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Interview mit einem Verführer - Caprice

Inhalt

  1. Cover
  2. Caprice - Die Erotikserie
  3. Über die Autorin
  4. Caprice - Maren & Sophie
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Interview mit einem Verführer
  8. In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über die Autorin

Isadorra Ewans ist das Pseudonym der Autorin Klarissa Klein, die auch unter den Pseudonymen Ana Riba und Sara Bellford schreibt und auch damit in den Bestseller-Listen zu finden ist. Isadorra Ewans steht für gefühlvolle Erotik mit dem gewissen Etwas.

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

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Isadorra Ewans

Interview mit
einem Verführer

Hamburg bei Regen. Seit Tagen war der Himmel grau, und die Wolken hingen tief über den Dächern der Hansestadt. Eigentlich sollte es draußen vor dem Fenster stürmen und schneien. Schließlich war Winter. Aber der Dezember war zu warm gewesen, und der Januar machte da keine Ausnahme.

Maren Janson saß auf der Fensterbank, die Wolldecke um ihre Schultern gelegt, und lehnte mit dem Kopf an der kalten Fensterscheibe. Es tat ihr gut, die Kühle des Glases zu spüren. Seit zwei Tagen hatte sie ununterbrochen ihren nächsten Auftrag vorbereitet, und nun verfolgte sie mit müdem und leerem Blick die Regentropfen auf der anderen Seite des Fensters, die langsam an der Scheibe herunterliefen. Doch war nicht nur die Arbeit der Grund dafür gewesen, dass sie sich so verausgabt hatte. Was für ein Elend, dachte sie. Wieder einmal hatte sich ein vielversprechender Kandidat selbst ins Abseits katapultiert. Dabei hatte es so vielversprechend ausgesehen. Sie schwankte zwischen maßlosem Ärger und grenzenlosem Unverständnis.

Arndt. Arndt Jäger, Manager bei einer großen und alteingesessenen Hamburger Bank. Bis vor zwei Tagen verursachte ihr dieser Name noch wohliges Kribbeln, schickte die berühmten Schmetterlinge durch ihren Körper, zauberte ein verträumtes Lächeln auf ihre Lippen und ließ den nasskalten Januar ein wenig freundlicher erscheinen.

Bis vor zwei Tagen.

Seitdem verkrampfte sich ihr Magen, das Lächeln war einem grimmigen Blick gewichen. Arndt Jäger. Arsch, dachte Maren mit gehöriger Wut im Bauch. Vor zwei Tagen hatte Marens Welt kurzzeitig aufgehört sich zu drehen. Totaler Stillstand. Ein absolutes Nichts hatte von ihr Besitz ergriffen, sie in eine Leere gestürzt, die sie abwechselnd mit Wut, dann mit Hass auf diesen Idioten und kurzfristig mit Selbstmitleid füllte. Vor allem aber mit Unverständnis darüber, dass Arndt sie – Maren Janson – gegen dieses strohblonde Dummchen ausgetauscht hatte. Sie ekelte sich bei dem Gedanken an seinen seligen Blick, als seine Sekretärin vor ihm kniete und ihm das letzte bisschen Verstand aus dem Hirn blies.

Maren dachte an das Bild, das sich seit diesem Moment immer wieder vor ihr inneres Auge schob und ihr Übelkeit verursachte. Arndt mit runtergelassener Hose, die Krawatte baumelte ihm um den Hals, der Hemdkragen weit geöffnet. Der sonst so korrekte Arndt Jäger hatte ein Bild der äußerlichen Verwüstung geboten. Und die Blonde? Die hatte vor ihm gekniet und wie ein ausgehungerter Straßenköter geschmatzt. Fraglich, ob überhaupt noch so was wie ein Funken Verstand in dieser matschigen Masse namens »Arndt-Jäger-Hirn« vorhanden gewesen war.

Ist das zu fassen, dachte Maren jetzt zum hundertsten Mal. Der Kerl lässt sich einen blasen, bescheißt mich zum wer weiß wievielten Mal und lächelte mich auch noch glückstrahlend an? Sie schüttelte ihre blonde Mähne und lachte leise und bitter. Es war ein Trauerspiel. Wie konnte sich dieser Kerl erdreisten, sie mit einer Frau zu betrügen, die weit unter dem Intellekt einer Maren Janson stand? Natürlich, so sagte sie sich, hörte sich das jetzt nach dem typischen Gejammer der verlassenen Frau an. Aber was konnte sie dafür, dass Arndts Sekretärin mehr Tipp Ex verbrauchte, als andere Frauen Lippenstift?

Sie hatte diesen Mann so schnell wie möglich abgehakt und sich in ihre kommende Aufgabe gestürzt. Eine neue Kolumne, die sie exklusiv für die Berliner Fashion Week übernehmen sollte. Ihr Gesicht auf der Titelseite der BLITZ. Wer brauchte da schon einen Arndt Jäger? Für diese Kolumne wollte sie unter anderem den Tagesablauf in einem Atelier kurz vor dem Countdown zur FW beschreiben. Ihre Wahl war auf das angesagte Label »Steward Granger« gefallen. Ein Designer, der in den letzten Jahren immer wieder Furore machte und der irgendwo zwischen absolutem Geheimtipp und aufgehendem Stern am Modehimmel rangierte. Seit seinem Auftauchen hielt sich die Firma in dieser Position, und es schien, als würde dieser neue Stern niemals wirklich untergehen. Maren wollte Interviews mit den Angestellten führen, sich den Designer persönlich vornehmen und mit den Models reden. Auch wollte sie die Fotos selbst machen, denn der Fotograf John Feyn, mit dem sie sonst zusammenarbeitete, war mit ihrer Kollegin und besten Freundin Sophie Caprice in London bei den BIFA, den British Independent Film Awards.

Maren war also das erste Mal wirklich und wahrhaftig allein für eine Reportage verantwortlich, und sie freute sich auf diese Aufgabe. Und ganz nebenbei würde sie sich an den Herren der Welt für ihre durch Arndt Jäger erlittene Schmach rächen. Sie würde den Kerlen reihenweise den Kopf verdrehen, um sie dann mit einem zuckersüßen Lächeln fallen zu lassen. Sich an Jäger direkt zu rächen, hätte einen faden Beigeschmack gehabt: den der nachtragenden, verlassenen Zicke. Gut, irgendwie war sie das ja auch. Aber deshalb musste sie diesen Umstand nicht wie eine Handtasche zur Schau tragen. Sie würde taktisch klug vorgehen. Ihrem Intellekt angemessen. Genau so wirst du es tun, dachte sie lächelnd.

Gewissenhaft hatte sie in den letzten Tagen alle Artikel, die sie über »Steward Granger« in die Finger bekommen konnte, studiert und analysiert. Aber nicht nur die Klatschpresse hatte sie in Bezug auf dieses Label durchforstet. Die Wirtschaftsnachrichten waren ebenso Bestandteil ihrer Recherchen, und diese Nachrichten waren bei Weitem wesentlich interessanter als das Geschreibsel der Yellow Press. Die Gerüchteküche um dieses Label brodelte, und die Prognosen der Analysten waren von einem Top-Must-Have vom Anfang des Jahres hin zu einer äußerst vorsichtigen Kaufempfehlung abgerutscht. Auslöser für dieses Auf und Ab war ein Gerücht, das seit einigen Wochen die Runde machte. Es besagte, dass sich der Designer ein besonders umweltfreundliches Gimmick für seine neue Prêt-à-porter-Kollektion hatte einfallen lassen. Die Anleger waren skeptisch und hielten sich größtenteils zurück. Maren freute sich auf das Gesicht des Designers, wenn sie ihn darauf ansprechen würde.

Sie schlang sich die Decke enger um ihre Schultern. Langsam wurde es kalt am Fenster, und so stand sie auf, ging durch die Wohnung, die sie sich für gewöhnlich mit Sophie teilte, und schlenderte nachdenklich umher. Sie spürte, wie müde sie wirklich war, denn jeder Schritt war eine Überwindung. Sie blieb stehen und betrachtete den gepackten Koffer an der Eingangstür. Morgen sollte es losgehen. Für vier Wochen nach Berlin. Fashion Week, dachte sie nicht ganz ohne Stolz. Ich! Ich auf der Fashion Week.

Sie zog sich die Decke von den Schultern, warf sie achtlos auf den Sessel und rieb sich den Nacken. Das Sitzen am Fenster hatte ihrer Verspannung nicht gerade gutgetan. Sie richtete sie sich auf und ging ins Bad. Vor dem Spiegel blieb sie stehen.

»Ja«, sagte sie leise seufzend zu der Person, die sie daraus ansah, »du siehst müde und verbraucht aus … Restaurierung ist angesagt, Frau Janson. Und jetzt wasch dich. Du siehst scheiße aus.« Mit einem bitteren Lächeln auf den Lippen verzog sich Maren unter die Dusche. Passenderweise würde sie mit dieser heißen Dusche auch gleich die Berührungen eines Arndt Jägers auf ihrem Körper abrubbeln können.

Und wenn sie damit fertig war und sich einigermaßen restauriert hatte, dann wäre sie diejenige welche, der die Kerle reihenweise mit gebrochenem Herzen hinterherliefen. Maren gab es nur ungern zu, aber die Sache mit dem Banker kratzte an ihrem Ego. Denn wer konnte es mit ihr schon aufnehmen? Mit ihren knappen 1,80 m hatte sie Modelmaße. Ihre sportliche Figur hatte noch jeden Kerl um den Finger wickeln können. Ihre maisblonden Haare unterstützten ihren blassen Teint, den sie mit wenig Make-up wundervoll zur Geltung bringen konnte. Ein wenig Lipgloss, ein wenig Mascara, und die Unschuld vom Lande ließ reihenweise Schwänze hart werden. Dazu ein gekonnter Hüftschwung auf ihren bürotauglichen Highheels, und die Welt war wieder im Lot.

Sie lehnte an der Rückwand der Dusche, das Wasser prasselte auf ihre Haut, und sie musste erkennen, dass Sophie ihr fehlte. Warum sie ausgerechnet jetzt an die Freundin mit den feuerroten Locken denken musste, konnte sie nicht sagen. Vielleicht lag es daran, dass sie in jeder Lebenslage den passenden Spruch auf Lager hatte. Und wenn es nur ein deftiges »merde« war. Aber es gab auch Momente und Augenblicke, in denen Sophie es schaffte, Maren ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Sophie hatte gut reden, sie kam erst gar nicht in eine solche Lage. Maren hatte noch nie erlebt, dass sich die rothaarige Frau Hals über Kopf verliebt hatte. Sophie nutzte die Männer für ihre Zwecke. Und der Hauptzweck war Sex. Zu mehr waren diese Schwanzträger, wie Sophie behauptete, auch nicht in der Lage. Sie mussten ordentlich was in der Hose haben, und wenn sie damit auch noch umgehen konnten, dann wurden sie von Sophie akzeptiert. Alles andere? Dazu brauchte sie keine Männer.

Ein wenig neidisch war Maren ab und an schon auf ihre beste Freundin. Denn die hatte alles, was man als Frau brauchte, um einen Kerl auf den ersten Blick um den Verstand bringen zu können. Sophie war ein wenig kleiner als Maren, aber ihre Figur war wesentlich weiblicher, und diese weiblichen Formen wusste sie perfekt einzusetzen. Sophies wichtigste Waffe im Kampf um den besten Kerl im Bett war ihr Aussehen. Aber nicht nur Männer standen bei ihr auf dem Programm. Wenn Sophie ihre Lust auslebte, dann durfte es auch gerne mal eine Frau sein.

Maren lächelte mit geschlossenen Augen, denn hier kam sie wieder ins Spiel. Wie oft hatte ihr die Freundin bereits angeboten, ihr diese ganz speziellen Freuden, die sich nur Frauen in der Lage waren zu geben, angedeihen zu lassen. Bisher hatte Maren dies immer mit einem verschämten Lächeln abgelehnt. Obwohl sie der Gedanke daran reizte. Aber es tatsächlich einmal auszuprobieren lag außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Und dennoch: Jetzt und hier in der Dusche stieg mit einem Mal dieses erregende Kribbeln in ihr auf, als sie sich diese Möglichkeit ausmalte.

Wie es wohl wäre, wenn sich Sophies volle knallrot geschminkten Lippen auf ihre pressen würden? Ob ihr Mund wohl weicher war als der eines Mannes? Wonach würde sie schmecken? Sicherlich nach Tabak und Wein. Eine aufregende Mischung, fand Maren, zumindest bei einem Mann. Wie würde es sich anfühlen, in Sophies Haaren zu wühlen, ihre Haut zu streicheln. Ihren üppigen Busen? Wie würde sich die perfekte Taille der Freundin anfühlen? Marens Fantasie fuhr Achterbahn. Beschwingt vom restlichen Alkohol in ihrem Blut, malte sie sich aus, wie es wäre, wenn Sophie jetzt hier mit ihr unter der Dusche stünde. Wie sie sich küssen würden, wie es wäre, wenn sie sich gegenseitig berührten. Und dann kam der Moment in Marens Kopfkino, da sich Sophie vor sie kniete, Marens Venushügel mit Küssen bedeckte, ihre Zunge zwischen die ...

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