter Potenz

Kriterien des „Zuviel“

Größere Leistungsfähigkeit der Frau

Scheinbarer Widerspruch zur Häufigkeit der Geschlechtskälte

Gefahren für den Mann, der seine Frau an Höchstleistungen gewöhnt hat

3. Beeinflussung des Geschlechtsverkehrs durch innere und äußere Umstände

Einfluss von Speisen und Getränken

Reizwirkung

• durch Speisen

• durch Getränke

• durch Medikamente

Aphrodisiaka

Der „Liebestrank“

Mäßigend wirkende Stoffe

Gefährliche Präparate (Kantharidin)

Das Yohimbin

Beseitigung der Untererregbarkeit durch einfache Hilfsmittel

Kohlensäurebäder

Einfluss von passiven Bewegungen

Reiten und Fahren

Periodische Schwankungen des Geschlechtstriebs beim Menschen

Frühlingsmaximum

Schwankungen beim Mann

Vereinzelte Angaben über zwei- und vierwöchentliche Steigerung

Schwankungen bei der Frau

Große Verschiedenheit bei den Angaben

Zwei- oder vierwöchentliche Steigerung

Andere Maxima - (Entsprechende Texte wurden in dieser Buchfassung weggelassen)

Praktische Bedeutung der Maximalperioden

Gleiche „Rechte“ auf sexuelle Befriedigung für Mann und Frau

4. Der Geschlechtsverkehr unter besonderen körperlichen Umständen

a) während der Menstruation

Reizung und Hemmung der Geschlechtsgefühle

Angebliche Gefahr einer Harnröhrenentzündung beim Mann

Nachteile für die Frau

Unter bestimmten Umständen ist der Verkehr erlaubt

b) während der Schwangerschaft

• Gründe gegen den Geschlechtsverkehr

Fehlgeburt

Vorzeitiger Blasensprung

Wochenbettinfektion

Verletzlichkeit der weiblichen Gewebe

• Gründe für den Geschlechtsverkehr

Die Libido der Frau in der Schwangerschaft

Unbewusste Gründe

Bewusste Gründe

Mit bestimmten Einschränkungen ist der Verkehr bis vier Wochen vor der Geburt erlaubt

c) Karenz nach der Geburt

Eigentliches Wochenbett (bis zwei Wochen)

Coitusverbot während des Wochenbettes

Rückbildungszeit (weitere vier Wochen)

Zulassung eines vorsichtigen Verkehrs

d) bei Krankheiten

Coitusverbot bei Infektionsgefahr

Coitusverbot bei akuten Krankheiten der Geschlechtsorgane

Chronisch entzündliche Krankheiten der Geschlechtsorgane

Coitusverbot in gewissen Fällen notwendig

Von ärztlicher Seite wird damit oft zu rigoros vorgegangen

Operation ist manchmal zu bevorzugen

Die sexuelle Funktionstüchtigkeit verdient bei den ärztlichen Erwägungen einen größeren Platz

Allgemeinerkrankungen

Gegenseitige Beeinflussung von Erkrankung und Geschlechtsverkehr

Gefahren des Coitus bei bestimmten Krankheiten

Günstiger Einfluss des Geschlechtsverkehrs bei gewissen Krankheiten

5. Pflege und Reinigung der Paarungsorgane

Notwendigkeit von Pflege und Reinigung

• Vorgaben für den Mann

• Vorgaben für die Frau

• Vorgaben für beide

Kapitel 9: Seelische Hygiene

Gesundheitspflege des ehelichen Organismus

Durch Vervollkommnung seiner normalen Lebensverrichtungen

Vermeidung von Überdruss

Vorsicht bei der Methode dieser Vermeidung

Durch Umgehung banaler Intimität

Durch Verhütung von inneren Konflikten zwischen Superehe und Religion

Dieses Thema behandelnde Literatur

Mosaische Gesetzgebung

Ablehnung der Verhinderung von Schwangerschaft durch Juden und Reformierte -

durch Katholiken

Zu dieser Ablehnung steht die Superehe nicht in Widerspruch

Übereinstimmung zwischen Physiologie und katholischer Moraltheologie

Stellung des Protestantismus

Lutheraner

Moderne Protestanten

Reformierte

Anglikaner

US-Amerikanische Kirchen

Für Menschen mit Askesetendenzen kommt die Superehe nicht in Frage

Bei allen anderen steht die Superehe nicht in Konflikt zur Religion

Geschlechtsverkehr ist kein Selbstzweck, sondern Ausdrucksweise

Die Superehe bietet die größte Ausdrucksfähigkeit

Weglassungen

Nicht mehr zeitgemäße Passagen oder Aussagen,

bei denen sich der Verfasser irrte,

wurden in dieser Fassung weggelassen.

Dies betrifft zum Beispiel seine Darlegungen hinsichtlich der Morallehre der Kirche.

Die entsprechenden Punkte wurden im Inhaltsverzeichnis jedoch noch aufgeführt.

Hinzufügungen

Im Anhang wurden ein Stichwortverzeichnis sowie ein Glossar über die meisten der im Buch verwendeten lateinische Begriffe hinzugefügt.

Einführung

Dieser Band (siehe Hinweis auf Seite 2) behandelt die sexuelle Basis der Ehe, und will zur Verbesserung der betreffenden Beziehungen die anziehenden Kräfte in der Ehe verstärken.

Der vorliegende Band hat die Physiologie der ehelichen Beziehungen zum Gegenstand, weil ihre Kenntnis die Grundlage für Wissenschaft und Praxis bildet. Das Buch versucht unter anderem, Liebespartnern, die der ärztlichen Hilfe nicht bedürfen, insofern zu helfen, als es ihnen die hier besprochenen, von manchen ungeahnten Möglichkeiten zur Erreichung des partnerschaftlichen Glücks aufzeigt.

Der Ausdruck „Superehe“ bezieht sich auf eine vollkommenere Ehe (im Vergleich zur bisherigen). Der Titel sollte nicht so verstanden werden, als käme ausschließlich dieser Faktor in Betracht.

Da das Buch vieles anspricht, was man ansonsten nicht auszusprechen pflegt, wird es mir manche Unannehmlichkeiten einbringen. Das weiß ich, weil ich meine Mitmenschen und ihre Art, das Ungewohnte zu verpönen, allmählich kenne.

Aus diesem Grunde konnte ich es auch nicht eher schreiben; solange ein Arzt den Forderungen seiner Praxis Rechnung tragen muss, kann er es sich nicht erlauben, auszuscheren.

Wer sich aber frei gemacht hat - wer nun sagen darf, was er für gut und richtig hält, hat auch die Pflicht, dies zu tun.

Deshalb muss ich niederschreiben, was ich als richtig erkannt habe; zu viel vermeidbares Leid wird gelitten, zu viel Freude wird versäumt, die das Lebensglück erhöhen würde.

Ich habe jetzt für diese Arbeit das richtige Alter und die genügende Vorbereitung. Als Wissenschaftler, der sich über ein Vierteljahrhundert den theoretischen und praktischen Fragen gewidmet hat; als Vertrauter vieler Männer und Frauen; als Mensch, dem nichts Menschliches fremd ist; als Ehemann, der Glück und Leid der Ehe empfunden hat; als Fünfzigjähriger schließlich, der zu alt geworden ist, um noch Jugenddummheiten zu begehen, aber zu jung geblieben ist, um „wunschlos“ zu sein.

Die angedeuteten Unannehmlichkeiten könnte ich mir durch die Verwendung eines Pseudonyms ersparen. Ich muss darauf aber verzichten, weil ich für wissenschaftliche Auffassungen mit meinem wissenschaftlichen Namen geradezustehen habe, und auch, weil Ratschläge, die im Grunde genommen eine sittliche Bedeutung haben, durch Erteilung unter Anonymität an Wirkung einbüßen würden.

So werde ich solche Verdrießlichkeiten aequo animo hinnehmen, in der Überzeugung, dass manche - auch wenn sie es nicht sagen mögen - in der Stille ihres ehelichen Schlafzimmers ein Dankeswort murmeln werden.

Val Fontile, Juni 1923

Dr. Th. H. van de Velde

Hinweise des Herausgebers:

Dieser Band war ursprünglich Teil einer Triologie, und behandelt die Physiologie der partnerschaftlichen Liebesbeziehungen.

Band II befasste sich mit der „Abneigung in der Ehe, ihre Entstehung und Bekämpfung“.

Band III hatte die „Fruchtbarkeit in der Ehe sowie ihre wunschgemäße Beeinflussung“ zum Gegenstand.

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